/Sponsorzy_051_07_0001.djvu

			blioteka UMK Toruń Biblioteka ZBIORY GRAFICZNE h m 37 433 Główna UMK Toruń Biblioteka ZBIORY GRAFICZNE 
NIE KSEROWAĆ Główna UMK Toruń Biblioteka Główna UMK 300043173625 Biblioteka Uniwersytecka UMK 300043173625 37433 Sztuka
		

/Sponsorzy_051_07_0002.djvu

			
		

/Sponsorzy_051_07_0005.djvu

			j\yO - 57 i 5kC * DIE BAU- UND KUNSTDENKMÄLER DER PROVINZ SCHLESWIG-HOLSTEIN MIT AUSNAHME DES KREISES HERZOGTUM LAUENBURG. IM AUFTRAGE DER PROVINZIALSTÄNDISCHEN VERWALTUNG BEARBEITET VON DR- RICHARD HAUPT, PROFESSOR, OBERLEHRER AM KÖNIGLICHEN GYMNASIUM IN PLOEN. III. BAND. KIEL, ERNST HOMANN. 
1889.
		

/Sponsorzy_051_07_0007.djvu

			Inhalt des 3. Bandes. Vorrede und Nachwort ... y Nachträge und Berichtigungen , Ortsverzeichnis von K. Ahrens . ’ ' ’ ’ ’ ’ ’ ” ‘ ‘ ' \ \ \\ ’ ’ 21 c weis der benutzten Quellen und Hilfsmittel, von demselben 41 Meisterverzeichnis von J. Biernatzki . , Sachübersichten Wörterbuch .   Schluss. 1 F -V.- ■
		

/Sponsorzy_051_07_0009.djvu

			VORREDE UND NACHWORT. In dem alten Schleswig - Holstein, wie es vor 1848 neben den anderen 
deutschen und dänischen Landen dahinlebte, hat sich wie Alles, was die Landes¬ 
geschichte und die Landesverhältnisse angieng; auch die Geschichte der ein¬ 
heimischen Kunst und Kunstwerke warmer Anteilnahme erfreut. In den Zeit- 
schiiften, die damals erschienen, ist treulich niedergelegt, was irgend der Be¬ 
trachtung teilhaft war, und innerhalb des merkwürdigen, oft fast rührenden 
Bildes jener sorgsamen, liebevollen, auch Kleinem und Geringem, wenn es nur 
im Rahmen des Ganzen seinen Platz hatte, zugewandten Bemühung, das die 
Beschäftigung mit ihnen gewährt, fällt gar manches Streiflicht auch auf die 
Gegenstände der einheimischen Kunst. Es hat auch, in einer anderen Ländern vorauseilenden Weise, nicht an Ver¬ 
suchen gefehlt, für eingehendere Kenntnis und wirksame Pflege der alten Kunst¬ 
denkmäler eine allgemeine und umfassendere Thätigkeit zu wecken. So hat 
die »patriotische Gesellschaft« im Anfang dieses Jahrhunderts und später 
die »Gesellschaft zur Sammlung und Erhaltung vaterländischer 
Altertümer« nach ihren Kräften gewirkt. Nachdem darauf die Ereignisse von 1848—50 die Geister eine Zeitlang in 
einer ganz umstimmenden Richtung beschäftigt hatten, sehen wir dieselben Be- stiebungen, allerdings in abgeschwächter Gestalt, wieder aufleben und von Neuem 
thätig werden. Indes fehlte den Leistungen der Einzelnen und dem Wirken der Gesell¬ 
schaften Vieles am rechten Erfolge. Von allem Anfänge an war gegenüber den 
eigentlichen Kunst- und Geschichtsdenkmälern als das Wichtigere das Vorge¬ 
schichtliche erschienen, dessen Pflege in diesen Tagen mit der neuen »Wissen¬ 
schaft \on dei Menschheit« ein Bündnis zu Schutz und Trutz eingegangen ist, 
und es hatte sich das Verhältnis allmählich immer mehr zu Ungunsten desjenigen, 
was uns anliegt, gestaltet. Das Eigebnis ist daher nur, dass wir eine Anzahl Namen mit Achtung, 
einige mit hoher Schätzung ihrer Verdienste und ihres klaren Urteils über das,
		

/Sponsorzy_051_07_0010.djvu

			VI Vorrede und Nachwort. was nötig, nennen mögen, als Kleffel, Arendt, von Warnstedt, von 
Rumohr, Kindt, Jensen, von Schröder, H. Biernatzki, Milde, 
Handelmann und Andere, dass ferner förderlichen Einfluss thatkräftige 
Sammler und Freunde wie Thaulow haben üben können — dass wir aber 
im Ueberschauen der wissenschaftlichen Ergebnisse erstaunen müssen, zu sehen, 
wie sich mit der Zeit doch der Kreis des der Beachtung Gewürdigten immer 
mehr verengt hatte, so dass wir neben einiger Belehrung über den Brüggemann- 
schen Altar ausschliesslich angewiesen werden auf v. Rumohrs sog. Ueberblick, 
der gar keiner ist, und auf die von Lotz gesammelten und in seiner Statistik 
deutscher Kunst mitgeteilten Angaben. In der Schätzung der Auswärtigen und 
der Einheimischen waren und blieben nun erst recht die Herzogtümer ein in 
Kunstsachen bedauerlich armes, der Mühe der Betrachtung nicht lohnendes Land. 
Das einzige Buch, aus dem sich die Meinung wenigstens in betreff Schleswigs 
in etwas hätte verbessern lassen, Traps Topographie, erschienen in dänischer 
Sprache zu Kopenhagen im Jahre der Trennung von Dänemark, musste unbe¬ 
achtet bleiben, wie was die Dänen sonst noch leisteten oder geleistet hatten. Das Erscheinen von Lotzens und v. Dehn-Rotfelsers Inventar der 
Baudenkmäler im Reg.-Bez. Kassel 1870, vom kgl. Kultusministerium hervor¬ 
gerufen und gefördert, war Anbeginn und Anstoss einer grossen Arbeit, die in 
deutschen Landen viele Hände zu beschäftigen bestimmt war, und so auch hier. 
Zunächst wurden, in einem erneuten Anlaufe durch den Kieler Kunstverein, und 
darauf vollständiger seitens der kgl. Regierung zu Schleswig bis 1878, unter 
Vorlage von Fragebogen Nachrichten von den Landpfarreien und von den Städten 
eingezogen. Die Ergebnisse waren, soweit es solche gab, natürlich sehr dankens¬ 
wert, im Ganzen jedoch so, wie man sich denken kann. Nachdrücklich regte in dieser Zeit wiederholt das kgl. Kultusministerium 
bei der Provinzialverwaltung die systematische Sammlung und Verarbeitung nach 
Muster des Lotzischen Inventars an. Indes ergab sich nun, anders als nach 
jenen ursprünglichen selbständigen Regungen der Bevölkerung zu erwarten war, 
eine laue Aufnahme und geringer Erfolg. Persönlichkeiten und Vereine, welche 
zunächst als berufen erschienen, lehnten teils unter Hinweis auf die Zwecklosig¬ 
keit der Bestrebungen bei der offenkundigen Oede des Gebietes, teils unter Be¬ 
rufung auf Mangel an Zeit und Kräften, teils aus anderen Gesichtspunkten, ob- 
wol meist nicht ohne die Erklärung lebendigen Anteils und mit der Zusicherung 
thatkräftiger Unterstützung bei der Ausführung, die Uebernahme ab. Als sich 
darauf 1878 der jetzige Bearbeiter zur Verfügung stellte, die Vorarbeiten, welche 
zeigen sollten, dass jene Oede nicht vorhanden war, anzufassen, traten sogleich 
selbst Schwierigkeiten meist persönlicher Art hindernd in den Weg. Auch den 
wärmsten Freunden erschien die Sache nicht als aussichtsvoll. Doch hat endlich 
1880 ein Abschluss, wenigstens zur Behandlung Holsteins, stattgefunden, und 
die Bearbeitung hat ihren Gang nehmen können. Im Jahre 1884 war sie so
		

/Sponsorzy_051_07_0011.djvu

			Vorrede und Nachwort. VII weit beendet — ausser Holstein war inzwischen auch Schleswig in derselben 
Weise dem Verfasser übertragen —, dass der Auftrag nun als erledigt in die 
Hände der Provinzialverwaltung zurückgelegt werden konnte. Allerdings waren die Versuche, die Arbeit zu teilen oder zu verteilen, ge¬ 
scheitert. Auch mittelbare und unmittelbare Bitten, Aufrufe und Erinnerungen 
waien in dieser Zeit fast ganz vergeblich geblieben; nicht selten musste man auch 
mit dem Gegenteil der thätigen Beihilfe rechnen. Aber die in stets steigendem 
Grade bewiesene Anteilnahme der leitenden Provinzialbehörden und der Provinzial- 
veitretung, verbunden mit weitherziger Gewährung langer Urlaubszeiten durch 
den Herrn Kultusminister, gab Halt, Vertrauen und Kraft nicht zu ermatten. 
Obwol mit schweren Bedenken, da ich mich mit meinen Kräften so allein der 
ür mich grossen Aufgabe gegenüber sah, und in sicherer Erwartung der bestimmt 
und reichlich von Seiten, auf deren Unterstützung ich seiner Zeit gerechnet hatte, 
und geglaubt hatte notwendig rechnen zu müssen, in Aussicht gestellten feind¬ 
seligen Anfälle gab ich der Aufforderung nach, auch den Abschluss und die 
Veröffentlichung zu übernehmen. In der späteren Zeit fand sich denn auch 
einige Unterstützung. Namentlich hat Herr Friedr. Posselt, Amtsrichter zu 
Biedstedt (jetzt zu Schleswig), die Bemühung erleichtert durch Vorbearbeitung 
einer grösseren Anzahl von Kirchen Westschleswigs. An ihren Orten findet man 
die Nachweisungen über die Hilfe dieses Mitarbeiters, der daneben seit fast einem 
Jahrzehnt überhaupt im Lande Vieles dafür gethan hat, die Liebe zu den Kunst¬ 
denkmälern zu verbreiten und zu pflegen. Nach ihm hat sich 1884 Pastor 
Biernatzki zu Bargum angeschlossen, um das Namenverzeichnis der 
Künstler zu überarbeiten, zu bearbeiten und so zur Veröffentlichung zu führen, 
wie es hier im dritten Bande gegeben ist. Eine grosse Fülle anderer Früchte 
der urkundenspürenden Thätigkeit desselben Mitarbeiters trifft der Leser allent¬ 
halben im Texte verstreut. Nach einem nicht genug zu preisenden freigebigen 
Entschlüsse der Verwaltung und Vertretung der Provinz wird Herr Pastor 
Biernatzki auch in den nächsten Jahren Gelegenheit haben seine Studien in 
gleicher Weise fortzusetzen und durchzuführen. Dem Buche Bilder beizugeben war von Anfang an nicht meine Absicht 
gewesen, und auch der Landesconservator Herr von Dehn - Rotfelser war der 
Abweichung von dem Lotzischen Vorbilde, die in der Beigabe von Bildern liegt, 
abgeneigt. Sie schien geeignet, nicht nur die als dringend anerkannte äusserste 
Beschleunigung der Bearbeitung aufzuhalten und die Veröffentlichung zu ver¬ 
zögern, das Augenmerk bei derselben von der Hauptsache abzulenken und die 
Kosten ungemessen zu steigern, sondern auch überhaupt den eigentlich wissen¬ 
schaftlichen Zweck solcher Bestrebungen in den Hintergrund zu drängen und Un¬ 
berufene zur Beurteilung nach Gesichtspunkten anzulocken, die nicht in erster Linie 
stehen durften. Denn es muss zwar schon jeder, der auf diesem Gebiete etwas 
nützen will, sich klar werden, dass auch ein das Ganze nach Absicht, Bedeutung,
		

/Sponsorzy_051_07_0012.djvu

			VIII Vorrede und Nachwort. Ausführung und Wert zu verstehen und zu beurteilen Unfähiger im Einzelnen 
leichtlich besser Bescheid wissen kann und dass in diesem Falle Jemandem die 
nun einmal unvermeidlichen Irrtümer, je kleiner sein eigenes Können und Wissen 
ist, desto grösser erscheinen — er hat es aber dann doch immerhin zunächst noch 
mit Solchen zu thun, die vor einem ernsthaften Texte nicht zurückschrecken, 
während hinzugefügte Bilder die Aufmerksamkeit auch einer Menge anziehen, 
welche Bilderbücher braucht und dann leicht von fremdem Standpunkte aus über 
Dinge urteilt, die nur ein Fleissiger begreifen kann. Trotz dieser Bedenken ward die Beigabe von Bildern von mancher Seite 
dringend gewünscht und empfahl sich auch wirklich in Rücksicht auf die leichtere 
wissenschaftliche Benutzung des Buches. So haben denn auch die meisten nach 
dem hessischen erschienenen Inventare Abbildungen hinzuzufügen sich bequemt. 
Leider bestand hierlandes wol ein grösserer Mangel an brauchbaren Kräften als 
irgendwo. Indem ich dem Drängen nach Bildern nachgab, und zunächst meine 
eigene Kraft auch wieder dafür einsetzen musste, that ich es denn mit dem Be¬ 
wusstsein und mit ausdrücklicher Betonung des Umstandes, dass die Beigabe der 
Bilder keine Pflicht, sondern eine Gefälligkeit war, und dass sie nur auf Solche 
berechnet war, denen Art, Absichten und Ziele der Veröffentlichung auch an 
sich nicht gleichgiltig gewesen wären. Die Hoffnung, dass diese die Sache so 
auffassen würden, wie sie gemeint und gegeben war, hat denn auch nicht ge¬ 
täuscht. Doch möchte ich, auch der freundlichsten Aufnahme gegenüber, die 
auch das Ungelungene mit Gunst angesehen hat, jene anfänglichen Bedenken 
und Schwierigkeiten hier hervorgehoben haben, welche mir vielfach nicht freie 
Hand Hessen. Im Besitze solcher Mittel wie sie sich allmählich boten, an 
Stoff, Geld und Kräften, hätte ich mit Freuden manches anders und schöner 
gemacht; der Vorteil und die Annehmlichkeit wäre übrigens noch mehr auf 
meiner Seite als auf der der Leser gewesen. Im Anfänge konnte es oft nur in 
Frage kommen, ob Mitteilung des Gegenstandes überhaupt zu wünschen sei oder 
nicht. Und so glaube ich dabei geradezu oft eher für Mitteilung der schlechten 
als für die der guten Bilder Dank zu verdienen; denn diese zu geben war eine 
Ehre und ein Vergnügen, jene machten noch mehr Arbeit und ihre Hergabe 
kostete Ueberwindung. Dabei habe ich es doch noch erfahren können, dass 
Abbildungen, die ich aus Rücksicht auf die ästhetische Reizbarkeit jenes ge¬ 
schätzten Publikums wirklich unterdrückt hatte, vermisst wurden, von Fällen zu 
geschweigen, wo es meinen Bemühungen, z. B. wegen Sprödigkeit der Besitzer, 
unmöglich gemacht war, eine Abbildung zu nehmen. Erfreulicherweise fand sich für die Herstellung der Bilder sehr bald ein 
freiwilliger, ebenso opferfreudiger als fleissiger und geschickter einheimischer 
Helfer in Herrn Pastor Theodor Stoltenberg zu Gettorf (jetzt zu Süderbrarup), 
und anderseits konnten die Reiseskizzen meines Bruders, des Privatdozenten 
Albrecht Haupt zu Hannover, benutzt werden. Nachher und allmählich wurden
		

/Sponsorzy_051_07_0013.djvu

			Vorrede und Nachwort. IX noch Walther Prell aus Leipzig (jetzt zu Düsseldorf), Wilh. Heyden aus Berlin, 
Paul R. A. M ü 11 e r zu München, Fr. W e y s s e r aus Durlach (zu Hannover und 
München) für die Zeichnungen thätig; für Schleswig versicherte mich Hr. Baurat 
L. Hotzen daselbst seiner Unterstützung. Ausserdem machte es mir Vergnügen, 
von einigen jetzt lebenden Künstlern des hiesigen Landes, die mir dafür zu¬ 
gänglich waren, Zeichnungen mitteilen zu können (Jessen, Knutz, Hasselmann 
[Abb. 802], Fehr [Abb. 1546], Holm [s. zu Ende dieses Bandes]), die ihre Eigen¬ 
art ans Licht stellen. Im Uebrigen war ich auf mich selbst gewiesen und musste mir zu helfen 
suchen. Selbst Benutzung vorhandener Aufnahmen, amtlicher Ermittelungen, war 
nur in ganz besonderen Fällen möglich. So haben die Bemühungen, in Besitz 
von Rissen u. dergl. zu gelangen, sehr selten zu etwas geführt. Meist war aller¬ 
dings wol das die Ursache, dass Nichts vorhanden war. Darum stammen denn 
die Bilder und Risse mit ganz wenigen Ausnahmen mittel- oder unmittelbar von 
mii selber ; ausser Aufzeichnungen und Skizzen dienten grösstenteils die bei den 
Reisen gemachten Lichtbilder, etwa 1300 an der Zahl, als Grundlage. Eine 
streng systematische Auswahl des Wiederzugebenden hier zu treffen, war, be¬ 
sonders im Anfänge, und ehe die Register ganz Vorlagen, unmöglich; diesem 
Mangel jedoch abzuhelfen wird nun einem Bearbeiter eben so leicht sein als es 
damals schwer gewesen wäre. In Bezug auf die Benutzung von Büchern und Schriften sah ich mich 
im Ganzen nur mit den ungenügenden Mitteln des Privatmannes ausgestattet und 
war auf das gewiesen, was neben der schwierigen Benutzung der zur Verfügung 
stehenden, auf Bedürfnisse der vorliegenden Art keineswegs berechneten Bücher¬ 
sammlungen der Zufall, eigene beschränkte Mittel und private Gefälligkeit bot. 
Was doch darüber hinaus hat geschehen können, danke ich zunächst dem freund¬ 
schaftlichen und bereiten Beistände des kgl. Bibliothekars Herrn Dr. Wetzel 
zu Kiel, der mir in vieler Richtung aus allerhand Verlegenheit geholfen hat. Füi die Beschreibung war zuerst wol die Meinung gewesen, man könne 
sich auf die obenerwähnten »Inventarien« stützen; doch sind schon von 
diesen die städtischen mir nie zugegangen, und aus den übrigen war neben 
manchen anderen merkwürdigen Beobachtungen auch im Ganzen nicht mehr zu 
entnehmen, als dass eigene Anschauung unentbehrlich sei. Dagegen habe ich 
sowol den Empfehlungen und gelegentlichen Vermittelungen des kgl. ev.-luth. 
Consistorii zu Kiel, als den Geistlichen und Küstern der Kirchen und gar 
manchen Anderen aufrichtigen Dank zu sagen für persönliche Förderung bei 
den Untersuchungen. Beendet sind diese in der Vorbearbeitung 1884. Nachher 
haben noch viele nachträgliche Besuche und Nachforschungen stattgefunden, aber 
iecht Vieles hat doch bloss einmal besichtigt werden können und die Durch¬ 
sicht der Litteratur, etwa 1882 abgeschlossen, konnte später nur in Einzelnem
		

/Sponsorzy_051_07_0014.djvu

			X Vorrede und Nachwort. Ergänzungen erfahren und Neuerschienenes nur da berücksichtigen, wo es zur 
Kenntnis kam !). Für die Veröffentlichung war, Dank der Oberleitung, Freiheit gegeben, die 
Form zu wählen, welche den meisten Wünschen und Bedürfnissen, besonders 
der Einheimischen, gerecht zu werden schien. Bei den Mitteilungen ist Nichts 
übergangen, wovon man glaubte, dass es für die Kunstgeschichte und die 
Baugeschichte irgend in Betracht kommen könne, Aber alles Andere ist aus¬ 
geschieden, und jedes Anschwellen ist nach Kräften abgedämmt; der Text ist 
soweit zusammengedrängt als möglich war, und sehr Vieles ist dem Leser über¬ 
lassen aus den Abbildungen zu schöpfen oder herauszulesen. Während, nach dem Rate Herrn von Dehn-Rotfelsers, statt der rein alpha¬ 
betischen Ordnung die nach Kreisen angewandt worden ist, und sowol dadurch 
als durch die nun Platz findenden allgemeinen Abschnitte und Ueberblicke eine 
Erweiterung und Aenderung gegenüber dem Kasseler Vorbilde eingetreten ist, hat 
man diesem im Uebrigen, so gut es gehen konnte, nachgestrebt. Bei den Ortsnamen ist angegeben, in welcher Entfernung und 
Richtung von einem bekannten Orte, in der Regel vom Kreishauptorte, sie 
liegen. Die Namen ferner selber sind nicht mit Aengstlichkeit behandelt. Ihre 
Schreibung ist überhaupt vielfach noch im Flusse, wie von Alters her; da 
empfiehlt es sich ohne Zweifel für ein deutsches Buch, auch in dieser Hinsicht 
nicht undeutsch zu sein. Orte ohne weitere Angabe sind Dörfer; sind sie nicht 
Kirchdörfer, so ist das Kirchspiel, in dem sie liegen, angegeben; bei Kirch¬ 
dörfern selbst ist bemerkt, welche Ortschaften des Kirchspiels ausser ihnen etwa 
noch im Buche zur Erwähnung kommen. Lateinische Inschriften sind, einer 
stets grösser werdenden Mehrheit zu Gefallen, übersetzt gegeben, wenigstens da, 
wo eine Uebersetzung möglich war, ohne den Gedanken zu verderben oder zu 
entfärben, und wo es den Nachforschenden frei blieb, ihres Ortes die Urform 
nachzuschlagen. Desgleichen sind in der Regel Münz- und Massangaben in 
den jetzt gütigen Werten ausgedrückt. Für die Grundrisse der Kirchen ist 
das feste Verhältnis von i: 500 gewählt; daher sind nicht jedesmal wieder Mass- *) Als auf eine wichtige, in erfreulicher Aussicht stehende Arbeit kann ich die Leser auf 
eine neue Leistung des Hrn. Pfarrers Helms zu Skjellerup aufmerksam machen, in welcher der 
hochverdiente Verfasser der »Tuffkirchen«, in öffentlichem Aufträge, den Gegenstand in um¬ 
fassender Weise behandeln wird. Als eine Berichtigung zu unserem Buche entnehme ich seinen 
freundlichen Mitteilungen die Beobachtung, dass auch zu Brede (2,561) im Innern der Mauer 
Tuff enthalten ist, dagegen ist unsere Angabe, dass Tuff zu Schottburg (1,374) sich finde, 
unrichtig; der Chor besteht aus Ziegeln. — Eine andere Berichtigung, auf die ich übrigens, wie 
auf einiges Unbedeutende, erst aufmerksam gemacht ward, als der Druck der „Nachträge“ längst 
geschlossen war, mag hier noch folgen : zuSegeberg (2,374) war das Chorgewölbe nicht gotisch, 
sondern durchaus ursprünglich, wie auch in den „Vizelinskirchen“ schon richtig auseinander¬ 
gesetzt ist.
		

/Sponsorzy_051_07_0015.djvu

			Vorrede und Nachwort. XI Stäbe zugefügt. Massangaben sind, ausser wo sie aus besonderen Gründen nötig 
und auch aus den Grundrissen nicht zu entnehmen waren, unterdrückt. Be¬ 
trachtet werden die Kirchen von Westen her, so dass stets als i. Joch das west¬ 
lichste gilt, Gesamtmasse umfassen den ganzen Bau einschliesslich der Mauern 
und des Zubehörs; sind die Masse des Schiffes oder Chores für sich gegeben, 
so ist der Raum binnen der Mauern, also auch ohne den Chorbogen selbst, ge¬ 
meint. Die Jochlängen und Schiffbreiten werden gerechnet innerhalb der Mauern 
bis zu den Mitten der trennenden Gurt- und Arkadenbogen. In der Auswahl des zu Behandelnden bin ich nicht mehr systematisch ver¬ 
fahren als bei ähnlichen Unternehmungen der Fall zu sein pflegt. Von vornherein 
war das Vorgeschichtliche, das sich ja hier im Lande auch besonderer kundiger 
un kräftiger Pflege erfreut, auszuschliessen. Dies war um so geratener, als der 
Stoff so breit und der Gegenstand so schwierig ist, dass hier selbst von jener 
Seite noch nicht einmal die seit mehr als einem Menschenalter erstrebte Zusammen¬ 
stellung und Uebersicht hat hergestellt werden können. Ebenso aber ist auch 
von dem unzweifelhaft aus geschichtlicher Zeit Herrührenden alles das wieder 
ausgeschieden, was einer geschichtlichen Bestimmtheit entbehrte, wofern sich 
nicht irgend etwas kunstarchäologisch Bedeutsames daran knüpfte. Der Inhalt 
von Kunstsammlungen ist selbstverständlich nicht mitbehandelt. Naturgemäss war 
es weiter, dass sich die Behandlung zunächst von den Zeiten des Mittelalters 
bis ins 17. J. erstreckte, und dass auch schon da, je weiter nach unserer Stelle 
hin desto mehr, eine Auswahl stattfand. Doch sind die Kirchen ziemlich voll¬ 
ständig aufgeführt und auch sonst etwas wichtigere Bauwerke, besonders wo die Meister angegeben werden konnten, wenigstens mit aufgezählt. Hinwieder ist 
dem Untergegangenen1) so viel Sorgfalt zugewandt als dem Vorhandenen, 
durch Sterne aber jedesmal angedeutet, dass es untergegangen, oder vom Platze 
entfernt ist; von diesem Gesichtspunkt aus musste auch Solches, was in Museen 
gelangt ist, behandelt, oder wenigstens erwähnt werden, wie es denn geschehen ist. Die Register mögen für sich selber sprechen. Nicht jeder wird sie 
brauchen; dem Gelehrten aber, der die, wie es nun den Anschein hat, auf einen ) Freilich, was heisst untergegangenf Es war gewis bei Unternehmung dieser Arbeiten 
Hauptabsicht gewesen, nicht nur die Werke bekannt zu machen und der Missachtung derselben 
entgegenzuarbeiten, sondern besonders auch zu ihrer Erhaltung und Pflege anzuregen, und wir 
onnten hier manches namhaft machen, wo das gelungen ist. Doch findet der Leser auch 
ereits wieder Vieles anders, als wir es ihm haben beschreiben können. Wie während unserer 
Arbeiten, so ist auch nachher die Welt ihren Gang gegangen, und dabei wirds auch bleiben. 
Die Oewerseer Deckmalereien sind überpinselt, die Vollerwiecker Glocke ist eingeschmolzen, 
ohne dass jemand die Inschrift gelesen, wenigstens ein Dutzend Kirchen, darunter die alter¬ 
tümlichsten, sind neu „restauriert“, die alten Orgeln abgeschafft; jetzt eben legt man, wenn den 
Zeitungsberichten zu glauben ist, Hand an, um die Kirche zu Tondern umzugestalten, und so 
Wird man es auch zu Schwabstedt, Vollerwieck, Odenbüll, Reinbeck und an vielen anderen 
Orten anders treffen, als es soeben noch war.
		

/Sponsorzy_051_07_0016.djvu

			XII Vorrede und Nachwort. Umfang von vielen hundert oder tausend Bänden zielenden Inventare Deutsch¬ 
lands in irgend einer Hinsicht benutzen will, darf man es nicht zumuten, dass 
er sich die Auszüge selber fertige. Unser Buch durfte sich der Verpflichtung 
um so weniger entziehen, da schon das trefflichste Vorbild in den Lotzischen 
Inventaren, besonders in den dem 2. Bande (Wiesbaden) beigegebenen Registern 
Fr. Schneiders vor Augen gestellt war. Leider bleibt immer noch eine dem 
philologischen Gewissen schmerzliche Lücke; noch fehlt das, allerdings nur wol für 
die Landesforschung sehr erwünschte geschichtliche Register, das besonders 
auch alle Personennamen zu umfassen und zu behandeln hätte. Aber es war 
unmöglich, Jemanden zu finden, der dafür den Drang hatte, und mir unmöglich, 
es selbst herzustellen. Schon von den vorhandenen Registern verdanken wir 
mehrere ausser dem schon erwähnten Künstlerverzeichnis der treuen Mithilfe 
meiner Amtsbrüder hierselbst, Karl A h r e n s aus Kotzenbüll und Georg G ö r i n g 
aus Göttingen. Vielleicht findet sich nachträglich einmal Jemand, den Thaten- 
drang und Arbeitslust dazu reisst, jene Lücke zu füllen; es ist eine schöne und 
Freude versprechende Aufgabe. So stehe ich denn am Schlüsse einer vieljährigen Bemühung, erfreulich durch 
die reiche Fülle persönlicher Anregungen und geistiger Bewegung, durchlebt 
freilich zugleich im Zwange, vorwärts zu müssen, auch wo freundliche Einladung, 
lockende Aussicht zum Bleiben und Weilen vorlag. Einmal habe ich Halt ge¬ 
macht und den Versuch unternommen, für die ältere Kunstgeschichte Wagriens 
einen festen Boden zu gewinnen; anderen Aufgaben, auch eigener Verteidigung 
gegen Hinderliches, habe ich entsagen müssen, wie Allem, was nicht geradewegs, 
zum Ziele führte, auch Allem, was auf Ausbeutung und Verarbeitung des Ge¬ 
wonnenen hinausgieng. Diese Früchte mögen andere pflücken. Wer wissenschaftlich arbeiten mag, wird ermessen, welches Opfer ich mir 
damit auferlegte, und wer billig ist, wird einsehen, dass, wenn ich mich so der 
Hauptsache zu Gefallen beschränken musste, auch keine anderen Früchte ge¬ 
boten werden konnten, als die so zu gewinnen waren. Doch möchte ich mich 
noch dagegen verwahren, als sei das Alles nun so wie ich gewollt, oder auch 
nur wie ich gekonnt hätte. Neben dem Uebrigen habe ich auch mit dem Zu¬ 
fall zu rechnen gehabt; er ist mir nicht selten günstig gewesen, hat aber auch 
in anderer Richtung Einfluss geübt. Schlechte Witterung, ungünstige oder unter¬ 
brochene Verbindungen, Ueberschwemmungen, zerbrochene Leitern, verlegte 
Schlüssel, verdorbene Schlösser, mangelndes Verständnis, übele Launen haben auch 
ihre Rolle gespielt; manche schön gelungene und unersetzliche Platte ist nach¬ 
träglich verunglückt. Zur erneuten Besichtigung Sylt im gefrorenen Meer zu 
erreichen gelang erst dem dritten Anlaufe, Föhr war gar nicht mehr zu erlangen, 
und den Klanxbüller Bildern (rÖ49f.) hat das salze Wasser seine untilgbaren 
Spuren aufgedrückt, da der grundlose übereiste Marschgraben den Wanderer mit 
Stab und Ranzen in sich schlang. Doch bleibt mir auch im Bewusstsein der so
		

/Sponsorzy_051_07_0017.djvu

			Vorrede und Nachwort. vXIII und anders entstandenen Mängel und Irrtümer der Trost, dass, wer Angst vor 
dem Irrtum hat und ihn unter allen Umständen vermeiden, jedem Tadel entgehen 
will, solche Arbeiten zu übernehmen untauglich ist, wie der selige von Dehn- 
Rotfelser, bei seiner steten Mahnung zum Vorwärtsgehn, und seinem Spruche, 
dass das Bessere hier der verderbliche Feind des zu erstrebenden Guten sei, 
immer und immer wieder hervorzuheben nicht versäumte. Und so ist mir denn 
August Reichenspergers Ausspruch, dass er in unserem Buche auch das minder 
Gelungene nicht missen möchte (Zeitschr. f. christl. Kunst 1888, S. 291), zwar 
durchaus kein Grund, auf das Ungelungene stolz zu sein, aber er zeigt doch, 
dass der Landesconservator Recht hatte mit seinem steten Drängen auf Beschleuni¬ 
gung ; wäre ich ihm nicht gefolgt, so würde diese Arbeit wahrscheinlich nie fertig 
geworden sein. Zwar das Zurückblicken ziemt depi Pflüger nicht, sagt die heilige Schrift. 
Doch bin ichs nun nicht mehr; ich lege das Werkzeug nieder. Mögen nun die 
neuen Arbeiter kommen, und dann die Drescher und auch die Sichter. Manches 
Unkraut wird auszujäten sein und manche Pflanze umzusetzen. Des Tages wird 
man sich freuen, wo von dem jetzt frisch bereiteten Felde die Früchte, ge¬ 
reift und gesondert, jegliches Korn nahrhaft und gesund, zu ihrer Art eingeheimst 
werden in die Scheunen. Da denkt man nicht mehr der Tage, wo das Feld 
umgebrochen ward und dann in Blüten gestanden hat, nicht mehr der Feld¬ 
blumen dazwischen und des Regens und Sonnenscheines, der erforderlich war 
zu begiessen und wachsen zu lassen, auch nicht der Mühe und Sorgfalt der 
Herren des Feldes, die nötig war, es zu hüten, schmarotzende Vögel wegzu¬ 
jagen oder das Getier des Feldes, das die Saat zertreten oder verderben wollte. 
So schliesse ich mit der Hoffnung, dass sich ein reiches Leben auf dem Ge¬ 
biete und aus demselben entwickeln möge, mit dem Wunsche, es mögen auf 
dem Acker, wüst, als ich ihn betrat, nun aber, Dank zumeist den Besitzern und 
Pflegern des Feldes, urbar und gangbar und, wenn auch nur dem Fleissigen 
lohnend, so doch auch dem nur Geniessenden einiges versprechend, bald neue 
Saaten aufspriessen, reich, üppig und dicht, geordnet und echt, zur Freude und 
Ehre dieses schönen Landes und zu seinem Ruhme im grossen Vaterlande. Ploen, im Winter 1888/89. Rieh. Haupt.
		

/Sponsorzy_051_07_0018.djvu

			Lsie sie verschrien vordem, die Ackerflächen, Verstemt und öd', ertraglos ohne Gleichen, Bestanden nur von wenig echten Eichen, Doch wert der Muhe nicht, sie anzubrechen; Man gieng sie an mit Graben, Hauen, Stechen, Manch Felsstück musste, manch Gestrüppe weichen, 
Da gabs zu reuten, ordnen, auszugleichen, Zuletzt zu übergehen mit dem Rechen. Die stunden abseits, die ich wollt' erfreuen; Der böse Feind war rührig unterdessen 
Den eignen Samen in die Saat zu streuen. Doch steht sie dicht. Lassts euch nun nicht gereuen 
Das Feld mit eigner Arbeit zu durchmessen, Dass man des ersten Pflügers darf vergessen.
		

/Sponsorzy_051_07_0019.djvu

			NACHTRÄGE UND BERICHTIGUNGEN ERSTEN UND ZWEITEN BANDE. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III, 8
		

/Sponsorzy_051_07_0020.djvu

			Denjenigen v welche der oft und dringend gestellten Bitte des Bearbeiters 
um freiwillige Beiträge zur Berichtigung und Vervollständigung der Angaben 
freundlich willfahrt haben, sei auch hierdurch gedankt. Die Namen der Bei¬ 
tragenden sind ihres Ortes stets angeführt. So weit es in meinen Kräften gestanden 
hat, habe ich auch selbst noch Umschau gehalten, wozu besonders die Ueber- 
arbeitung der Register Gelegenheit bot, und die folgenden Mitteilungen werden 
zeigen, dass die Bemühung doch gar nicht überflüssig war. Um zur richtigen Nutzbarmachung dieser Nachträge zu gelangen, werden 
die Leser gebeten, kleine Verbesserungen hieraus in den Text zu nehmen, auf 
die grösseren aber durch ein an den betreffenden Orten anzubringendes N. hin¬ 
zuweisen. Ploen, den i. Maimonds 1888. Rieh. Haupt.
		

/Sponsorzy_051_07_0021.djvu

			ZUM ERSTEN BANDE. KREIS ALTONA. Altona. Irin. S. 2 Z. 8 lies: Cai Dose. Der Altar kostete 1008 (nicht 6008) 
Mark. S. 4 Z. 13 lies: Heiligengeistkirche. Das jetzige Reventlowstift 
Milt, von Past. Lieboldt) ist 1883 gebaut; Einzelnes über den neuen 
gotischen Bau mit besonderer Kirche teilt Th. Prüfer in einer Schrift: Das 
neue Rev.-Stift, 1885, m't- Das Gotteshaus enthält Bilder: Anschar gleich 
dem in Trinitatis, einen Christus von Hanson (Kopie), Luther von Bunsen, 
und ein sehr gutes Brustbild des Stifters Grafen C. D. Reventlow. — Der Erker Fig. 2 ist um 1886 abgebrochen. KREIS APENRADE. S.. 9 Z. 4 lies: »Kr. Flensburg 2.« Apenrade. (S. n.) Ein silbernes Hostiengefäss, für die Stadt Apenrade be¬ 
stimmt, ward 1345 zu Wismar übergeben: Mecklenb. Urk.-B. 655b. Dr 
Fr. Crull zu Wismar. — S. 15, Kelch, lies: (s. Fig. 16). Atzbüll. Altar: Der Namenszug (undeutlich) heisst doch F. Lund (Brn.). Glocke 
1503 (nicht 1504). Bedstedt. Leuchter: 2 starke gotische, einfach und gediegen mit starkem 
Mittelring. 2 Ren. 1638 gross und gut, mit Schilden. Bjolderup. Kirchenpatronin ist die Mutter Gottes. Ekwadt. Fig. 33 ist umgekehrt gestellt. Fig. 37 f. (ebenso Fig. 281) lies statt 
antimensale: Altarvorsatzstück. Vor »Rauchfass« gehört ein *. — 2 Leuchter 
Ren., kurz und dick. Daselbst S. 25 Z. 8. v. u. entferne den Punkt. S. 11 I .T. Z' 9 v‘.u' lles' (Tg- 46)- S. 27 Z. 2 v. u. setze * statt f. 6 " ’ ^barinschrift zu Deutsch: Die Pfarrei mit Recht wol lacht Wo kein 
Adel breit sich macht. 6ri' ^ei Mer St. Helper genannte Heilige heisst im Mecklenburgischen 
un Lübschen stets Sunte Hulpe (vgl. II, 156, doch findet sich auch 
c er loener Heilige als Sunte Hulper daneben aufgeführt), und so müsste 
es auch wol hier, statt Hülper, Hulpe heissen. Diese hl. Hulpe stellt 
>g- 24 dar. Im Mecklenburgischen gibt es zwei gleiche Darstellungen, eine ’/debensgross in St. Nie. zu Rostock, eine in Retschow bei Doberan. Loit S Mltt VOn Fr' CrulL — S- 38 Z- 1 lies: gefasten Kanten. • • 39 Z. 8 v. u. lies: Ziegelanbäuten. — S. 41 Z. 3 die Abkürzung in o als in domino zu erklären, erscheint in der deutschen Inschr. bedenklich. — 
• 43 Z. 5 lies: Pfeilerchen.
		

/Sponsorzy_051_07_0022.djvu

			4 Nachtrag. Kr. Apenrade. Norderditmarschen. Süderditmarschen. Osterlügum, Nebenaltäre, zu Ende, setze ein Komma vor »bemalt«; desgl. 
S. 47 Z. 9 v. u. nach »im Siegel«. S. 48 Z. r v. u. lies: »in den von Rahmpilastern eingeschlossenen Bogen 
mit hübsch gezierter . . Archivolte sind«. Seegaard, am Ende, lies: »vat. Alt.« statt »vat. Atl.«. KREIS NORDERDITMARSCHEN. S. 58 mitten lies: »Landesfreiheit, bei deren Untergang er (der Wunderbaum) 
verdorrte«. S. 64 Z. 8 v. u. »gefast« statt »gefasst«. Büsum. * Altar. In Westph. Icon, eine Darstellung: »Bild« (Statue?) von St. 
Clemens vom Altar von 144t (oder T442). — Taufe, 2. Zeile lies: Fig. 92 
statt 90; S. 70 Z. i liest F. X. Kraus (D. Lit. Ztg. 1887, S. 580) für 
lab(atur): laudatur. Heide. Die Taufe, S. 79 h, ist 164T vom Bildhauer Jürgen Heidtmann ge¬ 
liefert (120 M. und Trinkgeld dem Meister 36 M., dem Gesellen 10,80 M.) 
und vom Maler Clauss Matthiessen staffiert (t44 M. und T4,4o M.). Für 
seine Arbeit an der Orgel erhielt 1638 der Orgelbauer Tobias Brunner 
zu Lunden 120 M. (Biern.) — S. 82 mitten lies statt vom Marienleuchter: 
von der Marienkrone, Liebfrauenkrone (oder auch Marienleuchte). Vgl. F. 
X. Kraus a. a. O. Der hier gebräuchliche Name ist (so im Denkelbuch 
der Kieler Nic.-Kirche, 15 J.) U. L. Fr. Krone. S. 90 Z. 2 setze ein Komma vor »Peter und Paul«; S. 91 mitten 
einen * vor »Kloster«. S. 94, Kanne, streiche das »s. Markentafel«. Tellingstedt. Abb. Westph. Icon.: »St. Martin in der Kirche zu Tellingstedt«. S. 104 Z. i v. u. streich »alt«; S. 105 Z. 1 lies: »Albertus«; Z. 2 
lies: »Fig. 151«. Wesselburen, Kirche. Risse auf einem alten Stiche, in Westphalens Icon.; ebenda 
Bild des hl. Laurentius ad altare. KREIS SÜDERDITMARSCHEN. Barlt: Kanne 1661, von schöner Humpen form. S. 115 Z. 6 lies: »Fig. 161«; mitten, unter Kelch, lies: »Stiel« für »Stil«. Eddelack. Die Taufe ist nun im Thaulow-Mus. Beide Zeichen Fig. 166 be¬ 
deuten (nach Dr. Crull) Alpha und Omega. S. 121 Z. 7 lies: »ein Drache. 3) im Dachreiter«. Meldorf. S. 124 Z. 4: den Turm deckte 1577 Hans Schomaker mit Kupfer. 
Brn. — S. 130 Z. 7, Orgel: die 1663 durch Berent Huhss erneuerte 
Orgel (600 M.) malte der Maler Clauss Schneider (bei 30 M.). Brn.— 
S. 131 unter Fig. 191 und 192 lies: A. Melior. S. 134 Z. 13 (Nor¬ 
malelle) lies: 1799 statt 1791. *Glocken (das. Z. 14): 1663 Stephan 
Wollo 682 M. 1728 Conr. Kleymann 5200 tt (1365 M.). 1740 J. H. Armowitz 1) 5796 U 2) 3156 ti , zusammen Giesslohn 1715 M. Brn. Nordhastedt: auf dem Boden armer Rest eines sechseckigen Tabernakels, übrigens 
ähnlich Fig. 908.
		

/Sponsorzy_051_07_0023.djvu

			Nachtrag. Kr. Süderditmarschen. Eckernförde. Eiderstedt. 5 Wöhrden. S. 149 Z. 15 v. u. lies: Kirchspiels. — Zeichnung: St. Nicolaus aus 
Oldenwöhrden s. Westph. Icon. KREIS ECKERNFÖRDE. Borby. Fig. 230: vgl. F. X. Kraus a. a. O.: »der Hl. ist wol St. Patrik 
oder ein anderer Patron mit dem Lamm, wo denn der Wolf fehlt, vgl. 
St. Thomas in Strassburg«. — S. 161 Z. 7 lies: »Stiel«. Dänischenhagen. S. 161. 2 gotische Leuchter, etwas beschädigt. Eckernförde. S. 162 mitten »einen Roland« lies den Kaak (ebenso zu 
Segeberg und Ploen). Allerdings ist wahrscheinlich zwischen den Rolanden 
und den gerüsteten Kaakstatuen kein Unterschied zu machen. — Kirche. 
Joh. Biernatzki aus Urkunden: 1621 goss der Kronengeter Jochim Schmidt 
3 mess. Löwenköpfe (20 Pfund) für die Kirchentüren. — Altar. Mag¬ 
dalena und beide Engel neben dem Kreuze sind nachträglich, doch noch 
vor 1648 vom Meister hinzugefügt, ebenso die Platte des Altartisches mit 
Leisteneinfassung, die Seitenlehnen und Schemel. — S. 164 oben: die alte 
*Altartafel hatte 1571 (nicht 72) Clara Sestedt von den Vicarien zu 
Schleswig gekauft. — S. 165 oben Kanzel: über dieselbe schenkte Clara 
Sestedt 1571 ein »herrliches Capital« (den Schalldeckel); 1565 hatte sie 
■ einen Kelch gegeben, auf dem stund: hic calix est altaris XI mil. virginum 
etc. — S. 165 mitten den *Kapstuel im Chor der Kirche baute 1637 Jo¬ 
hann Remke für 240 M. Gettorf. S. 174 mitten lies: Ueber-gang. — Zu »Marienleuchter« vgl. oben 
Heide N. — Die Kirche besitzt, angeblich vom Ende des 15. Jahrhunderts 
stammend, eine H d s. des Jütschen Lows, plattdeutsch, auf Pergament. — 
S. 176 Z. 6: mit dem *»hl.« Bild in der »Nische« ist jedesfalls das Wand¬ 
tabernakel mit seiner bemalten Türe (Z. 7 f.) gemeint gewesen. Hütten. *Altarinschrift zu deutsch: Heilges Köln, dem Herrn fürwahr Lass 
den Dank erschallen. Der Eilftausend Jungfrauen Schar Hat gebracht uns 
allen Was zu Gottes Ruhme klar Hier ist ausgefallen. Und ihr Sieg so 
wunderbar Mög’ aus Himmelshallen Auf uns lenken immerdar Gottes Wol- 
gefallen. — Glocke 1784 Beseler (Brn.). Krusendorf. Die Kirche Jellenbeck blieb zunächst noch 1737 ungebraucht stehen: 
Noodt, Beitr. 242. Rieseby. Altar zu Ende lies: »war die Inschrift (M. G.) am Altarvorsatzstück«. — 
S. 186 Z. 4ff. ist 3mal GCC statt 00 gesetzt; auch ist zu lesen Altitudo divitiarum. Schleimünde: vgl. bes. V. Schröder, Schleswig. S. 188 Z. 9 lies: Eckglieder; 
S. 189 Z. 10 lies: Fig. 288. Waabs. Die Glockeninschrift ergänzt Dr. Aug. Wetzel: tttttttift safuiltur trist US 
sit attriliater. KREIS EIDERSTEDT. S. 195 ff. Hierzu enthält Feddersen, Eiderstedt manche genauere Nachr. — Garding. S. 198 mitten: Innere Erneuerung 1839/40. — S. 201: Glocken
		

/Sponsorzy_051_07_0024.djvu

			6 Nachtrag. Kr. Eiderstedt. Flensburg I. 2) 3) mit Wallnussblattabdrücken. Auf der grösseren steht als Giesser M. Brun Husem. Brn. — Epitaph 1) das Bild der Kreuzigung ist von Joh. von Enum; denn es hat die Inschrift I.V.E.F Aö (1)60- 
FLENOPO. Bin. Kathrinenheerd. Den »Beichtstuhl« (gewis das noch vorhandene Chorgestühl) 
fertigte 1622 Jakob Schnittker. Brn. Kätingen. Brn.: Die Kirche ist 1627 »so gut wie neu gebaut« (Mauermeister 
Klaus Niemeister). — ^Sonnenuhr 1630 (5 M.). — Das Altarstaffelbi 1 d 
ist von Joh. Christoffer Aierschettel. — Die Kniebänke (S. 207) 
sind 1712 aus Tönningen geholt. — »Beichtstuhl« (Pastorenstuhl) im Chor 
1624 von Peter Schnitger und Sohn. — 1683 lieferte Schnitger Joh. 
Löhel das neue »Gitterwerk« (Gitter unter dem Chorbalken?) im Chore. — 
*Taufschüssel 1631 (10 M.). — *Taufgitter. Koldenbüttel. S. 209 Z. 3: 1826—30 innen erneuert (Feddersen 160). Oldensworth. Die Neueinrichtung auch dieser Kirche 1861 ff. besorgte Holm; 
sie scheint von allen diejenige zu sein, welche durch ihn die grössten Ein¬ 
bussen erfahren hat. — S. 214 Z. 15 v. u. lies: an den Seiten des Nord¬ 
flügels ist, was vom Rundbogenfriese des Hauptschiffes durch den Anbau 
des Flügels entbehrlich ward, wieder angebracht. — S. 215 Z. 6 streich: 
»um 1650«. — S. 217; Glocke 1); der Giesser hat die Worte der Inschrift 
verwirrt. Poppenbüll. Kirche (Mitt. von Past. Mass) nicht 1882 sondern 1879 »restauriert«: 
demnach zu ändern S. 226 Z. 3. 5. 18. — Vor 1846 war hier keine 
Orgel. — Das Epitaph ist (Feddersen 255) für Konr. Gentzel, Pastor 
1382—1621, errichtet. Tetenbüll. 2 gotische Leuchter. Tönningen. * Schloss. In den 4 Türmen waren die besten Zimmer gewölbt 
(Noodt, Beitr. 241). Uelvesbüll. *Kirche; vgl. Feddersen, Eid. 244 f. Westerhever. S. 247 Z. 1: der jetzige Bau ist von rechteckigem Grundriss. 
Z. 13 lies: gegeben haben. Witzworth. Kanne 1668, ein Humpen geziert mit Abendmahl und 2 allegorischen 
Figuren: Glaube und Liebe. KREIS FLENSBURG I. Eggebeck. 2 schwache Pastorenbider. — Mitt. von Past. Martensen: 1887 
ist von Marcussen eine Orgel geliefert, zugleich ist auch die Kirche innen 
und aussen neu angestrichen, (also wol die Bemalung ganz verschwunden), 
die (im Text nicht erwähnten) Emporenbilder z. T. überstrichen, auch der 
Taufstein angestrichen(l). Flensburg. Kirchen. Im Wismarer Archiv ist eine Beglaubigung für Samm¬ 
lungen zu Gunsten einer abgebrannten Kirche zu Flensburg, Ende des 15. J. 
(Dr. Crull). — S. 262 Z. 9 lies: 3 Könige. Cosmas und Damians . . . Nicolai. S. 273 Z. 20 v. u. lies: s. S. 264. 277. —Kanzel von Heinr. Malzen 
(s. Meisterverz.). — Gutes Sanduhrgestell, 17. J.
		

/Sponsorzy_051_07_0025.djvu

			Nachtrag. Kr. Flensburg I. II. Hadersleben I. II. 7 S. 278 zu »St. Jürgen«, füge einen * hinzu. S. 282 Z. 2 v. u. lies: 
vgl. über die alte Bauart der Gebäude Holdt 41 f. JÖrl Z. 4F schreib: Der Kirchenbau würde den . . . Formen nach spätgot. 
sein. — Past. Siewers: 2 in Sandstein ausgehauene Brustbilder, männlich 
u. weiblich, sind beim Pastorat; etwa 0,50. m im Geviert. Nordhackstedt. S. 291: Kelch gute Ren., gotisierend; am Knaufe 6 Engels¬ 
köpfchen; Durchbrechung durch got. Fenster. Oewersee. Die Bemalung der Kirche ist um 1885 durch ländliche Kräfte auf¬ 
gefrischt worden. S. 293 Z. 9 v. u. lies: »Fig. 412«. KREIS FLENSBURG II. Adelby. Altar 1779, von Fr. Windekiel (Brn.). — Ein Schiff von 1688 (Inv.). Drült, Gut 6 km. n.w. von Kappeln, Ksp. Töstrup. Im Herrenhaus Stückar¬ 
beiten von Taddey (Mitt. von C. v. Rumohr). Esgrus. Zum Abendmahlsgerät gehört eine schön geschliffene Krystallkanne. Geltingen. Kanzel, S. 304 lies: trefflicher Fries. — Das spgot. Crucifix ist 1525 
von Hans Grote gefertigt. Brn. — * Glocken 1729 Laur. Strahlborn, 
*1656 Balzer Melchersen. Ders. — Z. 5 v. u. lies got für gol. Grundhof, 1. Zeile: streich die Anführung von Timm. In Z. 8 des 2. Absatzes 
lies: roh eingegrabene. S. 311 Z. 1 »nüchterne«. Quern Zeile 5 lies: 454. 456. Zeile 14 lies: 455. Kl. Solt, Taufstein: mit glatter Kuppe. Sörup. Im Anfang des 16. J. gab es eine Vicaria divae Virginis. — S. 330 
Z. 6 v. u. lies: Jes Simonsen. Sterup. Leuchter, S. 338 lies: 2 got. Leuchter; ein guter Ren.-Leuchter; 2 
Ren.-Leuchter von schlechterer Form 1714. KREIS HADERSLEBEN I. Aastrup. Kreuzgruppe spätestgotisch, schön, in schlanken Figuren (h 1,45 bezw. 
1,15) mit eigentümlichen Zügen. •— S. 341 Z. 3 v. u. lies: 503c. S. 345 
Z. 5 v. u. lies: achteckigen. Hadersleben. *Schloss. Nach Schmidt (Gottorf S. 39) wäre 1620 von hier ein 
in Ebenholz und Silber gearbeiteter Altar nach Kopenhagen gebracht worden. S. 365 Z i v. u. entferne das Zeichen vor »alleinstehend«. Hoptrup. S. 367 Z. i ff.: Glockeninschrift verwirrt. S. 375 Z. 8 v. u. lies: Fig. 566; Z. 5 v. u. lies: Fig. 567. Stepping: 4 Leuchter Ren. 1665. 1733. S. 383 Z. 9 lies: »Stielform«. Wittstedt. 4 Leuchter von unschöner Form, 18. J., der Stiel wie aus lauter 
Kugeln weich gebildet. S. 390 Z. 7 v. u. lies: »Saml.«. KREIS HADERSLEBEN II. Agerschau. Die Gewölbmalereien sind 1887 unter wesentlicher Beihilfe der 
Staatsregierung erneuert worden durch den Maler Hartmann zu Agerschau.
		

/Sponsorzy_051_07_0026.djvu

			8 Nachtrag. Kr. Hadersleben II. Husum. Arild, Nebenaltar. Der Engel ist St. Michael. Bramdorp, lebensgrosses, treffliches, spätgotisches Crucifix von einer ungewöhn¬ 
lich edeln Auffassung. Gram. Es ist nur Eine Glocke, die von M. Dibler 1572 oder 1571 gegossene, 
vorhanden. Nustrup, Fig. 624 schreibe Ste. Hulpe; vgl. Klippleff N. Roager. S. 416 Z. 8f. lies: Scs Wülehadus statt Willenadus. — Taufschüssel 
einfach ohne Bildliches. — Eine kleine Messglocke. Scherrebeck. 2 Leuchter Ren. 1637. 2 starke gotische. Schrustrup. Past. Beuck: Die Tünchung der Kirche ist nicht 1883, sondern 1875 
vorgenommen; desgl. die S. 421 Z. 2 bemerkte Aenderung. — Der Altar 
hat am Gehäuse Kerb- (nicht Korb-)schnittarbeit. — Fig. 642: Sockelecke. Witting. Vorbild der Kirche ist in der Gestalt der Fenster nicht die Riper 
Kathrinenkirche, sondern der Dom selber; auch die Kirche zu Lügum- 
kloster hat in dieser Hinsicht Verwandtschaft. Wodder. Die Glocke von 1582 hat Hans van Damme tho Hamborg gegossen. KREIS HUSUM. Bordelum: Crucifix lebensgross, in spätgotischer Art. Bredstedt. Eine Erasmusbrüderschaft wird erwähnt. S. 441 Z. 7 lies: anno t6o—. Gröde, Altaraufsatz Z. 3, setze ein Semikolon nach »Hintergrund«. Hattstedt, Altar, Staffel: die gemalten Figuren der einen Seite sind nicht mehr 
erkennbar. Husum. In der * Kircheninschrift (S. 455 unten) ist wol zu lesen für wesen: 
gheven, und für und vordem: un de dar. S. 460 unten: am Pastorenbilde 
6) fand Pastor Schulz, unser fleissiger Mitarbeiter zu Husum, die Inschrift 
J. C. Ayerschöttel 1721 oder 1731, und an dem Bilde von 1732 (Predigt 
unter den Völkern) steht J. C. Ayerschettel. — *0rgel im Schlosse (S. 466 
Z. 15): Ende 1626 erhielt Joh. Heckelauwr abermals 360 M. »wegen 
Verfertigung einer neuen Orgel in der F. Hofkapelle.« Biernatzki. — Zu 
S. 471: Die Landesherren schenkten 1624 für das neue Haus des Dr. 
Herrn. Lather je ein (natürlich ihre Wappen tragendes) Fenster. Die 3 
kosteten je 3,60 M. bei Glaser Hinr. Klockman. — An der Landstrasse 
zwischen Husum und Schwesing steht ein Malstein mit dem Zeichen: 
IAH 1609 (Joh. Adolf Herzog). Mildstedt, * Taufstein. Zur *»Bekleidung« desselben vgl. Bargum. Nordstrand, vorletzter Absatz (S. 480). Mithoff 5,5. 74. Der Nordledaer Altar 
ist 1642 aus Nordstrand gekauft und 1643 gemalt worden; hat gekostet 
600 Mark (lüb.). S. 485 mitten lies: »vom Fraumettenhofe in Uphusum«. S. 489 mitten lies: Acht- (statt Sechs-)passenden. Pellworm A. K. S. 491 füge hinzu: Noodt, Beitr. 84. 86. 1547 ist die Kirche 
vom König der Gemeinde verkauft worden, sonst waren überhaupt die Nord- 
strander Kirchen Eigentum der Gemeinden. — Das. S. 496 Z. 6: Das Mart, 
der 10,000 Ritter; S. 497 Z. 1 statt sattan: entfan? Dr. Crull. Z. 10:
		

/Sponsorzy_051_07_0027.djvu

			Nachtrag. Kr. Husum. Kiel. Stadt Kiel. 9 Crucifix statt Crucifixe. S. 498 Z. 4 lies: 1531 statt 1153. — N. K. Zu 
Z. 5 v. u. vgl. Heimreich 101. Noodt 24. 83. Nach diesem S. 86 ist sie 
1556 Kirche geworden. Schwabstedt (S. 506 Z. n): Der Turm ist aus Holz. Altar: nicht auf Ranzau, 
sondern auf Coronäus und Holmer stützt sich die Annahme, dass Brügge¬ 
mann das Sacram.-Haus gefertigt habe. S. Posselt, Kiel. Ztg. Nr. 12,099. 
— S. 507. Zu Z. 21 v. u. füge hinzu: Gethsemane. S. 510 Z. 1. v. u. lies: »grapen geters«; S. 513 Z. 5 v. u. lies: »un¬ 
gegliederte«. Simonsberg. Crucifix h etwa 0,60 m; spätgotisch um 1500. KREIS KIEL. Bordesholm. Die Klosterkirche war der Mutter Gottes geweiht. Vor dem 
Kloster der Dingplatz, den noch heut die ungeheure Linde überschattet. S. 527 Z. 7 lies: an den Seiten; S. 528 Z. 6 lies: das Relief. Flintbeck. Die Kirche hat den Ritter St. Georg im Siegel. — Die Gestalt mit 
dem Lichte (wenn es echt ist) S. 534 Z. 2 könnte auch (Dr. Crull) 
Blasius sein. Grossenaspe. Die Kirche hat einen ziemlich ärmlichen Kronleuchter. Neumünster. Die * Kirche war der Mutter Gottes geweiht. Schönkirchen. (Mitt. von Ing. Wiese:) Das Grabgewölbe ist kürzlich abgerissen 
worden. Dabei fand sich die seit 1619 vermauert gewesene Fensterleibung 
geziert mit quer laufenden roten Zickzackbändern auf den 3 Seiten des 
engem gefasten Bogens, die Ränder des diesen umgebenden sind gelb, der 
Grund, von je 2 roten Linien eingefasst, zeigt eine wellige Längslinie. — 
Der »alte Altar«, S. 543 Z. 1 v. u., war nichts anderes als das Blomesche 
Denkmal. Der Hauptaltar scheint den ersten Anstrich (blaugrau) um 1791 
erhalten zu haben, den er bis 1851 hatte; den jetzigen hat er seit 1862. STADT KIEL. Der Nicolaikirchturm hat Kupferdach. — S. 550 Z. 2 lies statt »derMarien- 
’ leuchter«: »U. L. Frauen-Krone«. — S. 563, unter der Figur, lies: »eine 
Kreuzigung in vielen Figuren«. Das Schloss befindet sich 1887/8 im 
Umbau. Dabei sind bedeutende Reste der früheren Bauzeiten gefunden. 
1887 ist in der Stadt am 2. Hause der Holstenstrasse vom Markte her, 
Sonnenseite, eine Anzahl interessanter Terracottplatten aufgedeckt, welche jetzt 
das Haus zieren. Sie sind aus dem 8. Jahrzehnt des 16. J., von etwas 
ungewandter Herstellung, doch mit schönen Ornamenten. Die durch Streifen 
von Ornament geteilten 6 Fächer — die Platten bilden die Vorderseite 
eines einfachen Fachwerkerkers — zeigen je 6 in 3 Reihen übereinander 
angeordnete Köpfe. Zu Kiel blühte im 18. J. eine Fayencefabrik.
		

/Sponsorzy_051_07_0028.djvu

			IO Nachtrag. Kr. Oldenburg I. II. ZUM ZWEITEN BANDE. KREIS OLDENBURG I. S. 3 Z. 2 lies: Reinfeld (Kr. Sto.). Alten krem pe (S. 6). Die Lage der Kirche, etwas erhöht an der Flussmündung 
und von sich weit dehnender Niederung fast umgeben — etwas ähnlich 
darin der von Brede, Buhrkall, Medolden, Randrup (To. i) möchte auch 
mit Rücksicht auf die Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit gewählt sein 
(vgl. Viz. K. 85). Cismar. S. 12 unter dem Bilde streich das »(Fig. 849)«. — S. 13: ein Knauf 
und 2 Sockel wie Fig. 849 finden sich auch zu Wismar (Dr. Crull). Grube. Ein im Pfarrarchiv bewahrter Siegelstempel (mitget. von Past. Haase) 
zeigt eine Buche (slavisch »grobe«) auf dem Felde stehend, und die Umschrift 
ß. OOX)ßEIIi{JCCCQ {JI) , sehr schlecht in Majuskeln. Der Stempel ist entweder wegen seiner schlechten Schrift und des Fehlers ver¬ 
worfen, oder eher im 16. oder 17. J. einem alten unvollkommen nach¬ 
gestochen. Der Türklopfer vom alten Küsterhause (16. J.) kam in meinen 
Besitz. Abb. sieh zu Ende dieser Abteilung. S. 32 Z. 3 lies: Von einem Altarwerk?— vgl. Schleswig — stammen: 
Adam und Eva . . . Lensahn. Die Nebenfiguren am Altäre sind Petrus und Paulus. S. 36 Z. 3 
lies: »Tempera-, jetzt Oelmalerei«. Fig. 882: Kanzeldeckel. Neustadt. Der Altar war vordem Laien- (oder unterer Haupt-)altar zu Schleswig. 
Der mit dargestellte Zacharias Hubener war in der That der Schnitzer. S. 5 9 
Z. 7 lies: Moser. KREIS OLDENBURG II. Burg a. F. Die Treppe des Treppenturms ist mit steigender Tonne, die Turm¬ 
treppe dagegen abgestuft mit Stichbogen überwölbt. Landkirchen. Die Kirche besitzt eine nicht unbedeutende alte Büchersamm¬ 
lung. — * Ein rotsamtenes Messgewand aus der Garwekammer der 
St. Marienkirche zu Lübeck ward für Landkirchen 1578 angekauft (Dr. 
Th. Hach aus den Papieren der K. St. Marien). Petersdorf. Auch diese Kirche zeigt im Norden nicht fern vom Westende oben 
eine ziemlich grosse Blende gegen aussen hin. — Nach wenig wahrschein¬ 
licher Ueberlieferung soll zu Petersdorf einst ein Kloster gewesen sein 
(Kuss, N. st. Mag. 9, 34. Jensen, st. Mag. 7, 53. Dän. Atl. 7, 485. 
Trap, Topogr.). — Fig. 948 muss die Unterschrift heissen: Kaffsims, 
Sockel und Gesims am Chore.
		

/Sponsorzy_051_07_0029.djvu

			Nachtrag. Kr. Pinneberg. Ploen. ii KREIS PINNEBERG. S. 105, Fig. 963 lies: Taufkessel. Uetersen. Wol bald nach 1235 schenkte die Gräfin von Schwerin dem Kloster 
einen Kelch; Mecklenb. Urk.-B. 451 (Dr. Criill). S. riö mitten lies Unterelbe statt Unterweser. KREIS PLOEN. Ascheberg (S. 119): das Haus ist nicht 1850, sondern 1859/60 gebaut (Frl. 
Bertha v. Warnstedt). Barkau. Wolgegliederter Armenblock Ren. Lütjenburg. Das Eisenwerk des Rathauses und Stadtgefängnisses ist 1881 
verkauft worden und nachher in meinen Besitz gekommen: etliche Lanzen, 
ein Morgenstern, Daumenschraube, zwei Brenneisen, eine Anzahl Ketten mit 
Hand- und Fussschellen, Brust- und Halsringen. Panker (S. 150) letzte Zeile lies: Vorn Inschriften. Ploen. Die fleissigen Urkundenforschungen des Bürgermeisters Joh. Kinder 
haben wieder manches Neue geliefert. — S. r54 Z. 3: Die Aufstauung des Sees 
führte besonders eifrig und rücksichtlos Herzog Johann d. J. seit 1564 durch, 
der derhalben westlich der Stadt Dammbauten und Anschüttungen vornahm 
und viele Streitigkeiten hervorrief. S. 154 Z. 2 v. u.: Nach dem Reg. 
Christiani I., herausgeg. von Hille in den Quellenschr. der hist. Ges., 
S. 264, gehörte zur Kirchspielskirche auch der Nicolai a 11 a r, der der hl. 
Elisabeth, der hl. Katharina, der Mutter Gottes, letzterer mit 2 Lehen. — 
S. 155 Z. 3: Hans Adolf war lange Befehlshaber von Mastricht gewesen. 
Z. 6 v. u. lies: Meurer. — Vor dem Rathause sieht man auf Brauns 
Bilde den Kaak. — S. 159: Die Stückarbeiten im Schlosse sind doch recht 
reich und schön, und im Ganzen von noch mehr Wert als diejenigen im 
Lusthause. Grösstenteils sind auch sie aus Fr. Karls Zeit. — Die in zwei 
etwa quadratische, hinter einander liegende Räume zerfallende Gruft hinter 
der Schlosskapelle ist interessant sowol wegen der Wölbung als auch wegen 
der einfach - hübschen Wandleuchter (Ren.). Auch stehen hier 3 gute 
schwere Ren.-Standleuchter, vom Altäre (1634?). — Das Altarbild in 
der Kapelle ist bei deren Wiedereinrichtung in jämmerlichem Zustande ge¬ 
wesen. (Die Kapelle hatte lange den Fischern zur Aufbewahrung der Netze 
gedient.) Die Uebermalung ist ziemlich schlecht, aber was gut erhalten ist, 
lässt das Bild als eine sehr tüchtige Leistung aus der Zeit der Schloss¬ 
erbauung erscheinen. — Der alte schiefe Torbau des Schlosszuganges auf der 
Stadtseite, 1842 abgebrochen, gewährte (Mitteilung von Frl. B. von Warn¬ 
stedt) ein so malerisches Bild, dass sein Verschwinden gar nicht genug be¬ 
dauert werden kann. — Fig. 1029 ist auf den Kopf gestellt. Im Anfang des 17. J. kommt ein Andreas Bildschneider hier vor. Zur Zeit Hans Adolfs (1671—1704) finden sich in Ploen, z. T. in 
Beziehungen zum Hofe, der Goldschmied Nie. Abrahams, der Maler Joh.
		

/Sponsorzy_051_07_0030.djvu

			12 Nachtrag. Kr. Ploen. Gottfr. Kahfus (Cafus), der Orgelbauer Christian Koch, der vieljährige 
Maler und Contrafeiter Joh. Gottschalk (ref. Religion, die der Herzog 
beschützte), der Kunstmeister1) Melch. Steheli, die Hofbildhauer Hiero¬ 
nymus Jac. Hassenberg und Joh. Franz Koch. Trat schon eine grössere Anzahl Meister unter Hans Adolf auf, so hat 
augenscheinlich der kunstliebende letzte Herzog Fr. Karl (1729 —1761) 
noch Manche hinzuberufen. Er verkehrte gern mit ihnen, wie mit seinen 
Beamten. Es lebten damals in Ploen: der Hofmaler Joh. Jacob Oden, 
der Bildhauer bei Hofe Joh. Siegmund Marchalita, der Maler Ehrenfried 
Fi n singer, der Hofgärtner Dietr. Tschierske, der fürstl. Bildhauer 
Gust. Schuppius, der Bildhauer Bornhöfft, der Orgelbauer Joach. 
Georg Häseler, der Porzellanbrenner Peter Graf. Auch ein Klavier¬ 
macher tritt um diese Zeit hier auf. Dietrich Tschierske führte 1750 den Brückenbau, Mauermeister war 
Hintz. Das neue Rathaus bauten 1748 Chr. Biss und J. Ad. Brauer 
(300 Thlr. für die Bauleitung); Marchalita, der auch bei der Brücke 
thätig war, versetzte 1748 das Portal beim Rathausbau, aus Bremer Stein, 
arbeitete 1749 an der neuen Justiz. Mit dem Tode des Herzogs scheint sich die Schar verzogen zu haben; 
Manche treten nachher noch auswärts auf. In Ploen begann sogleich die 
Zerstörung. Schon 1764/65 ward der Abbruch des »Altans« auf dem 
mittleren Schlossplätze (Fig. 1028 oben rechts) dem Kunstmeister Busch 
für 14,220 M. verdungen, wofür ein neues Gebäude, sowie in den Schloss¬ 
garten ein Treib- und Gärtnerhaus zu bauen war. — Die Strohdächer wurden in der Stadt zuerst 1577 verboten (Eggers 
S. 41); doch ist eines noch heute vorhanden. Ueber das Geräte der Vogelgilde, worunter sich ein grosses sil¬ 
bernes Brustschild, vom Herzog Fr. Karl gegeben, auszeichnet, vgl. Eggers. Das jetzige Rathaus baute Mauerm. Rieck 1816 (6720 Thlr.) nach 
Oberbaudir. Hansens Entwurf. Das Spitzenklöppeln ist durch Herzog Hans Adolfs Gemahlin hier 
eingeführt oder wenigstens sehr gefördert worden. Es beschäftigte bis in 
den Anfang dieses Jahrhunderts sehr viele Hände. Preetz. S. 164 Z. 15 lies: Im Krukenb. Hause. — Das Kloster (S. 164) war 
Maria und Joh. d. T. geweiht. Probsteierhagen. Einige unbedeutende bemalte Fensterscheiben aus der Kirche, 
18. J.? sind in Verwahrung. Ranzau. S. 179 Z. 14 lies: Jac. Levin v. Plessen. Schönberg. Kelche. 1) 1463 u. s. f. Selent: 2 gemalte Wappen (Ranzau und Reventlow) Ren. sind in den Fenstern. S. 187 Z. 8 lies: Lürssen. ') Kunstmeister heissen die, welchen die Unterhaltung der sogen. Kunst, des Wasser¬ 
werkes, oblag. Es wird eine ganze Anzahl Kunstmeister erwähnt; sie waren gewöhnlich Zimmer- 
meister.
		

/Sponsorzy_051_07_0031.djvu

			Nachtrag. Kr. Rendsburg. Schleswig I. II. Stadt Schleswig. KREIS RENDSBURG. S. 194 Z. 16 v. u. streiche das: s. Wapelfeld. Ebenda Z. 9 v. u. lies: Moser. 
— S. 199 Z. 4 f. Ruse, Rüssenstein s. Meister-Reg. Rendsburg. Christkirche. Vgl. Noodt, Beitr. 624 ff. — Taufe 1700 üppig 
aus Holz; das sehr breite Becken ruht auf 3 aus Distelwerk-Ornament ge¬ 
bildeten, in schöne Köpfe ausgehenden Ranken. Grosser Deckel. — S. 217. ( Das Getäfel vom Wallensteinhaus, nach Posselt um 1620, Spätrenaiss., von 
einigen für Arbeit Ringelings gehalten, ist nun im Hamburger Gewerbe-Museum. Schenefeld: Sanduhr z. T. erhalten. Todenbüttel und Wacken lies: Re me. KREIS SCHLESWIG I. Friedrichstadt. S. 230; luth. Kirche. An der Kirche arbeitete der Bildhauer 
Zacharias Hubener 1649 (Biernatzki). — Zu Z. 10 ders. Seite: Die Ar¬ 
beiten an einem neuen dauerhaften (bestendigen) Hafen nebst umschliessendem 
Deich übernahm 1636 der fürstl. Generaldeichmeister Isaak de Moll (7344M.). S. 232 Z. 5 v. o.: schreib Profanbau. S. 238, Kropp, Orgel, schreib 
Peter Hansen. Treya. Der Chor ist rechteckig. KREIS SCHLESWIG II. Brodersby. Kanzel 1726, ziemlich geistlos mit dickem Blumenwerk. Fahrenstedt. Sanduhrgehäuse. RÖest gehört zu Kr. Flensburg II. Satrup i. A. Glocken 1) 1810 Beseler. 2) 1885 Otto, Hemelingen. Thumby. Kirchenpatron ist Johannes d. T. S. 272 füge zu Töstrup hinzu: s. Drült. Fl. 2 im Nachtrag. STADT SCHLESWIG. S. 288 Z. 4. Dom. Mit dem Riper Portal besteht keine Verwandtschaft. — Dass 
das Denkmal des Königs Friedrich im Dome von einem Gitterwerk umgeben 
war, beweist eine Bemerkung in den Gottorfer Rechnungen, vgl. unten 
Seite 16 die Anmerkung hierüber und über das Denkmal des Herzogs 
Friedrich. — St. Michaelis, Altar (S. 313) Z. 1: der Altar war von 1786. — 
S. 318 Z. 4 v. u. lies: Sollen. — S. 320 Z. 6 v. u. lies: Hesterberg. — 
Zu S. 328 unten: Wie die Justiz, mit Galgen und Zubehör, auf dem Markte 
zu Schleswig, einst ausgesehen, zeigt die Abbildung im N. st. Mag. 5, 299. — 
S. 329: vor der Tür der jetzigen Kapelle steht ein Holzpfeiler mit hübsch 
gearbeiteten Knaggen; Ren. — S. 330 Z 10: vor »hl. Laurentius« setze 
einen *. — S. 332. Zu Schleswig blühte im 18. J. eine Steingutfabrik. — Zu Gottorf lässt sich als neue Frucht der weitergehenden Arbeiten Joh. Bier- 
natzkis Folgendes, von dessen Hand Gebotenes nachtragen: Fürstliche Schnitker auf dem Hause Gottorf (Hofdischer mit festem Jahr¬ 
gehalt) waren:
		

/Sponsorzy_051_07_0032.djvu

			14 Nachtrag. Stadt Schleswig. 1597 und jedesfalls noch 1599 Jürgen Olefsen; 1605 und bis 1608 Jochim Rosenfeld; 1608—1612 Andreas Salgen; 1612 —1617 Jürgen Go wer. In ihrer Hand lag die Leitung sämtlicher Schnitkerarbeiten auf dem 
Schlosse. Schon daraus erhellt, was ohnedem durch zahlreiche bestimmte 
Hinweise belegt wird, dass Andreas Salgen und Jürgen Go wer 
die Meister des Gottorfer Fürstenstuhls sind. Wir lassen einige nähere Angaben folgen: Jürgen Olefsen arbeitete 1597 mit einer Menge Gesellen und stellte 
das Gestühl der Hofkapelle her, aber auch Fensterpfosten aus schwar¬ 
zem Holz und eine verzierte Bettstatt für den Herzog, zu der Wilhelm 
(Schmidt) Bildschneider 8 geschnittene Stücke, ein Schleswiger Drechsler 
24 gedrehte Knöpfe lieferte. Behufs Vollendung aber dieser Bettstatt, sowie 
des Gestühls der Herzogin in der Kirche berief man den in der Rechnung 
angeführten »Bildschneider aus Flensburg«, womit, da damals dort kein 
andrer war, Hinrich Ringeling gemeint sein muss. Diess stimmt mit 
dem Sachbefund. Im selben Jahre 1597 baute der Maurer Ambrosius das Lusthaus 
im Garten (M. 120) und staffierte es von aussen mit Farben aus (ebenfalls 
M. 120). 5500 bunte Aistracksteine und bleigegossene Knöpfe zierten es. Im Innern befand sich eine Wendeltreppe. 1606 ward der lange bedeckte Gang binnen Platzes, zwischen 
dem Torhaus und dem Schloss (vgl. Fig. 1240) gebaut. An ihm verdienten 
der Zimmermeister Thomas Goltbeck und seine Gesellen M. 580, Hans 
Brockmann lieferte dazu 22 gedrechselte Pfeiler, Schleswiger Schnitker 
die Fensterpfosten. Die Bildenschneider Jo hann Remke , Wi lm Schmidt 
und Jürgen Gower zierten Balken, Pfeiler und Giebel, welch letztere 
schliesslich mit 8 spitzen Bleiknöpfen gekrönt und von dem Maler C h r i - 
stoffer Reinke staffiert wurden. Um diese Zeit ist eine Reihe von Steinhauern für Gottorf thätig: 
Claus, Steinhauer von Husum, Franz von Soest, Nickel Steinhauer, 
Wilm Schmidt. Sie fertigen steinerne Fensterpfosten, wie sie u. a. die 
Liberei hatte, Wilm Schmidt auch 1607 einen steinernen Tisch für den 
Herzog, die Tür zu dessen neuem Gemach u. a. Von Flensburg holte man 
gotländischen Stein herbei. Die Holzausstattung der neuen fürstlichen Gemächer besorgte 
Jochim Rosenfeld mit seinen Gesellen; doch zog man vorübergehend 
die Schnitker der nahen Stadt zur Teilnahme zu. Der Contrafeier L o r en z 
de Keister (nicht Keiste, wie Schmidt versehentlich las) staffierte 1607 
im Gemach der Herzogin die Bänke ockergelb, 1608 der Herzogin grossen 
Seier in Gold und Farben, auch 3 Gemächer und die Bücherschränke der 
Liberei, Kamin und Bilderrahmen im neuen Gemach des Herzogs. Neben 
dem Genannten erscheinen 1609 in gleicher Weise thätig der Contrafeier 
Abraham von der Dort und Herrn an Uhr.
		

/Sponsorzy_051_07_0033.djvu

			Nachtrag. Stadt Schleswig. *5 Inzwischen war Andreas Salgen Hoftischler geworden und ihm und 
seinen Gesellen war auf dem Schloss Wohnung und Werkstatt angewiesen. 
Am 4. Nov. 1610 kaufte Andreas Salgen »zu Ihro Fürstl. Gnaden 
Gestühlte« in Flensburg Firnes und Maserholz. Stralsunder Wagenschott, 
Brasil- und andres Zierholz hatte er schon früher, jenes in Lübeck, diess in 
Hamburg sich besorgt. Die föhrenen Balken für die Kirche hobelte 
Asmüs Olefsen. Jürgen Bock drehte 1610 n Pfeiler, 1611 5 Säulen für 
die Kirche und u. a. 4 Rundteile »in eine Decke baven den Altar«. 
Unter Andreas Salgens Gesellen (im Jahre 1611 beschäftigte er deren 7) 
sind jedenfalls Adam Wegener 1609, und 1611 Friedrich Johansen, 
vielleicht auch Keye Möller, Bildschneider. Die Brüstung des Fürsten¬ 
stuhls trägt in der Krone die Jahreszahl 1612. Inmitten dieses Jahres ist 
Andreas Salgen verstorben. In seine Stelle trat am 1. August 1612 der Schnitker und Bildenschneider 
Jürgen Gower. Ohne Unterbrechung nahm er die Arbeit am herzog¬ 
lichen Betstuhl auf und führte, dem ursprünglichen Plan sich anschliessend, 
nur etwa durch eine noch reichere Ausgestaltung der schmückenden Einlege¬ 
arbeit von seinem Vorgänger sich unterscheidend, das Werk hinaus. Die 
Zahlen 1613 an der Tür, und 1614 markieren was bestimmt von ihm her¬ 
rührt. 1613 entnahm er aus der Schleswiger Apotheke an Farben */* tt 
Spangrün, rotes Brasilholz und andre Dinge, die man im Innern des Fürsten¬ 
stuhls verwendet sieht. Der Drechsler Heinrich lieferte ihm eine Menge 
kleine, die Schnitkerarbeit ergänzende und in sie aufgenommene Einzelheiten, 
speziell zur »Tür in der Kirche« 2 Kapitale, 1 Rose von weissem 
Holz, 2 Fussgesimse, 4 gelbe, 10 schwarze Puckel u. a. mehr. Von Jürgen 
Gowers Gesellen treten 1613 Peter Lange, Jürgen Ho wer, Key 
Möller zumeist hervor. Im folgenden Jahre beschäftigt. der Meister Wil¬ 
helm (Schmidt) Bildenschneider 18 Tage lang in seiner Werkstatt. 
Der Verbrauch an fremden Hölzern ist auch 1614 noch verhältnismässig gross. Unterdessen hatte man Herrn an Uhr mit der Ausmalung des 
Innern der Hofkapelle betraut. Zwar ob er 1612 oder ein andrer 
(Klaus Barch 1611? Abraham Maler 1614?) die Gemäldefolge an der 
Emporenbrüstung malte, erhellt nicht. Aber 16x3 hat er mit seinen Ge¬ 
sellen und Jungen die Panneele und Pfeilerbekleidung, die Junker- und 
Jungfernsitze ausser mit Braunrot und Bleiweiss in Mennigfarbe, Berggrün, 
Wasserblau, Rostgelb, Zinnober, Safran, Gold- und Silberglede, und 1614 
die Säulen und Stühle unten in der Kirche (nach Abrede mit der Herzogin 
für 160 Thaler) staffiert. Fürstl. Gnaden »Stube in der Kirche« fir¬ 
nisste er in diesem Jahr. Ein andres Beispiel seiner Arbeit bietet der Saal der Herzogin, den er 
ebenfalls 1614 neu anstrich. Zunächst wurden Wände und Boden weiss, 
sodann die Balken blau gemacht, die Schertosen mit Gold und Silber ge¬ 
schmückt. Auch die 3 Türen und die Fensterrahmen wurden blau, die 
Fensterpfosten dagegen grau, das Gesims, daran die Tapeten befestigt, blau 
und weiss gestrichen; der Unterschlag aber, und der Kamin im Anschluss
		

/Sponsorzy_051_07_0034.djvu

			i6 Nachtrag. Stadt Schleswig. an die frühere Farbengebung, wol vielfarbig bunt, verneuert und ausgebessert. 
Hiefür erhielt er ioo Reichsthaler. Viel weniger erhielt er für die Menge von Pasteten und Gallerten, die 
er im Laufe des Jahres, zu Weihnachten und Ostern, auf Balzer von Schulen¬ 
burg des Küchenmeisters Befehl mit Wachsfarben blau, gelb, braun, rot und 
grünspan zu färben hatte (für jedes Stück 15 Pfennige). Das Schauessen 
wurde auch mit Gold verziert. Die kunstgewerblichen Arbeiten des Jahres 1615 sind lediglich den 
Umfang nach bekannt. Jürgen Go wer hielt zahlreiche Gesellen. Her¬ 
rn an Uhr hatte nur wenig für den Hof zu thun. Desto mehr 1616 gelegentlich der Leichbestätigung des Herzogs Johan 
Adolf. Da renoviert Herman Uhr König Friedrichs »Gedächtnis«1) und 
streicht das »Gadderwerk«, von dem es umgeben ist, an (10 Thaler); eben¬ 
so renovirt er »Herzog Friedrichs Gedächtnis 2) an dem Altäre« (2 Thaler). 
Da werden von ihm die Gemächer, in denen die fürstlichen Gäste herbergen, 
der Herzogin Kammer, Frl. Agnes ihr Saal ganz oder teilweise, Stühle, 
Bildrahmen und vieles Andere, 336 Lichter und 32 grosse Lichter, die vor 
dem Sarg her getragen werden sollen, schwarz angestrichen. November 
1616 aber errichtete Jürgen Gower zur Huldigungsfeier Friedrichs III. 
auf dem Rathaus zu Schleswig ein kunstreiches Zelt. Mit Johan Adolfs Tode erreicht die so überaus rege Thätigkeit zur 
Ausstattung des Schlosses einen vorläufigen Abschluss. Am 31. Jan. 16x7 
ward Jürgen Gower seines Dienstes in Ehren entlassen und die Stelle eines 
fürstlichen Schnitkers auf dem Hause Gottorf aufgehoben. Aus späterer Zeit seien hier noch einige Einzelheiten zusammen gestellt: Bildhauerei: Ren.-Zeit: Der lange Tanzsaal ward 1626 mit 2500 
blauen, von Steinhauer Wilm Schmidt vor dem Legen dunkel zu ölenden 
Fliesen belegt. — Barock: 1648 machte Zach. Huben er ein grosses 
Wappen mit Postament (50 + 48 Rthlr.). Sommer 1652 wurden die Pfeiler 
unter der langen Brücke aufgeführt. — Heinr. Rölcke erhielt 1673 für ein 
Kamin in der Fürstin Gemach 360 M. — 1673 Tischler Hans Steffens 65 M. 
für die Gallerie in der F. Schlafkammer, und für »Pyramiden« im lanzsaal. Malerei: Nie. Umbhöfer bemalte 1626 ein Gemach (180 M.). Hof¬ 
maler Hans Müller malte 1635 das Gemach der Herzogin; ferner 1640 
am N. Werk; im selben Jahre hat Otto Jageteuffel daselbst das kl. 
Lusthaus ausgemalt (720 M.); am grossen arbeitete 1671/2 Christian 
Müller (965 M.). Contrafeiter Jak. v. d. Doordt fertigte 1626 ein in 
Wachs plissiertes und 3 gemalte Fürstl. Bilder (810 M.); Nie. Umbhöfer 
1633 die Bilder des Herzogs und der Herzogin (je 108 M.); Franz Strach- 
gen 1635 mehrfach fürstl. Min.-Bildnisse (durchschn. 61 M.). — 1646 er- J) Also das Königsdenkmal im Dome. 2) Bezieht sich entweder auf das Denkmal des Herzogs und Bischofs Friedrich, das ja nicht 
in der alten Form erhalten ist, und demnach früher »am Altäre« — d. i. wol am Chore, denn 
Altar bedeutet oft Chor, Altarhaus — gestanden hat, oder auf irgend einen anderen am da¬ 
maligen Altäre angebrachten Schmuck zu Ehren des Herzogs Friedrich.
		

/Sponsorzy_051_07_0035.djvu

			Nachtrag. Stadt Schleswig. Kr. Segeberg. 17 hielt Andr. Magerstedt für 5 königl. und fürstl. Bildnisse, eins auf 
Kupfer, 252 M. — Gekauft von Maler Jul. Strachen 1635 ein Bild: Enthauptung Joh. 
d- T. — 1640 und 1649 lieferte Gabriel Engels je 2 »perspect. Stück¬ 
lein« (432 M.); die beiden von 1649 stellten dar: David und Berseba 
(Schreibf. des Meisters) und die 5 Sinne. — 1652 gekauft von einem fremden 
Maler Gottfr. von Kamphüsen eine Landschaft (252 M.(. — 1652 war 
Maler David Beck 4 Wochen Gast des Herzogs. Aus Domherrn Ludw. Heitmanns Nachlass um 1630 erkauft 2 Uhr¬ 
werk e, das grössere für 21600 M. Für das kleinere schnitzte Wilh. Schmidt 
1635 noch 8 kleine Statuen (je 3,60 M.). — 1634 kaufte der Herzog zu 
Kopenhagen 3 feine lapezereien vom Niederl. Teppichweber Joris Nauwinck (666 M.) und liess sich von ihm 1636 noch 18 liefern (6606 M.).  Am grossen Globus arbeitete Kupferstecher Otto Koch 1652 acht Wochen 
(59 M.). Für die Hochzeit 1650 fertigte Hans Gudewerth zwei Braut¬ 
wagen für 756 M.; Phi. Jac. Christ off, Maler, staffierte die Schauessen des 
Haushaltes neu auf, brauchte 41 Tage (49 M.); Christoph Reinke malte 
I5 Tyrannen-, 14 Türken-, 20 Frauenköpfe und besserte 47 alte Turnier¬ 
köpfe (47 M.). — Nie. Heim, Bildhauer, machte eine geschnitzte Wiege, 
die nach Darmstadt geschickt werden sollte (54 M.). 1672 fertigte Hans Gudewert d. J. 6 »Triumphwagen« (288 M.). Peter Melchersen goss 1628 zwei Geschütze; 1633 wieder sechs 
1637 einen grossen Mörser (Fuir Morsell), einen Dreipfünder, Bleiröhren 
fürs Wasserwerk u. A. Rechnung 1652 für Granaten: 241 M. — Hanss 
Aienss 1644 bessert 11 Messingleuchter für den Haushalt; Lorenz Kar¬ 
stensen 1649 giesst 2 Mörser (184 M.); der Kronengiesser Joh. Müller 
arbeitet 1673, Kronengiesser Abrah. Dinkelmeyer 1681 für den Hof. Ein neues Kammer siegel, sowie eins für die Geh. Kammer, stach 
1681 Georg Frdr. Jäger. Glasfenster schenkten die Herrschaften, mit den Wappen geziert, 
oft in die Häuser ihrer Beamten; so 10: 1624; n: 1650. — Zu Schleswig, Schloss Gottorf, Neu werk, S. 357 Z. 6 v. u.: 
aus den Gottorfer Rentkammerrechnungen für 1651 ist ersichtlich, dass Com. 
v. Mander in diesem Jahre hauptsächlich am Lusthause und dessen Turm 
geaibeitet hat; seine Arbeit betraf insbesondere Fenster daselbst, ein gross 
Portal mit abstehenden Säulen und 3 Bogen unter dem Turm, und die 
welsche Haube des Turmes; ferner grosses Portal und Fenster am Pomeranzen¬ 
haus, Schornsteine, 4 Kachelofenfüsse (je 1,80 M.). Zusammen 432 Rthlr.  1648 hatte »die Brunnen und Bilder« im Neuwerk Zach. Huben er ge¬ 
fertigt. Einleitung: Meister der Vizelinschen Kirchen war ohne Zweifel der conversus 
(Laienbruder) Volcward (Viz.-K. 118.129). S. 359, 14 v. u. lies »wirkliche«. KREIS SEGEBERG. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. b
		

/Sponsorzy_051_07_0036.djvu

			iS Nachtrag. Kr. Segeberg. Sonderburg. Steinburg. Stormarn. Tondern I. Leezen. S. 365 mitten: Diese Stempel sind die Marke der Lübecker Petri-Ziegelei 
(Dr. Crull). Sarau. s. 368 lies: 2 Altar- (nicht Armleuchter 1643. Travental: Das Schloss soll demnächst als feucht und unwohnlich durch einen 
Neubau ersetzt werden. KREIS SONDERBURG. Düppel. Vor »Sanduhr« und »Messkleid« füge einen * hinzu. — Biernatzki: 
Der Chorgiebel ist von 1585. — Den Altar hatte 1738 Peter Jessen füi 
240 M. bemalt; 1854 ward das »Abendmahl« überstrichen und dafür eine 
dänische Inschrift gesetzt, sowie für 2 morsch gewordene Figuren neue ge¬ 
fertigt (Bildh. Hansen zu Sonderburg, 50 M.). — S. 413 Z. 1 entferne den *. KREIS STEINBURG. Beydenfleth. S. 442, 2 setze vor »Majuskeln« ein Komma. Borsfleth. Die erste Dose ist von 1789. — Im Dorfe ist eine Anzahl alter¬ 
tümlicher und stattlicher Häuser. — S. 452, 1 lies »quid« für »quia«. Neuenkirchen. Kelche 1) Anf. d. 16. J. mit Sechseckfuss und Stiel. Am Knaufe 
grosse flache Röteln; auf deren Stirn und in den Fenstern sind verflochtene 
Bänder hübsch graviert. Stiel: |(T§3&j§Yjl | fEJHIKdt. Die eiförmige 
Kuppe ist unten von durchbrochener Schale umfasst. Auf dem Fusse statt 
Crucifixes ein graviertes Kreuz. 2) Ohne Spur von Vergoldung, wahrschein¬ 
lich Ren. 16. J„ sehr hübsch von gotischen Formen, klein, mit Fuss von 
flacher Sechspassform. Blümchen statt Röteln. Auf einem gravierten Wappen 
AVASO 87; am Stiel, in got. Majuskeln der spätesten Art, ihesvs / helpmi. 
3) Aehnlich, auch schön und schwer, der Krankenkelch, 17. J.? Dose 1708, prächtig. Oben in edeln Formen eine antike Kampfscene 
getrieben; neben Blumen. — S. 487, 7 lies 506 für 505. — 493 10 v. u. lies 137 statt 133. Wüster. Biernatzki: *1639 O rg e 1 reparatur (148 M.) durch KonradTopf.— 
*1668 E m p o r e hergestellt durch Tischler Peter Holste.— 1636 Turm¬ 
uhr gemacht von Hanss Carpsen (an 360 M.). — Glocken um 1618 ge¬ 
gossen von Hans Lehman (Schlussrechnung 1619). Jetzige Kirche: Die Hausteinarbeit (als Portale, Kämpfer, Treppen) 
lieferte Hans Hinrichs 1775 ff.; derselbe machte die Bildhauerarbeit am 
Oberteile der Orgel; 5 Statuen für den Altar (je 106 M.) lieferte 1779 
Bildhauer Ernst Strangard. KREIS STORMARN. S. 533, 6 v. u. entferne das Komma vor »offenbar«. KREIS TONDERN I. S. 576 aus 9 v. u. versetze das »Fig. 1534« nach Z. 11 v. u. vor »vgl. Fig. 
6x3«. _ 580, 16 v. u. lies 1538. — Daselbst 13 v. u. (wie auch 685,
		

/Sponsorzy_051_07_0037.djvu

			Nachtrag. Kr. Tondern I. u. II. Neuer Nachtrag. !9 8 v. u.) ist in der Inschrift statt der got. Minuskelschrift Majuskelschrift zu 
denken. — 629, 5 lies 1600 statt 1601. — Uberg. S. die folgende Bern, zu Aventoft. KREIS TONDERN II. Aventoft. Der 2. und 3. Kelch und die Dose sind nicht hier, sondern zu Uberg 
(Ber. von Past. Rickmers). — 649, 3 v. u. lies »einem« statt »einen«. Horsbüll (Past. Michelsen). Statt Deichnormalelle sollte es heissen: Normalelle 
von der Landvermessung der Wiedingharde 1693—94. S. 664, 14 lies 1643. Klanxbüll (Past. Michelsen). Ueber frühere Bemalung der Kanzel (von 1857) 
s. Petersen, Wand. — Den jetzigen Altar, der die Stelle des bis 1857 
bestens erhalten gewesenen alten einnimmt, machte Holzbildhauer Otte zu 
Flensburg. Das Kirchendach ist mit Reth (Schilf), nicht mit Stroh gedeckt. Neukirchen. Zeile 7 lies 1314 statt 1413. S. 676 mitten: Die Werft der 
»Kapelle« war im 17. J. Kirchenland; südlich derselben soll ein Kirchhof 
gewesen sein. NEUER NACHTRAG. Bd. I. Heide (Dit. 1). Hier bestanden Vicarien: U. L. Fr.; U. L. Fr. Rosen¬ 
kranz; Cosmas und Damian; Gertrud; eine Vicarie der Gilde St. Jürgen 
(»Wintergilde«) und eine Marienvicarie der Schuhmacher (»Sommer-«) gilde. 
Oestlich vom Flecken lag eine Hl. Kreuzkapelle. [Bürgerm. J. C. Kinder 
zu Ploen aus Urk.] Wanderup (Flensburg 1). Die Glocke ist von J. H. Armowitz gegossen (Past. 
Michelsen zu Klanxbüll). Aller (Hadersleben) 342, 6 v. u. statt »Anbetung der Könige« lies »Ecce homo« 
(Mitt. v. Past. Lorentzen). Hadersleben. Mitt. von Past. Lorentzen daselbst. Zu S. 352, 11: Es hat 
kein Franciskanerkloster zu Hadersleben gegeben. 352, 5 v. u.: Der 
Brand 1759 betraf die Kirche nicht. 354 oben: es hat wenigstens 8 Ka¬ 
pellen und 19 Altäre in der Kirche gegeben. Kapellen: Marianer, gest. 
bald nach 1440; Hl. Geist und Barthol. seit 1442; westlich davon die des 
Ratsmanns Kremer (lebte 1440); St. Laurentii seit i443! St. Annen seit 
1468; die Kapelle des Schlosshauptmanns Staken (um 1470) neben der 
Marianerkapelle; Jakob Krögers Kapelle (nicht »Gregoriuskap.«); St. Barbara, 
1533 mit der letztgenannten erwähnt. — Altäre: Mariae; Petri (um 1500 
»Petri ad vincula«); Andreae (noch 1533 vorhanden); Jakobi; Crucis (desgl.); 
Katerinae; diese 6 waren 1371 vorhanden. St. Marien wahrsch. ferner in 
der Mar.-Kapelle; St. Spir. u. Barthol. seit 1442; Laurentii seit 1443; Petri 
Elisabethae et Birgittae seit 1451; Corp. Christi schon vor 1468; St. Annen 
seit 1468- St Mauritii (um 1480 erwähnt); Nicolai (1517 genannt); ferner 
’ b*
		

/Sponsorzy_051_07_0038.djvu

			20 Neuer Nachtrag. 1233 vorhanden: Gertrud; Hippolyt; Erasmus; Olaus und der Barbara¬ 
kapellenaltar. Zu S. 354. Dicke Tünche bedeckt die Gliederungen; nach deren Ent¬ 
fernung ergibt sich ein besseres und erfreulicheres Bild der Einzelheiten in 
der Kirche. Die Dienste zu Seiten der Halbsäulen an den alten Schäften 
sind aus roten Steinen und können als eine gotische Beigabe erscheinen. 
356, 27 von den Stiftern des früheren Altars sind in der »Nebenkirche« 2 
gute Bildnisse. 356, 32 die Kronleuchter 2) 3) sind von 1605: also vor 
dem Brande. 358, 6 streich das »wol«. 358, 9 statt »Barbarakapelle zu 
Althadersleben« lies: »Die Kapelle des Gertrudenspitals (vgl. 359» 15i dicht 
an der Grenze gegen das Ksp. Althadersleben«. Auch die Georgskapelle 
(354, 3) lag ausserhalb der Stadt; es ist der Jürgenshof 359, 16. Oesby (Hadersleben). Die Kirche war der Maria geweiht, nach Wortlaut der 
Urkunde über die Schenkung der Kirche 1410 ans Hadersleber Kapitel. 
(Nach Mitt. Past. Lorentzens.) Bd. II. S. 41, 9 lies Intarsien. — 85, 12 lies Joche. — 89, 2 v. u. lies 7 b. — 
143, 13 v. u. lies 1026. — 159, 6 v. u. lies 1028. — 267, 3 lies vier¬ 
eckigem statt viereckigen. — 293, 12 ff. v. u. lies 1187 statt 1287. 
324, 15 interessantem statt interessanten. — 329, 4 lies »1235!.« Daselbst 
10 v. u. lies 1236 h —
		

/Sponsorzy_051_07_0039.djvu

			VERZEICHNIS DER ORTSNAMEN VON KARL AHRENS, GYMNASIALLEHRER ZU PLOEN.
		

/Sponsorzy_051_07_0040.djvu

			In diesem Verzeichnis sind, wie im Text, untergegangene Örtlichkeiten durch 
einen Vorgesetzten Stern bezeichnet; die Namen derer, denen im Text ein eigener 
Artikel gewidmet ist, sowie die Zahlen der Seiten, wo sich dieser Artikel findet, 
sind durch schrägen Druck hevorgehoben. Die Bandnummer ist nur für den zweiten Band besonders angegeben; ein 
N. vor der Zahl verweist auf den Nachtrag im Registerbande.
		

/Sponsorzy_051_07_0041.djvu

			*Aabenraahuus (Ap.). io. Aarhuus (Jütland) 12. 261. Aarup (Ap.) 20. Aastrup, Ostorf, (Had. 1) 340—41. 
347. N. 7. Abel (To. 1) II, 558—59- Adelby (Fl. 2) 257. 259. 278. 298—299. 308. 312. 314. N. 7. Agerschau (Had. 2) 392—94. N. 7. 
Aggersbüll (Jütland) II, 277. 
Aggerschau s. Agerschau. Ahrensböck (Fürstent. Lübeck) II, 3. 
156. 158. Ahrensburg (Sto.) II, 528—36. 
Ahrensharde (Schl.) II, 279. 
Ahrenshöved (Hus.) 446. Aelberg, der, bei Segeberg II, 382. 
Albersdorf (Dit. 2) 54- 55- 58' 6o- 6z- 
64. 109—11- 117- n> i89- 
Aldenburg = Oldenburg II, 53. Aller (Had. 1) 34^—42- N. 19- 
Alsen, Ins. (So.) 7- H, 391- 392- 393- 
397. 398. 399' 400- 4°3- 4°5- 4°7- 
410. 4ii.4i2.4IS-4I7-4l8-43I-435- 
Alsenschloss = Norburg (So.) II, 411- 
Alsensund, der, II, 4l8- 425- 
Altdorf s. Olderup (Hus.). Altena s. Altona. Altenberg b. Krummendieck (Ste.) II, 
502. Altenkrempe (O. 1) 352- 2- ^ I0' 28. 39. 42. 62. 81. 84. 88. 137- 
554. N. 10. *Alt-Gottorf (Schl.) II, 333- Alt-Hader sieben (Had. 1) 343- 352- 358- * Alt-Nordstrand (Hus.) 432. 477—8o. 515- Altona, Kr. 1—5. N. 3. Altona, St. 1—4■ 238. II, 527. N. 3. 
Altrahlstedt {Sto.) II, 527.530—31. 550. 
554- Alverstorf (O. 2) II, 66. *Alverstorp (O. 1) II, IO. 145. Amrum, Ins. (To. 2.) 432. II, 557. 
638—39. 648. Angeln, Ldsch. 7. 9. 253. 257. 297—98 
(Nordangeln). 432. II, 237. 243—44 
(Südangeln). 245. 279. 392. 649. s. 
auch unter Nord- bezw. Südangeln. 
St. Annen (Dit. 1) 64—67. 91. *Annenkapelle (Dit. 1) 67. Annenstätte (Schl, 'i) II, 242. 
Apenrade, Kr. 7—52. 254. II, 557. 
558' N. 3—4- Apenrade, St. 9. 10—17. 255- 354- 433- 
II, 46. N. 3. Arild (Had. 2) 391.^9^—96. 397. N. 8. * Arlewatt (Hus.) 437. 486. Arnesvelde (Sto.) II, 530. Arnis, Ins. (Schl. 2) II, 244. Arnis, Df. (Schl. 2) II, 244. Ascheberg (PI.) II, 119. 150. N. 11. * As fleth (Pi.) II, 99. 437. 493. Aspe s. Hohenaspe. Atzbiill^X-p.) 17—18. 28. 33.II, 391. N. 3. 
Atzerballig (So.) II, 392. Aubrücke (Dit.) 55. 56. 57. 58. 61. 
62. 63. Augustenburg (So.) II, 391. 39J—95- 
425- 431-
		

/Sponsorzy_051_07_0042.djvu

			24 Ortsnamen. Aukrug—Braderup. Aukrug (Dit. i) 55. Aventoft (To. 2) II, 640—41. 660. N. 18. 
Badenfliot = Beydenfleth (Ste.). 
Bakenby (Ap.) 49. Ballum (To. 1) 390. 399. 431. II, 557. 558- 559—61 ■ Bannesdorf (O. 2) 520. II, 66. (67—70. 88. Bargen (Dit. r) 55. Bargenstedt (Dit.) 56. Bargteheide (Sto.) II, 527. 331—32. 
545- 546. Bargum (Hus.) 433—38. Barkau (PI.) 520. 530. 373. II, 120—24. 
491. N. ii. Barlt (Dit. 2) 111—12. N. 4. 
Barmstedt, Vogtei (Pi.) II, 99. 
Barmstedt, Df. (Pi.) II, 99—101. 107. 
109. 527. Barsbeck (PI.) II, 118. 183. Barsfleth (Dit. 2) 112. 121. Bau (Fl. 1) 234—33. 288. Bedstedt (Ap.) 18—20. 22. N. 3. 
Beftoft (Had. 2) 393—98. 420. Beidorf (Dit.) 55. *Beltringharde, die (Hus.) 477. 479. 
Bennewohld (Dit.) 62. Bergen (a. Rügen) 12. Bergenhusen (Schl. 1) II, 223. 223. 319. 
Bergenstedt (Dit.) 58. Bergewöhrden (Dit.) 57. Bergharde, die (Eck.) 155. Bergstedt (Sto.) II, 527. 528. 532. 546. 
547- Beringstedt (R.) II, 190. 219. Berndorf, Bjendrup (Ap.) 20. II, 147. 
Beydenfleth (Ste.) II, 437. 438—43. 
Bille, die II, 1. 538. Billwärder (Hamburg) II, 469. 
Bischofsberg, der, bei Ploen II, 154. * Bishorst (Pi.) II, 101. 102. Bjendrup s. Berndorf (Ap.) Bjerning (Had. 1) 343—43. 369. 
Bjolderup (Ap.) 9. 21—22. N. 3. 
Blansgaarde (So.) II, 434. Blasholm (Ap.) 10. Blekendorf (PL) 520. 542. II, 23. 27. 124—26. 127. 143. Bliesdorf (O. 1) II, 5. Blockhaus (Ste.) II, 455. Blomenburg (Eck.) 169. Blomenburg (PI.) II, 126. 184. 
Böckingharde (To.) 431. II, 537. 672. 
Böel (Schl. 2) II, 243. 243—46. 263. 
Boel s. *Bool Ste. *Böhl (Eid.) 223. Bohmstedt (Hus.) 438. 446. Bohnert (Eck.) 138. 183. Bökelnburg (Dit. 2) 60. 63. 98. 114. 
Bokoldeburg (Dit. 2) 114. Bombüllhof (To. 2) II, 637. *Bool, Boel (Ste.) II, 443. 455. 468. 
*Bopsee (Hus.) s. Bupsee. Borby (Eck.) 153. 138—60. 162. 173. 352. II, 312. 614. N. 5. Bordelum (Hus.) 432. 438—-39. 479. 
485. N. 8. Bordesbüll (To. 1) II, 558. Bordesholm (K.) 319. 320—29. 537. 
539- S5°- 551- H, 2. 296. 300. 355. 
378. 444. 443. 507. N. 9. Boren (Schl. 2) II, 246—43. Borgholt (Dit. 1.) 57. 98. Borgholt (Dit. 2) 113. Borkmühle (Schl. 1) II, 230. Börmer See II, 223. Bornhöved (Seg.) 61. II, 66. 150. 339 
—<60. 363. Borsfleth (Ste.) II, 443—44. 485. N. 18. 
Börstel (Dit. 2) 114. Börstel (Sto.) II, 385. 533. Bosau (Fürstent. Lübeck) II, 117. 118. 
143- Bösbütteler Koog (Dit. 1) 64. 
Bothkamf (K.) 530. 573. II, 120. 124. 
Bovenau (R.) 519. 520. 531. II, 190 
—93. 197. 198. 219. Braaken (Dit.) 56. Braderup (To. 2) II, 641—42. 662. 
665.
		

/Sponsorzy_051_07_0043.djvu

			Ortsnamen. Bramdorp—Danewerk. Bramdorp, Branderup (Had. 2) 598— 
99. N. 8. * Bramhorst (PI.) II, 126. 182. 
Brammer (R.) 520. II, 190. Bramstedt {Seg.) II, 560—62. 437. 527. 
Branderup s. Bramdorp (Had. 2). 
Brarup, Norder-, (Schl. 2) II, 243. 248—52. 263. 265. 276. Brarup, Siider-, (Schl. 2) II, 252. 
Brecklum s. Breklum (Hus.). Brede (To. 1) II, 558. 561—62. 
Bredebro (To. 1) II, 561. Breder Au, die II, 561. Bredstedt (Hus.) 45g—4I. N. 8. 
Breitenberg, der II, 445. Breitenberg (Ste.) II, 444—45. 506. 
Breitenburg (Ste.) II, 177. 444. 445— 
52. 505. 506. 514. Breklum (Hus.) 183. 233. 255. 256. 432- 433- 438- 439- 44*—46- 450. 
475- 516. Bremen 59. 123. Broacker (So.) 255. 306. II, 391. 595 
—96. 405. Broboa (O. 1) II, 11. Brodau (O. 1). II, 5. 10—11. 20. 
Brode s. Grossenbrode (O. 1). 
Brodersby (Schl. 2) II, 243. 252-55. 
N. 13. Brodershemme (Dit.) 57. Brohl a. Rhein 389. 391. Brokdorf (Ste.) II, 452—55. Bröns (Had. 2) 390. 391. 392. 599— 
402. 422. II, 559. Brooklandsau, die 61. *Brösum (Eid.) 223. Brücke, Rote (Ste.) II, 455. Bruderfurt (Ste.) II, 455. 526. Brügge (K.) 519. 520.370—52. 533. 535. 
Brunlund (Ap.) 10. 16. 17. *Brunock (Hus.) 480. Brunsbüttel (Dit. 2) 54. 58. 112—15. 
Buckhagen (Schl. 2) II, 255. Buhrkall (To. 1) II, 557. 558. 561. 
562—65. 665. Bülck (Eck.) 160. Bülderup (To. 1) 402. II, 565—68. 57°. 573- 669. Bunsoh (Dit. 2) 58. 64. Bünstorf (Eck.) 160•—61. *Buphever (Hus.) 480. *Bupsee (Hus.) 432. 479. II, 230. 231. 
*Bupte (Hus.) 479. 480. Bürau (O. 1) II, 11. Burg i. D. (Dit. 2) 55. 57. 58. 60. 62. 
*13—15• 145. Burg a. Fehmarn (O. 2) II, 2. 65. 66. 67. 70—81. 84. N. 10. Burg a. Föhr (To. 2) II, 659. 
Burghaken (Dit.) 58. Burgholz (Dit.) 57. Burgkrug (Dit.) 58. Burgsee, der, bei Schleswig 11,333. 337- 
Burgsum (To. 2) II, 659. Busenwurth (Dit. 2) 115. 121. Bustorf (Schl. 1) II, 225. Bustorfer See II, 226. Büsum (Dit. 1) 54. 62. 67—72. 109. 491. N. 4. Butwehl (Hus.) 473. Carlum (To. 2) s. Karlum. Caspergaard (Had. 1) 387. Celle (Hannover) II, 537. Christiansfeld (Had. 1) 545. 
Christianspries (Eck.) 170. Cismar (O. 1) II, 2. 3. 11—19. 20. 23. 37. 47. 62. 135. 137. 355. Cleve, der, b. Garding 197. 203. 
Cleveeiz (PL) II, 126. 150. Clixbüll (To. 2) s. Klixbüll. Crempe s. Krempe. Dackwiese (Dit.) 55. 60. Dagebüll (To. 2) II, 642—•45. Dahier (To. 1) II, 568—70. Dahme (O. 1) II, 67. Damp (Eck.) 161. I Dänemark 297. 389. II, 199. 
Danewerk, das, 7. 8. 155. 513. II, 
223. 224—27. 230. 237. 281. 
Danewerk, Gross- (Schl. 1) II, 225.
		

/Sponsorzy_051_07_0044.djvu

			2(5 Ortsnamen. Danewerk—Eutin. Danewerk, Klein-, (Schl, i) II, 224. 
227—28. 319. Danewerker See II, 224. 226. 
Dänischenhagen (Eck.) kc 160. 161. 180. 189. II, 175. N. 5. Dänischer Wohld, Ldsch. 155. 161. 170. 181. 519. Deezbiill (To. 2) II, 643—45. 
Delfbrücke (Dit.) 55. 61. 62. 
*Delfbrügge (Dit.) 58. Delve (Dit. 1) 56. 57. 58. 72—75. 99. 110. II, 223. 228. Delvenau, die II, 1. Delver Koog (Dit. 1) 55. 57. Depenau (PI.) II, 126. 162. 359. 
Deutsch-Nienhof s. Nienhof. 
Dietmarsgau = Ditmarschen 39. 
Ditmarschen, Ldsch. 33—64. 195. 196. II, 65. 189. 194. 223. 239. —, Norder-, (= Dit. 1) 64—108. N. 4. 
—, Siider-, (= Dit. 2) 109—33. N. 
4—5- Doberstorf, Dobersdorf (PI.) 541. II, 
126. 364. *Donieshuus (Hus.) 438. *Dornbüll (Schl. 1) II, 223. Dörpling (Dit.) 55. Dortrecht (Holland) II, 280. Döstrup (To. 1) II, 557. 570—7/. 
Drage (Ste.) 241. II, 453—55- 475- 
Drecksee, der II, 154. Dreisdorf (Hus.) 432. 438. 446—48. 
Drült (Fl. 2) N. 7. *Duborg (Fl. 1) 257. 27p—80. 298. 
II, 81. Düppel (So.) 254. 305. II, 397—98. 
414. N. 18. Düppelberg, der II, 418. Düppeler Schanzen (So.) II, 418. 
Dusend-Düwels-Warf (Dit.) 62. 
*Eckernburg (Eck.) 162. Eckernförde, die 158. Eckernförde, Kr. 133—93. 519. N. 5. 
Eckernförde, St. 158. 162—70. 352. II, 
312- 330. N. 5. Eddelack (Dit. 2) 63. 114. 116—17. 
N. 4. *Edomsharde (Hus.) 242. 477. 478. 
480. Epfkebüll (Hus.) 448. 473. Eggebeck (Fl. 1) 183. 234. 233—236. 291. 297. 324. 442. N. 6. Eichede (Sto.) II, 333. Eider, die 7. 54. 55. 57. 58. 63. 67. 99- r5S- I9S- 39°- 431- 5!9- 532- 
II, 198. 223. 229. 237. 239. 280. 
Eiderstedt, ehern. Insel, 195. Eiderstedt, Kr. 54. 106. 193—252. 431. 
432• 433- 436- 478. 511. 515. II, 
649. N. 5'—6. *Eidum (To. 1) II, 606. Eken (So.) II, 391. 398—99. 415. 
Ehwadt (Ap.) 7. 22—23. 33. II, 601. 
N. 3. Elbe, die 54. 59. 60. II, 527. Ellerbeck (PL) II, 127. Elmschenhagen (PI.) 541. II, 5, 127. 
Elmshorn (Pi.) II, 101—102. in. 113. 
516. *Elredefleth (Ste.) II, 503. Elvershagen s. Elmschenhagen. 
*Emesbüll s. *Evensbüll. Emkendorf (R.) II, 193. 219. 
Emmelsbüll (To. 2) II, 643. Emmerleff (To. 1) II, 372—73. 
Endrupschau (Had. 2) 402. Enge (To. 2) 431. II, 637. 643—48. 
England II, 657. Enleben (Ap.) 35. Enstedl (Ap.) 9. 20. 23—26. 418. 
Eppendorf (Hamburg) II, 107. Erfde (Schl. 1) II, 223. 228—29. 240. 
Erfrade (Seg.) II, 179. 359. 363. 
Erpesfelde (PL) II, 164. Esgrus (FL 2) 299—302. 308. 324. N. 7. 
Eschelsmark (Eck.) 170. Esrom (Schweden) 305. *Esseveldoburg (Ste.) II, 477. Eutin (Fürstent. Lübeck) II, 2. 3. 5. 
62. 63.
		

/Sponsorzy_051_07_0045.djvu

			Ortsnamen. Eutinisch Neukirchen—Gram. 27 Eutinisch Neukirchen s. Neukirchen, 
Fürstent. Lübeck. *Evensbüll, Emesbüll (Hus.) 478. 480. 
II, 660. Everschop, ehern. Insel, (Eid.) 195. 197. 
*Evesbüll (Hus.) 479. Fahrenstedt, Norder-, (Schl. 2) II, 243. 
254—55• N. 13. Fahretoft (To. 2) II, 619. 648. 660. 
Faldera (K.) 536. Farnewinkel (Dit.) 56. Farve (O. 1) II, 19. 33. 129. 197. 
Fegetasche (PI.) II. 156. Fehmarn (= Kr. O. 2) 7. 8. II, 1. 2. 3. 5. 22. 29. 65—98. Feldhusen (Ste.) II, 455. Feldstedl (Ap.) 26—27. Fernwisch (PL) II, 183. Fieler See, der 55. 56. Fjelstrup (Had. 1) 339. 345SO. 37°- 
Flemhude (K.) 519. 520. 531 -532—33. 
340. II, 190. 219. Flensburg, Kr. 1. 9. 233—95. II, 557. 
N. 6—7. Flensburg, Kr. 2 (— Nordangeln), 297— 338■ N. 7. Flensburg, Stadt 9. 195. 254. 257—84. 298- 433- 548. II, 391. 558- N. 
6—7. Flintbeck (K.) 519. 520. 521. 533—34- 
II, 120. 191. N. 9. Fohl, Forle (Had. 2) 402—3. Föhr (To. 2) 316. 431. 432. 477. 479. II, 557- 606. 611. 648—59. —, Burg II, 659. —, St. Johann 316. 432. 433. 479. 
II, 606. 649—35. —, St. Laurentius 473. II, 649. 651. 
655—57• 658. —, St. Nicolaus II, 649. 655. 656. 657—59- Frestedt (Dit.) 55. 60. *Frideberg (Dit.) 64. Friedrichsberg (Schl.) II, 225.315 19. Friedrichsort (Eck.) 170. Friedrichsruhe (Ste.) II, 453. 475. 
Friedrichstadt (Schl. 1) 479. 480. II, 
223. 229—33. N. r3- 
Friesland 7. 53. 195. 196. 390, 391, 
431—37. II, 237. 392. 605. 614. 
vgl. auch Kr. To. 2 II, 667—86. 
Frörup (Had. 1) 350—51. Fühnen 7. II, 66. 391. *Fünfharden (Hus.) 431. Gaarden (PI.) II, 127. Gaarz (O. 1) II, 19. 53. *Gaikebüll (Hus.) 480. Galmsbüll (To. 2) 480. II, 642. 659—60. 
Gammelgardt (So.) II, 394. Garbeck (Seg.) II, 389. Gar ding (Eid.) 196. 197—202. 2T3. 225. 245. 432. 468. N. 5—6. Gasse (Had. 2) 418. Geltingen, (Fl. 2) 302—5. 324. II, 243. 
N. 7. Genner, Gjenner (Ap.) 28. 36. 44. 
Gettorf (Eck.) 155. 170—77. 187. N. 5. 
Gieschenhagen (Seg.) II, 371. Gieselau, die 55. 60. Gikau (PI.) II, 127—28. 129. 144. 182. 353- Gjenner s. Genner. Gladebrügge, Klein-, (Seg.) II, 363. 371. 
*Glambeck (O. 2) II, 66. 81. 
Glücksburg (Fl. 2) 305—8• 3I5- 3l9- 
II, r58. 320. 321. 429. 678. 
Glückstadt (Ste.) II, 232. 439. 455—66. 468. 477. 495- 496- 501 
Glüsing (Dit.) 58. Goltoft (Schl. 2) II, 252. Görnitz (PI.) II, 184- 
Goschhof (Eck.) 168. Gotteskoog (To. 2) II, 676. 
Gotteskoogsee, der II, 662. Gottorf {Schl.) 298. II, 158. 225. 226. 
228. 244. 279. 280. 319. 320. 332 
—58. 428. N. 13—17. Gowens (PI.) II, 129. 135. 150. Grafen wall (Dit.) 61. Gram (Had. 2) 402. 403—-4.
		

/Sponsorzy_051_07_0046.djvu

			28 Ortsnamen. Grarup—Hehm. Granip (Had. i) 351. Grcvwenstein (Ap.) 28—33. 50. 
Grevenborn, jetzt Schrevenborn (PL) II, 
127. Grevenkroch (Ste.) II, 468. Greveshof (Schl, x) II, 230. Grimmberg (Dit.) 56. Gröde (Hus.) 448—4g. 479. 485. N. 8. 
Grödersby (Schl. 2) II, 233. 264. 
Grömitz (O. x.) II. 2. 10. 11. 20—21. 
62. 145. Grönsworth (Hus.) II. 229. Grossbiittel (Dit. 2) 117. 149. 
Gross-Danewerk s. Danewerk, Gr.-. 
Grosscnaspe (K.) 520. 333—36. N. 9. 
Grossenbrode (O. 1) II, 11. 22—2j. 29. 69. Grossenrade (Dit.) 62. Grossenwiehe (Fl. 1) 284—83. 291. 
294. Gross-Kollmar s. Kollmar (Ste.) 
Gross-Nordsee s. Nordsee, Gr.-. 
Gross-Solt s. Solt, Gr.-. Grube (O. 1) II, 5. 11. 12. 23—26. 67. 
N. 10. Grundhof (Fl. 2) 297. 306. 308—10. 313. 314. N. 7. Gudendorf (Dit.) 56. Güldenstein (O. 1) II. 26. Guldholm (Schl.) 30?. II, 321. Guldlöff (Ap.) 35. Haalerbrook (Ste.) II, 475. 
*Haddeboth (Schl. 1) II, 233. Haddeby (Schl. 1) 8. 506. II, 223. 227 
233—37• 264. 279. 319. Haddebyer Noor, das II, 226. 
Hademarschen (R.) 519. II, 189. 193— 
g4. 219. Hadersleben, Kr. 1. 9. 33g—8j. 389. 
N. 7. Hadersleben, Kr. 2. (= Törninglehn) 
38g—42g. 492. N. 7—8. 
Hadersleben, St. 169. 339. 340. 343. 
346. 347- 35!• 352—59• 366- 37°- 
433- 456- N- 7- 19- *Haderslevhuus (Had. 1) 358. 359. 
Hagen (PL) II, 19. 126.12g. 174. 175. 
197. 364. —, dänisch, s. Dänischenhagen (Eck.). 
—, Probsteier, s. Probsteierhagen (PL). 
Hagenberg (So.) II, 3gg—400. 
Haithaby II, 279. *Hale (Ste.) II, 475. 476. Halendamm (Ste.) II, 508. Halk (Had. 1) 8. 339. 359—63. 
*Halvesbei'g (Dit.) 64. *Halvesborch (Dit.) 58. Hamberge (Sto.) II, 533—34- 
Hamburg 123. II, 53. 99. 243. 280. 286. 456. 493. 514. 527. Hamdorf (R.) II, 194. 195. *Hamm (Hus.) 479. *Hamme (Dit.) 56. 63. Hammelejf (Had. 1) 363—63. 382. 
*Hammhaus, Hammann (Dit.) 56. 57. 
63. 91. Hammholt (Dit.) 55. Handewitt (FL 1) 254. 259. 284. 285 
—87. 288. 292. 293. 294. 297. 298. 324- 325- Hanerau (R.) 58. 60. II, 193. 194. 
*Hansburg (Had. 1) 358. Hansühn (O. 1) II, 2. 26—28. 63. 125. 
143- Hanswarf (Hus.) 452. 453. *Hanum (To. 2) II, 648. Haselau (Pi.) II, 101. 102—103. 
Haseldorf (Pi.) 183. II, 102. 103—106. 
Haseldorfer Marsch II, 99. 101. 102. 103. 111. 437. 468. 493. 509. 
Hasselburg (O. 1) II, 6. 28—2g. 34. 63. 
Hastedt (Dit.) 55. s. auch Norder-, bzw. 
Süderhastedt. Hattstedt (Hus.) 431. 432. 443. 449—32, 
502. II, 649. N. 8. * Hatzburg (Pi.) II, 106. 115. Havetoft (Schl. 2) 297. II, 243. 233—36. 
Hedeby II, 279 -Haithaby. Hedenstedt (Jütland) II, 277. Hehm (Dit.) 57.
		

/Sponsorzy_051_07_0047.djvu

			Ortsnamen. Heidabu—*Humpkirche. 29 Heidabu = Haithaby. Heide (Dit. i) 53. 55. 56. 57. 58 61. 
62. 63. 75—82. 91. 93. 98. 101. 
N. 4. 19. Heidum = Keytum (To. 1) II, 606. 
Heikendorf (PI.) II, 127. Heiligenhafen (O. 1) II, 5. 2g—33. 
Heili^enstedten (Ste.) 123. II, 437. 
466—68. Heilsau, die II, 341. Hellewadt (Ap.) 22. 33—34. Heilig May (Had. 1) 341. Helligvand (Quell) 376. Helln (Dit.) 61. Hellwithgaard (So.) II, 415. Hemme (Dit. 1) 54. 55. 57. 62 8j—88. 
91- 93- Hemmerfeld (Dit.) 57. Hemmerwurth (Dit. 1) 55. 
Hemminghestorp (dorp) 548. II, 127. 
Hemmingstedt (Dit. 2) 55. 56. 59. 62. 64. 91. IIJ IQ. Hennstedt (Dit. 1) 57. 58. 88—QO. 97. 
Hennstedt (Seg.) II, j6j. Herivad (Schweden) II, 582. 
Herrenstedt (Had. 2) 424. 
Herwardeshudhe 1. Herzhorn (Ste.) II, 99. 437. 443' 455- 
468—70. 476. 505. Hesel (Dit.) 36. Hesterberg, der II, 320. 337. Hetlinger Schanzsand (Pi.) II, 106. 114. 
144. Hever, die 242. Hillige Oehr (Schl. 1) II, 233. 
Hinschendorf (Sto.) II, 538. Hjerndrup (Had. 1) 36g—66. Hjerüng (Had. 2) 389. 392. 404. 416. 
Hocht s. Hoist (To. 1). Högerstorf (Seg.) 11,363—64. 371. 372. 
Hoheburg (Dit. 2) 114. Hohenaspe (Ste.) 519. II, 2. 194. 217. 
453- 470—75- Hohenfelde (PI.) II, 127. I2Q. 
Hohenfelde (Ste.) II, 475—7^- Hohenlieth (Dit.) 55. Hohenstein (O. 1) II, 19. 3g.—.3^ 
Hohenwestedtlfk.) in. 519. II, Hohn (R.) II. 194. iq3—q6. 199: 
Hohnhemme (Dit.) 56. Hoibeck (Sto.) II, 538. Höirup (Had. 2) 390. 403—406. 415. 
Hoist (To. 1) II, 573—75- 
Holdenäsbrarup (Fl. 2) 306. 315. 
Holebüll (Ap.) 35. 228. 493. N. 3. 
Holland 193. 196. 391. 432. 436. II, 
229. 230. Hollingstedt (Schl. 1) II, 223. 224. 
237—3s- Holm s. Bordesholm (K.). Holmer Schanze (Schl. 1) II, 223. 
Holstein, Holstengau 7. 55. 59. 60. 61. 
279. 288. 432. 51Q—20. 536. 547. 
II, 2. 189. 199. 217. 225. 437. 470. 
476. 491. 527. 328. Holstenau, die 55. 60. Holstengraben 55. 60. 
Holstenpfortsbrücke (Dit.) 36. 
Holstenreck (Dit.) 60. Höltenklinken (Sto.) II, 534. 536. 
Hooge (Hus.) 436. 452—53. 480. 
Hoptrup (Had. 1) 8. 366—67. N. 7. 
Hörnerkirchen (Pi.) II, 107. Hornstorf (Seg.) II, 126. 129. 364. 369. 
Horsbüll (To. 2) II, 660—62. N. 19. 
Horsbüllharde (To. 2) II, 660. Horst (Dit. 1) 57. Horst (Ste.) II, 113. 475. 476. Horst = Breitenburg (Ste.) II, 444. 
H'örup (So.) II, 400—403. 412. 416. 
Hostrup (To. 1) II, 3 5 7 - 5 7 3 -575—7^- 
612. 662. Höved (Dit.) 58. Howacht (PL) II, 135. Hoyer (To. 1) 7. II, 557-576—79- 674- 
Hoyersworth (Eid.) 202—203. 213. 
*Hudum (Dit. 1) 67. Hügum (Had. 2) 390. 391. 406—408. 
492. II, 662. *Humpkirche (To. 2) II, 662.
		

/Sponsorzy_051_07_0048.djvu

			JO Ortsnamen. Humptrup—Klein-Nordsee. Humptrup (To. 2) II, 662—-63. 685. 
Hürup (Fl. 2) 297. 310—12. II, 408. 
612. Husby (Fl. 2) 297. 298. 312—14. 320. 
Husum, Kr. 431■—318. II, 557. N. 8—9. 
Husum, St. 195. 196. 436.437.453— 
71. II, 223. 225. 229. 327. 335. 351. 
52T- 539- 614- N. 8. Hütten (Eck.) 177•—90. N. 5. 
Hüttenkroppe (Schl. 1) II, 238. Hütter Harde (Eck.) 155. 160. 177. 
Hvidding s. Witting. Hylingstede s. Hollingstedt. (Schl. 1). 
St. Ibs b. Horsens (Jütland) 12. 
*Ichhorst (Pi.) II, 444. *Ilgruf, Ilgref (Htis.) 433. 480. 
*Imminghusen (Hus.) 479. Inselharden (To.) 431. Isarn Dör (im Danewerk) II, 224. 
Itzehoe (Ste.) 10. 114. 519. 547. II, in. 
164. 197. 217. 437. 449. 466. 476 
—90. 506. 512. 514. Ivenfleth (Ste.) n, 477. 483. J,ägerup (Had. 1) 339. 367. Jellenbeck, Fl. 182. *Jellenbeck, Df. (Eck.) 181. 182. Jets (Had. 1) 7. 367—68. Jerpstedt (To. 1) II, 357. 379—81. 
Jersbeck (Sto.) II, 385. 333. Jevenstedt (R.) 519. II, 189. 196—97. 
*St. Johann (Schl. 1) II, 223. St. Johann a. Föhr (To. 2) 316. 432. 433- 479- n, 606. 638. 648. 649—33. 
Joldelund (Hus.) 431. 471—72. 
Jordkirch (Ap.) 9. 34. 3S~j6. Jörl (Fl. 1) 284. 287—88. N. 7. 
Josenburg (Dit. 2) 63. *Jürgensburg (Schl.) II, 333. Jütland 7. 288. II, 223. 337. 648. 
Kabelhorst (O. 1) II, 5. Kahlebüll (To. 2) II, 662. Kahleby (Schl. 2) II, 243. 236—37. 261. 
321. Kakesborch (Dit.) 58. Kal (Ap.) 10. 36. 44. 547. Kalegat, Oster- (im Danewerk) II, 224. 
225. —, Wester- (im Danewerk) II, 225. 
Kallö s. Kal (Ap.). Kalslundharde (Had. 2) 391. 
Kaltenkirchen (Seg.) II, 363. 364—63. 
Kamberg (Hus.) 472. [527. Kämpen (Dit. 1) 83. Kämpen (R.) II, 195. 196. 199. 
Kampweg (Dit.) 83. Kappeln (Schl. 2) 536. II, 244. 253. 238—60. 266. Karby (Eck.) 187. Karlum (To. 2) 436. II, 641. 663—67. 
669. Karrharde (To. 2) 431. *Kasso (Ap.) 34. Kathrinenheerd (Eid.) 203—203. 225. 
N. 6. Kating (Eid.) 195. 203—208. 209. 214. 
233. N. 6. Kehlet (Had. 1) 347. Kekenis, H.-Ins. (So.) II, 403. Kekenis, Df. (So.) 318. II, 391. 403— 
405- Kekcnisgaard (So.) II, 403. 407. 
Kellinghusen (Ste.) 519. II, 5. 217. 
491—92. 525. Kercenhagen = Probsteierhagen (PL). 
Kerghvelde (O. 1) II, 38. Ketting (So.) II, 398. 403—407. 412. 
Keytum (To. 1) II, 606—609. Kiel, Kreis 319—46. II, 1. 189. N. 9. 
Kiel, Stadt 36. 155. 519. 521. 532. 536. 
541 -547—75- n, 2. 3. 12. 43. 44/. 
84. 127. 168. 202. 335. N. 9. Kiel, der kleine 547. 548. Kieler Föhrde II, 1. Kirchkamp (Sto.) II, 538. Kirkeby (Ap.) 39. KlanxbülUJo. 2) 479, II, 637. 667—68, 
N. 19. Klein-Danewerk s. Danewerk. 
Klein-Gladebrügge s. Gladebrügge. 
Klein-Nordsee s. Nordsee.
		

/Sponsorzy_051_07_0049.djvu

			Ortsnamen. Klein-Solt—Loccum. 3i Klein-Solt s. Solt. Klein-Wesenberg s. Wesenberg. 
Kletkamp (PL) II, 130—32. 145. 
Klinken (Sto.) II, 534. Klintringenge = Enge (To. 2) II, 645. 
Klippleff (Ap.) 9. 20. 37—39- 5°- 254- 
II, 219. 256. N. 3. Klixbüll (To. 2) 436. II, 668—69. 
Klues (Fl. 1) 254. 288. Kluesries (Fl. 1) 288. Knoop (Eck.) 180. Kograben (Schl. 1) II, 225. Kohöved (Eck.) 183. Koldenbiittel (Eid.) 196. 208—10. N. 6. 
Kolding (Jütland) 279. Koldinghuus (Jütland) 359. Kollmar (Ste.) II, 99. 493—94. 509. 
5 T3- —, Gross- (Ste.) II, 513. Königsau, die 419. *Königsbüll (Hus.) 479. II, 655. 
Königsburg (Eck.) 158. 183. 
Königsgraben (Dit.) 61. *Königskapelle (Eid.) 231. Kopenhagen 238. 466. II, 340. 355. 
356. 464. Ko sei (Eck.) 155. 158. 170. 180—81. 
Köthel, Kode (Sto.) II, 528. 538. 
Kotzenbüll (Eid.) 210—13. 214. 
Krempe, Land (O. 1) II, 42. 43. 
Krempe (O. 1) 547. II, 42. 53. 
Krempe (Ste.) 457. II, 445. 456. 469. 
494—301. 513. 514. 516. 517.521. 
525- Krempefluss II, 6. 42. Krempermarsch II, 437. 443 ff. 466. 
468. 475L 494. 501. 505. 507. 511. 
5l6- 525- Kreuz (Fl. 2) 298. 314. Krokau (PL) II, 118. 132. 182. 183. 
Kronprinzen-Koog (Dit. 2) 119. Kropp (Schl. 1) II, 223. 238—39. 
Krückau, die II, 109. Krummendieck (Ste.) II, 501 5°3- 
Krumstedter Vierth (Dit.) 61. Krusendorf (Eck.) 155. 181—82. N. 5. 
Kuden (Dit. 2) 60. Kudensee, der 55. 60. Kuhof (O. 1) II, 34- 53- 55- 
Kühren, Dorf (PL) II, 132. 135. 
Kühren, Gut (PL) II, 132. 162. 
Kükelühn (O. 1) II, 26. Kukswall (Dit.) 55. 60. Kurburg (Schl. 1) II, 225. 226. 
Kurzenborstel (Dit.) 58. Ijadelund (To. 2) II, 665. 669—70. 
Lammershagen (PL) II, 126. 
Landkirchen (O. 2) 551. II, 65. 66. 70. 71. 81—88. 96. 104. 168. 646. N. 10. 
Langenborstel (Dit.) 58. Langenbrook (Ste.) II, 509. Langeness (Hus.) 436. 473. 477. II, 656. 
Langenhorn (Hus.) 305. 436. 448. 473 
—75- Langen-Niendorf s. Niendorf, L.-. 
*Langstoft (To. 2) II, 678. Lasbeck (Sto.) II, 533. Lauenburg, Hzgt. II, 527. 528. St. Laurenzius a. Föhr (To. 2) 473. II, 649. 651. 633—37. Lebrade (PL) II, 133—34. 135- 182. 
187. Leck (To. 2)431. II, 557. 645. 670—72. 
*Leckhuus (To. 2) II, 670. Leezen (Seg.) II, 363—66. N. 17. Lehe (Dit. 1) 53. 90. 93. 139. 506. 
Lehmkuhlen (PL) II, 133. 135- 
Lemkenhafen (O. 2) H, 65. Lensahn (O. 1) II, 23, 26. 34—37- 
N. 10. Lexfähre (Dit.) 55. Lilholt (Had. 2) 408. *Lin (Dit. 1) 64. 90. 91. Linden (Dit. 1) 58. 61. 90. Lintholm (To. 2) 480. 481. II, 643. 
672—73- Lintrup (Had. 2) 390. 408—4°9- 
*List, Norder-, (To. 1) II, 606. 611. 
*Lith (Hus.) 479. II, 231. Loccum (Hannover) II, 541.
		

/Sponsorzy_051_07_0050.djvu

			32 Ortsnamen. Locum—Neuenkirchen. Locuni = Liigum (To. i). Lohe (R.) II, 196. Loheide II, 196. 225. Loit, das, H.-Ins. (Ap.) 9. 10. 39. Loit i. L. (Ap.) 9. 10.3g—44. 51. 393- 
N. 3. Loit i. A. (Schl. 2) II, 260—61. 
Loitmark (Schl. 2) II, 266. Lübeck 539. 551. II, 1. 3. ii. 26. 44. 
53. 54. 62. 66. 156. 286.320. 373. 
374- Lübeck, Fürstent. II, 118. 366. Lucht (Ap.) 39. Luchtnis (Ap.) 39. 51. Lucksborg = Glücksburg (Fl. 2). 
Ludwigsburg (Eck.) 183. 191. Liigum, Kloster (To. 1) 421. II, 557. 558. 561. 568. 582. 597. —, Norder-, s. Nordlügum (To. 1). —, Oster-, s. Osterlügum (Ap.). —, Süder-, s. Süderlügum (To. 2). 
Lügumgaard (To. 1) II, 597. 
Lügumkloster (To. 1) 7. 354. 391. 433. II, 557- 582—91- 597- 674. Lund (Schweden) II, 77. 280. 288. 
Lunden (Dit. 1) 55. 56. 57. 58. 63. 64. 83. 90. gi—gs■ 99- 119. 
*Lundenberg (Hus.) 480. 515. 
Lundenbergharde 477. 478. 515. 
Lundsgaard (Fl. 2) 314. Liitjenburg (PI.) II, 1. 2. 118. 132. 135—43■ 15°- 187. N. ii. Lütjensee (Sto.) II, 535. 547. 
Lutterbeck (PI.) II, 118. 164. 174. 
Lysabbel (So.) II, 405. 403—10. 415. 
Malente (Fürstent. Lüb.)II, 2. 5. 26. 27. 
St. Margarethen (Ste.) II, 303. 
Margarethenwall (im Danewerk) II, 225. 
*Marienburg (Dit.) 55. 58. 61. 62. 
Marienkoog (To. 2) II, 660. Marne (Dit. 2) 11g—21. Marschharden 431. Mastricht (Niederlande) II, 155. 
Maugstrup (Had. 1) 367. 368—6g. 
Mecklenburg II, 2. Medelby (To. ,2) 292. II, 633—34. 684. 
Medolden (To. 1) II, 557. 59/—g2. 
Meggerdorf (Schl. 1) II, 223. 
Meggersen (Schl. 1) II, 229. Melbeck (Ste.) II, 213. Meldorf (Dit. 2) 53. 54. 55. 56. 58. 
59. 61. 62. 63. 67. 91. 92. 101. 112. 
115. 119. I2I—44. 148. 149, II, 2. 
30. 232. 290. N. 4. *Mergenowe (Dit. 2) 137. Merken dorf (O. 1) II, 5. St. Michaelisdonn (Dit. 2) 144. 
*Mittelsdorp (Dit. 1) 67. Midlum (To. 2) II, 648. Miele, die 56. 59. 61. Mildstedt(Hus.) 453. 454-475—77- 512. 513. N. 8. Mirebüll (Hus.) 447. Mdgdtondern (To. 1) II, 557. 568. Sg2— g6. 613. 674. Moldenit (Schl. 2) II, 261—63. Moltrup (Had. 1) 36g. *Mönkenhof (Ste.) II. 445. Moorhufen (Ste.) II, 438. 468. 469. 
505• 5I3- Morker (Schl. 2) II, 263. Morkirchen (Schl. 2) II, 245. 248. 263. 
*Morsum (Hus.) 432. 478. Morsum (To. 1) II, 606. 60g—10. 
Mühlenbeck (Sto.) II, 538. Mühlendorf (R.) II, 797. 
Miinchneverstorjf (O. 1) II, 33. 62. 
Micnkbrarup (Fl. 2) 307. 313—13. 407. 
II, 248. 650. Münster dorf (Ste.) II, 437. 444. 445. 485- 503—503- 512. *Mymmäsby (Eck.) 187. Näss, H.-Ins. (Had. 2) 340. Nehmten (PI.) II, 143. 150. Nessendorf (PI.) II, 26. 143. Neudorf (PI.) II, 135. 143. Neudorf (Fürstent. Lüb.) II, 5. 
Neuenbrook (Ste.) II, 303—308. 
Neuendorf (Ste.) II, 112. 30g—77. 
Neuenkirchen i. D. (Dit. 1) 62. 95—97.
		

/Sponsorzy_051_07_0051.djvu

			Ortsnamen. Neuenkirchen—Oldenburg. 33 Neuenkirchen (Ste.) II, 507. 311—12. 
517. N. 18. Neuenkrempe (O. 1) 352. II, 43. 
Neuhaus (PI.) II, 127. 135. 144—43. 
Neukirchen i. A. (Fl. 2) 318—IQ. II, 
4°3- Neukirchen L. O. (O. 1) 149. II, 3. 11. 29. 38—42. 63. 135. Neukirchen Wied.-H. (To. 2) 432. II, 290. 593. 667. 674—78. 681. 682. 
Neukirchen (Fürstent. Lüb.) II, 129. 
177. 184. *Neuland (Ste.) II, 468. 469. 
Neumünster (K.) 457. 519. 520. 530. 
533- 535.536—40. II, 53- 101. 437- 
444- 521- 5z8- N. 9- 
Neustadt (O. 1) 547. II, 2. 3. 4. 5. 6. 12. 13. 42—33. 54. 84. 202. 290. 3°3- 439- 551- N. io- 
^Neustadt (Ste.) II, 468. 469. *Neustadt b. Itzehoe (Ste.) II, 477. 
Neutestorf (O. 1) II, 63. St. Nicolai a. Föhr (To. 2) II, 649. 655. 637—3Q. Nieblum (To. 2) II, 649. Niebüll (To. 2) II, 645. 678—81. Nieby (Fl. 2) 36. 318. 31Q. Niehuus (Fl. 1) 254. 279. 288. 
Niendorf (Pi.) II, 107. Niendorf, Langen-, (Sto.) II, 367. 
Nienhof, Deutsch-, (R.) II, IQ7. 219. 
Nienstedten (Pi.) II, 107—108. 
Nommenswarf (Hus.) 477. Norburg (So.) 13, 391. 399. 410—I2- 
416. Nordangeln (= Kr. Fl. 2) 2Q7—338. 
II, 243. Norddorp (Dit. 1) 67. Norderbarlt (Dit. 2) in. Norderbraruf s. Brarup. Nor der-Fahr enstedt s. Fahrenstedt. 
Nordergoesharde 431. Nordfriesland s. Friesland. Nordhackstedt (Fl. 1) 254. 288—■Qi. 
N. 7. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. Nordhamme (Dit.) 56. 57. 58. 62. 
Nordhastedt (Dit. 2) 55. 56. 60. 62. 144—45■ N. 4. *Nordhöved (Eid.) 223. Nordleda (Hannover) 480. N. 8. 
Nordlügum (To. 1) H, 557. 583. 597 
—q8. 601. Nordmarsch (Hus.) 473. 477. 480. 
Nordoe (Ste.) II, 505. 312—13. 526. 
Nordsee, Gross-, (R.) H, 190. IQ7. 
Nordsee, Klein-, (K.) 340. Nordstrand (Hus.) 195. 242. 431.432. 452- 453- 454- 473- 477~84■ 485- 
486. 491. n, 230. 231. 260. 301. 
660. 668. N. 8. —, Odenbüll, 478. 480—83. 486. —, Süden 483—84. Nordsirandisch Moor (Hus.) 478. 479. 
480. 484—83. Nortorf (R.) 319. 520. II, iq7—q8. 
Notmark (So.) II, 412—14. Nilbel i. A. (Schl. 2) 324. II, 263—64. 
Nübel i. S. (So.) II, 414—13, Nübel, Gut (Fl. 2) 319. Nüchel (PL) II, 10. 130. 143—30. 
Nustrup (Had. 2) 410—12. N. 8. 
Nütschau (Sto.) II, 333—36. Nygeland (Ste.) II, 468. Ochsenweg, der (Schl. 1) H, 224. 
Ockholm (Hus.) 438. 477. 483. 
*Ocksleff (To. 2) II, 683. Odderrade, Oederrade (Dit.) 55. 62. 
Odenbüll (Hus.) 478. 480—83. 486. 
II, 672. Odensbeck = Wonsbeck (Had. 1). 
Odensee (Fühnen) 7. II, 391. 605. 
Offenbüttel (Dit.) 58. Ofkebul = Effkebüll (Hus.). Öland (Hus.) 473. 486. Oldehöved (Eid.) 213. Oldenburg, Kr. 1, 520. II, 1—64. 119. 
359. N. 10. Oldenburg, Kr. 2, (= Fehmarn) II, 
63—q8. N. io. Oldenburg, Land H, 1. 53. 59. 63. 66.
		

/Sponsorzy_051_07_0052.djvu

			34 Ortsnamen. Oldenburg—*Rantzau. Oldenburg, Stadt, 377. 538. 13, 1. 2. 
5- 19- 34- 53—59■ r54- 280. 374. — (Dit.) 58. — (Eck.) 187. — (Schl. 1) II, 226. Oldensworth (Eid.) 196. 202. 213—20. 228. 238. EL, 676. N. 6. 
Oldenwöhrden (Dit. 2) 149. 214. 
Olderup (Hus.) 437. 486—87. 512. 
Oldesloe (Sto.) II, 527. 534. 535.536— 
38. 543. 547. Oppendorf (K.) 340. 541. Orb bei Gelnhausen II, 208. Ording (Eid.) 196. 220—21. Oesby (Had. 1) 8. 340. 36g—72. 
Ostenfeld (Hus.) 487—91. Osterborstel (Dit.) 58. Osterhever (Eid.) 221—23. 480. 
Osterholm (So.) II, 398. 413. 
Osterhusum (Hus.) 453. Osterkalegat s. Kalegat. Osterlinnet (Had. 2) 413. Osterlilgum (Ap.) 9. 28.44—47. 48. N. 4. 
Osterrade (R.) II, 190. 198. Oesterrade (Dit.) 62. 109. Osterwall (Eck.) 155. 162. Oesterwohld (Dit.) 62. *Osterwold (Hus.) 453. 480. 
Ottenbüttel (Ste.) II, 470. Ottensen (A.) 1. 4—3. Oevelgönne (Ste.) II, 493. 313—14■ 
Oewersee (Fl. 1) 256. 291—92. 297. 321. n, 75. 244. N. 7. Oxbilll (So.) II, 415—16. 417. 
Oxenwatt (Had. 1) 34°- 367> 373—74- 
*Padeleck (Hus.) 515. Pahlen (Dit. 1) 91. 97. 98. Palmen (Dit.) 91. 97. Panker (PI.) H, 135. 150. N. 11. 
Paschburg (Ste.) II, 477. Patnarstorf (O. 1) II, 11. Peene, die II, 53. Pehmen (PI.) II, 150. Pellworm (Hus.) 432. 433. 443. 477. 
478. 480. 491—501. n, 649. N. 8—9. Pellwormharde (Hus.) 478. Perdöl (PL) II, 150. 359. St. Peter (Eid.) 220. 223—25. 228. II, 
676. Petersdorf (O. 2) II, 3. 66. 71. 88—96. 256. 287. N. 10. Piltekjär (Had. 1) 342. Pinneberg, Herrsch. II, 99. 106. 107. 108. 109. 113. 115. 527. Pinneberg, Kr. 1. 436. II, 99—116. 
N. u. Pinneberg, St. II, 108. 109. 527. Ploen, Kr. 319. II, 1. 117—88. N. 11—12. Ploen, St. 539. II, i. 3. 5. 53. 119. 
126. 150—61. 188. 213. 343. 466. 
N. ii—12. Ploener See, der 536. II, 5. 150. 
Poppenbüll (Eid.) 214. 225—28. 233. 368. 439. 493. N. 6. Pratjau (PI.) II, 118. Preetz (PI.) II, 3. 117. 120. 126. 132. 162—74. 182. 183. 187. N. 12. 
Presto (Seeland) II, 263. Probstei (PL) 155. 519. H, 5. 117. 126. 129. 132. 174. 174. 182. 
Probsteierhagen (PL) H, 129. 174—77. 
N. 12. Prodenstorp (Projenstorf, Fürstent. Lüb.) 
II, ii. Pronstorf {Seg.) 11,366—67. 382.388. 
Putlos (O. 1) II, 2. 3. 53. 59—62. 
Puttgarten (O. 2) 66. Quarnbeck (K.) 532. 540. Quars (Ap.) 47. Quern (FL 2) 297.319—22. 368. N. 7. 
Quickborn (Pi.) 55. 60. II, 109. 
üabenkirchcn (Schl. 2)11, 2^.264—65. 
Rade (Dit.) 62. Ramsharde (Ap.) 10. 11. Ramsharde (FL) 257. Randrup (To. 1) 391. II, 557. 598— 
600. 604. *Rantum (To. 1) II, 606. *Rantzau (Pi.) II, 99. 109.
		

/Sponsorzy_051_07_0053.djvu

			Ortsnamen. Ranzau—Schlei. 35 Ranzau, Grfsch.(PL) II, 99.101.107.109. 
Ranzau (PL) II, 3. 150. 177—82. N. 12. 
Rapstedt (To. 1) 22. II, 558. 601—603. 
Rastorf (PL) II, 162. 182. Ratekau (O. 1) II, 1. *Ratsburg (To. 1) II, 606. Ratzeburg (Lauenburg) II, 2. 
Redderstall (Dit.) 58. 61. Rehrhemme (Dit.) 56. Reinbeck (Sto.) 183. II, 37. 1T3. 335. 370. 538—40. 546. 547- 
Reinfdd (Sto.) II, 3. 353. 485. 527. 530. 540—43. 554. Reinholdsburg = Rendsburg. Reisby (Had. 2) 413—14. Rellingen (Pi.) 3. II, 108. 10g—11. 364. 
527. 528. Rendsburg, Kr. II, 18g—222. N. 13. 
Rendsburg, St. 155. 237. 238. 519. II, 
189. 195. 196. ig8—217. 225. 317. 
N. 13. Retwisch (Sto.) II, 536. 543—44. 
Rheider Au, die II, 223. 224. 226. 
Rheims (Frankreich) rog. Rhin, der II, 455. 468. *Rickelsbüll (To. 2) II, 682. Ries (Ap.) 9. 10. 44. 47—4g. Rieseby (Eck.) 155. 158. 183—86. 187. 255. 442. N. 5. Riesewohld (Dit.) 55. 60. 62. 
Riesharde (Ap.) 9. 21. 47. Rinkenis (Ap.) 4g—50. Ripen (Jütland) 7. 9. 33. 339. 345. 
374- 389- 39°' 391- 4°6. 4H- 427- 
431 ■ 432- 433- II, 283. 288. 557. 
559- 57°' 572- 576. 582. 593. 606. 
614. 624. 631. 638. 648. Risum (To. 2) II, 681. Risummoor (To. 2) II, 672. Rixdorf (PL) II, 133. 182. 187. Roager (Had. 2) 390. 391. 414—16. 
421. N. 8. Rödding (Had. 2) 223. 416—17. 
Rodenäs (To. 2) II, 651. 681—83. 
Röesl (Schl. 2) II, 244. 258. 266. N. 13. Rohlstorf (Seg.) II, 367. 387. Rom (To. 1) 431. II, 603—604. 
*Rörbeck (Hus.) 479. Rosenkranz (Eck.) 187. Rote Brücke (Ste.) II, 455. 526. 
Rotensande (Eck.) 183. Roter Krug (Schl. 1) 224. 225. *Rudekloster, Rukloster (FL 2) 288. 305—307. 308. 315. II, 395. 678. 
Rüllschau (FL 2) 297.322—24. II, 660. 
Rundhof (FL 2) 299. 324. *Rungholt (Hus.) 242. 
Sachsenmarkscheide (O. 1) II, 1. 
Sahrensdorf (O. 2) H, 66. Salzau (PL) II, 182. 184. Sarau (Seg.) II, 368. N. 18. Sarzbüttel (Dit.) 55. 58. Satjewitz s. Sollwig (To. 1). Satrup i. A. (Schl. 2) II, 243. 266—68. 
N. 13. Satrup i. S. (So.) II, 416—17, 433. 
Saxtorf (Eck.) 183. 187. Schackenburg, Grfsch. (To.) II, 557. 
559- 572. Schackenburg, Schloss (To. 1) II, 5g6. 
Schads (To. 1) n, 604—605. 
Schadshof (To. r) II, 605. Schaf haus (Seg.) II, 368. 371. 
Schafstedt (Dit.) 55. Schalkholz (Dit. 1) 58. 61. 62. 97. 98. 
Schanze (Dit.) 56. Scheephemme (Dit.) 58. Schelrade (Dit.) 62. Schenefeld (R.) 123. 519. II, 190. 217 
—18. 332. N. 13. Scherrebeck (Had. 2) 418—ig. N. 8. 
Schierau (Seg.) II, 389. Schierensee (R.) II, 218—ig. Schiffharden (Eid.) 431. Schinkel = Rosenkranz (Eck.). 
Schlamersdorf (Seg.) II, 359. 364. 36g 
—70. Schlei, die 155. 390. II, 53. 223. 224. 
225. 226. 233. 244. 279. 280. 281. 
33°- 333-
		

/Sponsorzy_051_07_0054.djvu

			36 Ortsnamen. Schleimünde—Speersdieck. Schleimünde (Eck.) 183. N. 5. Schlesen (PI.) II, 118. Schleswig, Herzgt. 7. 238. 253. 297. 
389. 392. 431. 432. 547. II, 66. 
225. 233. 237. Schleswig, Bistum 7. 180. 195. 327. 
431- 5°5- n, 280. Schleswig, Kr. x. 196. II, 223—42. N. 13. 
Schleswig, Kr. 2. (= Südangeln) II, 
243—78. N. 13. Schleswig, Stadt 162. 184. 288. 297. 3°5- 3°7- 354- 433- 479- 539- n. 53. 222. 223. 226. 227. 237. 256. 279—332 (358)- 649- N. 13—17- 
Schlichting (Dit. 1) 97—98. 
Schluxharde (To.) II, 565. Schmoel (PL) 573. II, 127. 182. 
Schobiill (Hus.) 431. 479. 301—505. 
Schönberg, (PI.) 566. II, 5. 126. 132. 182—84. 258. N. r2. Schönkirchen (K.) i6r. 519. 520. 540. 
341—46. II, 1. 3- 1I7- I26- I75- 
N. 9. Schönwalde (O. r) II, 11. 37. 62. 
Schönweide (PI.) II, 130. 184. 
Schottburg (Had. 1) 339. 374—73- 
Sehr au, Schrawe Skrawe (Had. 2) 7. 
41g—20. Schrevenborn (PI.) s. Grevenborn. Schrustrup, Skrydstrup (Had. 2) 7. 
420—21. N. 8. Schivabstedt (Hus.) 58. 303—12. II. 224. 234. 237. N. 9. Schwale, die 539. Schwansen, H.-Ins. (Eck.) 135. i6r. 180. 
183. II, 244. Schwansen (Eck.) 135. 161. 187—89. 
Schweinemoor (Dit.) 62. Schwerin (Mecklenburg) II, 356. 
Schwesing (Hus.) 312—13. 516. 
Schwonsburg (Schl. 2) II, 244. Seebüll (Schl. 1) II, 229. Seedorf (Seg). II. 369. 370. Seegaard (Ap.) 20. 28. 33. 37.50. N. 4. 
Seegaarden (Hus.) 498. Seekamp (Eck.) 189. *Seekirche, Wester-, (To. 1) II, 606. 
Seem (Jütland) II, 582. Seester (Pi.) II, rn—13. Seesterau (Pi.) II, in. Seestermühle (Pi.) II, in. Segeberg, Kr. II, 1. 339—39°- 527- N- 
17—18. Segeberg, St. II, 2. 3. 73. 339. 363. 
365. 367. 368. 372—84- 387- 437- 
528. Sehestedt (Eck.) 189. Selent (PL) 320. II, 126. 135. 145. 182. 184—86. 187. N. 12. Selker Noor, das II, 233. Siech (Sto.) II, 327. 344—46. 
Sierhagen (O. 1) II, 6. 62. Sieseby (Eck.) 135. 189—91. Siewerstedt(FL 2) 297.324—23. II, 255. 
Siggen (O. 1) II, 38. 63. Simonsberg (Hus.) 437. 477. 480. 313. 
N. 9. *Simonsclus (R.) II, 190. Sipsdorf (O. 1) II, 53. Skanderborg (Jütland) 12. Skrawe s. Schrau (Had. 2). Skrydstrup s. Schrustrup (Had. 2). 
Slabbenhagen = Dänischenhagen (Eck.) 
161. Slamerseke s. Eichede (Sto.) H, 533. 
Sliasthorp = Schleswig II, 279. 
Sollwig (To. 1) n, 573. 612. Solt, Gross-, (FL 2) 323—26. 332. Soll, Klein-, (FL 2) 326. N. 7. 
Sommerstedt (Had. 1) 373—76. 
Sonderburg, Kr. II, 391—436. N. 18. 
Sonderburg, St. 352. H, 351. 391. 393. 397. 403. 411. 418—31. Sophienhof (PL) II, 162. 187. Sorge, die II, 196. 223. 237. Sorger Schanze (Schl. 1) n, 223. 
Sörup (FL 2) 297. 3x2. 313. 315. 327—32. 391. 399. II, 248. N. 7. 
Spandet {H.Z.A. 2)390. 391. 405.^2/—22 
Speersdieck (Dit. 2) 63.
		

/Sponsorzy_051_07_0055.djvu

			Ortsnamen. Stade—*Tielenburg. 37 Stade (Hannover) 59. 63. II, 99. 
Stapelholm (Schl. 1) 505. II, 223. 224. 227. 228. 229. 239. Stargardt (O. 1) II, 53. Stamp (Had. r) 339. 340. 376—7g. 
Stavensbüller Föhrde II, 393. Stedesand (To. 2) 43 t. II, 676. 683-—84. 
Stefferloit (Schl. 2) H, 260. Steinbeck (Sto.) II, 527- 538- 54b- 547’ 
Steinberg (Fl. 2) 332—34. Steinburg, Kr. II, 99. r89. 373. 437— 
326. 527. N. r8. Steinburg (Ste.) II, 494. 314. 
Steinhemme (Dit.) 56. Steinhorst (Lanenb.) II, r. Siellau (Ste.) II, 455. 314—16. 527. 
Stelle (Dit.) 57. Stellerburg (Dit. 1) 57. 58. 6r. 63. g8. IOI. Steller See, der 9T. Stendorf (O. r) II, ro, 62. 63. 
Stepping (Had. 1) 37g—82. N. 7. 
Stemp (Fl. 2) 255. 256. 297.334—38. 
442. N. 7. *Stintebüll (Hus.) 432. 480. Stolk (Schl. 2) II, 254. Stör, die II, 437. 455. 457' 477- 485. 
Slormarn, Grafsch. r. 520. H, 1. 2. 99. 
359. 360. 363. 364. 385. 437. 5T4. 
527—28. 533. Stör mar n, Kr. II, 99. 359. 527—J<5. 
Strichsand (To. 2) II, 673. 684. 
Struckkamp (O. 2) II, 8r. g6. 
Struxdorf 2) II, 248.268—6g. 27 t. 
Südangeln (= Kr. Schl. 2) II, 223. 243 
—78. Süden a. Nordstr. (Hus.) 483—84. 
Süderau (Ste.) II, 496. 516—17. 
Süderbarlt (Dit. 2) rrr. rr2. Süderburg = Sonderburg. Süderbrarup s. Brarup. *Süderdorp (Dit. 1) 67. Südergoesharde (Hus.) 43 r. 
Süderhastedt (Dit. 2) 62. 114. 145—48- 
Süderheistedt (Dit.) 62. *Süderhever (Eid.) 223. Süderholm (Dit.) 56. *Süderhövd (Eid.) 223. Süderlügum (To. 2) II, 685—86. 
Süderrade (Dit.) 58. 62. Süderstapel (Schl. 1) II, 223. 23g—42. 
Südhamme (Dit.) 56. 6r. 62. 63. 
Sülfeld (Seg.) n, 385—87. 527- 533- 
535- Sundewitt, H.-Ins. (So.) 17. 51. II, 39t. 392. 395. 397. 4M. 4T6. 4t8. 433. 
Süsel (O. 1) II, 52. 240. Süseler Gau II, r. 6. 42. Svanstrup (To. 1) H, 56t. Sventine, die n, r. r5o. 
Sventinemünde (PI.) II, 127. Sverdrup (Had. r) 340. Sylt (To. 1) 43r. 432. II, 557. 558. 605—12. 660. —, Keytum II, 606—60g. —, Morsum H, 60g—10. —, Westerland II, 610—12. Taarstedt (Schl. 2) II, 243. 260. 26g 
—70. Tandslet (So.) II, 391. 431—33- 
Tangstedt (Sto.) II, 528. 532. 547. 
Tating (Eid.) 228—31. 432. 433. 
Tellingstedt (Dit. 1) 55. 56. 57. 58. 61. 62. 97. g8—101. 1T4. 238. N. 4. 
Tempsin (Mecklenburg) II, 293. 
Tensbüttel (Dit.) 55. 6r. Tensfelderau, die II, 1. 5. Testorf (O. 1) II, 26. 63. Tetenbüll (Eid.) 231—35. N. 6. 
*Tetenhusen (Schl, r) II, 237. 
Thiesburg (Schl. 1) H, 223. Thorslund (Had. 2) 422. *Thorstätte (Schl. 2) II, 269. Thumby (Schl. 2) II, 243. 252. 271. 
N. 13. Tiele, Ldschft. (Schl. 1) II, 223. Tiele, Tielenau, die 58. 6r. 
Tielenbrücke (Dit.) 57. 58. 6r. 62. 63. 
*Tielenburg (Dit.) 54. 55. 58. 59. 63. 
99. II, 223.
		

/Sponsorzy_051_07_0056.djvu

			Ortsnamen. Tielenhemme—Waterneverstorff. Tielenhemme (Dit.) 55. 
Tielenhemmsbrücke (Dit.) 57. 98. 
Tieslund (Had. 2) 422—24. Tingleff (To. 1) 50. II, 612—13. 
Todenbüttel (R.) II, 190. 21g. N. 13. 
Todesfelde (Seg.) II, 371. 387. Toftlund (Had. 2) 424—26. Tolk (Schl. 2) II, 243. 254. 272. 
Tondern, Kr. 1. H, 557—633. Tondern, Kr. 2. 431. II, 637—88. 
Tondern, St. 7. 9. 390. 436. II, 244. 335- 343- 557- 558' 593- 613—2g. 
Tönning (Eid.) 150. 195. 196. 203. 213. 
235—42. 247. 432. 436. 468. 487. 
II, 216. 335. 355. 549. N. 6. 
Tönningharde (Eid.) 195. *Törning (Had. 1) 363. 382. 389. 
Törninglehn (== Kr. Had 2) 38g—42g. n, 557. 558. Töstrup (Schl. 2) II, 272—73. N. 7. 
Tralau (Sto.) H, 528. 547. Tramm (PI.) II, 187. Travental (Seg.) II, 371. 387. N. 18. 
Treene, die 291. II, 223. 224. 229. 
237. 242. *Treenstadt (Schl. 1) II, 223. 237. 
Treya (Schl. 1) H, 223. 242. N. 13. 
Treyaharde (Schl. 1) II, 242. 
*Trindermarsch (Hus.) 478. 479. 480. 
H, 230. 231. Trittau (Sto.) II, 527. 530. 535. 547 —48- 553- Trollkjär (Fl. 2) 308. *Troyburg (ffo. 1) II, 81. 222. 62g—31. 
632. Tundtoft (So.) II, 410. Tyrstrup (Had. 1) 382—83. 
*Tyrstrupgaard (Had. 1) 345. 
Ubbendorf (PI.) II, 127. Uberg (To. 1) II, 557. 631—32. 640. 
Uk (Ap.) 9. 50-51. Ulderup (So.) 52. 479. II, 433—35- 
Ulkebüll (So.) 352. II, 418. 435—36. 
Uelsby (Schl. 2) II, 273—75. Ulsuis (Schl. 2) II, 243. 275—78. 288. ^Ulstorp (Eid.) 223. Ultorp (Hus.) 448. Uelvesbüll (Eid.) 197. 242—44. 368. 433- 5I5- N. 6. Uphusum (Hus.) 438. 485. Uphusum (To. 2) II, 662. Uetersen (Pi.) II, 101. 110. 112. 113— 
15- S27- 535- N. 11. Utholm (Eid.) 195. 225. 228. Utlande 431. Veng (Jütland) 12. *Vinzier (R.) II, 195. 199. 214. Viöl (Hus.) 431. 437. 516—18. 
Vitsdorf (O. 2) II, 66. *Volgsbüll (Hus.) 479. 480. II, 668. 
Vollerwiek (Eid.) 196. 214. 244—45. 
Yorlande 431. Vromes (Schweden) 412. Waabs (Eck.) 155. 173. 183. 187. xgx—g3- N. 5. Waabshof (Eck.) 183. Wacken (R.) II, 21g. 487. N. 13. Wagrien 7. 155- 432- 5I9- 520. 540 541- 547 • II, J- —6. 2 9- 44 117 I3S 150. 154- 178. 359- 363- 365- 366 367- 368. 369- 37°- 382. 387- 389 527- 528. 533- 534- 536- 54°. 543 556. Wahlsdorf (PI.) H, 5. Wahlstedt (Seg.) II, 371. 387. 
Wahlstorf (PI.) II, 3. 62. 162. 187. Walburgsau, die 60. Waldemarsmauer, im Danewerk H, 225. 
226. Wallen (Dit. 1) 58. Wallsbüll (Fl. 1) 2g2—g4. Wamdrup (Jütland) II, 629. Wanderup (Fl. 1) 2g4—95. Wandsbeck (Sto.) 238. II, 548—51. * Wandsburg (Sto.) II, 548. Warder (Seg.) H, 26. 367. 387—8g. 
Warnis, H.-Ins. (Ap.) 51. Warnitz (Ap.) 9. 51—52. II, 391. 433. 
Waterneverstorff (PI.) 573. II, 135. 187.
		

/Sponsorzy_051_07_0057.djvu

			Ortsnamen. Weddingstedt—Zennhusen. 39 Weddingstedt (Dit. i) 53. 57- 61. 75- 
76. 91. 93. 98. 101—105. no. II, 2. 
Wedel (Pi.) H, 106. 115—16. 527. 
Wellen (Dit. 2) 55. Wellenberg (Ste.) II, 506. Wellenkamp (Ste.) II, 506. Welt (Eid.) 195. 233. 245—46. 
Wemming (Ap.) 51. Wendling (Had. 1) 378. Wenkendorf (O. 2) II, 66. Wennbüttel (Dit.) 55. 60. 
Wennemannswisch (Dit. 2) 148. 149. 
Wenningbund, der II, 418. Wensien (Seg.) II, 3. 387. j8q—90. 
Wentorf (PI.) II, 150. 154. Wesenberg, Klein- (Sto.) II, 1. 527. 541. 
551—53■ 554- Wesselburen (Dit. 1) 53. 54. 62. 95. 
105—108. N. 4. Westensee (R.) 519. 531. II, 193- i97- 
218. 2/9—22. 308. Westeraes (Schweden) II, 77. 
Westerhusum (Hus.) 453. 
Wester-Kalegat s. Kalegat. Westerland a. Föhr (To. 2) II, 655. 
Westerland a. Sylt (To. 1) II, 610—12. 
Westervig (Jütland) 12. Westerwohld (Dit.) 62. *Westerwold (Hus.) 243. 480. Westsee, die 390. Wewelsfleth (Ste.) H, 517—ię. Wiedau, die II, 557. 6x4. 
Wiedingharde (To. 2) 431. H, 557. 558. 637. 640. 645. vgl. überh.Kr. To. 2. 
Wiedrichsharde (Hus.) 477. 478. 
Wienberg, der II, 62. Wiesby (To. 1) H, 629. 652—35. 
Wiesharde (Fl. 1) 257. Wiglesdor, im Danewerk II, 224. 
Wüster (Ste.) 54. II, 478. 5/9—25. 
N. 18. Wilstermarsch (Ste.) 60. II, 437. 438. 
4S2- 5°3- 5I9- Wilstrup (Had. 1) 8. 383—84. 
Windbergen (Dit. 2) 56. 63. 148—4(4. 
Winseldorf (Ste.) H, 448. 491.525—26. 
Wippendorf = Neumünster 519. 536. 
Wisch (Hus.) 498. Wisch (PI.) II, 132. 163. 183. Wismar (Mecklenburg) II, 320. 
Wittenberg (PI.) II, 184. 187—88. 
Wittendüne (Eid.) 228. Witting, Hvidding (Had. 2) 390. 426— 
28. N. 8. Wittingharde (Had. 2) 391. Wiitmoldt (PI.) II, 188. Wittstedt (Had. 1) 784—85. N. 7. 
Witzhave (Sto.) II, 528. 547. 553- 
Witzworth (Eid.) 247—52. N. 6. 
Wodder (Had. 2) 390. 391. 428—29. 
N. 8. *Wogemannsburg (Eid.) 247. Wohlde (Schl. 1) H, 223. Wöhrden (Dit. 2) 53. 54. 62. 117. 148. 149—53• N. 5. Woldenhorn (Sto.) II, 528. Woistrup s. Klein-Solt. Wonsbeck (Had. 1) 340. 385—87. 
Wurthemme (Dit.) 57. Zarpen (Sto.) 413. 513. H, 39- 53°- 
531- 54°- 541- 542. 552- 553—56- 
Zennhusen (Dit. 1) 83.
		

/Sponsorzy_051_07_0059.djvu

			VERZEICHNIS DER BENUTZTEN QUELLEN UND HILFSMITTEL ZUSAMMENGESTELLT VON KARL AHRENS.
		

/Sponsorzy_051_07_0060.djvu

			In vorstehendes Verzeichnis sind auch die von Joh. Biernatzki für das Ver¬ 
zeichnis der Meister benutzten Hilfsmittel aufgenomnien. Die in den Citaten 
verwandten Wörter sind gesperrt gedruckt. Zusätze, die vom Verfasser des vor¬ 
liegenden Werkes herrühren, sind in eckige Klammern gefasst. Die Grundlage des Werkes bildet nächst eigener Anschauung die Schröder- 
Biernatzkische Topographie, die Trap sehe Topographie und die Jensensche 
Kirchen Statistik; dazu kommen die Inventarien. Ausser in besonderen Be¬ 
ziehungen ist auf diese Quellen im Texte nicht weiter verwiesen; in allen vor¬ 
kommenden Fällen ist daher zunächst auf die Topographien und Jensen zurück¬ 
zugehen.
		

/Sponsorzy_051_07_0061.djvu

			Aarbager for Nordisk Oldkyndighed s. Nord. 
Oldskr.-Selsk. Abger. Blätter s. Haupt, R. Abhandlungen, Sammlung der wichtigsten —, 
aus den Schleswig-Holsteinischen Anzeigen 
175°—1836. Bd. i—6. Tonderni82i—40. Adam Bremensis s. Lappenberg. Adler, Fr., Ursprung des Backste inbaus in 
den halt. Ländern, in der Festschrift der 
technischen Hochschule zu Berlin. Berlin 
1884, S. 177—212. Alb. Stad. s. Lappenberg. „Alb.“ oder „Album“ bedeutet: Ansichten der 
adel. Güter Holsteins, der Canzleigüter und 
adel. Klöster. Gez. v. A. Hornemann. 
Hamburg 1850. (Altona.) Merkwürdigkeiten der Stadt A., 
Altona 1780. Andresen, der deutsche Peintre-graveur Bd. 5. 
Leipzig 1878. Angelus, M. Andreas, Holsteinische Chronika. 
1. Teil: Adels-Chronik a. 2. Teil: 
Holsteinischer Städte Chronika. Leip¬ 
zig 1597- [Enthält Stoff besonders über die Güter 
H. Ranzaus, und auch Lindebergs Holz¬ 
stöcke , hat aber dessen Nachrichten bis¬ 
weilen misverständlich gegeben und ist 
überhaupt nicht ganz zuverlässig; der Verf. 
war damals gar nicht in Holstein. Vorrede 
kindisch.] Altertums-Kunde, Leitfaden der nord., hersg. 
von der Gesellsch. für nord. Alt.-Kunde. 
Kopenhagen 1837. (Anonym) bei Falck, staatsb. Mag. III, 241—4, 
einiges über Bordesholm, die dort. Kirche 
und Inschriften. (—) bei Falck, staatsb. Mag. III, 299—309, 
eine zieml. ausf. Gesch. der alimähl. Er¬ 
weiterung der Stadt und Festung Rendsburg. Antiquarisk Annaler, udg. af d. Kgl. Commis¬ 
sion for Oldsager. I—4. Kj^benh. 1812—27. Antiqu. Tidskrift s. Nord. Oldskr.-Selsk. Antiquarius des Elbstroms s. Dilhelm. Anzeigen, schlesw.-holst., s. Abhandlungen. Archiv der schlesw.-holst.-lauenb. Gesellsch. 
für vaterl. Gesch. 3. Folge (Bd. 12—21) 
= Jahrbücher für die Landes- Kunde der Herzogtümer Schleswig, Hol¬ 
stein und Lauenburg, herausg. v. d. Ges. 
f. vat. Gesch., redig. von Handelmann u. 
Lehmann, Bd. I —10. Kiel 1858—69. Archiv der schlesw. - holst. - lauenb. Gesellsch. 
für vaterl. Gesch. 4. Folge (Bd. 22—25), 
der Jahrbb. Bd. n—14, auch unter d. Tit.: 
Zeitschrift der Ges. f. d. Gesch. der Hzgt. 
Schlesw., Holst, u. Lauenb. Kiel 1870 ff. 
(citiert als »Histor. Zeitschr.«). Archiv f. Staats- u. Kirchengeschichte der 
Herzogt. Schlesw., Holst, u. Lauenb. und 
der angrenzenden Länder und Städte von 
A. L. J. Michelsen u. J. Asmussen, 
namens derschlesw.-holst.-lauenb. Gesellsch. 
f. vaterl. Gesch. Altona. Bd. 1 1833; 
2 1834, 3 1837, 4 1840, s 1843 (citiert 
als Mich. u. Asm.) Arnkiel, M. Trogill., ausführl. Eröffnung, was es mit der Cimbr. Völcker Götzendienst  vor Bewandtnis gehabt u. s. w. Hamburg 
1702. Zweiter Teil: das goldene Horn. Atlas, dän., s. Danske Atlas. Augustiny, J. R. F., Versuch einer Chronik von 
Hollingstedt. Flensb. 1852. Aus alter Zeit s. Heimreich, Ad. Ballhorn. Singgedichte bei der am V. Sonn¬ 
tage nach dem Feste der heiligen Dreieinig¬ 
keit im Jahre 1756 feierlich vollzogenen 
Einweihung der neuerbauten Kirche zu 
Rellingen musikalisch aufgeführet und ver¬ 
fasset von Ludewig Wilhelm Ballhorn, in 
die Composition gebracht von Georg Phi¬ 
lipp Teleman. Altona. 40. Baudissin, Adalb. Graf v., Schleswig-Hol¬ 
stein meerumschlungen. Stuttgart 1865. 4°. Bchd. s. Buchwald, G. v. Beccau, Chr. U., Versuch e. urkundl. Dar¬ 
stellung der Gesch. Husums bis zur 
Erteilung des Stadtrechtes, Schleswig 1854. —, —, Versuch e. urkundl. Darstellung der 
Gesch. der S tad t ve r f. H us um s, in Mich, 
u. Asm. Archiv 4, 1—60. (Becker), die Nie.-Kirche in Kiel, ein Ge¬ 
denkblatt ihrer Restauration, Kiel 1884; 
enth. Bericht d. Kirchenvorstandes, Ein¬ 
weihungspredigt von Pastor Becker und 
eine Rede von R. Haupt Uber diese Kirche,
		

/Sponsorzy_051_07_0062.djvu

			44 Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. ihre Geschichte und ihre Kunstwerke. 
[Letztere, ohne Mitwirkung des Verf. ge¬ 
druckt, ist stark gekürzt und durch Druck¬ 
fehler entstellt.] „Ber. vat. Alt.“ bedeutet die Veröffentlichungen 
der schl.-h.-l. Gesellsch. für Erhaltung der 
vat. Alt. (s. dies), und später die des Mus. vat. 
Altert, in Kiel, durch Prof. Handelmann. Biernatzki, H., die Schnitzkunst, im 
»Volksbuch« 1845. —, —, Schlesw.-Holst.-Lauenb. Landesbe¬ 
richte. I u. 2. Altona 1846/47. —, —, Volksbuch für Schlesw. - Holstein. 
Altona 1844—50. —, —, Topographie, s. v. Schröder und 
Biernatzki. —, —, Reinfeld in Holstein, nach den Auf¬ 
nahmen von Ludwig (um 1750) herausg. 
v. H. B. Lübeck 1883. —, J. C., die Hallig, neu herausgeg. in 
der »Collection Spemann« Nr. 4. —, J., neue Forschungen über Ovens, »Kieler 
Zeitung«, 9. u. 16. Aug. 1885. —, K. L., das alte Tönning, im »Volks¬ 
buch« 1850. —, W., Schlesw.-Holst. Jahrb. s. Jahrbücher. Blätter für Polizei und Cultur s. Niemann. Bodenehr, Europens Pracht = Force d’Eu- 
rope, oder die merkwürdigst- und für- 
nehmste, meistenteils auch ihrer Fortification 
wegen berühmteste Staette, Vestungen, 
Seehäfen, Pässe, Camps de Bataille in 
Europa u. s. w. Verlegt und herausgeg. 
von Gabriel Bodenehr, Kupfferstecher in 
Augspurg o. J. (Anfang des 18. Jahrh.) Böhndel, C. C. A., H. Brüggemanns Altar in 
der Domkirche zu Schleswig. Steindrucke. 
Flensburg 1824—33. Bökel, Karte Ditmarschens: bei Vieth. Bolten, Joh. Andr., Beschr. u. Nachr. von der 
Landsch. Stapel holm. Wöhrden 1777. —, —, hist. Kirchennachrichten von Altona, 
d. Herrsch. Pinneberg u. Grfsch. Ranzau. 
2 Bde. Altona 1790/91. [Enthält für uns 
fast nur historische Nachrichten, die alle 
auch in neuere Werke übergegangen sind.] —, —, Ditmarsische Geschichte. 4 Tie. 
Flensburg 1781—88. Bordesholm s. Merkwürdigkeiten. Braunius, »theatrum urbium«, bezw. 
»Städtebuch« = Braun et Hogenberg, 
civitates orbis terrarum, in aes incisae et 
excusae, et descriptione topograph., morali 
et polit. illustratae. 6 Bde. Colon. 1572—1618. „Brn.“ bed. Mitteilungen von J. Biernatzki, 
meist Ergebnisse von dessen archivalischen 
Forschungen. Buchwald, G. v., (Bchd.) , der Kirchenschatz 
vom Kloster Uetersen: »Hamb. Corre¬ spondent« vom 17. u. 24. Juli 1881. 
[Eine lehrreiche, schöne Arbeit.] Buchwald, G. v., zwei Fragmente aus Rends- 
burger Stadtbüchern; hist. Zeitschr. Bd. 7, 
65—87. —, —, Repertorium der Urkundensamm¬ 
lung, s. Repertorium. Camerer, J. F., vermischte hist.-polit. Nach¬ 
richten in Briefen von einigen merk¬ 
würdigen Gegenden der Hzgt. Schlesw. 
u. Holst. 2 Bde. Flensburg u. Leipzig 
1758/1762. Carstens, C. E., zur Gesch. der Stadt Tondern, 
Nordalb. Studien 5, 103 ff. —, —, die Stadt Tondern. Eine hist.-statisl. 
Monographie. Tondern 1861. - -, C. F., u. N. Falck, Staatsbürgerl. 
Magazin mit bes. Rücksicht auf die Hzgt. 
Schlesw., Holst, u. Lauenb., herausg. v. 
C. F. Carstens u. N. Falck. Schleswig 
1821—31. 10 Bde. Chronicon Slavicum, quod vulgo dicitur paro- 
chiae Suselensis, ed. Laspeyres. Lübeck 
1865 (niedersächs. u. lat.). Cirsovius, L. J., Nachrichten über Pronstorf. 
Segeberg 1880. Claeden, G., monumenta Flensburgensia. 40. 
Flensburg. Bd. 1 1764—68. Bd. 2 1773. Coronaeus, Mart., antiquitates coenobii Bordes- 
holmensis, bei Westphalen, monum.2, 593fr. Crusius, Georg, descr. Bredenbergae, quae est 
arx in Holsatia etc. 1569 u. 1570. Cypr. = Cypraeus, J. Ad., annales episcoporum 
Slesvicensium. Col. Agr. 1634. Dahlmann s. Neocorus. Danckwerth, Caspar, Newe Landesbeschr. der 
Herzogt. Schlesw. u. Holst, o. O. 1652, 
mit Karten und Plänen. 301 S. Gr. Fol. 
[Die Ausführung, bes. der Text, erfreute 
sich am wenigsten bei dem neuen Könige 
und den meisten sonstigen Landesherren 
des Beifalls, und der Gelderfolg war kläg¬ 
lich. Zuletzt noch Rechtsstreit zwischen 
Danckwerth und Meyer, s. Noodt, Bey- 
träge 543 ff.]. Danske Atlas, den, eller Konge-Riget Dän¬ 
in ark, von Dr. Erich Pontoppidan, fortges. 
von Hans de Hofman (cit. Dän. Atlas). Bd. V, Kopenh. 1769 (Stifte Aalborg 
u. Ripen). Bd. VII, Kopenh. 1781 (Hzgt. Schleswig). Danske Mindesmaerker. Udg. af Holm, H. 
Hansen , Herbst, N. Hoven , Kornerup, 
Struuk og Worsaae. Kjob. 1860 ff. [Citiert 
bei Sörup (Fl. 2), aber nicht zur Be¬ 
nutzung gekommen.] Danske Ugeskrift. 2. Reihe Nr. 53—208 
(1843—46), [ohne Ausbeute]. Danske Vitruvius s. Vitruvius. Daugaard, om de danske Klostre i Middel- 
alderen. Kjobenh. 1830. 40. [Enth. vor¬ 
zugsweise Geschichtliches, für unseren Ge-
		

/Sponsorzy_051_07_0063.djvu

			Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. 45 sichtsp. nichts Eigentüml., und nur, was 
auch anderweit belegt ist, und es soll nur 
hier darauf verwiesen werden.] Dehio, Georg, Geschichte des Erzbistums Ham¬ 
burg-Bremen bis zum Ausgang der Mission. 2 Bde.. Berl. 1877. Denkschrift (Altona) s. Schaar. Detleffs, Hans, s. Neocorus. Detlefsen, Dir. Dr. D., philologisch-antiqu. 
Bemerkungen zur alten Geographie Schlesw.- 
Holsteins, hist. Zeitschr. 1885, 325—33- 
 , —) Auszug aus Hieron. Sauckes Storm. u. Herzhörn. Chronik, Hds. bei der Kirche 
zu Herzhorn. »Glückstädter Fortuna«, 1886, 
Nr. 87 ff. Deti. bed. Mitteilungen vom Dir. Dr. Detlefsen 
zu Glückstadt über den Kreis Steinburg. 
D(ilhelm), J. H., Denkwürdiger Antiquarius 
desElbstroms, dessen Merkwürdigkeiten 
von dem Ursprung, bis er sich in die Ost¬ 
see (so !) ergiesst, dargestellt. M. Kupfern. 
Frankf. 1741. Dittmann, J., aus dem alten Neumünster. 
Versuch einer Chronik des vormaligen 
Gaues Faldera. Neumünster 1879. 
Domeier, Topographie von Nortorf. Prov.- 
Ber. 1794, 173 ff. Dörfer, Chronik von Preetz, Prov.-Ber. 1813. 
—, Chronik von Kaltenkirchen, staatsb. Mag. 7, 494—506. Dose s. Thaulow-Museum. DUUS, Sundewitt, neues staatsb. Mag. 2, 
61—142. Eggers, Fr., Brüggemanns Altar, [mit 
Photogr. von Brandt. Flensburg 1867. 
Rec. von Lübke, Lützows Zeitschr. f. bild. 
Kunst 1, 243. Eggers, G. Fr., hist, civit, Rensburgi, Jenae 
1884 diss. [Nur histor., mit 4 Siegelabb.) 
Eggers, H., Stadt und Schloss Ploen, Kiel 1877. 
Elverfelt, Jonas ab, de Holsatia eiusque statu 
atque ordinibus. Hamb. 1592. FabriCiliS, Visitations-Bericht 1633, in Biernatzkis 
schlesw. - holst. - lauenb. Landesberichten, 
1847, 96. Falck, N., Sammlungen zur näh. Kunde 
des Vaterlandes in histor., Statist, u. staats- 
wirtschaftl. Hinsicht, herausg. v. N. Falck, 3 Bde. Altona 1819. 21. 25. .—, —, neues Staatsbürger!. Magazin 
mit bes. Rücksicht auf Schlesw.-Holst. u. 
Lauenb. 10 Bde. Schleswig 1832—41. 
—, —, Archiv für Gesch., Statistik, Kunde 
der Verwaltung und Landesrechte der 
Hzgt. Schlesw., Holst, u. Lauenb., herausg. v. N. Falck. 5 Bde. Kiel 1842—47. 
Feddersen, Fr., Beschreibung der Landsch. Eiderstedt. Altona o. J. Fehse, Joh. Heinr., Versuch e. Nachricht von 
den evang.-luth. Predigern in dem Norder¬ 
teil D i tm arsch en s von dem Anfang der 
Rel.-Verbesserung an. Flensb. 1769. Fehse, Joh. Heinr,, Kiel s. Schwarze. Finke, H. , zur Gesch. der holst. Klöster im 
15.u. iö.Jahrh.; hist. Zeitschr. 13, 143—248. Friedrichsen, fragmentar. Nachrichten von 
Jevenstedt, Falcks Archiv 3, 357 ff. Fries, J. E. L., das Land Oldenburg. 
Lübeck 1822. (GaedechenS, O. C.), Hamburgisches 
Künstler-Lexikon, bearbeitet von 
einem Ausschüsse des Vereins für Ham¬ 
burg. Geschichte. Bd. 1. Hamburg 1854. „Gedenkblatt“ s. (Becker). GeilSS, Nie. Friedr., über den Ursprung und 
Fortgang d. Christl.Relig. in Holstein. 
Itzehoe 1778. —, —, Beyträge zur K.-Gesch. u. Alter¬ 
tumskunde. 2 Tie. Itzehoe 1778—79. —, —, Amtmänner zu St ein bürg, n. 
staatsb. Mag. 9, 271. Glieman, Theod., Beschr. d. dän. Staates. 
Bd. 1. Kopenh. 1816 (deutsch 1818). (Gottorf), Aufsatz über das Schloss G. in den 
»Schleswiger Nachrichten« vom3-Nov. 1887. Gramm, Caeso, Chilonium novus Holsatiae Par- 
nassus. Schleswig 1665 (mit Bild der 
Universität). Grassau, hds. Nachr. von 1719 über Neuendorf 
Ste. bei der Neuendorfer Kirche. (Gude, Joh. Chr. 1778), Bericht von der Halb¬ 
insel Sundewitt u. den Glücksburgisch. 
Erblanden. Flensb. u. Leipzig 1788. Hach, Th., zur Gesch. der Erzgiesskunst, in 
Hub. Janitscheks Repertorium für Kunst¬ 
wissenschaft, Bd. 4, 1881. —, —, die Taufsteine zu Schlutup und Ham¬ 
berge, in d. »Lübschen Blättern« 1882, 445. Hagen, E. A., u. A. R. Gebser, der Dom zu 
Königsberg in Preussen. Eine kirchen- 
und kunstgeschichtliche Schilderung. I. 
Abt. Geschichte, von Gebser; 2. Abt. 
Beschreibung, von Hagen. Königsberg 
1833—35. Hamburger hist. Zeitschr. s. Zeitschr. d. Ver. 
f. Hamb. Gesch. Hamburger Urkundenbuch s. Lappenberg. Handelmann, H., über das Danewerk. Mit 3 
Holzschn. u. 1 Taf. hist. Zeitschr. 13, 1—64. —, —, Schlesw.-Holst. Museum vaterl. Alter¬ 
tümer; Katalog. Abteilg. Christi. Zeit. 
Kiel 1878. Kl. 8°. —, —, vorgeschichtliches Burgwerk u. Brücken¬ 
werk in Ditmarschen; in den »Verhand¬ 
lungen der Berliner anthropologischen Ge¬ 
sellschaft« 1883, 18—33. —, —, s. Ber. der Schleswig-H.-L. Gesellsch. 
für Erhaltung u. s. w. Hansen, die Schlösser u. Burgen Alsens, 
Mich. u. Asm. Archiv 4, 269 ff. 310—13. Hansen, A. U., Charakterbilder aus den 
Hzgt. Schlesw., Holst, u.Lauenb. Hamburg 
1858 [mit einigen wenigen uns berührenden 
Notizen über Kirchen u. Männer.]
		

/Sponsorzy_051_07_0064.djvu

			Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. 46 Hansen, C. P., die Insel Silt in geschieht!, 
u. Statist. Hinsicht; in Falcks Archiv 4, 
i 66. 317—96. 587—642. [Enthält nur 
im 2. Abschnitte einiges über die Gebäude; 
ferner einen ausführl.Litteraturbericht voran.] 
—, —, Chronik der friesischen U t h 1 a n d e. 
2. Aufl. Garding 1877 [mir mit ger. Nutzen]. , Joh. Friedr., vollständigere Staatsbeschr. d. 
Hzgt. Schleswig. Flensburg 1770. [Wol 
alles in die neueren Topogr. übergegangen, 
ausser den systematischen Teilen, welche 
jedoch nichts auf unseren Gegenstand Be¬ 
zügliches enthalten.] —, M. Mörk, und E. C. Nielsen, Kir- 
kelig Statistik over Slesvig Stift. Med 
hist, og topogr. Bemärkninger. Spez. Deel. 
Kjobenh. 1863. 3 Bde. [Enthält für unseren Zweck kaum etwas Eigenes, folgt I 
darin fast ausschliessl. Jensen.] Hanssen, E. G., Versuch e. Chronik von 
Eckernförde. Kiel 1833 [von nicht 
grosser Ausbeute, doch keine üble Arbeit], 
—, Georg, Amt Bordesholm. Kiel 1842. —, J. und H. Wolf, Chronik des Landes 
Ditmarschen. Hamburg 1833. H(anssen), P., kurz gefasste zuverlässige Nach¬ 
richt von den Holstein - Plo en i sehen 
Landen, den Klöstern Ahrensböck und 
Reinfeld. Ploen (1759). 376 S. 40. 
Harms, Claus, Gnomon, ein Volks- und 
Schullesebuch. 3. Aufl. Kiel 1854. Hasse, P., Kieler Stadtbuch aus den Jahren 
1264 — 89. Kiel 1875. Haupt, Rieh., abgerisseneBlätter zur Kunde 
vat. Altert, in Wagrien. Ploen 1880. 40. —> —, die Vizelinskirchen, baugeschichtl. 
Untersuchungen an Denkmälern Wagriens. 
Beitrag zur Anfangsgesch. des Old.-Lüb. 
Bistums und zur Schätzung seiner Quellen¬ 
schriften. Kiel 1884. Mit einem Nach¬ 
wort vermehrte Ausgabe. Ploen 1888. , - , über das Denkmal des Kön. Friedrich 
im Dome zu Schleswig, in den »Schles- 
wiger Nachrichten«, 23. Nov. 1887. —. —■ Nicolaikirche zu Kiel, s. (Becker). —, —, ältere Epigramme auf Ploen, im »Ploener 
Wochenblatt« 1884, 8. 9. Heiberg, C., Schleswig-Holstein. Blätter für 1835 ff. Schleswig 1835—40. Bd. 1 9. [Bd. 3 u. 4 nicht eingehend durchge¬ 
nommen. Ergab nichts für uns Brauch- 
„ bares als etliche Recensionen.] H(eimreich), A., Aufsatz über die Segeberger 
Kirche im »Segeberger Wochenblatt« 1873, 
Nr. 32. ( ( )i aus alter Zeit. Segeberg 1875. (Heim Reich Walther, M. Antonius), ditmars. 
Chronik, darinn nebenst der Landesbe¬ 
schreibung die Geschichte.... Schlessw. 1683. —, —, Schlesswigische Kirchen Historie, 
darinn die Abschaffung der Heidnischen 
Abgötterey ist verfasset. Schlesswigi683. I (Heim Reich Walther, M. Antonius), ernewrete 
Nordfres. Chronik. Schlessw. 1668. 
4°. Neu herausg. v. N. Falck, 2 Bde. 
Tondem 1819. Heinze, V. A., Kielisches Magazin vor die Gesch., 
Statsklugheit und Statenkunde. Hamburg 
1783—86. —, —, neues K. M. Kopenhagen 1786—88. Heldvader, Nie., kurze und einfältige Chronik 
der Stadt Schleswig 1603. 2. Aufl. 1673. 
88 S. Kl. 8°. S. auch Jürgensen. Helmold s. Lappenberg. Helms, Jac., Tufstens Kirkerne i Omegnen af 
Ribe. En archeologisk Meddelelse af Jacob 
Helms. Kjrrbenh. 1859 (Sonderabdruck 
aus Ny kirkehist. Samlinger. 16. Citiert 
»Tuffkirchen«). Vgl. unter »Trap«. Heim. s. Henninges. Henning, Rud., das deutsche Haus. Strass¬ 
burg 1882. Henninges, Hieron., sec. et tert. regni in quarta 
monarchia pars altera, continens genealog. 
tabulas. Ulysseae 1587. > —1 genealogiae aliquot nobilium in 
Saxonia MDXIIIC. 2. Aufl. Hamb. 1590. 
Gibt die in Abkürzung stilisierten Ab¬ 
bildungen der Ranzauschen Herrenhäuser 
(vgl. unten v. Schröder). Enthält auch 
Stiche und Beschreibungen von H. Ranzaus 
Denkmälern in Segeberg und Nordoe, der 
Burg Breitenburg, Darstellung des Leichen¬ 
begängnisses von Joh. Ranzau u. a. m. Hirschfeld, E. E. L., Theorie der Garten¬ 
kunst. 5 Bde. Leipz. 1779—85; mit 
Kupfern. Hist. Zeitschr. — Zeitschr. der Gesellsch. f. d. 
Gesch. d. Hzgt. Schlesw., Holst. u.Lauenb., 
Kiel 1870 fr. (s. auch unter Archiv, 
4. Folge). Hogenberg, Stiche von den Thaten Friedr. II. (Res geste sereniss  princ.. Friderici II .... ex monum. pyra- 
midali Segebergae ab Henr. Ranz, erecto 
desumptae aeneisque nunc tabulis sculptae 
ac expressae .... per Franc. Hogenberg 
et Simonem Novellanum. 16 Tafeln 
MDLXXXIX) herausgeg. für H. Rantzau, 
angebunden an Henninges, genealogiae 
Ranzovianae (vgl. II, 383. 490). Holdt, A. C. C., Flensburg früher und 
jetzt. Hist, topogr. Bilder aus Vorzeit 
u. Gegenwart. Hamburg 1884. Hollensteiner, K., au s vergangenen Tagen. 
Chronikbilder aus der Vergangenheit Olden¬ 
burgs in Holst. Oldenb. 1882. Holmer, Mart., Feuerpredigt. Schleswig 1669. Houbraken, Arnold, de groote Schouburgh der 
Nederlandsche Konstschilders en Schilde¬ 
ressen. Amsterdam 1715. Hoyer, Jonas, hist. Bericht von der Stadt 
Flensburg. 1. Hälfte, herg. v. Olaus 
Henr. Möller. Flensburg 1759.
		

/Sponsorzy_051_07_0065.djvu

			47 Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. Jägermann, C. Fr., Itzehoe und Umgebungen. 
Itzehoe 1819. Jahrbücher für die Landeskunde der Herzgt. 
Schlesw., Holst, u. Lauenb., herausg. von 
d. Gesellsch. f. vat. Gesch., redig. von 
Handelmann und Lehmann, 10 Bde. Kiel 
1858—69 (s. auch unter Archiv, 3. Folge). Jahrbücher, schleswig-holsteinische, redig. von 
W. Biernatzki, Kiel 1884—86. Jensen, H. N. A., Versuch e. geschichtl. 
Darstellg. der Kirchenverf. im Hzgt. 
Schleswig; Falck, staatsb. Mag. 7, 1—53. —, —, Versuch e. kirchl. Statistik des 
Hzgt. Schleswig. 4 Bde. Flensburg 1840—42. 
1708 S. 8°. [Für die Geschichte des 
Landes wie der Kirchen vom reichsten 
Inhalt, hat diess Werk die Grundlage ab¬ 
gegeben für fast alle späteren Arbeiten auf 
diesem Gebiete. Durch seine Fülle und 
seine wissenschaftliche Tiefe und Gründ¬ 
lichkeit ist es dauernd eine Zierde und 
Ehre der geistlichen Litteratur des Landes 
und ragt weit über andere ähnliche Bücher 
empor.] —, —, Angeln, zunächst für die Angler hist, 
beschrieben. Flensb. 1844. —1 —, »Hds.« bed.: Nachrichten von den 
Gemeinden, Kirchen und Geistlichen in 
den Hzgt. Schlesw. u. Holst., [nach 1819, 
etwa 1823 aufgestellt, mit Nachtrag von 
1827. Handelt beinahe bloss über Holstein, 
mit Lücken ; von vielen Kirchen sind kleine 
Abb. in Wasserfarben beigefügt. Die 
leider sehr wenig zahlreichen antiquarischen 
Notizen sind wie alles, was von dem treff¬ 
lichen Verfasser stammt, wertvoll]. —, —, Schl.-Holst. Kirchen-Geschichte 
nach hinterlass. Hdschrr. herausg. u. über¬ 
arbeit. v. A. L. J. Michelsen. 4 Bde. 
Kiel 1873 ff. Citiert »Jensen-Michelsen«. (—, —), über Wallfahrten, in Biernatzkis 
»Volksbuch« 1847, 93 ff- —, —, über den älteren Kirchenbau, 13. 
Ber. vat. Alt. 1848. —, —, Gelting in Michelsens u. Assmussens 
Archiv, 3, 1—98. „Inv.‘‘ bed.: Inventarien der Kirchen ausser 
Kloster Preetz, als Grundlage der vor¬ 
liegenden Arbeit von der Regierung durch 
die Kreisbaubeamten eingefordert und nach 
vorgelegtem Schema von den Pastoren 
ausgearbeitet und eingeliefert in den Jahren 
1874—78. Inventarien: Nachrichten über Kunstgegen¬ 
stände in den Kirchen, eingegangen 1862 f. 
und 187if.; hds. beim Kunstverein (ent¬ 
hält Mitteilg. aus etwa 60 Kirchen). Daraus 
besonders angeführt: Bordesholm (David), 
Bovenau (Ivens), Elmschenhagen (Jessien), 
Erfde (Christiansen), Föhr St. Laurenzius 
(Schmidt), Husby (Hansen), Kiel Heil. Geist u. St. Nie. (Martens), Krummen- 
dieck (Blick), Nordhackstedt (Paulsen), 
Oldenburg (Liiers), Oxbüll, Pellworm (Flor), 
Ploen (Neelsen), Preetz Klosterk., Rieseby 
(Dehn), Rüllschau, Schobüll (König), Schön¬ 
kirchen (Merz), Steinberg Fl. 2. (Inventarium): Kirkeinventarium for...., 
Apenrade 1861. Erschienen sind: Atzbüll, 
Grawenstein, Bedstedt, Ekwadt, Enstedt, 
Feidstedt, Hellewadt, Quars, Nübel i. S., 
Osterlügum, Rinkenis, Uk, Warnis. [Ohne 
antiq. Wert.] Inventarium des Nachlasses derweil. Hochedlen 
Fr. Dorotheen Rantzow aufHeiligenstedten, 
Collmar, Drage, Hasselburg. 1647. Hdschr. 
in d. Landesdir.-Bibl. Jonas s. Elverfeldt. Juel Og Knudsen. Slesvigske Provindsial- 
efterredninger. Udgivne af C. Juel 
' og Fr. Knudsen. Bd. 1—4. Haderslev 
1860—63. Junghans, Kiel im 13. Jahrh., Jahrbb. f. Land.- 
K. 9, 1—30. JÜrgensen, Joh. Chr., Heldvaders Chronik 
der Stadt Schleswig, ergänzt und von 
1603—1822 fortgeführt. Schleswig 1822. Kieler Beiträge, Bd. 1. 2. Schleswig 1820—21. Kieler Blätter, 7 Bde. Kiel 1815—19. Kielholt, Hans, Silter Antiquitäten, in Heim¬ 
reichs Nordfres. Chron., herausg. v. Falck, 
Bd. 2, 343—48. Kinder, J. C., Urkundenbuch u. Chronik 
d. Stadt Ploen. Ploen 1881—83. 40. —, —, alte Ditmarsische Geschichten. 
I: Bilder aus der Lundener Chronik. Heide 1885. Kirkeinventarium s. Inventarium. Kleffel, Betrachtungen über etliche crasse 
Überbleibsel aus der Zeit des Papsttums 
1762, in Falcks Sammlung 3, 9 ff. Kolster, die Klöster Ditmarschens. Jahrbb. f. 
Land.-K. 3. Kornerup s. Aarberger. Krafft, Joh. Melch. , zweifaches 200jähriges 
Jubelgedächtnis (Husum), Hamburg 
1723 [ohne bes. Ausbeute]. (Krempe), Protokoll des »Gasthauses« daselbst. Kruse, E. C., Topographie des Fleckens Neu - 
münster, neu. staatsb. Mag. 4, 613—55. —, —, wann ist das 1000jährige Jubel¬ 
fest der Einf. des Christentums zu feiern ? 
Rendsburg 1820. —, —, letzte Predigt, in der Kirche zu 
Neumünster gehalten, nebst e. histor. Nach¬ 
richt von dem Stifter und den Schicksalen 
dieser Kirche. Mit e. Auf- und Grundrisse 
des alten K.-Gebäudes. Kiel 1811. [Nach 
Helmold und dem Carmen de St. Vicelino 
gearbeitet.]
		

/Sponsorzy_051_07_0066.djvu

			48 Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. (Besonders hieraus ausgezogen:) »Die 
Bekehrung Holst, zum Christent. u. dieMiss.- 
und Rettungsanstalt zu Neumünster«, hersg. 
vom Secr. des Miss.-Ver. für N. Zülpieh 
1869. 16 S. Krysing. Cimbrische Heyden-Antiquitätem 
Oder Verzeichniss vieler überbliebenen 
Altert, der alten Cimbrer . . ., welche in 
dem Hertzogthum Schleswig .... ge- 
sammlet und gefunden worden durch Geor- 
gium Krysingium. Flenssburg (1734). 40. 
Kunstchronik, Beiblatt der Zeitschrift für bil¬ 
dende Kunst von C. v. Lützow. 1882. 
Kunstverein, s. Inventarien. KUSS, Christ.: d. Herrsch. Breitenburg, Prov.-Ber. 1830, 484—93- kl. Chronik von Hademarschen, N. st. 
Mag. 4, 376—79. kl. Chronik von Hohenfelde, N. st. 
Mag. 4, 393—7. Chronik von Hohenwestedt, Prov.-Ber. 
1834, 237—44. Chronik von Jevenstedt, Prov.-Ber. 
1834, 234—37. kl. Chronik von Kaltenkirchen, N. st. 
Mag. 4, 379—93- der Flecken Kellinghusen, Prov.-Ber. 
1830, i—68. Chronik von Nortorf, Prov.-Ber. 1834, 
244—9. d. Grafsch. Holstein-P i n n e b e r g, Falcks 
Archiv f. Gesch. usw. 3, 71—91. 
kl. Chron. von Schenefeld, Prov.-Ber., 
1834, 228—34. die Stadt Segeberg in der Vorzeit, Falcks 
Archiv 5, 1—74. Gesch. d. Kl. Uetersen, N. st. Mag. 
2, 797—848. Chorherrenstifter, Falcks st. Mag. 8, 
261 ff., 264—93 (Neumünster); 293—-310 
(Segeberg); 9, 67—122 (Bordesholm). An tonit e rkl., st. Mag. 9, 437—46. 
Augustinerkl., st. Mag. 8, 261—310. 
9, 67—123. Benedictinerkl., st. M. 9, 600—695. 
Bettelklöster, st. Mag. 7, 547—76. C isterzienserMönche st. M.IO, 496—528 
(Lügum) ; 10, 528—72 (Reinfeld). 
Cisterzienser Nonnen, N. st. M. 1, 
9—79 (9—61 Reinfeld). Karthause, N. st. M. 3, 28—51. 
Miscellen: über d. Nonn.-Kl. in Neumünster 
st. M. 7, 579 u. 8, 8; über die zu Neu¬ 
stadt u. Ploen st. M. 7, 571; August. 
Mönchski. in Schlesw. st. M. 9, 167; 
die Reformation des Bordesholmer Kl., 
st. M. 9, 180; über angebl. Bettelklöster, 
st. M. 9, 188; Kloster in Marne, st. M. 
9, 206; Besitzungen des Kl. Itzehoe an 
der Itzehoer Neustadt, N. st. M. 1, 103; Segeberger Kl., N. st. M. 2, 546; Be- 
nediktinerkl. in Schleswig, N. st. M. 
2, 552- Lappenberg, J. M., Beiträge zur älteren Kunst¬ 
geschichte Hamburgs, in der Zeitschrift 
des Vereins für Hamburgische Geschichte. 
Neue Folge II, 2. Hamburg 1864. —, Hamburger Urkundenbuch, ed. Lap¬ 
penberg. Bd. I. Hamb. 1846. Mit Vor- 
und Nachwort, e. Karte des Erzbistums 
samt Beilagen. —, Adami Bremensis gesta Hammabur- 
gensis ecclesiae Pontificum, ex rec. Lappen- 
bergi ed. Pertz, Hamburg 1864. —, Alberti Stadensis Chronicon ad annum 
1256 deductum. ed. J. M. Lappenberg, in 
Monumenta Germ. Hist. Scriptorum Tom. 
16 (vollständiger ist die Ausgabe Alb. St. Chron primum evulgatum a R. Rei- neccio e bibliotheca Henr. Ranzovii. Helm- 
stadii 1587. 40.). —, Helmoldi et Arnoldi chronica Slavorum, 
ex rec. Lappenbergi ed. Pertz. Hannover 
186S. —, Chronicon Holtzatiae auctore Presbytero 
Bremen si ed. Lappenberg. Kiel 1862. Laspeyres, E. A. Th., die Bekehrung Nord- 
albingiens u. d. Gründung d. Wagrisch. 
Bistums Oldenburg-Lübeck. Bremen 1864. LaSS, J., Samml. einiger Husumischer 
Nachrr. von Anno 1089—1700. Flens¬ 
burg 1750 (Bd. I); fortges. bis 1750, ebd. 
1750 (II); 2. Fortsetz. ebd. 1758 (III) mit 
Nachrr. über die Umgegend. Lau, Gg. Joh. Theod., Gesch. der Einführung u. Verbr. der Reformation in d. Hzgt. 
Schlesw.-Holst. Hamburg 1867. [Ent¬ 
hält bes. S. 28 ff. eine Gesch. der Klöster, 
aber ich citiere diese nicht, da sie mit 
den anderen übereinstimmt]. Lautrup, E., Chronik u. Monographie d. Stadt 
Hadersleben. Hadersl. 1844. Lemmerich, C., die Herrschaft Breitenburg. 
Mich. u. Asm. Arch. 5, 1—174. Leverkus, Codex diplomaticus Lubecensis. 
Lübeckisches Urkundenbuch. 2. 
Abteilung. (Auch unter d. Titel: Ur¬ kundenbuch des Bistums Lübeck, hersg. v. Wilh. Leverkus.) I. Teil. Oldenburg 
1856. 4°. Lindeberg, P., Hypotyposis arcium, pala- 
tiorum, librorum, pyramidum, obeliscorum, 
cipporum, molarum, fontium, monumen- 
torum et epitaphiorum, ab illustri et stre- 
nuo viro Henrico Ranzovio, Prorege et 
Equite Holsato, conditorum, cum nonnullis 
eorum ectypis partim aeneis, partim li- 
gneis, et in fine additis epigrammatibus, 
edita a Petro Lindebergio Rost. — Francof. 
ap. Jo. Wechelium 1592. (Nach S. 80: 
1590 u. 1591 hrsg. zu Rostock u. Ham¬ 
burg; doch die Vorrede März 1592.)
		

/Sponsorzy_051_07_0067.djvu

			Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. 49 Lomeier, Ranzovii praedii descriptio. Eisleben ... *595- Lonnerus, Ludov., hds. Aufzeichn, über d. 
Seester Kirche im Archiv zu Seester. Lorenzen, C. C., histor.-topograph. Meddelelser 
om Gottorp Slot. Aalborg 1875. —, F. N., Delve, eine Kirchspiels-Chronik. 
Itzehoe 1861. —, —, dass., in d. Jahrb. f. d. Land.-K. 4 (1861), 
Heft 3. Lotz, Wilh., Kunsttopographie Deutschlands. 
Bd. 1. Cassel 1862. [Ein über alles Lob 
erhabenes Werk. Fürs Schleswigsche ist 
dasselbe von uns selten citiert, weil die 
betr. Angaben hier nur aus anderen Quellen 
■ abgeleitet sind.] Lübke, Wilh., Geschichte der Architek¬ 
tur, 6. Aull. (S. 599—6or.) —, —, Gesch. der Renaissance in 
Deutschland. 2. Aufl. Stuttgart 1882. 
2. Bd. (S. 296—314). Lübker, D. L., Altar bla tt in Schleswig. 
Prov.-Ber. 1826, 609 ff. Lübkert, J. H. B., Versuch e. kirchl. Sta¬ 
tistik Holsteins. Glücksladt 1837. [Für 
unsern Zweck von sehr gering. Ausbeute 
u. fast ohne eigene Nachrichten.] Lucht, Kieler Stadtbuch von 1264—89; Pro¬ 
gramm d. Kieler Gel.-Schule 1842. —, Einzelnes zur Geschichte Glückstadts u. | 
Krempes. Progr. d. Glückstädter Gel.- J 
Sch. 1847. —, A. C., Glückstadt, oder Beiträge zur 
Gesch. dieser Stadt u. des 30jährigen 
Krieges in unserem Lande. Mit 2 Plänen. 
Kiel 1854. Lütgens, J. J. G.. kurzgefasste Char. der 
Bauernwirtschaften in den Hzgt. 
Schlesw. u. Holst. Kiel u. Hamburg 1847. (Lütjenburg), Kirchenrechnungsprotokoll d. K. 
zu L. 1840—68. Macke, Reinh., Einiges aus der Gesch. u. Sage 
von Ploen. Ploen, (1883). 4°. Magazin, Ny dansk, inneholdende allhaande 
Smaa-Stykker og Anmärkninger til Histo- 
riens og Sprogets Oplystning. Ferste Bind. 
Kjebenh. 1794. 40. Magazin, staatsb., s. Carstens u. Falck. —, neues staatsb., s. Falck. Major, J. D., bevölekertes Cimbrien. 
Ploen 1692 fol. marm. Dan. s. Pontoppidan. (Marstan), holsteinischer Tourist. 1833. Materalien zur Statistik der dän. Staaten. 3 
Bde. Flensburg 1784. 86. 91. Mensinga, J. A. M., über Friedrichstadt, 
im »Eiderst. u. Stapelholm. Wochen¬ 
blatt«; so: 1881, 48: das Stadtwappen; 
1876, 96. 98: Die Wahrzeichen unserer 
Häuser; 1880 (Juli): über einige von unsern 
ansehnlichsten Häusern u. deren Erbauer; 
1880, 35 f.: Religionsfreiheit in Friedrichst. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein III. [Angesichts dieser von liebevollem Fleiss 
zeugenden Arbeit kann man nur bedauern, 
dass nicht viele Städte des Landes ähnliche 
aufzuweisen haben.] Mensinga, J. A. M., die gemeinsch. Intraden¬ 
kasse. Friedrichstadt 1868. —, —, zur Gesch. der mittelalterl. Colonien 
der Holländer, bes. in Schlesw. - Holst., 
übers, von E. Alberti im »Schlesw.-Holst. 
Sonntagsblatt« 1879, 237. 244. 255. 259. 
265. —, —, über ein Haus in Friedrichstadt in »Eigen 
haard«, Harlem 1879, Nr. 28, S. 281. 
Merkwürdigkeiten, Bordesholmische, von J. F. N. P. Altona 1737. Mestorf, J., über das Tympanon in Norder- 
Fahrenstedt bei Saeve, zur Nib.-Sage S. 73. —, —, über denselben Gegenstand in der 
»Germania« von Bartsch, 1872, 211—14. Michaelsen. Val., zwo Predigten auf Ver¬ 
anlassung des Baues einer neuen Kirche in 
Wüster. Hamburg 1775. Mit hist. Bericht 
von der alten Kirche u. einem Kupfer. Michelsen u. Asmussen s. Archiv. Michelsen, A. L. J., Nordfriesland im 
Mittelalter. Schleswig 1828. —, —, die Hase Ido rfer Marsch, in Mich, 
u. Asm. Archiv 1, 1 ff. (1833). —, —, zur Klostergesch. Ditmarschens, 
Jahrbb. f. Land.-K. 9, 262—83. M(ichelsen), M., eine Erinnerung an e. schlesw.- 
holst. Maler des 17. Jahrh. (Ovens), im 
Schlesw.-Holst. Sonntagsblatt 1879, n. 7 ff. Michler, J. M., Kirchliche Statistik der 
ev.-luth. Kirche der Prov. Schl. - Holst, 1. Bd. Kiel 1886. 2. Bd. 1887. [Für kunstarch. Zwecke ist diess ganz neue Werk 
ohne Bedeutung u. Zuverlässigkeit. Doch 
hat es hier und da eigene Massangaben, 
welche z. T. übernommen werden konntem 
bisweilen auch Notizen über neuerliche 
Restaurationen und, nach seinem wesentlich 
materiellen Charakter, über deren KostenT 
wovon einiges benutzt werden konnte.] Mise. Bordesh. s. Noodt. MithofF, H. Wilh. H., Mittelalterliche Künstler 
u. Werkmeister Niedersachsens und West¬ 
falens, lexikalisch dargestellt. 2. Aufl. 
Hannover 1885. Mitteilungen zur Vaterlandskunde der patrio¬ 
tischen Gesellschaft. 2 Bde. Altona 
1821/22. Bd. 1: Bredstedt. Bd. 2 : Brok¬ 
dorf, Neustadt, Neumünster, Hollingstedty 
Flensburg, Föhr, Jevenstedt. —, des Vereins für Ham burgische Ge¬ 
schichte, Jahrg. i—10. 1878—87. —, des Vereins für Lübeckische Ge¬ 
schichte und Altertumskunde. Heft 1. 2. i883f. Möller, 01. Heinr. Bericht von verschiedenen 
Ländern, Städten u. Gegenden des Hzgt, 
Schlesw, Flensburg 1761. S. Hoyer. d
		

/Sponsorzy_051_07_0068.djvu

			So •Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel Möller, Ol. Heinr., erneuertes Andenken des I 
Gerdt von Merfeldt. Ebd. 1773. 4°* | —, —, erneuertes Andenken des Ludolphus Naamann. Ebd. 1774' 4°- —, —, erneuertes Andenken Ehrn Thomas 
Atzersen. Ebd. 1778. 4°. —, —, erneuertes Andenken des Bgm. Marc. Schröders. Ebd. 1782. 40. —, —-, erneuertes Andenken des Hinrich 
von Merfeldt. Ebd. 1783. 4°- 
Müller, Herrn. Alex., Biographisches Künstler- 
Lexikon der Gegenwart. Lpz. 1882. 
Münzenberger, E. E. A., zur Kenntnis und 
Würdigung der mittelalterlichen Altäre 
Deutschlands. Frankf. a./M. Liefg. 1—5. 
1885—87. Fol. Museum, nord., in Kopenhagen, Katalog dess. 
— vaterl. Altertümer in Kiel, Katalog dess. s. Handelmann. —, Thaulow-, s. Thaulow. Nachrichten s. Wandsbeck. Nagler, G. K., Neues allgemeines Künstler- 
Lexikon. 1835—41. —t —, die Monogrammisten. 1858—71. NeoC. bed. Neocorus. Joh. Adolfi’s gen. Neo- 
corus Chronik des Landes Ditmarschen. 
Aus der Urschr. hrsg. von F. C. Dahl¬ 
mann. 2 Bde. Kiel 1827. [Enthält auch 
jüngere Nachrichten. Im Texte citiert stets 
als Neoc., denn Dahlmann hat mit diesem 
seinen Namen doch unlösbar verknüpft.] 
Niemann, Aug., Handb. der schleswig-holst. 
Landeskunde. 1. Bd. Schlesw. 1799. 
[Enthält Auszüge aus den anderweit ge¬ 
druckten Nachrichten, und darunter für 
unsern Zweck fast gar nichts; ist übrigens 
in allem Wesentlichen in die neueren Topo¬ 
graphien mit aufgegangen.] Niemann, schlesw.-holstein. Provinzial¬ 
berichte. Altona 1787—98. —, schlesw. - holst. Blätter f. Polizei u. Cultur. I. 1799—1800. Altona u. Kiel. 
—, Blätter f. Polizei u. Cultur. Tü¬ 
bingen 1801 —1803. NitZSCh, K. W., das Taufbecken der Kieler 
Nie.-Kirche, Progr. zur General-Vers, der 
Schl.-H. Ges. f. vaterl. Gesch. 3. Juli 
1856. Kiel. 48 S. 8°. Nachtrag dazu 
Jahrbb. f. Land-K. I (1858), 128—32. 
Noodt, J. F.), Beytrage zur Erläuterung der 
Civil-, Kirchen- und Gelehrten-Historie der 
Hzgt. Schleswig u. Hollstein. (Von Joh. 
Friedr. Noodt.) I. Bd. Stück 1 — 6, Ham¬ 
burg 1744—48. II. Bd. St. i—4, Hamb. 
1752—56. (—), Noodtii miscell. Bordisholmensia , 
51 S. fol. Hds. in Kiel (Univ.-Bibl.). 
Nordalbingische Studien. Neues Archiv der 
Schl.-Holst.-Lauenb. Gesellsch. für vat. 
Gesch. 6 Bde., 1844. 45- 46. 47. 50. 51. Nordiske Oldskrifl Selskab. Aarb^ger for 
Nordisk Oldkyndighed og Historie, udg. 
af det Kongelige Nord. Old.-Selsk. K]0- 
benh. 1867—73. , Antiquarisk Tidskrift, udg. af det Kongel. N. O. - S. Kj-ebenh. 
1843—63. Nüssen, Notizen von 1667 fr. über Nor bürg 
im Oxbüller Kirchen-Archiv. Nyrop, C., om DanmarksKirkeklokker og derens 
Stttberne. Kjjobenh. 1882 
Ny danske Magazin s. Magazin. Ny kirkehist. Tidskrift, udg. af den danske 
hist. Forening. Kj-eb. 1847—52- (Ohne 
Ausbeute.) Oldesloe, Chronik von, s. M. H. Sothmann. 
Oppermann, C. C., Gesch. der Stadt Krempe. 
Altona 1881. Otte, Heinr., Handbuch der kirchl. Kunst¬ 
archäologie. 4* Aufi. 1868. —, —, Glockenkunde. 2. Aufl. Leipz. 
1884. Otzen, d. Erneuerung des Nie.-Turmes zu 
Flensburg. Hannöv. Zeitschrift . . . des 
Archit. . . . Vereins. 24, 431—32. 
Outzen, N., Untersuchungen über die 
denkwürdigsten Altertümer Schleswigs und 
des Dannewerks. Altona 1826. Kl. 8°. 
Pasche, G., Chronik von Bornhöved. N. 
staatsb. Mag. 8, 96 ff. (auch bes. Schlesw. 
1839). _l —, Chrom des adel. Guts Depenau, N. 
st. M. 6, 560 ff. Patriotische Gesellschaft, Schriften ders., s. 
Mitteilungen. Peters, Beschreibung der Insel Föhr. Prov.- 
Ber. 1824. , Ang., Totenbuch, bei der Glückstädter Kirche. , Hartw., Neue Schlesw. - Holst. - Lauenb. Provinzialberichte 1832—34. 
Petersen, Neue Schlesw.-Holst. Provinzial- 
berr. 1811 —1816. ) Schlesw.-Holst.-Lauenb.Provinzialberr. 1817—30. t j. A., Wanderungen durch Schlesw.- Holst. 1. Section, Rendsb. u. d. Schlesw.-Holst. 
Canal. 3 Hefte. Rendsburg 1839. 2. Section, Amt Hütten, Stapelholm u. 
Friedrichstadt. I Heft. Rdsb. 1839. 3. Section, Nordfriesland, 19 Hefte. Rdsb. 1840—43* —, Joh., Chronika oder Zeitbuch der Lande 
zu Holsten, Stormarn, Ditmarschen, Wä¬ 
gern .... bis 1531 (1557)- Lübeck 
1599 fol. Pollitz, Heinr. Ranzau, Prov.-Ber. 1820, 
386—434. Pontoppidan, Erich, theatr. Daniae, Schau¬ 
bühne des alt. u. jetzigen Dänemarks. 
Bremen 1730. 4°.
		

/Sponsorzy_051_07_0069.djvu

			Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. 51 Pontoppidan, Erich, marmora Danica sive 
inscriptionum fasciculus. 3 Bde. Hafn. 
1739- I74I* VII Bücher u. Appendix. —, — u. Hofman, danske Atlas, s. dies. Posselt, Friedr., diekirchl. Kunst in Schles- 
wig-Holst., hist. Zeitschrift 11 (1881). 
[Enthält neben den älteren Quellen Ent¬ 
nommenem auch manches Eigene.] (—, —), Hans Brüggemann pictor et caelator, 
»Kieler Zeitung«, 6. (?) u. 13. Marz 1883. (—, —), zur Gesch. des schl.-holst. Kunstge¬ 
werbes, »Kieler Zeitung«, 22. u. 24. Okt. 
1882. (—, —), Jurian Ovens, Beitr. zur Kunst-Gesch. 
Schl.-H/s., »Kieler Zeitung« 1878, Nr. 
6670. 6672, Nachtrag, ebd. (—, —), Beschr. d. bunten Pesels aus Lehe, 
»Kieler Zeitung«, 13. Dez. 1885. (—, —), über den Altar in Schwabstedt, »Kieler 
Zeitung«, 13. März 1883. —, —, Wege u. Ziele der Kunstforschung in 
Schl.-H., Schlesw. - holst. Jahrbb. 1884, 
33—52. [Dieser Aufsatz ist von unserem fleissigen 
Mitarbeiter für Friesland, der sich längere 
Zeit hindurch als der Einzige im Lande 
der heimischen Kunstgeschichte mit Fleiss 
und Sachkunde annahm, in eingehender 
Benutzung des für das vorliegende Werk 
zusammengebrachten und geordneten Stoffes 
abgefasst, war daher in unserem Texte 
kaum besonders zu citieren. Aehnlich 
musste hier die Aufführung der übrigen 
seit 1882 erschienenen lesenswerten Ver¬ 
öffentlichungen desselben Verfassers ganz 
unterbleiben.] —, M., die Bibliothek Heinr. Ranzaus, hist. 
Zeitschr. 11 (1881), 69—124. Presb. Brem. s. Lappenberg. Prov.-Ber. s. Niemann, Peters und Petersen. Prov. Efterr. s. Juel og Knudsen. Quast, F., undH. Otte, Zeitschrift für christl. 
Archäologie u. Kunst. 2 Bde. 1856—60. 40. Quellensammlung s. Schlesw.-Holst. - Lauenb. 
Ges. für vat. Gesch. (Quitzau), die Kirche zu Bramstedt, in den 
»Bramstedter Nachrichten« 1879, uff. Rachel, Samuel, Gedächtnis der Kirche zu 
St. Annen, Hamburg 1671, mit »gründl. 
Bericht, wie die K. aufgekommen ist«. Ranzau. Henrici Ranzovii descriptio cher- 
sonesi Cimbricae, in Westphalens 
»monumenta inedita«, I, S. 1—83. —, Henrici Ranzovii de somniis eorumque 
eventibus. Rostochii 1791. Rauert, M. H. T., die Grafschaft Rantzau. 
Ein Beitrag zur genaueren Landeskunde. 
Altona 1840. Ravit, J. Chr., Jahrbücher für Ges etz- 
g e b u n g und Verwaltung der Hzgt. Schles¬ 
wig, Holst, u. Lauenb., hrsg. v. J. Chr. 
Ravit. 1845/46. Ravit, J. Chr., das Alter der Stadt Kiel, 
Jahrbb. f. Land.-K. 2, 243—56. —, die Insel Fehmarn, Jahrbb. f. Land.-K., 9.357—418. (Reimers), Beitrag zur Chronik der Kirche in 
Altenkrempe. Oldenb. 1885. 4 S. 40. (Reinfeld), Uebersichtsplan v. Schloss R., um 
1750, s. H. Biernatzki. Reinke, J. Th., Lebensbeschr. d. ehrenw. Ernst 
Georg Sonnin, Baumeister u. Gelehrter 
in Hamburg. Hamb. 1824. (Rendsburg), über die Fayencefabrik daselbst, 
»Kieler Zeitung«, Nr. 7768, vgl. (Anon.) Repertorium über schlesw.-holst. Urkunden, ist 
in einzelnen Teilen anhangsweise der Histor, 
Zeitschr. beigefügt. Reventlow-Farve, Ernst v., und H. A. v. 
Warnstedt, Festgabe .... zur 11. Vers, 
der Land- u. Forstwirthe. Beitr. zur . . . 
Statistik der Hzgt. Altona 1847; mit 6 
Hausansichten u. 4 Grundrissen. Rhode, P., Samlinger til Haders 1 ev Amts 
Beskrivelse forestillende dette Amts, Herre- 
ders, Sogners og Byers aeldre og nu vae- 
rende Tilstand. Kj^benh. 1775. Rivesell, Vers. e. Beschreibg. der Stadt Flens¬ 
burg. I. Bd. Altona 1817. Rumohr, Carl Friedr. v., Überblick der Kunst¬ 
historie des transalbingischen Sachsens; 
Michels, u. Asm. Archiv 2 (1834), 1—22. —, und Thiele, Geschichte der König]. Kupfer¬ 
stichsammlung in Kopenhagen. Leipzig 
1835' Sach, A., Hans Brügge mann, ein Beitrag 
zur K.-G. d. Hzgt., mit Bild des Altars. 
Schleswig 1865. —, —, Geschichte der Stadt Schleswig, 
mit 2 Plänen u. einer Ansicht. Schleswig 
1875. Saeve, Carl, zur Nibelungen sage, Siegfried- 
Bilder beschrieben und erklärt. Uebersetzt 
u. mit Anh. von J. Mestorf. Hamburg 
1870. Sarauw, polit. Verh. von Fehmarn, N. st. 
M. 4, 464 ff. Saucke, Hieron., s. Detlefsen. Sax, Jakob, kurze Beschr. des Landes Eider¬ 
sted t, Hamb. i6io[klein, ohne Ausbeute]. (Schaar), Denkschrift zur Erinnerung an die 
i. Säe.-Feier der Dreifaltigkeitskirche in 
Altona. Altona 1843. Schleswigsche Kunstbeiträge, vorzügl. mit 
Rücksicht auf die königl. dän. Staaten, 
i. u. 2. Heft. Schlesw. 1792. (Enthält: 
Verz. der dän. Künstler A—E; Beschr. 
des Brüggemannschen Altars, S. 82—85 ; 
kurze Lebensbeschr. der Brüder Asmus u. 
Friedr. Carstens, s. 86—90) [alles ohne 
bleibenden Wert]. d*
		

/Sponsorzy_051_07_0070.djvu

			52 Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. SchleSWig-Hol8t. Anzeigen s. Abhandlungen. 
— Blätter s. Heiberg. — — Jahrbücher s. Jahrbücher. Schleswig - Holst. -Laüenb. Gesellsch. für die Samml. u. Erhaltung d. vaterl. Altertümer, Berichte ders. (= Ber. vat. Alt.), 
i—14. Kiel 1836—49; 15 u. 16 unter 
versch. Haupttiteln, 1850—52, u. zugl. in 
anderen Zeitschr. enthalten; 17—38, Kiel 
seit 1858, fast alle auch in den Jahrbb. 
f. Landeskunde. Gesellsch. für Geschichtsforschung, Quellensammlung ders. Bd. 1, Kiel 
1862; Bd. 2 ebd. 1863. 1865. Bd. 3 
ebd. 1865. Bd. 4 ebd. 1875. Darin: 
Bd. I : Chron. Holtzatiae auct. Presb. 
Brem. ed. Lappenberg. Bd. 3: Chron. 
der Nordelb. Sassen. Bd. 4: Scriptores 
minores rerutn Slesv. - Holsatensium ; dar. 
. S. 73—126: Visio Godeschalci ed. Usinger; 
127—204: Analecta ad hist. Novimonasterii, 
ed. Nie. Beeck (versus de Vicelino, epist. 
Sidonis; de translacione Vic.; versus de 
venerando Vic.; de venerabili Vic.; ordo 
praepositorum); 205—28: deinclitoAdolpho, 
ed. Nie. Beeck; 229ff.: Analecta Cisma- 
rensia, ed. K. Kohlmann (dar. 231—53: 
Hist, de duce Hinrico Leone et Hinrico 
abbate post episcopo Lubicensi). — — ■—■ — —, Ürku n den sa m m 1 u ng 
ders., hrsg. v. Michelsen, Waitz, Jessien, 
Hille u. a. 4 Bde. Kiel 1839—70. Bd. 1, 1839—49: Preetzer Urkunden (enth. 
auch d. Preetzer Dipl, von Jessien); Bd. 
2, 1842—58. Bd. 3, 1; 1852, Urk. d. 
Kloster Ahrensböck (enth. auch das 
Ahrensböcker Dipl, von Jessien). Bd. 3, 
2; Fehmersche Urkunden, 1870. — — —, Zeitschrift ders., 1870—74 (= Archiv d. schlesw.-h.-1. Ges. usw. 
4. Folge.) — Sodann 1875 ff. nur unter 
dem ersteren Titel (citiert als »Hist. 
Zeitschr.«). Schmahl, H., die Orgel in der Kirche zu Alt- 
Rahlstedt. Hamburg 1880. Schmid, Lud. H., Versuch einer histor. Beschr. der Stadt Altona. Altona 1747. 40. 
Schmidt, über die Probstei, Prov.-Ber. 1812, 
261 ff. Schmidt, Rob. (Schm.), die eliemal. Stifts¬ 
kirche der regul. Chorherren Augustiner- 
Ordens zu Bordesholm. Darmstadt 1881. 
Mit Aufnahmen. —, —, Schloss Gottorp , ein nordischer 
Fürstensitz. Ein Beitr. zur Kunst-Gesch. 
Schl.-H.’s. (Kiel) 1887. —, —, das Marmor - Grabmal König 
Friedrichs I. im oberen Chor des Domes 
zu Schleswig. (Kiel) 1887. i Bl. Aufnahme 
quer 40. mit 2 S. Text. Schneider, F.,Besprechungder» Vizelins-K.«inder 
»Deutschen Litteratur-Zeitung« 1884, 1547h Scholtz, Heinr., das christl. u. wieder bevölkerte 
Wagerland, Ploen 1737 [ohne Aus¬ 
beute], —, —, kurzgefasste Nachricht von der Stadt 
Heiligenhafen in Wagrien usw. Ploen 
1743 [noch sehr brauchbar]. Scholz, Notizen über d. Ksp. Bovenau, Prov.- 
Ber. 1824, 3, 61—80. 4, 62—81. Schröder, H., Versuch e. Gesch. des Münster- 
dörfischen Consistoriums, Mich. u. Asm. 
Archiv3, 201—65; 4,63—266; 5,341—409. 
—, —, die Gräber in Itzehoe, »Itzehoer Nach¬ 
richten« 1882, Nr. 95 ff. —, J. v., Darstellungen von Schlössern u. 
Herrenhäusern der Hzgt. Schl., H. u. L., 
vorzugsweise aus d. 16. Jahrh. Hamburg 
1862. [Enthält weniges nach Braunius, 
Lindeberg, dän. Vitruv , sonst nur nach 
Henninges’ Stammtafel der Ranzau. Schrö¬ 
der ist leider in der Behandlung des Ar¬ 
chitektonischen ohne Kritik verfahren und 
hat des Ammiratus (II, 526) typische, an¬ 
deutende Bilder (zu vergleichen mit denen 
bei Westphalen und Angelus auf Angelus’ 
Karte) für getreue Ansichten genommen, 
da doch die Bildchen, wo sie nicht ander- 
weit richtig zu stellen und zu prüfen sind, 
für die Erkenntnis fast ohne Wert sind, 
(vgl. Tüschenbeck, Breitenburg, Nütschau 
u. a.). Wir sehen daher bei Schröder, 
in der Vergrösserung und Vergröberung, 
fast stets Hausteinhäuser, einstöckig, mit 
Weglassung der Scheunen, Wälle, Neben¬ 
gebäude. Den Angelus hat Sehr, gar nicht 
zugezogen; der liefert aber gerade das Beste.] 
—, —, Topographie des Hzgt. Schleswig. 
2. Aufl. Oldenburg 1854. [Das Buch ist 
zwar in vielem veraltet und von Trap über¬ 
troffen, aber im Historischen fast überall 
auch dessen Grundlage.] —, —, der Altar der Domkirche in Schleswig. N. st. M. 1, 269—283. —, •—, der kleine Altar der D.-K. in Schlesw. 
N. st. M. 1, 646 f. —, —, Geschichte u. Beschreibung der Stadt 
Schleswig. Schleswig 1827. Schröder, J. v., und Herrn. Biernatzki, Topo¬ 
graphie der Hzgt. Holstein u. Lauen¬ 
burg, des Fürstent. Lübeck, von Hamburg 
u. Bremen. 2. Aufl. Oldenburg 1855/56. 
2 Bde. [Ein Werk, welches noch heute 
der Stolz des hies. Landes ist durch die 
gediegene und unendl. fleissige Sammlung 
von Nachrichten, die genaue Darstellung, 
das verständige Urteil.] —, Beschreibung des Brüggemannschen Altars, 
mit Bemerkungen von Hoyen. Schleswig, 
o. J., Druckerei der »Schleswiger Nach¬ 
richten«. Citiert »Schröder-Hoyen«. —, Karsten, di t m. Ch ronik, hrsg. v. Kolster, 
hist. Zeitschr. 8 (1878).
		

/Sponsorzy_051_07_0071.djvu

			Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. 53 S(chulz), J. H., topogr. Beschr. des Hzgt. 
Holstein. Kiel 1772, mit kleinem Stich 
Kiels von F r i t z s c h. Schulze, J. H., Ursachen vom Verfall der Stadt 
Neustadt. Lübeck 1798 [ohne jegliche 
Ausbeute]. (Schwabstedt), ein Aufsatz von H. D. über d. 
Schwabstedter Altar. »Kieler Zeitung« 
1883 .... Schwarze, N. H., Nachrichten von d. Stadt 
Kiel, hrsg. u. verm. v. J. H. Fehse, 
Flensb. 1775. (Seester) s. Lönnerus. Seestern-Pauly, Fr., Beiträge zur Kunde 
der Gesch., sowie des Staats- und Privat- 
Rechtes des Hzgt. Holstein. 2 Bde. 
Schleswig 1822. 1825. —, —, Mater, zur Gesch. d. Klosters Ueter¬ 
sen; im vorgen. Werke II, I—68. 
Seubert, A., allgemeines Künstler-Lexikon. 2. Aufl. 1882. SOmn., de, s. Ranzau. Sothmann, M. H., Oldeslo, oder älteste Ge¬ 
schichte der Stadt Oldesloe in Holstein, 
Prov.-Ber. 1820 u. 1821. Spangenberg, Cyr., Chronikon, In welchem 
der Graffen Zu Holstein Schaumburgh Stammbaum deutlich beschrieben 1602. Stadthagen 1614. fol. 
statz, V. und G. Ungewitter, got. Muster¬ 
buch, mit einer Einleitung von A. Reichens- 
perger. 18 Lieflf. 1856—61. kl.-fol. 
Steinmann origines fratr. . . . kal. s. West- 
phalen, mon. V. Stemann, zur Gesch. von Rudekloster; 
in Prov. - Efterr. von Juel og Knudsen. 3. Bind. S. 145—86. (1862.) Stoehr, Hans Adam, deutscher Künstler-Ka¬ 
lender. Berl. u. Stuttg. 1884. Stoltenberg, Th., aus alten Zeiten; e. 
Stück Chronik der Gettorfer Gemeinde. 
_ Kiel 1880. Störzer, Aufs. Uber die Neustädter Orgel im 
»Neustädter Wochenblatt« 27. Jan. 1887. 
Suhm, P. F.. critisk Historie af Danmark 
udi den hedenske Tid. 4 Bde. Kjabenh. 
1774—81. Taillefas, J., Skizzen einer Reise nach Hol¬ 
stein, bes. d. Probstey Preetz 1817. 
Hamburg 1819. Terpager, P., Ripae Cimbricae seu urbis Ri- 
pensis in Cimbria sitae descriptio etc. o. 
O. u. J. ThaulOW - Museum, Katalog der Holzschnitz¬ 
werke u. Intarsien im Th.-M. in Kiel, v. 
H. Dose. Kiel 1884. 207 S. 8°. (Mit sehr ausführlichen Beschreibungen.) 
Thomas, Strand- und Haidebilder. Altona 1846. 
Thomsen, E. A., Beskrivelse over Soender- 
borg og Augustenborg Slotte. Flensb. 
1865. Thorsen, P. G., den danske Runemindes- 
maerker foreklarede. 1. Afd. (Slesv.) 
Kj^benh. 1864. Tidende, illustr., Kjebenh. 1861, no. 109. 
1865, no. 321. Top. bedeutet Topographie; Topogr. Schleswigs 
s. v. Schröder; Topogr. Holsteins s. v. 
Schröder u. Biernatzki. TorquatuS, Alex. Jul. — a Frangipani, Stiftung 
der Univ. Kiel, 1666, dabei Stiche, so n. 6: 
Einzug des Herzogs in Kiel [ohne Ausbeute]. Tourist s. (Marstan). Trap, J. P., statistisk-topograph. Beskrivelse af 
Danmark. (Enthält in der ersten Auflage 
in dem Jütland behandelnden Abschnitt 
auch das Nötige über Mögeltondern und 
die vormals Jütischen Teile Schleswigs. 
Daraus besonders:) —, —, statist.-topograph. Beskrivelse af Her- 
tugd. Slesvig. Kj^benh. 1864. [Mit 
vielen u. guten Steingravierungen, Ansichten, 
Rissen, Plänen. Die architektonischen Be¬ 
schreibungen von etwa 50 Kirchen, nemlich 
fast alle ausführlicheren mit Ausnahme der¬ 
jenigen über den Dom zu Schleswig und 
die Hadersleber. Marienkirche, stammen 
vom Verf. der »Tuffkirchen«, J. Helms. 
Anderes hat Kornerup, manches Winstrup 
beigetragen. Die Bilder sind für unser 
Buch erworben, und in demselben wieder¬ 
gegeben.] Trede, J., Topographie beider Ditmarschen. 
Schleswig 1837. Urkundenbuch, Hamburgisches, s. Lappenberg. —, Bist. Lübecker, s. Leverkus. —, Preetzer, s. Urkundensammlung der Schles- 
wig-Holst.-Lauenb. Gesellsch. f. Geschichts¬ 
forschung. Vernon, Reisebericht von 1702, übers, in 
Falcks Archiv 2, 317 ff. Viethen, Anton, Beschr. u. Gesch. des Landes 
Ditmarschen, hersg. v. Fabricius. Ham¬ 
burg 1733. 4°. Vischer, Fr. Th., kritische Gänge. Neue 
Folge. 2. Bd. Stuttg. 1873 (S. 186—95, ein 
Gang am Strande, über Brüggemanns Altar). Vitruvius, den danske (von Thura). Der dän. 
Vitruv, enthält die Grdr., Aufr. und 
Durchschnitte der merkwürdigsten Gebäude 
des Königreichs Dänemark u. der kgl. 
deutschen Provinzen. 2 Bde. fol. Bd. 2 
Kopenh. 1749; deutsch, dänisch u. fran¬ 
zösisch. Viz.-K. s. R. Haupt. Volbehr, Fr., Beiträge zur Gesch. der Chri¬ 
stian - Albrechts - Universität zu Kiel. Mit 
4 lithogr. Abb. Kiel 1876. —, —, Einweihungsfeier des neuen Kieler 
Univ.-Gebäudes. Kiel 1876. Mit Abb. 
des alt. und d. neuen Hauses. —, —, in den »Mitteilungen der Ges. für 
Kieler Stadtgeschichte« : d**
		

/Sponsorzy_051_07_0072.djvu

			54 Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel. i) Dr. Fr. Volbehr, Kieler Freihäuser 1877. I 
3) u. 4) Dr. Fr. Volbehr, Beitr. zurTopogr. | 
der Stadt Kiel in den letzt. 3 Jahrh. 1) Schloss und Stadt. Mit 3 Lithogr. | 1881. [Diess sich im wesentlichen auf die 1 
Baugeschichte beschränkende Werk ist das j 
Beste, was in dieser Weise über eine Stadt 
im Lande vorliegt.] Volbehr, Fr., Katalog zur Ausstellung von Ge¬ 
mälden u. Skulpturen Schleswig-Holstei¬ 
nischer Künstler zur Erinnerung an das 
25jährige Bestehen der Kunsthalle in Kiel. 1882. Volksbuch, schlesw.-host., s. G. Biernatzki. Vosmaer, Rembrandt Harmens van Rijn , Sa 
vie et ses ceuvres. La Haye 1866. Waldemars Erdbuch. Liber Census Daniae 
(= Kong Waldemars Jordbog) tempore 
Regum Waidemari II. et Christophori I. 
confectus, ex cod. membr. Holmensi co- 
aevo descriptus 1754 notisque illustratus 
a J. Langebekio et postea editus a P. F. 
Suhm 1790, in: Scriptores rerum Danica- 
rum medii aevi, quos collegit Jacobus 
Langebek. Post mortem viri beati re- 
cognovit Petrus Fridericus Suhm. Tom. 7. 
Havniae 1792 fol. (Wandsbeck), Nachrichten von der Gesch. u. 
Verfassung d. adel. Gutes W. in Holstein. 
Hamburg 1773. (—), Aufs, über W. im »Schlesw.-Holst. Sonn¬ 
tagsblatt«, 1879, 251 f. Warnstedt, A. v., Rendsburg, eine holst. 
Stadt u. Festung. Kiel 1850. —, F. v., über Alter turns-Gegenstän de. E. Ansprache, Kiel 1838. —, —, die Insel Föhr. Schleswig 1824. Weigelt, G., die nordfriesischen Inseln 
vormals und jetzt. Mit 2 Karten. Plam- 
burg 1858. Weiibach, Philip, dansk Konstnerlexikon 1878. Weinwich, Niels Henr., Maler-, Billedhugger-, 
Kobberstick-, Bygnings- og Stempelskiärer- 
Kunstens Historie i Danmark og Norge. 
Kj#benh. 1811. Wendell, J. G. F., Beschr, der inhaltsreichen 
Altstädter St. Marienkirche in Rends¬ 
burg. Rendsb. 1817 [höchst löbliche Zu¬ 
sammenstellung] . Westphalen, mon. = Westphalen, Ernest. Joach. 
de, monumenta ineditarerumgermanicarum, 
praecipue Cimbricarum et Megalopolensium. 4 Bde. Leipz. 1739—45. fol. —, icon. = —, —, Mus. Cimbricum Iconum; 
Sammlung von Handzeichnungen und 
Stichen in einst 14 Bänden, wovon 2 auf 
der Kieler Bibliothek. [Nur der, welcher 
die Heiligenbilder enthält, hat Ausbeute 
geliefert; die Zeichnungen sind aber fast 
ohne Wert. Weitere Bände sollen, nach Mitt. von Hrn. Senator Biernatzki zu Ahrens- 
böck, nach Jersbeck gelangt sein.] 
Westphäl. Inventar der Bau- und Kunstdenkm. 
von A. Nordhoff: Bd. 1, Kr. Hamm 
ist zu Münster um 1880 erschienen. 
Wiegmann, Chr. L., kurzgef. Geschichte der 
ehr. Rel. und des Kirchenwesens in den 
dän. Staaten; bes. in Schlesw. u. Holst. 
Kiel u. Flensb. 1840. [Ohne Eigenes für 
uns, obwohl eine fleissige Zusammenstellg.] 
Wiese, H. Fr., Nachrichten von dem Ksp. 
Schönkirchen. Mit Bildern u. Karten. 
Schönkirchen 1885. (Wolff.) Aus Flensburgs Vorzeit. Bei¬ 
träge zur Geschichte der Stadt, Hrsg, in 
zwanglosen Heften. Hft. 1, Flensb. 1887. 
Darin: II. A. Wolff: Flensburger Hexen- 
processe. VI. A, Wolff: Miscellen 1—9. 
(Nr. 4: das Haus der Königin). Wolff, C. W., aus Brunsbüttels vergangenen 
Tagen. Itzehoe 1873. Wolf u. Hanssen, s. Hanssen u. Wolf. 
Wolfhagen, F., Beschr. der Stadt Tönning, 
Friedrichstadt 1838. —, —, dasselbe. N. st. M. 4 (1836) 669—742. 
Worsaae s. Danske Mindesmärker. (Z.) bed. Nachweisung im Gebrauch zürück- 
gesetzter kirchlicher Gegenstände, 1882 
vom kgl. Consistorium erhoben und von 
demselben dem Verf. zur Benutzung ge¬ 
boten. Zesen, Filip v., Beschreibung der Stadt Amster¬ 
dam. Amsterdam 1664. Zöpfl, Heinr., die Rulands-Säulen. Leipz. 
u. Heidelb. 1861. Uebersicht über die Schleswig-Holstein beh. Zeitschriften. 1787—98: Schlesw.-Holst. Prov.-Berichte; 
1799—1800: Schlesw.-Holst. Blätter für Polizei 
u. Cultur; 1801—3: Blätter für Polizei u. Cultur; 
1804—10 ist nichts erschienen, dann 1811—16: 
Neue Schlesw.-Holst. Prov.-Berichte; 1817—30: 
Schlesw.-Holst.-Lauenb. Prov.-Berichte; 1832 
—34: Neue Schlesw.-Holst.-Lauenb. Prov.-Berr. 
(1787—1803 unter Leitung von Niemann, 
1810—30 von Petersen, 1832—34 von Hartw. 
Peters). — Dann folgt das Archiv der schlesw.- 
holst. - lauenb. Ges. für vat. Geschichte: I, 
1833—43 unter Leitung von Michelsen und 
Asmussen. II, Neue Folge 1844—51 (= Nord- 
albingischeStudien. 6Bde.), III, 3. Folge 1857 
—69 = Jahrbücher für die Landeskunde, unter 
Leitung von Handelmann und Lehmann. IV, 
4. Folge 1870(1. (Zeitschr. d. Ges. u. s. w. 
= hist. Zeitschr.). Danebenher gehen: 1821 
—31 Carstens u. Falck, Staatsbürgerl. Magazin; 
1832—41 Falck, Neues staatsb. Magazin ; 1842 
—47 Falck, Archiv f. Gesch. u. s. w. 1884/85: 
Schlesw.-Holst. Jahrbücher, red. v. W.Biernatzki.
		

/Sponsorzy_051_07_0073.djvu

			UEBERSICHT DER MEISTER BEARBEITET VON JOHANNES BIERNATZKI. A. BAUMEISTER, B. BILDHAUER, C. MALER, D. GIESSER, 
E. ANDRE BERUFSZWEIGE. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. I
		

/Sponsorzy_051_07_0074.djvu

			Das Meisterverzeichnis zerfällt in 5 Abteilungen. Vier grosse Gruppen sind 
für sich genommen, jede mit Einschluss der zugehörigen Gewerke, während die 
fünfte alles übrige zusammenfasst. So schien es handlich und übersichtlich zu 
sein. Für die Rechtschreibung älterer Namen sind die allgemein geltenden Regeln 
massgebend gewesen, zahllose unwesentliche Schwankungen aber, als dem Zwecke 
eines Registers fremd, nicht mitgebucht. So blieb auch leidei füi Quellenangabe 
im Einzelnen kein Raum. Hoffentlich wird es mir vergönnt sein, sie an anderm 
Ort zu geben. Sämmtliche Nachrichten betr. ältere einheimische Meister sind, 
wo nicht ausdrücklich das Gegenteil bemerkt ist, den Quellen selbst, die 
sie beurkunden, entnommen. So sind sie zuverlässig und neu. Weniges boten 
die Künstlerlexika. Nachrichten der Gegenwart beruhen fast stets auf Angaben 
der Meister selbst, bezw. amtlicher Quellen. Nicht sichres ist ausgelassen. Bei dem 
bis in die Zeit der Drucklegung ununterbrochnen Zuströmen neuer Namen konnte 
nicht allen eine gleichmässige Behandlung zugewendet werden. Manchen älteren 
Namen auch deshalb nicht, weil in der gegebenen Zeit von den 5—600 Archiven 
der Provinz nur etwa der sechste Teil methodisch durchforscht werden konnte. Was also vorliegt, ist ein bescheidner Anfang dessen, was zu erieichen ist. Allseitig hat die Arbeit Entgegenkommen und Förderung von Seiten der 
Archivverwaltungen gefunden. Den Hrn. Pastor Schulz in Mildstedt, Direktoi 
Detlefsen in Glückstadt, Cand. Witt daselbst, Pastor Lieboldt in Altona, Archivar 
Buff in Augsburg, Dr. F. Voigt in Hamburg, Stud. Lamotte in Sonderburg, 
u. v. a. danke ich hier für selbsttätige Hülfen. Für Lübecker Giesser hat Dr. Th. Hach ausgiebige Beiträge zur Verfügung gestellt. Anregung aber, Plan, Methode, Anfang und Fortgang, dauernde Freude an der Arbeit inmitten aller Mühen 
schulde ich zu nicht geringem Teil dem Vf. vorstehenden Werkes selbst. Bargum b. Mönkebüll, Jan. 88. J- F. Abkürzungen. erwähnt, 
hergestellt. untergegangen. & Nachtrag. L
		

/Sponsorzy_051_07_0075.djvu

			A. BAU M E I S T E R. (Einschi, der Maurer und Zimmerleute.) Adler, Friedrich, geh. 15. Okt. 1827 zu 
Berlin, besuchte die Universität und Bau¬ 
akademie daselbst, ward später an letzterer 
Professor, Geh. Baurat. Er edierte 1859 »Mit¬ 
telalterliche Backsteinbauwerke des preussi- 
schen Staats«:, war Mitglied des Direktoriums 
der Ausgrabungen zu Olympia u. A. 1882—3 Gaarden PI. Bauzeichnung der 
Kirche. Ambrosius, Maurer. ew. 1597 Schleswig Schloss Gottorf. Anderson, Andreas, Zimmermeister. *H93—6 Krempe Ste. Kirchturm. Arens, Johann August, geb. in Haihburg, 
studierte in Göttingen und Kopenhagen, wo 
er 1780 83 die 4 Preise der Akademie ge¬ 
wann. Nach längerer Studien- und Arbeits¬ 
reise liess er sich in Hamburg nieder, wo er und 
C. F. Hansen »den neuen italienischen Ge¬ 
schmack« einführten und reichliche Beschäfti¬ 
gung fanden. Da er das Handwerk nicht 
gelernt, suchten die Zünfte seine Tätigkeit 
einzuengen. Auch Gartenanlagen rühren von 
ihm her in Hamburg, wie in Weimar. Er 
war fürstl. Weimarscher Baurat und Ehren¬ 
mitglied der Akademie zu Berlin. Zeitlebens 
schwächlicher Gesundheit starb er, am Ner¬ 
venfieber, zu Pisa 1806 Aug. 18. Er hatte 
sich zum Gebrauch der Bäder dorthin begeben. 1800 Wandsbeck Sto. Kirche. Bahrenburg, Jürgen , Zimmermeister aus Stade. *1604 Husum Turmspitze. Bardewiek, Wilhelm, geb. 1715 in Glück¬ 
stadt und daselbst seit 1739 Bürger und 
Mauermeister, wurde späterkönigl.Bauinspek¬ 
tor ebenda und starb als solcher am 25. Jan. 
1778 in seiner Vaterstadt. Am 21. Febr. 
1743 war er zur zweiten Ehe geschritten 
mit Elsabe Struck, die ihn, um wenige Jahre, 
überlebte. 1764—8 Breitenberg Ste. Kirche. 1768—71 Horst Ste. Kirche. Heiligenstedten Ste. Schloss. Beneke, Carsten. *1703 oder 7 Steinbeck Sto. Kirchturm. Binck, Jakob, s. unter den Malern. 1549 Krempe Ste. Festungsplan. Biss, Christian, Mauermeister. Bis 1748 Ploen Rathaus N. Bläser, Jakob, Zimmermeister in Altona, ge¬ 
traut daselbst am 8. Sonntag nach Trinitatis 
1682 mit Jgf. Agnete Plate, reiste 1692 oder 
93, um ein Turmmodell zu sehen, mit zwei 
Altonaer Kirchgeschworenen nach Stade, er¬ 
hielt 94, weil er den Turmbau zu Altona so 
trefflich ausgeführt, von der Kirche einen 
silbernen Becher (191/8 Loth) zur Verehrung. 
Noch 1705 wurden ihm Zinsen aus der Alto- 
naer Kirchenkasse gezahlt. 1688—94 Altona Trin.-Turm. 1703—6 Tönningen Eid. Kirchturm. Borchmann, Hans, Mauermeister. 1618—23 Glückstadt Ste. Kirche. Brauer, J. Adolf, Mauermeister. Bis 1748 Ploen Rathaus N. Biill, Otto, Architekt in Tönningen. 1874 Mildstedt, Hus. h. Bundsen, Axel, Architekt, Sohn eines Holz¬ 
händlers in Assens, Bruder des Malers Jes 
Bundsen, geb. in Assens 1768 Jan. 28, stu¬ 
dierte trotzdem er in der Jugend ein Auge 
verloren, in Kopenhagen, ward wie sein 
Bruder vom Grafen Baudissin unterstützt, 
lebte seit 1796 vorzugsweise in Hamburg, 
wo er 1832 Nov. 21 starb. 1812 Flensburg Friedhofskapelle. Knoop Eck. Husum Entwurf zur Kirche. Bussart, Marten, fürstl. Baumeister, erwarb 
und verkaufte 1529 und 1543 ein Haus zu 
Husum, die frühere Münze, ein bevorrechtetes 
Grundstück. Er war verheiratet mit einer 
Tochter des aus Christiern des II. Geschichte 
bekannten Hans Michelsen und suchte 1536 
bei Christian III. an, dass das mütterliche 
Erbe seiner Frau nicht eingezogen würde. i
		

/Sponsorzy_051_07_0076.djvu

			4 Meister. A. Baumeister. Unter diesem König setzte er um 1550 als 
Architekt des Domkapitels zu Aarhus die 
Spitze auf den grossen Turm des Doms da¬ 
selbst. 1549 Krempe Ste. Festungsplan. *1500 Husum Kirchengewölbe. Castelia, Peter de, Mauermeister in Sonder¬ 
burg, ward Bürger daselbst im Jahre 1590, 
schloss 1599 März 24 mit Herzog Johan 
und der Bürgerschaft den Baukontrakt der 
Kirche zu Sonderburg, begann vielleicht den 
Bau , führte ihn aber nicht zu Ende, denn 
1600 kassiert die Kirche in eignem Interesse 
eine Schuld von ihm ein, und in die Leitung 
des Baues ist anstatt seiner Meister Jakob ge¬ 
treten. 1599 Sonderburg Stadtkirche. Campensis, Walter. Clawes, Maurer, vgl. Cron. Ende des 15. Jahrh. Preetz PI. Kloster. Cornelis, Arent, Baumeister aus Plolland. 1553 Schleuse bei Tondern. Cron, Clawes, Maurer. 1488 oder 89 Preetz Kloster. Czish, Architekt, seit 1883 in Adelaide. Schleswig Michaeliskirche. Delfs, Claus, Zimmermeister. 1776 Rendsburg Marienkirche. Dellin, Kapitän. 1738 Wesselburen Dit. 1. Kirche. Dirik, Meister in Flensburg, s. Linding. DominiCUS (Dämonicus?), Baumeister aus Italien. 1574 Bordesholm Ki. Refektorium. Dose, Cai, hielt sich 1739, als ihn der königl. 
Generalbaumeister Möller als ein geschicktes 
und in der architectura civili wohl fundiertes 
subjectum den Altonaer Juraten empfahl, in 
Schleswig auf und hatte vordem 4 Jahre auf 
Alsen Entreprisen gehabt. Für die Leitung 
des Neubaues der Trinitatiskirche zu Altona 
erhielt er pro Studio et labore 500 Thaler. 
Als er die Hörnerkirche entwarf und aus¬ 
führte, war ebenfalls sein Wohnsitz Schleswig. 1742—3 Altona Trinitatiskirche. 1750—i Nienstedten Pi. 1750—2 Hörnerkirchen Pi. 1754—6 Rellingen Pi. Dreser, Hans. *1488 Leezen Seg. Edens, C, Baurat, geb. 1830 in Süderstapel, seit 67 in Rendsburg. 1876—77 Hamdorf R. Fimp, Hans. 1623 Glückstadt Tore. Gathmann, Jakob, Zimmermeister in Altona. *1666 Altona Trin. Dachreiter. Glüer, Ernst Heinrich, geb. zu Plamburg 
1831 April 31 , studierte seit 1851 in Karls¬ 
ruhe unter Eisenlohr, bereiste Deutschland. 
Italien, verband sich mit C. Remö und baute 
mit ihm gemeinschaftlich die Anscharkapelle 
in Hamburg 1858, die reformierte Kirche m Barmen u. a. Ein rasch zunehmendes Brust¬ 
leiden machte seinem Leben ein Ende 1867 
Aug. 7. 1861—3 Todenbüttel R. Wacken R. Greggenhöfer, Hofbaumeister in Eutin, daselbst 
verstorben im Alter von 60 Jahren und 1779 
beigesetzt Mai 11. *1778 Oldenburg Kirchturm. Greve, Kreisbauinspektor für Stormarn. 1886 Oldesloe Sto. Turm. Gronow, Plans, Zimmermeister. 1571 Neuendorf Ste. Turm. GropillS, Martin Karl Philipp, geb. zu 
Berlin 1824 Aug. 11 , studierte daselbst, 
durch Schinkels persönliche Anregung sehr 
gefördert. Grossenteils mit Schmieden ge¬ 
meinschaftlich hat er in Berlin eine Anzahl 
Villen und öffentliche Gebäude aufgeführt, 
darunter das musterhafte städtische Kranken¬ 
haus im Friedrichshain. Er starb als Mitglied 
der Akademie zu Berlin und Direktor der 
dortigen Kunstschule 1880 Dez. 24. 1872—76 Kiel Plochschule. Haack, Ludwig, Architekt in Kiel. 1863 Kating Eid. Turm. Hansen, Christian Friedrich, Sohn eines 
Lederhändlers, geb. zu Kopenhagen 1756 
Febr. 29, besuchte seit seinem 10. Jahre die 
Akademie, arbeitete unter Harsdorff, reiste 
mit königl. Unterstützung, ward 1785 Mit¬ 
glied der Akademie, gleichzeitig Landbau¬ 
meister in Holstein mit dem Wohnsitz Altona. 
Hier blieb er 20 Jahre, auch mit Privat¬ 
bauten mehrfach betraut. Nachdem er 1804 
in seine Vaterstadt zurückgekehrt, wurden ihm 
grosse Aufträge zu teil (Rathaus, Christians¬ 
borg, Metropolitanschule, P'rauenkirche), und 
1808 ward er Professor der Architekturschule 
und Oberbaudirektor, nachmals Conferenzrat. 
Achtmal war er Direktor der Akademie und 
hat ein Menschenalter hindurch auf die 
Baukunst des ganzen Landes entscheidenden 
Einfluss geübt, eifrig und unerschütterlich in 
Anwendung der Grundsätze einer falschen 
Klassizität, praktisch befähigt, tieferer Auf¬ 
fassung baar. Im Alter edierte er ein Pracht¬ 
werk über seine wichtigsten Bauten. Seine 
Büste, von H. E. Freund, steht im Ver¬ 
sammlungszimmer der Akademie. Im Jahre 
1828 endete seine praktische Tätigkeit, er 
lebte bis 1845 Juli 10. 1798—1800 Perdöl PI. Haus. 1816 Ploen Rathaus Entwurf N. 1828— 34 Neumünster Ki. Kirche. 1829— 33 Husum Kirche. Krummendiek Ste. Haus. Vgl. Krtmpe Ste. Kirche. Hansen, Franz, Baumeister aus Reinbeck. 1778 Oldenburg Kirche. Hansen, Johan Matthias, der Neffe des 
obenerwähnten C. F. Hansen, Sohn eines 
königlichen Lakais, geb. in Kopenhagen
		

/Sponsorzy_051_07_0077.djvu

			Meister. A. Baumeister. 5 1781 April 10, ward unter seinem Oheim I 
herangebildet, besuchte die Akademie. trat 
1804 in seines Oheims Privatpraxis in Altona 
ein, ward 1830 daselbst als Stadtbaumeister 
constituiert, legte dies Amt nach wenigen 
Jahren nieder und starb, nach reger Bau¬ 
tätigkeit, verdient um Altonas gewerbliches 
Fortbildungsschulwesen, 1850 Aug. 29. 1807—10 Quickborn Pi. Breitenburg Ste. Kapelle. Hanssen, J acob , Zimmermann. 1590 Büsum Dit. 1. Turm li. Heylmann, Friedrich Christian, geb. in 
Altona 1809 Febr. 15 , gebildet in Kopen¬ 
hagen unter C. F. Hansen, war 1S28—36 
königl. Bauinspektor für Holstein und blieb 
auch später in Altona tätig. Er baute in 
der von seinem Lehrer so entschieden zur 
Geltung gebrachten Weise. 1828—35 Krempe Ste. Kirche. Neustadt Old. 1 Rathaus. Heyn, Johannes B., geb. 1842 in Hamburg, 
besuchte seit 59 das Polytechnikum in 
1 lannover, arbeitete bei Plase, ging 67 nach 
Wien und ist seit 70 in Hamburg als Privat¬ 
architekt tätig. 1872 Nortorf R. Kirche. Hillebrand, E. , geb. 1840 zu Osnabrück, er¬ 
lernte das Maurer- und Steinhauerhandwerk, 
ward Schüler von Hase in Hannover, Un¬ 
gewitter in Cassel, gab des letzteren »Land- 
und Stadtkirchen« heraus. 66 als Bauführer 
in Schleswig angestellt, erlangte er 68 daselbst 
die Qualifikation als köngl. Baumeister und 
siedelte 72 nach Hannover zurück. 83 ward 
er zum Stadtbauinspektor für Hannover er¬ 
wählt , gab aber 87 dies Amt wieder auf 
und ist seitdem als Privatarchitekt tätig. 1872 Schleswig Friedrichsberg Kirchturm. 1881 Elmshorn Pi. Kirchturm. Hintz, Mauermeister. 175° Ploen Brückenbau N. Holm, Johann Friedrich, vor 1848 Bau¬ 
führer bei Bauinspektor Meyer in Schleswig, 
später Privatarchitekt in Rendsburg, in den 
sechziger Jahren zum Bauinspektor für den 
nördlichen Teil Schleswigs, mit dem Wohn¬ 
sitz Flensburg, bestellt, ward 1866 auch für 
den südlichen Teil des Herzogthums zum 
Bauinspektor ernannt. Dann führte er vom 
f. Mai 1870 an, erst commissarisch, dann 
definitiv, die Baugeschäfte im Baukreis 
Stormarn, mit dem Charakter als Baurat 
und dem Wohnsitz Altona. Er hat in Holstein und Schleswig eine 
Reihe von Kirchen durchgreifend, leider auch 
schonungslos restauriert. Als sein haupt¬ 
sächlichstes Werk gilt der Meldorfer Turm. 
Ob auch das Rathaus zu Oldenburg von ihm 
herrührt, scheint nach der Jahreszahl 1828 zweifelhaft. 1852—4 Rendsburg Marienkirche h. 1856 Petersdorf Old. 2. h. 1857—9 Kotzenbüll Eid. h. 1862 Bünstorf Eck. h. 1863 Heiligenhafen Old. 1. Kirche h. 1871 Meldorf Dit. 2. Kirchturm. 1872—5 Koldenbüttel Eid. h. Höncke, J. G., Zimmergesell. 1787 Schleswig Schloss Gottorf Treppe. Horn, Zimmermeister aus Buscnwurt. 1742 Windbergen Dit. 2. Jakob, Baumeister, nicht in Sonderburg doch 
auch nicht weit davon ansässig, da er für 
seine Plinkunft nur 1 Reisetag vergütet 
bekam. 1600 Sonderburg Stadtkirche. Jardin, Nicolas Henri und Louis Henri, 
zwei Brüder, geb. zu St. Germain des Noyers 
1720 und 30, wurden um 1750 nach Kopen¬ 
hagen berufen, und königl. Baumeister und 
Professoren der Akademie. Louis Henri, starb 
1759 auf Charlottenborg; Nicolas Henri, für 
die Aufführung der Marmorkirche bestimmt, 
ward Intendant der königl. Bauten, ein viel¬ 
gefeierter und einflussreicher Mann. Um 
1770 kehrte er nach Frankreich zurück, wo 
er im Jahre 1799 starb. Er war Mitglied 
der Akademien in Florenz, Bologna, Marseille, 
Kopenhagen. 1751 Börstel Sto. Jürgen, Zimmermeister. 1690 Mildstedt Hus. Turm h. Kabelens, Hans, Maurer. Ende des 15. J. Pretz PI. Kloster. Karies, Nickels, königl. Baumeister, macht 
1587 Nov. 6 in Flensburg eine Klage wider 
Hans Wildfang anhängig, ist indessen nicht 
als in dieser Stadt ansässig nachzuweisen. 
Am 11. März des folgenden Jahres reicht er 
in derselben Sache eine Klagschrift ein. 1582 Glücksburg Fl. 2. Kikse aus Segeberg. 1683—4 Rendsburg Mar. Turmspitze. Köhler, Kreisbaumeister in Brandenburg. Schleswig Michaeliskirche. Koler, Hans, Baumeister aus Kiel. 1495 Preetz PI. Kloster. Koster, Hans, Zimmermeister aus Albersdorf. 1615 Büsum Dit. 1. Turm h. Krüger, Herr mann Georg, geb. in Schles¬ 
wig 1815 Juli 4, besuchte die polytechnische 
Schule zu Hannover 1830 — 35, studierte 
38—39 in Berlin unter Strack und Bötticher, 
trat 42 in den dänischen Staatsdienst, ward 
47 zum königl. Bauinspektor für Holstein er¬ 
nannt. Im Jahre 81 auf sein Ansuchen pen¬ 
sioniert, wohnte er in Ploen, nunmehr in Kiel. 1850 Rendsburg Marienkirche h. 1850 Ascheberg PI. 1858 Bordesholm K. h. 1864 ff. Segeberg Sto. Kirche h. 1866—68 Ploen Kirche.
		

/Sponsorzy_051_07_0078.djvu

			6 Meister. A. Baumeister. Kuhn, J. Chr, Maurergeselle. 1787 Schleswig Schloss Gottorf Treppe. Kul, Jürgen, Zimmermeister. 1660 Bünstorf Eck. h. Kuntze, Maurermeister, brach 1762—63 oder 1747 Breitenburg Ste. ab. Lassen, Hans, Zimmermann aus Bönstrup, 
vielleicht der Sohn Lass Thomsens s. das. 1614 und 16 Grundhof Fl. 2. Turm. Lerick, Peter. Der Name begegnet in Flens¬ 
burg 1515, 18, 20, 39, als der eines Bürgers 
und Hauseigners im Ramshart. Im Jahre 
1548 war er gestorben, mit Plinterlassung 
einer Witwe Margareta und zw'eier Söhne, 
Hans und Jürgen. Ein Bruder oder Schwager 
von ihm war Claus Murmester. Sein Haus 
erwarb Asmus Lerick oder Goltsmith. 1521 Quern Fl. 2. Gewölbe. Levon, Baumeister des Herzogs Friedrich Adolf, um 1750 Ranzau PI. h. Linding, Dirick, Mauermeister, begegnet 1585 
in der Kirchenrechnung St. Nie. Flensburg. Als 
man ihn 1589 für St. Mar. in Anspruch nahm, 
ward er samt seinen Gesellen von Rends¬ 
burg geholt, ebenso 95. Von da an aber 
bis 1616 erscheint er alljährlich und auch 
mit kleinen gelegentlichen Reparaturen an 
Flensburger Kirchen, sowie am Kloster be¬ 
traut, so dass man ihn für einen Einhei¬ 
mischen halten muss. 1589 Flensburg St. Mar. Giebel und Garve- 
kammer. Lohmeyer, Carl August Wilhelm, geb. zu 
Ahrensburg am 20. Sept. 1824, Sohn eines 
Apothekers, beendete 46 seine Studien in 
Berlin, reiste, ward 48 Inspektor derOldesloer 
Saline und 52 Landbauinspeklor für Lauen¬ 
burg. Als solcher in Ratzeburg ansässig, hat 
er im Laufe von 30 Jahren eine grosse An¬ 
zahl öffentlicher Bauten des Herzogtums aus¬ 
geführt. In seinen letzten Lebensjahren be¬ 
schäftigten ihn die Vorarbeiten zur Korrektion 
des Stecknitzkanals zwischen Lübeck und 
Lauenburg. Er starb als Baurat um 1883. 1880 Trittau Sto. Kirche. Martens, Gustav Ludolf, geb. 1818 Oct. 20 
zu Wismar, durchlief das Gymnasium, lernte 
in Schwerin und Kopenhagen, studierte in 
Wien, in München, baute 6 Jahre lang mit 
Ungewitter zusammen in Hamburg, trat 48 
als Lieutenant ins Tannsche Freicorps. Aus 
Schleswig verwiesen, wandte ersieh 1853 nach 
Kiel, wo er seit 65 Stadtbaumeister gewesen 
ist. Er starb am 7. Jan. 82. Als Stadt¬ 
baumeister entwickelte er in der sich schnell 
erweiternden Stadt eine eingreifende Tätigkeit. 
Bei seinen Bauten verfolgte er das bestimmte 
Ziel, bei uns zu lande den mittelalterlichen 
Backsteinbau neu zu beleben. 1867—68 Elmschenhagen PI. Kiel Nie. Pläne zur Restauration. Mastricht, Peter van, Baumeister, Bürgerin 
Tönning, Hauseigner, Mitrehder, also wol 
begütert. Im Jahre 1593 klagte er mehrere 
Ausstände ein. Am 4. Juni 1605 war er 
verstorben, ohne sehr nahe Erben, denn als 
im folgenden Jahre auch seine Witwe Marie 
starb, verfügten Seitenverwandte über das 
Haus auf Norwegen, wo Meister Peter ge¬ 
wohnt. 1601 Husum Rathaus. Matzen, Asmus, ein angesehener Bürger Flens¬ 
burgs, wolhabend, handeltreibend, Haus¬ 
eigentümer, ob Maurer oder Zimmermann, 
steht dahin. Schon 1571 bewohnte er sein 
hart an die Kirche St. Nicolai angebautes 
Haus, 74—75 finden wir ihn als Kirch- 
geschworenen und Rechnungsführer für diese 
Kirche, 85—87 führt er, in musterhafter 
Weise, die Klosterrechnung, und 1588—89 
und 1602—3 verwaltet er die Kämmerei. 
Seit 85 gehörte er zum Rat. Ein fähiger, 
tüchtiger Mann, vertritt er das seiner Obhut an¬ 
vertraute Hospital in Rechtsangelegenheiten, 
kauft für den Turmbau St. Nie. die Materialien 
zusammen u. s. w. Er war freigebig; so 
schenkte er 1590 der Kirche den grossen 
Stein vor der Südertür u. a. ; einmal als 
Kämmerer streckte er dem von ihm Ver¬ 
urteilten die Brüche vor. Als der bekannte 
Commentator des Jütschen Rechts Blasius 
Eckenberger 1606—8 mit so vielen in Streit 
geriet, begegnete ihm auf seiner Schreib¬ 
kammer Asmus Matzen so energisch, dass 
sie, zwei alte Leute, fast handgemein wurden. 
Im Jahre 1611 ward er mit grossem Pomp 
in St. Nie. bestattet, wo er sich und seiner 
Plausfrau Thale schon längst ein Grab ge¬ 
sichert. Auch St. Marieen läutete. Nahe 
Erben, so scheint es, hinterliess er nicht. 1582 f. Flensburg St. Nie. Turm. Meyer, W ilhelm Friedrich, am 15. Oct. 1799 
zu Kopenhagen von deutschen Eltern geboren, 
bildete sich in seiner Vaterstadt zum Bau¬ 
meister, arbeitete seit 1821 als Bauführer in 
Schleswig und wurde hier 23 zum Bau¬ 
inspektor erst konstituiert, später definitiv er¬ 
nannt. In dieser Stellung verblieb er bis an 
sein Ende. Er starb auf einer Amtsreise 
am 17. Jan. 66 in Friedrichstadt. 1845—47 Süderau Ste. Kirche. Moldenschardt, PI ei nr ich, geb. 1839 Jan. 25 
zu Fiefbergen in der Propstei, studierte 
56—59 in Hannover, und 60—61 in Zürich 
unter Semper, arbeitete dann in der Schweiz, 
bis er sich im Oktober 67 in Kiel nieder- 
liess, wo er bald eine vielseitige Tätigkeit 
entfaltete, namentlich auch mit Innenaus¬ 
stattungen mehrfach betraut. 1866 Bornhövd Seg. Turm. 1872— 4 Schlamersdorf Seg. 1873— 4 Kid> Haus der Gesellschaft frei¬ 
williger Armenfreunde.
		

/Sponsorzy_051_07_0079.djvu

			Meister. A. Baumeister. 7 1874 Lebrade PI. Turm. 1876—77 Kiel Thaulowmuseum. 1880 Hohn R. Galmsbüll To. 2. Riss zur Kirche. Mose, J. E., geh. 1825 zu Frankenstein in 
Schlesien, besuchte die Bauschule zu Berlin, 
kam 46 zuerst nach Holstein, Hess sich im 
Jahre 51 in Preetz, 66 in Kiel nieder. Er 
hat eine grosse Reihe von Schlössern und 
Herrenhäusern in Schleswig - Holstein umge¬ 
baut und erweitert, andere, wie Salzau, neu- 
aufgeführt. Ausserdem war er mit Befestigungs¬ 
arbeiten in Friedrichsort betraut, sowie mit 
-dem Bau und Wiederaufbau der ausgedehnten 
Mühlenanlage Neumtihlen bei Kiel. 1851—3 Pleiligenstedten Ste. 1858 Neuhaus PI. Kapelle. 1881—83 84 Salzau PI. Ktihren PI. 1887 Preetz PI. Kloster-Kirche Nordschiff. Narten, W., Baurat in Cassel. I^79—82 Meldorf Dit. 2. Kirche h. Niemeister, Klaus, Maurer in Tönningen, 
ward Bürger daselbst 1609 oder 10, war 
Meister, hielt Gesellen 1617, ward 38 zum 
Vormund bestellt u. s. w. Wie er selbst 
1610 im Gegensatz zu einem älteren Junge 
Claus Müermann genannt wird, so findet sich 
1651 neben ihm ein Junge Claus Niemeister. *1623—7 Kating Eid. Kirche Turm N. Nouack. Ingenieur Herzog Christian Albrechts. 1665 Schleswig Schloss Gottorf Festungs¬ 
werke. Orea, Thomas de, Baumeister Herzog Adolfs 
(1544—86), aus Italien berufen. Schleswig Schloss Gottorf. Otzen, Johannes, geb. in Sieseby am 8. Okt. 
1839, studierte 59—61 in Hannover, wurde 
dort seit 62 unter Hase mehrfach bei Kirchen¬ 
bauten beschäftigt, ging 67 als Assistent zum 
Schleswigschen Bauinspektorat, ward 68 königl. 
Baumeister, nahm Urlaub, um den Bau seiner 
ersten Kirche (Altona, St. Joh.) persönlich zu 
leiten, die er gelegentlich der Grundsteinlegung 
ein Erzeugnis ernstester Reflexion nennt, einen 
Versuch, die schwankenden kirchlichen Ideale 
unserer Zeit in allgemein gültigen Formen 
zu verkörpern. Am 15. Nov. 1869 siedelte 
er nach Lichterfelde bei Berlin über. Sein 
jüngstes Werk in Schleswig-Holstein ist die 
Jacobikirche in Kiel. 1668—73 Altona St. Johannis. 1878 Flensburg St. Nie. Turm. 1880 daselbst St. Mar. Turm. 1881—3 Altona St. Petri. Pachewall, ein Franzose. 1620 Glückstadt Ste. Festungsbau. Pape, Joh an, aus Neuendorf, 1647, wo er 
die Turmspitze zu Wüster reparierte, als Bau¬ 
meister und Bürger zur Krempen bezeichnet. 1654 Krempe Ste. Kirchturm. Pape, Klaus, Zimmermeister. 1681 Neuenbrook Ste. Pelli, Dominico, Bauunternehmer, begegnet 
1705 Aug. 20 als Taufzeuge in Eckernförde 
bei seinem Freunde Joh. Dom. Gallina. Es 
dürfte ein Italiener gewesen sein. Um 1690 Rendsburg Neuwerk. 1702 Schleswig Schloss Gottorf. Pfindeisen, ein Holländer, Bauunternehmer. Um 1690 Rendsburg Neuwerk. Pfister, Hans Adam, Zimmermeister. 1776 Rendsburg, St. Mar. Pieper, O., geb. zu Hamburg 1848, ein Sohn 
des Advokaten Pieper daselbst, empfing den 
ersten technischen Unterricht in Hamburg 
selbst, studierte dann in Hannover unter 
Hase und Köhler. Hierauf ist er von 1871—76 
und dann, nach einer grösseren Studienreise 
1880 sich selbständig dort niederlassend, 
in seiner Vaterstadt praktisch tätig geworden. 1880—83 Siek Ste. Prale, A. W., geboren in Dorpat, besuchte 
das Hamburger Gymnasium und während 
seiner Lehrzeit die Bauschule daselbst, dann 
1870—73 das Polytechnikum Hannover, 
zeichnete längere Zeit bei Baurat Möckel in 
Dresden , führte den Bau der St. Johannes¬ 
kirche daselbst, sodann unter Otzen die 
Turmbauten St. Nie. und St. Mar. Flensburg. 
Seit 1880 ist er in Flensburg selbständig 
etabliert. Die Diakonissenanstalt daselbst, 
das Kurhaus in Grawenstein, die Kirche 
Handewitt und eine Reihe von Villen, im 
Backsteinreinbau, rühren von ihm her. 1883 Sonderburg Kirchturm. Puppe, Antonius, Baumeister Herzog Adolfs 
(1544—86), aus Italien berufen. Schleswig Schloss Gottorf. Reme, Carl, geb. 1831 April 29, studierte 
1850—51 in Berlin, 51—53 in Karlsruhe, 
verband sich im Jahre 55 mit Glüer, baute 
mit ihm gemeinschaftlich dit Anscharkapelle 
in Hamburg 1858 u. A. Er starb am 8. 
Febr. 1874. 1861—63 Todenbüttel R. Wacken R. Richer, Jochim , Zimmermeister. 1618 Glückstadt Ste. Richter, Landbaumeister. 1771—72 Grossenaspe Ki. 1789—93 Kappeln Schl. 2. Schönberg PI. Rieck, Mauermeister. 1816 Ploen Rathaus N. Ritscher, Otto, Architekt in Hamburg. 1882—84 Steinbeck Sto. Roncha, Franz von, Italienischer Baumeister. 1583 Heiligenstedten Ste. Schloss. 1586 Ovelgönne Ste. Rothe, Johan August, Architekt, geb. 1734 
zu Altenburg in Meissen. 1785 Wöhrden Dit 2.
		

/Sponsorzy_051_07_0080.djvu

			8 Meister. A. Baumeister. Runge, Johan oder Hans. 1623 Glückstadt Ste. Kirchturm. Ruse, Henrik, ein Holländer, später zum 
Freiherrn von Rüssenstein erhoben, Ingenieur, 
Generalmajor. 1669—72 Rendsburg Befestigung. 1701 Glückstadt Ste. Festungsbau. Riissenstein, s. Ruse. Scheel, Architekt, Hofrat u. Akademiker in 
Riga, geb. 1829 zu Hamburg. 1874 Sophienhof PI. Kapelle. Schmidt, Heinrich, Baumeister. 1769—70 Niendorf Pi. Schmieden, Architekt, führte in Verbindung 
mit Gropius zahlreiche Bauten in Berlin aus. 1872—6 Kiel Hochschule. Schölten, Jost, Generalmajor. um 1690 Rendsburg Neuwerk. nach 1701 Glückstadt Ste. Festungsbau. Schott, Johan Georg (Jürgen), geb. 
1690, und um 1724 Zimmermeister in Heide, 
starb daselbst als grossfürstl. Landesbaumeister 
1753 Dez- 6- 1724 Pleide Dit. 1. Kirchturm. 1729 Kellinghusen Ste. Kirche. 1730 Neuenkirchen Dit. 1. 1738 Wesselburen Dit. 1. 1740 Eddelack Dit. 2. 1748 Hademarschen R. Schweitzer, C. W., geb. 1824 in Lingen, 
Sohn des königl. hannoverschen Ingenieur¬ 
offiziers Friedrich Wilhelm Schweitzer, be¬ 
suchte das Lyceum sowie das Polytechnikum 
in Hannover, trat hierauf in den hannover¬ 
schen Staatsdienst und blieb bis 1853 beim 
Eisenbahnbau, arbeitete dann 2 Jahre lang 
mit Hase in Hannover, stand 55—73 im 
bremischen Staatsdienst, hauptsächlich bei 
Hochbau- und Eisenbahnarbeiten beschäftigt, 
ward 75 in Kiel als Stadtbaumeister ange¬ 
stellt. Im Jahre 87 ist ihm der Charakter 
als Baurat erteilt. 1877—84 Kiel St. Nie. h. Selmar, Hans. *1703 oder 7 Steinbeck Sto. Solier, Architekt der Gegenwart. Schleswig, St. Mich. Entwurf. Sonnin, Ernst Georg, geb. 1709 in Perle¬ 
berg, Sohn eines Predigers, in Altona erzogen, 
studierte in Halle und Jena Theologie und 
Mathematik, kehrte nach Hamburg zurück, 
unterrichtete und legte eine mechanische 
Werkstatt an. Erst jetzt wandte er sich den 
Bauwissenschaften zu. Derberühmt gewordene 
Bau der grossen Michaeliskirche in Hamburg, 
seit 1757 ihm allein übertragen, war eine 
seiner ersten Arbeiten auf diesem Gebiet. 
Bald stand er in hohem Ansehn. Eine Reihe 
grosser Werke, in deren Ausführung er mit 
Vorliebe mechanische Schwierigkeiten über¬ 
wältigte, nahmen ihn in Anspruch. Genial, 
vielseitig fand er daneben Zeit zu Lieblings- Studien. Vermögen erwarb er nicht. In 
seinen Sitten blieb er einfach. Er starb un¬ 
verheiratet in hohem Alter am 8. Juli 1794 
zu Hamburg und wurde in den schönen 
Souterrains von St. Michaelis beigesetzt. Er 
hat die Ideale seiner Zeit in technisch muster¬ 
gültiger Weise zum Ausdruck gebracht und, 
weithin von Einfluss, eine Zeitlang das Ge¬ 
präge seines Geistes der Baukunst auch unsres 
Landes wirksam aufgedrückt. Einen Brief 
1783 Oct. 11, nach allen Seiten über seine 
Person orientierend, bewahrt das Archiv der 
Kirche zu Wüster. 1738—48 Ütersen Pi. 1756 Rundhof Fl. 2. 1763 Kiel Schloss. Hochschule (jetzt 
Museum vaterl. Altertümer). 1774 Neumünster Ki. Stiftskirche, Ab¬ 
bruchsbeschluss. 1780 Wüster Ste. Sperforck, Egger t, BürgerzuTönningseit 1611, 
dann aber seit dem 3. Febr. 1620 Bürger 
zu Glückstadt und schon 1618 königl. Teich¬ 
meister in der Wildniss daselbst. 1601 
und 5 findet sich der Name im Wilsterschen 
Briich- bezw. Klagprotokoll. 1620 Glückstadt Ste. Festungsbau. Stallknecht, Claus, geb. 1681, gest. zu Altona 
am 3. März 1734 als königl. Kammerrat und 
Landbaumeister. Von seinen Söhnen folgte 
keiner dem väterlichen Beruf. 1728 und 29 
gab er hinsichtlich des Turmbaues zu St. 
Mar. Flensburg neben dem Oberlandesbau¬ 
meister sein Gutachten ab. Nach 1713 Altona. 1719 Flensburg Duborg Abbruch. Stödtner, Bauinspektor, war 1880 Hilfsarbeiter 
der königl. Regierung in Schleswig und 
wurde 84 nach Pyritz versetzt. 1880 Heunstedt Seg. Tag (Taz?), Melchior, Architekt. 1734 Grömitz Old. 1 Altar. Thamsen, Johan, aus Söderup. I793 Jordkirch Ap. Glockenhaus. Thomsen, Christian, 1690 von Herzog 
Christian Albrecht zum Bauinspektor ernannt. ew. Schleswig, Schloss Gottorf S. 356. Thomsen, Lass, Zimmermeister in Bönstrup, 
der 28 Türme gebaut haben soll, daher er 
bald nicht anders als Lass Tornbuwer genannt 
wurde. Als man ihn 1631 mit seinem Sohne 
nach Flensburg holte, um bei der Glocken¬ 
hängung von St. Marien mit Rat und Tat 
zu helfen, löste er, wie es scheint, die 
Schwierigkeit mittelst eines besonders grossen 
und langen Messers, das er eigens zu diesem 
Zweck anfertigen Hess. Um 1603 Husby Fl. 2. Turmhelm. Töpfer, Hans Peter, aus Itzehoe. 1723—4 Brunsbüttel Dit. 2.
		

/Sponsorzy_051_07_0081.djvu

			Meister. B. Bildhauer. 9 Trewen, Hans, Baumeister, nachgewiesen in 
Sonderburg 1624—45 , Sohn und Erbe des 
dortigen Mauermeisters Marten Trewen. *1630 Düppel So. Turm. Tschierske, Georg Dietrich (Tschierske 
der Jüngere), Sohn des Hofgärtners Tschierske 
(d. Ä.) zu Ploen, Architekt, von dem Zeich¬ 
nungen dänischer und deutscher Schlösser 
bekannt sind. 1750 Ploen Brückenbau N. Ploen und Travental Seg. Zeichnung der 
Gartenanlagen. Tymme, Hans, Zimmermeister. 1621 Mildstedt Hus. Turm. Vogt, Zimmermeister aus Itzehoe. 1871 Münsterdorf Ste. Volcward, Laienbruder des Chorherrenstifts 
Neumünster, Baumeister unter Vizelin. *1138 Högerstorf Seg. Kloster N. Kreis Seg. Vollmer, Architekt in Berlin. 1882—83 Kronprinzenkoog Dit. 2. VOSS, in Reinfeld, Bauunternehmer. 1884 Wesenberg Sto. Wendler, Zimmermeister in Grundhof. Nach 1781 Friedrichstadt Schl. 1. Kirch¬ 
turm. Winstrup, Laurits Albert, geb. in Kopenhagen 
1815 Jan. 18 und gebildet auf den Schulen 
der dortigen Akademie, später selbst Lehrer 
an der 1. und 2. Bauschule daselbst, erlangte 
1847 das grosse Reisestipendium der Akademie 
und wurde nach seiner Rückkehr 51 Stadtbau¬ 
meister in Flensburg, dann 1860 Bauinspektor 
für Jütland mit dem Wohnsitz Kolding, 62 
Professor. 1856— 59 Husby Fl. 2 h. 1857 Hadersleben, Rathaus. 1857— 58 Sommerstedt Had. 1 h. 1858— 59 Schottburg Had. 1 h. 1857—60 Flensburg, Gymnasium. 1860 Sonderburg, St. Jürgen. 1862 Tyrstrup Had. 1 h. Hostrup To. 1. B. BILDHAUER. (Einschi, der Tischler und Former.) Aefli, Schleswig Dom *Tür. Allers, Theodor, nach einer Ueberlieferung 
Hofbildhauer des Herzogs Christian Albrecht, 
lebte zur Zeit, als er den Propsteierhager 
Altar fertigte, in Kiel. 1685 Flemhude K. Altar. 1688 Hohenstein Old. 1. Altar. 1695 Propsteierhagen PI. Altar, 
erwähnt 1696 Tellingstedt Dit. 1. Altar. Bildschneider, Hin rieh, s. Ringeling. Binck, J akob s. unter den Malern. 1552 u. 55 Schleswig Dom Königs-Grab¬ 
mal. Borch, Jakob van der, tüchtiger Steinmetz 
des 16. Jahrh. 1569 Notmark So. Denkmal. Brenhöfft, Bildhauer in Ploen zu Herzog Fried¬ 
rich Karls Zeit. Im J. i752 starb seine 
Frau daselbst im Alter von 22 Jahren, 
erwähnt Ploen N. Brokmann, Ehlert, Bildhauer des 18. J. 
um 1716 Propsteierhagen PI. Kanzel. Brüggemann, Hans, der berühmteste Bild¬ 
schnitzer Schleswig - Holsteins, Plöhepunkt 
und Ende unsrer Gothik bezeichnend, ein 
Künstler von staunenswerter Meisterschaft 
im Technischen, von grosser Kraft und 
Wahrheit der Charakteristik, des Ausdruckes, 
ideell gerichtet aber realistisch in seiner 
Darstellungsweise. Heinrich Ranzau, vielleicht noch ein Zeit¬ genosse von ihm, nennt ihn Bildhauer und 
Maler, berichtet, dass er, ein Husumer, den 
Bordesholmer und auch den Segeberger Altar 
gefertigt habe, endlich in grosser Armut 
in seiner Vaterstadt gestorben und dort in St. 
Jürgen begraben sei. Ein Autograph von 
ihm sah Coronäus; was derselbe sonst angibt, 
trägt den Charakter der Sage. 1514—21 Schleswig Dom Altar, vordem 
in Bordesholm. Segeberg Altar. *Husum St. Jürgen Statue, St. Mar. Mon¬ 
stranz. *Neumünster K. Altar. Buchholz, Hans (Johan), Flensburger Bild¬ 
hauer , ein Sohn von Paul Buchholz dem 
Älteren, 1660 bei seines Vaters Tode noch 
unerwachsen, verheiratete sich 1680 mit 
Metta Masen, erwarb 3 Jahre später ein 
Haus im Nicolaikirchspiel, das er im J. 1696 
wieder verkaufen musste, arbeitete mehrfach 
für Flensburger Kirchen, so 1692 u. 1694 
Schnitzwerk an Totenbahren, aber auch 1699 
einfache Steinhauerarbeit, wobei ihm sein 
Sohn zur Hand ging. Auch für die Stadt 
fertigte er zusammen mit seinem Bruder Paul 
1684 das Bild und Wappen zur Neuen Justiz 
(weshalb ihn Henrich Ipsen einen Kaakmacher 
schalt), 1685 u. 86 die Wappen des Norder¬ 
tors, und führte 1689 zusammen mit Paul 
erfolgreich eine Beschwerde wider Hans
		

/Sponsorzy_051_07_0082.djvu

			IO Meister. B. Bildhauer. Detlefs auf Klostergrunde durch , der ihnen 
mit seiner Bildhauerarbeit Konkurrenz machte. 
Der Rat entschied, dass »falls Hans Detlefs 
alhie in der Stadt in der Arbeit gefunden 
würde, es denen Supplikanten freistehen 
sollte, gleich anderen Handwerkern ihn jagen 
zu lassen«. Hans Buchholz verarmte in 
späteren Jahren mehr und mehr, und 1701 
und wieder 9—11 ist er mit seinen Ab¬ 
gaben im Rückstand. 1692 Flensburg St. Nie. Bahre. 1701 Holebüll Ap. Taufe. Buchholz, Paul, der Ältere, der erste nam¬ 
hafte Vertreter einer Bildhauerfamilie, die 
über 100 Jahre in Flensburg blühte, kam 
1634/35 von Schleswig dorthin und gewann 
Bürgerrecht, bezog um Michaelis 36 eine ge¬ 
mietete Wohnung im Klostergange, kaufte 
später des Schnitgers Plans Ringeling Haus 
in der Roten Gasse von dessen Witwe, deren 
Schwiegersohn er war. Er hatte seine Kunst, 
so scheint es , nicht regelrecht erlernt, doch 
übte er sie mit Erfolg. Dass er »ein Fuscher 
sei«, musste Klaus Gabriel widerrufen und 
alle Meister des Tischleramts bezeugten das 
Gegenteil. Im Gegensatz zu jenem stand 
er beständig in gutem Einvernehmen mit 
den letzteren , in seiner Arbeit ohne Zweifel 
abhängig von ihnen. Zu Zeiten hielt er 
einen Gesellen, einen Lehrling. 1660 am 
25 Jan. ward er begraben. Seine Witwe 
Christine überlebte ihn um 20 Jahre. Einer 
der Söhne, wol der älteste, ward Pastor in 
Handewit, zwei andere, Hans und Paul, 
folgten dem väterlichen Berufe. 1638 Flensburg Kloster Stein über der Tür. Buchholz, Wilhelm, ältester Sohn Paul 
Buchholz des Jüngeren, ein Flensburger von 
Geburt, ward spätestens 1715 Bürger daselbst 
und erlangte Schote und Dohm auf seines 
Vaters Haus, das er aus dessen Verlassen¬ 
schaft gekauft. 1727 suchte er, zumal das 
Tischlerhandwerk als ein wesentliches und 
notwendiges Stück der von ihm erlernten 
und geübten Bildhauerkunst zu betrachten 
sei, die durch den Tod seines Bruders Hans 
erledigte Freitischlerstelle. Der Rat empfahl 
ihn: er treibe gute Wirtschaft und habe, soviel man wisse, auch das Tischlerhandwerk 
recht gelernet. Früher (1717) war er einmal 
wegen Nichtachtung der Zunftgesetze bestraft. 
Er heiratete, als seine erste Frau 1724 starb, 
zum zweiten Mal, und hatte aus erster wie 
aus zweiter Ehe Nachkommen. 1741 Breklum Hus. Altar. Burmester, Albert Hinrich, Tischler in 
Wesselburen , indessen nach seinen Arbeiten 
zu urteilen, auch ein geübter Bildhauer. 1730 Neuenkirchen Dit. 1 Altar und Kanzel. 1738—39 Wesselburen Dit. 1, Altar und 
Kanzel. 1740 Eddelak Dit. 2 Altar und Kanzel. Christiansen, Sievert, geb. 1862 Oct. 25 
in Westerland auf Sylt, Sohn eines Kauf¬ 
manns , besuchte zunächst die Plolzschnitz- 
schule in Schleswig, dann in München Ge¬ 
werbeschule und Akademie, dort unter Eberle 
sich ausbildend. Unerwartet verstarb er da¬ 
selbst am 29. Nov. 87. Er war nicht ohne Talent. Um 1883 Westerland To. 1 Kruzifix. Claussen, Peter, geb. zu Heineberg in 
Angeln 1818 Nov. 2, Sohn des Kätners und 
Gärtners Plans Peter Claussen daselbst, erlernte 
bei Goos in Schleswig die Malerei, führte 
dann aber heimgekehrt seines Vaters Geschäft, 
schnitzte und malte in Mussestunden, blieb 
arm, bis er durch Vorzeigen der Satruper Ge¬ 
denktafel die Mittel erwarb, nach Nordamerika 
auszuwandern. Dort ist er Besitzer einer 
Farm. 1862 Havetoft Schl. 2 Altar. Satrup Schl. 2 Kriegertafel. Nübel Schl. 2 Kriegertafel. Detlefs, Johan (Hans), Bildhauer, begegnet 
um 1689 in Flensburg, auf Klostergrund, 
von wo aus er Hans Buchholz und dessen 
Bruder mit seiner Arbeit Abbruch that, s. 
das. Er war nicht Bürger in Flensburg. *1652 Schleswig Schloss Gottorf Kunst¬ 
kammer, S. 356. Dinnsen, Edlef Karsten, geb. 1853 am 
8. Mai in Ellhöft (Kr. Tondern), eines 
Landmanns Sohn, erlernte in Hamburg die 
Bildhauerei, arbeitete in Dresden, Hannover, 
Berlin, Stockholm, lebt seit 1881 in Neuyork. Süderlügum To. 2 Kreuzgruppe. Drechsler, Hans Alb recht, Bildhauer des 
ausgehenden 17. Jahrhunderts. In Tönninger 
Registern kommt sein Name nicht vor. 
Seine Arbeiten kamen dort zu Schiffe an. 1698 Tönningen Eid. Kirchhof Löwen. Dressen, Karsten, 1616 Weddingstedt Dit. 1 Gestühl. Ebbesen, ländlicher Schnitzer des 17. Jahrh., 
Eingesessener des Kirchspiels Schwenstrup. 1688 Schwenstrup So. Kanzel. Eckermann, Hans, Bildhauer in Hamburg. 1725 Brunsbüttel Dit. 2 Kanzel. Eibe, Klaus, Bildhauer, Gudewerts erster Ge¬ 
selle bei Anfertigung des Altars 1656, lebte 
nachweislich 1672 mit seiner Familie in 
Schleswig. 1656 Preetz PI. Kloster Altar, früher in 
Dänischenhagen. Engert, Johann Georg, Bildhauer, machte 
sich 1742 anheischig, der Trinitatiskirche in 
Altona feinste Arbeit, so wie es die Bild¬ 
schnitzerkunst aufs höchste treiben könne, 
zu liefern, reichte 1745 dort seine Schluss¬ 
rechnung ein. Seine Frau war die für die¬ 
selbe Kirche thätige Malerin Klis. Marg. 
Maschmann. 1742—43 Altona Trin. Altar, Kanzel.
		

/Sponsorzy_051_07_0083.djvu

			Meister. B. Bildhauer. 11 Fischer, Christian, Stuckarbeiter aus Ham¬ 
burg, Vater des unten genannten Job. Dietr. 
Fischer, mit dem er zusammen arbeitete. 1742 Altona Trin. Fischer, Friedrich. 1705 Norderbrarup Schl. 2 Kanzel. Fischer, Johan Dietrich, Stuckarbeiter aus 
Hamburg, des Stuckarbeiters Chr. Fischer 
Sohn. 1742 Altona Trin. Fock, Joh an. 1644 Hattstedt Hus. Orgelempore. Frese, Anton Günter, Bildhauer auf Alsen, 
in seiner Heimat Antoni Bildhugger genannt, 
wohnte in Broe schon 1686. 1702 Satrup So. Sonnenzeiger. 1706—9 Ulderup So. Altar. Gabriel, Klaus, Hans Malers in Flensburg 
Sohn, lernte sechs Jahre lang in Kopenhagen 
bei dem der Zunft nicht angeschlossenen Hin- 
rich Lagemann das Bildschneiden. Als ihm 
hierauf am 20. März 1632 das dortige Tisch¬ 
leramt , aus Entgegenkommen gegen den 
Meister, einen Lehrbrief gegeben, und er, 
nach Flensburg zurückgekehrt (1632), doit 
ansässig (33) und Bürger geworden war, ver¬ 
langte er die Aufnahme ins dortige Tischler¬ 
amt , was man auf keine Weise bewilligen 
wollte, da er nicht auf den Hobel, nur auf 
den Meissei gelernt. Ein Gutachten des 
Hamburger Tischleramts und die Behauptung 
des Kopenhager, dass der Lehrbrief er¬ 
schlichen sei, stützten das Amt. Husum in 
einem erleuchteten Gutachten — »schneiden 
und hobeln fint sich woll zusammen« — er¬ 
klärte sich für Klaus Gabriel. Es kam zu 
einem Vergleich, kraft dessen er einen Tisch¬ 
lergesellen in seiner Werkstatt sollte beschäf¬ 
tigen dürfen, doch keine schlichte Arbeit 
thun, Johanni 1635 und durch Vermittelung 
des Rats erneut 24. April 37. So hatte es 
seinerzeit Hinrich Bildschneider gehalten. 
Allein streitfertig und ohne Achtung buch¬ 
stäblichen Rechts band sich Klaus Gabriel 
nicht an die zweite dieser Bestimmungen. Ver¬ 
gebens umschrieb man genau, was schlichte, 
was verzierte Arbeit sei; er fragte dagegen, 
wozu ihm denn der Tischlergeselle bewilligt 
sei. Und während der nicht enden wollen- j 
den gegenseitigen Reibereien sammelte er j 
günstige Gutachten der Ämter Kiel, Lübeck, 
Schleswig, Itzehoe, Glückstadt und wandte j 
sich 1640 unmittelbar an den König: er sei 
erbötig, sein Meisterstück mit dem Hobel zu 
machen, man möge ihm die Hobelarbeit 
freigeben. Christian IV. auf seinem Hause 
Flensburg 1640 April 16 ordnete an: der 
Rat solle Klaus Gabriel bei dem, was andrer 
Orten in Gebrauch und Herkommens, auch 
recht und gebührlich sei, schützen. Dem- I 
gemäss sprach ihm der Rat die volle Amts¬ 
gerechtigkeit zu. Der Kampf um Recht und Freiheit des Kunstgewerbes war siegreich zu 
Ende geführt. Nur selten, wohl wegen des Streites, be¬ 
schäftigten den jungen Meister die Kirchen 
Flensburgs und der Rat. Indessen muss, 
nach den Schatzregistern, sein Erwerb und 
Besitzstand gleichmässig gut gewesen sein. 
Am 8. Juli 33 hatte er Dohm und Schote 
auf Sehl. Johann von Campen Schneiders 
Haus, unmittelbar neben dem Rathaus im 
St. Marienkirchspiel belegen, erlangt. Um 
dieselbe Zeit heiratete er, und fiel in Brüche, 
weil seine Braut zur Kirche verbotenerweise 
über ihren Stand eine goldene Kette trug. 
Auch sonst begegnet Klaus Gabriel im Brüch- 
register der Kämmerei. Einmal (1634 oder 
35) hat er das Messer gebraucht. 1636—38 
war er Soldat. Damals, im Jahre 36, starb 
ihm ein Kind, und 43 sind seine beiden 
Kinder zugleich begraben. Seit 48 scheint 
er Flensburg verlassen zu haben, doch ist 
er wenigstens Januar 51 noch am Leben. 
Am 13. Mai 55 verkaufte seine Witwe Mar- 
greta das Haus um 1080 Mk. Erwähnt 1633 Bordelum Hus. Kanzel. Gosche, Christian, Bildhauer, der 1739 auch 
einen Taufdeckel Für Düppel fertigte, stattete 
1730 am 13. Febr. den Eid der neuen Bürger 
in Flensburg ab, nachdem er schon vom 
i. Juli 29 daselbst, im St. Johanniskirchspiel 
gewohnt. Dort wohnte er jedenfalls bis 1736 
noch, mit seinen städtischen Steuern kläglich 
im Rückstand. 1736 Düppel So. Altar. Groningen, Johan von, öfter nur Johan 
Schnitker genannt, war schon im Jahre 1568 
in Husum ansässiger Meister, lebte bis 1606, 
in welchem Jahre er dort am 5. Juli begraben 
wurde. Er wohnte im 2. Quartier, war 82 
vom Rat mit einer grösseren Arbeit betraut, 
in demselben Jahre mit mehreren Gesellen 
für die Kirche und 1601 im Chor der Kirche 
zu Husum thätig. Er war offenbar ein an¬ 
gesehener Meister. Die von ihm nachgewiesene Kanzel bildet 
mit der im Husumer Gasthaus eine besondere 
reizvolle Gruppe. 1568 Mildstedt Hus. Kanzel. Grote, Hans, in Flensburg, wie sein Zeit- und 
Kunstgenosse Hans Brüggemann Schnitzer 
und Maler zugleich, schon 1518 im ver¬ 
einigten Amt der Schnitker, Maler, Gold¬ 
schmiede und Glaser zu Flensburg Älter¬ 
mann, vor Bischof Gotschalk von Schleswig 
die Rechte des Amts wahrnehmend, erwarb 
im Sommer 1522 ein bisher Jochim Holst 
gehörendes Haus im Nicolaikirchspiel, in 
dessen Besitz er bis an sein Lebensende blieb. 
Nicht selten begegnet man in Flensburger 
Registern seinem Namen. Im Jahre 1546 war 
er willens, sich aufs Altenteil zurückzuziehen,
		

/Sponsorzy_051_07_0084.djvu

			12 Meister. B. Bildhauer. das Eigentum Hauses und Hofes seinem Schwa¬ 
ger Tönnies Schomaker zu übergeben; doch 
ward die Schote gestraft und erst nach dem 
Tode des Meisters, 1560, fiel es demselben zu. Ein Brief Hans Grotes 1525, den das 
Kirchenarcbiv zu Gelting bewahrt, zeigt, wie 
bestimmt er unter Umständen seine Geschäfts¬ 
interessen wahrnahm. Das einzige bis jetzt 
beglaubigte Werk von ihm lässt ihn im 
Schnitzen nicht ungewandt, doch etwas 
schwächlich in Ausdruck und Auffassung er¬ 
scheinen. 1525 Gelting Fl. 2 Kruzifix, Text und N. Gudewert, Hans, in Eckernförde, hervorragend¬ 
ster Vertreter des Barock im Lande, im Banne 
eines schon entartenden Stils noch ausge¬ 
zeichnet durch künstlerischen Takt, in seiner 
Technik vollendet. Einer um die Mitte des 16. Jahrh. in 
Eckernförde schon eingebürgerten Familie 
entstammend, um 1600 geboren, tritt er da¬ 
selbst seit den dreissiger Jahren selbständig 
als Bürger und Eigner Hauses und Hofes 
hervor. Damals hielt seine Mutter ihm Haus. 
Um 1640 heiratete er. Seine Werkstatt be¬ 
schäftigte 1656 4 Gehülfen. Damals ar¬ 
beitete Klaus Eibe bei ihm. Hans Gudewert 
war um seiner Kunst willen geehrt und an¬ 
gesehen. Einmal begegnen wir ihm in einem 
öffentlichen Amt. Er stand zeitlebens in 
guten Vermögensverhältnissen. Noch kurz 
vor seinem Tode vermehrte er seinen Besitz 
durch Ankauf eines Stück Landes, jenseit 
des Hafens. Er starb im Febr. 1671, seine 
Witwe Christine 7 Jahre später. Drei Söhne 
überlebten ihn: Hans, der den väterlichen 
Besitz antrat, 1640 geboren, ebenfalls Bild¬ 
hauer; David, der in die Fremde ging; 
Cyriarus, der später Pastor in Sehestedt war. Dass unser Meister auch zünftiger Schnit- 
ger war, geht aus den zahlreichen von ihm 
vorhandenen Nachrichten nicht hervor. Be¬ 
sonderen Wert unter den aufgefundenen Doku¬ 
menten besitzt ein Autograph 1653, aus dem 
erhellt, welche Teile der Meister einem seiner 
bedeutendsten Werke, dem Altar Eckernförde, 
nachträglich auf Verlangen des Rats einfügte. 1640 Eckernförde Altar Text und N. 1641 Kappeln Schl. 2 Altar. 1653 Schönkirchen K. Altar. 1656 Preetz PI. Kloster Altar, vordem in 
Dänischenhagen. Erwähnt Gelting Fl. 2 Taufe. Hansen, Peter, in Bönstrup, geb. um 1820. 1873 Kropp Schl, i Altar. Hansen, Carsten, Schnitker, gebürtig aus 
Görrismark , ward 1621 April 21 Bürger in 
Tondern, kaufte sich 22 dort an, fand Ar¬ 
beit, ward (31) als Wardierer, (35) als Vor¬ 
mund verwendet u. s. w. Im Jahre 27 sprach 
ihn sein Schwager an wegen einer silbernen Kanne, die er mit Unrecht bei seiner Frauen 
Erbe behalten wollte. *1635 Tondern Orgelstatuen. Hassenberg, Hieronymus Jacob, Hofbild¬ 
hauer des Herzogs Hans Adolf (1634—1704), 
lebte 1704 mit seiner Familie in Ploen: Erwähnt Ploen N. Heidtmann, Tönnies. 1656 Neuendorf Ste. Altar. Vgl. Elmshorn Pi. Altar. Vgl. Seester Pi. Altar. Hein, Nico laus, Bildhauer zu Schleswig. *1652 Schleswig Schloss Gottorf Hirsch¬ 
köpfe. Heitman, Jürgen, der einzige sicher beglau¬ 
bigte Meister des Thaulowmuseums, tüchtiger 
Schnitker und Bildschneider der Hoch- und 
Spätrenaissance, ward 1605 Bürger des Städt¬ 
chens Wüster und hat hier 40 Jahre, bis an 
sein Ende, gewohnt. Zwei Häuser, eins in 
der Achter-, eins in der Haberstrasse belegen, 
sind zu verschiedener Zeit in seinen Besitz 
gekommen. Einem seiner Söhne verkaufte 
er 1635 ein Schiff. Er war also nicht arm. 
Zeit seines Lebens muss er sich häufig um 
Scheltreden und Schlägereien strafen lassen, 
einmal um Ungehorsam. Er nannte in offener 
Gerichtshandlung den Bürgermeister einen 
Schelm. Für seine Kunst fand er die An¬ 
erkennung seiner Mitbürger. Damals, als er 
in Wüster Bürgerrecht gewann, war er ver¬ 
heiratet, 1632 trat er zum andern, 42 zum 
dritten Mal in die Ehe. Am 20. August 
1644 lebte er noch, 1646 April 14 nicht 
mehr. Ausser der Witwe und einer Tochter 
hinterliess er 4 Söhne, von denen wenigstens 
einer, Peter, Bildschneider war. Als solcher 
liess sich derselbe 1649 in Glückstadt nieder. 
Ein anderer, der Schiffer Hans, blieb am Orte 
und gelangte später zu reichlichem Vermögen. 
Von Jürgen Heitmanns Gesellen nennen wir 
Reinhold Nordhof 1609, der auch in Flens¬ 
burg zu Hinrich Ringerincks Zeit 1612—13 
diente; von seinen Lehrlingen Hans Holste 
von Oldesloe 1612 ff., Klaus Kock 1620 ff. 
Seinen Sohn schickte er, wie es scheint, zu 
seiner Ausbildung nach Danzig. Er selbst 
muss in jungen Jahren am Rhein gewesen 
sein. Eine Tischlersfrau, die er spitz an¬ 
geredet, verspottet ihn einmal: sie wäre 
freilich nicht in Altenah und am Rhyn ge¬ 
wesen. Seine Handschrift, im Wilsterschen Kirchen¬ 
archiv , zeigt noch durchaus den Typus des 
16. Jahrh. Als Hausmarke benutzte er ein 
ineinander gefügtes J. H. mit schräg vom 
Kopf des J herabhängendem Kreuz. Anfang des 17. Jahrh. Borsfleth Ste. Gestühl. 1620 Barlt Dit. 2 Kanzel, jetzt Thaulow- 
Museum. Vermutlich * 1634 Wüster Ste. Taufe. *1637 Chorgitter daselbst., x 'TaX-U VVt\
		

/Sponsorzy_051_07_0085.djvu

			Meister. 13. Bildhauer. '3 Henning, J o h a n , trefflicher Meister des Barock- 
stils, gewandt, feinsinnig in Ausführung und 
Entwurf, Einwohner und Bürger zu Heide, 
Bildhauer und zugleich Meister des Tischler¬ 
amts, war jedenfalls März 1639 schon dort, 
wohnte im Norderviertel an der Norderstrasse, 
war 59 noch am Leben, 63 Mai 16. nicht 
mehr. 67 begegnet in Heide ein Schnitker 
Lukas Henning, vielleicht sein Sohn. Von 
seinen Lehrlingen nennen wir 1654 ff. Tiess 
Tiessen Reimers aus Reinsbüttel. * 1626 Lunden Dit. 1 Taufe. 1650—51 Hennstedt Dit. 1 Kanzel. Wahrscheinlich auch Hemme Dit. 1 Gestühl 
Delve Dit. 1 Altar und *Heide Dit. 1 Orgel! Hinrich, Steinhauer und Schnitker, s. Ringeling. Hinrichsen, lai, Bild- und Steinhauer Nord¬ 
frieslands , von dem eine mündliche Über¬ 
lieferung berichtete, dass seines Gleichen nicht 
im Lande gewesen sei, ward 1718 auf der 
kleinen Hallig Nordstrandischmoor geboren, 
jüngster Sohn des dortigen Ratmanns Hin- 
nch Hansen. Für die Berufswahl des Knaben 
dürfte die nahe Verwandtschaft mit Jens 
Süncksen entscheidend gewesen sein. Zeit¬ 
lebens blieb Tai HiDrichsen, gelegentliche 
Reisen abgerechnet, wie sie schon sein Be¬ 
ruf mit sich brachte, auf der Insel. 1744 
war er mit der 20jährigen Anna Jacobs, von 
Oland, in die Ehe getreten. Sechs Kinder 
erblühten ihm. Da starb am 2.—3. Jan. 59 
sein Söhnlein Johan, dann in der Nacht vom 
4-—5- eine Verwandte, die bei ihm im Hause 
war, am folgenden Tage die Frau, und ehe 
eine Woche verging, am 11. Jan. er selbst. 
Am 14. ward er nebst seiner Fr. Liebsten 
und Söhnlein in der Kirche zu Nordstrandisch¬ 
moor begraben. Von den Kindern erwuchsen 
nur 2. Ein Sohn verunglückte einige Jahre 
später auf der Schlickwanderung zwischen 
Insel und Festland. Der Überlieferung nach: Husum Schloss 
und Mögeltondern To. 1 Schackenburg. Hubener, Zacharias, vielleicht der Schnitzer 
des vormaligen Schleswiger Altars. 1643 Neustadt Old. 1. Jensen, Knodt, vielleicht nur der Schenker, 
Anfang des 17. J. Föhr To. 2 St. Laur. Kanzel. JOhansen, Friedrich, Gesell. ew. 1612 Schleswig Schloss Gottorf. JWige, Hinrik, Lübecker Bildhauer des 15. J. *M44 Kiel Nie. Altar. Jurgensen, Hans, Schnitker zu Satrup So. jÖ96 Satrup So. Orgelempore. Keding, Markus, aus Kiel. 1636 Bordesholm K. Altar h. Koch , Joh. Franz, Hofbildhauer, lebte unter j 
Herzog Joachim Friedrich 1718 mit seiner j 
Familie in Ploen. Erwähnt Ploen N. Köhlke, Hinrich , vermutl. Hin r i ch R ö 1 c k e, j 
der 1665 in Hamburg Bürger ward. Derselbe I schnitzte 91 den Rahmen zum Epitaph Ovens 
in lönning, und 98 bucht die dortige Kirchen- 
rechn. einen Brief an ihn. 1695/96 Glückstadt Ste. Altar. Köningh, Jürgen, Tischlergeselle. ew. 1610 Schleswig Schloss Gottorf. Köster, Kristen, aus Satrup. *1608 Düppel Gestühl. Kille, Kersten, Steinhauer des 15. Jahrh. 1423 Preetz Kloster. Lackerss, Jacob van, in Krempe. *1442 Büsum Altar. Lage, Friedrich, in Rendsburg, errichtete 
dort 1866 eine Werkstatt für Möbeltischlerei, 
Holzschnitzerei und Holzdreherei, welche 
zahlreiche Möbeltischler der Provinz mit 
Schnitzarbeiten versorgt. Unter seiner Leitung 
steht auch , seit 76, der Modellierunterricht • der Rendsburger Gewerbeschule. Um 1877 Hamdorf R. Altar, Kanzel, Taufe. 
Kropp Schl, i Taufengel. Langmack, J. G., Steinmetz. 1779 Hohenaspe K. Gruft. Lemke, Bildhauer in Itzehoe. 1759 Schleswig Schloss Gottorf, Garten¬ 
anlagen. Lind, Jes J., ländlicher Bildschnitzer der 
Gegenwart, aus Spandet, Sohn eines Arbeits¬ 
manns, geb. um 1840, jetzt in Gonsagger, 
der Mergelgräber genannt, denn im Sommer 
ist er ein fleissiger Erd- und Mergelarbeiter, 
im Winter und in Mussestunden beschäftigt 
er sich mit Schnitzerei. 1878 Roager Had. 2 Kruzifix. Lürssen, Eduard, geb. 1840 Nov. 11 in 
Kiel, lernte bei seinem Vater Andreas Lürssen 
das Schnitzen, ging 61 nach Berlin, studierte 
unter Heidel und Schievelbein, errichtete 64 
ein eignes Atelier. Seit 65 unterrichtet er • an der Berliner Bauakademie, an der er 70 
ordentlicher Lehrer, 79 Professor ward. 1867 Segeberg Kanzel. Sophienhof PI. Taufengel. Magnussen, Christian Karl s. unter den 
Malern. Mander, Cornelius von, Steinhauer, war 
seinerzeit dauernd für Schloss Gottorf be¬ 
schäftigt, 1657 Dez. nicht mehr am Leben. *1652—54 Schleswig Schloss Gottorf Neu¬ 
werk. Mander, Johan von. So hiess der älteste 
Sohn Karel von Manders, des dritten dieses 
Namens, königl. Conterfeiers in Kopenhagen 
1635—72. Weilbach nennt ihn Bildhauer 
und weiss von Schnitzarbeiten seiner Hand. 
1674 heiratete er, 1680 war er für den 
dänischen Hof thätig. Nach einer Mitteilung 
bei Rob. Schmidt befindet sich im Staats¬ 
archiv zu Schleswig ein Inventar des Nach¬ 
lasses Johann von Manders 1689. 1664 oder 54 Schleswig Schloss Gottorf 
Giebel, Portal.
		

/Sponsorzy_051_07_0086.djvu

			'4 Meister. 15. Bildhauer. Marchalita, Johann Sigismund, Bildhauer 
in Ploen zu Herzog Friedrich Karls Zeit. *1748 Ploen Rathaus Portal N. *1749 das. Rathaus Justiz N. *1750 das. Brücke N. Matzen, Ilinrich, wol richtiger Hinrich 
Malz, der, nach einer Mitteilung Dr. Th. 
Hach’s, Bildhauer in Lübeck war und u. a. 
1569 eine Kanzel für Lüneburg fertigte. 1570 Flensburg St. Nie. Kanzel. Mittelhäuser, Johan Hinrich s. unter den 
Orgelbauern Gruppe E. Möller, Lütje, aus Schleswig, Bildhauer des 
endenden 15.Jahrh., lieferte trefflichegothische 
Sculpturen. 1491 und 95 Oldensworth Eid. Moser, August Friedrich (so nach dem 
Taufregister, nach dem Totenregister Adolf 
Friedrich), Hofbildhauer in Eutin, geboren 
daselbst, getauft am 19. Okt. 1746, Sohn 
des Bildhauers Johann Georg Moser, gest. 
an der Brustkrankheit ebenda am 14. März 
1810. Um 1770 Flohen'westedt R. Altar u. a. Um 1778 Oldenburg Taufengel, 3 Kron¬ 
leuchter. Möllenhoff, Adolf, geb. in Marne, Stein- und 
Bildhauer in Kiel. 1866 Lütjenburg PI. Altar. Haseldorf Pi. Altar. Ploen Kruzifix. Husum Gasthaus St. Georg. Nickels, Schnitker und Bildhauer in Husum, 
mit seinem vollen Namen Nickels Carstens, 
besserte schon 1600 dort die neue Kirchen¬ 
lade, arbeitet 1613 am Rathaussaal, 17 am 
Ratsstuhl in der Kirche, 27 den Rahmen 
für das grosse Gemälde des Rathauses (von 
Nie. Umbhöfer). Er wohnte in der Norder¬ 
strasse. 1631 Koldenbüttel Altar. Husum Schloss. Nickelsen, Hans, Schnitker. 1648 Mildstedt Hus. Taufsteinbekleidung 
und Gestühl. NÖltking, Peter, Husumer Schnitker, schon 
1597 Bürger und Hausbesitzer daselbst, mit 
Zinsen damals im Rückstand, nach der von 
ihm erhaltenen Arbeit ein trefflich geschulter 
Meister. Er lebte bis 1617, am 11. Jan. 
d. J. ward er unter dem Geläute aller Glocken 
in Husum zu St. Jürgen begraben. 1612 Tetenbüll Eid. Empore. Ocksen, Plans, Husumer Bildhauer, soviel er¬ 
sichtlich einer der Söhne des 1617 ver¬ 
storbenen Bürgermeisters Ocke Lorenzen da¬ 
selbst , Schwager des Giessers Lorenz Car¬ 
stensen. Er hielt sich 1622 Nov. und 1623 
in Husum auf, beim Tode der Mutter 1621 
scheint er nicht anwesend gewesen zu sein. 
Er setzte seinen Eltern ein Grabmal, dessen j Inschrift, in schlechtes Italienisch gefasst, 
ihn Bildhauer und Architekt nennt. *1617 Husum Epitaph. Olefsen, A smus, Schnitker in Schleswig, 
wohnte auf dem Lollfuss. ew. 1610 Schleswig Schloss Gottorf. Peper, Hans, bedeutender Meister der Hoch¬ 
renaissance. 1603 Meldorf Dit. 2 Chorgitter. 1621 Rendsburg St. Mar. Kanzel. Petersen, Peter, Bildhauer in Tondern, wohl 
zu unterscheiden von dem gleichnamigen zu 
Anfang des 17. Jahrh. in Tondern lebenden 
Meister, bis 1689 Lehrling bei Peter Schnitker 
daselbst, wol dessen Sohn, stellte 1693 
Oct. 15 beim Amt den Antrag, einen Tischler¬ 
gesellen halten zu dürfen, was man ihm 
gewährte. 1695 März 15 ward er selbst 
Meister der Zunft, nach Eschung und Meister¬ 
stück. 1703 Satrup So. Altar. Pohlmann, Harm PI in rieh. 1702 Michaelisdonn Dit. 2 Kanzel. Preussen, Plans, Schnitkergesell. ew. 1609 Schleswig Schloss Gottorf. Quellinus, Thomas, flämischer Bildhauer, 
Sohn Artur Quellinus des Jüngeren , bildete 
sich in seiner Heimat Antwerpen zum Bild¬ 
hauer, zog mit seinem Bruder Johann Eras¬ 
mus nach Lübeck, fertigte dort 1694—1701 
die grosse Altartafel des Doms, arbeitete 
mehrfach in Dänemark, so 1703 — 4 ein 
Grabmal im Dom zu Aarhus, ward gegen Ende 
seines Lebens Mitglied der Lukasgilde in 
seiner Heimat, starb 1710. So die Künstler¬ 
lexika. Im J. 1699 bestätigte der dänische 
König ein Testament zwischen ihm und 
seiner Frau Anna Marie geb. Cooques. 1709 Nüchel PI. Gruft. als Bildhauer Chr. Albrechts genannt 
Schleswig Schloss Gottorf S. 356. ReilSS, N. P., Tischlermeister in Leck, geb. 
1838 das., seit 61 dort ansässig. 1884 Leck Altar h. Empore, dem alten 
Muster getreu. Reyer Hans, in Plamburg. 1725 Brunsbüttel Dit. 2. Kanzel. Ringeling (Ringerinck, ersteres die gebräuch¬ 
lichste, letzteres wol die ursprüngliche Namens¬ 
form), Hinrich, oft nur Hinrich Bild¬ 
schneider genannt, im Zeitraum der Hoch¬ 
renaissance im Lande Schleswig der tonan¬ 
gebende Meister, durch Reichtum der Formen 
und ein starkes Stilgefühl gleich ausgezeichnet, 
in seiner Technik untadelig, Zeit seines Lebens 
in Flensburg ansässig und mit dem Kunst¬ 
leben dieser Stadt aufs engste verwachsen. 
Er begegnet dort zuerst 1583, als Stein¬ 
hauer , dann 88 und 89 als Steinhauer und 
Schnitker, seit 97 fast auschliesslich als Bild¬ 
schneider bezeichnet. Sein 1615 erworbenes 
I Haus stand im Marienkirchspiel im Ramsharde.
		

/Sponsorzy_051_07_0087.djvu

			Meister. B. Bildhauer. iS Er lebte anscheinend in recht guten Ver¬ 
mögensverhältnissen. Zahlreiche Aufträge von 
Seiten der Stadt und der Stadtkirchen wurden 
ihm. zu Teil. Weithin ins Land reichte sein 
Einfluss. Die Kanzeln des ostflensburger 
wie des westflensburger Typus, die Taufen 
und ihre Deckel zu Tondern, Bredstedt, die 
Altäre zu Klixbüll, Bülderup und vieles andre 
zeigt ausgesprochen seine Richtung oder Hand. 
Als seine hervorragendsten Werke gelten die 
Orgel St. Nie. und der Altar von St. Marien 
in Flensburg, für welch letzteren der Nach¬ 
weis seiner Urheberschaft aus Flensburger 
Archiven nicht völlig bindend zu erbringen 
ist. Er war dem Schnitkeramt angeschlossen 
doch mit beschränkter Gerechtigkeit. Einen 
Schnitkergesellen durfte er in seiner Werk¬ 
statt beschäftigen, aber nicht auf Bürger¬ 
dehlen, und nicht in schlichter Arbeit. Noch 
1626 ist er in Flensburg tätig. 27 verliess 
er angesichts der Kriegswirren die Stadt, 
begab sich nach Kopenhagen und starb da¬ 
selbst 1629 , im gleichen Jahre auch seine 
Frau. Des Meisters ältester Sohn hiess.Gert. 
Er kam 1630 nach Flensburg und ordnete 
den Nachlass. Um die Mitte des 17. Jahrh. 
gab es in Danzig einen Bildhauer Peter 
Ringering, in Flensburg Johan Ringeling. 
Da unser Meister nie eines seiner Werke be¬ 
zeichnet hat, beruht (wie bei so vielen unsrer 
trefflichsten Meister) jegliche Kunde von ihm 
und seinen Werken allein auf Archivstudien. 
An wichtigeren Dokumenten liegen vor die 
Orgelrechnung St. Nie., die Aufzeichnung 
seiner Amtsgerechtigkeit von Seiten des 
Tischleramts 1635, ein Brief des Sohnes über 
des Meisters Tod. 1587 Flensburg St. Mar. Sandsteinstatuen. 1596 das. Chorgestühl. 1597 Schleswig Schloss Gottorf Kapelle. 1598 Flensburg St. Mar. Altar, Gestühl im 
Schiff, Gewölbezapfen und Sterne. 1601 das. 2 Türen »im Altar«.1 1602—4 Flensburg Kompagniehaus Kamin 
und Wappen. 1605 Düppel So. Kanzel. 1604—9 Flensburg St. Nie. Orgel. 1609 das. Grabstein. 1610—13 Klipleff Ap. Kanzel, Taufe, Ge¬ 
stühl, Epitaph. *1623 Flensburg St. Mar. Marienbild. Kingeling (Ringerinck), Johan, Flensburger 
Bildhauer des 17. Jahrhunderts, ercheint in 
den Registern Flensburgs seit 1637, wo er 
Siinne, die Witwe des 34 verstorbenen 
Hinrich Schnitker in der Rotenstrasse, hei¬ 
ratete , auch dessen Haus und Werkstatt 
übernahm. Er hielt Gesellen, Lehrjungen 
und Magd, sein Wolstand hob sich; anfangs 
ward er zum Bürgerschatz auf 8 Schilling, 
41 auf i Mark, 56 auf 1 Mark 4 Schilling ein¬ 
geschätzt — nach den Kriegsstürmen 62 aber nur auf 4 Schilling, und 63 erlischt sein 
Name in den Flensburger Registern. 1660 
starb seine Frau. *1638 Flensburg St. Nie. Schauer. *1650 Bahre das. Ripensis, Christian ns Petri, Bildhauer, wol 
zu übersetzen: Christian Petersen aus Ripen, 
aber dort unbekannt. 1652 Hörup Had. 2 Altar. Ripensis, Franciscusjohannes, Bildhauer 
und Maler, in Ripen unbekaunt. 1637 Aggerschau Had. 2 Altar. Rohwer, Nicolaus, soll Küster in Hollingstedt 
und vordem Handwerksgeselle gewesen sein. 1699 Hollingstedt Schl. 1 Empore. Rosenfeldt, Jochim, Schnitker. ew. 1608 Schleswig Schloss Gottorf. Rutnler (Rundeier), Jürgen, wie sein gleich¬ 
namiger Vater, Schnitkermeister zu Tönning, 
vielfach in Eiderstedtischen Kirchen tätig, 
kaufte am 25. Nov. 1646 das bei dem Tode 
des Vaters (38) an dessen Gläubiger ge¬ 
fallene väterliche Haus zurück, belegen am 
Hafendeich dicht bei der Schleuse, trug 56 
Mai 24 darauf die letzte Schuld ab. *1655 Tetenbüll Eid. Gestühl. Sallig, Andreas, Hoftischler. ew. 1608 und 9 Schleswig Schloss Gottorf. Sauermann, He inrich , geb. am 12. März 1842 
in Flensburg, Sohn eines Sattlers, lernte das 
Handwerk des Vaters, besuchte gleichzeitig 
die Gewerbeschule des Patriotischen Vereins 
zu Hamburg, ging, unausgesetzt kunstge¬ 
werblichen Studien zugewandt, nach Stutt¬ 
gart , nach Paris, kehrte 67 nach Flensburg 
zurück, liess sich nieder und eröffnete zu 
Anfang des Jahres 73 eine Kunsttischlerei, 
deren Leistungen sich weithin wolverdienter 
Anerkennung erfreuen. Ihm dankt auch das 
Flensburger Gewerbemuseum Entstehung und 
zielbewussten Fortgang. 1882 Schleswig Schloss Gottorf Kapelle, 
Fürstenstuhl h. 1883—84 Schleswig Dom Altar h. 1885 Meldorf Dit. 2 bunter Pesel h. Schlichting, Bildhauer in Lübeck. 1743 Preetz PI. Kloster Altar. Schmidt, Wilm, Bildschneidergeselle. ew. 1612 Schleswig Schloss Gottorf. Schnitker, Antoni, vollständig An ton i Wulf, 
zünftiger Meister des Schnitkeramts in Flens¬ 
burg , von besonderer Tüchtigkeit, für die 
dortigen Kirchen in der Zeit von 1592—1624 
vielfach beschäftigt, beim Orgelbau St. Nie. 
neben Hinrich Bildschneider die leitende 
Kraft, wohnte auf Klostergrund in der roten 
Strasse, starb 1627. 1599 arbeitete sein Sohn 
mit ihm. 1596 Flensburg St. Nie. Gewölbzapfen. *1601 Sonderburg Gestühl. 1604—9 Flensburg St. Nie. Orgel. *1610 Klipleff Ap. Gestühl.
		

/Sponsorzy_051_07_0088.djvu

			i6 Meister. B. Bildhauer. Schnitker, H ans, aus Fischbeck bei Grawenstein. *1612 Klipleff Ap. Gestühl. Schnitker, Johannes, von Stedesand, Bild¬ 
hauer des 17. Jahrhunderts. Das Kirchen¬ 
archiv in Stedesand geht nicht bis auf seine 
Zeit zurück. 1643 Föhr To. 2 Nie. Altar. 1647 Stedesand To. 2 Kanzel. fraglich 1618 Föhr To. 2 Joh. Kanzel. 1639 Stedesand To. 2 Altar. 1667 Epitaph das. Schnitker, Klaus, wol Klaus Johansen, der 
schon 1607 in Husum ansässiger Meister war. 1619 Mildstedt IIus. Altaraufsätze. Schnitker, Lambrecht, ländlicher Meister, ansässig in Tetenbüll und für die dortige 
Kirche vielfach beschäftigt, starb 1654, 63 
Jahre alt. 1620 und 47 Tetenbüll Eid. Gestühl. Schnitker (Sniker), Peter, arbeitete auch 1577 und 78 für die Flensburger Nicolaikirche. 
Ein Peter Schnitker wohnte 1546 im Rams- 
harde daselbst. 1580 Flensburg St. Nie. Kruzifix. Schnitker, Peter, mit vollem Namen Peter 
Petersen, in Tondern, auf dem Gebiete unsrer 
heimischen Kunsttischlerei eine hervorragende 
Kraft, ward 1620 Sept. 2 Bürger in Tondern, 
wo vor ihm sein Vater Peter Schnitker an¬ 
sässig war. Im Jahre 1621 musste der Rat 
ihn erinnern, die Kaufgemeinschaft mit seinen 
Mitbürgern zu halten, er hatte sie ausser 
Acht gesetzt. Jedenfalls beweist dies, dass 
sein Geschäft in regem Betriebe war. Den 
Lettner liess eine Anzahl wohlhabender Bürger 
der Stadt hersteilen. Die Arbeit dafür muss 
schon vor 24 begonnen sein. Als aber 1627 
Dez. 7 ein Restbetrag zur Auszahlung kam, 
war unser Meister nicht mehr am Leben. Schon 
im April des Jahres begegnet Kirstine, Peter 
Schnitkers Witwe. 1625 Tondern Lettner. Schnitker, Peter, in Tondern Ausgang des 
17. Jahrh., vermutlich der Peter Petersen, 
der dort 1670 unter den Stiftern der Tischler¬ 
zunft erscheint. Er wird im Tischleramts¬ 
buch öfter erwähnt. Noch 1697 lebt er, 
der Alte genannt, im Gegensatz zu seinem 
Sohn, dem Bildhauer und Schnitker Peter 
Petersen. 1682 Lindholm To. 2 Kanzel. Schulte, Joch i m , Schnitkergeselle. ew. 1600 Schleswig Schloss Gottorf. Schuppius, Gustav, fürstlicher Bildhauer unter 
Herzog Friedrich Karl in Ploen, starb daselbst 
1759 im Alter von 37 Jahren. Erwähnt Ploen N. Simonsen, Jes. 1616 Sörup Fl. 2 Gestühl. Sniker, Snitker s. Schnitker. Sommer, Michael, in Lübeck. 1631 Sarau Seg. Kanzel. SÖnnichsen, Peter, älterer Sohn des Malers Sön- 
nich Iiinrichsen, Bruder des Malers Hinrich 
Melcher Sönnichsen, geb. in Abro vor 1746, 
1783 noch dort, 1829 in Kolding ansässig. 1783 Ladelund To. 2 Altar. SÜncksen, Jens, friesischer Bildhauer des 
18. Jahrh., geb. in Langenhorn 1704 am 
11. Juli, Sohn des dortigen Schnitgers Süncke 
Jenssen (verst. 1741), auch selbst nach Aus¬ 
weis der Langenhorner Kirchenrechnungen 
oft handwerklich tätig. Er ward am 3. Nov. 
1729 mit Anna Margareta Hinrichsen , von 
Nordstrandischmoor, der Tochter des Rat¬ 
manns Hinrich Hansen und ältesten Schwester 
Tai Plinrichsens, getraut, liess sich in seinem 
Heimatorte nieder, wo er »ein wenig osterU 
ein eigenes Haus, 8 Fach gross besass, das 
bis in unsre Tage durch seine geschnitzte 
Bodenluke kenntlich blieb. Er lebte in gutem 
Wohlstand. Von seinen Kindern starben die 
meisten früh, Süncke, der seinen Vater über¬ 
lebte, im Jünglingsalter. Er selbst starb 1758 
Nov. 17, wohlangesehen um seiner Kunst 
willen. Eine verlässige Ueberlieferung berichtet, 
seine Frau habe einmal von sich gesagt: Viel 
Ehr: Ratmanns Tochter, Bildschnitzers Frau ! Er war ein ländlicher Meister, von be¬ 
merkenswerter technischer Fertigkeit und 
Frische der Darstellung, doch ohne aus¬ 
reichende Bildung des Geschmacks. 1730 Deezbüll To. 2 Kanzel. 1731 Niebüll To. 2 Kanzel und Orgel h. 1735 Schobüll Hus. Kanzel. 1744 Lindholm To. 2 Altar. Vermutlich Dagebüll To. 2 Kanzel. Stedesand To. 2 Grabstein. Taddei, Angelo und Franz Anton, zwei 
Brüder aus Gandria am Luganer See ge¬ 
bürtig, katholischer Religion, kamen im letzten 
Viertel des vorigen Jahrhunderts nach 
Schleswig - Holstein und führten hier in 
Schlössern , Guts - und Bürgerhäusern zahl¬ 
reiche Stückarbeiten aus. 1800 liess sich der 
jüngere der beiden, Franz Anton, in Schleswig 
nieder, wo er, Bürger und mit der Tochter 
eines Deputirten verheiratet, in spätem Jahren 
selbst zu städtischen Ehrenämtern gelangte. 
Der ältere, Angelo, kehrte damals in seine 
Heimat zurück. Jener starb 1827 in Schleswig, 
einige sechzig Jahre alt, dieser 1831 in 
Gandria. Von beiden leben zahlreiche Nach¬ 
kommen. Franz Anton änderte die Schreib¬ 
art des Namens in Tadey, vermutlich um 
die richtige Aussprache sicher zu stellen. 
Er war nicht gross, doch kräftiger Statur, 
mit braunem Auge und schwarzem Haar 
südländischen Aussehens; war fleissig, spar¬ 
sam, streng rechtlich, heiteren Gemüts. Geltingen, Fl. 2 Herrenhaus. Rundhof Fl. 2. Flensburg Kirchhofskapelle. Schleswig Stadthäuser.
		

/Sponsorzy_051_07_0089.djvu

			Meister. C. Maler. 17 Tag (Taz ?) , Melchior, Architekt. 1734 Grömitz Old. 1 Altar. Tagsen, Niels, Bildschneider in Sonderburg, 
wofern er der Meister des dortigen Altars, 
kein untüchtiger Mann, Erbe des 1611/12 
in Sonderburg verstorbenen Jes Tagsen und 
selbst seit dieser Zeit dort nachgewiesen, 
war mehrfach für die Kirche tätig; u. a. 
fertigte er 1629 einen Schlüngell, der in der 
Schule Verwendung fand. Wulf (Petersen) 
Maler staffierte ihn. Niels Tagsen hatte aus 
erster und zweiter Ehe eine ausgebreitete 
Nachkommenschaft. Zwei seiner Söhne 
Jens, 1626, und Philip, 35 geboren, sind eben¬ 
falls Bildhauer geworden. 1619 hatte er 2 
Gesellen in Arbeit. Er starb in der Pestzeit 
1640 und ist am 2. April d. J. zu Sonder¬ 
burg beläutet und begraben. Erwähnt 1619 Sonderburg Altar. Thorwaldsen, Bertel, der Ueberlieferung zu¬ 
folge geb. 1770 Nov. 19 zu Kopenhagen, 
daselbst gestorben 1844 Mai 24, der-weit¬ 
aus berühmteste Bildhauer der Neuzeit. 1837 Neumünster K. Abguss eines Reliefs. Tileken, Gebhard, Steinbildhauer des 17. Jahr- 
/ hunderts aus Boitzenburg, weder in Boitzen- {Cf \ * r*-. 't-*', Je bürg an der Elbe, noch im uckermärkischen 
Boitzenburg bekannt. 1617 oder 25 Husum Marienkirche Epitaph Wegener, Adam, Bildschneider. 1609 Schleswig Schloss Gottorf. Westphal, Ferdinand, Bildhauer der Gegen¬ 
wart , in Hamburg ansässig, geb. zu Stral¬ 
sund 1842 Sept. 4. Mehrfach von Otzen 
beschäftigt, nach dessen Zeichnungen er u. A. 
den Altar der Petrikirche in Altona arbeitete. 1882 Siek Altar, nach Piepers Zeichnungen. Wilkenschild, Andreas, Häusler und Tischler, 
Meistergesell in Geestrup, wo er am 2. Mai 
1816 im Alter von 67 Jahren starb. 1800—I Aggerschau Had. 2 Kanzel. Windekiel, (Wendekilde) Friedrich , in Flens¬ 
burg, Bildhauer. 1760 Grundhof Fl. 2 Altar. 177 t Bau Fl. I Altar. 1779 Adelby Fl. 2 Altar. N. Witt, Ties, Gehülfe Hans Pepers. 1603 Meldorf Dit. 2 Chorgitter. Zimmer, Johan, Bildhauer des 18. Jahrhunderts. 
Sein Autograph, die Rechnung des Tauf¬ 
deckels St. Nie., liegt im Archiv der Kirche. 
In Flensburger Registern fand er sich nicht. 1719 Flensburg Heil. Geist Altar. 1722 das. St. Nie. Taufdeckel. C. MALER. (Einschi, der Stecher und Staffierer.) Absalon, mit vollem Namen Absalon Stumme, angesehener Maler in Hamburg, der dort 
1483 die Witwe des Malers Hans Bornemann 
heiratete und i486 das Meisterrecht erlangte. 
Als 92 seine Frau gestorben war, schloss er 
mit ihren Kindern aus erster Ehe einen 
Vertrag, dem er 97 genug that und der zeigt, 
dass er nicht unvermögend war. Sein Haus 
stand in der alten Beckerstrasse. Er malte 
1494 Wappenschilde u. a. für den Rat, 
1499 ein grosses Gemälde der Ratskapelle 
■ui Dom (200 Pfund Pf.), besserte 1500 die 
Bildwerke des Turms beim Spitteltor. . *>497 Lunden Dit. 1 Altar. Achten, Go wert van, ConterfeierinTönningen, 
pft nur Gowert Maler genannt, über welchen 
im Jahre 1593 Matias Peters klagt, darum 
dass er ihm ein Gemälde in der Kirche ver¬ 
sprochen und nicht verfertigt, war jedenfalls 
seit dieser Zeit in Tönning ansässig. Wir 
hören, dass ein Sohn ihm bei der Arbeit in 
Flensburg half, dass 1611 seine Mutter bei Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. ihm wohnte. Er war nicht sehr vermöglich, 
doch konnte er 1616 eine Wohnung im 
Neuen Wege kaufen. Als er aber im folgen¬ 
den Jahr, wo nicht in diesem, starb, musste 
die Witwe Margarete sie wieder veräussern. 1604—9 Flensburg St. Nicolai Orgel. Aierschettel, Johan Christof, Conterfeier 
in Husum, Sohn des folgenden, geb. daselbst 
1674, am 6. Nov. getauft. Im Jahre 1709 
verheiratete er sich in seiner Vaterstadt mit 
Augusta Haggen und 1718 war er für die 
dortige Kirche tätig. 1712/13 Kating Eid. Predella N. Aierschettel, Johannes, fürstlicher Conterfeier 
in Husum, Sohn des 1655 dort von Nürnberg 
her eingewanderten Christof Aierschettel, Vater 
des Conterfeiers Johan Christof Aierschettel, 
erster Lehrer des nachmals für ganz Dänemark 
tonangebenden Malers Hinrich Krogk aus 
Flensburg, hielt 1671 Oct. 18 zu Husum 
Hochzeit mit Margarete Seckmans, wohnte 
daselbst im 2. Quartier, ohne der Stadt 2
		

/Sponsorzy_051_07_0090.djvu

			i8 Meister. C. Maler. Bürger zu sein. Doch behielt man sich 
gegen ihn die Gewinnung des Bürgerrechts 
ausdrücklich vor. Er war besonders gerühmt 
als Bildnismaler und starb Ende Oct. oder 
Anfang Nov. 1702. *1670 Bau Fl. i Altar. Albani, Francesco, geb. 1578 März 17 zu 
Bologna, gest. daselbst am 4. Oct. 1660, 
berühmter Maler der Bologneser Schule. Flensburg St. Nicolai Bild. Bark, Klaus, Maler. 1611 Schleswig Schloss Gottorf. Barläum, Johan. 1649 Rendsburg Marienkirche Altar. Bendixen, Detlef Siegfried, geb. zu Kiel 
1786 Nov. 25, Sohn eines Kaufmanns, kam 
jung nach Hamburg, studierte in München und 
Paris und fand, nach Hamburg zurückgekehrt, 
reichliche Beschäftigung. Ausgezeichnet war 
er als Lehrer, und die von ihm begründete 
Malerschule hatte guten Erfolg. Als Radierer 
ist er geschätzt. Im Jahre 1832 ging er nach 
London, wo er auch später gestorben ist. 1826 Altona Trinitatiskirche Bild. 1832 Krempe Ste. Altar. Ütersen Pi. Altar. Binck, Jakob, ein Kölner, wie er sich auf 
einem Stich von 1530 nennt, Conterfeier 
Christian III. von Dänemark, Maler, Stecher 
und Medailleur, 1544 und 46 zeitweise des 
Königs Schwager dem Herzog von Preussen 
überlassen, in dessen Dienste er 51 dauernd 
trat. 59 mit seiner Familie in Königsberg, 
schlug er es aus, nach Dänemark zurück¬ 
zukehren. Die in Nye Danske Mag. I, 321 ff. 
veröffentlichten Briefe zeigen, dass er sich 
seinen fürstlichen Auftraggebern gegenüber 
ziemlich unabhängig bewegte. 49 und 52 
war er in den Niederlanden, wo er auch für 
die Gemahlin des Herzogs von Preussen ein 
Grabmal nach seiner Anweisung fertigen Hess. 
Im Jahre 55 stellte er das Schleswiger Grab¬ 
mal auf. 1552 und 55 Schleswig Dom Grabmal. Blunck, DetlefKonrad, geb. 1799 Juni 22 in 
der Grafschaft Breitenburg, besuchte 1814—27 
die Kopenhager Akademie unter Eckersberg, 
war dann 10 Jahre in Rom, lebte zuletzt in 
Hamburg, wo er plötzlich 7. Jan. 53 starb, 
an seiner Staffelei vom Schlage gerührt. 1834 Neumünster K. Altar. Brugetnann, Hans, Maler in Flensburg, auch 
Hans Maler genannt, verneute 1589 ganz 
mit Gold und Silber eine Fahne von St. 
Marien in Flensburg, starb daselbst 1616 
bei Hinrich Perlsticker. *1585—87 Flensburg Kloster. Brusewindt, G. F. (1715) Landkirchen Old. 2 Altar. Camphausen, Wilhelm, geb. 1818 Febr. 8 
in Düsseldorf, trat 34 in die dortige Akademie, 
seit 59 Professor, Mitglied der Akademien Berlin und Wien, mit Vorliebe der Dar¬ 
stellung des Kriegswesens zugewandt, starb 85. Hasselburg Old. 1. Claudius, Sophus, geb. 15. Juni 1815 zu 
Schirnau, Sohn eines Landmanns, lernte das 
Handwerk, besuchte 38 und 39 in München 
das Polytechnikum, lebte seit 1846 in Kiel. Um 1846 Bordesholm K. Bilderaltar h. Colomba, Giambattista Innocenzo, geb. zu 
Arcegno 1717, Baumeister und Perspectivmaler 
des Hoftheaters zu Stuttgart, kam r 748 als 
Theatermaler nach Hamburg, lebte noch 74, 
in seinem Vaterlande. Ütersen Pi. Decke. Conrad, Barthold, Kunstmaler, Conterfeier, 
aus Hamburg, Sohn des dortigen Malers und 
Worthalters im Maleramt Härmen Conrad, 
auch selbst 1683 in Hamburg Amtsmeister 
geworden, nahm 96 Juni 29, nicht lange 
nach seiner Hochzeit mit einer Eckernförderin, 
in Eckernförde Bürgerrecht, verkaufte indessen 
1707 sein dortiges Haus und zog mit seiner 
Familie nach Tönning, wo er schon 94 im 
Auftrag der Erben, die Wand hinter dem 
Epitaph des Jürgen Ovens passend verzierte 
und 1701—19 für die Kirche vielfältig tätig 
war. Er malte mit freiem Vortrag, charakter¬ 
voll , wenn auch ohne aus der Tiefe quellendes 
Leben. Am 2. Mai 1719 ist er gestorben 
und am 10. zu Tönning begraben. Auch hier 
besass er, auf Norwegen, ein Haus, das erst am 
18. Juli 1733 in fremden Besitz überging. 1704 Tönningen Eid. Kirchengewölbe, 
Taufdeckel. (1708) Tellingstedt Dit. 1 Bild. Croix, la. *Ulsnis Schl. 2 Bild. Delaval, Jost, bedeutender Meister, seit 1561 
Freimaler in Lübeck, 85 Aug. 27 nicht mehr 
am Leben. (Dr. Hach.) St. Nicolai in 
Hamburg bewahrte ein Werk 1566 von ihm, 
andre befinden sich in Lübecker Kirchen, 
sowie im Culturhistor. Museum daselbst. 1574 Kiel St. Nicolai Bild. 1580 Petersdorf Old. 2 Bilder. Denner, Balthasar, Sohn eines menonitischen 
Predigers, geb. zu Hamburg 1685 Nov. 15, 
lernte bei Amama in Altona, in Danzig, 
und 1707 in Berlin. Seit 1709 berühmt als 
Bildnismaler und um der grossen Treue und 
technischen Vollendung seiner Werke willen 
vielgesucht und vielgefeiert — im Jahre 1739 
ward eine Medaille auf ihn geschlagen — 
starb er am 14. April 1749 in Rostock. 
Seinen Wohnsitz hatte er anfangs in Altona, 
dann dauernd in Hamburg genommen. Um 1737 Altona Trinitatiskirche Bildnis. Dietz, Feodor, Geschichts- und Schlachten¬ 
maler, geb. 1813 Mai 29 zu Neunstetten im 
Badischen, gebildet in Karlsruhe und München, 
Hess sich hier 1843 nieder, begleitete 1.870 die
		

/Sponsorzy_051_07_0091.djvu

			Meister. C. Maler. 19 badischen Truppen als Felddiakon und starb 
in diesem Beruf am 18. Dez. genannten Jahres. Hasselburg Old. 1. Oorph, Anton Laurids Johannes, geb. 
1831 Febr. 15 zu Horsens, seit 45 in 
Kopenhagen, bildete sich unter Eckersberg 
undMarstrand, ward 71 Mitglied der Akademie. 
Seine Altarbilder tragen das Gepräge feier¬ 
lichen Ernstes. 1863 Tyrstrup Had. I Altar. Dyck, Anton van, der grosse holländische 
Maler, geb. zu Antwerpen 22. März 1599» 
gest. zu London 1641 Dez. 9. Das Inven¬ 
tar des Ovens'sehen Nachlasses 1691 ver¬ 
zeichnet 2 Bilder und 1 Skizze von ihm. Erwähnt Grawenstein Ap. Altar. Eckersberg, Christoffer Wilhelm, der 
einflussreichste und berühmteste Maler der 
Neuzeit in Dänemark, geb. 1783 in Blaukrug 
Kirchspiels Warnitz Ap., Sohn des dortigen 
Tischlers und Malers Henrich Wilhelm 
Eckersberg, lernte das Handwerk bei Jes 
Jessen in Apenrade, dann bei Jessen in Flens¬ 
burg. Hier fanden sich 1805 angesehene 
Leute bereit, ihm einen Aufenthalt in Kopen¬ 
hagen zu ermöglichen. Im Fluge gewann 
er die Preise der Akademie. An einen 
Aufenthalt in Paris schloss sich die italienische 
Reise. Unterdess liess man die durch Abil- 
gaards Tod vacant gewordene Professur 
unbesetzt, bis sie nach seiner Heimkunft 
Eckersberg übertragen werden konnte 1818 
April 18. Gleichzeitig mit seinen grossen 
historischen Gemälden entstanden Altartafeln, 
seit 35 aber wandte er sich immer ausschliess¬ 
licher der Seemalerei zu, die er zu hoher 
Vollendung führte. Sein Leben voll unsäg¬ 
lichen Fleisses und treuster Hingabe an Amt 
und Beruf beschloss der Siebzigjährige am 
22. Juli 53, ein Opfer der Cholera. Ein 
Denkmal der Garnisonskirche in Kopenhagen, 
von Jerichau, zeigt den Meister unter seinen 
Schülern. 1831 Hagenberg So. Altar. Ehlers, in Kappeln. Um 1850 Loit Schl. 2 Epitaph h. Enutn, Johan von, oft Johan Maler genannt, 
ältester Sohn des gleichnamigen Bürgers und 
Malers zu Flensburg, der dort im Nicolai¬ 
kirchspiel Haus und Hof besass, nicht ohne 
Vermögen war. Der Kirchenbibliothek St. 
Nicolai schenkte er 2 Werke des Matthesius. 
Her Name erscheint in Flensburger Stadt- 
und Kirchenrechnungen seit 1573, Arbeiten 
früherer Jahrgänge dürften dem Vater zu¬ 
zuschreiben sein. Nicht so die künstlerischen 
Arbeiten der neunziger Jahre, denn jener 
starb spätestens Anfang 1594. Damals er¬ 
warb der Sohn unter Zustimmung seiner 
Geschwister das väterliche Haus. Zwei Jahre 
vorher hatte er mit einer Flensburgerin aus 
sehr angesehener Familie, Marcus Holstens Tochter, Hochzeit gehalten. Seine Mutter, 
die 1601 noch am Leben war, lebte bei ihm. 
Ein kundiger und fähiger Mann, ward er 
zum Kirchgeschworenen und 1602 zum 
Rechnungsführer der Kirche St. Nicolai be¬ 
stellt. 1604 starb ihm ein Kind. 1606 
arbeitete Paul Blome (s. Paul Maler) bei 
ihm. Ueber seinen ferneren Lebensgang geben 
dänische Künstlerlexica Auskunft. Schon 
1607 und 8 malte er im Auftrag Christians IV. 
u. A. des Königs Schlafgemach, und 1612 
empfing er Bezahlung für 4 Kunststücke, 
die er im Schlosse Frederiksborg ausgeführt. 
Nicht lange darnach muss er gestorben sein, 
denn 1615 am 9. Aug. empfing seine Witwe 
Marine sein letztes Guthaben von der königl, 
Rentekammer ausbezahlt. Dem entspricht, 
was unsern Flensburger Quellen zu entnehmen 
ist. Seit 1608 begegnet er in den dortigen 
Lohnregistern nicht mehr. Allein sein Haus, 
auf das er 1604 260 Mk. Lüb. aufgenommen, 
steht nach wie vor auf seinen Namen, bis 
er es 1611 durch einen Bevollmächtigten 
dem Schwertfeger Hans Boysen für 1200 Mk. 
Lüb. verkaufte. In Nyborg sind mehrere Porträts sowie 
ein Epitaphbild von ihm, sein Monogramm 
fand sich in Garding. Das Nicolai-Archiv 
zu Flensburg bewahrt die Rechnung über 
die Gewölbmalereien 1596, und die von ihm 
geführte Kirchenrechnung. *1582 Flensburg St. Marien Krone. *I594 das. St. Marien Totenfahne. *1594 das. Rathaus. *1596 das. St. Nicolai Gewölbmalereien. *1596 das. St. Marien Altarschranken. 1598 das. St. Marien Gewölbzapfen und 
Sterne. *1600 das. St. Nicolai Totenfahne. *1601 das. St. Marien Türen im Altar. *1602—4 das. Kompagniehaus. 160. Garding Kirche Bild N. Ferrang, H. H., in Friedrichstadt. 1843 Süderstapel Schl. 1 Altar h. Finsinger, Ehrenfried, Maler, lebte 175° 
mit seiner Familie in Ploen. Erwähnt. Ploen N. Fischbach, H., geb. 1833 in Unna, besuchte 
49—54 die Akademie in Düsseldorf. 1857 
lernte ihn Geheimrat von Quast kennen, der 
ihn zur Herstellung alter Wandmalereien in 
der Kirche zu Methler und ähnlichen Arbeiten 
empfahl, in denen er sich bewährte. Er 
lebt in Lüneburg, wo er im Zeichnen und 
Malen Unterricht gibt. 1882 Meldorf Statuen h. Freese, Daniel, der sich natione Ditmariensis 
nennt, den Künstlerlexicis bekannt. Seine 
gemalten Prospekte von Heide (Fig. 107), 
Meldorf, Hamburg, Bardowiek u. s. w. ent¬ 
stammen den Jahren 72—95. Gemälde seiner 
Hand bewahrte das Rathaus zu Lüneburg. 2
		

/Sponsorzy_051_07_0092.djvu

			20 Meister. C. Maler. Es gibt ein Porträt Heinrich Ranzaus von 
ihm. 1611 soll er gestorben sein. *1565 Seester Pi. Altar h. Freese, Johan Karl, aus dem Mecklen¬ 
burgischen gebürtig, ehedem Soldat, alsdann 
Schulhalter bei Ohrfeld im Kirchspiel Esgrus, 
zuletzt Inste und Fischer in Neukirchen in 
Angeln, starb daselbst 1766 Nov. 14. Um 1760 Neukirchen Fl. 2 Altar. Friede, Simon Heinrich Anton, starb als 
Malermeister in Kappeln 1836 Jan. 21, 53 
Jahre alt, vordem (1812) in Flensburg, stammte 
aus Eckernförde. 1817 Sterup Fl. 2 Lutherbild. 1827 Boren Schl. 2 Altar. Friedrichsen, Joh. A., Handwerksmeister in 
Tingleff. 1783 Ladelund To. 2 Altar. Fritzsch, Christian, nach den Künstlerlexicis 
geb. 1695 in Sachsen, ward Hofkupferstecher 
des Herzogs von Holstein-Gottorf, der ihm 
in Schiffbeck bei Hamburg ein Haus ein¬ 
geräumt. Er starb 1769. Seine Porträts 
und Prospekte gelten für tüchtige Arbeiten. 1743 Stich von Schleswig Schloss Gottorf 
(Fig. 1240). 1747 Stich von Jersbeck Str. 1749 „ „ Ploen (Fig. 1028). Frölich, Lorens, geb. zu Kopenhagen 1820 
Okt. 25, nahm Unterricht bei Hetsch und 
Eckersberg, studierte dann in München, 
Dresden, Rom, Paris. An letzterem Orte 
blieb er von Anfang der fünfziger Jahre bis 
73. Dann kehrte er heim, ward Mitglied 
der Akademie zu Kopenhagen u. s. w. Er 
ist vorzüglich bekannt als Illustrator. 1856—57 Flensburg Gerichtshaus. Gabriel (Gabrielsen), Peter, Conterfeier in 
Flensburg, Sohn des Malers Hans Petersen 
oder Gabrielsen, auch Bennick genannt 
(s. Hans Maler) und Bruder des Bildhauers 
Klaus Gabriel, erhielt am 12. Jan. 1631 für 
Renovierung der 6 königl. Gemälde auf dem 
Rathaus Mk. 18 ausbezahlt. Von dieser Zeit 
an wird er in Flensburger Registern ge¬ 
funden. Er wohnte, wenigstens bis Ostern 
35, in St. Marien. 34 verlor er ein Kind. 
1647 aber, am 26. März ist er selbst nicht 
mehr am Leben und bestellt der Rat auf 
Ansuchen seiner Mutter den unmündigen 
Kindern Vormünder. *1635 Flensburg St. Mar. Totenfahne. *1636 das. St. Nie. Totenfahne. Galli (Gail), Elias, seit Ostern 1648 Küster 
der Kirche der Vorstadt St. Georg zu Ham¬ 
burg, malte im Jahre 1687 die Gemälde des 
neuen Altars für Groden, Amt Ritzebüttel. 
Andre Werke seiner Hand, besonders Bild¬ 
nisse, besass Hamburg. *1705 Husum Marienkirche Bild. Garofalo, Beiname des Malers Benvenuto Tisio, 
1481 in Garofalo unweit Ferrara geboren, des vertrauten Gehülfen Raffaels. Er starb, 
erblindet, 1559 Sept. 6. 1529 Hasselburg Old. I Bildnis. Gellter, Hans Heinrich, in Eutin. 1669 Neustadt Old. 1 Altar h. Geve, Nicolaus George, ein Hesse, geb. 
1712, Schüler des Hofmalers J. S. Wahl in 
Kopenhagen, später in Schleswig Zeichen¬ 
lehrer der Domschule, betrieb gleichzeitig 
ein ausgedehntes Dekorationsgeschäft. Paul 
Ipsen arbeitete eine Zeitlang bei ihm. Die 
Unterhandlungen, ob er Jak. Asmus Carstens 
in die Lehre nehmen sollte, zerschlugen sich. 
Er galt als ein Mann, der die Kunststücke 
der alten Maler sehr genau kenne und auch 
selbst viel davon gesammelt habe. In der 
Katrinenkirche zu Hamburg befindet sich 
von ihm ein Bildnis Erdmann Neumeisters, 
ein andres Bildnis von seiner Hand besitzt 
Hauptpastor Schnitker in Schleswig. Er starb 
den 21. Juni 1789, 1777 Schleswig Dom Bildnis. Giesenbier, Härmen, Maler? 1650 Aventoft To. 2 Altar. GoldSChmid, Paul, Kunstmaler aus Garding, 
1675 und 76 für die dortige, seit 79 für die 
Tönninger Kirche tätig, heiratete 1677 die 
Tochter eines Tönninger Kirchendieners, 
wurde 1680 Bürger daselbst und kaufte 82 
ein stattliches Haus in der Neuenstrasse. 
Er starb 93 oder anfangs 94, zugleich mit 
einem seiner Kinder. Ein Sohn, Claus, wurde 
Goldarbeiter. *1687 Oldensworth Eid. Kirche. GoltziuS, Hendrik, holländischer Kupfer¬ 
stecher, geb. 1558 zu Mülebrecht, gest. zu 
Hartem 1616 Dez. 29. Er that den ersten 
bedeutsamen Schritt von der bloss zeichnenden 
zur koloristischen Behandlung des Stichs, 
und wurde in seinen zahlreichen Blättern von 
Niederdeutschen Manieristen vielfach als Vor¬ 
lage benutzt. Stich: Breitenburg Ste. GOOS, Carl Andreas August, Sohn des 
Malers Joh. Pet. Goos, geb. in Schleswig 
1797 Aug. 6, besuchte die Kopenhager 
Akademie, erlangte dort 1823 die beiden 
silbernen und 25 die kleine goldne Medaille 
für eine Heimkehr des jungen Tobias. Ausser 
biblischen Stoffen malte er Gegenstände des 
griechischen Altertums und Ossians. Zwei 
seiner Jugendarbeiten kaufte die königl. Ge¬ 
mäldesammlung. Er lebte in seiner Vater¬ 
stadt, still und zurückgezogen, durch Bildnis¬ 
malen sich in bescheidener Weise ernährend. 
Seine Bilder haben stets etwas Akademisches. 1849 Sieseby Eck. Bild und Porträt. Thumby Schl. 2 Altar. Süderbrarup Schl. 2 Altar. Havetoft Schl. 2 Altar. GOOS, Johan Peter, geb. 1763, gest. 1837 
Dez. i 5, Maler, Vergolder und Lackierer in
		

/Sponsorzy_051_07_0093.djvu

			Meister. C. Maler. 21 Schleswig, Stadtverordneter daselbst und 
Lombardschreiber, Vater des vorigen. 1800 Töstrup Schl. 2 Altar. 1802 Norderbrarup Schl. 2 Altar. 1803 Ulsnis Schl. 2 Altar. Ferner (wenn nicht von einem seiner 
Söhne) 1818 Neuenkirchen Ste. Altar. Gottschalck, Johan, Maler und Conterfeier 
in Ploen, gestorben 1703, im Alter, nach 
langjähriger Berufstätigkeit. Erwähnt Ploen N. Gowert, s. Gowert von Achten. Gröger, Friedrich Carl, geb. zu Ploen am 
14. Oct. 1766, Sohn eines Schneiders, ver¬ 
suchte sich im Schneider-, Drechsler- und 
Malerhandwerk, gab Alles auf und ernährte 
sich einige Zeit durch Porträtzeichnen in 
Lübeck, erlangte später einige Ausbildung 
in Berlin und Dresden, lebte zuletzt als an¬ 
gesehener Bildnismaler und Lithograph in 
Hamburg, zeitlebens eng verbunden mit seinem 
in Lübeck gewonnenen Freunde und Kunst¬ 
genossen Aldenrath. Er starb am 9. Nov. 1838. *1832 Ploen Kirche Bilder. Grönland, HermannMatthias, älterer Bruder 
des bekannten Blumen- und Tiermalers Theude 
Grönland, geb. in Altona 1813, ging bald 
nach 1843 nach Cincinnati, Ohio, wo er, als 
Kartenzeichner für Eisenbahnverwaltungen be¬ 
schäftigt , vor einigen Jahren starb. Als 
Künstler ist er sonst nicht bekannt. 1843 Barlt Dit. 2 Altar. Grote, Jürgen, Maler in Flensburg, erwarb 
dort schon im Jahre 1544 ein Haus in der 
Roteilstrasse, dem er im Laufe der Jahre 
den Besitz mehrerer anderer hinzufügte. 
Eines davon übergab er 75 seinem Tochter¬ 
mann. Dass er dem Bildhauer und Maler 
Hans Grote verwandt, liegt nahe zu denken, 
da er 68 für dessen Schwesterkinder der 
Vormund- ist. Er that auch manche hand¬ 
werkliche Arbeit. Hochbejahrt malte er 94 
noch die Orgelflügel in St, Marien neu. 
Vom Amt des Kirchgeschworenen kaufte 
er sich los. Im eben genannten Jahre starb 
seine Frau, 1601 er selbst. *1566 Flensburg St. Nicolai Totenfahne. *I57° und 80 das. St. Marien Totenfahne. *1587 das. St. Marien Sandsteinstatuen. * 1591 das. St. Nicolai Totenfahne. 
Hansen, Simon V. 1854 Föhr To. 2 Johannis Altar. Hansen, Peter, lebt als Malermeister und 
Schnitzer in Bönstrup, geb. um 1820. 1873 Kropp Schl, i Altar. Harder, johan, um 1639 Maler in Itzehoe, 
Bürger daselbst. In dem Contrakt mit den 
Wilsterschen Kirchenhauptleuten verspricht 
er seiner Gelegenheit nach, keine Kunst, 
Pflicht, gute Farbe noch Gold zu sparen, 
dass das ganze Werk in völliger Ueberein- 
stimmung mit der Malerei und Vergoldung des Positifs durchaus rühmlich, dem Kirch¬ 
spiel preislich verfertigt werde. Um 1639 Wüster Ste. Orgel. Helbig, A. 1690 Borsfleth Ste. Epitaph. Helbig, M., in Krempe. 1690 Borsfleth Ste. Epitaph. 1725 Süderau Ste. Bildnis. Helbig, H i n r i ch, ein Schilderer, aus dessen 
Besitze das unten genannte Bild stammt, 
gebürtig in Krempe, erwarb am 30. Juli 1696 
in Glückstadt Bürgerrecht. Vgl. auch Helwig. 1726 Glückstadt Ste. Kirche Bild. Helwig, Conterfeier, wol identisch mit Hinrich Helbig. 1695/96 Glückstadt Ste. Altar. Henningsen, Hans, geb. 1788 zu Flatzby in 
Angeln, Handwerksmeister in Flensburg, gab 
1822 seine Werkstätte an Rannje ab, starb 
49 Jan. 19. 1817 Nordhackstedt Fl. 1 Altar. 1840 Quars Ap. Altar. Hintze, Nicolaus, Maler aus Glückstadt, 
hielt sich 1684 in Flensburg auf, »schilderte« 
dort u. a. die Quadersteine und Feuerluken 
an Sebast. Neuhaussens Hausgiebel, ward 
1687/88 daselbst vom Kämmerer in Brüche 
genommen , weil er eine Schmähschrift von 
Tondern mitgebracht und den Musikanten- 
Gesellen gesandt hatte, nahm 91/92 dort 
Bürgerrecht, ist 1700 noch da. *1694 Flensburg St. Mar. Totenfahne. Hogenberg, Franz, bekannter Stecher, aus 
Mecheln, der 1585 in Hamburg Aufnahme 
fand, für H. Ranzau thätig, vgl. die Künstler¬ 
lexika. Stiche: I. S. 56. 77 u. f. Holst, Jürgen, leistet am 25. Febr. 1667 in 
Flensburg den Bürgereid, war aber schon 
65 und 66 da. Er wohnte beim Südermarkt 
und für St. Nicolai hat er auch 68 eine 
Totenfahne geschildert (43 Mk. 20 Pf.) , 72 
die Uhr vergoldet (240 Mk.). Im.Jahre 1684 
verwaltete er das Amt des Kirchenrechnungs¬ 
führers , stirbt aber, ehe er es zu Ende ge¬ 
führt. Seine Witwe kaufte ihm ein Grab im 
Seyerhäuse gerade vor der Kirchtür. *1681 Flensburg St. Nicolai Totenfahne. 
Holte, Johan. 1699 Heide Dit. I Altar. Jacobsen, J. H. 1719 Atzerballig So. Altar. Jansen, Hinrich, vornehmer Schilderer, unter 
den Zeit- und Kunstgenossen Jürgen Ovens 
der einzige bisher den Künstlerlexicis bekannte 
Meister, Sohn eines wolhabenden Kaufmanns 
in Flensburg Andreas Jansen, welcher dort 
1622 ein Haus erwarb, 33 starb. Bald nach¬ 
her heiratete die Witwe den späteren Rats¬ 
verwandten Peter Danneel, in dessen Hause 
Andreas Jansens Kinder erzogen wurden. 
Seit dem Jahre 56 ist Hinrich Jansen ansässig
		

/Sponsorzy_051_07_0094.djvu

			22 Meister. C. Maler. und Bürger seiner Vaterstadt, der er zur 
Abtragung der Schwedischen Brandschatzung 
1657 200 Thlr. leihen kann. Er wohnte im 
Marienkirchspiel, in der Neuen Strasse, nahe 
dem väterlichen Hause. Am 24. Oct. 64 
heiratete er Katarina, die Tochter des Kauf¬ 
händlers Luder Barch und 66 März 21 liess 
er seinen Sohn Andreas taufen. 1667 aber 
starb Hinrich Jansen, nach kurzem Eheglück. 
Am 23. Sept. dieses Jahres bestattete man 
ihn an leicht nachweisbarer Stelle südlich im 
Chor von St. Marien. Ein nachgebornes 
Kind von ihm starb wenige Monate alt 68 
und 71 auch die Witwe. Der Sohn lebte 
bis ins 31. Jahr. Eine Nachricht Weinwichs, der keine 
Quelle nennt, macht Hinrich Jansen zu einem 
Schüler Rembrandts, lässt ihn 1654—57 nach 
Holland, Italien, Spanien reisen, dann als 
Hofmaler Friedrich des III. während der 
Belagerung 1659 in Kopenhagen sein. Sein 
Geburtsjahr giebt ebenderselbe auf 1625, 
sein Todesjahr auf 68 an. Die letztere Zahl 
ist unrichtig, die Jahreszahlen der Reise er¬ 
scheinen zweifelhaft. 1656 Flensburg St. Marien Epitaph. lansonius, Rembrandist, könnte identisch sein 
mit Hinrich Jansen, nur dass dessen Mal¬ 
weise 1656 eine so ganz andre ist. 1648 Flensburg St. Marien Epitaph. Jenny, Heinrich, Zeichner und Maler aus 
der Schweiz, zuerst bekannt geworden durch 
einen figurenreichen Carton: die Ursachen 
der Reformation, lebt in Basel. 1876 Burg Dit. 2 Altar. 1877 Jevenstedt R. Altar. Jensen, W. 1855 Hohenwestedt R. Bild h. Jessen, Carl Ludwig, geb. in Deezbüll 1833 
Fbr. 22, Sohn des dortigen Tischlers Momme 
Jensen, verblieb im vaterländischen Hause, 
als Dekorations- und Bildnismaler tätig, bis 
es ihm ermöglicht wurde, 56—60 die Aka¬ 
demie zu Kopenhagen zu besuchen. Hier 
lernte er unter Marstrand, bereiste 66—68 
Paris, Rom, lebte einige Zeit in Hamburg, 
seit 74 dauernd in Deezbüll. Am bekanntesten 
sind seine Darstellungen aus dem friesischen 
Volksleben geworden. 1875 Deezbüll To. 2 Deckenbilder. 1884 Poppenbüll Eid. Altar h. Originalzeichnungen s. Fig. 655 f. Jessen, Jes, geb. 1743 Aug. 14 in Apenrade, 
des Malermeisters Peter Jessen Sohn, lernte 
bei seinem Vater, dessen Geschäft er fort¬ 
führte , blieb zeitlebens in Apenrade, wo er 
am 9. April 1807 starb. Eckersberg lernte 
bei ihm, entlief aber, später versöhnten sie sich. 1785 Loit Ap. Gestühl. 1790—91 Warnitz Ap. Kirche, Altar. 1791 Lysabbel So. Altar. 1798 Tandslet So. Altar. 1799 Lügumkloster To. 1 Altar. 1803 Wilstrap Had. 1 Altar. 1804 Nübel So. Altar. Ries Ap. Altar. Jordkirch Ap. Altar. Erwähnt Satrap So. Altar. Jessen, Handwerker in Flensburg. 1840 Quars Ap. Altar. Johann, (Maler) s. v. Enum. Johannsen, Andreas, Maler des Herzogs 
Christian Albrecht (1659—94). Erwähnt Schleswig Schloss Gottorf. Ipsen, Paul, geb. 1746 Aug. 27 auf Oland, 
Sohn des dortigen Predigers, ältester Bruder 
der Maler Jakob und Rudolf Ipsen, verlebte 
seine Kindheit auf der Hallig, war als Ge¬ 
selle bei Geve in Schleswig, ging 1770 nach 
Kopenhagen, woselbst er 1807 noch lebte. Als 
1776 Asmus Jakob Carstens nach Kopenhagen 
kam, wohnte derselbe 3 Jahre lang bei ihm. 1791 F.rfde Schl. 1 Empore. Jürgens, Friedrich, Dilettant des Ovensschen 
Kreises, Sohn des wohlhabenden Kaufhändlers 
Peter Jürgens in Friedrichstadt und spätestens 
seit 1678 selbst Kaufhändler in dem be¬ 
nachbarten Tönningen, einer der ersten Bürger 
dieser Stadt, Mitglied des Rats, in seinen 
letzten Lebensjahren Bürgermeister. Er starb 
im Jahre 1697 und wurde am 17. April 
unter dem Geläute aller Glocken Tönningens 
begraben. Schon sein Elternhaus und später 
er selbst war eng befreundet mit der Familie 
Jürgens Ovens. Als dessen Witwe Fr. Maria 
1690 gestorben war, wurde er Vormund des 
jüngsten Sohns. Tönningen Eid. Rathaus. Jürgens, Hans, Maler und Conterfeier, erwarb 
zu Heide, wo auch seine Eltern lebten, ein 
Haus auf der Louwenborch, begegnet regel¬ 
mässig in den Heider Kirchenrechnungen 
der fünfziger Jahre mit handwerklichen Ar¬ 
beiten, vergoldete die Turmknäufe u. A., 
nach 1660 jedoch nicht mehr. Dagegen 
verdient in den folgenden Jahren seine Frau, 
Hans Jürgens Grete, mit Kalken und Lehm¬ 
wenden in den Predigerhäusern einen geringen 
Tagelohn. Sein früherer Lehrling Klaus 
Voth ward sein Nachfolger in der Kirchen¬ 
arbeit. Ein anderer Lehrling von ihm war 
1652 ff. Carsten Eck aus Wesselburen. *1656 Hennstedt Dit. 1 Kirche, Kanzel, 
Orgel. Kahfues (Cafus), Johan Gottfried, 1691 
und 92 Hofmaler in Ploen. Erwähnt Ploen N. Kaselowsky, August Theodor, geb. 1810 
April 26 zu Potsdam , gebildet an der Aka¬ 
demie zu Berlin, noch unter Hensel, arbeitete 
hier für Friedrich Wilhelm IV. an der Schloss¬ 
kapelle im Neuen Museum, wurde Professor 
an der Kunstschule in Berlin. 1873 Sieseby Eck. Altar.
		

/Sponsorzy_051_07_0095.djvu

			Meister. C. Maler. 23 Keister, Lorenz de, Maler, kam spätestens 
1617 nach Tönningen, wurde dort Bürger, 
zeichnete 1621/22 für die Stadt eine Karte 
oder Abriss wegen der Gelegenheit der 
Wassermühle, that um 1630 eine reiche Heirat, 
ward u. A. Besitzer mehrerer Häuser, deren 
eines er 1635 mit Zustimmung seiner Haus¬ 
frau Gretjen, Peter Davids Witwe, sammt 
dem Maria Magdalenen-Bildnis, das auf der 
Diele desselben hing, verkaufte. 1653 Mai IO 
lebte er noch. Erwähnt 1608 Schleswig Schloss Gottorf. Kempene, Johan de. So war auch ein Bild 
der alten Nicolaikirche in Hamburg bezeichnet, 
eine Kreuzigungsscene, 1581 auf Holz in Oel 
gemalt. Den Meister buchte die Hamburger 
Amtsmeisterrolle 1587 als Joh. Kempener. 
Da also trat er ins Amt, in welchem er 1592 
die Stellung eines Aeltermanns einnahm. 
Zwei Jahre später, am 10. Dez. 1594, ver¬ 
starb er. Er ist ein streng ausgeprägter Ver¬ 
treter der einst bei uns volkstümlich gewordenen 
Schule niederländischer Manieristen, undinner¬ 
halb der Grenzen dieser Richtung eine aus¬ 
gezeichnete Kraft. 1586 Schleswig Dom Epitaph. Krabbe, Otto, Maler des Herzogs Christian 
Albrecht (1659—-94). Erwähnt Schleswig Schloss Gottorf. Kroymann, Carl Friedrich, geb. 29. Oct. 
1781 zu Eckernförde, kam 1794 nach Altona, 
woselbst sein Vater, Verfasser eines vielge¬ 
brauchten Rechenbuchs der Schreib- und 
Rechenmeister, er selbst Schüler des Gym¬ 
nasiums wurde. Im Jahre 1816 wurde er 
seinem Vater beigeordnet, und 19 folgte er 
ihm im Amt, 29 aber, nach dem Abscheiden 
seines Lehrers Bundsen, übernahm er den 
Zeichenunterricht. Uebrigens ergaben die 
Akten, dass er 38 auch den Unterricht in 
der Erdkunde in Quarta und 44 den deutschen 
in Sexta leitete. Ein 4jähriger Aufenthalt 
in Berlin und Dresden (1800) hatte ihn zum 
tüchtigen Bildnismaler gebildet. Von seinen 
sorgfältig in Kreide ausgeführten Porträten 
giebt es eine grosse Zahl. Ein Selbstbildnis 
befand sich 82 im Besitze der Familie zu 
Bordesholm. Er starb, schon 47 erkrankt, 
am 15. März 1848. 1843 Altona Trin. Lutherbild. Deezbüll To. 2 Lutherbild. Lackerss, Jakob van, in Krempe. *1442 Büsum Dit. I Altar. Lange, in Berlin. Um 1873 Nübel Schl. 2 Altar. Lorch, Melchior, weit berühmter Conter- 
feier, Holzschneider, Kupferstecher, über 
welchen es zahlreiche, doch nicht immer 
hinlänglich gesicherte Nachrichten gibt. Ge¬ 
sichert ist, was er in der Vorrede zu seiner 
Beschreibung der Türkei (Wien 1563, Amster¬ 
dam 74 und 79) sagt. Dann was 3 Briefe ergeben, die er 63 von Wien aus an Herzog 
Hans und König Friedrich II., 75 von Flens¬ 
burg aus an letzteren richtete, ferner einige 
Nachrichten des königl. Geheimarchivs in 
Kopenhagen und des Hamburger Ratsarchivs, 
endlich was Flensburgische Urkunden und 
Akten melden. Er war ein geborner Flens¬ 
burger. Sein Vater, der Ratsmann Thomas 
Lorck, starb spätestens 1534. Als Gold¬ 
schmiedslehrling in Lübeck lernte der Sohn 
die Anfänge der Kupferstecherkunst, ward 
später vom König Christian III. unterstützt 
und unternahm weite Reisen durch Deutsch¬ 
und Niederland, Frankreich, Italien, nach 
Egypten und der Türkei. 1563 meldete er 
sich „aus Barbaria“ zurückgekehrt. Im Jahre 
67 und 68 nahm er in Hamburg die grosse 
Karte des Elbstromes auf (vgl. II, 106), 
deren Original sich erhielt. Damals war er 
mit einer Tochter Hans Johels verheiratet. 
Sie muss nicht lange darnach gestorben sein, 
denn 72 am 15. Febr. machte er zu Ham¬ 
burg, selbst krank und schwach am Leibe, 
sein Testament zu gunsten seiner angetrauten 
Braut Anna, seligen Hinrick Schrivers nach¬ 
gelassene Witwe, die ihn in Hamburg während 
seiner langwierigen Krankheit getreulich ge¬ 
pflegt. Seit dem 27. Sept. desselben Jahres 
aber finden wir Anna Lorches, nun seine 
Ehefrau, in seiner Vollmacht Eigentumsrecht 
an einem der früher seinem Vater gehörigen 
Häuser üben. Im Jahre 1580 Febr. 19 em¬ 
pfing er die Bestallung zum königl. Conter- 
feier der Krone Dänemark. Sein Todesjahr 
ist nicht ermittelt. Während sein letzter be¬ 
kannter Stich von 1585 datirt, will man in 
Hamburg eine Karte des Amtes Ritzebüttel 
von ihm besessen haben von 1594. — Jost 
Ammann schnitt in der Türkischen Chronica 
(Frankfurt a./M. 1577) Melchior Lorchs 
Wappen: in 4 Feldern zweimal ein Adler, 
zweimal ein Stechhelm mit Federschmuck, 
und auf dem Helm oberhalb des Wappen¬ 
schildes einen Adlerkopf mit Krone. Dies 
Wappen führen die in Schweden lebenden 
Nachkommen noch. Erwähnt Flensburg S. 254. Lorenzen, Andreas und Christian, zwei 
Brüder, ihres Zeichens Rotgiesser und daher 
gewöhnlich Andreas undChristian Rot¬ 
giesser genannt, aber auch Stecher und 
Radierer, fleissig, von Haus aus wolbefähigt, 
aber ohne hinreichende Schulung. Gewöhnlich 
sind ihre Arbeiten monogrammatisch be¬ 
zeichnet C. Rothg., C. Roth., C. R., A. R. 
Man findet sie in Dankwerths Beschreibung 
u. s. w. 1652, in Olearius’ Ausgabe der 
Belingschen Virgilübersetzung 1649, der 
Orientalischen und Moskowitischen Reise 1647 
und 56, in Kirchmann de annulis 1657. 
Sie lebten in Husum. Andreas war jeden¬ 
falls um Ostern 1664 nicht mehr am Leben,
		

/Sponsorzy_051_07_0096.djvu

			24 Meister. C. Maler. Christian ward 59 April 14 auf dem Frauen¬ 
kirchhof bestattet. 1652 Schleswig Schloss Gottorf Globus. Erwähnt Husum. Lorentzen, ChristianAugust, geb. zu Sonder¬ 
burg 1749 am 10. Aug., besu’chte die Kopen- 
hager Akademie ohne eine einzige Medaille 
zu gewinnen, ward aber 1784 Mitglied, 1803 
Professor, einmal auch Direktor der Akademie. 
Er wohnte auf Charlottenborg, unverheiratet, 
von einer grossen Reihe von Schülern um¬ 
geben, die er anregte, aber selten nachhaltig be¬ 
einflusste. Er malte mehr leicht als gründlich, 
genialisch, zumeist Gegenstände der nordischen 
Geschichte, so Christian IV. in der Schlacht 
bei Fehmarn. Er starb am 8. Mai 1828. Rabenkirchen Schl. 2 Altar. Lund,FrederikChristian, geb. in Kopen¬ 
hagen am 14. Febr. 1826, seit 77 Mitglied 
der Akademie daselbst, bekannt durch seine 
Deckenmalereien im Viborger Dom 76, aber 
auch vorher schon durch Kampfscenen, ge¬ 
naue Kostüm- und Architekturbilder. 1856 Atzbüll Ap. Altar. Lund, Jens Martin, Bürger und Schilderer 
in Flensburg, geb. in Tondern, lernte das 
Malerhandwerk bei Gerhard Möller in Flens¬ 
burg, diente dann i1/, Jahr in Kopenhagen, 
kehrte zu seinem Lehrmeister zurück und wurde 
von demselben Herbst 1764 entlassen, als 
er merken Hess, dass er selbständig zu werden 
geneigt sei. Im Winter blieb er ohne Stellung, 
dann aber suchte er beim König die Frei¬ 
meisterschaft, bei welcher Gelegenheit der Rat 
erklärt, das Maleramt könne sich ihn zur 
ordentlichen Amtsgewinnung zuzulassen nicht 
weigern, doch bedürfe er jedenfalls Dispen¬ 
sation von der Wanderzeit. Man erteilte 
ihm hierauf mit dieser Dispensation Frei¬ 
meisterschaft 1765 Juni 21. 1783 hatte er sich aufs Neue über das Maleramt zu be¬ 
schweren. Im Sommer 1784 starb er, nichts 
als armselige Umstände und 2 Kinder aus 
erster, 2 aus zweiter Ehe, alle vier unmündig, 
hinterlassend. Die Witwe Helena bittet daher 
seine Conzession und Freimeisterschaft fort¬ 
setzen zu dürfen. Es ward ihr gewährt. 1775 Klipleff Ap. Altar. Lund, Johann Ludwig, geb. zu Kiel 1777 
Oct. i6, wo sein Vater Malermeister war. 
Im Jahre 1796 kam er nach Kopenhagen, 
besuchte die dortige Akademie, dann Dres¬ 
den, Paris, Florenz. Hier bei dem Anblick 
altitalienischer religiöser Malerei ward ihm 
sein Beruf klar. Nach längerem Aufenthalt 
in Rom kehrte er heim, ward 1814 Mitglied 
und 18 Lehrer an der Akademie. 1820 ver¬ 
mählte er sich. Wie Eckersberg, hatte er 
auf Charlottenborg eine eigne Malerschule, 
an Einfluss freilich jenen nicht erreichend. 
Dem wenige Jahre vor seinem Tode Er¬ 
blindeten gab eine Operation das Augen¬ licht zurück, so dass er wieder lesen und 
zeichnen, auch noch, wie früher so manches 
Mal, Kassierer der Akademie sein konnte. 
Frohsinn und geistige Frische bewahrte er 
sich in seltenem Masse. Er starb 1867 am 
3. März. 1828 Preetz PI. Altar. 1841 Hügum Had. 2 Altar. Lunden, Johan von, Ditmarscher Maler und 
Stecher des 16. Jahrh. Breitenburg Ste. H. Ranzaus Porträt (an¬ 
geblich). Lyk, von, Maler oder Schnitzer aus dem Ende 
des 18. Jahrh., nicht ohne Ruf. Jersbeck Sto. Maas, Balthasar, Maler des Herzogs Christian 
Albrecht (1659—94). Erwähnt Schleswig Schloss Gottorf. 
Maynussen, Christian Karl, geb. zu Bred- 
stedt 1821 Aug. 31, erlernte anfangs die 
Tischlerei, dann das Malerhandwerk, wandte 
sich zur Kunst, machte seine Studien in 
Paris, unter Couture, lebte in Rom, in Ham¬ 
burg, endlich in Schleswig, wo er 1875 eine 
nur wenige Jahre bestehende Schnitzschule 
ins Leben rief. Er leistet Vorzügliches als 
Sitten- und Bildnismaler, und hat sich um 
unsre altheimische Kunst durch Anregung 
des Interesses verdient gemacht. 1877 Bredstedt Hus. Grundtsche Stiftung 
Bild h. 1880 ff. Broacker St. Jürgen h. 1882 Bredstedt Hus. Altar. Leck To. 2 Altar h. Welt Eid. Altar h. Maler, Hans, mit seinem vollen Namen Hans 
Petersen oder Gabrielsen, auch oft 
Hans Bennick genannt, begegnet in Flens¬ 
burg seit 1610, wohnte im Ramsharde, nahe 
dem Nordertor, wo schon vordem ein Hans 
Bennick wohnte, ist für Stadt und Kirchen 
vielfach beschäftigt, Vater des Conterfeiers 
Peter Gabriel und des Bildhauers Klaus 
Gabriel, starb 1641, nachdem er noch 38 
eine Arbeit für St. Nie. begonnen hatte, die 
39 ein Andrer vollendete. Seine Witwe 
Christine überlebte ihn. 1610—i3KlipleffAp. Gestühl, Altar, Decke. *1619 Flensburg St. Nie; Totenfahne. *1638 daselbst Schauer. Maler, Hinrich, in Flensburg, 1618/19 dort 
in die Tollkiste gesperrt, als gutartig ent¬ 
lassen, »um nach Holland zu reisen«, bald 
wieder darin, bricht 6. Febr. 1619 aus, 
schlägt 28/30 im Organistenhaus von St. 
Marien ein Fenster ein. Dagegen ist er 
1630/31 auf dem Rathaus handwerklich be¬ 
schäftigt , thut 32 Botengänge für den Rat 
nach Kiel, nach Hadersleben, bricht aber 
36/37 wieder zweimal, als ein anderer darin 
gefangen, die Tollkiste auf und lässt den¬ 
selben heraus; war anfangs im Nordermarien-
		

/Sponsorzy_051_07_0097.djvu

			Meister. C. Maler. 25 kirchspiel, später im Heiligen-Geistgang wohn¬ 
haft, arm, zuletzt, als seine Frau gestorben war, 
vom Kloster unterhalten, stirbt 67, wird am 
10. Aug. begraben. *1613 Flensburg St. Nie. Totenfahne. Maler, Johan, s. Johan von Enum. Maler, Josias, mit seinem vollen Namen 
Josias Turow, aus Esmark in Angeln, 
heiratete in Flensburg 1620/21 und ward 
Bürger daselbst, Hess bei der Hochzeit seine 
Braut eine güldne Halskette tragen, that 24 
und 26 für St. Nie.. handwerkliche Arbeit, 
20g in den Kriegszeiten nach Feldstedt, wo 
er einem Soldaten, def sie geraubt hatte, die 
von Steffen Stager für St. Nicolai gemalte 
Totenfahne wieder abnahm, lebte dort 1630 
und wie es scheint auch 1636 noch. *1627 Flensburg St. Mar. Totenfahne. Maler, Pasche, mit vollem Namen Pasche 
Kempe, Maler in Husum, lebte noch 1653, 
wo er die Zeigerscheibe in Koldenbüttel 
staffiert, 1661 aber nicht mehr. *1629 Koldenbüttel Eid. Kirche. Maler, Paul, mit vollem Namen PaulBlome, 
spätestens 1599 in Tönning ansässig, arbeitete 
1606 in Flensburg bei Johan von Enum, 
malte in Tönning 1613 die Ratsstube und 
21 mit Jürgen Blome zusammen das Rat¬ 
haus, kaufte 17 drei Wohnungen in der 
Norderstrasse, von denen er nachgehends 
zwei wieder veräusserte, handelte 1618 als 
Beauftragter der Witwe des Malers Gowert 
van Achten, lebte im Jahre 26 noch. *1615 Oldensworth Eid. Kirche. 1615 Schwabstedt Hus. Orgel. Maler, Peter. Ende des 15. Jahrh. Preetz Kloster. Maler, Peter, in Sonderburg, putzt 1600—1 
für die neuerbaute Stadtkirche das Triumph¬ 
kreuz auf, thut für dieselbe bis 1624 noch 
mancherlei kleine Arbeiten. Im Jahre 1602 
Starb seine Frau , 1608 sein Kind, er selbst 
ward 7. Aug. 1625 begraben. Er war im 
Besitze eines eigenen Hauses, für das er 1621 
vom Herzog die Vergünstigung erbat und 
erlangte, es aufs Neue mit Stroh decken zu 
dürfen, da es zu alt sei, um ein Steindach 
tragen zu können. 1614 Düppel So. Kanzel, 
ander, Kar el van, der Jüngere, nicht Sohn 
des älteren, sondern nach Weilbach des 
mittleren Karel van Mander , kam nach des 
Vaters Tode 1623 mit seiner Mutter nach 
Dänemark, ward 35 hier königl. Conterfeier, 
später Hofmaler, 40—42 Lehrer der Prinzessin 
Leonore Christine, hielt lange Jahre eine 
Art Gasthaus für vornehme Fremde, starb 
1672 und ward in der Petrikirche zu Kopen¬ 
hagen beigesetzt. Sein ältester Sohn Johan 
van Mander wurde Bildhauer, sein jüngster 
Karel Verfertiger mathematischer Instrumente. 
Er war ein tüchtiger Meister, in der Zeich¬ nung kräftig und korrekt, in der Färbung 
natürlich. Schleswig Schloss Gottorf Heldenbilder, 
jetzt in Schwerin. Martens, H., in Hoyer, Handwerksmeister. 1856 Rodenäs To. 2 Predella. Martin, Jacob, vorzüglicher Porträtist. 1656 Sonderburg Kirche Epitaph. MaSChmann, ElisabethMargarethe, über¬ 
nahm 1742 gemeinschaftlich mit Johan Jakob 
Oden die Lackierer- und Vergolderarbeit in 
der Hauptkirche zu Altona, für welche Kirche 
Joh. Georg Engert die Bildhauerarbeit that. 
>745 Et sie mit letzterem verheiratet. 1743 Altona Trin. Matthiä, N i c o 1 a u s, Ditmarscher Maler, den 
Neocorus Lübecker und Hamburger Künstlern 
gleichstellt, erwähnt I. S. 54. Matzen, Friede geb. Barlach, 1832 zu Beyen- 
fleth geboren, Tochter des dortigen Predigers, 
studierte in Dresden, wandte sich später unter 
dem Einfluss Ed. Berghs der Landschafts¬ 
malerei zu, war verheiratet mit Pastor Matzen 
in Stockholm, dann in Fjelstrup, starb 77. 1864 Fjelstrup Häd. I Altarbild. Meier, Georg, Maler des Herzogs Ghristian 
Albrecht (1659—94). Erwähnt Schleswig Schloss Gottorf. Merian , Maria Sibylla, geb. 1647 April 2 
zu Frankfurt a. M., gest. 1717 Jan. 13 zu 
Amsterdam, Tochter des älteren Matthäus 
Merian, unterrichtet von Abr. Mignon, 65 
verheiratet mit dem Maler Joh. Adr. Graff, 
schloss sich den Labbadisten an, reiste ihren 
Studien zulieb nach Surinam, bekannt als 
vorzügliche Blumen- und Insektenmalerin. Erwähnt Schleswig Schloss Gottorf. Meurer, H., geb. 1839 zu Waldenburg in Sachsen, 
seit 67 in Berlin, Prof., seit 83 in Rom. Um 1868 Ploen Altar. Meyer, P. 1873 Stepping Had. 1 Altarbild. Milde, Carl Julius, geb. 16. Febr. 1803 zu 
Hamburg und dort als junger Mann den 
Speckterschen Kreisen angeschlossen, anfangs 
der Historienmalerei, dann aber dekorativen 
Arbeiten zugewandt, siedelte 1838 nach 
Lübeck über, wo er als Zeichenlehrer am 
Katharineum, als Vorsteher und Begründer 
der Naturalien- und einer Reihe historischer 
Sammlungen, als Zeichner und Illustrator 
vielseitig tätig ward. Bedeutsam wurde sein 
Versuch zur Wiederbelebung Lübeckischer 
Glasmalerei, der ihm im Verein mit einem 
Techniker der alten Schule, Achelius, gelang. 
In seinen Fensterentwürfen betont er das archi¬ 
tektonische Element. Erstarb am 19.N0V. 75. Ploen Kirche Glasfenster. Möller (Müller), Bendix, Rembrandist, Bildnis¬ 
maler des 17. Jahrh., Sohn des Hof¬ 
schneiders der Herzogin Witwe Melcher 
Möller in Husum , hielt sich eine Zeit lang
		

/Sponsorzy_051_07_0098.djvu

			2Ö Meister. C. Maler. in Hadersleben auf, ging aber 1679, nach 
dem Tode seiner ersten Frau, nach Husum 
zurück, nahm dort am 31. Juli dieses Jahres 
Bürgerrecht und heiratete Agneta, Asmus 
Schwartings Witwe. Sein Haus stand in 
der Süderstrasse, Süderreihe. 1662 Hadersleben St. Mar. Bild. MÖrs, Jacob, Goldschmied in Hamburg und 
künstlicher Gravierer, 1582 durch Heinrich 
Ranzau an Friedrich II. empfohlen. Sein 
Monogramm, ein I. über dem M., findet sich 
auf dem Jo. v. Lunden zugeschriebenen Bildnis, 
sowie auf Stichen in Henniges Geneal. und 
Lindebergs Hypotyposis. Stich: Breitenburg Ste. Müller, in Itzehoe. Das Archiv für Staats- und 
Kirchengesch. IV, 195 (1840) nennt ihn vor 
wenigen Jahren verstorben. Ein Maler 
Ludwig Müller lebte 1779 in Itzehoe. Anfang des 19. Jahrh. Itzehoe St. Jürgen. Müller, Adam August, Maler und Radierer, 
geb. in Kopenhagen 1811 Aug. 16, Sohn 
des Professors der Theologie und späteren 
Bischofs von Seeland Peter Erasmus Möller, 
bildet sich unter Eckersberg, der ihn 1826 
in seine Malstube nahm, und auf der Aka¬ 
demie seiner Vaterstadt. Von einer italie¬ 
nischen Reise krank zurückgekehrt, starb er 
im Hause seiner Eltern 1844 am 15. März. 1826 Oesby Altar. Müller, C. 1676 Schleswig Dom Bild. Erwähnt 1680 Flensburg St. Mar. Epitaph. Müller, Hans, Hofmaler am Gottorfer Hof. *1652 Schleswig Wappen auf Glas S. 356. Müller, Lud w i g, kam 1762 einer Ueberlieferung 
zufolge, als wandernder Geselle nach Grund- j 
hof und reiste nach beendeter Arbeit weiter, j 
Ein Maler Ludwig Müller war 1779 in Itze¬ 
hoe ansässig. 1762 Grundhof Fl. 2 Orgelempore. Nickels, Hans Dammann, geb. in Oldens- worth am 9. April 1698, Sohn des dortigen 
Küfers Nickels Nickelsen und seiner Frau Anna 
Maria, später eben dort ansässig als Maler. *1748 St. Peter Eid. Decke. Nickelsen, Johan, geb. in Langenhorn und 
1758 noch in seiner Heimat, wurde am 4. 
Nov. 1760 in Bredstedt mit des früheren 
Gevollmächtigten Friedrich Petersen Tochter 
Botilla getraut und Hess sich daselbst als 
Maler nieder. 1763 Bordelum Hus. Decke. Nissen, HansHinrich, der sich in Steinberg 
des Monogramms H. N. bediente , Maler in 
Arnis, starb daselbst am 29. Oct. 1743, im 
64. Lebensjahr. 1740 Steinberg Fl. 2 Empore. 1743 Sterup. Fl. 2 Empore. Nonnenkamp, Rudolf, geb. um 1830, bis zum 
19. Jahre Landmann, studierte in München, 
Stuttgart, Paris, lebte 57—58 in Kiel, dann aber in Hamburg, zuletzt in München, starb 
am 17. April 1877. 1861 Wandsbeck Kirche Bild. Haseldorf Pi. Altar. Northwic, Georg, geb. in Hamburg 1710 
oder 18, Sohn des aus Nürnberg stammenden 
Malers und Gemäldehändlers Christian Jacob 
Northwic, bildete sich bei seinem Vater 
nach guten Mustern und lernte verschiedene 
Manieren erfolgreich nachahmen. Seine 
Zeichnung ist korrekt, die Ausführung sehr 
gewandt. Er lebte noch 1796 in Hamburg. 1774 Busum Dit. 1 Bild. Oberdorff, D. 1712 Schleswig Johanniskloster Altar. Oden, Johan Jakob, Hofmaler des Herzogs 
zu Ploen, lebte 1736 mit seiner Familie da¬ 
selbst , arbeitete in Altona gemeinsam mit 
Elis. Marg. Maschmann, der späteren Frau 
des Bildhauers J. G. Engert. 1743 Altona Trin. Oeding, Philipp Wilhelm , geb. zu Benzige- 
rode im Fürstentum Blankenburg 1697, kam 
als Kupferstecher 1722 nach Nürnberg, wo 
er unter Preisler, Desmarees, Kupeczki 
arbeitete und sich besonders des letzteren 
Manier anschloss. Im Jahre 1729 heiratete 
er Preislers Tochter, die ebenfalls als 
Künstlerin bekannte Helene Barbara, Witwe 
des Malers Lang, geb. 1707. Nach Altona 
berufen 1741, um für die dortige Plauptkirche 
das Altarblatt zu malen, legte er dem Kirchen¬ 
kollegium seinen Entwurf vor. Dasselbe 
approbierte ihn auch, bestimmte jedoch, dass 
die angemerkten Engel insgesamt weg¬ 
bleiben, dahingegen die aufgegangene Morgen¬ 
röte angedeutet werden sollte. Er blieb 
nun zunächst in Altona als Zeichenlehrer am 
Gymnasium, ging aber später nach Braun¬ 
schweig zurück, wo er Professor am Karolineum 
wurde. Im Jahre 1759 verlor er seine Frau, 
er selbst starb März 1781. 1742 Altona Trin. Altar. Ovens, Friedrich Adolf, Zweitältester Sohn 
von Jürgen Ovens, Dilettant in der Kunst 
seines Vaters, lebte in Tönningen, wo er 
1687 die Tochter eines reichen Kauf handlers, 
Cäcilie Olufs , geheiratet hatte, selbst reich 
und angesehen, Ratsherr, Kirchenältermann 
u. s. w. Er starb 1699 und ward am 15. 
Nov. dieses Jahres zu Tönningen auf dem 
alten Kirchhof begraben. Von seiner Hand 
ist u. a. das Inventar über den Nachlass 
der Eltern. *Tönningen Eid. Rathaus. Ovens, Jürgen, von unsern Malern der berühm¬ 
teste. Dass ihn die Holländer als den Ihren 
beanspruchen,beruht auf Unkenntnis. Vielmehr 
entstammt er einer vordem in Harbleke, in 
Eiderstedt und spätestens seit 1617 in Tönning 
ansässigen Familie. Der Vater, Ove Broders, 
dessen Wolstand sich in Tönning zusehends
		

/Sponsorzy_051_07_0099.djvu

			Meister. C. Maler. 27 hob , war Kaufmann , Rheder, Landmann, 
einer der angesehensten und reichsten Bürger, 
schon 1630 Ratsherr. 46 führt er die Stadt¬ 
rechnung. Um 52 starb er. In der Erb¬ 
teilung mit den Brüdern nahm Jürgen Ovens 
die vorhandenen Ländereien an sich. Dies, 
sowie dass er 1652 Nov. 1 vom Herzog alle 
Rechte eines Hofangestellten erhielt, sind 
die frühesten urkundlichen Nachrichten über 
ihn. Von seiner Vorbildung also wissen 
wir nichts. Er machte im Jahre 1654 die 
Reise der Prinzessin Hedwig Eleonora nach 
Schweden mit (Mitt. Dr. Sach’s). Drei Jahre 
später verliess er, der Kriegswirren wegen, 
Haus und Heimat und ging mit den Seinen 
nach Amsterdam, dem grossen Mittelpunkt 
damals niederdeutscher Kunst. Hier war 
er, inmitten einer grossen Zahl tüchtiger 
Meister, einer der gefeiertsten. Anfangs in 
der Lauriersgracht, wohnte er später im 
Malerhause, die Stadt beschäftigte ihn. Da 
rief ihn 1663 der Herzog Christian Albrecht 
zurück. Aufs neue führte er für den Gottorfer 
Hof viele und grosse Arbeiten aus, trat in 
die früher gewährten Rechte ein, wohnte in 
Friedrichstadt, reich, unabhängig, wolange- 
sehen. Hier, zu den Füssen seines schönen 
Grablegungsbildes, in der Lutherischen Kirche, 
ist er, am 21. Jan. 1679 bestattet worden. 
Er hat sich die Stelle selbst gewählt. Seine 
Frau Maria und acht seiner Kinder überlebten 
ihn. Als ihnen 1690 auch die Mutter starb, 
war nur noch eins derselben unmündig. Sie 
sind fast alle in sehr geachtete Lebens¬ 
stellungen gelangt. Die künstlerischen Nei¬ 
gungen vererbten sich, doch finden wir 
keinen der Söhne im väterlichen Beruf, es 
müsste denn der älteste gewesen sein , der 
als Jüngling starb. Selbstverständlich steht Ovens in seinen 
malerischen Leistungen unter dem allbe¬ 
herrschenden Einfluss Rembrandts, doch 
klingt in seinen idealen Darstellungen die 
anmutige Linienführung der letzten Italiener, 
auf niederdeutsche Charaktere übertragen, 
noch nach. Bemerkenswert ist seine Glätte 
und Sauberkeit in technischen Dingen. Klar 
und wahr, ohne Affektation erscheinen seine 
Porträts. Der Kreis der Stoffe, die er be¬ 
herrscht, istsehrweit. Biblische,mythologishe, 
zeit- und weltgeschichtliche Gegenstände sind 
gleichermassen bei ihm vertreten. Allegorien 
verschmäht er nicht. Besonders lohnend waren die Forschungen 
über ihn. Sein Grab, sein urkundlich be¬ 
glaubigtes Porträt, ein Autograph ward 
aufgefunden bezw. bestimmt. Man erfuhr 
von einer Menge bisher unbekannter Gemälde. 
Vollständig klar ward seine Stellung zum 
Hof, viele Beziehungen zu Zeitgenossen traten 
hervor. Bis ins feinste Geäder aber seines 
privaten und häuslichen Daseins Hess das Inventar des Nachlasses seiner Witwe Blicke 
thun. Wir lernten den Vermögensstand, die 
grosse Gemäldesammlung, die Bibliothek im 
Einzelnen, die innere Ausstattung des Ovens- 
schen Hauses, Sitte und Geistesart seiner 
Bewohner nach vielen Seiten hin kennen. 
Die Menge der vielen hundert über den 
Meister vorliegenden Einzeldaten entzieht sich 
der Anführung. Hr. Roelefs in London be¬ 
wahrt das Inventar, ein kurzer Lebensabriss, 
in Händen der Familie in Eckernförde, rührt 
von einem Enkel (nach 1700 geboren) her. 
Hier wird als Geburtsjahr 1623 genannt; 
über den Amsterdamer Aufenthalt berichtet 
Philip von Zesen; das J. Ovenssche Privileg 
liegt abschriftlich im landschaftlichen Archiv 
von Eiderstedt, das Autograph des Meisters 
in Friedrichstadt. In Tönning hängt sein von den Kindern 
anerkanntes Porträt. Nach ihm wird zu er¬ 
messen sein, ob das angebliche in München 
v. G. Dou wirklich ihn vorstellt. Auch 
Houbraken giebt eine Zeichnung, die ihn im 
Alter darstellt; wogegen Descamps fälschlich 
Philip von Koningks Porträt als Ovens’ re¬ 
produziert. *1652 ff. Schleswig Schloss Gottorf Audienz¬ 
zimmer, Amalienburg. daselbst Dom Epitaph. 1675 FriedrichstadtSchl.i Luth.KircheAltar. Bredstedt Hus. Grundtsche Stiftung. Kiel Hochschule. Flensburg Gerichtshaus. Tönningen Kirche Epitaph. Paulsen, Markus, von Schleswig, Schilderer, 
nahm 1684/85 in Flensburg Bürgerrecht, 
staffierte und vergoldete damals im Auftrag 
des Rats die neuen Wappensteine am Roten-, 
wie am Nordertor, schilderte 95 im Rathaus, 
that aber auch handwerkliche Arbeit. Sein 
Haus stand in St. Marien. 1690 starb ihm 
ein Kind, bis 99 noch drei andere, 1712 sein 
schon erwachsener Sohn. Er selbst ward 
am 15. Sept. 1715 begraben. Alle überlebte 
Markus Schilders blöde Tochter. *1700 Flensburg St. Mar. Kirchtüren. *1701 das. Totenfahnen. Petersen, Mathias und Nieo 1 au s, Gebrüder, 
Goldschmiede und Kupferstecher in Husum, 
Söhne des dortigen Goldschmiedes Peter, 
der im Beginn des 17. Jahrhunderts sowol 
von der Stadt, als von der Herzogin Augusta 
grössere Aufträge entgegennahm. Matthias, 
soweit ersichtlich der ältere, Bruder, verheiratete 
sich 1661, starb 76, ward 5. Sept. in der Kirche 
mit allen Glocken begraben. Nicolaus, 
um 1620 geboren, hatte eine Enkelin des 
Giessers Peter Melchersen, Margareta zur 
Frau, wohnte im 4. Quartier, ward Rats¬ 
verwandter, Kirchenvorsteher und starb 1705 
am 27. Juni dieses Jahres, am selben Ort 
und mit denselben Ehren wie sein Bruder
		

/Sponsorzy_051_07_0100.djvu

			28 Meister. C. Maler. begraben. Es waren angesehene Leute. 
Ihre Arbeiten sind autodidaktisch, doch nicht 
ohne Talent und Natursinn. Man kennt von 
ihnen fürstliche Porträts und zahlreiche Buch¬ 
illustrationen und Verzierungen. Erwähnt Husum als Stecher des Danck- 
werth. Petersen, Wulf, Conterfeier, niederdeutscher 
Manierist, der von 1625—52 in Sonderburger 
Registern nachgewiesen ist. Er wohnte da¬ 
selbst , besuchte die Stadtkirche u. s. w., 
steht aber nicht im Bürgerbuch. Im Jahre 
1631 heiratete er ein zweites Mal. Von 
seinen 9 Kindern starben 6 früh dahin. 1626 Sonderburg Kirche Epitaph, gez. 
W. P. Petters, Reccard. 1634 Amrum To. 2 Altar. üuerling, Wilhelm ChristopherDetlef, 
geb. in Barmstedt 1813 Oct. 2, gest. als 
Malermeister daselbst 1882 Dez. 28. 1849—5° Barmstedt Pi. Lutherbild u. A. Rannje, Friedrich Karl Ferdinand, geb. 
1799 Dez. 4 in Glücksburg, Sohn des 
Herzoglichen Laquais und Musikus Caspar 
Rannje daselbst, führte seit 1822 in Flens¬ 
burg ein Malergeschäft, setzte sich 1862 zur 
Ruhe und starb zu Niebüll 1883 am 27. Febr. 1850 Hostrup Had. 1 Altar. Reimers, Joachim Balthasar, fungierte, 
vermutlich seit 1728 und jedenfalls noch 
1752 als Organist an St. Marien in Rends¬ 
burg. Seine Frau, Hedwig Kathrina, starb 
1746 Nov. 8. Lass nennt ihn einen weit- . berühmten Maler. Er war Adept. (Mitt. F. 
Höft’s.) 1752 Husum Gasthaus Pastorenbild. Richter, B. 1768 Halk Had. 1 Altar. Rode, Christian Bernhard, Maler und 
Kupferstecher, französischer Manier zugethan, 
doch phantasiereich, geb. 1725, gest. 1797 
zu Berlin als Direktor der dortigen Akademie, 
die seinem Wirken nicht unwesentliche Ver¬ 
besserungen dankt. Unter seine bekannteren 
Werke gehören Plafonds im neuen Palais zu 
Sanssouci. Seine Gemälde sind sehr zahl¬ 
reich. 1778 Neuhaus PI. Wandbilder. Roed, Jörgen, geb. in Ringstedt 1808 Jan. 
3, lernte seit 1822 in Kopenhagen unter 
H. Hansen und Eckersberg, ward 44 Mit¬ 
glied und 62 Professor an der Modellschule, 
deren Umgestaltung und Leitung er bald 
darauf übernahm. Um 1858 Sommerstedt Had. 1 Altarbild. ROSS, Bertha, Tochter des Gutsbesitzers Ross 
auf Luisenberg bei Kellinghusen, des Oheims 
des bekannten Landschafters Ch. Ross, nahm 
in Hamburg den Unterricht Lehmanns, Nonnen¬ 
kamps, Steinfurths. Seit 1871 ist sie ver¬ 
heiratet mit dem Genremaler Hermann Pabst und lebt auf Hermannshöhe bei Kelling¬ 
husen. 1854 Breitenberg Ste. Altar. 1859 Oland Hus. Bild. 1860 Wandsbeck Sto. Bild. 1861 Münsterdorf Ste. Altar. Rost (Russ), Johan, bürtig südlich der Elbe, 
Hess sich im Jahre 1673 in Meldorf nieder, 
wo er am 16. April dieses Jahres Einfahrel- 
geld bezahlte, ist unter den Stiftern der Mel- 
dorfer Brandgilde 1686, in deren Buch sich 
seine Namensunterschrift findet. Seit 87, wo 
er die Scheibe und den Mond am Turm der 
Kirche staffierte, begegnet er regelmässig in 
den Meldorfer Kirchenrechnungen. Er wohnte 
seit 1703 in der Norderstrasse, vordem, wenn 
ich nicht irre, am Markt. Am 25. Mai 
1690 heiratete er Antje, eine Tochter Johan 
Stockhofifs, die 1712 am 23. Febr. im Alter 
von 41 Jahren starb. Von ihren 9 Kindern 
lebten damals 3 Söhne und 1 Tochter, ihr 
Jüngstes ward im Arm der Mutter begraben. 
Er starb 1729 und ward am 22. Mai des 
Abends mit Leuchten und Glockengeläut, 
doch ohne Parentation, beigesetzt. Er hatte 
viele Jahre an Podagra gelitten, scheint aber 
doch bis zu Ende aus tätig gewesen zu sein. 
An seine Erben bezahlt die Kirche noch 
eine Rechnung wegen getaner Arbeit. Gleich¬ 
zeitig begegnet in der Kirchenrechnung sein 
jüngster Sohn Detlef, auch Maler. 1707 Burg Dit. 2 Bild. Rubens, Peter Paul, geb. 1577, gest. 1640, 
Hollands berühmtester Maler. *Saxtorf Eck. Bild. Rundt, Johan (Hans Hinrich), geb. zu Ham¬ 
burg Ende des 17. Jahrhunderts, studierte in 
Holland bei G. Lairesse, dessen Manier er 
doch nicht annahm, lebte dann als Bildnis- 
und Geschichtsmaler in seiner Vaterstadt, 
starb daselbst 1750 in traurigen Verhältnissen 
im Hospital. Das Wandsbecker Bild galt als 
sein Hauptwerk. *Um 1700 Wandsbeck Sto. Bild. Schaper, Hermann, geb. zu Hannover 1853 
Oct. 13, Sohn eines Dekorationsmalers daselbst, 
studierte an der technischen Hochschule seiner 
Vaterstadt, dann 1873—75 in München unter 
Löfftz und Diez. Sein Hauptwerk sind die 
Malereien des unter Hases Leitung restaurierten 
Rathauses zu Hannover 78—84. Auch manche 
kunstgewerbliche Entwürfe rühren von ihm 
her. 1881 Meldorf Dit. 2 Altar h. Scheidemann, Friedrich, königl. Hofmaler, 
Denkmal desselben: *1645 Wewelsfleth Ste. Schleisner, Christian Andreas, geb. zu 
Lyngby 1810 Nov. 2, besuchte seit seinem 
12. Jahre die Akademie zu Kopenhagen, 
stellte seit 32 aus. Erst das Jahr 1852 brachte 
ihm die Mitgliedschaft der Kopenhager
		

/Sponsorzy_051_07_0101.djvu

			Meister. C. Maler. 29 Akademie, nachdem er vordem lange in 
München gelebt. 1862 Hoyer To. 1 Altar. Schmitt, Hans, Conterfeier, ein trefflicher 
Meister, dürfte vor 1615 Bürger in Tondern 
geworden sein. Er war ein wolbegüterter 
Mann, 21 erwarb er ein Haus, 24 ein anderes 
und 25 vergrösserte er diesen seinen Besitz. 
Im städtischen Gemeindewesen bekleidete er 
die Stelle eines Ratsverwandten, 1629 Jan. 19 
ist er als Kämmerer bei der Bechnungsablage 
der Stadt gegenwärtig. Im Jahre 27, Mitte 
Nov., begegnet es ihm, dass er auf einer 
Reise nach Hadersleben mit einem Kriegs- 
convoy zusammentreffend von den Soldaten 
Madrensch Schambach und Marten des Zeug¬ 
wärters Diener beraubt wurde, doch kam 
er selber wolbehalten nach Tondern zurück. 1625 Tondern Lettner. Schuback, Gottlieb Emil, geb. zu Hamburg 
1820 Juni. 28, dort unter G. Hardorff dem 
Aelteren, und 36—42 in München unter 
Cornelius und Hess gebildet, Hess sich 1855 
dauernd in Düsseldorf nieder. 1857 Nortorf R. Altar. Schulz, »Professor in Dresden«. 19. Jahrhundert Gliickstadt Ste. Altarbild. Sönnichsen, Hinrich Melcher, jüngerer Sohn 
des Malers Sönnich Hinrichsen, ländlicher 
Handwerker, in Abro geb. 1746, gest. 1812. 1779 Enge To 2 Deckenbild. 1783 Ladelund To. 2 Altar. Stager, Steffen, Conterfeier aus Tönning, 
wo ihn 1619/20 einer seiner Auftraggeber 
gerichtlich anhalten musste, seine Arbeit, das 
Malen einiger zinnernen Schilde, gebührlich 
zu verfertigen und zu Ende zu führen, ging 
im folgenden Jahre nach Flensburg und nahm 
dort Bürgerrecht. Er wohnte in St. Marien, 
nahe des heiligen Geistes Gang. Im Jahre 
1624/25 goss er aus unbesonnenem Gemüte 
und hastigem Eifer, wie er selbst gesteht, 
unglimpfliche Injurien über den Bürgermeister 
Karsten Beyer aus, wofür er 3 Tage im 
Gefängnis zu sein sich selbst erbietet. Nicht 
minder übereilt hatte er ein ander Mal selbst 
Pfandrecht üben wollen, und Michel Rusch, 
dem Glaser, über der Obrigkeit Befehl ge- 
than. 1626 diente er der Stadt als Soldat. 
Nach den Kriegswirren 1631, kaufte er sich 
in Tönningen an, unter Bedingungen, die 
von bescheidenem Vermögen zeugen. Doch 
ward er ihnen im Lauf der nächsten Jahre 
gerecht. Noch einmal 1632 war er in Flens¬ 
burg für St. Nicolai beschäftigt, mit Ver¬ 
goldung der Turmuhr. Eine Schuld an seine 
Schwägerin durfte er ihr mit Schildereien 
bezahlen. 1637 erwarb er in Tönning ein 
zweites kleineres Haus, das seinen noch un¬ 
mündigen Kindern verblieb, als man nach 
seinem Tode, 1645 Dez. 17, das andere zu 
Geld machte. Er war ein Bruder des ebenfalls in Tönning 
ansässigen, 1633 schon verstorbenen Malers 
Zacharias Stager. *1623 Flensburg St. Marien Marienstatue. *1626 das. St. Nicolai Totenfahne. Stuhlmann, Heinrich, geb. zu Hamburg am 
28. Dez. 1803, zum Kaufmann bestimmt, 
entschied sich am Ende seiner Lehrzeit für 
die Kunst. Unter Gerdt Hardorff dem Aelteren, 
dann in Kopenhagen unter Gebauer und unter 
Dahl in Dresden bildete er sich zum Genre-, 
Tier- und Landschaftsmaler. Später in Ham¬ 
burg lebend radierte er manches, lieferte 
Aquarelle, und 1863 errichtete er ein photo¬ 
graphisches Atelier. Nienstedten Pi. Altar. Thedsen, Peter, geb. 1809 Jan. ro im Kirch¬ 
spiel Grundhof, verlebte seine Kindheit in 
Steinberg und starb 1875 als Handwerks¬ 
meister daselbst. Man rühmt ihm grosse 
Herzensgüte nach. Seine künstlerischen An¬ 
lagen blieben ohne jede Ausbildung. 1836 Sterup Fl. 2 Altar, Empore. Thomsen, August Karl Wilhelm, geb. 
1813 Sept. 3 in Glücksburg, Sohn des dortigen 
Malermeisters Peter Thomsen, besuchte seit 
33 die Akademie in Kopenhagen, stellte seit 
37 aus. Er malte Geschichts- und Sitten¬ 
bilder, später vorwiegend Landschaften. 1844 Glücksburg Fl. 2 Schlosskirche Bild. Thomsen, Friedrich, Sohn des Lehrers 
H. P. Thomsen, in Husum geb. 1842, 
lernte das Malergewerbe, besuchte die Schule 
des Gewerbemuseums in Berlin, ward seit 
1872 ansässig in seiner Vaterstadt, leitet ein 
Dekorationsgeschäft, wirkt gleichzeitig als 
Lehrer der dortigen Gewerbeschule. 1874 Hattstedt Hus. Epitaph. 1883 Pellworm Hus. Alte Kirche Luther¬ 
bild. Ostenfeld Hus. Altar h. Tode, Maler in Itzehoe. 1668 Neuendorf Ste. Altar. Uhr, Hermann, Maler. 1609—13 Schleswig Schloss Gottorf Silber¬ 
kammer, wol auch Kapelle. Umbhöfer, Nicolaus, gebürtig aus Klein- 
Eupstadt im Lande Franken, der Herzogin 
Augusta Hofmaler in Husum, nahm dort am 
9. Juni 1623 Bürgerrecht, , wohnte daselbst 
bis 1635, wo er sich ausserhalb der Stadt 
auf dem Lande zu wohnen begab. Sein 
Vater hiess Sax Umbhöfer, ein Sohn Hans 
Friedrich. Seine Tochter Dorothea Augusta 
heiratete 1645 den Conterfeier Herman Timme. 
Lehrling von ihm war 1624 ff. Wilhelm Cor¬ 
nelius. Er war ein wolhabender und an¬ 
gesehener und, nach seinen Werken zu ur¬ 
teilen, nicht untüchtiger Mann. 1628 Husum Rathaus Bild. 1642 Husum Gasthaus Bildnis.
		

/Sponsorzy_051_07_0102.djvu

			30 Meister. C. Maler. D. Giesser. Veitmann, Hermann, aus Coesfeldt. 1713 Nordstrand Hus. Theresienkirche Altar. Vogt, Peter. 1699 Kropp Schl. I Epitaph. Voigts, Karl Daniel, Maler und Kupfer¬ 
stecher, nach Volbehr geb. 1747 Juli 30 in 
Braunschweig, gest. 1813 März 8 in Kiel, wo 
er lange Zeit gelebt, fertigte Porträts, edierte 
seit 1795 kolorierte Stiche von schleswig- 
holsteinschen Gegenden. 1793 Schleswig St. Mich. Altar. Volquard, Peter. Ein Maler Adam Petri 
Volquard lebte um 1790 in Niebüll. 1750 Dagebüll To. 2 Decke. Deezbüll To. 2 Empore. Vos, J. V., Lackierer in Hamburg. 1734 Grömitz Old. i Altar. Wellich, Lotte. 1880 Hollingstedt Schl, i Bild. Windfeld, Anders, geb., nach Trap, im Kirch¬ 
spiel Farup, kopierte für die dortige Kirche 
die Altartafel der Erlöserkirche auf Christians- 
havn. Aggerschau Had. 2 Altar. Witt (Witting), Dietrich, der auf dem Hu- 
sumer Bilde sich des Monogramms D. W. bedient, aus Eiderstedt, ward Bürger in 
Husum 1631 Jan. 22, nach den Schatzregistern 
zu urteilen ein wolhabender Mann. Er ward 
ebendort am 10. Jan. 1651 bestattet. Seine 
Frau überlebte ihn. 1641 Husum Gasthaus Altarbild. *1643 Flensburg St. Mar. und St. Nie. 
Totenfahnen. Worsaae. 1861 Friedrichsstadt Schl. 1 Luth. Kirche 
Altar h. Wrage, Jochim Hinrich, Landschaftsmaler, 
geb. 1843 März 12 zu Hitzhusen bei Bram- 
stedt, Sohn eines Arbeiters, diente als Hirte, 
begann während einer längeren Krankheit 
zu zeichnen, erlangte dann Unterricht, kam 
nach Kiel bei einem Porzellanmaler in die 
Lehre, studierte seit 67 in Düsseldorf unter 
Oswald Achenbach, in Weimar und München, 
endlich auch 75 nach mannigfachen Reisen 
in Berlin. Seit 79 hat er in Gremsmühlen 
eine Malerschule errichtet. Grossen Beifall 
fanden vor allen seine Landschaften nach 
heimatlichen Motiven. 1880 Bramstedt Seg. Altarbild. D. GIESSER. Albertus, 13./14. Jahrh. Weddingstedt Dit. I. *Nüchel PI. Apengeter, Johannes (Hans), hervorragen¬ 
der Meister, 1332—41 in Lübeck ansässig. 
Er war ein begüterter Mann, denn während 
dieser Zeit besass er dort mehrere Häuser, 
unter ihnen in der Breitenstrasse an der 
Südecke der Beckergrube ein als Werkstatt 
bezeichnetes Gewese, das er von Helenburgis, 
der Witwe des Lübecker Bildgiessers Her¬ 
mann Keyser erkauft. 1339 arbeitete er für 
Rostock. Aus etwas früherer Zeit, 1326, be¬ 
wahrt Colberg einen Leuchter von ihm, und 
Lübeck selbst von 1337 die Taufe in St. 
Marien, an der er sich geboren von Sassen- 
lant nennt. 1344 Kiel St. Nicolai Tfe. Armowitz, Johan Hinrich, lernte nach 
seinem eigenen Bericht 1709 die Rot-, Stücken- 
und Glockengiesser-Profession, versuchte sich 
in der Fremde, wohnte dann aber geraume 
Zeit in Lübeck , wo er sich 1724 mit Anna 
Maria, des Ratsgiessers Geiger Tochter ver¬ heiratete. Um diese Zeit goss er die Glocken 
für Bornholm. Auf die Kunde von Asmus 
Asmussens Tod kam er nach Husum, erwarb 
von den Erben dessen Gerät und Gerecht¬ 
same, erbat und erlangte am 19. Febr. 29 vom 
König ein privilegium speciale, da man von 
Husum berichten konnte, dass seine Attestate 
unverwerflich und die Proben seiner Be¬ 
fähigung, die er in Husum abgelegt, genug¬ 
sam für ihn sprächen. Sein Privileg gab 
ihm das alleinige Glockengiessen im Herzog¬ 
thum Schleswig und den königl. Aemtern, 
Landschaften und Städten Holsteins derge¬ 
stalt, dass wenn er seiner Schuldigkeit gemäss 
sich in der Arbeit so treu und aufrichtig 
erweisen werde, dass Niemand mit Fug dar¬ 
über sich zu beschweren Ursach habe, auch 
Niemand der Belohnung halber von ihm 
übersetzet werde, es bei dem Privilegio ver¬ 
bleiben solle, d. h. insoweit nicht etwa auch 
andre darauf privilegirt sein möchten. Im 
Jahre 1750 ging er, zum Nachfolger seines 
Schwagers Lorenz Strahlborn im Amte eines 
Lübecker Ratsgiessmeisters erwählt, nach
		

/Sponsorzy_051_07_0103.djvu

			Meister. D. Giesser. 31 Lübeck zurück, wo er im Jahre 1771 Jan. 2 
in der Jakobikirche begraben ward. Durch seine untadeligen Leistungen hat 
er der Husumer Giesserei, nach einer Periode 
sehr ermässigter Wirksamkeit, aufs Neue wol- 
verdientes Ansehen verschafft. 1728 Ulderup So. 29 Husum. Sörup Fl. 2. Halk Had. I. 30 Neuenkirchen Dit. 1. 31 Bröns Had. 2. Koldenbüttel Eid. 
Arild Had. 2. Reisby Had. 2. 32 Welt Eid. 33 Risum To. 2. 3 5 Osterhever Eid. Norderbrarup Schl. 2. 36 Eckernförde, Hadersleben. 38 Neukirchen To. 2. 43 Flensburg St. Joh. 44 Hohenaspe Ste. 45 Emmerleff To. 1. St. Annen Dit. 1. 
Schenefeld R. 47 Kaltenkirchen Seg. Grarup Had. I. 48 Scherrebeck Had. 2. 51 Ostenfeld Hus. 53 Rendsburg St. Mar. 54 Grossenaspe K. Uelsbye Schl. 2. 56 Hadersleben. Rendsburg Christkirche, Jevenstedt R. Asmussen, Asmus, in Husum, des Giessers 
Claus Asmussen drittältester Sohn, übernahm, 
als 1723 sein Bruder Johan gestorben war, 
die väterliche Giesserei. Auch er erlangte, 
1724, ein Privilegium speciale für ganz Schles¬ 
wig und den königl. Anteil Holsteins, starb 
aber nach wenigen Jahren 1728. Direkte 
Erben hinterliessen die Brüder nicht. Ein Brief von ihm liegt im Tönninger 
Kirchenarchiv. Nyrop führt eine Glocke von ihm 1777 in 
Ryde bei Nakskov an — die Jahreszahl muss 
verlesen sein. 1722 Tondern. 25 *Föhr To. 2, St. Nicolai. 26 Hemme Dit. r. 27 Tönningen Eid. Asmussen (Claussen), Kl aus, in Husum, des 
Giessers Asmus Claussen Sohn, geb. zu 
Husum 1647, übernahm nach seines Vaters 
Tode die Giesserei, auf die er 1689 ein 
Glockenprivileg für Schleswig und Holstein 
fürstl. Anteils erhielt, bis 1704, in welchem 
Jahre er starb. Unter seiner Leitung er¬ 
langte Husums Grossgiessgewerbe zum zweiten 
Mal weiten Aufschwung. Briefe und Glockenrechnungen von ihm 
in Tönning, Klixbüll, Gelting, Flensburg 
St. Mar. u. s. w. 1672 Tönning Eid. 75 Tönning Eid. Süderbrarup Schl. 2. 
Koldenbüttel Eid. 77 Ulkebüll So. Hoyer To. 1. Atzer- 
ballig So. 78 Adelby Fl. 2. 1680 Delve. Dit. 1. 81 Katrinenherd Eid. Norderbrarup 
Schl. 2. Tating Eid. 82 Bjolderup Ap. Tetenbüll Eid. 84 Eggebek Fl. 1. 85 Kosel Eck. 86 Hügum Had. 2. 90 Klein Solt Fl. 2. Warnitz Ap. 91 Handewitt Fl. 1. Grundhof Fl. 2. 92 *Amrum To. 2. 94 Tondern. 98 Hollingstedt Schl. 1. Moltrup Had. 1. 
Flensburg St. Mar. 1701 Bjerning Had. 1. 2 Klanxbüll To. 2. Tondern. 3 Uk Ap. Asmussen, Johan, in Husum, des eben ge¬ 
nannten Zweitältester Sohn, der 1686 mit Er¬ 
folg wider den Vater wegen des Erbteils 
seiner Mutter stritt, übernahm 1704 beim 
Tode des Vaters die Giesserei und 1706 
wurde das Privileg auf ihn extendirt. Im 
Jahre 1723 starb er. Briefe von ihm im Tönninger Kirchenarchiv. 
In Dänemark 1 Glocke 1723. 1709 Ballum To. 1. ii Biilderup To. 1. 15 Bordelum Hus. 17 Röm To. 1. Kotzenbüll Eid. 18 Schwesing Hus. 19 Tönningen Eid. 23 Döstrup To. 1. Schleswig, St. Mich. Backhaus , (N i c o) 1 a u s Pau 1 s en, goss in 
Neuen wisch. 1735 Wöhrden Dit. 2. Benninck, Albert, des Stückgiessers von 
Hamburg, also wol Härmen Bennincks Sohn, 
gest. als Lübecker Ratsgiesser 1695, goss 
u. a. für den Dom in Ratze bürg 3 Glocken. 1688 Sarau Seg. Benninck, Mathias, in Lübeck, der erste, der 
nachgewiesenermassen dortiger Rats-Stück- 
und Glockengiesser war, erwarb nach Karsten 
Middeldorps Tode 1561 dessen Werkzeug 
(Mk. 720), wird 1608 unlängst in Gott dem 
Herrn verstorben genannt. Ungewöhnlich 
gross ist die Zahl der von ihm nach Däne¬ 
mark 1571 —98 gelieferten Glocken, wenigstens 
21. 1561 Reinfeld Sto. 84 Petersdorf Old. 2. 89 Grossenbrode Old. 1. Benninck, Härmen, derAeltere, in Hamburg, 
Stück- und Glockengiesser. Glocken von 
ihm 1647—68 sind im Hannoverschen, in 
Mecklenburg, im Lauenburgischen. 1638 Heiligenstedten Ste. Tfe. 39 Neuendorf Ste. 49 Tating Eid.
		

/Sponsorzy_051_07_0104.djvu

			32 Meister. D. Giesser. 1654 *Altona. 68 Soester Pi. 70 Altona. Benninck, Reinhold, Rotgiesser in Lübeck, 
starb daselbst 1617. In Dänemark kennt 
man 2 Glocken von ihm 1601. 1600 Petersdorf Old. 2. 1605 Grossenbrode Old. 1. 1607 Dahier To. 1. Kletkamp PI. Beseler, Barthold Christian, des jüngeren 
Barthold Jonas Beseler Sohn, geb. in Rends¬ 
burg 4. Oct. 1789, gest. 1821 Oct. 15, 
übernahm 1809 die väterliche Giesserei und 
führte sie unter dem gleichen Privileg, wie 
seine Vorfahren, bis an seinen Tod. 33 Glocken im Gesamtgewicht von 21 447 kg. 
gehören ihm. Beseler, Barthold Heinrich Michael, 
in Rendsburg, Sohn Jakob Friedrich Be- 
selers, geb. in Rendsburg 1812 Sept. 29. Als 
nach dem ersten dänischen Kriege ein Grenzzoll, 
den man nach dem Kronwerk legte, die Be¬ 
ziehungen der Giesserei zu Schleswig in Frage 
stellte, wurden von ihm, auf eigne Rechnung 
aber auf der Karlshütte 4 Kirchenglocken 
gegossen: Süderbrarup, Bünstorf, Brodersby, 
Süderstapel, sämtlich von 1856. Ihm ge¬ 
hören auch die 2 Hennstedter Glocken 1855, 
im Ganzen aber 14 im Gewichte von 43 967 kg. 
Bis 1887 bekleidete er den Posten eines Aich- 
meisters für den Kreis Rendsburg. Beseler, Barthold Jonas, der Aeltere geb. 
in Barmstedt oder Bramstedt am 13. Oct. 
1721, gest. 26 Mai 1803, eines Färbers Sohn, 
lernte das Schlosserhandwerk, ward Gesell, 
diente nach seiner Wanderzeit als Artillerist 
in Rendsburg, goss der Familientradition zu¬ 
folge zum Ersatz eines abhanden gekommenen 
Handmörsers einen neuen, der des Königs 
Aufmerksamkeit erregte. Er durfte den 
Dienst quittieren, liess sich als Schlosser¬ 
meister in Rendsburg nieder, legte 1756 eine 
Metallgiesserei an, die schon 1760 erweitert 
wurde, erlangte am 10. Juni 57 ein Privi¬ 
legium auf das Glockengiessen für Holstein, 
1760 auch für Schleswig, das gelten sollte, 
solange er in Preis und Güte der Waaren 
Auswärtigen gleich arbeiten werde. Ein 
Privilegium exclusive schlug man ihm ab. 
Dank des erteilten und Dank ihrer tätigen 
Kraft haben die Beseler fast das ganze ihnen 
angewiesene Gebiet sich zu gewinnen und zu 
erhalten gewusst, weshalb es nicht nötig 
scheint, ihre Werke im Einzelnen zu benennen. 
Anfangs bediente er sich der Hülfe Kriesches, 
des zunftmässig Geschulten , bald leitete er 
die Arbeit selbst. Am 19. Mai 1758 ist in 
der Giesserei bei Rendsburg für Wüster die 
erste Glocke gegossen worden, der dann 
im Laufe von reichlich 100 Jahren rund 400 
weitere gefolgt sind, fast ausnahmslos für 
die Provinz, im Gesamtgewicht von 235669 kg. Auf Barthold Jonas den Aelteren kommen 
davon 80 im Gewicht von 45998 kg. Zu 
Ende des Jahres 1788 gab er das Geschäft 
in die Hände des jüngeren Sohnes, der mit 
dem Vater den gleichen Namen trägt. 
Der älteste, Johan Christof, der die Rot¬ 
und Slückengiesser-Profession in Braunschweig 
zünftig gelernt, war in der Fremde ver¬ 
schollen. Beselers erster von Kriesche mitunter¬ 
schriebener Glockenkontrakt ist im Wüsterer 
Kirchenarchiv, das vollständige Giessbuch 
1758—1871 im Besitz der Familie. Beseler, Barthold Jonas, der Jüngere, in 
Rendsburg geb. 29. Dez. 1764 und gest. 
daselbst 7. Dez. 1814, übernahm am 1. Jan. 
89 die väterliche Giesserei und führte sie 
unter dem Schutze des Privilegs bis 1808. 
Er hat im Ganzen 44 Glocken im Gewicht 
von 27686 kg. gegossen. Beseler, Jacob Friedrich, des jüngeren 
Barthold Jonas Beseler Sohn, geb. in Rends¬ 
burg am 6. Nov. 1790, gest. daselbst 11. 
Nov. 1876, übernahm nach seines älteren 
Bruders Tode die Rendsburger Giesserei 
und führte sie von 1822 an. Auch er er¬ 
langte unterm 19. Oct. des genannten Jahres 
das Privileg seiner Vorfahren, das 1843 Jan. 27 
und 54 Nov. 20 aufs Neue confirmirt ward, 
und hat in reichlich 50 Jahren 203 Glocken 
im Gewicht von 136142 kg. gefertigt. In 
hohem Alter stehend 1871 , nachdem er am 
7. Juli zum letzten Mal in ihr gegossen, 
schloss er die Giesserei, der es an einer 
jugendlichen Kraft, sie weiterzuführen, ge¬ 
brach. Bieber, Johan Andreas, geb. zu Leipzig 
1794 Dez. 19, eines Bäckers Sohn, kam 
1722 nach Hamburg, wurde Bürger, heiratete 
dort und begründete eine Glockengiesserei, 
die er bis zu seinem Tode, 8. Mai 1763, ge¬ 
leitet hat. 1735 Ahrensburg Sto. 38 Wesselburen Dit. 1. 39 Itzehoe Ste., St. Jürgen. Kollmar Ste. 40 Büsum Dit. 1. 52 Hoist To. i, 56 Westensee R. 57 Bovenau R. Föhr To. 2, St. Nicolai. 62 Garding Eid. Bieber, Johann Dietrich, Sohn und Nach¬ 
folger von Joh. Nie. Bieber, geb. in Ham¬ 
burg 1766 Juni 8 und gest. daselbst 1841 
Juli 12. Er bekleidete zugleich das Amt 
eines städtischen Spritzenmeisters. 1:809 Quickborn Pi. 18 Brokdorf Ste. 22 Kollmar Ste. Bieber, Johann Nicolaus, Sohn und Nach¬ 
folger Joh. Andr. Biebers, von 8 Geschwistern 
das einzige den Vater überlebende Kind,
		

/Sponsorzy_051_07_0105.djvu

			Meister. D. Giesser. 33 geb. zu Hamburg 1725 Mai 9, gest. daselbst 
1808 März 23. 1756 Westensee R. 62 Garding Eid. 65 Neuendorfer Ste. 67 Silt To. i Morsum. 71 Horst Ste. 83 Eichede Sto. Pellworm Hus. NeueK. 93 Wandsbeck Sto. Bo ...H i n r i k, Giesser ? Heinricus de Borch 
goss 1521 eine Glocke zu Heersum im Han¬ 
noverschen. Bonstede s. unten. 1511 oder 40 Heide. Bonstede, Härmen, fertigte für Werben a. 
d. Elbe den grossen fünfarmigen Leuchter 
1487 und die Taufe 1489. In der Johannis¬ 
strasse in Hamburg wohnte 1503 Hermen 
Bonestede. 1494 Altrahlstedt Sto. Bonstede, Hinrik. *15. Jahrh. Rendsburg. Bonst . . . , Hans. 1411 Hjerting Had. 2. Breutel (Brutei), Franz, Lotringer Giesser 
des 17. Jahrh., Bruder des Magn. Breutel 
(vgl. die Unterschrift des Glockenkontrakts 
1631 Flensburg St. Mar. Archiv), goss 1617 
mit Thomas Simon zusammen das Dreigeläute 
zu Bischoffrode (Kr. Worbis) und, wenn er 
mit Franz Brulet identisch, 1628 die grosse 
Glocke des Doms zu Trier (146 Ctr.). *1625 Neuenkircken Dit. 1. *1631 Flensburg St. Mar. R. Breutel (Brutei), Magnus, mit der ausge¬ 
sprochenen Neigung, seinen Namen zu variieren 
(Breuteli, Brodler), Bruder des Franz Breutel, 
Giesser des 17. Jahrh., gebürtig aus Lotringen 
(Glockenkontrakt 1631 Flensburg St. Mar.), 
1630 in Selent, 31 zusammen mit Franz in 
Flensburg sein Giesshaus errichtend. *1625 Neuenkirchen Dit. 1. 1630 Blekendorf PI. Nach 1630 Hohenaspe Tfe. *1631 Flensburg St. Mar. Brodler s. Magnus Breutel. Brune, Jacob. 16. J. Schleswig Schloss Gottorf Ofen. Butendix. *1430 Waabs Eck. Campen, Hinrich von, 1507—17 in Gade- 
busch als Stückgiesser für die Herzoge von 
Mecklenburg tätig, besass 1512 ein Haus in 
der grossen Burgstrasse zu Lübeck, das er 
im Jahre 1524 seiner Witwe Dorothea und 
seinem Sohne Hinrich hinterliess. Ein tüchtiger Meister, dessen Glocken in 
Brandenburg, Braunschweig, Lübeck, Meck¬ 
lenburg, im Lüne- und Lauenburgischen ge¬ 
funden werden, teilweise schon Elemente 
der Frührenaissance aufweisend. 1507 Bordesholm K. in Sternenberg gegossen. (Sternberg in Mecklenburg-Schwerin?) 
Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III, Carl, Goebel. *1534 Tetenbüll Eid. Carstens s. Karstens. Claussen, Asmus, Nachfolger Peter Melcher- 
sens, dem er verwandt war, ist schon 1637 
in Husum, Hess sich 46 dort endgiltig nieder, 
heiratete Metta Matthiesen. Damals ist er 
schon als Glockengiesser bezeichnet. Doch 
übernimmt er erst 1653 die Giesserei und 
leitet sie jedenfalls noch 1670. 1675 bezeugt 
des Sohnes Brief, dass er verstorben. Nach 
seines Enkels Asmus Asmussen Bericht be¬ 
sass er ein Privilegium speciale. 1665 Bünstorf Eck. Tfe. 1657 oder 67 St. Peter Eid. * 57 Braderup To. 2. 58 Henstedt Dit. 1. 66 Flensburg St. Joh. 67 St. Peter Eid. 70 Oldensworth Eid. Claussen, Claus (Nicolaus), s. Asmussen. Claussen, Nie. 1634 Selent PI. Collier, Charles, in Berlin, dessen Geschäft 
durch seine Söhne, vorzüglich durch Gustav 
Collier , jetzt in Zehlendorf bei Berlin, fort¬ 
geführt wird. 1870 Oldenburg. 1883 Gaarden PI. (3.) Damme, Hans vam (van), erlangte 1568 als 
Apengeter und Bombardista in Hamburg das 
Bürgerrecht und zwar aus besondrer Gnade 
des Senats umsonst. Ein Jahr zuvor hatte 
er mit Jürgen Morian zusammen in Bremen 
eine Glocke gegossen. Ein Glockenkontrakt 
i $88 war 1840 im Brokdorfer Kirchenarchiv. 1584 Borsfleth Ste. 89 Witting Had. 2. Wodder Had. 2. N. Dibler, Markus, Flensburger Giesser, Sohn 
Michel Diblers, der die väterliche Giesserei 
fortsetzte, aber mit geringerem Erfolge. 
Wir finden ihn 1597 in seines Vaters 
Werkstätte, die er dem Kloster abgemietet. 
Er wohnte im Klostergang. Schon 1626 
wird er als arm bezeichnet und seine Miete 
restet. Ebenso in den folgenden Jahren. 
1632 vermietete man seine Wohnung ander¬ 
weitig und nahm ihn ins Kloster, wo er, 
wenig oder nichts sein eigen nennend, 1642 
starb. Im Brüchreg. begegnet er mehrfach, 1620 
im Hexenprozess Christine Jensens und Botel 
Jürgens spielt er die Rolle eines Anklägers. 1619 und 1630 Flensburg St. Nie. Dibler, Michel, der hervorragendste Meister 
unsres Landes, ausgezeichnet in allen seinen 
Werken, die er so sorgfältig vollendete. 
Wie Gert von Merfelt wendet er durchweg 
Formen der Renaissance an, in seinen figuren¬ 
reichen Reliefs wurden An klänge an Holbein 
bemerkt. Zahlreiche Werke, zahlreiche Ur¬ 
kunden reden von ihm. Er heiratete, nach 3
		

/Sponsorzy_051_07_0106.djvu

			34 Meister. D. Giesser. Ol. Möller 1559 Oct. 1, Christine, des Flens¬ 
burger Färbers Marcus Owes Tochter, 
deren Bruder Gert von Merfelts Schwieger¬ 
sohn war. Nach des letzteren Tode, 1563 
Juli 25 erlangte er eine königl. Bestallung 
als Büchsengiesser, wohnte im Kloster, hatte 
dort auch sein Giesshaus, welches noch 1640 
nach ihm den Namen trug. Es scheint, dass 
er dauernd mehrere Gesellen beschäftigte. 
1583 unter die 24 Vertreter der Bürgerschaft 
und 85 in den Rat gewählt, übernimmt er 
1590 — doch nur vorübergehend — die 
Schlüssel der Kämmerei. Manche Rechts¬ 
sache hat er, der dieser Dinge mächtig und 
kundig war, für sich und andre erfolgreich 
geführt. Am 14. Dez. 1593 starb er. Ihn 
überlebten ausser seiner Frau zwei Söhne, 
Hans und Marcus Dibler, 3 seiner Kinder 
waren früh , in den 70er Jahren, gestorben. 
Die Witwe blieb in nicht sehr günstiger 
Lage zurück. Dazu bereitete ihr Hans durch 
seine Ausgelassenheit Sorge. Marcus nahm 
späterhin die Giesserei in seinen Betrieb. Sie 
aber, Frau Christine, verschrieb gegen freie 
Wohnung, Feuerung und Kost, sowie ein 
jährliches Deputat von Mk. 30 dem Kloster 
Haus und Hof. Das vornehmste erkundliche Zeugnis von 
ihm, in Ton und Haltung ein lebendiges Bild 
des ganzen Mannes gewährend und zugleich 
die Geschichte eines seiner wichtigsten Werke 
bietend, ist der im Archiv von St. Marien 
Flensburg aufgefundne Brief. Von Interesse 
ist, dass er der Bibliothek St. Nicolai das 
dort noch heute vorhandne Werk Henning 
Goedens Consilia schenkte, ein juristisches 
Handbuch umfassender Art. In Dänemark 
kennt man 3 Glocken von ihm 1560—69. 1560 *Schwenstrup So. 61 Tetenbüll Eid. 62 Osterhever Eid. 66 Eckwadt Ap. *Flensburg St. Mar. 
Oxbüll So. Hoyer To. I. 68 Uelvesbüll. 69 *Husum. 71 Gram Had. 2. 74 Abel To. 1. 75 Flensburg Heil. Geistkirche. 82 Jordkirch Ap. *Flensburg St. Mar. 87 *Munkbrarup Fl. 2. 88 Flensburg St. Mar. Leuchter. Eckern¬ 
förde Tfe. 90 Wiesby To. 1. Maugstrup Had. 1. 92 Randerup To. 1. Troyburg To. 1. Fux, Felix. Ein Giesser dieses Namens, 
nicht unwichtig für die Geschichte der dä¬ 
nischen Rotgiesserei, wirkte in Kopenhagen 
1626—37. 1670 Itzehoe Ste. St. Laur. Gage, Nicolaus, aus Lotringen, doch 1658 
in Lübeck ansässig und dort noch 76 vor¬ kommend, lange Jahre hindurch der ständige 
Genosse Steffen Wollos. 1650 Hamberge Sto. 51 Sehestedt Eck. 53 Wewelsfleth Ste. 55 Bordesholm K. 61 Itzehoe Ste. Rathaus. 62 Grube Old. 1. 66 Grömitz Old. 1. 67 Sülfeld Seg. (3). 70 Neukirchen Old. 1. Lensahn Old. 1. 73 Heiligenhafen Old. 1. Zarpen Sto. 74 Dänischenhagen Eck. Gamel, Victor Carl Christian, Polytech¬ 
niker, geb. in Kopenhagen 1815, gest. 1872, 
1840—46 Giessmeister auf Frederiksvärk, 
das dann in Besitz des Staates überging, 
während er mit Peter Josef Winstrup die 
Giesserei Gamst und Lund übernahm. 1840 Jels Had. 1. Gamst, Hans Christensen, geb. 1737 in 
Gamst bei Kolding, kam 66 als Schmied 
nach Kopenhagen, kaufte 83 die Troschellsche 
Giesserei, starb 1803 am 25. Juni. 1791 Oesby Had. 1. Tyrstrup Had. 1. Gamst, Henrik, und Hans Christian 
Lund, so lautete seit 1836 die Firma der 
1753 von Troschell begründeten Giessstätte 
in Kopenhagen, die 1854 von Winstrup und 
Gamöl erworben ward, und nun Gamst 
und Lund Efterfölgere zeichnete. 1855 Stepping Had. 1. Fjelstrup Had. I. 1858 Schottburg Had. 1. Gelgiesser, Borchart, vollständig wol Bor¬ 
chart Jensen Quelkmeyer, königl. Stückgiesser 
in Kopenhagen, der seine Giesserei im soge¬ 
nannten Münzhof hatte. Er goss u. a. 50 
Geschütze neuer Konstruktion, mit Relief¬ 
bildern dänischer Könige geschmückt, von 
denen man eins 1873 in der Kjöger Bucht 
auffischte; ferner einen fünfzehnarmigen Kron¬ 
leuchter für Frederiksborg, und in den Jahren 
15S5—E 613 über 30 Glocken in allen Teilen 
Dänemarks. Er ward begraben am 25. Aug. 
1613. 1611 Hörup Had. 2. Ghein, Peter van den. In Wehren bei Fritz¬ 
lar ist eine prächtige Glocke 1555 dieses 
Meisters; vgl. Lotz und v. Dehn-Rotfelser, 
Inventar Cassel. Sie trägt das Wappen von 
Mecheln. 1565 Marne Dit. 2. Gherardus. So heisst der Meister des Tauf¬ 
kessels zu Osnabrück, um 1200, sowie einer 
Glocke von 1251 im Dom zu Minden. 13-/14. Jahrh. Siek Sto. Tfe. Grapengeter, Härmen, besass schon 1540 ein 
Haus zu Husum in Sünte Martensstrat, an 
der Ecke des Klostergangs. Dort wohnte er 
noch 1605 , doch steht es schon 1581 nicht 
mehr auf seinem, sondern auf Carsten Grapen-
		

/Sponsorzy_051_07_0107.djvu

			Meister. D. Giesser.. 35 geters Namen. Er starb vor 1614 und wurde 
in der Kirche zu Husum begraben. 1563 Mildstedt Hus. 66 Witzworth Eid. 69 Mildstedt Hus. 79 Witzworth Eid. Grapengeter, Melcher, auch oft Melcher 
Lukas genannt, vollständig Melchior 
Lukas Brant, der zweite in der Reihe 
der uns bekannten Husum’schen Meister. 
Seiner Befähigung verdankt das Gross¬ 
giessgewerbe dieser Stadt seinen Aufschwung 
und seinen 200jährigen Ruf. Dass er ein 
Privileg besessen, ist nicht bekannt. Zuerst erscheint er in Husum als Härmen 
Grapengeters Gehülfe 1566, und tritt seit 
84 selbständig hervor. Er gründet den eignen 
Hausstand 1569 und wohnte im 3. Quartier, 
im Osterende, in dem Hause, das bis 1750 
Giessstätte geblieben und noch heute tradi¬ 
tionell als solche bekannt ist. Im Laufe der 
90er Jahre erweiterte sich Melchers Thätig- 
keit ungemein, was um so bemerkenswerter, 
als er ersichtlich ohne hinreichendes Betriebs¬ 
kapital arbeitete. In spätem Zeiten standen 
ihm seine beiden Söhne Peter und Lukas 
helfend zur Seite. Doch blieb er die leitende 
Kraft. Noch 1616 und 20 werden Glocken 
mit seinem Namen bezeichnet, 1621 nicht 
mehr. Und 22 ist er gestorben, hochbetagt. 
Er hatte üher 50 Jahre seiner Kunst ge- 
gewaltet. Ein Bild seines furchtlos frommen und 
ehrenfesten Charakters erweckt die Anekdote 
des Brökeregisters 1592. Wenn Ihr zaubern 
könntet, so antwortet er, Ihr hättet mich 
längst zu Tode gezaubert; aber ich weiss, 
dass mich Gott der Herr wol vor dem Teufel 
bewahren kann. Sein Namenszug, im Alter 
noch fest und klar, steht u. A. auf dem 
Kontrakt des Tonderer Kirchenarchives. In 
Jütland finden sich 3 Glocken von ihm 
J594_ 99- Die Sturmglocke des Doms zu 
Ripen goss er daselbst. 1566 Witzworth Eid. 79 daselbst. 84 Dagebüll To. 2. 85 Schwabstedt Hus. 86 Witzworth Eid. 89 Eckernförde. 90 Poppenbüll Eid. Gl. und Tfe. 92 Westerhever Eid. 94 Bröns Had. 2. *Schobtill Hus. (vordem in Morsum). 95 Treya Schl. 1. *Schwesing Hus. Schlichting Dit. 1. 96 *Bredstedt Hus. Tolk Schl. 2. *Bovenau R. (Hemmingstedt Dit. I.) 97 Sonderburg. 98 *Galmsbüll To. 2. Rapstedt To. I. 1600 Katrinenherd Eid. Sehestedt Eck. Sonderburg Tfe. 1601 HollingstedtSchl.i. Koldenbüttel Eid. 2 Husum 4 Tellingstedt Dit. 1. Husum. 6 Weddingstedt Dit. 1. 9 Ulkebüll So, 10 Husby Fl. 2. 13 Apenrade. 16 zus. mit Peter Melchersen Gikau PI. 17 Elmschenhagen PI. Tondern. 20 Norburg So. Grier, in Eutin. 1779 Oldenburg. Grosse, J. G., in Dresden. 1883 Kronprinzenkoog Dit. 2. Hänflich, Gustav N., in Hamburg. 1859 Föhr To. 2 St. Laur. 1870 Wüster Ste. Hansen, Peter, in Flensburg, sehr oft nur 
Peter Klockengeter genannt, trefflicher Meister, 
als Verfertiger klangreicher Glocken im Lande 
bekannt, auch in seinen künstlerischen Ent¬ 
würfen beachtenswert, jedoch nicht immer 
sauber im Guss, im Giesserspruch der Familie 
Klinghe verwandt. Seine Werke datieren bis 
ins Jahr 1462 zurück. Urkundliche Lebens¬ 
nachrichten besitzen wir über seine spätere 
Lebenszeit. 1489 erscheint er als Bürger 
Flensburgs und im Besitze eines Hauses da¬ 
selbst. Mit Herrn Peter Partzow, dem 
Schenker der Tfe. St. Nie., verbanden ihn 
nachbarliche Beziehungen. Im Jahre 1511, 
wo auch die St. Laurentiusgilde ihn und seine 
Frau unter ihre Mitglieder zählt, verwaltet 
er die Kasse des Liebfrauenaltars der Kirche 
St. Nie. Noch legt er 1513 am Dienstag 
nach Mariä Himmelfahrt den Brüdern über 
seine Verwaltung dieser Kasse Rechenschaft 
ab und übergibt sie seinem Nachfolger. In 
einem der folgenden Jahre stirbt er, vermut¬ 
lich am 2. Tage nach dem Fest der Ent¬ 
hauptung Johannis des Täufers, 1521 hält 
man an diesem Tag in St. Nicolai die für 
ihn gestiftete jährliche Totenmesse. Damals 
lebt seine Witwe Mette Klockengeters noch. 
Dieselbe verkaufte, sich lebenslang Wohn¬ 
recht behaltend, ihr Haus mit Zustimmung 
der Seitenerben — Nachkommen also waren 
nicht da —, bereute aber den Kauf und 
suchte ihn später rückgängig zu machen, 
vergeblich und ohne ersichtlichen Grund. 
Am Montag nach Erasmi 1524 tritt Käufer 
sein Eigentum an — sie lebt nicht mehr und 
auch für sie wurde nun Totenmesse gehalten. 
Als Beitrag zu einer neuen Glocke hat sie 
der Nicolaikirche ihre Braupfanne vermacht. 
— Fast sämtliche Urkunden, aus denen 
ich dies entnahm, sucht man vergebens bei 
Seydelin. In Dänemark dürften die Taufe im Dom 
zu Aarhus und auch die Glocke 1496 Odense 
St. Hans, jedenfalls aber die Glocken Skyum 
1487, Sanderum 1492 und Odense Frauen- 3*
		

/Sponsorzy_051_07_0108.djvu

			36 Meister. D. Giesser. kirche 93 ihm zuzuschreiben sein. Im Ost¬ 
friesischen gehören ihm möglicherweise die 
Gl. i486 Bedecapsel, die Tfe. 1496 Wieg¬ 
boldsbur. 1462 Stedesand To. 2. 83 Tating Eid. 85 Hadersleben Tfe. 87 Kating Eid. 91 Halck Had. 1 Tfe. 97 Flensburg St. Nie. Tfe. vielleicht auch 1482 Barkau PI. und 86 
Norderbrarup Schl. 2 Tfe. Haupner, (Heupner), Christian (Cbristoffer). 1705 Beydenfleth Ste. 1706 St. Margreten Ste. Hemminck, Brun, Husen, Giesser des 16. 
Jahrh., wird in Husumer Urkunden ver¬ 
geblich gesucht. 1585 Garding Eid. (2). 1592 Barkau PI. Herman, mit dem Giesszeichen einer Glocke 
neben einem Baum. Der Name Herman be¬ 
gegnet auf mehreren dänischen Glocken des 
15 Jahrh. Herman Klokkestöber war 1455 
Bürgermeister in Lund. 1490 Bedstedt Ap. Holtzmann, Johan Barthold, Kgl. Stück¬ 
giessmeister auf Köngens Nytorv zu Kopen¬ 
hagen, in dessen Giesshaus 1729 Friedrich IV. 
in Lebensgefahr geriet. Der Meister verlor 
indessen nicht des Königs Gunst. 1733 er¬ 
hielt er Rang und Titel eines Infanterie-, 
36 eines Artillerie-Kapitäns. Sein Giesslohn, 
1728 kontraktlich festgestellt, ward 52 er¬ 
höht. Er starb 1757, der letzte Meister 
jener Giessstätte. In Dänemark kennt man nicht weniger 
als 23 Glocken von ihm, welche die Jahre 
1725—54 umfassen. Ihm übertrug man auch 
den Guss der Glocken für die neue Frauen¬ 
kirche zu Kopenhagen, zu dessen Vollendung 
er Kriesche aus England berief. 1752 Schwenstrup So. Hv . . . ., Pe ter, vielleicht Peter Hansen. 1482 Barkau PI. Jan, Henrik. 1475 *Lintholm To. 2 (Stintebüll). Jappe, Reimer. 1531 Kiel St. Nicolai. Jasper, 15. Jahrh. Jörl Fl. 1. Uberg To. 1, woselbst sein Giesszeichen. Jauck, G. A., in Leipzig, Glocken- und Metall- 
giesserei, Dampfhammerwerk ; begründet 1796 
durch den Ratsglockengiessermeister A. Jauck. 1868 Ploen. 1876 Burg Old. 2 (2). Hamdorf R. Johannes, 13. J. Altenkrempe Old. i Tfe. Johannes,Frater, dessen Giesszeichen Fig, 1031. 1384 Ploen Schloss. 14. Jahrh. Eichede Sto. Karstens (Karstensen), Lorenz, Rotgiesser, 
gebürtig von Scherrebeck, leistete 30. März 
1615 in Husum den Bürgereid, heiratete um 
diese Zeit Anne, des Bürgermeisters Ocke 
Lorenzens Tochter und wurde so Hans Ock- 
sens, des Bildhauers Schwager. 1620 erwarb 
er ein Haus in der Süderstrasse, musste aber 
bald Geld darauf aufnehmen. Man übertrug 
ihm manche öffentliche Arbeit. So goss er 
1620 Gewichte für die Stadt, und 31 fürs 
Kloster 4 Leuchter. Man schätzte sein Talent. 
Aber seine Geldverhältnisse verfielen je länger, 
je mehr. Es half nichts, dass ihm u. A. 
Herzogin Auguste 50 Thlr. vorstreckte zur 
Fortsetzung seiner Nahrung. Als er die 
Husumer Taufe entwarf und goss, mussten 
Andre für ihn die wirtschaftliche Seite der 
Sache wahrnehmen. Seine Frau starb 1652, 
er selbst wol erst in den 70er Jahren, hoch¬ 
betagt. 1643 Husum Tfe. 47 Hattstedt Hus. Tfe. 52 Schleswig Schl. Gottorf Globus. Kemmer, Hans, seit 1615 Stückgiesser am 
königl. Giesshaus bei Kronborg zu Helsingör, 
Nachfolger Hans Wolff Entfelders. Er starb 
am 7. Nov. 1636. Er goss für Christian IV. eine grosse An¬ 
zahl Kanonen, doch auch Uhrglocken, Leuch¬ 
ter u. a. Seine letzte grössere Arbeit dürften 
die Formen der grossen Kronborger Glocken 
sein, die der König im Juni 36 bei ihm be¬ 
stellte und die er nicht ganz vollendete. 1623 Glückstadt. Kielström, Magnus Friedrich, seit 1784 
Bürger und Glockengiessermeister in Kopen¬ 
hagen und in jenem Jahre beteiligt an einer 
Beschwerde über die engen Grenzen, in denen 
sein Gewerbe vom Gürtleramt gehalten werde,, 
siedelte 1799 uach Flensburg über und er¬ 
langte trotz des Beseler’schen Privilegs am 
3. Aug. 1805 die Konzession zur Treibung 
der Glockengiesserei in unsern Landen. Der 
Flensburger Rat bemerkt in seinem Bericht, 
Kielström sei mit seinen Stadtgefällen be¬ 
ständig im Rückstände, von Aufträgen wisse 
man nichts. Uebrigens habe Niemand vor 
ihm in Flensburg das Glockengiessergewerbe 
getrieben! *1804 Lintholm To. 2. Kis?, Peter, vielleicht Peter Hansen. i486 Norderbrarup Schl. 2 Tfe. Kleimann, Ar ent, in Lübeck, der 4te seines 
Namens, einer sehr thätigen Grapengiesser- 
familie angehörend, geb. 1632 und 92 noch 
am Leben. 1679 Lütjenburg PI. Kleimann, Conrad, Glocken- und Grapen- 
giesser in Lübeck, der dritte seines Namens, 
Sohn des eben angeführten Arent Kleimann, 
geb. 1673, gest. 1754. Auf Aeröund Langeland
		

/Sponsorzy_051_07_0109.djvu

			Meister. D. Giesser. 37 sind Glocken von ihm 1701 und 17 > 'm 
Lauenhurgischen eine von 1699. 1706 Lysabbel So. 1708 Schwenstrup So. 1710 Kiel Nie. 1714 Neumünster IC. 1716 Preetz PI. Stadtkirche. 1717 Ockholm Hus. 1720 Landkirchen Old. 2. Klinghe, Gert, ein Giessername, der sehr 
häufig auf Taufkesseln und Glocken in Ost¬ 
friesland und im Bremischen, auch in Lübeck 
und Lüneburg erscheint. Die frühesten hier 
gefundenen Werke sollen von 1400 und !4°7 
datieren, spätere umspannen den Zeitraum 
1425 oder 27 bis 74 — gab es zwei Giesser 
dieses Namens? In Lübeck goss, nach der 
Kirchenrechnung von St. Marien, 1466 Meister 
Gert Klinghe von Bremen die 12838 Pfund 
schwere Gloriosa ueu. Er wird also in Bremen 
ansässig gewesen sein, wie es nach urkund¬ 
lichen Belägen andre Glieder dieser bis ins 
16 Jahrh. blühenden Familie waren. Sie be¬ 
herrscht während des 15. Jahrh. mit ihren 
in Ausstattung und Giesserspruch gleichartigen 
Werken ganz Niedersachsen, und in ihr tritt 
der Name unsres Meisters als der bedeutendste 
hervor. 1447 Segeberg Tfe. 1471 Grundhof Fl. 2. *Grossenbrode Old. 1. Klinghe, Herman, soll als Giessername schon 
1404 Vorkommen. 4 Glocken aber im Bremer 
Lande, die diesen Namen tragen, fallen 
zwischen 1461 und 1505. *453 Wöhrden Dit. 2. 65 Oldensworth Eid. 67 Kotzenbüll Eid. 71 Herzhorn Ste. Klinghe, Hinrik, kommt ebenfalls schon 1409 
auf einer Glocke vor, dann aber auf 3 Taufen 
Ostfrieslands 1473 und 74- 1475 Pelworm Hus. Alte Kirche Tfe. *Lintholm To. 2 (Stintebüll). Korkow, Bartholomäus, von dem man eine 
Glocke in Beverstedt 1596 kennt. 1594 Bramstedt Seg. (2). 1605 Beydenfleth Ste. Kort. Ein Cord Vrigbusch arbeitete im Hannover¬ 
schen 1431—68. 1435 Dänschenhagen Eck. und vielleicht *1436 Flensburg St. Nie. Kramp, Jones. 1595 Holebüll Ap. Kriesche, Johan David, gebürtig aus Dres¬ 
den, lernte 1717—23 in der dortigen königl. 
Polnischen churfürstl. Sächsischen Giesserei 
die Stück-, Rot- und Glockengiesser-Pro¬ 
fession und wurde 1747» nach I4jähriger 
Wanderschaft, von England, wo er damals 
in Arbeit stand, durch J. B. Holtzmann nach 
Kopenhagen gerufen. Hier half er die 
Glocken der Frauenkirche und die grossen Stücke für das Schiff Christian VI. giessen, 
wollte sodann nach Hause, nach Dresden 
reisen, verblieb in Rendsburg, heiratete, ward 
Bürger 175726. Jan., erlangte ein Eigentum 
und lebte daselbst 5 Jahre seiner Profession. 
Als aber Beseler seiner nicht mehr bedurfte, 
sah er sein Fortkommen gefährdet, eilte per¬ 
sönlich nach Kopenhagen, und erbat unterm 
17. Dez. 1761 für sich, den zünftig gelernten 
Mann, Freiheit zur Treibung seiner Profession, 
dem König es überlassend, welche Stadt 
Schleswigs er ihm zum Wohnort anweisen 
wolle. Es konnten Schleswig, Husum, Flens¬ 
burg und Eckernförde in Betracht kommen. 
Der Flensburger Rat hielt es für fraglich 
(1762 9. Sept.), ob sich ein Glockengiesser 
in Flensburg würde nähren können. 1763 
finden wir Kriesche in Eckemförde, wo er 
bei mangelndem Betriebskapital nicht ohne 
Mühe, doch vom Rate begünstigt, seine 
Giesserei in Ansehen brachte. 1771 berief 
man ihn nach Lübeck zum Ratsgiessmeister, 
doch scheint er noch manches Mal vom 
Giesshause zu Eckernförde Gebrauch gemacht 
zu haben. Die letzte bekannte Glocke von 
ihm datiert von 1790. Am 28. Oct. desselben 
Jahres ward er zu Lübeck in der Burgkirche 
begraben. Seine Eingabe an den König liegt abschrift¬ 
lich im Flensburger, ein Glockenkontrakt 
(mit Begleitverhandlungen aus dem Beginn 
der Eckernförder Zeit) im Sonderburger 
Ratsarchiv. Von den Glocken, bei denen er Beseler 
half, kennen wir Wüster Ste. 1758, Glück¬ 
stadt Ste. und Krummendiek Ste. Ihm allein 
gehören: 1760 Barkau PI. 63 Sonderburg (2). 64 Heide Dit. 1. 65 Oldesloe Sto. Grube Old. 1. 66 Feldstedt Ap. 67 Borby Eck. 68 Kaltenkirchen Seg. 69 Töstrup Schl. 2. Burg Old. 2. Oldes¬ 
loe Sto. 70 Althadersleben Had. 1. Hadersleben. 71 Düppel So. 72 Heide Dit. I. Hemme Dit. I. 74 Warnitz Ap. 77 Norburg So. 80 Oldenburg. 82 Düppel So. Preetz PI. Stadtkirche. 83 Schönkirchen K. Schönberg PI. 
Buhrkall To. I. 85 Delve Dit. 1. Schobüll Hus. 88 Kellinghusen Ste. Frörup Had. 1. (Hohenfelde Ste.) Krol, Marquart. 1471 Herzhorn Ste. (Barkau). 1472 Waabs Eck.
		

/Sponsorzy_051_07_0110.djvu

			38 Meister. D. Giesser. Kröte, Wilken. 1489 Oldesloe Sto. Kübler, Jakob Friedrich, Plattierer, Bron- 
cierer und Gürtler in Altona. 1843 Altona Trin. Kronleuchter. Lammens, Dominus Corus, Giesser? 1518 Marne Dit. 2. Landre, Johan Georg Wilhelm, geb. in 
Berlin 1755, Sest* a^s Lübecker Ratsgiesser 
am 5. Juli 1818 zu Lübeck. 1790 Ilostrup To. 1. 93 Hagenberg So. 94 Burg Old. 2. 97 Sarau Seg. Lehmeyer, Johan, gebürtig aus Stralsund, 
heiratete, damals Rotgiessergesell, am 31. Jan. 
1678 Margarete, die Witwe Levin Lindemanns, 
in Glückstadt und wurde am 5. Dez. des¬ 
selben Jahres daselbst zum Bürger ange¬ 
nommen. Er starb zu Glückstadt am 1. April 
1705. Ein Mörser 1687 ist auf dem Zeug¬ 
haus zu Kopenhagen. 1697 Altenkrempe Old. I. 1699 Lebrade PI. Tfe. 1701 Altona Trin. (1702 Krummendiek Ste.) Leseman, Herrn an, Fusor ollarum in Ham¬ 
burg, besass ein Erbe am Burstah neben dem 
Nicolaistift. Den vor dem Rat zu Hamburg 
geschlossenen Kontrakt zur Lieferung eines 
Taufkessels für Elmshorn bewahrte der Liber 
memorandorum ad a. 1414. 1414 ^Elmshorn Pi. Tfe. Litz, C. 1682 Rendsburg St. Marien. Lucas, Melchior, $. Grapengeter. Luneborch, Hans. 1591 Ahrensburg Sto. Lybre, Jacob Antoni. 1670 Propsteierhagen PL Maschmann, in Frederiksvärk bei Kopenhagen. 1837 Fjelstrup Had. 1. Meilstrup, Peder Pedersen, geb. 1807, gest. 
1864, führte seit 1826 die von seinem Vater 
1819 übernommene Reimersche Giessstätte 
in Randers. 1852 Nustrup Had. 2. 1855 Beftoft Had. 2. Melchersen, Balzer (Balthasar Melchiors), 
Sohn des Giessers Peter Melchersen, ein 
Spross also der Husumer Giesserfamilie, ge¬ 
boren in Husum 1612, kam 1634/35 nach 
Flensburg, nahm dort Bürgerrecht, heiratete 
Katharina, die Tochter des dortigen Kauf¬ 
manns Rolef von Horsten 1638, wohnte an¬ 
fangs zur Miete, erwarb später ein eigenes 
Haus im Kirchspiel Nicolai, verblieb daselbst 
bis nach der Kriegszeit 1657—60. 1660 starb seine Frau. Sein Giesshaus, vor dem 
friesischen Tor belegen, war zerstört. Er 
verkaufte die wüste Stätte am 2. März 1661 
und verliess die Stadt, die ihm so lange Heimat gewesen war. Seine Vermögensver¬ 
hältnisse dürfen als wolgeordnet angesehen 
werden; er wurde behufs der städtischen 
Steuern zu einem mittleren Satz gutgestellter 
Handwerker eingeschätzt. — Gl.-Kontrakt 
und Rechnung 1656 im Geltinger Kirchen¬ 
archiv. In Dänemark sind Glocken von ihm aus 
den Jahren 1636—39 und wieder 61—63. 1635 Rauzau PI. Kanone. 39 Schleswig Dom. 42 Mögeltondern To. 1. 43 Gross Solt Fl. 2. 46 Flensburg St. Nicolai. 47 Aastrup Had. 1. 50 Tondern. Flensburg St. Nicolai. 52 Notmark So. 54 Enstedt Ap. 55 Nübel So. 56 Geltingen Fl. 2. Melchersen, Lukas, Sohn des Giessers Melcher 
Grapengeter und Bruder Peter Melchersens, 
kommt 16II als Gevatter, 1616 als Bürge 
in Husumer Registern vor. Er heiratete und 
wurde Bürger daselbst 1620. In seiner Arbeit 
kennen wir ihn nur als seines Bruders Ge- 
hülfen. 1621 Medolden To. 1. Melchersen, Peter, Sohn des Melcher Grapen¬ 
geter, mithin mit dem Familiennamen Brant, 
Nachfolger seines Vaters im Besitz und Leitung 
der Husumer Giesserei. Er wird in den 
Registern seiner Vaterstadt schon 1605 als 
Glockengiesser bezeichnet, wie er denn auch 
spätestens 1606 selbständig eine Glocke goss. 
Später erscheint er noch wieder als seines 
Vaters Gehülfe, und einmal, während der 
Vater noch lebt, bedient er sich der Hülfe 
seines Bruders. Sonst aber arbeitet er selbst¬ 
ständig und allein. Er verheiratete sich vor 
1611, wohnte im Hause seines Vaters, dessen 
nächster Erbe er war, fungierte 1621 als 
Aeltermann der Schützengilde, 23 als Quartiers¬ 
mann u. s. w. Er starb 1653 als angesehener 
und auch nicht unbegüterter Mann und ward 
am 9 Juni mit vollem Geläut begraben. — 
Auch aufFanö ist eine Glocke 1625 von ihm. 1606 St. Peter Eid. 15 Kekenis So. 16 Gikau PI. Bau Fl. 1. Schleswig Dom. 18 Nordhastedt Dit. 2. 21 Medolden To. 1. 23 Nübel So. 24 Friedrichstadt Schl. 1. 25 Quern Fl. 2. 30 Neuenkirchen Dit. 1. 31 Jevenstedt R. 32 Ulderup So. (Lith). 33 Flintbeck K. 34 Koldenbüttel Eid. 39 Oxbüll So. 40 Eken So. ■
		

/Sponsorzy_051_07_0111.djvu

			Meister. D. Giesser. 39 1642 *Hattstedt Hus., Mögeltondem To. 1. 43 Broacker So. Schleswig St. Mich. 49 Schleswig St. Mich. 50 Schleswig Friedrichsberg. Melchersen, Rudolf, Giesser des 17. Jahr¬ 
hunderts , Sohn des Balzer Melchersen, ge¬ 
boren in Flensburg 1645 und nach seinem 
Grossvater mütterlicher Seite eigentlich Rolut 
genannt, ist nicht in Flensburg ansässig ge¬ 
worden. In Jütland sind 17 Glocken von 
ihm 1672—1700. 1669 Tandslet So. Melchior, M. s. Melcher Grapengeter. Merfelt (Marvelt), Gert von, einer der ersten 
Giesser seiner Zeit, ein Westfale nach Olaus 
Möller (Merfeld Kr. Koesfeld), jedenfalls 
1539 schon in Flensburg, 1541 und später 
mit Aufträgen des Königs von Dänemark 
betraut. 1557, als sein Giesshaus auf dem 
Kloster zusammengestürzt war, wies ihm der 
König Materialien zum Neubau an. Am 16. 
Okt. des folgenden Jahres starb er. Qui moritur Christo vivit, qui vivit_ in illo Non moritur non est mors ubi Christus adest — las man auf seinem Grabsteine in der Nic.- 
Kirche, den eine Messingplatte schmückte 
mit dem Zeichen einer Glocke und einer 
Kanone. Für seine Witwe Rixe von Merfelt 
bezahlte Michel Dibler 1563 der Kirche Nie. 
Grabgeld (Möller irrtümlich: 1565)* Zwei 
seiner Söhne, Gert und Hinrich sind in Flens¬ 
burg Bürgermeister geworden. Bald nach 
ihm tritt in Kopenhagen ein zweiter Giesser 
seines Namens auf. Die Werke dieses Meisters 
sind in Anlage und Ausführung vortrefflich. 
In schön erfundenen Verzierungen zeigen sie, 
für hiesige Verhältnisse früh, die Formen 
edelster Renaissance. — 1539 goss er die 
grosse Seierglocke für St. Petri in Hamburg 
und 1545 die Glocke Slemminge bei Sax- 
kjöbing. Briefe des Königs, seine Arbeiten 
betreffend, giebt Seydelin. 1541 Stepping Had. I. 48 Oldensworth Eid. 54 Ketting So. und Süderstapel Schl. I. 
Meyer, Christian, in Hamburg. 1703 Eddelack Dit. 2. 1705 Bargteheide Sto. 1706 Tönningen Eid. Wandsbeck Sto. 1707 Nienstedten Pi. 1711 Tralau Sto. Meyer. Her m an , 1620 Neukirchen Fl. 2. 1622 das. Middeldorp, Karsten, Stück- und Glocken- 
giesser in Lübeck, der 1548 daselbst nach 
Meister Gerts Tode dessen Werkzeug erwarb. 
Er starb 1562. 1553 Heiligenhafen Old. 1. Milbertus, s. Albertus. Mildenberc, Johannes. Wol 13. Jahrh. Warder Seg. Müller, Nie., in Hamburg, 1738 Genosse 
J. A. Biebers. 1728 Heiligenstedten Ste. 1738 WeSselburen Dit. 1. 1739 Kollmar Pi. Monster, Lutke van. 1553 Bünstorf Eck. Nüssel (Neusei, Niestel), Hans, Hamburger 
Giesser, der seinen Namen sehr verschieden 
schreibt. Er wurde dort 1616 Juni 19 als 
Büchsenmeister und Giesser beeidigt und bis 
1626 mehrfach vom Rat zum Guss von Ge¬ 
schützen gebraucht. Gleichzeitig goss er 
Glocken für hannoversche Kirchen, für die 
Priegnitz, für den Hamburger Kathrinenturm, 1754 standen im Hamburger Zeughaus noch 
3 Geschütze von ihm. — Ein Glockenkontrakt 
im Wüsterer Kirchenarchiv. 1622 Bergstedt Sto. 1622 Wüster Ste. (2.) 1630 Kiel Nie. Otte, Clawes, tolub..., Lübecker Giesser 
scheint es, dort nicht bekannt. 1567 Gikau PI. Otto, F., in Hemelingen bei Bremen, Glocken- 
Giesserei, 1874 begonnen. 1879ff. BrokdorfSte. ElmshornPi. Schön¬ 
berg PI. Altona St. Petri (5) u. s. w. Peter, Meister, in Husum s. Peter Melchersen. Planer, Adam, Rotgiesser in Lübeck, dem 
1771 zeitweilig der Stadtgiesshof für seine 
Arbeiten überlassen wurde. 1742 Tandslet So. Prilop, Hans, Giesser? 15 ii oder 40 Heide. Rade, (Ragle), Fr., Lotringer Giesser des 
17. J., der, wie später Gage und Wollo, in 
Lübeck sich niedergelassen zu haben scheint. In Tossens in Oldenburg ist eine Gl. 1639 
von ihm. 1633 u. 34 Selent PI. 1636 Jevenstedt R. Radler, J. J. und Söhne, Glocken- und Bronze- 
giesserei in Hildesheim. ... 1852 ff. Hennstedt Dit. 1 (3)! StembergFl. 2. (2). Siek Sto. (2) u. s. w. Reymer, Peter. 1515 Flintbeck K. Tfe. 1520 Bergenhusen Schl. 1. Rode, Hans. |jßo Kletkamp. PL Eiserner Ofen. Roen Frangois Ahasverus, Stückgiesser, 
seit 1662 Stückhauptmann und von Roen 
genannt, reformierten Bekenntnisses , wohnt 
schon Sept. 1641 samt seiner Frau Gerdruyt 
geb. Jansen in Glückstadt, führte, nach 
Nyrop erst seit 45 , das dortige Giesshaus, 
welches während seiner Verwaltung (1667) in 
den Besitz des Staates übergieng. Er war 
nicht ohne Bedeutung für die Entwicklung 
der dänischen Artillerie, und nicht ohne
		

/Sponsorzy_051_07_0112.djvu

			40 Meister. D. Giesser. Ruf. Im Jahre 1666 beschäftigte ihn ein 
grösserer Auftrag aus Frankreich. Er war 
ein zweites und drittes Mal verheiratet, zu¬ 
letzt mit Anna Wulffenden, die 79 als seine 
Witwe erscheint. 77 aber war er noch am Leben. 
1643 Segeberg Kirche Tafel. 1647 Nienstedten Pi. 1652 Altona Trin. 1653 Neuenbrook Ste. 1661 Schleswig Dom. 1663 Elmshorn Pi. Kapelle. Krummendiek Ste. Glückstadt Ste. Geschütze. Schmidt, Jochim, Rotgiesser in Eckernförde, 
stets de Kronengeter oder Jochim Kronengeter 
genannt, leistete dort am 24. Febr. 1615 den 
Bürgereid und lebte daselbst bis 1650, wo 
er am 15. Sept. begraben ward. Erst im 
Dez. 1672 starb hochbetagt seine Frau, Olde 
Katrin Kronengeters, welche im Gasthaus 
Aufnahme gefunden. Im Jahre 1624 konnte 
er die Pfände, die er Peter Lundt gegen 
ein Darlehn gegeben, nicht einlöseu. 1621 Eckernförde Kirchtüren N. 
Schonenborch , Johannes, niederländischer 
Glockengiesser, 1507 in Lübeck und 1513 
im Holländischen Gert van Wous Gehülfe, 
dann in Ostfriesland mehrfach beschäftigt, 
1518 in Emden gemeinschaftlich mit seinem 
Sohne Wolter, 1520 und 28 allein. Nach 
der Husumer Inschrift muss Kämpen auch 
seine Heimat gewesen sein. 1506 *Krempe (2) zus. mit Gert van Wou. 
1506 Husum, mit Arnold van Wou. 1518 Ottensen, mit Gert van Wou. Seest, Pieter, zu Amsterdam. 1757 Langenhorn Hus. Sigfridus. Ein Meister dieses Namens goss 
1407 eine Glocke für die Michaeliskirche in 
Braunschweig. 15. Jahrh. *Grundhof Fl. 2. *Munkbrarup Fl. 2. Siop, Hans, Hamburger Giesser, dessen Gut¬ 
achten man begehrte, als 1607 zu Lübeck 
die grosse Pulsglocke von St. Marien geborsten 
war. Brief von ihm 1596 im Flensburger Kloster¬ 
archiv. 1596 Flensburg Kloster. 1608 Ottensen. Smid, Je s, war vermutlich ein Schmied , da 
er das Handwerksgerät eines solchen hinter 
seinem Namen abbildet. Auch in Dänemark, 
in Vejrum bei Holstebro trägt eine Glocke 
von 1485 diesen Namen. Sodann begegnet 
derselbe im Mitgliederverzeichnis des Flens¬ 
burger Kalands, und zwar im Verzeichnis 
der Lebenden 1481 und 95. An letzterer 
Stelle ist seine Frau erwähnt und später 
durchstrichen, d. h. verstorben, er hat sie 
hiernach überlebt. i486 Simonsberg Hus. (Lundenberg). Strahlborn, Dietrich, zu Lübeck, ein Sohn 
von Laurenz Strahlborn und dessen Gehülfe 
seit 1744, goss u. a. in tadelloser Vollendung 
die grosse Pulsglocke des Lübecker Doms, 
starb in der Blüte seiner Jahre am 13 Oct 
1749. 1746 Krusendorf Eck. 49 Pronsdorf Seg. Strahlborn, Laurenz, trefflicher Meister, von 
1713 bis zu seinem Tode 1753 Apr. 11 
Stück- und Glockengiesser auf E. E. Raths 
zu Lübeck Giesshaus, Schwiegersohn seines 
Vorgängers Peter Christoph Geigers, Schwager 
des Giessers Armowitz. — Brief 1729 im 
Geltinger Kirchenarchiv. 1722 Grube Old. 1. Tondern. Kiel St. 
Nicolai. 25/26 Heiligenhafen Old. 1. 26 Hansühn Old. 1. 28 Haselau Pi. 29 Geltingen Fl. 2 N. 30 Fiemhude K. Bornhöved Seg. Flint¬ 
beck K. 31 Gettorf Eck. 32 Barmstedt Pi. Bramstedt Seg. Süderau 
Ste. 34 Preetz PI. Kloster. 35 Schenefeld R. 36 Bargteheide Sto. Flintbeck K. 37 Wesenberg Sto. Bordesholm K. 38 Ploen Johannisstadt. 44 Schwansen Eck. 47 *Schönkirchen K. 50 Propsteierhagen PI. Struve, Otto, in Hamburg, von dem das 
»Traubenstück« 1688, im dortigen Zeughaus, 
gegossen war. Eine Glocke von ihm ist in 
Abbehausen (Grossherzogtum Oldenburg). 
1696 Ahrensburg Sto. Ulrich, Gebrüder, Turmglocken-Giesserei und 
Spritzenbau-Anstalt, seit 1730 in Laucha a. 
d. Unstrut. 1870 — 80 Handewitt Fl. 1. Munkbrarup 
Fl. 2. Süderbrarup Schl. 2. Hennstedt 
Seg. u. a. Vioel, Amt van, dürfte verlesen sein für Amt 
van Wou. *1507 Ostenfeld Hus. Vletho, Jürgen, in Lübeck, dort jetzt unbekannt. 1583 Seedorf Seg. Voillo, s. Wollo. Vulf, s. Wulf. Vollemot, 1636 Genosse Fr. Racle’s. 1636 Jevenstedt R. Wacheuens, Medardus. Eine niederländische 
Giesserfamilie des 15. und 16. Jahrh., die 
in Mecheln ihre Heimat hat, führt den Namen 
Wacheuens. 1543 Rosenkranz Eck. Westfahl, Michael, in Rostock, dessen 
Namen man in Dänemark an 7 Glocken 
J590—1649 findet.
		

/Sponsorzy_051_07_0113.djvu

			Meister. D. Giesser. E. Glaser, Goldschmiede u. s. w. 41 1616 Petersdorf Old. 2 Vielleicht 1623 Lysabbel So. Wilkes, Antoni. 1662 Eckernförde Eck. Mörser, datiert Enchusae. Wollt), (Voillo), Steffen, aus Lotringen, 
arbeitete, ehe er nach Schleswig-Holstein kam, 
1645 ff- tm Hannoverschen mit Gottfried 
Baulard, bei uns sehr oft mit Nicolaus Gage 
gemeinschaftlich. Wie dieser war er, sicher 
seit 58, in Lübeck ansässig und 68 kommt er 
dort noch vor. Glocken von ihm im Lauen¬ 
burgischen. 1649 Ploen. 50 Hamberge Sto. 51 Sehestedt Eck. 33 Wewelsfleth Ste. 55 Bordesholm K. 62 Grube Old. 1. 66 Grömitz Old. 1. 67 Sülfeld Seg. (3). 68 Itzehoe Ste. St. Laurentii. 69 Borsfleth Ste. Itzehoe Ste Rathaus. Woltreck, J oh., Münzmeister. 1666 Glückstadt Ste. Wou, A rnoldvan, ein Niederländer, der 1504 
eine Glocke in Gadstrup bei Roeskilde goss. 1506 Husum, zus. mit Schonenborch, 
möglicherweise 1507 Ostenfeld Hus. 
(s. Vioel). WOU, Gert van, berühmter holländischer 
Geschütz- und Glockengiesser, der, wol um 
1480, von Herzogenbusch nach Kämpen 
kam und dort ansässig wurde, während seine 
Wanderungen sich über ganz Norddeutsch¬ 
land erstreckten. Von ihm rührt die grösste 
mittelalterliche Glocke Deutschlands her, 
die Gloriosa des Doms zu Erfurt 275 Ctr., 
zahlreiche andere buchen die Kunsthand¬ 
bücher. Mit Schonenborch zusammen goss 
er auch 1507 in Lübeck. Von den Arbeiten 
aus späterer Zeit ist aber fraglich, ob sie 
auf ihn selbst oder einen jüngeren Mann 
gleichen Namens zu beziehen sind. 1506 Krempe Ste. (2)zus.mit Schonenborch. 1518 Ottensen Alt., ebenso. Wulf, (Vulf), Peter, den man als Giesser 
der Taufe 1509 zu Mölln schon länger kennt. 
Er war 1492 in Lübeck ansässig. Sein 
Giesserzeichen scheint das redende Wappen 
eines Wolfs. In seinen Inschriften zieht er 
leicht mehrere Worte in eins zusammen. 
Im Lauenburgischen 2 Glocken von ihm. 1511 Bannesdorf Old. 2. E. GLASER, GOLDSCHMIEDE, SCHMIEDE, UHR¬ 
MACHER, DRECHSLER, ORGELBAUER, KUNST¬ 
STICKER, GÄRTNER. Abrahams, Nie., Goldschmied am Ploener Hof 
ew. 1691 Ploen N. Angel, Jürgen Hinrichsen, Orgelmacher 
in Flensburg, gab 1776 der Orgel in Sonder¬ 
burg ein neues Gehäuse, stellte 87 die zu 
Tondern her u. a. 1795 Halk Had. 1. Bene, Clawes, Schmied. Ende des 15. Jahrh. Preetz PI. Kloster. Bock, Jürgen, Drechsler in Schleswig, der 
für den Fürstenstuhl arbeitete. 1609—12 Schleswig Schloss Gottorf, Text 
u. N. Boht, Hin rieh, Goldschmied in Preetz. 1722 Lebrade PI. Kelche. Bokelmann, Hans und Christian, jenes 
der Vater, dies der Sohn, Orgelbauer. 1598 Hemme Dit. 1. BÖSCh, Andreas, Büchsenmacher aus Limburg, 
den Olearius rühmt. 1654—64 Schleswig Schloss Gottorf Globus. 1657 Kunstkammer daselbst. Brockmann, Hans, Drechsler in Schleswig. 1606—9 Schleswig Schloss Gottorf, Text 
u. N. Brunner, Johan Friedrich, Orgelbauer in 
Lunden, u. a. 1671 in Husum tätig. 1665 Tating Eid. h. Bünting, Konrad, Orgelbauer in Lübeck. 1742 Grömitz Old. 1 Orgel h. Busch, 1764—65 Kunstmeister in Ploen, ew. N. Busch, Johan Daniel, Orgelbauer, ein Sohn 
von Johan Dietrich Busch, und wie der 
Vater in Itzehoe ansässig, ist nachweislich 
seit 1754 und jedenfalls bis i 790 in Schleswig- 
Holstein tätig. Ihm dürften die folgenden 
Werke zuzuschreiben sein:
		

/Sponsorzy_051_07_0114.djvu

			42 Meister. E. Glaser, Goldschmiede u. s. w. 1758 Neuenkirchen Dit. 1 h. 71 Neustadt Old. 1. 72 Ottensen Alt. h. 76 Schönwalde Old. 1. 82 Oldenburg. 84 Kahlebye Schl. 2. BuSCh, Johan Dietrich, Orgelbauer in Itze¬ 
hoe, Schwager des Königl. privileg. Orgel¬ 
bauers zu Kopenhagen Lambert Daniel 
Carstens, in dessen Auftrag er anfangs 
arbeitet, hat schon vor 1742 in Schleswig, 
Flensburg, Billwärder grössere Orgeln gebaut 
und ist auch später im Lande viel beschäftigt. 1743/44 Altona Trinitatiskirche. Um 1750 Ottensen Alt. Carpsen, Hans, Uhrmacher in Hamburg, ward 
1637 vom Rat zu Wüster belangt, weil er 
die Mängel abzustellen, die im ersten Jahr 
an seinem Werk zu spüren, sich nicht ein¬ 
gefunden. 1636 Wüster Ste. Turmuhr. N. Caspari, Reimer, »aus Westfalen«, war 1727/28, 
als er die Orgel für die Lutherische Kirche 
in Friedrichstadt baute , in Altona ansässig, 
so auch 1730. 1743 Heiligenhafen Old. 1 h. Clodius, Johan, Gärtner Herzog Friedrich III., 
vielgerühmt, gest. 1660, bestattet im Dom. 1623 Schleswig Schloss Gottorf. Dahl, Clement, Schmied auf der bei Rasdorf 
gelegnen Schmiede Spohlsau, starb daselbst 
4. Nov. 1738. Sohn und Enkel führten 
nach ihm die Schmiede, die bis ins 19. Jahrh. 
bei der Familie blieb. 1722 Propsteierhagen PI. Gitter. 38 Preetz PI. Kloster Chorgitter. Donatus, Meister, Uhrmacher, den auch die 
Eckernförder Kirchenrechnung 1614 nennt. *1600 Neuendorf Ste. Dreyer, Hans, s. Brockmann. Dreyer, Hinrich, Drechsler zu Schleswig, der 
für den Gottorfer Fürstenstuhl tätig war. 1613 Schleswig Schloss Gottorf, Text u. N. Dreyer, Jürgen, s. Bock. Färber, Johan, in Tönning, Orgelbauer, be¬ 
kannte Firma, baute u. a.: 1864 Erfde Schl. 1. Um 77 Hamdorf R. 85 Neuenkirchen Dit. 1. S6 Todenbüttel R. Goldschmied, Johan , mit vollem Namen Johan 
Eilbracht, hatte 1614 bei Johan Biell in Tön¬ 
ning ausgelernt und sich wolverhalten, in 
Garding ansässig. 1624 Ülvesbüll Eid. Kelch h. Graf, Peter, Porzellanbrenner, lebt 1759 in 
Ploen. ew. Ploen, N. Graurock, Johan, Orgelbauer. 1576 Heiligenhafen Old. I h. Häseler, JoachimGeorg, Orgelbauer, wohnte 
1752 mit seiner Familie in Ploen. 1743 Preetz PI. Kloster. Heckelawr, Johannes, Orgelbauer u. 1624 u. 
26 Fürstl. Holsteinischer Organist mit einem 
Jahrgehalt von 120 Thalern, hat 1625 auch 
die Gottorfer Orgel renoviert. Ein vielge¬ 
wandter Mann wurde er später des Herzogs 
Kammerdiener, dann Amtsinspector zu Got¬ 
torf, der als solcher auch mit dem Bauwesen 
zu thun hatte. Mehrfach begegnen wir ihm 
sogar als Unternehmer von Bauten, z. B. des 
Tönninger Ostertors 1651—52, vor dessen 
Vollendung er starb. Er bewohnte im Lul- 
fuss ein ansehnliches Haus. *1626 Husum Hofkapelle Orgel, N. Heide, Johan, Orgelbauer in Flensburg, 
möglicherweise mit Johan Lorenzen identisch. 1620 Mildstedt Hus. Heigei), Willem, Schwertfeger. (1683) Itzehoe Ste. Richtschwert. Hoborch, Härmen, Glaser in Flensburg, viel¬ 
fach dort beschäftigt mit Herstellung von 
Wappen- und Bilderfenstern in den Kirchen, 
dem Kompagniehaus u. s. w., noch 1615 
tätig. *1585—-7 Flensburg Kloster. Holmer, Georg, Orgelbauer. 1684 Schleswig Dom. Huep, Johan, Goldschmied in Bredstedt, geb. 
um 1630, confirmiert daselbst, heiratete 77 
Sophia, die Tochter desPastorenPaulFabricius 
zu Viöl, starb 1712. 1683 Bordelum Hus. Kelch. Langenhorn Hus. Kelch. Hummelfeld, Hans, Dachdecker. Ende des 15. Jahrh. Pretz PI. Kloster. Hümmfeldt, Uhrmacher in Kellinghusen. 1730 Neuenkirchen Dit. I. Huess, Berent, Orgelbauer. 1662—4* Glückstadt Ste. 1663* Meldorf Dit. 2. Jürgen, Orgelbauer. 1517* Heiligenhafen Old. 1. Iversen, Berent, Glaser in Flensburg, gest. 
das. 1683 als Aeltermann des Glaseramts. 1677 Flensburg St. Marien. Kempe, Bernhard. Johan Kempen wird 1689 
zum Gärtner auf Neuwerk ernannt. Schleswig Schloss Gottorf. Klapmeyer, Johan Berner, Orgelbauer in 
Krempe. 1696—1701 Bramstedt Seg. Klapmeyer, Johan Hinrich, Orgel- und 
Instrumentenmacher, aus Krempe gebürtig, 
seit dem 7. Jan. 1729 Bürger in Glückstadt, 
aber dort schon 26 nachweislich, erklärt in 
einem Brief des Kirchenarchivs zu Altona
		

/Sponsorzy_051_07_0115.djvu

			Meister. E. Glaser, Goldschmiede u. s. w. 43 1742, sein gutes Auskommen zu haben, und 
bittet nur, den Bau der neuen Orgel nicht 
seinem grössesten Neider und Feind, Hrn. 
Busch, zu übertragen; was doch geschah. 
Ein Tönninger Orgelkontrakt von 1748 be¬ 
zeichnet ihn als privilegirten Orgelbauer dieser 
Herzogtümer. 1735 Föhr To. 2 St. Nicolai. 1738 Neuenkirchen Dit. I. Klockman, Hin rieh, Glaser in Husum. 1624 Husum Wappenfenster N. Koch, Christian, 1692 Orgelbauer in Ploen. ew. Ploen, N. Köster, Hans, Orgelbauer. 1573* Preetz. PI. Fleckenskirche. Krumer, wol verlesen für Brunner, Tobias, 
Orgelbauer, der um die Mitte des 17. Jahrh. 
vielfach von Kirchen Schleswig-Holsteins 
beschäftigt wurde, wohnte in Lunden. In 
Flensburg arbeitete er 1650 mit seinem Sohne, 
s. Johann Friedrich Brunner. 1651 Hennstedt Dit. I. Kuel, Paul, Goldschmied?, aus Rendsburg, 
ward 1636/37 in Flensburg zum Bürger an¬ 
genommen, diente 38 der Stadt als Soldat, 
43 als Kundschafter, starb 1647. 1644 Flensburg Stadtsiegel. Legahn, Schmied in Bishorst. Um 1600 Haselau Pi. Taufgitter. Lenkhert, Hans, Goldschmied, gehörte einer 
gegen Ende des 16. und im 17 Jahrh. in 
Augsburg blühenden und angesehenen Gold¬ 
schmiedfamilie an. Er wurde 1622 in den 
Rat und gleichzeitig zum Bürgermeister ge¬ 
wählt und später als Protestant infolge des 
Restitutionsedikts 1631 aus dem Rat ent¬ 
fernt. Die Schweden setzten ihn 32 wieder 
ein, als aber die Stadt 35 wieder des Kaisers 
ward, verlor er sein Amt zum zweiten Mal. 1625 Wandsbeck Sto. Kirche Silberrelief. Lorenzen, Johan, Orgelbauer in Flensburg, kaufte daselbst Anfang des Jahres 1615 von 
seiner Frauen Vater ein Haus, und ist auch 
sonst bis um die Mitte des 17. Jahrh. dort 
nachweislich. Ein eigenhändig Gutachten 
siehe im Kirchenarchiv St. Mar. daselbst. 1615 Schwabstadt Hus. Maas, Nico laus, Orgelbauer in Kopenhagen. 1604—9 Flensburg St. Nicolai. MarCUSSen und Sohn, in Apenrade, Firma der 
einst von J. Marcussen, dessen Conzession 
vomj. 1811 datiert, begründeten und in Ge¬ 
meinschaft mit Reuter geführten, durch Mar- 
cussens Sohn und Enkel fortgesetzten Orgel¬ 
bauerei, der Schleswig - Holstein , Dänemark 
und Schweden einen grossen Teil ihrer Orgeln 
danken. Von Werken neuerer Zeit nennen 
wir Segeberg, Flensburg St. Nie., Wessel¬ 
buren. 1858 Wöhrden Dit. 2. u. a. Meyer, Johan, Grobschmied. 1618 Glückstadt Ste. Kirche. Michel, Seiermacher d. h. Uhrmacher, in Husum 
ansässig, vielfach für Eiderstedtische Kirchen, 
so 1634 für Oldensworth tätig. 1611 Mildstedt Hus. h. Mittelhäuser, Johann Hinrich, königl. 
privilegirter Orgelbauer und zugleich Tischler 
in Wüster, wohnte daselbst am Alten Kirch¬ 
hof , wurde 1777 als Kirchenhauptmann in 
Pflicht genommen, starb 86 Juni 29, 72 Jahre alt. Vielleicht 1755—56 Rellingen Pi. Orgel. 1777 Bannesdorf Old. 2 Altar. Mittelhäuser, Jürgen Andreas, privilegirter 
Orgelbauer in Wüster, Joh. Hinr. Mittel- 
häusers jüngster Sohn, gest. daselbst 1814 
April 20 im Alter von 50 Jahren. 1788 Wöhrden Dit. 2. 1792 Erfde Schl. 1. Nauwinck, Joris, Teppichmacher zu Amsterdam. 1634 u. 36 Gottorf, N. Perlsticker, Laurens, mit seinem vollen Namen 
Laurens Nissen, in Flensburg, über den Ol. 
Möller (Andenken Atzersens) einige Angaben 
macht, gieng 1602 die zweite Ehe ein, u. a. 
Das Gewerbe der Perlensticker blühte um 
diese Zeit in Flensburg. *1594 Flensburg St. Mar. Sammtdecke. Perlsticker, Karsten, in Sonderburg, dort 
1604—22 nachweislich. *1606 Düppel So. Messgewand. Petersen, Paul, Drechsler. Erwähnt 1652 Schleswig Schloss Gottorf. Planbeck, Nicolaus, Hufner und Orgelbauer 
zu Barsbeck in der Propstei, gest. vor 1782, 
nach mündlicher Ueberlieferung auf einer 
Geschäftsreise infolge eines Sturzes mit dem 
Pferde. Erwähnt 1782 Schönberg PI. Kronleuchter. Reichborn, Jochim, Orgelbauer in Hamburg, 
schloss am 25. Sept. 1681 in Tönningen den 
Orgelvertrag. Nicht lange hernach muss er 
gestorben sein, 84 am 30. Juli zahlte die Kirche 
an seine Witwe M. 180. 1683 Tönningen Eid. h. Reimer8, Michael, Orgelbauer. 1615 Grömitz Old. 1. Schlemmer, Hans, noch 1673 Uhrmacher auf 
Gottorf. *1657 Schleswig Schloss Gottorf Kunst¬ 
kammer. Schmeedecker, Orgelbauer in Flensburg. *1515 Gettorf Eck. Schnitker, Arp , berühmter Orgelbauer in Ham¬ 
burg, dem eine Reihe grosser und vorzüglich 
wirksamer Werke 1680 ff. in Hamburg, Bremen, 
Lübeck, Berlin u. s. f. ihre Enstehung dankt. 
Gleichzeitig mit der Itzehoer Orgel 1715—20 
hat er auch die zu St. Marien in Frankfurt
		

/Sponsorzy_051_07_0116.djvu

			44 Meister. E. Glaser, Goldschmiede u. s. w. a. O. gebaut. Es werden seine letzten Werke 
gewesen sein, denn 1720 ist auch sein Todes¬ 
jahr. 1720 Itzehoe Ste. Laurentiuskirche. Schnittger, Arp, Orgelbauer. Angeblich: 1595 Wöhrden Dit. 2. Schomaker, Hans, Turmdecker. 1577 Meldorf Dit. 2 Turm. Schomaker, Johan, Goldschmied in Altona, 
gest. als Senator daselbst 1685, 80 Jahre alt. 
Sein Erbbegräbnis war in der Kirche. 1650 Altona Trin. Kelch. Schreiber, Johan Matthias, Orgelbauer, ge¬ 
bürtig aus Dusemund in der Rheinprovinz, 
ward Bürger in Glückstadt 1750 Juli 27, 
begegnet sehr häufig, mit dem Instandhalten 
der Orgeln betraut, in den jährlichen Kirchen¬ 
rechnungen des Landes. Er starb vor 
1782 auf einer seiner Reisen, jenseits der 
Elbe. 1760 Apenrade. Schröder, Jakob , Uhrmacher. 1729 Kiel St. Nicolai Kastenuhr. Serker, Moritz, Goldschmied. *1565 Seester Pi. Kelch u. a. Smith, Jakob, Goldschmied in Hamburg. 1574 Seester Pi. Flasche. Steheli, Melchior, schon 1688 in Ploen, vor¬ 
dem in St. Gallen, 1704 Kunstmeister des 
Ploener Schlossgartens. ew. Ploen, N. Tarter, Michael Gabriel, fürstl. Durchl. 
Gärtner auf dem Neuen Werk, schon 1656 
und jedenfalls noch 1681 in dieser Stellung, 
bezog ein jährl. Gehalt von 200 Thlr. Schleswig, Schloss Gottorf. Theobald, Predigermönch. 1420* Rendsburg St. Marien Orgel. Tiedemann, Gert, Schmied in Dägeling. 1735 Münsterdorf Ste. Armenstock. Topf, Conrad, Orgelbauer, ward 1635 Nov. 
12 Bürger in Husum. Er dürfte, wie sein 
Bruder, der Orgelbauer Ernst Topf daselbst, 
aus Minden stammen. Im Jahre 55 lebte 
er noch. — Orgelbefunde und -vertrage von 
seiner Hand u. a. im Kirchenarchiv zu Wüster, 
Tönning. 1639 Wüster Ste. h. 1648 Mildstedt Hus. h. Tschierske d. Ä., 1738 fürstl. Hofgärtner zu 
Ploen, Vater des Baumeisters Tschierske. ew. Ploen, N. V08S, von, Gärtner. 1756—70 Schleswig Schloss Gottorf. Wernitzky, Johan Heinrich, Orgelbauer, 
war 1684 Oct. 10 in der kleinen Verkehrten 
Welt am Hopfenmarkt in Hamburg anzu¬ 
treffen, hatte in jenem Jahre eine Orgel zu 
Boitzenburg repariert und wollte im Frühjahr 
85 in Drontheim ein neues Werk bauen. Der 
Tondersche Rat stellt ihm für seine Arbeit 
ein gutes Zeugnis aus. 1685 Tondern h. Wild, A nton, Orgelbauer. 1594 Wöhrden Dit. 2. Willers, Joachim, Orgelbauer in Salzwedel. 1604—6 Sonderburg Stadtkirche. Wittrock, Lo renz, Orgelbauer in Heiligen - 
hafen. 1624 Gettorf Eck. h. 1653 Heiligenhafen Old. i. Neukirchen Old. i. Wulf, Matthias, Kleinschmied, arbeitete auch 
1691 auf dem Kieler Schloss. 1670 Kiel St. Nicolai Taufgitter. NACHTRAG ZUM MEISTERVERZEICHNIS GRUPPE A.—D. Wir lassen hier neben einigen Berichtigungen noch während des Druckes 
eingelaufene oder ermittelte weitere Nachrichten folgen. Die Angaben über 
Ploener Künstler stammen, wie die früheren dieser Art, von Bürgermeister 
Kinder, die Lübecker Mitteilungen von Dr. Th. Hach. Zu unseren neuen 
Gottorfer Nachrichten bemerken wir, dass dieselben das nächste Ergebnis der 
sich auf Gottorf beziehenden archival. Forschung sind, dass aber die Erweiterung 
und Vervollständigung durch systematische Erhebung persönlich bestimmter 
Nachrichten noch nicht im Angriff ist.
		

/Sponsorzy_051_07_0117.djvu

			Meister. Nachtrag A. Baumeister. B. Bildhauer. 45 Nachtrag zu A. Baumeister. Ambrosius, Mauermann in Schleswig, einmal 
auch Maler genannt, und für Schloss Gottorf 
meistens in letzterer Eigenschaft handwerk¬ 
lich thätig. 1597 Gottorf Lusthaus im Garten, N. 
Bussart, S. 4 füge in Zeile 5 der Jahreszahl 
ein f. hinzu. Campensis, Walter, sollte auf S. 4a des 
Meisterverzeichnisses die 6te Zeile bilden. 
Das Kirchengewölbe zu Husum 1500 ist sein 
Werk. Goltbeck, Thomas, Zimmermeister, im Lulfuss 
vor Schleswig wohnhaft, scheint 1599—1608 
bei Gottorfer Bauten die leitende Kraft. 1606 Gottorf der neue Gang, N. HetSCh, Gustav Friedrich, geb. zu Stutt¬ 
gart 1788 Sept. 28, studierte Mathematik, 
bildete sich unter Etzel in Stuttgart, dann 
in Paris und Rom zum Architekten. 1815 
zog er mit seinem in Rom gewonnenen 
Freunde Peter Mailing nach Kopenhagen, wo 
man ihn zum Lehrer an der neu errichteten 
Ornamentschule für Architekten machte und 
ihn eine Sammlung von Ornament- und Bau¬ 
zeichnungen herstellen liess. Dann übertrug 
man ihm unter C. F. Hansens Oberaufsicht 
die Leitung der umfassend durchgeführten 
Ausschmückung des Schlosses Christiansburg. 
Seit 1820 war er Mitglied, seit 22 Prf. des 
Prospectivzeichnens (was er zeitlebens bevor¬ 
zugte), seit 29 der Baukunst an der Kopen- 
hager Akademie. Er starb am 7. Sept. 
1864. H. Chr. und Theoph. Hansen, Win- 
strup u. a. haben bei ihm gelernt. Er er¬ 
gänzte in etwas C. F. Hansens Einseitigkeit. 
Von gutem Einfluss war, dass er dem Hand¬ 
werk wieder ein Verhältnis zur Kunst zu ge¬ 
winnen suchte. 1845 Hadersleben Marienkirche, N. Holm hat auch 1861 if. Oldensworth Eid. re¬ 
stauriert. N. Narten, W., entwarf auch den Plan zur neuen 
Orgel in Meldorf Dit. 2, N. Rosenberg, Georg Erdmann, Baumeister, 
geb. 1739 in Kiel, besuchte die Kopenhager 
Akademie, deren grosse Goldmedaille er 61 
gewann, ward 71 zum Stadtbaumeister in 
Kopenhagen berufen und versah dies Amt bis 
an seinen Tod 1788 Dez. 6. 
ew. Wüster Ste. Kirche. Schlichting, Architekt. 1883 Süderau Ste. Turm. Sonnin ist auch I, 2 erwähnt. Nachtrag zu B. Bildhauer. Bildschneider, Andreas, in Ploen. Anfang des 17. J. ew. Ploen, N. 
Brusewindt, G. F., war ein Lübecker Meister. 
Die steinerne Kanzel in St. Marien daselbst 
stammt von ihm. Carlsen, Elias, Bildhauer in Flensburg. 1789 Tondern Orgel h., N. Denoth, in Hamburg. 1884 Wesenberg Sto. Crucifix h. Gower, Jürgen, Schnitker und Bildenschneider,, 
besass jedenfalls schon 1607 und 1630 noch 
im Lulfuss vor Schleswig ein Haus, dessen 
jährliche Pflicht ihm der Herzog 1607—14 
in Gnaden erliess. Für den Hof ist er schon 
1606 in mancherlei Weise thätig, dochfandsich 
keine Spur, dass er dem Hoftischler bei dessen 
Arbeiten geholfen hätte. Am 1. Aug. 1612 
aber ward er selbst fürstlicher Schnitker auf 
dem Hause Gottorf, übernahm die Werkstätte 
daselbst und führte die Arbeit am herzog¬ 
lichen Betstuhl rühmlich zu Ende. Die über¬ 
aus reich geschmückte Tür und manches 
Andere entstand nachweislich unter seiner 
Leitung. 1613 treten unter seinen Gesellen 
hervor Peter Lange, Jürgen Hower, Key Möl¬ 
ler, 1614 beschäftigte er den'Bildenschneider 
Wilm Schmidt. Am letzten Januar 1617, 
nach Herzog Johan Adolfs Tode, entliess 
man ihn seines Amts, weil man die Stelle 
eines Hoftischlers überhaupt aufhob. Doch 
ward er auch nach dieser Zeit noch öfter 
mit Arbeiten für Gottorf betraut. 1606 Schloss Gottorf Neuer Gang, N. 1612 ff. das. Kapelle Fürstenstuhl, N. 1616 Dekoration des Schleswiger Rathauses 
zur Huldigungsfeier, vgl. Gottorf, N. Gudewert, Hans, der berühmte Bildschnitzer. 
*1649 u. 50 Gottorf Brautwagen, N. Gudewert, Hans, der Jüngere, des vorigen 
Sohn, geb. 1640 zu Eckernförde, das. 63 ff. 
Bildschneider und Tischlergesell, trat nach 
des Vaters Tode dessen Besitz an, ward 
Bürger, verheiratete sich und lebte in seiner 
Vaterstadt jedenfalls bis 1707. Von Haus 
aus wolhabend, bleibt er etwa seit 1700 mit 
seinen Steuern häufiger in Rückstand. *1672 Gottorf Triumphwagen, N. Hansen, Bildhauer in Sonderburg, lieferte 1854 
Düppel So. 2 Figuren am Altar, N. Hassenberg. Ein Jakob Hieronymus Hassen¬ 
berg war 1729 Steinhauermeister und Ältester 
im Amt der Maurer, Steinhauer und Decker 
zu Lübeck, und wird 44 vorlängst verstorben 
genannt. Heim (Hein), Niclas, Bildhauer. *1650 Gottorf Geschnitzte Wiege, N. Heitman, Jürgen, Bildhauer. 1641 Heide Dit. I Taufe, N. Hinrichs, Hans, Steinhauer in Wilster. 1775; ff- Wilster Ste. Hausteinarbeit an der 
Kirche, Schnitzwerk zur Orgel, N. Holste, Peter, Tischler und Amtsmeister in 
Wilster, ward Bürger das. am 5. Okt. 1655. 
*1668 Wilster Ste. Empore, N.
		

/Sponsorzy_051_07_0118.djvu

			46 Meister. Nachtrag B. Bildhauer. Hower, Jürgen, Jürgen Gowers Gesell zur 
Zeit der Arbeit am Herzogi. Betstuhl. 1613 Gottorf, N. Hubener (Hübener), Zacharias. Im Meister¬ 
verzeichnis streich das »vielleicht«. Diesen 
Meister, einen Stein- und Bildhauer, berief 
Herzog Friedrich III. nach Gottorf, um Neu¬ 
werk mit Bildern (Statuen) zu schmücken. 
Auch die Brunnen hat er verfertigt. Jenes 
Wappen aber mit Postament 1648 bezeich¬ 
net das Ende seiner dortigen Tätigkeit. Im 
folgenden Sommer befindet er sich in Tön- 
ningen und schreibt dem Herzog, seine Arbeit 
und Nahrung sei anitzo gar geringe, dass er 
fast Not leiden müsse. Noch dazu will er 
bei der Arbeit in Friedrichstadt Schaden er¬ 
litten haben. Ehe er aber dort den Rest¬ 
betrag seiner Forderung hatte erlangen können, 
denn der Kirchenkommissar verwies ihn auf 
den Zöllner und der Zöllner ihn wieder auf 
den Kirchenkommissar, noch 1649 oder zu 
Anfang des folgenden Jahres starb er. Selbst 
krank, so dass sie nicht ohne fremde Hülfe 
gehen kann, und aller Mittel beraubt, wendet 
sich seine Witwe Magdalena noch einmal an 
den Herzog, der unterm 23. Febr. 1650 jene 
Angelegenheit ordnete. Der Neustädter Altar, an dem der Meister 
sein Selbstbildnis anbrachte, bietet ein aus¬ 
geprägtes Beispiel seiner Weise und seines Stils. Vor 1648 Gottorf Neuwerk Bilder und 
Brunnen, N. 1648 das. Wappen und Postamente, N. Um 1649 Friedrichstadt Luth. Kirche, N. 
Johansen, Friedrich, Bildschneidergeselle bei 
Andreas Salgen zur Zeit der Anfertigung des 
Fürstenstuhls. 16 ii Gottorf, N. Irmisch, Hans, nach Rob. Schmidts Angabe 
ein sächsischer Künstler. 1564 Breitenburg Ste. Treppe. Lange, Peter, Geselle Jürgen Gowers zurZeit 
der Arbeit am Fürstenstuhl. 1613 Gottorf, N. Langmack. Nach Hohenaspe lies Ste., nicht K. 
Löhel, Johan, Schnitker in Tönning, einer 
daselbst alteingesessenen und während des 
ganzen 17. J. eine ausgebreitete Tätigkeit 
entfaltenden Schnitkerfamilie angehörend. 1683 Kätingen Eid. Gitterwerk im Chor. 
Mander, Cornelis van, — so schreibt er 
selbst seinen Namen — verwaltete 1647—49 
den Ziegelhof vor Gottorf, wohnte im Cratzen- 
berge, wird Stein- und Bildhauer genannt. 1651 Gottorf Neuwerk, N. Marchalita, Johann Sigismund , war jeden¬ 
falls schon 1746 in Ploen. Möller, Key, Geselle Andreas Salgens und 
Jürgen Gowers zur Zeit der Arbeit am Got- 
torfer Fürstenstuhl. 1611 u. 13 Gottorf, N. Olefsen, Asmus, Schnitker im Lulfuss vor 
Schleswig. 1610 Gottorf Kapelle, N. Olefsen, Jürgen, Ostern 1597 zum fürstl. 
Schnitker auf Schloss Gottorf angenommen und 
jedenfalls noch 1599, 1605 nicht mehr im Amt. 1597 Gottorf Kapelle Gestühl, N. Quellinus, Thomas. Zu Zeile 6 : »Des Doms« 
ist unrichtig und samt der Jahreszahl zu 
streichen. Die Angabe ist Weilbach ent¬ 
nommen. Es muss »der Marienkirche« heissen 
und dieser Altar ist 1697 gesetzt. Remke, Johan, Bildenschneider in Eckern¬ 
förde, war jedenfalls 1606 schon dort. Als 
er im J. 1637 den Kapstuhl ins Chor der 
Eckernförder Kirche brachte, standen ihm 2 
erwachsene Söhne helfend zur Seite. Er 
starb 1643 im März. 1606 Schloss Gottorf Neuer Gang, N. 1637 Eckernförde Kapstuhl im Chor, N. Rölcke, Hinrich, Bild- und Steinhauer in 
Hamburg, derselbe, dem wir die auf den 
Namen Köhlke angegebenen Arbeiten des 
Glückstädter Altars 1695/96 zuschreiben 
möchten und dem jedenfalls der Rahmen 
zum Epitaph Ovens in Tönning 1691 gehört, 
zahlte in Hamburg Bürgergeld im J. 1665 
und gab damals Hochzeit. Sein gleichnamiger 
Sohn, ebenfalls Bildhauer, nahm 1701 in seiner 
Vaterstadt Bürgerrecht. 1673 Gottorf Kamin, N. Rosenfeld, Jochim, Schnitker, leitete jeden¬ 
falls schon 1605 die Schnitkerarbeiten auf 
Gottorf, die auch unter ihm in lebhaftem 
Gange blieben, ward jedoch, als Andres 
Salgen berufen ward, am 20. Oct. 160S nebst 
seinen Gesellen abgelohnt. *1607 Gottorf fürstliche Gemächer, N. Saigon, Andres — so nennt er sich selbst— 
ward Ende des Jahres 1608 als fürstl. Schnit¬ 
ker auf dem Hause Gottorf bestallt und hat 
dies Amt bis in die Mitte des Jahres 1612 
versehen, ohne Zweifel zur Zufriedenheit seiner 
Auftraggeber. Er starb um jene Zeit, das 
Werk, das seinen Ruhm dauernd begründen 
sollte, kaum halb vollendet hinterlassend. 
Der Herzog liess ihn ehrenvoll bestatten, gab 
der Witwe das volle Jahrgehalt ihres Mannes 
und 70 Thaler zur Ablegung vorhandner 
Schulden. Als aber kurze Zeit nachher auch 
sie verstarb, nahm er sich des verwaisten 
Kindes an und Herzogin Augusta vermerkt 
es ungnädig, dass 1616, nach Johan Adolfs 
Tod, der Amtsschreiber erst noch besonderen 
Befehl erwartet, ehe er das Kostgeld für 
Andr. Salgens Töchterlein weiterzahlt. Von 
den Gesellen Andr. Salgens seien hier ange¬ 
führt die Bildschneider Adam Wegener 1609 
und Friedrich Johansen 1611, sowie Key 
Möller, in demselben Jahr. 1610 ff. Schloss Gottorf Kapelle Fürsten¬ 
stuhl, N.
		

/Sponsorzy_051_07_0119.djvu

			Meister. Nachtrag B. Bildhauer. C. Maler. 47 Schmidt, Wilm (Wilhelm), Steinhauer und 
Bildenschneider in Schleswig, war lange Jahre 
hindurch, zumeist in handwerklicher Weise 
mit Herstellung von Büchsenschäften u. a., 
aber auch gelegentlich als Bildschnitzer für 
Gottorf tätig, so 1597 und 1635, sowie 
im J. 14, als Jürgen Gower an der Vollendung 
des Herzogi. Betstuhls arbeitete. 1597 Gottorf Bettstatt des Herzogs, N. 1606 das. Neuer Gang, N. 1607 das. Steintisch u. a., N. 1614 das. Bildschneidearbeit, N. 1626 das. Tanzsaal, N. 1635 das. Uhrwerk, N. Schnitker, Jakob, in Katrinenherd, ländlicher 
Meister, von dem einfache aber recht gute 
Arbeiten, z. B. der noch vorhandene Beicht¬ 
stuhl 1622 in der Katrinenherder Kirche, er¬ 
halten sind. Dass er am Orte ansässig war, 
beweist wol der Umstand, dass Uhrmacher 
und Turmdecker, wenn sie dort Arbeit hatten, 
bei ihm herbergten. Im J. 1618 verklagte 
er Adam Wegener in Tönning um eine rück¬ 
ständige Schuld. 1614—31 Katrinenherd Eid., N. Schnitker, Peter, auch 1616 f., seit 1623 zu¬ 
gleich mit seinem gleichnamigen Sohn, auch 
26 beim Gitter der neuen Taufe zu Kätingen 
tätig. 1624 Kätingen Eid. Beichtstuhl, N. Soest, Franz von, Steinhauer, 1606 u. 7 für 
Gottorf tätig. ew. Gottorf, N. Steinhauer, Claus, von Husum, wohnte dort 
jedenfalls schon 1603, stirbt 1615 eben¬ 
daselbst. ew. 1606 Gottorf, N. Steinhauer, Nickel,' 1606 für Gottorf tätig. ew. Gottorf, N. Steffens, Plans, Tischlermeister in Friedrichs¬ 
berg bei Schleswig. *1673 Gottorf Gallerie u. a., N. Strangard, Ernst, Bildhauer in Hamburg. 1779 Wüster Ste. Altarstatuen, N. Wegener, Adam, Bildenschneider. Vielleicht 
der Adam Wegener, den 1618 zu Tönning 
Jakob Schnitker um eine Schuld geringen 
Betrags belangte. ew. 1609 Schloss Gottorf, N. Witt, Ties, Schnitker, Gehülfe Hans Pepers 
bei Herstellung des grossen Chorgitters zu 
Meldorf 1603, war 1614 Amtsmeister in 
Schleswig. Nachtrag zu C. Maler. Barch, Klaus, malte in Tagelohn, soweit er- 
sichtlich als Herman Uhrs Gehülfe, im J. 16 
US Tags in der Hofkapelle zu Gottorf. ew. Gottorf, N. Beck, David, geh. 1621 zu Delft, gest. 56 
im Haag, ein Bildnismaler im Stile des Van Dyck, war nach den Künstlerlexicis Hofmaler 
und Kammerherr der Königin Christine von 
Schweden und porträtirte in ihrem Auftrag 
mit Geschick eine Reihe fürstlicher Personen 
seiner Zeit, ln Schleswig verweilte er, der 
Conterfeier aus Schweden, mit seinem Diener 
und auf Herzogs Kosten 1652 Mai 5 —Juni 
2, ein vornehmer Herr, der sich nichts ab¬ 
gehen Hess. Im Augenblick der Abreise be¬ 
durfte er noch zu einer kalten Schale 2 reich¬ 
liche Kannen Wein, i Pfund Zucker (M. 1,20) 
und für 8 Schilling (60 Pf.) Bier. Ein Schles- 
wiger Farbereiber rieb für ihn während seines 
Aufenthaltes 6 Tage Farben, 
ew. Gottorf, N. Binck, Jakob. 1549/50 Krempe Ste. Festungsplan. Brusewindt, G. F., versetze unter »Bildhauer«. 
Zu Landkirchen findet sich sein Name auf 
dem Rahmen des Altarbildes. Bundsen, Jes, Maler, Bruder des Baumeisters 
Axel Bundsen, geb. in Assens 1766 Sept r6, 
in Kopenhagen gebildet, dann .Zeichenlehrer 
im Baudissinschen Hause auf Knoop und, 
nach einer gemeinschaftlichen Studienreise 
mit seinem Bruder, seit 95 am Altonaer Gym¬ 
nasium. Hier richtete er mit Freunden die 
erste Fortschrittschule für Fachzeichner, auch 
— damals etwas Seltnes — Kunstausstellungen 
ein. Innenarchitekturen nahm er vortrefflich 
auf. Archäologische Bedeutung haben 12 
Blatt Ruinen des Hamburger Doms, 1806 
von ihm radiert. Er starb am 22. Sept. 1829. Christof, Philip Jakob, Maler in Schleswig, 
dort jedenfalls schon 1644 ansässig. 1650 Gottorf Schauessen, N. Cranach, Lukas, der bekannte deutsche Maler, 
geb. 1472 zu Kronach im Bistum Bamberg, 
gest. 1553 zu Weimar, 
ew. Lunden Dit. 1. Kiel Heiligengeistkirche. vgl. Segeberg, Pyramide (2 S. 384). Delaval, Jost. Vielleicht schreibt man den 
Namen richtiger de Laval oder de la Val. Dort, Abraham von der, Conterfeier, staf¬ 
fiert 1609 März 24 — Mai 6 auf Gottorf. 
Ob er mit Abraham de Keister, Conterfeier, 
den die Amtsrechnung von 1608 nennt, oder 
mit Abraham Maler identisch, steht bis auf 
Weiteres dahin. ew. 1609 Gottorf, N. Dort, Jakob von der, Conterfeier zu Ham-, 
bürg, kunstreich und wolgeachtet, hielt sich 
auch 1628 vom 10. Febr. — 13. März in 
Schleswig auf, in seiner Herberge des Her¬ 
zogs Gast. 1626 Gottorf fürstliche Bildnisse, N. Engels, Gabriel, bekannt als tüchtiger Per¬ 
spectivmaler, geb. in Hamburg 1592 Aug. 24 
von protestantischen Eltern aus Brabant, ver¬ 
heiratete sich 1621 mit Anna Cornelssen, 
ward 43 Bürgerkapitain in seiner Vaterstadt,
		

/Sponsorzy_051_07_0120.djvu

			48 Meister. Nachtrag C. Maler. und starb daselbst am 30. Aug. 1654. Von 
seinen Bildern bewahrt die St. Catrinenkirche 
in Hamburg. Seine Handschrift, die sich 
unter den Beilagen der Gottorfer Rente¬ 
kammerrechnung findet, ist kräftig und klar. 1640 u. 49 Gottorf, N. Gerard (Garrard), Marc, Maler und Radierer, 
geb. in Brügge 1561, gest. 1635 in London. ew. Riesebye Eck. Altar. HanSOII, Johan Christian Heinrich, geb. 
am 11. April 1790 in Altona, arm, wolbe- 
anlagt, lernte zuerst das Handwerk, machte 
Bildnisse, erwarb sich Gönner, wanderte bis 
Rom, erblindete hier, ward aber durch eine 
Operation gerettet, 1831 kam er nach Mün¬ 
chen und erlangte Aufträge des Königs Lud¬ 
wig und des Kronprinzen. In Hohenschwangau 
malte er in Fresken das Leben der Pfalz¬ 
gräfin Agnes. 1848 nach Altona zurückge¬ 
kehrt lebte er in bedrängten und wenig ge¬ 
ordneten Verhältnissen, zuletzt aufs Neue fast 
erblindet. Er starb 1863 am 18. April. Seine 
besseren Arbeiten kennzeichnet Frische der 
Auffassung und mildes, angenehmes Colorit. Altona Reventlowstift Bild, N. Hartmann in Aggerschau. 1887 Aggerschau Had. 2 Gewölbemalereih. Jäger, Georg Friedrich, Pitschierstecher. 1681 Gottorf Neue Kammersiegel, N. Jageteuffel, Otto, zweifelte nicht, dass der 
Herzog an seiner im kleinen Lusthaus auf 
Neuwerk verfertigten Arbeit ein gnädiges 
Gefallen nähme, und erbittet 4 Wochen Ur¬ 
laub , um in seine Heimat zu reisen. 1652 
finden wir ihn als Herzoglichen Kammer¬ 
diener und mit der Aufsicht über das Bau¬ 
wesen zu Gottorf betraut. *1640 Gottorf Neuwerk, N. Jessen, Carl Ludwig, Z. 3 lies: im väter¬ 
lichen Hause. Füge hinzu: 1885 Deezbüll To. 2 Bild. Jessen, Peter, des Malers Jes Jessen Vater, 
Handwerksmeister, aus Klixbüll gebürtig, in 
Apenrade ansässig. *1738 Düppel Altar, N. Kamphusen, Gotfried von, nennt die Got¬ 
torfer Rentekammerrechnung einen fremden 
Maler. *1652 Gottorf Landschaft, N. Keister, Lorenz de, Conterfeier. 1607—9 Schloss Gottorf fürstl. Gemächer, N. Knutz, J., Landschafter, geb. 1856 Dez. 16 in 
Rinkenis, besuchte seit 78 die Akademie zu 
Berlin, kehrte später in seine Heimat zurück, 
der er zu seinen Bildern die Motive zu ent¬ 
nehmen pflegt. Zeichnungen Fig. 360, 368, 395, 829 u. 
a. m. Koch, Otto, Kupferstecher in Schleswig, starb 
1659 eines plötzlichen Todes und ward da¬ 
selbst am 18. Dez. begraben. Sechs Wochen 
später begehrte seine Witwe, eine neue Ehe einzugehn. Der Prediger verweigerte die 
Trauung, doch erlangte sie Dispensation. 
1652 Gottorf Globus, N. Krabbe, Otto, nach Angabe früherer Forscher 
Hofmaler Herzog Christian Albrechts. Der 
Name steht in den Jahren 1673 u. 81 als der 
eines Fürstl. Trompeters zu Gottorf 1712 
als der eines Hofmalers in Schleswig aufge¬ 
führt. LackerSS, ergänze: »ob Maler, ist ungewis«. Magerstadt, Andreas, Conterfeier in Ham¬ 
burg. *1646 Gottorf fürstliche Bildnisse, N. Magnussen, Christian Karl. ew. 1879 Oxenwatt Had. I Altar, 
ew. Weddingstedt Dit. I Tfe. 
ew. Föhr St. Johann To. 2 Altar. Maler, Abraham, empfing am 29. März 1613 
auf Befehl der Herzogin für eine, soweit er¬ 
sichtlich, 1614 in der Hofkapelle zu Gottorf 
verfertigte Arbeit 24 Thaler. So hatte es 
die Herzogin mit ihm bedungen, 
ew. Gottorf, N. Matthiesen, Claus, Maler, um 1640 in Heide 
ansässig, noch 43 für die Kirche tätig, ob 
mit dem von Neocorus belobten Nicolaus 
Matthiä identisch, steht dahin. *1641 Heide Taufe, N. Meyer, P., Malerin des Altarstaffelbildes. 1873 Stepping Had. 1. Müller, Christian, Maler und Conterfeier, 
wol Hans Müllers Sohn, jedenfalls der Erbe 
seiner Stellung als Hofmaler, arbeitet auch 
1681 einiges in der Amalienburg (M. 576), 
kopiert 15 Conterfeite (72 M.) u. a. Er 
lebte 1671 ff. mit seiner Familie in Schleswig. 
1673 Gottorf, das grosse Lusthaus, N. Müller, Hans — so, auch Johan, wird er wol 
manchmal genannt, er schreibt sich Johannes 
Müller. Im J. 1635 präsentierte ein fremder 
Maler Johan Müller dem Gottorfer Hof das 
Kgl. Schwedische, also wol Gustav Adolfs 
Conterfeit, nebst der Leipziger Schlacht, mit 
der Feder auf Pergament gerissen. Der 
Herzog Hess ihm zur Verehrung 8 Thaler 
entrichten. Im selben Jahre malte er als 
Hofmaler auf Gottorf der Herzogin Ge¬ 
mach. Mit einem Jahrgehalt von 80 Thalern 
angestellt, leitet er nun ständig, 1636 mit 6 
Gesellen u. s. w., die Dekorationsarbeiten 
auf dem Schloss. Im Lulfuss stand sein 
kleines und ein zweites grösseres Haus, das 
1652 mit fürstl. Wappenfenstern geschmückte, 
wo er mit Frau und Kindern wohnte. Der 
Herzog hat ihm und seinen Kindern auf 
Lebenszeit die darauf lastende Erdheuer ge¬ 
schenkt. Doch hat Johannes Müller auch 
auf Gottorf seine Kammer. Für seine Ar¬ 
beiten empfing er nicht selten hohe Preise, 
so 52 für eine Bettstelle und Wiege, die er 
zu schmücken hatte, 100 Thaler (360 M.). 
Eine Tochter von ihm heiratet 1667 den
		

/Sponsorzy_051_07_0121.djvu

			Meister. Nachtrag C. Maler. D. Giesser. 49 Kirchspielvogt zu Bergenhusen Friedrich 
Schultz. Vermutlich ist Christian Müller sein 
Sohn. Am I. Nov. 1674 ward er zu Schles¬ 
wig begraben. *1635 Gottorf Gemach der Herzogin, N. *1640 das. Neuwerk, N. Müller, Ludwig. Z. 6 lies: Grundhof Em¬ 
pore, nicht Orgelempore. Nonnenkamp, Rudolf. 1862 Neuenbrook Ste. Altar. Ratti, J. Hattstedt Hus. Staffelbild. Reinke, Christoffer (Christof). Ein Chri¬ 
stoffer Reinke, der. mit dem Maler von 1606 
identisch scheint, ist 1608 u. 1609 Stadtknecht 
und Wägemeister in Schleswig. Ein Maler 
Christoffer Reinke wird 1661 in Hamburg 
zum Amtsmeister erwählt. *1606 Gottorf Neuer Gang, N. *1650 Gottorf Dekorationsarbeiten, N. Schnider, Claus, Maler, auch sonst, doch wol 
nur handwerklich für die Kirche in . Meldorf 
tätig, war 1633 Juli 10 als Sohn des gleich¬ 
namigen Goldschmieds daselbst geboren, starb 
ebenda am 16. Jan. 1685, an der Schwind¬ 
sucht. *1663 Meldorf Dit. 2 Orgel. Seidler, Caroline Huise, geb. 1786 zu Jena 
und gestorben als Grossherzogi. Sachs. Hof- 
maierin 1866 zu Weimar, wo sie 1823 Lehrerin 
der Prinzessinnen und 24 Aufseherin der 
Gallerie geworden; bekannte und geschätzte 
Malerin. 1829 Sehestedt Eck. Altar. Strachen, Franz, Miniaturmaler. *1635 Gottorf Bildnisse, N, Strachen, Julius, ein fremder Maler in 
Schleswig. *1635 Gottorf Bild, N. Uhr, Herrn an, Maler, dem die Schlosskapelle 
zu Gottorf ihre polychrome Ausstattungdankte, 
vielfach tätig für den Herzog und die Her¬ 
zogin, seit 1609 und jedenfalls noch 1633. 
Damals 1609 wird er Maler alhie aufm Hause, 
also auf Gottorf genannt, später Maler in 
Schleswig. An seinen Rechnungen sind 
durchweg die ersten Ansätze von ihm zu hoch 
gegriffen und leiden behufs Bezahlung eine 
Ermässigung. *1609 Schloss Gottorf, N. *1611 ff. Gottorf Kapelle, N. *1614 das. Der Herzogin Saal u. a., N. 
*1616 das. Dekorationsarbeiten für das 
Herzogliche Leichenbegängnis, N. 
Urnbhöfer, Nicolaus. *1626 Gottorf Gemach, N. *1633 Gottorf Bildnisse, N. Nachtrag zu D. Giesser. Arens, Hans, 163011. 31 Büchsenschütze und 
Geschützgiesser im Dienst des Herzogs zu 
Gottorf, 44 als Rotgiesser in Schleswig an¬ 
sässig. 1644 Gottorf Leuchter, N. Armowitz. Füge hinzu: 1740 Meldorf Dit. 2 (2), N. 1754 Wanderup Fl. 1. Asmussen, Asmus. 1727 Brede To. 1. Backhaus, Streich den Punkt nach Neuenwisch. 
Behrman, Hans, Glockengiesser in Dortmund- 
Sein Sohn Peter Unterzeichnete am 12. Jan. 
1619 in Wüster die Quittung über den Rest¬ 
betrag des Giesslohnes mit seines Vaters ge¬ 
wöhnlicher Marke. Um 1618 Wüster Ste., N. Benninck, Härmen. S. 32a in Zeile 2 lies: 
Seester. Dinkelmeyer, Abraham, der Kronengiesser 
genannt, gab 1674 Hochzeit mit Mar. Cath. 
Tochter des Kronengiessers Joh. Müller in 
Schleswig, scheint 1681 selbst dort ansässig. 
1681 Gottorf, N. Karstens, Lorenz. Dass unser Meister auch 
Geschütze goss, macht schon sein Petschaft 
— in einem Kranz Leuchter und Mörser, 
Milt. Drv Hachs — wahrscheinlich. In¬ 
zwischen fand sich auch der Beweis. 1649 Gottorf, Mörser, N. Kleiman, Conrad. 1728 Meldorf Dit. 2, N. Melchersen, Peter, goss ebenfalls, für den Herzog von Gottorf eine Reihe von Ge¬ 
schützen, auch Granaten u. a. 1628—52 Gottorf, N. Müller, Johan, Rotgiesser, Kronengiesser, 
wohnt 1674 im Gebiet der St. Michaelisge¬ 
meinde in Schleswig. 1673 Gottorf, N. Wollo, Steffen. 1663 Meldorf Dit. 2, N. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. 4
		

/Sponsorzy_051_07_0122.djvu

			50 Meister. Anhang. ANHANG. SYSTEMATISCHE ÜBERSICHT der älteren, und unter den Neueren der durch ihre Stellung 
innerhalb der heimischen Entwicklung bemerkenswerten Meister. Baumeister. Romanisch: Volcward, von Neumünster, 1138. Gotisch: Hans Dreser 1488. Clawes Cron 1488 oder 89. Andreas Andersen 1493—96. Hans Koler, von Kiel, 1495. Hans Kabelens, Ende des 15. J. Walter Campensis 1500. Peter Lerick 1521. Neuere: Martin Bussart 1529—50. Thomas de Orea und Antonius Puppe, 
nach 1544. Arent Cornelis 1553. Nickels Karies 1582. Peter de Castelia, in Sonderburg, 1599. 
Lass Thomsen, in Bönstrup, 1603—31. 
Jakob Bläser, in Altona, 1688—1706. Bildhauer. Romanisch : Aefli. Gotisch: Kersten Kule 1423. Jakob von Lackerss, in Krempe,' 1442. 
Hinrik Junge, in Lübeck, 1444. Lütje Möller, in Schleswig, 1491 u. 95. 
Hans Brüggemann, von Husum, 1514—21. 
Hans Grote, in Flensburg, 1518—46. 
Neuere • (Jakob Binck 1530—59.) Jakob van der Borch 1569. Hinrich Malz, in Lübeck, .1569—70. 
Johan von Groningen, in Husum, 1568—1601. 
Hinrich Ringeling, in Flensburg, 1583—1629. 
Jürgen Olefsen, auf Gottorf, 1597—99. 
Peter Nöltking, in Husum, 1597 *617. Hans Peper 1603—21. Andres Salgen, auf Gottorf, 1608—12. 
Jürgen Gower, in Schleswig und auf Got¬ 
torf, 1607—33. Jürgen Heitman, in Wüster, 1605—4-6* 
Peter Petersen, in Tondern, 1620—geg. 27. 
Johan Henning, in Heide, 1626—63. Klaus Gabriel, in Flensburg, 1632—51. 
Hans Gudewert, in Eckernförde, 1640—71. 
Theodor Allers, in Kiel, 1685—95- 
Hinrich Rölcke, in Hamburg, 1665—96. Maler. Gotisch: (Jakob von Lackerss, in Krempe, 1442.) 
Absalon Stumme, in Hamburg, 1483-—1500.. 
Peter Maler, Ende des 15. J. Neuere : Melchior Lorch, von Flensburg, 1563 (48) 
—85 (94). Jost Delaval, in Lübeck, 1561—85. Daniel Freese,ausDitmarschen, 1565—1611. 
Johan de Kempene, in Hamburg, 1581—94. 
Johan von Enum d. J., in Flensburg, 
1594—1612(15). Herman Uhr, in Schleswig, 1609—33. 
Hans Schmitt, in Tondern, 1621—-29. 
Nicolaus Umbhöfer, in Husum, 1623—42. 
Jürgen Ovens, aus Tönning, 1652—79. 
Hinrich Jansen, von Flensburg, 1656—67. 
Johannes Aierschettel, zu Husum, 1671 — 
1702. Barthold Conrad, von Hamburg, 1683— 
1719. Heimische Giesser. In Flensburg: Jes Smid 1485 u. 86. Peter Hansen, 1462—97 (1513). Gert von Merfelt 1541—58. Michel Dibler 1560—93. Marcus Dibler 1597—1642. Balzer Melchersen 1635—60 (63). In Husum: Härmen Grapengeter 1540—79 (1605). 
Melcher Grapengeter 1566—1620 (22). 
Peter Melchersen 1605—53. Asmus Claussen 1653—70. Claus Asmussen 1672—1704. Johan Asmussen 1704—23. Asmus Asmussen 1723—28. Joh. Hinr. Armowitz 1728 (24)—50 (70). 
In Glückstadt: Fr. Ahasv. Roen 1643—77. Johan Lehmeyer 1678—1705. In Eckernförde: Johan David Kriesche 1763 (47)—71 (90).. 
In Rendsburg: Barth. Jon. Seseler I 1758—88 (1803). 
Barth. Jon. Beseler II 1789—1808. Barth. Chr. Beseler 1809—21. Jak. Friedr. Beseler 1822—Jl. Barth. Heinr. Mich. Beseler 1855—56.
		

/Sponsorzy_051_07_0123.djvu

			SACHÜBERSICHTEN. A. ALLGEMEINES UND BAULICHES. B. AUSSTATTUNG. 
C. BILDLICHES. 4 *
		

/Sponsorzy_051_07_0124.djvu

			In den hier folgenden Sach-Zusammenstellungen, bei deren Anlegung die 
philologische Verfahrungsweise der alten Holländer, die nun einmal die Lehr¬ 
meister dieses Landes sind, geleitet hat, ist in der Ausführlichkeit fast so weit 
gegangen, als möglich war. Sie sollen jedoch immer über das im beschreibenden 
Teile selbst Enthaltene nur eine Übersicht geben, und es wird nicht als Aufgabe 
des Zusammenstellers betrachtet, dem Leser in der Geschwindigkeit auch noch 
die ganze Archäologie der Kunst so nebenbei beizubringen, oder dazu zu ver¬ 
helfen. Daher ist auch auf weitere Verweisungen verzichtet, und Ausführungen 
sind im Ganzen nur zugefügt, wo dabei auf Landeseigentümlichkeiten hingewiesen 
werden kann. Nichtsdestoweniger werden, bei dem überraschenden Reichtume 
des Landes, viele Abschnitte durch die Reihe der Gegenstände selbst einen.vollen 
Überblick gewähren. Auch das Nachmittelalterliche ist nicht übergangen, über 
haupt kein Gesichtspunkt, von dem man wusste, dass er von jemanden könne 
eingenommen werden; man wird aber bemerken, dass hier, nach der Wichtigkeit, 
die nun einmal im Ganzen mit dem Alter abnimmt, wie schon in der Beschreibung 
selbst, mehr Freiheit gewaltet hat, und dass für manche Reihen nur Beispiele 
gegeben sind. Überhaupt aber sollte hier zwar, ohne Scheu vor der undankbar 
scheinenden Mühe, der Gebrauch des Buches und ganz besonders das Studium 
der Gegenstände selbst angeregt, erleichtert, fruchtbar gemacht, aber nicht er¬ 
setzt werden. Im Inneren der langen Reihen seine Einteilungen zu machen und Ver¬ 
feinerungen einzuführen, ist Sache des Benutzers. Es ist hier hie und da,^ wie 
bei den Kanzeln, eine Einteilung vorgeführt; bei anderen Gegenständen wieder 
aufgegeben. Dieselbe Rücksicht allenthalben zur Geltung zu bringen wäre Sache 
mehr als eines Menschenlebens; hier haben schon die Register selbst eine nicht 
gewöhnliche Aufgabe gebildet. Dass sie, je nach den Bedürfnissen, dem einen 
hier, dem anderen da zu weit oder zu eng sein werden, ist natürlich und muss so 
sein. Leider war es unthunlich, die Kreisangaben auch hier, wie im T. exte, bei¬ 
zufügen ; die Einzelnen, welche die Teile des Registers gebrauchen, werden sich 
also oft bequemen müssen, das an handlicher Stelle für sie angebrachte Orts¬ 
register zu befragen und werden sich dieser kleinen eigenen Anstrengung auch 
nicht scheuen wollen. Ein Abc-Register zu diesen Sachübersichten gibt unser den Schluss bildendes 
Wörterbuch. ABKÜRZUNGEN: A. = Altar, 
bar. = barock. E. = einfachster Grundriss, 
got. = gotisch. Grdr. = Grundriss, 
h. = hergestellt. K. = Kirche. Kal. = Kanzel. Mal. = Malerei, 
n. = nachträglich. Rel. = Relief. Relq. = Reliquien. Ren. = Renaissance. Rocc. = Roccoco. 
rom. = romanisch. Schn. = Schnitzwerk. Sdst. = Sandstein, 
sp. = spät, 
spb. = spätbarock, 
spg. = spätgotisch, 
sptstg. = spätestgotisch. Tfe. = Taufe. Tfst. = Taufstein. Ü. = Übergangsstil. V. = Voller romanischer Grundriss. 
Z. Zgl. = Ziegel.
		

/Sponsorzy_051_07_0125.djvu

			A ALLGEMEINES UND BAULICHES. I. HEILIGE PLÄTZE UND KIRCHENANLAGE. 1. Heidnische Heiligtümer, Plätze, Tempel. Bordelum i, 438. Flensburg, St. Johann. Garding, »Freiberg«. Hoptrup? Starup. Taarstedt. Toftlund. Tondern, Nic.-K. Viöl. Wienberg. Wonsbeck. 2. Heil. Quellen und Wasser. Aastrup. Aller. Boren. Süder-Brarup. Cismar. Hellewadt. Krusendorf. Münsterdorf. Nüchel. Rinkenis. Sommerstedt. Warnitz (in einem Baume). Witting. Auch in manchen Taufsteinen, so zu Mögel- 
tondern. 3. Alter Kirchhof. Altenkrempe. Amrum. Benstaven. Eddelack. 
s. Elmschenhagen. Havighorst. Hollingstedt. Krusendorf. Münsterdorf. Mymmäsby I, 187. Scherrebeck. Schönberg 2, 183. Wesenberg. 4. ^Kapellen und Kirchen, untergegangene. Unvollständig. Aarup I, 20. K. Albersdorf. Beringstedt: Simonsclus. Berndorf, K. und K.-hof. Bohmstedt, Antoniuskap. Bohnert. Bramstedt. Brügge. Cismar. Donieshuus? 1, 438. Effkebüll, K. Eiderstedt, etliche, I, 223. Endrupschau, K. Genner, K. Grossbüttel. Heiligenhafen 2, 33. Hemme, 
i Hohenfelde. | Karlum: Jesu Blütlein. 
j Klues. Köthel s. Steinbeck. ! Kreuz (Adelby). ; Lilholt: Papst- oder Porsked-Kapelle, 
j Lütjensee. I Münsterdorf. [ Mymmäsby 1, 187. Nordstrand, viele Kk. und Kap. 1, 477 ff- 
Pahlen. Rickelsbüll K. s. Rodenäs. Strichsand. Tralau. Wennemannswisch. W itzhave. 5. Kirchenanlage und Ge¬ schichtliches. s. die Einleitungen zu den Kreisen; auch: 
Sylt, Haddeby, Münsterdorf. a) Kapelle — Kirche. S. 1, 8. 53. 196. 432 f. 2, 527 f. Abel. Alt-Hadersleben. Bordelum.
		

/Sponsorzy_051_07_0126.djvu

			54 Sachtibersichten. A. Allgemeines und Kirchenbau. I. Anlage. II. Stil. vgl. Bredstedt i, 439. Brügge. Flintbeck. Grarup. Grossenaspe. Kahleby. Eckernförde I, 162. Garding 1, 198. Jägerup. Krusendorf. Oxenwatt. Poppenbüll. Schlichting. Schwesing. Stellau. Tating. Tetenbüll. Trittau. Vollerwieck, 
vgl. Wallsbüll. b) Baupreise. Glückstadt. Schönkirchen. c) Bodenentwässerung. 
Schleswig, Dom 2, 296. d) Grundstein u. ä. Föhr, St. Nie. Münzenfund 2, 657. e) Holländische Einflüsse. I, 195. 436. 2, 437. 519. f) Engländer als angebliche Erbauer. 
Friesland i, 432. Föhr 2, 649. Sylt 2, 606. 6. Wehrkirchen. 1, 155. s. Rundtürme. s. Alsen 2, 391. Altenkrempe N. Apenrade 1, 11. Burg i. D. Ditmarschen 1, 54 f. Düppel. Friesland 1, 433. Grundhof 1, 310. Lunden r, 93. Lysabbel. Marsch 2, 437. Morsum-Sylt. Pellworm 1, 491. Schleswig, Michaelis 2, 312. Uelsby 2, 274. Vollerwieck. Weddingstedt. Wonsbeck. 7. Kirchhofpforten namhafterer 
Art. s. i, 433. 2, 223. Bredstedt. Enge. Grundhof. Jerpstedt. Langenhorn. Schwabstedt. Ulsnis. 8. Wallfahrtsorte, s. Klipleff. Münsterdorf. Nüchel. Stintebüll 1, 480. Windbergen. II. STIL Z.: Ziegel. Die meisten jedoch sind Feldstein; andere Haustein (H.). 1. Romanisch. Flensburg St. Joh. a) Romanische Kirchen im ein fachsten 
Grundriss (ohne Apsis). Frörup. Grossenwiehe. Grundhof. s. I, 53. 254. 339. 389. Haddeby. Aastrup. Hagenberg. Adelby sonst. Hammeleff. Albersdorf. Handewitt. Althadersleben H. Havetoft. Amrum Z. Hjerndrup. Atzbüll Z. Hjerting. Atzerballig. Holebüll jetzt. Bau. Jägerup. Bedstedt. Joldelund? Bjerning H. Jörl Z. Brodersby. Karlum Z. Delve. *Ladelund Z. Dreisdorf. Loit i. A. sonst. Enstedt H. Medelby. Erfde. Moldenit. Feldstedt. Moltrup.
		

/Sponsorzy_051_07_0127.djvu

			Sachiibersichten. A. Kirchenbau. II. Stil! Romanisch. 55 Neuenbrook? Z. 
s. Neuenkirchen Cr. M. Z. Neukirchen W.-H. Z. (Ueberg. ?) 
Nordhackstedt. Nordhastedt. Nübel i. A. Chor Z. Nabel i. S., mit Westapsis. Olderup. Ostenfeld. Osterlinnet H. Osterlügum. Oewersee. Oxbüll. Quars. •Quern. Rabenkirchen. Randerup. Ries, von Anfang? Rinkenis. Rödding. Satrup i. A. Schenefeld. Scherrebeck. Schrau. Schrustrup. Schwabstedt. Schwesing. Siewerstedt. ■Gr. Solt. Kl. Solt. Steinberg. Struxdorf. *Süderau. Süderbrarup. Taarstedt. Tellingstedt (Chor lang). Tieslund. Thumby. Tolk. Töstrup. Uk. Uelsby Z. Viöl, z. T. Z. Wallsbüll (schräger Chor). Wanderup. Warnitz. Weddingstedt (Chor Z.). Wodder. Wonsbeck. b) Romanische Kirchen im vo 
Grundriss 
(auch spätromanische). Vgl. Friesland i, 433. Sonderburg 2, 
Aller. Altenkrempe Z., 3schiffig. Ballum Tuff. Bering H. Bjolderup. Böel Z. Borby. Bordelum. Bornhöved ? Breklum. Brede sonst, H. Bröns Tuff. Buhrkall Z. 
s. Bünstorf. Bülderup Z. Döstrup H. Eggebeck Z. Ekwadt H. Emmerleff Reste. Fohl H. Föhr St. Joh. H., Z. Tuff. „ „ Laur. H., Z. „ „ Nie. H., Z. Frörup H. Gram H. sonst, Hademarschen. Hansühn sonst? Hattstedt Z. Höirup Tuff sonst. Hoist Z. Horsbüll Z. Hostrup Z. Hoyer H. sonst. Humptrup Z. Husby II. Hügum H. Jerpstedt einst, H. Klanxbüll Z. Kosel, Spuren. Leezen einst? Leck, Spuren. Lintrup, Spuren. Lütjenburg Z. vordem? 
Medolden H. Mildstedt Z. Moltrup H. Munkbrarup H. Norderbrarup, Spuren. . 
Nordlügum, Spuren. Nustrup H. Oldenburg einst, Z. Osterhever Z. Osterlügum Reste H. Oxenwatt H. Pellworm A. K.: H., Tuff, Z. 
Preetz einst. Pronstorf einst, 
e n Rapstedt. Reisby Tuff. Ries Reste. Rieseby Z. Roager Tuff. Rüllschau Z. Sarau einst. Satrup i. S. einst. Schads, Feldstein u. Z. Selent einst. Sörup H. Spandet Z.
		

/Sponsorzy_051_07_0128.djvu

			56 Sachübersichten. A. Kirchenbau. II. Stil: Romanisch. Uebergang. Starup Tuff. Stedesand einst, Z. Süderstapel. Sylt: Keitum, Morsum Tuff. Tandslet Z. Tating im Siegel. Tingleff. Tbftlund H. Uberg Z. Ulderup. Vollerwieck, besondere Art. Welt, wie Vollerwiek. Wesselburen Z. Witting Tuff. Wodder; s. d.; Apsis spg. c) Romanische Ziegelbauten 
(und solche des Uebergangsstils, welche eine 
Apsis haben). vgl. i, 433- Abel. Altenkrempe. Amrum. Apenrade. Atzbüll. Aventoft. Bargum rom.?, got. Chor. Bordelum. Braderup. Breklum. Buhrkall. Bülderup. Broacker. Eggebeck. Eken. Feldstedt. Fjelstrup. Föhr, Joh., Laur., Nie. Garding. Hadersleben. Hattstedt. Hoist. Horsbüll. Hostrup. Humptrup. Hörup. Jörl. “Itzehoe St. Laur. Karlum. Kathrinenheerd. Klanxbüll. Klixbüll. Ladelund. Langenhorn. Lügumkloster. Lütjenburg. Lysabbel. Meldorf. Mildstedt. Mögeltondern z. T. Neuenbrook. Neuenkirchen Cr. M. *Neumünster. Neukirchen W. H. einst? Norburg. Nordlügum. Oldenburg 1149 ff. Oldensworth. “Oldesloe. Osterhever. *Ploen 1151 (nicht im Text). Rieseby. Rom. Rüll schau. Schads. Schleswig Dom z. T. Segeberg 1134 ff. Spandet z. T. Stedesand. Süderlügum. Tandslet z. T. Tönningen. Uberg. Uelsby. Viöl östlich. “Wüster. Anm. Romanisierend, u. A. : Ploen 
1866. Segeberg, Umbau 1864. Sonder¬ 
burg, Umbau, 1599. 2. Kirchen des Uebergangsstils. Die mit Apsis sind soeben aufgeführt. W.: Gewölbebau, auch im Schiffe, 
a) im einfachsten Grundriss. 2, 2. 66. vgl. 1, 519/20. Aggerschau Chor. Apenrade z. T. W. Kreuzkirche. Bannesdorf Chor. Beydenfleth. Bramstedt (od. rom.?) Burg a. F., W. mehrschiffig: Schiff. Deetzbüll z. T. Eckernförde Chor? Enge. Flintbeck? Cap. ohne Chor, Reste. Föhr 3 Kk. z. T. W. Gelting? Grossenbrode. Hadersleben W. mehrschiffig. Haselau. Haseldorf. Hattstedt z. T. Heiligenhafen. Umgebaut. Hellewadt Chor. Holebüll Chor. Hörup z. T. Hoyer Umbau. W. Hütten Anlage. Landkirchen W. Anlage. Mehrschiffig. 
Lensahn z. T. Lintholm z. T. Lügumkloster W. Mehrschiffig. Lütjenburg Chor. Mögeltondern.
		

/Sponsorzy_051_07_0129.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. II. Stil: Ueberg., got., gotisierend. 57 Neuenbrook. Neuenkirchen Cr. M. Neukirchen WH. W. Neukirchen LO. Neustadt Anlage. Mehrschiffig. Norderbrarup Chor. Nordstrand (Chorschluss fehlt). Petersdorf. Umgebaut. Quern z. T. Risum z. T. Rodenäs. Schobüll. Schwan sen. Sterup. Struxdorf Chor? *Süderau ? Thumby Chor? Wesenberg. b) Mit Polygonchor: 
Altrahlstedt. Reinfeld. Zarpen. Ein fast vollständiges Verz.?der besser er¬ 
haltenen typischen Bauten des Ueb. - Stils 
findet sich unter »Dreierfenster«. 3. Gotisch, a) Früh- und Hochgotisch. 
Vg£. 2, 2. Bordesholm 1332. Cismar 1238. Eckernförde Umbau. Flensburg Marien. 13./14. J. „ Nie. um 1390. „ Hl. Geist um 1390. Föhr St. Johi, Kreuzarm. Klippleff Umbau. Landkirchen Schiff 14. J. Kiel Nie. 1241. 14. j. „ Kl. K. 1260. Neukirchen LO. Nebenschiff 14. J. 
Neustadt 1238—14. J. Nüchel *Gewölbe. Oesby ? Petersdorf 13./14. J. Preetz 13. J. Schleswig Dom Chor 1260. Schwansen Umbau. *Wesselburen. Westensee Chor. Witzworth Anlage. b) Spätgotisch. St. Annen 1501. 1571. Bordesholm 1490/1509 Umbau. Bredstedt. Breitenburg Kapelle. Büsum. Burg a. F. Nie. Umbau. „ a. F. St. Jürgen. Fjelstrup Gewölbe. Grube. Hadersleben Umbau. Hansühn z. T. Heide. Heiligenhafen Umbau. Hemme? Hohenaspe Umbau. *Husum. Hütten Umbau 1520. Jordkirch 1520. Jörl? Kahleby. Kathrinenheerd Chor. Kollmar 1448 ff. Kotzenbüll 1488 ff. Landkirchen Chornebenschiffe. Meldorf Anbau. Neuendorf 1504? Neuenkirchen i. D. Oldenburg Chor. Oesby z. T. Poppenbüll. Schleswig Dom Umbau. Seester. Tetenbüll. Witzworth Chor. c) Gotisierend, nachgotisch. 
Ahrensburg 1594—96. Brunsbüttel 1677. Glückstadt i6i8ff. c) Kirchen im Granitmauerwerk der 
Uebergangs- und frg.Zeit. Keine Ap¬ 
sis, oft kein Chor. F eldsteinhintermauerung. Bannesdorf Schiff. Bargteheide. Bergstedt z. T. Blekendorf 1227—30. Borby Turm. Ziegelhintermauerung. Bovenau 1227—30. Brügge 1204—15? Bünstorf? Dänischenhagen, 
vgl. Eckernförde Chor. Flemhude. Gikau. Grömitz, mit Ziegelteilen. Hemmingstedt ? Kellinghusen z. T. Nüchel. Probsteierhagen. Schönkirchen um 1300. Schönwalde um 1240. Selent Chor. Sieck. *Steinbeck, Trittau. vgl. Wesselburen Chor. d) U ebergangsstil, Haustein: 
Nüchel.
		

/Sponsorzy_051_07_0130.djvu

			58 Sachübersichten. A. Kirchenbau. II. Stil: Gotisierend und jünger. Krummendieck 1699. Rendsburg Christkirche 1696 ff. Tondern 1591—93. Tönningen Chor 1633. d) Neugotisch. Altona St. Joh. 1868. „ „ Petri 1881. Bornhöved Turm 1866. Elmschenhagen 1867/68. Flensburg St. Marien Turm 1880. „ St. Nie. Turm 1878. Friedrichstadt kath. K. 1854. Gaarden 1882/83. Hamdorf 1876/77. Hennstedt 1880. Kaltenkirchen 1879. Kiel St. Jacobi. „ Besatzungsk. Lebrade Umbau 1874. Meldorf Turm 1871. Münsterdorf 1871. Nordstrand kath. K. 1867. Nortorf 1872. Oldesloe Turm 1887. Schlamersdorf 1872/74. Schleswig Friedrichsberg Turm 1872. 
Sonderburg Turm. Todenbüttel 1861. Wacken 1861. Wesenberg 1884. 4, Renaissance u. Barock. (Vgl. Nach gotisch.) Altona ref. K. 1652? Arnis 1668/73. Friedrichstadt 1649, holländisch. Glücksburg Capelle 1582. Gottorf Capelle um 1568. Hohn 1692/93. Kekenis 1615. St. Mich.-Donn 1610. Munkbrarup Herstellung 1582. Neukirchen i. A. 1623. Ploen-Neustadt 1685. Ploen Schlosskapelle 1636. Preetz Pfarrk. z. T. um 1700. Sonderburg K. Ostteil 1599^- 
Sonderburg Schlosscapelle 1568/70. Tondern 1591. Wiesby. Anmerkung tibi Anspielung auf nordisch-frühmittelalterlichen 
Dreisitz. Schleswig St. Joh. Gestühl. 
Vorgreifende Ren.-Anspielungen in der Gotik s. 
und einem Teil der Kanzeln (Abt. 2): Loit i 
Wandmalerei Ende des 15. J.? 2, 171. 
Schleswig Dom Schwahl Deckenmalerei Anf. de 
Ulkebüll Altar Anf. des 16. J. Malerei. 5. 18. Jahrhundert: Altona kath. K. 1713. „ Trinit. 1742 h 
Augustenburg Schlosscap. 1770. Barmstedt 1717 h 
Bergenhusen 17II—12. Breitenberg 1764—68. Brokdorf 1763 h 
Busenwurth 1741. Eddelack 1740. Eichede 1757. Gelting 1793 z. T. Grawenstein 1709. Herzhorn 1780/81. Hohenfelde 1766. Hohenwestedt 1769—71. Horst 1768.. Itzehoe 1716. Kappeln 1789—93. Ketting 1772. Krusendorf 1733. Langenhorn z. T. 1722. 1759. St. Margarethen 1784. Niendorf 1769h 
Nienstetten I75°h 
Oldesloe 1757/64. Ording 1724. Ostenfeld 1772. Ottensen 1735—38. Rellingen 1754/56. Schönberg 1780/84. Uetersen 1738/48. Wesselburen 1736/38. Wüster 1775/80. Windbergen 1742. Wöhrden 1786/88. 6. Neuartige Kirchen. Friedrichstadt ref. K. 1854. Hohenstein 1839h 
Husum 1829/33. Krempe 1828 fr. Neumünster 1828/34. Quickborn 1807/10. Simonsberg 1829/30. Süderau 1845/47. Uelvesbüll 1853. Wandsbeck 1800. Wedel 1839 h 
Westerhever 1804. :r Stilwandlungen. Stil gewähren die Schnitzwerke: Lügumkloster, , ausser Häusern wie Flensburg Haus 1, 279 
. L. Altar 1520, Schnitz- und Malarbeit. Preetz, 5 16. J. 2, 312.
		

/Sponsorzy_051_07_0131.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. III. Grundriss. 59 III. GRUNDRISS. Anm.: Orientierung schlecht: 
Büsum got. Ostenfeld (alt). Wüster (alt und 1775). Gaarden 1882. Kiel St. Jacobi 1884. Ferner bei fast allen katholischen Kirchen, so 
Altona 1713. Friedrichstadt 1854. Rendsburg um 1860, nicht im Text.. 1. Nur Rechteck, a) Aus der Uebergangszeif, Granit. 
Bergstedt ? Blekendorf. Bovenau. Dänischenhagen ? Flemhude. Gikau. Nüchel. Schönkirchen ? 
vgl. Selent. Sieck. *Steinbeck. Trittau. b) In Ziegeln, ebenfalls mittelalterlich. 
Flintbeck? (doch Cap.?). *Elmschenhagen ? Elmshorn. Grube. Hamberge, alt? Neustadt Hl. Geistkapelle. Wewelsfleth? c) Nachmittelalterlich. 
Ahrensburg 1594. Dagebüll 1731. Eddelack 1740. Emmelsbüll 1768. Jordkirch 1520. Ketting 1772. Niebüll 1728. Nienstetten I750f. Uetersen 1738—48. d) Durch Umbau. Fast nur 18./19. J. 
Friesland 1, 433. Adelby. Aventoft. Barlt. Brede. Deetzbüll. Enge. Fahrenstedt. Fahretoft. Gelting. Hollingstedt. Husby. Kaltenkirchen. Leck. Lintholm. Medelby. Risum. Sehestedt. Stedesand. Sülfeld. Ulkebüll. Wiesby 1593. 2. Rechteck, Chor gleichbreit, nicht unterschieden. 
Heiligenstedten. Hohenaspe sonst. Hoptrup sonst. Selent sonst. Schleswig St. Johann. Waabs. 3. Einfachster Grundriss 
(rechteckiges Schiff mit quadratischem oder 
rechteckigem Chore) s. S. 54. 4. Derselbe mit Apsis (romanischer Grdr.) s. S. 55. 5. Centralbauten. Flensburg Kirchhofcapelle 1812 1, 279. 
*Münsterdorf got. *Schenefeld Cap.? rom. *Schlamersdorf rom. 1129? *Schleswig St. Mich. rom. achteckig: Grossenaspe 1771 f. Hörnerkirchen 1750/52. Niendorf 1769/70. Rellingen 1756/57. lang achteckig: Barkau 1695? Breitenberg 1764 ff. Kappeln 1789/93. Schönberg 1780/84. 
vgl. Wüster 1775—80. 6. Unregelmässigkeiten, 
a) Chor verschoben oder schräg, 
vgl. 1, 390. Dreisdorf. Heiligenhafen. Petersdorf. Wallsbüll. b) Wände nicht parallel. Burg i. D. Kating. Schottburg. g) T-Form, durch Anbau. Jevenstedt. Röm. d) Anbau von »Neuen Kirchen«, ge¬ 
wöhnlich südlich. Dit. 1, 53; meist 17./18. J.
		

/Sponsorzy_051_07_0132.djvu

			6o Sachübersichten. A. Kirchenbau. III. Grundriss. S. z. B.: Burg i. D. Elmshorn. Glückstadt. Halk (alt). Heide. vgl. Heiligenhafen spg. *Herzhorn. Langenhorn. *Lundenberg i, 515. Meldorf spg. Neuenkirchen i. D. spg. Neukirchen LO. got. 
s. Preetz Pfarrk. Süderhastedt. Tellingstedt. Ulderup got. *Wöhrden, alt* 7. Kreuzform vgl. 8. a). Altona Trin. Rocc. Apenrade Ü. Atzerballig n. Bordesholm 1332? Broacker n. got. Garding n. got. Hohenaspe n. got. Hoptrup n. got. Hoyer n. got. Kotzenbüll spg. Loit i. L. n. got. Norburg n. got. Oldensworth n. got. *Ploen ? Ploen *1691. 1867. Rendsburg Christkirche bar. Scherrebeck n. neu. Selent n. got. Sophienhof 1874. s. Tönningen (Querhausandeutungen). 
Wilstrup. Ueberhaupt die meisten neugotischen, so 
Elmschenhagen 1867. 8. Mehrschiffig, a) Basilika. «) Dreischiffige Basilika mit Quer¬ 
haus, Oberlicht. Hadersleben rom. und Spg. Lügumkloster rom. Ü. Meldorf rom. *Neumünster rom.; flachgedeckt. Schleswig Dom. Rom. und Ü. Segeberg jetzt. Rom. ß) 3schiff. Basil. ohne Querschiff. 
Mit Oberlicht, rom. vgl. 2, 2. Altenkrempe. Oldenburg (flachgedeckt). Segeberg vordem. *Wilster wahrsch. y) Desgl. ohne Oberlicht, gotisch. 
Eckernförde 14./15. J. Flensburg Nie. 14. J. n Mar. 13./14. J. Kiel Klosterkirche (chorlos). Neustadl. Preetz Klosterk. * Husum (Ostteil mit Oberlicht?). Tondern (gotis.-Ren.). b) Dreischiffige Hallenkirche. 
Bordesholm 14./15. J. Burg a. F. Ü. u. spg. *Glückstadt? 17. J. Heiligenhafen spg. 
vgl. Hohenaspe. *Husum Westteil? Kiel Nie. 
vgl. Klippleff. Landkirchen 13.—15. J. Nortorf neu, got. Petersdorf 14. J. Rendsburg Mar. 13. J. Schleswig Dom zweiter Umbau 2, 286, mit 
rom. Querhaus. Sonderburg Ü. Ren. *Wesselburen? c) Vielschiffig erweitert. 
Hadersleben spg. Schleswig Dom spg. letzter Umbau, 
vgl. Meldorf spg. d) Zweischiffig (vgl. 6d). 
Flensburg Hl. Geist 14. J. Garding. Heiligenhafen einst? *Hütten. 1 
Lysabbel. Neukirchen LO. uneigentlich. Petersdorf einst? *Schleswig Paulsk. 2, 327. * Wöhrden? e) Querhaus 2schiffig. Burg a. F. spg. Hohenaspe spg. Anhang. Zweischiffige Plallen. Kiel, Schloss, Säle 1, 566. Meldorf, Südschiff. Schleswig, 
Gottorf, Saal 2, 345. Schleswig, Kl. St. Joh., Remter 2, 326. Segeberg, Anbau nördlich. 
Sonderburg, alte Schlosskapelle. Anmerkung. Halligkirchen als Teil eines Hauses. Busenwurth. Gröde. Nordstrand, 
Süden, Theres.-K. *Nordstrandisch Moor.
		

/Sponsorzy_051_07_0133.djvu

			Sachübersichteu. A. Kirchenbau. IV. Teile: Chöre, Türme. 61 IV. BAUTEILE. i. Chöre. Im Ganzen abgesehen von denen der mehr¬ 
schiffigen Kk. ai) Mit Apsis am Chore, s. S. 55. 
a2) Nur Apsis. Bünstorf nun. Loit i. A. nun, neu. s. Friedrichstadt, Tetenbüll, Vollerwieck, Welt, 
bi) Rechteckig, meist quadratisch, s. S. 54. b2) Rechteckig, mehrjochig. Abel n. spg. Agerschau Ü. Apenrade Ü. f 
vgl. Brecklum. Burg a. F. vordem Ü. Fjelstrup (vgl. Nustrup). Flensburg St. Joh. n. Hohenaspe (gleich br.). Heiligenstedten, gl. br. Hörup n. Kahleby. Klippleff 3 Joche. Kosel n. Landkirchen sonst, Ü. Mauxtrup n. Mögeltondern Ü. Neustadt Ü. Notmark n. Nüchel Ü. Pronstorf n. Rapstedt n. Satrap i. S. n. Schwanken n. Selent n. Ü., Chor gl. br. Sieseby n. Süderlügum n. Ulderup n. Ulsnis s. d. Warder n. Wittstedt n. ci) Polygon, gew. fünf Achteckseiten. 
Fast sämmtlich Ü. oder frühgot., lauter Ziegel¬ 
bauten. Altrahlstedt. Bordesholm. Cismar. Hemme. Kotzenbüll. Preetz Kl.-K. Reinfeld. Rendsburg St. Mar. Zarpen. c2) Polygonschluss an älterem Schiff 
oder Chore. Fast ausnahmslos spätgot. 
Braderup. Burg a. F. Burg i. D. gleich breit. Esgrus. Garding. Hennstedt i. D. gl. br. Hörup. Hütten. Kating. Koldenbtittel. Lensahn. Lunden. Odenbüll. Oldenburg. Oldenswort h. St. Peter. Petersdorf. Poppenbüll. Preetz Pf.-K. I Tating. Tönningen 1633. Westensee 13. J. c3) Polygonschluss ohne Chor. St. Annen 1501. 1571> doch mit Chorbogen. 
Arnis 1668 ff. Barmstedt 1717 f. Burg a. F. Cap. St. Jürgen. Büsum vielseitig. Cismar (Kl.-K.). Eichede 1757 Holz. Friedrichstadt 1644(1. vielseitig. Süderhastedt. Heide vielseitig. Hennstedt i. D. ungewöhnlich. Herzhorn 1781. Hohenfelde 1766. Hohen westedt 1769(1. Hohn 1692. Hooge 17. J. Horst 1768. Itzehoe St. Laur. Kollmar vieleckig. Lebrade 1699? Marne 17. j. Neuendorf 1504? vieleckig. Neuenkirchen i. D. desgl. Ording 1724. Ottensen 1735/38. Pellworm N. K. 1622. Schlichting 18. J. Schönwalde jetzt. Seester vieleckig. 2. Türme. Wo nicht anders angegeben, haben sie qua¬ 
dratischen Grdr. ai) Gewöhnlich westlich.
		

/Sponsorzy_051_07_0134.djvu

			62 Sachübersichten. A. Kirchenbau. IV. Teile: Türme. a2) Oestlich; i, 339. Grarup. Halk. Hjerndrup. Stepping. *Tyrstrup. a3) Abgesondert (vgl. Holztürme). 
*Albersdorf. *Delve 1500. *Lunden 1550. Schleswig, Dom 13. J. Vgl. Schwabstedt. bl) *Zwei Türme, 
s. Hadersleben, 
s. Oldenburg, 
s. Schleswig Dom 2, 283. 
s. „ *H1. Geistk.(?) s. Segeberg. b2) Zwillingsturm 2, 391. Altona St. Petri 1881. Broacker. 
s. Hadersleben, 
s. Ketting. 
s. Notmark. c) Chortürme (für Treppen). Burg a. F. Hadersleben. *Husum (s. Fig. 676). Neustadt. Petersdorf. Preetz Kl.-K. Schleswig Dom. d) Turmbauten alt, 
vor dem 15. J. S. 1, 433. 2, 2. 557. 
Altenkrempe Ü. Achteckhelm, allein von allen 
ganz erhalten, 
s. Blekendorf. Brecklum. Eckernförde. Föhr St. Joh. 
s. Hansühn. Kaltenkirchen rom. Kiel Nie. Lütjenburg rom. *Meldorf. Neukirchen LO. U. Oldenburg rom. Pellworm 13./14. J. Pronstorf rom. Segeberg. Warder rom. *Weddingstedt? Zarpen Ü. Vgl. i (Rundtürme). e) Türme nüchgebaut, spg. Bei weitem die meisten. Die Helme entweder 
wie bei den Törninglehner (s. d.) oder den 
Dänischen, oder über Eck achteckig mit Giebeln, 
wie Blekendorf. Aber so nur selten erhalten 
(s, Böel, Esgrus, Gettorf, Loit i. L», Mögel- 
tondern, vgl. Tondern). Beftoft. Bjolderup. Blekendorf. Böel. Burg a. F. Dahier. Dreisdorf. Esgrus. Garding. Gettorf Grömitz. Grube. Grundhof. Handewitt. Heiligenhafen. Jägerup. Kating. Lensahn. Lintrup. Mildstedt. Mögeltondern. Nüchel. Oldensworth. Oxenwatt. Quern. Rabenkirchen. Ries. Selent. Sörup. Sülfeld. f) Törninglehner 1, 391. ! Agerschau. Arild. Ballum. Bramdorp. Bröns. Emmerleff. Gram. *Höirup. *Hügum. *Jerpstedt. *Nustrup. Reisby. Roager. Röm. Scherrebeck. *Schrau. *Schrustrup. Spandet. *Toftlund. Wodder. g) Dänische, mit Satteldach, das der K.-Achse folgt. So auch Heiligenhafen , Sülfeld. Treppe ge¬ 
wöhnlich in der Nordostecke, etwas nach aussen 
ausspringend; ausser an der betr. Stelle sind 
die sehr starken Wände durch tiefe Blenden 
innen erleichtert. Oefters auch geht die Treppe 
erst von aussen ins 2. Geschoss mittelst einer 
Leiter oder Treppe. Abel. Bedstedt.
		

/Sponsorzy_051_07_0135.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. IV. Teile: Türme. 63 Bjerning. Eckwadt. Föhr 3 Kk. Hellewadt. Hostrup. Hoyer. Jerpstedt. Medolden. Moltrup. Osterlügum. Rapstedt. Schads. Schrustrup. Sieseby. Sylt: Keitum. Toftlund. Dach quer: Waabs. h) Turmanlage friesisch 1, 442. 
Braderup. Brecklum. Bülderup. Hattstedt. Mögeltondern. Schobüll. Tetenbüll, 
vgl. Tingleff. i) Rundtürme i, 54. 2, 528. * Albersdorf gesondert. *Delve 1500 gesondert. *Hohn. *Itzehoe. Kaltenkirchen rom. *Kellinghusen ? (rom.). Kosel. *Lunden gesond. Oewersee. Pronstorf rom. Rellingen (*rom.). Süderstapel. Warder rom. *Weddingstedt. Wesselburen. Wüster. Bemerkenswertere Turmbauten der Ren.- und 
späteren Zeit: Altona Trinit. i688ff. Beydenfleth 17. J. Burg a. F. 1763. Flensburg St. Joh. 1741. „ Hl. Geist 176 t Dachr. 
Friedrichstadt nach 1781. Gikau 1811/13. Glückstadt 17. J. Grube, Dachr. Heide 1611. Hennstedt Dit. 1742 Dachr. *Husum. Kappeln 18. J. *Krempe. „ Rathaus Dachr. Ren. Landkirchen Dachr. Lunden Dachr. Oldenburg 1778. Ostenfeld 18. J. Ottensen Dachr. als Schornstein. 
Ploen Joh.-K. 1685 Dachr. 
Rellingen 1703. | Tönningen 1706. k) Holztürme. 1. An der Kirche. Arnis. Bannesdorf. Bovenau. Brodersby. Brügge. EddeJack. Eggebeck. Flintbeck. Grossenbrode. Hamberge. Kropp. Loit i. A. Moldenit. Nordhackstedt. Rieseby. Rüllschau. Satrup i. A. Sehestedt. Siewerstedt. Gr.-Solt. Klein-Solt. Taarstedt. Vollerwieck. *Wallsbüll östlich. Wanderup. 2. Abgesondert. 
*Etliche auf Nordstrand. Aventoft. Barkau. Barlt. Bergenhusen. Bordelum. Boren. *Breklum. Büsum. Dagebüll. Delve. Eken. Enge. Fahrenstedt. Fahretoft. Gelting. Hohn. Holebüll. Hollingstedt. Tordkirch. Jörl. Klanxbüll. Koldenbüttel. Landkirchen. Langenhorn.
		

/Sponsorzy_051_07_0136.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. IV. Teile: Türme, Apsiden, Treppen, Beinhaus. Leezen. St. Margarethen. Neukirchen WH. Niebüll. Nordstrand, Odenbüll. Norderbrarup: frg. ? Nübel i. A. Nübel i. S. Olderup. Osterhever. Poppenbüll. Quars. *Rinkenis. Rodenäs. Schönwalde. *Schleswig St. Mar. romanisch? 
Schwabstedt. Stedesand. Stellau. Sterup got.? Struxdorf. Süderbrarup. Süderlügum. Tandslet. Tellingstedt (nicht im Text). Thumby. Uk. Warnitz. Welt. Wewelsfleth. Witzworth. Antn. Glockengerüste: Amrum. Heiligenstedten. Hemmingstedt (nicht im Text). 
Hohenaspe. Herzhorn. Hooge. Hörnerkirchen 1781. Krummendieck. Marne (nicht im Text). 3. Apsiden. a) Nebenapsiden. Apenrade. *Föhr St. Joh. Meldorf (polygon). *Schleswig Dom ? „ Michaelis. b) Westapsis. Nübel i. S. c) Apsis fensterlos, 
s. Medolden. s. Sörup. 
s. Toftlund. 
s. Witting. d) Apsis einfenstrig. 
s. Meldorf, Nebenapsiden. Aller. Ekwadt. Hademarschen. Oxenwatt. Süderstapel. e) Apsis mit besonderer Aussen¬ 
gliederung (innere fehlt stets, doch vgl. Bröns, die Tuffkirchen, auch Burkall). 
Hügum. Föhr St. Joh. Pellworm A. K. Sörup. vgl. Humptrup. 4. Sacristeien, auf Sylt »Kalfaster« sonst gewöhnlich »Gerwe- 
kammer«, unter And.: Agerschau spitzes Tonnengew. Ü. Altenkrempe desgl. Ü. Apenrade. Bordesholm I, 523, mit Säule. Broacker. Burg a. F. 2, 74 f. Eckernförde. Föhr St. Joh. „ St. Laur. Grömitz Ü. Hansühn. Heiligenhafen. Hellewadt 1549? *Kiel 1455 Nie.; mit Mittelsäule. *Kotzenbüll. Landkirchen. Loit i. L. Neukirchen LO. Ü. Neustadt. 2 Oldenburg. Petersdorf. Schleswig Dom 2, 305. Wesselburen. 5. Beinhaus. *Heiligenhafen. * Münsterdorf. Oesby. *Flensburg St. Marien »Kamhaus« d. i. Beinhaus. 6. Treppen, a) In der Wand. 1. Granit, rom., fast stets gradläufig, 
s. Hansühn. Kaltenkirchen Wendeltr. 
s. Pronstorf, 
s. Warder. 2. Ziegel, rom. und Ü., gradläufig. 
Altenkrempe. Landkirchen. l.ügumkloster. Lütjenburg. Neukirchen LO. b) Treppen in der Ecke, 
in Angeln beliebt. Got. Apenrade. * Bordesholm.
		

/Sponsorzy_051_07_0137.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. V. Baustoff. Granitbauten. 65 Klippleff. vgl. Landkirchen (in d. Wand) und Liigum- 
kloster (desgl.). Nübel i. A. Siewerstedt. vgl.: Sörup: in graden Absätzen. ci) Wendeltreppen in Ziegeln. Z. B.: 
Blekendorf. Burg a. F., mit Steigtonne. Cismar, mit Steigtonne. Grömitz. Grube. Hansühn. Kating 8eckig. Lensahn. Tetenbüll 8eckig. Reinbeck 8eckig. Ren. c2) Wendeltreppen allerhand Art 2, 2. 
j Ahrensburg Schloss, Holz, Ren. Burg a. F. N. | Eckernförde barock, Holz (Privatbau), 
j Gottorf etliche. Kiel bar., Holz 1, 555. 571. 573. „ Tanzsaal, Stein 1, 570. Münchneverstorf polygon. Reinbeck etliche. Sonderburg K., mit 4eckiger Spindel. 
Tangstedt Holz. V. BAUSTOFF. Wo im Text »Haustein« genannt ist, ist in der Regel solcher aus Granit, dem einzigen land¬ 
fündigen Steine, gemeint. A. Bauwerke nach den ver¬ 
schiedenen Stoffen, 1. Kirchen aus Stein. 1,8. 2, 528. Haus: Schadshof. a) Granit. 1) Feidstein 1, 8. So die meisten K. des einfachsten Grdr. Feld¬ 
stein in Eiderstedt s. 1, 195. Kating. Kolden- 
büttel. Vollerwieck. Welt. Sehr oft als Füll¬ 
werk; s. Meldorf 1, 126/27. Kollmar. Flens¬ 
burg. Duborg 1, 280. 2) Granit, Haustein; 1', 8. 297. 339. 389. 432. 2, 557. V.: voller Grdr. E. einfacher Gr. 
Aggerschau *V. Aller V. Arild. Beftoft. Bjerning E. Bramdorp V. Brede *V. Dahier. Döstrup V. Ekwadt V. Enstedt E. Fjelstrup *V. Fohl *V. Frörup *V. Grarup E. Halk z. T. Hoptrup *V. Hoyer *V. Plügum V. Husby V. Jägerup z. T. E. Jerpstedt V. *Jels E. Leck *V. Mauxtrup. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. Medolden V. Moltrup E. Munkbrarup *V. Norderbrarup *V. Nüchel, Ü. Rechteck. Nustrup V. Osterlinnet E. Osterlügum *V. Oxenwatt V. Quern z. T. Randerup z. T. E. ? Ries Reste *V. ? Rödding, Schads z. T. V. Scherrebeck E. Schleswig Dom z. T. 2, 384. Schrau E. Schrustrup E. *Sommerstedt. Sörup V. Stepping. Tieslund E. Toftlund V. *Tyrstrup. Wilstrup. Wittstedt. Wodder z. T. E. 3) Granit halbbehauen, in frg. und 
Ü. Weise 1, 10. 520. 2, 2. 528. S. oben S. 57; vgl. Wesselburen, Chor. Aehnlich, roher, nur gesprengt: 
Sehestedt, 13. J. Sieseby. 4) Granit, gewöhnlich Feldstein, 
jünger als das 13. J.: Heide 15. J. Jordkirch 1520. Ostenfeld 1772. Rüllschau Turm 1779. Sommerstedt i857f. 5
		

/Sponsorzy_051_07_0138.djvu

			66 Sachübersichten. A. Kirchenbau. V. Stoff : Stein- und Holzbauten. Weddingstedt Sacristei. Wodder Apsis. 4) Granit in grossen Stücken oder 
Platten, gespalten, an den Stössen gewöhn¬ 
lich kaum bearbeitet: nur an Bauteilen, Sockeln, 
und als Bekleidung. Öfters an Westseiten und 
neueren Türmen, bes. in Angeln. Barlt 1426? Bleckendorf Turm spg. Burg a. F. Chor spg. Kellinghusen Turm 1728. Landkirchen östlich spg. Segeberg Ostwand spg. ? Selent Turm z. T. spg. Viöl Turm. b) Tuff. 1. Kirchen aus dänischem Tuff. 
Starup. 2. Kirche aus Trass(i, 8. 196.389.432. 
2, 557. 649): »Tuffkirchen«. s. Amrum Altar. Arild z. T. Ballum. Bröns. 
s. Fohl. Föhr St. Joh. z. T. Höirup. Hollingstedt. 
s. Hostrup. Koldenbüttel z. T. 
s. Leck. Lintrup. Medolden z. T. 
s. Oldensworth. Pellworm A. K. z. T. Randerup z. T. Reisby. Roager. Schads z. T. Schleswig Dom z. T. 2, 184. *Michaelis 2, 312. *H1. Geist K. 2, 320. ” *St. Marien z. T. 2, 319. ” Kl. St. Joh. 2, 321. Schottburg Chor, 
s. Schwabstedt. Spandet. Sylt: Keitum. „ Morsum, 
s. Tönningen. Witting. Wodder z. T. c) Ziegelbauten; Einführung; Verhältnis zu Tuff u. Haustein 
u. dergl.: I, 4. 196. 390/91. 2, 2. 358. 432. 436. 528. 
557. vgl. unten S. 69. 1) Romanisch s. S. 56. 59. 2) Übergangsstil s. S. 56, 2a) und b). 3) Jünger: seit dem 14. J. wird der Ziegelbau durchaus Regel, d) Mischwerk. 1) Ziegel in Lagen gemischt mit Granit. 
Grömitz Osten spg.? Hohenaspe spg. 16. J. ? Sieck 13. J. ? 2) Bogen, Gewände inZ., sonst Granit 
(vgl. Brügge und 2, 2); sprom. und Ü. 
Grömitz. Haddeby. Hansühn. Hemmingstedt. Probsteierhagen. Quern. Schönkirchen. Schwabstedt. Schwesing. 2. Holzbauten, a) Ländlich: s. I, IO. 340. 484. 520. 2. 118. 438. *Erfrade op. Norw. 1591. *Ranzau desgl. b) Kirchlich 1, 432. 
*Augustenburg Cap. 1665. Eichede 1757. *Flensburg Marien (?) 1250 I, 261. 
*Galmsbüll. *Garding 1113 I, 198, *Hemmingstedt Kloster: Anfangsbau 1, 91. 
*Herzhorn. Itzehoe St. Jürgen 1657. *Krummendieck. *Lügumkloster Anfangsbau 1173. Nienstedten l75of. *Nordstrand 1, 479: Volgsbüll, Osterwold, 
s. Oldensworth 1, 213. *01and. Ploen Joh.-K. 1685. *Reinfeld Kl.: Anfangsbau 12. J. *Tating 1113. * Wandsbeck 17. J. *Wippendorf (?) frührom. I, 536. Anmerkung. Holz- und Fachwerkbauten: S. Häuser, 
in Abt. B. — 1, IO. 54. 297. 340. 391. 520. 2, 5. Hier besonders zu nennen: 
Brodau. Glückstadt etliche. *Hadersleben 1, 358. Kiel 1, 570. Krempe etliche. Itzehoe. Lütjenburg. Ploen 2, 156. 
j Rendsburg 2, 217. 
j *Sonderburg 2, 431. I Tondern.
		

/Sponsorzy_051_07_0139.djvu

			Sachtibersichten. A. Kirchenbau. V. Stcff: Versch. Steinarten. Dachdeckung. Wewelsfleth. Wüster viele. B. Stoffe für Bauten und Aus¬ 
stattungsgegenstände. Vgl. I, 195. 2, 333. 1530 aus Bergen bezogen, i. Im Allgemeinen. a) Tuff s. S. 66. b) Gotländer »Marmor« (Kalkstein) 2, 2. 
Viele Altarplatten und Grabsteine, bes. aber 
Taufsteine; die des Übergangs-Stils fast ohne 
Ausnahme, 
s. Bordesholm 1462: 1, 521. Cismar 1238: Säulen vom Kreuzgang u. A. 
Gottorf, Schloss, als Kragsteine. Haselau Denkstein spg. Preetz, Sockel in der Kl.-K. „ Reste vom Kreuzgang. c) Roter »Marmor«. *Schleswig, St. Marien 2, 319. »Porphyr«. Kl. Danewerk, Säulen u. andere Reste. Tfst. zu Hadeby. Eggebeck. Lensahn. Wesenberg, d) »Blauer« (schwarzer) »Marmor« I, 432. 
485. an den friesischen Tfst., spg., und vielen 
Grabsteinen, bes. im Westen. Auch Alten¬ 
krempe Grbst. 1587. e) Weisser Marmor (krystallinischer) 
an vielen Steindenkmälern des 17. und auch 
18. J. 1 früher kaum. So Schleswig 2, 308 ff. 
Doch auch vielleicht schon 16. J.: vgl. Ranzau 
2, 177. f) »Marmor« heisst gewöhnlich der Ala¬ 
baster. In bei weitem den meisten Steinepitaphen sind 
Figuren und Zieraten daraus gearbeitet. g) Sandstein. Grauer und gelblicher von der Weser 1, 432. 
Bes. Heinrich Ranzau verwandte Bückeberger 
(auch Bückeburger) Stein. Ausser im Westen, 
wo er als Haustein herrscht und sogar an einer 
Kirche (Pellworm A. K.) vorkommt, findet er 
sich aber vor der Ren.-Zeit nur ganz vereinzelt, 
und die älteren Stücke (Taufstein zu Sörup, 
Borby u. A.) werden kaum Wesersandstein sein. 
Nachher macht man aus ihm allgemein Ge¬ 
simse an besseren Bauwerken und gewöhnlich 
die Grabsteine, sowie die Denkmäler. 
Adelby Chor, in den Bogen. Ahrensburg Schloss Ren. St. Annen am Bau Ren. Borby Tfst. rom. Breitenburg Schloss einfach Ren. Kl. Danewerk, Reste, Ren. u. Bar. Glückstadt Häuser u. A. 2. 459. Ren. Gottorf 2, 342. Ren. Haselau Tfst. S.-Hastedt Tfst. spg. Husum an Häusern Ren. Hütten Türgewände Anf. 16. J. spg. Kiel an Häusern; vgl. 1, 548. Ren. Kiel Schloss, Säulen u. A. Ren. Krempe an Häusern u. Reliefs. Ren. 
Kotzenbüll am Bau vielfach, E. 15. J. spg. 
Ludwigsburg Relief. Ren. Münchneversdorf Haus Ren. Norburg Schloss Bar. Oppendorf Haus Ren. Reinbeck Schloss Ren. Rendsburg Häuser 2, 217. Ren. Schleswig Stadt 3, 332. Ren. u. Bar. 
vgl. Seedorf Torhaus Ren. Sonderburg Schloss 2, 428. Sörup Tfst. rom. Tönningen Chor, Bogensteine; Ren. 
Wesselburen Tfst. Ü. Anm. »Polierter weisser Stein.« 
*Itzehoe, Ranzaudenkmal 2, 482. vgl. Melbeck. h) Roter Sandstein 
kam vom Rhein (1, 432); Heinr. Ranzau be¬ 
zog (2> 383) Höxtersche Plättchen. 
Garding, Piscin. Haselau 1609 Grbst. Olderup Grbst. Sylt, Keitum Tfst. Witting Tfst. Friesische Särge, s. diese, Abt. B. d. Sachübers. i) Allerhand: k) Talkschiefer als Baustein, s. Klein 
Danewerk, Reste. ß) Pirnaer (Sand-)Stein: Breitenburg 2, 
446. Ren. ■y) Fasergips und Alabaster: Amrum, 
Mensaplatte. (f) Siegelerde bezog H. Ranzau mit an¬ 
deren Stoffen 2, 177. f) Allerhand Krystalle u. dergl.: Ploen, 
Lusthaus, Nische. Rocc. 2, 160. 2. Stoff für Da chdeckungu. dergl. a) Kupfer. *Feldstedt. *Gottorf K. u. Cap. * Eckernförde Sacristei spg. *Meldorf Turm. *Ditmarschen, Häuser. Kiel Nie.-Turm. *»Kopperenhus« Gottorf 2, 333. *Reinfeld K. *Troyburg Schloss. Ferner die meisten Bar.- u. Rocc.-Türme. b) Blei 1, 9. 339. 392. 433. 2, 613. Fast alle Kk. der Stifte Ripen und Schleswig, 
wenigstens früher. Südlicher: *Gettorf z. T. 5
		

/Sponsorzy_051_07_0140.djvu

			68 Sachübersichten. A. Kirchenbau. V. Stoff: für Dächer und Fussboden. Stuck. *Heüigenhafen Turm. * Wöhrden. c) Stroh oder Rohr i, 433. Amrum. Föhr St. Johann. „ St. Nie. Klanxbüll. Neukirchen WH. Ockholm. Oland. *St. Peter vor 1593. Sylt, Westerland. d) Ziegel; a) Hohlziegel, Mönch und Nonne; noch z. T.: Heiligenhafen, 
s. Schönberg 2, 183. Westensee. ß) Biberschwänze 
nur Ploen, Joh. K. (nicht im Text). e) Weserplatten. *Meldorf I, 124. *Wilster. * Wöhrden. f) Eisenplatten. *Schierensee Rocc. 3. Fussbodenbelag. Fliesen, vgl. Fayence, 
s. St. Peter 1, 223. Schleswig, Dom, Schwahl 2, 312. Segeberg Pyramide 2, 383: rote aus Höxter, 
weisse aus Gotland. 4. Stuck und anderer Ersatz. An einem Stein-Denkmal in Schleswig, Ren., 
Dom, sind die Hände aus Holz. Aehnlich 
Teile an einem in Kiel, Ren. Zu Gottorf 
sollen nach Schmidt die Giebelkanten 1568 
Holz sein (??). Am Südflügel (1702) ist der 
Haustein fast überall durch PIolz vertreten, 2, 
344. Die Statuen im Garten waren z. T. Holz. a) Stuck. «) Ziemlich viele Denkmäler 2, 308; 
u. A. Ren. die *Segeberger Pyramide, das zu 
Schleswig des Hz. Friedrich, und das zu Lütjen- 
burg z. T., in Barock noch öfter, so zu Kap¬ 
peln. Auch Reliefs in Denkmälern u. A., so 
im Altar zu Rendsburg. 
ß) Stuck für Haustein 2, 2. 528. 
Altenkrempe Portal 12. J. Bordesholm Knäufe 14. J. Brügge Consolen Ü. Burg a. F. 2, 73. 75. Ü., frg. u. spg. Cismar Knäufe in K. u. Kreuzgang 13. J. 
Gottorf Reliefs: Ren. 16. J. 2, 343. 
Grossenbrode Rippen 13. J. Hansühn Kämpfer 13. J. ? Hohenaspe Fensterumgebung rom. Kaltenkirchen rom. Kiel Nie. Knäufe 14. J. „ Kl. K. Knäufe 13. J. Meldorf Schilde am Gewölbe, Knäufe u. A. 13. J. 
Neukirchen LO. Kapelle, Consolen got. 
Neustadt Knäufe 13./14. J. Preetz Kl. Knäufe 13. J, Putlos Reste Ren.? Quern Knäufe 13. J. *Sarau rom. Schleswig Dom, Consolen u. A. got. 2, 390. „ St. Johann, Knäufe rom. 2, 323. 
„ Dom, Lettner spg. Seedorf Ren. Selent Consolen got. Schwansen Gesimsecken. Segeberg Capitelle rom. Stellau Kämpfer rom. oder Ü. Warder Treppe rom. Weddingstedt Bogenfries 12. J. Westensee Knäufe 13. J. ? y) Stuckputz 2, 2. Bergstedt 13. J. Brügge 13. J. Hademarschen rom. Hohenaspe rom. Kaltenkirchen rom. Pronstorf rom. Selent rom. Warder rom. Weddingstedt im Turm. d) Stuckschmuck. Altona Trinit. 1743. Augustenburg 1776. Drült, Ksp. Döstrup, von Tadej (nicht im 
Text). Emkendorf 18. J. Gelting K. u. Haus c. 1770. Glückstadt um 1700, 2, 464. Gottorf 2, 347. Grawenstein 18. J. Hagen 17. J. Hasselburg 1763. Kiel Haus 1, 570. Kletkamp 1676? Ludwigsburg nach 1723. Lütjenburg 16081 2, 141. Mögeltondern Schloss 18. J. Klein Nordsee 17. J. *Oppendorf 17. J. Ploen Lusthaus Rocc. 2, 159 f. Ploen Schloss 2, 159. N. Preetz 2, 164. Probsteierhagen um 1730. Rellingen 1757. Röest 18. J. Rundhof 18. J. Schierensee Rocc. Schleswig Stadt 2, 332 Bar. u. Ren. Seedorf 18. J. Steinberg 18. J.
		

/Sponsorzy_051_07_0141.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. V. Stoff: Stuck. Ziegel. 69 Uetersen 1748. Wahlsdorf 18. J. Wüster Neues Rathaus Ende 18. J. 5. Backstein. a) Masse und Beschaffenheit. 1, 12. 334. 493. 2, 226. 551. s. Broacker. Danewerk 2, 226. Cismar. Lügumkloster. Meldorf 1, 125. *Wesenberg. b) Als Haustein behandelt. 
Apenrade 1, 12 und überhaupt an den Sockeln 
der Anfangsbauten; s. Eggebeck. Brecklum. Sterup. c) Gestempelt: *Leezen vgl. N. d) Formsteine (vgl. Fliesen, Fayence), 
oft glasiert, s. u., an Sockeln, Consolen und 
Bogenfriesen, auch Tür- und Fenstergewänden 
und Gewölben. Sonst, mit feinerer Behandlung: 
Cismar ein Schlussstein. *Flensburg Nicolai 1, 272. Apostelfiguren. 
*Kiel 4 Evangelisten? 1, 559. Warnitz Wigos Kopf. Köpfe, Portale, Platten u. dergl. an Häusern zu 
Barkau. *Bothkamp. Flensburg. Husum. Kiel. e) Tau Stäbe. Flensburg Häuser. Heiligenhafen Südschiff. Husum Häuser. Krempe Rathaus. Neuendorf Anf. 16. J. Rendsburg Rathaus. Wöhrden Haus. f) Backsteine mit Inschriften. 
Bordesholm um 1500. * Cismar 13./14. J.? 1398? Grundhof Kirchhof. Kiel, *1, 548. 549. Lintholm. Schwabstedt Kirchhof. g) Glasierte Ziegel. An besonderen Gliedern. Cismar. Flensburg Nie. Grossenbrode. Haseldorf. Heiligenhafen. Kiel Kl.-K. Meldorf (Pfeiler). Lügumkloster. Neustadt K. Oldenburg Chor. P^tersdorf. Quern. Rieseby. h) Ziegel in Wechselschichten, 
oder ähnlich, zur farbigen Belebung des Mauer¬ 
werks. St. Annen Haus Ren. Bargum. Bjolderup. Buhrkall. Bredstedt. Burg a. F. Turm. Enge. Flensburg Nie. Hemmingstedt. Kiel. Lehe 1, 140. Neuendorf. Nübel i. A. Oldensworth. Schleswig 2, 293. Schwansen. Tondern Turm. Wewelsfleth Häuser. i) Verband. 1. Gotisch gewöhnlich, d. h. i Binder auf 2 Läufer. | [ [ j |-| j 1 | [ |_| | ; ! [ Ueberall in mittelalterlichen Bauten da, wo es 
nicht ausdrücklich anders angegeben wird. Wendischer: je 1 Binder und 1 Läufer ! ! H i ! H an den meisten Apsiden; so Altenkrempe. St. Annen 1501 ? Barlt 1426? z. T. Blekendorf Turm 15. J. Broacker z. T. Büsum ? Eckernförde meist. Esgrus Turm. Flensburg Nie. z. T. Hadersleben z. T. Heide z. T. Hemmingstedt Westseite Ren. Hohenaspe 16. J. Husby Turm. Klippleff z. T. Kollmar 15. J. Lensahn Turm z. T. Marne z. T. Meldorf z. T. Nübel i. A. z. T. Neuenkirchen i. D. Anbau. „ CrM. Pellworm A. K. z. T. St. Peter Schiff.
		

/Sponsorzy_051_07_0142.djvu

			70 Sachübersichten. A. Kirchenbau. V. Stoff: Ziegel. Mörtel. VI. Mauergliederung, Rieseby. Seester meist. Sierhagen Nebenbau. Tönningen Südseite. Weddingstedt Chor. Wesselburen. Wöhrden Haus 1519. 2. Neuer Verband (Block- und Kreuzverband) sehr frühe 1, 196. 
Bredstedt. Flensburg Nie. Ostteil. Föhr St. Joh. Sacr. z. T. Kathrinenheerd Chor. Kating z. T. Kotzenbüll spg. Pellworm, A. K. Ü. Poppenbüll. Sörup Turm. Wewelsfleth. Witzworth Chor. 3. Zierverbände. In Blenden: Apenrade Ü. Schobüll Ü. Wöhrden Ren. In Fachwerk 2, 5. 528. Öfters mit Wind¬ 
mühlen (w.). Brodau. Kellinghusen (w). Preetz 2, 164 (w). Schönberg (w). Schönkirchen 1, 546 (Donnerbesen). Wöhrden. 6. Mörtel. Vgl.: Brügge. Danewerk 2, 226. Hansühn. Lügumkloster. Oldenburg 2, 58. 
s. Preetz 2, 166. Wüster *Kirche. VI. MAUERGLIEDERUNG. 1. Sockel. Vgl. i, 389. 2, 391. Sockellos die meisten 
des einfachsten Grdr. in Südschleswig und 
Holstein, in Holstein überhaupt alle Granit¬ 
bauten ausser Nüchel. Ziegelbauten des 12./13.J. 
haben Sockel, andere sehr selten. Vgl. Amrum. 
Jemehr nach dem Norden und nach Ripen zu, 
desto regelmässiger hat eine Kirche einen 
Sockel (in Hjerting fehlt einer); stets haben 
ihn die ripischen Tuff- und die romanischen 
Hausteinkirchen Nordschleswigs und Angelns. 
Aeusserst roh: Alsen. A. Granit- und Tuffbauten. a) Angeschrägt, d. h. mit einer Schrägen 
(Schmiege) schliessend. Hjerndrup. Uk. Warnitz. Wonsbeck. Aastrup. Bjerning. Gram. Grarup. Halk. Hellewadt. Hoptrup. Medolden. Nüchel. Nustrup. Oxenwadt. Reisby. Roager. Rödding. Vgl. Segeberg, Ostwand. Selent, Turm (spg.?). Wilstrup. Wodder. b) Angekehlt, also mit einer Kehle statt der Schrägen, oft 
davon nicht zu unterscheiden: Langenhorn. Tieslund. Bramdorp. Dahier. Fjelstrup. Gram. Halk. Hoyer. Jels. Keitum. Lintrup. Mauxtrup. Moltrup. Randrup. Rödding. Scherrebeck. Schrustrup. Stepping. vgl. Westerland. vgl. Föhr St. Joh. c) Angerundet, also mit Viertelstab schliessend statt der 
Schmiege oder Kehle: Eken. Hörup. Agerschau (Tuff). d) Reichere Sockel, 
gewöhnlich mit Kehle und Wulst, also glocken¬ 
linienförmig, schliessend. Bjolderup. Dreisdorf. Halk.
		

/Sponsorzy_051_07_0143.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. VI. Mauergliederung: Sockel. Gesimse. 71 Klippleff. Osterlügum. Quars. Ries. Tieslund. Ulderup. Aller. Arild. Bau. Bjolderup. Brede. Bröns (Tuff). Ekwadt. Enstedt. Feldstedt. Fjelstrup. Halk. Hammeleff. Höirup (Tuff). Medolden. Oxen watt. Pellworm A. K. (Tuff A.) Sockel Sandstein. 
Ries. Spandet (Tuff, Zgl.). Toftlund. Tyrstrup. Witting. Vgl. Hooge. e) Sockel in attischer Gliederung. 
Holebüll Ü. Quern (Fehlst, oder Haust.). Satrap i. A. Wonsbeck. Ballum Tuff. Beftoft. Bröns (Tuff). Fohl. Frörup. Gram. Hoyer. Htigum. Husby. Jerpstedt. Lintrap. Munkbrarup. Norderbrarup. Osterlinnet. Schleswig Dom (auch Ziegelbau). Schottburg Tuff. Schrau. Schrustrup. Sörup. Wodder. Anm. Sockel mit Eckköpfen. Aller. Ekwadt. Fjelstrup. Frörup. Hadersleben. Hjerndrup. Jels. Keitum. Rödding. Stepping. Tieslund. B. Ziegelbauten. Ohne Sockel, oder nur mit nicht vorstehendem 
Granitunterbau (s. Rüllschau): sehr viele. Die 
Preetzer Kloster - Kirche (13. J.) erhielt ihren 
Granitsockel im 15. J. 2, 165. a) Granitsockel. 1. Angeschrägt. Bordesholm (hochgot.). Humptrup rom. Rendsburg 13. J. 2. An ge kehlt. Humptrup rom. Warnitz rom. 3. Sonst (spätrom.). Apenrade. Lügumkloster (att.). Nordlügum. b) Ziegelsockel. I. Angeschrägt; lauter 13. J. 
Apenrade. Bannesdorf. Grossenbrode. Kiel Kl.-K. Landkirchen z. T. 2. Angerundet. Altenkrempe rom. 3. Geschrägt und gekehlt oder ge¬ 
rundet: durchweg 13. J. Brecklum. Burg a. F. Cismar. Eggebeck. Haseldorf. Heiligenhafen. Landkirchen. Lügumkloster. Neukirchen LO. Petersdorf. Rieseby. Schleswig, Dom Chor. Schwansen. Sterup. Viöl. 4. Attisch: Broacker, sprom. 2. Gesimse. A. In Steinbauten, nur an Apsiden (s. S. 64); und zu Wedding 
stedt (Stuck). B, In Ziegelbauten. a) Deutsche Bänder 
(Stromschichten) — ähnlich zu Hadersleben 
am Südflügel — sehr vielfach, z. B.: 
Aller.
		

/Sponsorzy_051_07_0144.djvu

			7 2 Sachübersichten. A. Kirchenbau. VI. Mauergliederung: Gesimse. Altenkrempe. Bargum. Beydenfleth. Buhrkall. Eckern förde. Flensburg Marien. Grossenbrode. Hattstedt. Kahleby. Landkirchen. Mögeltondern. Neukirchen LO. Odenbüll. Sterup. Tönningen. Witting. Wodder. b) Rundbogenfriese. 
Altenkrempe. Bannesdorf. Bröns. Buhrkall. Bülderup. Burg a. F. Föhr St. Joh., steigend. Föhr St. Laur. Grossenbrode, auch steigend. Hadersleben. Hattstedt. Heiligenhafen. Hoist. Hostrup. Landkirchen. Lügumkloster. *Lütjenburg. *Meldorf i, 125. Mögeltondern. Neuenbrook. Neuenkirchen CrM. steigend. Neustadt. Norburg. Nordlügum (bes. Art). Schleswig Dom 2, 287. *Segeberg 2, 374. 
vgl. Starup. Tönningen s. d. Weddingstedt Stuck! Zarpen. c) Doppelbogenfriese 
(sich schneidende Rundbogen), oft mit einem 
deutschen Bande darüber. Brecklum. Broacker. Eggebeck. Hadersleben. Haseldorf. Hattstedt. Hürup. Mildstedt. Mögeltondern. Neuenkirchen CrM. Norburg. Oldensworth. Rieseby. Rüllschau. Spandet. Sylt: Keytum. Tönningen. d) Spitzbogenfriese. 
Föhr St. Joh. Apsis. Hattstedt. Kiel Nie. I, 550. Neustadt. Petersdorf. Zarpen. e) Rautenfriese. Ballum. Bröns. Pellworm A. K Turm. Sylt: Keytum. f) Gradschenkelbogenfries, 
(Winkelf ries). Beydenfleth. Hattstedt. Horsbüll. Klanxbüll. Mögeltondern. Odenbüll. Rodenäs. Schobüll. Zarpen. g) Treppenfries. Arild. Föhr St. Laur. Horsbüll. Hostrup. Neukirchen WH. Osterhever. Roager. Schads. Schobüll. Starup. Sterup. Sylt. Uberg. h) Andere Gesimse alter Form 
Bannesdorf. Cismar. Fjelstrup Vierpassfriese. Flensburg. Hadersleben Vierpässe. Heiligenhafer.. Neuenkirchen CrM. Petersdorf. Preetz 2, 168. Schwansen Karnies. *Segeberg 2, 374. *Wesenberg. Westensee reichgeformt. Zarpen. i) Spätgotische Gesimse. 
St. Annen 1571.
		

/Sponsorzy_051_07_0145.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. VI. Mauern: Gesimse. Blenden. VII. Oeffnungen. y^ Borsfleth. Bredstedt. Eckernförde. Föhr St. Nie. Garding. Kathrinenheerd. Maugstrup. Oldensworth. Pellworm AK. Poppenbüll. Quern Turm (s. Maugstrup). T etenbüll. Wewelsfleth. 3. Kaffsims. Elmschenhagen 1867. Hütten spg. Kotzenbüll spg. Pellworm AK. Ü.? Petersdorf frg. Schleswig Dom, Chor. Tetenbüll got. Tönningen 1633. 4. Gesimse Ren. Büsurn. Eckernförde I, 169. Hemmingstedt. Heide I, 79. Münchneverstorff. Wöhrden. Zgl. am Granitbau: 
Sehestedt 16. J. Gr. Wiehe. 5. Blenden, 
a) Kreuze. Albersdorf. Bannesdorf. Fjelstrup. Grube. Halk. Uelsby. b) An Giebeln. Aller. Blekendorf. Bramsted t. Bredstedt. Eckernförde. Enge. Fjelstrup. Flensburg St. Joh. Grömitz. Hoptrup. Hoyer. Jerpstedt. Kiel, Kl. K. Lügumkloster. Neustadt K. Neustadt Spitalk. Oesby. Satrup i. S. Schads westlich. Schleswig Gr. Kloster nördl. Sieseby. UlkebüU' westlich. *Wesenberg. V c) Blenden für Heiligenbilder und dergl.; östlich öfters in 
Strebepfeilern. Flensburg Nie. „ Marien. Grarup. Grömitz. Hoptrup. Lensahn. Lunden. Neustadt Spital. Odenbüll N.-Ost. Oesby. Petersdorf. Tandslet. Neben und über dem Portal. 
Bredstedt spg. *Münsterdorf. Neuendorf 1504. Neukirchen LO. südlich 14. J. ? Quern Westtür. Tondern Turm. »Wunderbare Nische« westlich: 
Schleswig St. Joh. 2, 323. d) Blenden auf der Nordseite in den 
3 Fehmarschen Kirchen: Burg a. F. Landkirchen. Petersdorf. A. Portale. Lage 1, 8. 25. 2, 2. 1. Romanische, 
a) Vollständigere. Aller. Altenkrempe Z. Bau. Beftoft. Borby. Grundhof. VII. ÖFFNUNGEN. Havetoft. Hoist. Hügum. Leck. Lügumkloster. 
Munkbrarup. 
Neukirchen LO. Z. Ü. 
Norderbrarup. 
vgl. Nüchel Ü. 
Oldenburg Z. *Rieseby.
		

/Sponsorzy_051_07_0146.djvu

			74 Sachübersichten. A. Kirchenbau. VII. Oeffnungen: Portale. Schleswig Dom 2, 287. „ St. Johanniskloster. Scherrebeck. Schottburg. 3 Sörup. Sylt: Keytum. „ Morsum. Toftlund. Tyrstrup. Ulsnis. b) Einfachere, oder Reste. Abel. Althadersleben. Beftoft. Dahier. Eggebeck. Esgrus. Fahrenstedt. Fjelstrup. * Föhr St. Joh. 11 » Laur. Handewitt. Hörup. Husby. Jerpstedt. Kosel. Moltrup. Munkbrarup. Osterlinnet. Oewersee. Oxen watt. Randrup. Scherrebeck. Schleswig St. Joh. Schrau. Schwabstedt. Klein-Solt. Thumby. Toftlund. Viöl. Witting. , Wodder. 2.Uebergangsstilu. frühgotisch: Aventoft Z. Blekendorf H.-Ü. Boren Z. Burg a. F. Z. Dänischenhagen H.-Ü. Z. Grossenbrode Z. Haseldorf Z. Horsbüll Z. 2 Hörup Z. *Itzehoe 2, 479 Z. Klanxbüll Z. Landkirchen Z. Lensahn Z. Lintholm Z. Meldorf, mit Wirtelstäben Z. Mögeltondern Z. Neuenkirchen CrM. Z. Neukirchen WH. Z. 3 Neustadt Z. Nüchel H. Pellworm A. K. Petersdorf Ü. und got. Z. Quern mit Wirteln Z. Preetz frg. Z. 2, 168. Schenefeld Z. Schleswig Dom 2, 291. 293 Z. Schobüll Z, Schönkirchen Z. Weddingstedt Z. *Wesenberg Z. Westensee Z. Witzworth Z. 3. Spätgotisch. St. Annen 1571. Bredstedt. Brügge. Burg a. F. Turm, auch Sacr. (nicht im Text). 
Gettorf Turm. Grube. Kotzenbüll. Lensahn. *Meldorf südlich. Neuendorf 1504. Neuenkirchen i. D. 4. Ren. Gottorf 2, 343. Husum 1, 469. Kiel 1, 573- *Oppendorf. Sonderburg Schloss, Grufteingang. Troyburg Reste, 16. J. Wüster Rathäuser. 5. Barock und jünger. Brecklum um 1700 1, 446. Glückstadt 1697 2, 465. Gottorf 2, 343. Itzehoe bar., 2, 490. Kiel Schlossportal 1, 567. Klein-Nordsee 1701. Nüchel 1692. Tondern Stadt, etliche. Troyburg Hofportal. Wandsbeck Kirche. Anmerkung. «) Abdeckung der Oeffnungim Dreieck. 
Brügge. Grossenwiehe. Hansühn. Lensahn. Sieck. Wallsbüll. Wesenberg. ß) Durch Ueberkragung. 
Altenkrempe im Turme. y) Türflügel. 1. Gotisch. Gottorf. *Kiel, Nicol. 1, 554.
		

/Sponsorzy_051_07_0147.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. VII. Oeffnungen: Portale. Fenster. 75 2. Ren. Flensburg i, 281. Husum 1, 467. 469. Krempe Rathaus. Ranzau bemalt 1593. Röest. Schleswig in Häusern, u. A. im Bardenfl. Stift; mit Beschlägen. Wüster Rathaus. 3. Mit Klappöffnung. *Lehe 1, 140; eine ist erhalten, nemlich die 
Haupttür des Pesels. Schwabstedt I, 506. Süderstapel vgl. Beschläge, Abt. B. B. Fenster, 1. Romanische Fenster paare mit Mittelsäulchen. Kaltenkirchen Turm? 
vgl. Neukirchen LO. Ü. 2. Besondere Formen rom. Apenrade Apsis. Bröns. Keytum (Sylt). Rieseby. Sohlbank abgestuft. Apenrade Apsis. Eggebeck. 3. Gotisch, angeordnet wie die romanischen gepaarten; häufig; u. A.: Blekendorf Turm. Kiel Nie. Turm. *Krempe Turm. 4. In Granitkirchen, Bogen aus Einem Stück 1, 339, auch: 
Ekwadt. Jerpstedt. Osterlügum. 5. Rundb. Fenster zu je zweien 
in einem Joche, bezw. in den Chorseiten. 
Im roman. Granitbau verbreitet in Ditmarschen 
1, 53 und dessen Umgegend. 
Albersdorf. Altenkrempe Z. Apenrade Z. Bjolderup. Böel Z. Borby. Brecklum Z. Brügge Z. Burg a. F. Z. Bülderup Z. Delve. Föhr St. Joh. Z. „ „ Laur. Kreuzflügel? Z. „ „ Nicol. Z. Hadersleben Z. Hansühn. Haseldorf Z. Humptrup Z. Karlum Z. Kellinghusen. Klanxbüll Z. Kosel. Kropp. Landkirchen Z. *Leezen. Lunden. Lütjenburg Z. Neuenkirchen CrM. Z. Oldenburg Z. Pellworm A. K. (Tuff). Rapstedt. Rodenäs Z. Schenefeld. Schleswig Dom 2, 289 Z. „ St. Joh. Kl. (Tuff). Schwabstedt. Süderstapel. Sylt: Keytum? Z. (Tuff). „ Morsum (Tuff). Tellingstedt. Viöl; auch Spandet, Witting und andere Tuff¬ 
kirchen. 6. Uebergangsstil. a) Dreierfenster im Osten , 
an den Seiten gewöhnlich Fensterpaare. 
Agerschau. Bannesdorf. Beftoft rdbg. Beydenfleth. Bramstedt ? (Elmshorn, gleichhoch.) Grossenbrode. (Grube, gleichhoch.) Heiligenhafen. Hohenaspe. Hörup. Landkirchen. Lügumkloster. ? Meldorf. Mögeltondern rdb. Munkbrarup. Neukirchen LO. Norderbrarup. Schwansen. *Wesenberg. b) Gepaarte Fenster, spitz. 
Hellewadt nördlich. Schobüll auch östlich. c) Falz des Ueberg. - Stils - Fensters 
spitzwinklig. Holebüll. Pellworm A. K. Tating.
		

/Sponsorzy_051_07_0148.djvu

			J7Ö Sachübersichten. A. Kirchenbau. VII. Oeffnungen: Fenster. Chorbogen. Nischen. d) Mit Umlaufwulst im Gewände. 
Bannesdorf. Grömitz. , Landkirchen. Lügumkloster. Schleswig Sacr. 2, 305. 7. Kreisfenster. 
Altenkrempe Z. westlich, Ende 12. J. 
Bordesholm 16. J. Z. 1, 524. Eggebeck Z sprom. westlich. Grömitz 13. J. Chor. Grube 14. J.? Z Chor. Heiligenhafen spg. ? Z. Landkirchen westlich; Ü. Z. Nüchel Ü. Chor. Selent Ü. Chor. Süderstapel rom. Osten. Zarpen Z Ü.; westlich. 8. Gotische Masswerkfenster 
und Reste. Burg a. F. Cismar. Elmshorn. Flensburg St. Mar. 1, 263. Föhr St. Joh. Gettorf. *Heiligenstedten. Kotzenbüll Sdst. Lensahn. *Lütjenburg. Neustadt. * Oldenburg Sdst. (?). Preetz 2, 168. 9. Ren.-Gestäbe. Flensburg St. Nie. Ostfenster, Sdst. C. Chorbogenkämpfer. i. Angeschmiegt. Dreisdorf. Fjelstrup. Moldenit. Nustrup. Olderup. Oxenwatt. Pellworm A. K. Schwabstedt. Starup. Sylt, Keytum. Uberg. 2. Viertelstab. Bramdorp. Broacker. Schobüll. Wodder. 3. Gekehlt. Eggebeck. Hansühn. Ilöirup. Lintrup. Quern. Reisby. Sylt: Morsum. Viöl? Witting. 4. Rundstab. Atzbüll. Ballum. vgl. Kiel Kl.-Kirche 1, 562. Kosel. Medolden. Uk. 5. Sonst einfach. Dahier bandf. Erfde. Ekwadt. Hjerndrup bandf. Kaltenkirchen (Stuck). Randrup: Karniesform. 6. Zusammengesetzt. Agerschau. Aller. Bröns. Enstedt. Hansühn z. T. Hattstedt. Hügum. Loit i. L. Meldorf an d. Pfeilern 
Randrup. Rieseby. Scherrebeck. Schrau. ! Sörup. I Tieslund. { Anm. Chorbogen übergreifend 1, 389. 
Agerschau. Bramdorp. Ekwadt. Hj ei ting. St. Peter. Randrup. Rödding. Tieslund. D. Chorbogennischen (Nebenaltarnischen) 1, 392. Agerschau. Amrum. Arild. Bordelum. Broacker. Eggebeck. Enstedt. Hattstedt, besondrer Art.
		

/Sponsorzy_051_07_0149.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. VII. Oeffnungen. VIII. Gewölbe. 77 Höirup. Hoist. Humptrup. Hürup. Klanxbüll. Neukirchen WH. Nübel i. A. Roager. Schobüll bes. Art. Spandet. Sylt: Morsum. Süderlügum. Vgl. Oldensworth. In Lütjenburg sind 2 neben dem Turm¬ 
bogen gewesen, also von umgekehrter Richtung 
wie die gewöhnlichen. Nischen in den Gewänden selbst: 
Broacker mittlerer Turmbogen, 
vgl. Gottorf 2, 344. E. Schrankblenden, gewöhnlich im Uebergangsstil. 
Apenrade i, 13. Burg a. F. (auch spg. im Chore). Esgrus. Garding. *Handewitt spg.? Haseldorf. Landkirchen. Lensahn Chor, spg. Neukirchen WH. Preetz. Schobüll. * Wesenberg. F. „Beichtloch“ eine Oefihung, wie ein kleines Fenster, zwischen 
Sacristei und Chor neben der Türe. Föhr St. Joh. VIII. A. Einschiffige Kirchen, ganz oder fast ganz gewölbt, 
n: nachträglich (dann stets spätgotisch) ge¬ 
wölbt; vgl. 1, 339. 393. Apenrade Ostteil, Kreuzform. Braderup n. Büsum spg., z. T. *. Cismar frg. Flensburg St. Joh. n. Föhr St. Joh. Ostteil, Ü. Kreuzform. „ „ Nie. Ü. » » Laur- n- Gettorf n. Grossenbrode *. Halk n. Hoptrup z. T. — n, Kreuzform. Hoyer Ü. Kreitzf. Klanxbüll Ü. Kotzenbüll * spg. Kreuzf. Krusendorf 1733. Lintholm Ü. *. Lütjenburg Ü. Oesby got. (n?). St. Peter Chor, z. T. rom. Gewölbe. Lensahn n. ? Loit i. L. n., Kreuzf. 'Neukirchen WH. Ü. Norburg n. Nordlügum n. Nübel i. A. n. Oewersee n. Rapstedt n. Rieseby n. Satrup i. S. n. Schleswig, St. Joh. n. (got.). Schwansen n. Selent n., kreuzf. GEWÖLBE. Sieck * Ü. Sieseby n. Siewerstedt n. Stepping n. Süderlügum n. Waabs n. * Wesenberg Ü. Wilstrup kreuzf. n. Zarpen Ü. B. Beschaffenheit der Gewölbe. i. Gewölbe aus Granit. In den Vizelinschen Kirchen: Turmgewölbe, 
Apsis- und Chorgewölbe; so 
Pronstorf z. T. Warder, ferner wol alle ursprünglichen Apsisgewölbe 
in Granitkirchen. * Albersdorf Turm. *Landkirchen Gefängnis 2, 65. Linden 1, 90. Weddingstedt Turm. 2. Tonnengewölbe, im Profanbau fast gewöhnlich, vgl. Gottorf. I Agerschau, Sacr., etwas spitz. [ Altenkrempe. Bordesholm, Kapelle I, 523. Broacker, Turm z. T. Gottorf, Zimmer, Keller. Oesby, Beinhaus z. T. Weddingstedt Turm. 3. Kämpfergesimse überall an roman. Gewölbstützungen; aber auch 
Hohenaspe sptstg. Krusendorf 1733. I Roager.
		

/Sponsorzy_051_07_0150.djvu

			73 Sachübersichten. A. Kirchenbau. VIII. Gewölbe: Arten. Rippen. Sieseby 16. J. ? Sonderburg Ren. Tondern Ren. 4. Rippenlose Kreuzgewölbe. a) Rom. und Ueberg.-Stil. 
Altenkrempe. Brecklum Turm. Broacker. Burg a. F. Grossenbrode. Kiel Nie. *Sacr. (??). *Landkirchen Chor. Lütjenburg sonst. *Schlamersdorf. Tating. b) Ren. unter Anderen: Glücksburg. Mögeltondern Gruft. Munkbrarup. Ploen Schloss mehrfach. Ranzau. Sonderburg Schloss 2, 429. Tondern Schloss Torhaus. 5. Rippen nur an geblendet, in den Ueberg.-Stilbauten der Regel nach; so 
Hoyer. Klanxbüll. Meldorf. 6. Gewölbe sechsteilig. Norburg. Notmark. Satrup i. S. 7. Gewölbe achtteilig gewöhnlich mit Rippen von Wulstprofil. 
Apenrade (Kleeblattprofil). Bannesdorf (unprof.). Brügge (Birnstab). Föhr St. Joh. (gemischt). Hadersleben (Kleebl.). Hoyer. Klanxbüll. Lügumkloster (Kleebl.). Meldorf (gemischt). Mögeltondern. Neukirchen WH. Rodenäs. Schleswig Dom. Sonderburg Kirche. Sörup Chor unprof. 8. Achtteilige spätg. Gewölbe, Rippen gewöhnlich unprofiliert. 
Althadersleben Turm. Arild. Beftoft. Bjerning. Bordesholm Sacr. [ Eken. I Esgrus. Fjelstrup z. T. Hellewadt 1549? Hoptrup. Loit i. L. Moltrup Turm. Nordlügum. Notmark. Oesby. Osterlügum. Oxenwatt. Rieseby. Scherrebeck. Spandet. Stepping. Tingleff (Rippenprof.). Törninglehner Türme gewöhnlich. Ulderup. Wilstrup. 9. Sterngewölbe. Föhr St. Johann. Kiel Nie. *. Meldorf (Chor) *. Osterlügum (Turm). Schleswig St. Johann Kirche. Selent. Sonderburg Schlosskapelle (Ren.) 2, 429. 
Tondern Hauptschiff (Ren.). 10. Spielende Formen. Bröns Apsis, 
j Flensburg Nie. z. T. Sieseby Chor. ii. Rippenprofile, 
a) Wulste, u. A.: (vgl. 8teil. Gewölbe). 
Altenkrempe. Föhr St. Joh. » „ Laur. Neukirchen WH. Schleswig Dom. Selent. Sonderburg 2, 420. b) Zugeschärfte Wulste. Cismar. Föhr St. Johann. Lensahn ? Meldorf 1, 126. c) Kleeblattförmig. Apenrade. Föhr St. Joh. Hadersleben i, 290. Hoyer. Lügumkloster, Kirche und Kloster. Schleswig, Dom. d) Nur rechteckig — in spg. Bauten, aber 
auch Ü.: Bannesdorf.
		

/Sponsorzy_051_07_0151.djvu

			Sachübersichten. A. Kirchenbau. VIII. Gewölbe: Arten. Stützen. 79 Burg a. F. Föhr St. Joh. Heiligenhafen. Meldorf. Sörup. e) Einfach gekehlt. Atzbüll. Hennstedt. Hütten 1520. 
vgl. Kosel. f) Birnstabrippen, in besseren gotischen Bauten gewöhnlich; auch: 
Brügge. Heiligen hafen. Landkirchen. Lügumkloster westlich. Pellworm Turm. 12. Hangender Gewölbschluss. Altenkrempe. Apenrade. Gottorf Turm 2, 341 (spg.). Neukirchen WH. Schleswig Dom, 3. Joch 2, 290. *Sonderburg Turm 2, 429 (daselbst nicht im 
Text). 13. Gewölbe zwischen Balken¬ lagen. Ahrensburg K. 1596. 14. »Lampetten« und ähnliche An¬ 
hänge an den Rippenkreuzungen, so¬ 
wie Schilde, Sterne am Gewölbe: 
Ahrensburg 1596. Bordesholm spg. Flensburg Mar. Ren. „ Nie. Ren. „ Hl. Geist Ren. Gottorf Hirschsaal 2, 347 Ren. *Itzehoe s. Fig. 1409 Ren. Meldorf Ü. Oewersee Ren. Schleswig Dom 2, 290 Ü. *Segeberg Chor spg. Sonderburg Cap. Ren. 2, 429. Tondern Ren. 15. Emporen, sowie Nonnen¬ chöre. Bordesholm. Schleswig Dom 2, 293. „ St. Joh. 2, 324. *Preetz Kl. K.| Spuren. C. Gewölbstützen. 1. Rom. und Ueberg. a) Viereckig. *Neumünster. Oldenburg. * Schleswig St. Mich. b) Rund. * Schlamersdorf. Segeberg z. T. c) Halbsäulen. s. Agerschau. Lütjenburg. Munkbrarup. Oldensworth. Tönningen. d) Zusammengesetzt, 
gewöhnlich Rechteck und Halbsäulen. 
Altenkrempe. Burg a. F. (ohne Halbs.). Hadersleben. Lügumkloster. Meldorf. Schleswig Dom. Segeberg — (hier z. T. von langgezogener 
Vierpassform). 2. Gotisch. a) Rechteck, gew. mit Anlagen. 
Bordesholm. Burg a. F. Hohenaspe. Preetz Kl.-K. Schleswig, St. Joh. Kl. Saal 2, 326. b) Rund. Eckernförde. Flensburg St. Mar. „ „ Nie. „ Hl. Geist. Heiligenhafen. *Hütten Haustein 1520. Schleswig St. Joh. Nonnenchor 2, 324. » » ,, Remter 2, 326. „ Gottorf Saal 2, 345. Sörup Turm. c) Achteck. Bordesholm. Burg a. F. Heiligenhafen. Kiel Nie. Landkirchen. Meldorf Südschiff. d) Kreuzförmig, 
auch weiter zusammengesetzt. 
Petersdorf. Rendsburg St. Mar. Tondern 1591. e) Sonst zusammengesetzt. 
Flensburg St. Mar. Hadersleben. Kiel Kl.-K. Neustadt. Schleswig Dom, Chor.
		

/Sponsorzy_051_07_0152.djvu

			8o Sachübersichten. A. Kirchenbau. IX. Säulen. Verzierungen. IX. SÄULEN. VERZIERUNGEN AN KNAUF UND KÄMPFER. 
SONSTIGE ORNAMENTE. A. Säulen und Zubehör aus Haustein an den besseren 
roman. Portalen, s. S. 73, Halbsäulen an Ap¬ 
siden, so zu Sörup; sonst: 
Bordesholm Sacr. *Hütten K. Schleswig Dom Dreisitz 2, 301. „ Gottorf 2, 345. Segeberg Sacr. 2, 382. 1. Achteckige Säulen rom. oder Ü., vgl. Altenkrempe Gewölbstützen. 
Cismar. Fjelstrup. 2. Desgl. spätgotisch. *Kiel Nie. Sacr. Preetz 2, 174. 3. Säulen Ren. Kl. Danewerk Reste. Kiel Schloss: Portal, Hoflaube, Säle. Reinbeck Schloss. Schleswig, Gottorf Portale. B. Knäufe. 1. Ziegelwürfel. Altenkrempe. Föhr St. Nie. Hadersleben. Lügumkloster. Lütjenburg. Meldorf. Petersdorf. Segeberg. vgl. Bordesholm 1, 523- 
Segeberg 2, 382. 2. Würfelcapitelle. Hadersleben. Lügumkloster. Schleswig Dom 2, 289. Segeberg. 3. Verzierte Capitelle u. dergl. s. Cismar frg. Kiel Nie. got. „ Kl-K. frg. Lütjenburg frg. (Ü.). Neustadt frg. Munkbrarup rom. Portal. Pellworm Apsis. Preetz Kl.-K. frg. Schleswig Dom : Ü., frg., spg. auch im Schwahl. 
_ St. Joh. Portal rom. 2, 323. „ „ Michaelis 2, 313. „ Gottorf spg. Saal 2, 345. Segeberg rom. Westensee frg. 4. Kelchcapitelle. Cismar frg. Meldorf. Schleswig Dom, Dreisitz 2, 301. 5. Faltencapitäl. Lügumkloster Dreisitz. C. Merkwürdige Steine: Vgl. Inschriften, Malsteine u. dergl. Abschn. B 
der Sachübersichten. *Bülderup mit Kreuz. Eken. Fohl mit Kreuz. Föhr St. Joh. »Grundstein«. *Kahleby. Mildstedt mit »Hufeisen«. Mögeltondern. Schrustrup. 2 Sylt, Keitum wesü.
		

/Sponsorzy_051_07_0153.djvu

			AUSSTATTUNG. B. GEGENSTÄNDLICHES, I. KLÖSTERLICHES. Domkapitel s. Hadersleben i, 352. 358. Schleswig 2, 330. Klöster in Friesland 1, 433. i. Klöster. s. Altenkrempe. Bordesholm Äug. Chorh. 1332. Cismar Bened. 1238. Flensburg Franc. 1263. Guldholm Cist. 1192—1210 1, 305. 
Hemmingstedt, Nonnen 1500—1516. 
Hadersleben, Domin. 1227. Zu: Hadersleben Franc, s. den neuen N. 
Högerstorf 1138—56. Husum Franc. 1494. Itzehoe Cist. Non. nach 1220 2, 485. Kiel Franc. 1240. 
s. Kuhof 2, 55. Lügumkloster Cist. 1173. Lunden Franc. 1516. 
s. Marne I, 121. Meldorf Domin. 1319. Münsterdorf 834 cella. Morkirchen Antoniter Chorh. 1391. 
Neumünster Aug. Chorh. 1126—1332. „ Aug. Nonnen 1498. Neustadt Aug. Nonnen 13. J. Oldesloe Franc. 2, 469. 
s. Petersdorf N. Ploen Aug. Nonnen 15. J. Preetz Bened. Nonnen Anf. 13. J. Reinbeck Cist. Nonnen Anf. 13. J. Reinfeld Cist. 1190. Rukloster (s. Glücksburg) Cist. 1210. 
Schleswig Bened. 12. J. „ Bened. Nonnen um 1200, St. Job. 
„ Dominikaner 1235. „ Franc. 1240, Graues Kl. Segeberg Aug. Chorh. 1134 2, 382. Tondern Domin. 1227. „ Franc. 1238. Uetersen Cist. Nonnen 1237. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. 2. Klause. Klues 1, 288. Ploen 2, 156. 3. Klosterkirchen. Bordesholm 14.—16. J. Cismar 13. J. Kiel 13. J. Lügumkloster 12./13. J. Preetz 13. J. Schleswig St. Joh. 12. J. ? Segeberg 12. J. 4. Kreuzgänge. Schleswig Dom. „ St. Johann. Teile, Reste oder Spuren davon. Bordesholm got. Cismar frg. Itzehoe 2, 485 got. ein Flügel. Kiel 1, 565 frg. ein Teil. Lügumkloster ü. Meldorf I, 138. 
s. Preetz 2, 165. Schleswig Gr. Kl. Uetersen. 5. Teile von Klosterbauten. Bordesholm. Flensburg. Kiel. Lügumkloster Preetz. Schleswig, St. Joh. und Graues Kl. Anlage der Klöster, vgl. Husum. Lunden. 
III. 6
		

/Sponsorzy_051_07_0154.djvu

			32 Sachübersichten. B. Gegenständliches. II, I. Schutzheilige an Kirchen u. Altären. II. KIRCHEN UND IHRE EINRICHTUNGEN. i. Schutzheilige. (Klöster eingerechnet, Nachreformatorisches aus¬ 
geschlossen.) Abkürz.: A: Altar. C: Capelle. K : Kirche. 
V: Vicarie. Kl.: Kloster. L: Lehn. B: 
Brüderschaft, m. and.: mit anderen Patronen. 
Vgl. »Glockennamen«. «Adolf VIII. Graf«: C Schleswig Dom. Agnes: 2 A Itzehoe m. and. Alleheiligen: A Itzehoe m. and. Andreas: CA Apenrade. K Emmerleff. V Flensburg Duborg. K Gaikebüll. A Hadersleben. A Hostrup m. and. K Hütten mit Nicol. A Itzehoe 1430. K Kiel Nie. mit Nicol. K Roager. A Schleswig Dom. A „ St. Joh. K Sommerstedt. Schrank zu Süderstapel. K Weddingstedt. K Wonsbeck. Anna: V Adelby. K Annenkapelle. K St. Annen. C? A Apenrade. Commende Bredstedt. L Bupsee. A Flensburg St. Toh. m. and. „ „ St. Mar. V und C oder A Flensburg St. Nie. m. and. V Grundhof. CA Hadersleben an St. Mar. L *Hamm. V Hattstedt. K Herzhorn. K Jels. «Kl« Kiel 1, 566. C Klues? V Koldenbüttel. L Odenbüll. L Pellworm A. K. A Preetz Kl. C *St. Jürgen zu Probsteierhagen »Anna 
vidua« und and. V Quern. AV Schleswig Dom. „ „ St. Joh. V Schönberg. C Süderstapel. K Tetenbüll? L Trindermarsch. K Tundtoft. A Warder m. and. L Wöhrden. Anselm: A Schleswig Dom. Ansgar: Friesland m. and. 1, 433. K Haddeby? C * Hatzburg. A Münsterdorf. K „ mit Sixtus, 
s. Wedel. Antonius: C Bohmstedt (Donieshuus). A Bordesholm. V Flensburg Nie. m. and. C Kiel St. Gertrud m. and. K Neukirchen LO. (Anton. Pat. et Erem.). 
Kaland Oldenburg. CV Ploen. A Schleswig Dom. „ „ St. Trin.; vgl. Hl. Geist das. A Ulsnis m. and. 12 Apostel: V Kiel Nie. A Schleswig Dom. Barbara:- C Flensburg Nie. C Hadersleben I, 358 und N. A Itzehoe m. and. B art ho 1 omäus: C *Bartholom. Nordstrand. K *Barthol. und Joh. Nordstrand. K Garding m. and. A Grundhof m. and. I, 309. V C A Hadersleben mit Hl. Geist. A Itzehoe m. and. K *Nygenstadt (Herzhorn). A Preetz Kl. m. and. AV Schleswig Dom m. and. A Schleswig Dom mit Paulus. V Schönberg m. and. A Warder m. and. K Wesselburen. VK Wilster. B ened ic t us. A Preetz Kl. m. and. 2, 166. Blasius: s. Burg a. F. Nebenaltaf. B 01dew in: L Wöhrden. Bonif acius: Friesland m. and. K Schenefeld. Brigitta: A Hadersleben m. and. Cacilia : A Münsterdorf m. and. »Cal varia«: V Garding.
		

/Sponsorzy_051_07_0155.djvu

			Sachübersichten. B. Gegenständliches. II, I. Schutzheilige. 83 C Kiel Nie. I, 549. C Ploen 2, 156. Christian: Friesland 1, 433. K Garding m. and. Christine: K *Christinken, Nordstrand (?). C hristoph: A Bordesholm. A Schleswig Dom. V Schönberg. K Viöl. Chrysogonus: K Moltrup. Clara: K Blekendorf. Clemens: K Amrum. K Biisum. K Röm. *K Schleswig. Cosmas u. Damian- 
A Flensburg Mar. V Heide (N. zu Ende). A Schleswig Dom. Cy ri ak: K ICellinghusen. Dionysius: K Aggerschau. A Bordesholm. K Dagebüll. K Feldstedt. K Joldelund. IC Rodenäs. IC Siiderau. Dorothea: A Wesselburen m. and. 1, 107. Eligius (St. Loye). A Flensburg mit Lucas. Friesland m. and. I, 433. Elisabeth: A Hadersleben m. and. A ICiel *H1. Geist. A. Ploen N. A Schleswig Dom. Enualdus s. Ewald: A Flensburg Mar. V Preetz Kl. (»für Bischof Ewald und die 
Patronen« [des Klosters]). Erasmus: B Bredstedt N. A Flensburg Mar. „ „ „ m. and. (Hauptaltar). „ „ Joh. m. and. A Hadersleben (neuer N). Kl? *Kiel Annenkloster. ?IC Loit i. L. Erich: A C Schleswig Dom. Euphrosyne und Florentia: A Schleswig Dom mit den 11,000 Jungfr. 
Ewald (vgl. Enualdus): C Probsteierhagen, *Jürgenscapelle m. and. V Wüster. Fabian und Sebastian: K Kiel * Gertrud. A Schwesing. Florentia s. Euphrosyne. F ranciscus: K Neustadt. IC Ulkebüll? Fronleichnam (vgl. Hl. Grab, Jesu Blut): 
A Apenrade. V Bredstedt. A Flensburg St. Joh. m. and. CA Flensburg St. Mar. A Haderseben (neuer N). A Husum. A Krempe. A *Stintebüll. B Wesselburen (s. d. Kelch das.). Gallus: K *Galmsbtill. Hl. Geist s. St. Spiritus. Georg. Kirchen und Kapellen,, letztere gewöhnlich 
mit Spital verbunden: ?IC Aastrup. *C Apenrade. K Boren ? (Reliq. im Altäre). IC Broacker? C Burg a. F. K Flemhude mit Moritz. *C Flensburg 1, 278. C Flensburg an St. Mar. *CIC Gettorf. CV Gottorf (oder Jobs). K Grube. *C Hadersleben vgl. neuen N. K Hatnmeleff. K Heide. Gilde daselbst s. neuen N. K Hörup. K Horst. C Itzehoe. IC Holebüll ? C Husum. C Kiel. K Krummendieck. IC *List auf Sylt. IC Loit i. L.? *C Neustadt. K Nordhackstedt? *C Oldenburg 2, 54. *C Oldesloe. K Oewersee. *C Probsteierhagen m. and. *C Rendsburg. K Schlamersdorf. A Schleswig im Dom. *C Schleswig. *C Schönberg. V Schwesing. *C Segeberg. C Sonderburg. 6*
		

/Sponsorzy_051_07_0156.djvu

			84 Sachübersichten. B. Gegenständliches. II,vi. Schutzheilige. K Struxdorf. K Uetersen. Altäre und Vicarien: V Brecklum. A Flensburg St. Mar. „ . „ St. Nie. V Handewitt. A Itzehoe m. and. A *Morsum Nordstr. A Neukirchen LO. V Schwesing. AV Schönberg. V Süderau. A Warnitz. Gertrud: A Burg a. F. V Eckemförde. *K Flensburg. CA „ St. Mar. A Hadersleben (neuer N.). Spital Hadersleben i, 359 und neuen N. V Heide (neuer N.). A Husum. A Itzehoe m. and. *C Kiel. A Meldorf. *C Neustadt. *C Schleswig. A V „ Dom. V „ St. *Marienkirche. L Wöhrden. Hl. Grab: *C Oldesloe. vgl. Flensburg St. Mar. 1, 262. 
Gregorius (vgl. 1, 354 und neuen N.). AV Schleswig Dom. A Ulsnis m. and. Hieronymus presb. A Schleswig Dom. Hippolyt: A Hadersleben (neuer N.). K Lebrade. Sunte Hulpe, Hilperich: 
vgl. Klippleff N. CA Flensburg Nie. K?C Klippleff. C Ploen 2, 156. K Pellworm A. K. (??). Jacobus: ?K Süderbrarup. K Brunsbüttel. AC Flensburg St. Mar. A Hadersleben. K »Hamm. A Kiel Nie. „ „ „ m. and. C „ *St. Gertrudscap. m. and. A Itzehoe m. and. K Neuenkirchen i. D. K *Genner. C 2 A Schleswig Dom (einer mit Philippus). 
*K Schleswig. V Schönberg m. and. K Schwabstedt. A Wesselburen m. A. (s. 1, 107). 
Jacobus d. J.: K Hostrup. Jesu Blut: *C Karlum. C Lysabbel. Jobs: s. Gottorf, Kapelle. Johannes d. T.: Bistum Lübeck. K Adelby. IC Brügge. K Flensburg St. Joh. A „ „ Nie. K Föhr St. Joh. A Husum. 2 A Itzehoe m. and. K Meldorf. K Oldenburg. BV Ploen. Kl Preetz mit Maria. A Preetz Kl. mit Benedict. Kl Schleswig St. Johann mit Evang. A „ Dom. K Thumby N. Johannes d. Ev.: K Bannesdorf. A Bordesholm. V Brecklum. Kl Cismar. A Flensburg St. Joh. m. and. Commende Gikau. ?K Jerpstedt. *C St. Johann auf Nordstrand. *K Joh. u. Barthol. auf Nordstrand. 2 A Itzehoe m. and. *C Meldorf 1, 137. I, Pellworm A. K. ?K Petersdorf. K Schleswig Dom m. and. Kl Schleswig St. Joh. mit dem Täufer. » » ?> Kl K Segeberg mit Maria. V Tetenbüll. K Töstrup. Judas: A Meldorf mit Simon? A Schleswig Dom mit Simon. 11,000 Jungfrauen: K Boel mit Ursula. A Grundhof m. and. 1, 309. A Itzehoe m. and. A Münsterdorf m. and. A Schleswig Dom m. a., vgl. Eckernf. Kelch N. 
Jürgen s. Georg. Just, Jodocus: C Kreuz, Ksp. Adelby. Katharina: K? A V Barkau. A Barlt m. and. I, 112. V Bordelum. A Burg a. F.
		

/Sponsorzy_051_07_0157.djvu

			Sachübersichten. B. Gegenständliches. II, i. Schutzheilige. 85 K Enge. A Flensburg St. Mar. A Hadersleben. K Probst.-Hagen. C St. Jürgen zu Hagen m. and. V A *Hamm. 2 A Itzehoe m. and. K Kathrinenheerd. A Kiel *H1. Geist. K Krusendorf. A Meldorf. K Neuenbrook. K Nordhastedt. Gilde Oldenburg. L Pellworm A. K. *K Kathrinenkirche Nordstrand. 
A Ploen N. A Preetz Kl. m. A. V A Preetz Kirche. K Rellingen. A Schleswig Dom. V Schönberg m. and. K? A Stiderstapel. K Westensee. L Wöhrden. 3 Könige: A Flensburg St. Mar. » » >. Nic- V Krempe. Knut: *K Apenrade. A Flensburg Mar. „ „ Nie. „ Schleswig Dom. Kreuz: A Bordesholm. V Borsfleth. L *Buphever. V *Bupte. L *Evensbüll. A Grundhof m. and. I, 309. A Flensburg Mar. A Hadersleben. L *Hamm. V Hattstedt. *C Heide (N. zu Ende). C Husum 1, 454. 463. A Itzehoe. V Kiel Nic. A Kiel Franc.-Kloster. L *Königsbüll. A Krempe im Gasthaus 2, 495. 
A? Lütjenburg. L *Morsum Nordstr. V Neukirchen WH. K Ockholm. A Oldesloe. K Pellworm N. K. AC Ploen. A Preetz Kl. L *Rörbeck. C A Schleswig Dom. V Schleswig St. *Laur, *C Schleswig. *K Tondern. A Wüster. K Windbergen. Lambertus: K Husum m. and. A „ K Mildstedt. Laurentius: Bistum Ripen. K Brede. K *Buphever. K Döstrup. K Ekwadt? K Fahretoft. A Flensburg St. Mar. V „ „ Nic. m. and. K Föhr St. Laur. K Grossemviehe. A Hadersleben. K Hellewadt. K Hostrup m. and. K Hügum. K Itzehoe (nebst Kl.). K Kating. K Ketting. K *Königsbüll. K Kosel. VK Langenhorn. K Lunden. K *Morsum. K Munkbrarup. A Neustadt? 2, 52. . K Nustrup. K Rapstedt? K Reisby. K Ries. K Rinkenis. *K? Chor A Schleswig Dom. 
*K Schleswig. K Sterup. K Süderhastedt. *K Tondern. K Tönningen. K Ulderup. V Wodder. Leo: A Bordesholm. Leonhard: K Koldenbüttel. V Tingleff. Lob Gottes: A Itzehoe m. and. 
Lotharius: ?K Preetz Pfarrk. Lucas und Loye (s. Eligius): 
A Flensburg St. Mar. Lucia: A Grundhof m. and. i, 309. 
Ludger: Friesland m. and. 1, 433.
		

/Sponsorzy_051_07_0158.djvu

			86 Sachübersichten. B. Gegenständliches. II, i. Schutzheilige. Magdalena: K Bovenau. K Bramstedt. K Elmschenhagen. A Flensburg St. Mar. m. and. n n n ^c* K Garding m. and. K Hagenberg? A Hostrup m. and. K Lintrup. K Marne. V Pinneberg. *C oder K (Reinbeck) *Hoibeclc, daher auch 
Kl. Reinbeck. A Schleswig Dom. Kl „ K Schrustrup. Magnus: Friesland m. and. I, 453. A Itzehoe. K Tating. Margareta: A Apenrade. A Flensburg St. Mar. K Gröde. A Kiel St. Nie. K St. Margareten. AV Schleswig Dom m. and. Maria: Jeder Altar und jede Kirche ist ausser den 
besonderen Heiligen geweiht: Gott u. Maria. 
Im Ripischen ist ein Marienaltar (s. Marien¬ 
bilder) fast überall nördlich neben dem 
Chorbogen. Vgl. unten : Rosenkranz. 
A*K Apenrade. K Arild. V Bargum. K Barlt. K Bau. K Bergstedt mit Willehad. K Bjolderup N. V Bordelum. K1KA Bordesholm N. VK Brecklum. K Bülderup. L *Buphever. L *Bupsee. V *Bupte. A Büsum i, 69. K Delve. V Dreisdorf. A Eckernförde. K Eddelack. V Eggebeck. AV Emmerleff. K Esgrus. LK *Evensbüll. K *Evesbüll. V Fjelstrup. KA Flensburg St. Mar. A „ St. Nie. „ „ St. Joh. mit Fronleichn. KI Flensburg Francisk.-Kl. A Föhr St. Nie. C Gettorf. V Grossenwiehe. A Grube. KV Grundhof. 
vgl. Hadeby. KA Hadersleben. K Hagenberg? L *Hamm. V Handewitt. K Havetoft. 2V Heide (N. zu Ende). K Heiligenstedten. K Hemme. K Hemmingstedt. K Hohenaspe? K Hohn. A Hoist? A Hostrup m. and. K Hürup. KCA Husum. A Hütten m. and.? K *Ilgrof. 2A Itzehoe m. and., wol auch die Kl.-K. K Kahleby. A Kiel St. Nie. Kl „ jetzt Hl. Geist. V Klanxbüll. C Klues. V Langenhorn. K1K Lügumkloster. A Meldorf. L *Morsum. V Neukirchen WH. K Neumünster N. V Niebüll. K Norderbrarup. C?K? *Nordstrand 1, 477. K Notmark. K Nüchel. L Odenbüll. K Oesby (neuer N.). L *Osterwohld. K Oxbüll. A Ploen N. Kl Preetz mit Joh. d. T. N. A Preetz. C Probsteierhagen m. Georg. K Quickborn. K Rabenkirchen. K *Ratburg, Sylt. Kl Reinbeck neben Magdalena. K Rendsburg. L *Rörbeck. K Schads. A Schleswig Dom: nativitatiscompassionis; 
assuntioms. *KV Schleswig St. Marien; V compassionis. 
A Schleswig St. Johann. 2V Schönberg m. and. A Schwabstedt.
		

/Sponsorzy_051_07_0159.djvu

			Sachübersichten. B. Gegenständliches. II, i. Schutzheilige. 87 V Schwesing. K1K Segeberg m. Joh. K Sonderburg. A „ St. Jürgen 2, 424. KV Sörup (vgl. N.). K Starup. A *Stintebüll. C *Strichsand. K Süderlügum. C *Süderhövd. AV Süderstapel. V Tetenbüll. *K Tondern. L *Trindermarsch. K Uk. KI Uetersen. V Viöl. A Weddingstedt? V Wüster. (Marianer-): C Flensburg St. Mar. C Fladersleben 1, 358 und neuer N. 
Martha: A Schleswig Dom. Martinus: A Bordesholm. VA Flensburg St. Nie. A Itzehoe m. and. K Morsum, Sylt. K Nortorf. CA Schleswig Dom. ?K Steinberg. K Tellingstedt. 11,000 Märtyrer: *Trindermarsch mit Nie. Maternianus: 
s. Heiligenstedten. Matthäus: A Schleswig Dom. Mauritius: K Dahier. K Flemhude mit Georg. A Gottorf. A Hadersleben. Reliquien: Boren, Altar. A Schleswig Dom (mit den »Gesellen«). 
Michael: A Apenrade. A Barit m. and. 1, 112. A Bordesholm. K? Handewitt. A Husum. K Kaltenkirchen. K Lindholm. K Lütjenburg. K Lysabbel. K St. Mich.-Donn. *K1 Schleswig. K A „ Dom. Nicolaus: K Abel? AK Apenrade. K Ballum. K Bedstedt. K Beftoft. K Beydenfleth. K Bordelum. K Bredstedt. K Burg a. F. K Eckernförde. K *Eidum. K Elmshorn. K Flensburg St. Mar. A „ „ Nie. K Föhr St. Nie. K Grarup. KA Grömitz. A Hadertleben s. neuer N. K Hulk. AV Hattstedt. K Heiligenhafen? K *Hemmingestorp. K Hohenfelde. A Hoist. K Hoptrup. K Hütten mit Andreas. C Htzehoe. A „ m. and. K Kappeln. K Kiel St. Nie. mit Andreas. B „ 1, 566. K Klixbüll. K Kotzenbüll. C Krempe 2, 49s. A Meldorf. K Mögeltondern. K Neuenkirchen. K Osterlügum. CK Ploen. K Quern. C Rendsburg. A Schleswig St. Joh. A „ Dom. *K Schleswig. C Schwabstedt 1, 511. K Sonderburg 2, 424. K Tondern. K Treya. K *Trindermarsch mit 11,000 Märt. A Ulsnis m. and. K Uelvesbüll. LK Wöhrden. Olaus: V Brecklum. A Hadersleben (neuer N.). *K Schleswig, vgl. das. vor St. Johann. 
Oswald: A Meldorf. Pancratius: K Oldensworth. K »Stintebüll. Pantaleon: Gilde Lunden (nicht im Text). 
(»Patronen«): A Preetz Kl. m. and.
		

/Sponsorzy_051_07_0160.djvu

			88 Sachübersichten. B. Gegenständliches. II, I. Schutzheilige. Paulus, vgl. Petrus u. Paulus. K Brockdorf. A Itzehoe m. and. K Schleswig Graues Kl. A „ Dom mit Barthol. A Warder m. and. Petrus: Bistum Schleswig. C Aastrup. K Bering. A Bordesholm. K Burg i. D. V Eggebeck. C Grossbüttel i, 117. A Hadersleben m. and. A Itzehoe m. and. K Hoyer. V Kotzenbüll. VAK Krempe. K Landkirchen. K Ostenfeld. C *Osterrade (Albersdorf). K St. Peter. » » i» Sylt. K Schleswig Dom. K Siewerstedt. K Simonsberg auch 1, 477. A Warder m. and. K Warnitz. Peter und Paul: A Flensburg St. Mar. m. and. V „ St. Nie. m. and. K Hohenwestedt. K Oldesloe. A Preetz Kl. A Schleswig Dom. Philippus: A Flensburg Hl. Geist mit Jacobus. 
A Schleswig Dom mit Jacobus. 
Remigius: K Albersdorf. 10,000 Ritter: AV Husum. A Schleswig Dom. Reliquien im Altäre: Sieseby. 
Rochus: \ A Schleswig Dom. K Schlichting. Rosenkranz (Mariä): A Flensburg St. Mar. A Flensburg Joh. m. and. V Heide (N. zu Ende). A Husum. CA Schleswig Dom. Salvator: Pellworm (?) A. K., vgl. S. Hulpe. 
Sebastian: K Risum. Secundus: K Hennstedt. K Steinbeck. Servatius: K Selent. Severinus: K Althadersleben. A Bordesholm. K Keitum. Simon, vgl. Simonsclus (Beringstedt). A Meldorf. A Schleswig Dom mit Judas. Sixtus: K Münsterdorf. S. Spiritus: K Flensburg mit Spital. C V A Hadersleben mit Barthol., an der 
Mar.-K. C Kiel; auch Spital. C Neustadt; auch Spital. C Oldesloe; auch Spital. C Rendsburg; auch Spital. C Schleswig; auch Spital. A „ Dom. Stephan: K Tieslund. Svidbert: Friesland m. and. 1, 433. Theobald: 
s. Schwansen. Theocarus: K *Endrupschau. Thomas: A Schleswig Dom. Thomas Aquin.: A Schleswig Dom. Trinitas (Drotten): A Bordesholm. A Flensburg St. Mar. „ „ St. Nie. A Itzehoe. K Neuendorf. A Schleswig Dom. *K Schleswig. Urban: K Borsfleth. Ursula: K Boel mit 11,000 Jungfr. A Bordesholm. K *Rörbeck. Vincenz: KV Husby. A Itzehoe m. and. K Odenbüll. Vitus: *C bei St. Peter 1, 223. Wigbe rt: Friesland m. and. 1, 433. Wilibald: Friesland m. and. 1, 433. Wilibrord: Friesland m. and. I, 433. A Schleswig Dom. Willehad: Friesland m. and. I, 433. K Bergstedt mit Maria. Willrich: Friesland m. and. I, 433.
		

/Sponsorzy_051_07_0161.djvu

			Sachübers. B. Gegenst. II, i. Schutzheil. 2. Kirchenausst. etc. 3. Decke. 4. Altäre. A Bordesholm. K Bröns. K Leck. KA Ulsnis m. and. K Wewelsfleth. W u I f r a m: Friesland m. and. 1, 433. 2. Kirchenausstattung. a) Bildersturmereien s. u. A.: 
Bordesholm. Bovenau. Neukirchen LO. Nordhastedt 
Nordstrand 1, 478. Petersdorf. Rendsburg. Sieseby. b) Kirchenausstattungen im Mittelalter. 
Im Bistum Lübeck, 12. J. 1, 540. Bordesholm 15. J. 1, 520h Kiel St. Nie. 15. J. 1, 549 h c) Ausstattung als Ganzes bemerkenswerth, vgl. bes. Tondern K. «. Gotisch. Kotzenbüll Ende 15. J. ß. Renaissance. Hooge. y. Barock und jünger. 
Ahrensburg 1716. Barmstedt 1718. Bergenhusen 17 u f. Elmshorn 1661. Glückstadt Mitte 17. J. Grawenstein 1709. Grossenaspe 17 71 f. Herzhorn 1781. Hohenwestedt 1771. Horst 1771. Hohenfelde 1767. Itzehoe, St. Jürgen um 1660. Kellinghusen um 1685. Kappeln 1793. Krusendorf 1735. Langenhorn 17. u. 18. J. Lebrade 1699Ä 
Neuendorf 17. J. Neuenkirchen i. D. Anf. 18. J. Niendorf 1770. Preetz Klk. um 1670. „ Pfarrk. um 1760. Rellingen 1757. Rendsburg Christk. um 1700. Ulkebüll Ende 18. J. Wesselburen 1738. Wüster 1780. Wöhrden 1786—88. 3. Holzdecke getäfelt. Aastrup 1675. Wiesby 1593. 4. Altäre. a) Mensae und Platten. Vgl. Cismar 2, 143 Z. 6 v. u. 
Amrum Gips, Tuff. Beftoft mit piscinartigem Einguss. Burg i. D. Burg a. F. St. Nie. „ St. Jürgen. Büsum. Cismar 2 Platten. Föhr St. Joh., roter Sandstein. Hadersleben. Handewitt Lehm, Granit. Hansühn. Hohenaspe Stuck. Kating. 
i Kiel Kl.-K. 2 Landkirchen. Lensahn Stuck. *Meldorf Stuck 1, 129. Neustadt 2, 52. 53. Nordhastedt. Nordstrand I, 481. Schwabstedt Tuff. Süderhastedt Stuck. Sylt: Keitum. W arnitz. *Wesenberg. b) Sepulchrum. Amrum. Beftoft. Burg a. F. St. Nie. erhalten? N. Föhr St. Johann. Grundhof. Holebüll erhalten? Hostrup. Lensahn erhalten? Mögeltondern. Schwesing. Sieseby. Sylt. Warder. Vgl. Sommerstedt i, 376. c) Altar aus Holz, Ren.: 
Ahrensburg. Wiesby. d) Altarbekleidung 
s. 1, 392.473 »gülden antipendium« (Malerei?) 
Preetz Kl. 2, 167. «) Romanisch. Ekwadt, Rest. *Hellewadt. *Quern Kupfer. *Schleswig Hl. Geist Kupfer. ß) Gotisch: Hattstedt, Rest. *Lügumkloster bemalt. Nordlügum bemalt. Rieseby mit Bemalung. Schobüll.
		

/Sponsorzy_051_07_0162.djvu

			9o Sachübers. B. Kirchenausstattung. II, 4. Altäre: Einzelheiten. Got. Aufsätze. y) Got.-Ren. und Friihren. Beftoft. Döstrup 1572. Medolden 1558. Nustrup. Randerup um 1570. Reisby. *Tieslund. S) Renaissance. Jerpstedt 1622. Karlum. *Meldorf. Osterlügum. Schads 1619. 
vgl. Wiesby 1593. e) Barock. Mögeltondern um 1700. e) Altaraufbauten, Schicksale derselben s. 2,70. 1. Ganz oder teilweis Stein: 
Glückstadt 1695 f. Hadersleben Spital: got. Lintrup 1692. Munkbrarup Teile, Ren. Rendsburg St. Mar.: Reliefs im Barockaltare. 
Reinbeck um 1620. 2. Marienaltäre s. I, 392. f) Altara u f s ä t z e. Der Aufbau ist, wo nicht im Texte besonders 
anders angegeben, einfach rechteckig. «) frühgotisch. Burg a. F. Cismar. Landkirchen. Lügumkloster Rel.-Schrein. Schleswig Dom: Cib.-Altar. Vgl. Petersdorf. ß) Gotisch, fast immer spätgotisch: 
Abel. Aggerschau Teile. Aller Teile. St. Annen. 2 Arild, einer mit Bildern. Atzbüll Teile. 3 Aventoft. Bargum Teile. »Barlt. Bedstedt. Beftoft Teile. 2 Bordesholm. Einer nur mit Bildern. * Boren um 1400. Im Museum. Bramdorp. Bramstedt um 1400. Mit Ren.-Bildern. 2 Norderbrarup Teile. *Brecklum. *Brodersby. Brügge Teile. *Etliche Burg a. F. St. Nie. Burg a. F. Teile von einigen, u. einer m. Bildern. 
Burg a. F. St. Jürgen Teil. *Büsum 1442. 1520. 2 Dahier. Deetzbüll. Döstrup. * Eckernförde Goschhof, im Mus. *3 Eckernförde Kirche. Daselbst ein Rest. 
Eken 1515. Ekwadt. * El mschenhagen. Emmerleff. Enge. 2 Esgrus. Fahretoft. Feldstedt. Flintbeck. Föhr St. Joh. „ St. Laur. Friedrichstadt Teile. Gelting. Gettorf. Gikau mit Bildern. Grube. Haddeby. Hadersleben Spital. Pr.-Hagen Teile? s. Kanzel. 2 Halk. Hammeleff mit Bildern. HansUhn Teile. *Haselau Teile. Thaul.-Mus. Süder-Hastedt. Hattstedt. 2 Heide. Hellewadt. Hjerndrup. *Hjerting. Hohenaspe. Hoirup Teile. Hoist. Holebüll. Horsbüll Teile. Hörup. *Hostrup. Hoyer mit Bildern. Hitrup. Husby Teile. “Hütten 1417. “Jerpstedt. Jevenstedt Teile. *Joldelund. Jörl. * Kaltenkirchen. Karlum. Kath rinenheerd. Kating. Keitum mit Bemalungsresten. Kekenis mit Bemalungsresten. 2 Ketting. Kiel Kl.-K. 1506 mit Bildern. Kiel St. Nie. mit Bildern. Klanxbüll fast ganz. Koldenbüttel. Kollmar Teile.
		

/Sponsorzy_051_07_0163.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 4. Altäre: Got. Aufsätze. Kotzenbüll. *Ladelund. Landkirchen nur noch Malerei und ein Baldachin. 
Leck. *Leezen, im Museum. Lensahn 14. J. Loit i. A. Teile. Loit i. L. 1520 mit Bildern. Lügumkloster Teile. Lütjenburg. *Lysabbel. Medelby. Meldorf. Mildstedt. Mögeltondern. Neuenbrook Teile. *Neukirchen LO., im Museum. „ „ Verdachung. WH. 2 *Neumünster. Nordlügum. Nordhackstedt. Nordhastedt Teil. Nordstrand, Odenbüll. Notmark. Nustrup. Oland Teile. Ording. Ostenfeld. Osterhever. 4 Osterlügum. Oxbüll. Pellworm A. K. mit Bildern. » N- K. St. Peter. Petersdorf 14. J. 2 Preetz Kl.-K. *2 „ „ Kopenh. Mus. Randrup. Rapstedt. *Rendsburg St. Mar.: Th.-Mus. Ries. Rinkenis Teile. Risum. Roager Teile. Rödding Rodenäs. Schads Teile. Schleswig Dom 1514—21. „ Präs.-Kloster. * „ Michaelis-K. * „ Friedrichsberg. * „ Hl. Geist 1488. Schobüll. Schrustrup. 2 Schwabstedt. Schwesing. Segeberg. Selent. Seseby. Sewerstedt. Steinberg. Stellau. 2 Sterup. Süderlügum Teile. Sylt: Keitum. „ Morsum. „ Westerland. Tandslet gegen 1400. Tating. Tetenbüll 1522. Taarstedt Teile. *2 Thumby Thaul.-Mus. Tieslund. Töstrup. Ulkebüll mit Bildern. Uelsby. *Ulsnis. Uelvesbüll. Viöl. Vollerwieck. Waabs. Warder. Warnitz. Westensee. 2 Witting. Witzwort. 2 Wodder. *2 Wonsbeck (Mus.). Anm. 1. Altäre mit gotischen Bildern. 
Arild Hauptaltar. „ Nebenaltar. Aventoft Hauptaltar Reste. Bordesholm ohne Schnitzarbeit. Bramstedt übermalt 1625. Burg a. F. St. Nie. 2, 77. *Cismar 2, 17. Eken 1515. Hammeleff. Hoyer. Keitum. Kekenis. Kiel St. Nie. » K1,K. Koldenbüttel Teile. Landkirchen. Lensahn übermalt. Loit i. L. Meldorf — nur Bilder, kein Schnitzwerk. 
Mögeltondern. Neustadt Spital, kein Schnitzwerk. * „ Kirche im Mus. *01denburg 2, 57/58. Pellworm A. K. St. Peter. Petersdorf. Ulkebüll. Witting. Witzworth übermalt. Anm. 2. Altäre mit Schreinen oder son¬ 
stigen Einrichtungen für Reliquien 
und Monstranzen. Cismar.
		

/Sponsorzy_051_07_0164.djvu

			92 Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 4. Altaraufsätze: Got. Ren. Bar. Gikau. Hattstedt. Kiel. Lensahn. Lügumkloster Rel.-Altar. Meldorf Rel.-Altar. Pellworm N. K. Schleswig Dom. Segeberg. y) Renaissance; 
auch z. T. ins Barock spielend. 
Aastrup 1638. Agerschau um 1620. Althadersleben 1609? Teil. Amrum 1634. Beftoft um 1640. Beidenfleth 1636 f. Bering um 1610. Bordelum. Bramstedt 1625 erneut. Brede um 1630—40. Bredstedt Teile. Bröns um 1610. Buhrkall 1622. Bülderup um 1620. Döstrup um 1630. Dreisdorf um 1600. Eggebeck Anf. 17. J. Fahrenstedt 1607. Fjelstrup um 1620. "/Flensburg St. Joh. 1588. „ St. Mar. 1598. Fohl um 1620. Föhr St. Nie. 1643. Frörup 1752. Garding 1596. Gram um 1620. Gröde 1592. Halk um 1630. Heide Teile 1, 82. Heiligenstedten 1580/89. Hemme 1622 u. 1634. Hemmingstedt fr.-Ren. Hjerting 1619. Hooge 17. J. Hoptrup um 1620. Hürup. 2 Jägerup 1614. 1620. Jordkirch. *Kampen (Hohn) 1593. Kathrinenheerd 1616. Klixbüll 1621. Kollmar z. T.; um 1630. *Lunden 1566. Mauxtrup 1610. Medelby Umbau 1630. Medolden Anf. 17. J. Moltrup um 1610. Munkbrarup 1582? Teil. Neukirchen i. A. 1623. Ockholm um 1600. Oldensworth 1592. Oxenwatt um 1610. Poppenbüll 1601. Randrup. Rüllschau. Schenefeld um 1630. Scherrebeck 1631. Schobüll 1638 Bilder. Schottburg 1610. Seester 1631 Teile. Sieck um 1630. Sonderburg Kirche 1618. Sonderburg Kapelle 2, 429. Sörup 1603. Spandet um 1630. Starup 1625. Stedesand 1639. Stepping 1612. Süderstapel 1609. Taarstedt um 1640? Toftlund um 1620. Treya 1603 Teile. *Tyrstrup 1558. Wanderup Anf. 17. J. Weddingstedt 1602? Welt. Wiesby 1593. Wonsbeck um 1610. d) Barock, bis um 1670. 
Albersdorf 1646 nur Schnitzw. Altona Hausaltärchen 1687. St. Annen 1644 nur Schnitzw. Apenrade 1642. *Barlt. Bjolderup 1639. Böel 1649. Borsfleth 1646. Braderup 1676. Brunsbüttel 1640 nur Schn. Delve 1652. Eckernförde 1640 nur Schn. Eichede 1640. Elmshorn um 1660. Erfde um 1650. Flensburg Kloster 1665. Friedrichstadt 1675. Glücksburg. Haseldorf Teile. Husum Kloster (1, 460) 1641. 2 Itzehoe K. 1661 und um 1670 nur Schn. „ St. Jürgen 1672. Kappeln 1641 nur Schn. Karlum 1661. Kosel um 1660. Leezen um 1650. Lintrup noch barock 1692. St. Margarethen Teile. St. Michaelisdonn 1693. Neuendorf 1656 nur Schn. Neustadt 1643 nur Schn. Preetz 1656 nur Schn.
		

/Sponsorzy_051_07_0165.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 4. Altaraufsätze: Barock und jünger. Rendsburg St. Mar. 1640. „ Christkirche um 1650. Reisby 1677. Rieseby 1669. Riesum 1657. Schleswig Dom: Kielm.-Eck. Altar 1664. 
Schönkirchen 1653 nur Schn. Struxdorf 1656. Süderlügum 1647. Tetenbüll 1634 Aenderung. Tönningen 1634. Tundtoft (Norburg) 1655. e) Spät- und spätestbarock. 
Atzerballig 1719. Ahrensburg 1716. *Barkau um 1695 Reste. Barmstedt 1718. Blekendorf 1709. Borby 1686. Bordesholm 1727. Bünstorf. Düppel 1736. Eddelack 1740. Fahrenstedt 1693. Flemhude 1685. Glückstadt 1694 f. Gottorf um 1700. Grawenstein 1709. Grossenbrode 1694. Pr.-Hagen 1695. Hamberge 1722. *Handewitt 1699. Hansühn 1685. Haselau um 1685. Heide 1699? Heiligenhafen 1702 Reste. Hörup um 1700. Hohenstein 1688. Humptrup 1725. Kellinghusen 1686. Krummendieck 1699. Langenhorn 1688. Lebrade 1699. Lindholm 1720—30. Meldorf 1695. St. Michaelisdonn 1693. Mögeltondern Umbau um 1700. Moldenit Ende 17. J. ? Niebüll 1729. Nüchel um 1680. Oevversee um 1720. Oldesloe. Petersdorf 1702. Alt-Rahlstedt 1695. Rendsburg Christk. 1703. Sarau um 1700. Satrap i. S. 1703. Schleswig St. Joh. 1712. Stellau. Tellingstedt 1696? Tingleff um 1700. Tondern 1695. Tralau 1690. Uk um 1700. Ulderup 1707. Waabs um 1680. Westensee um 1700. Wewelsfleth um 1690. Windbergen Teile. f) Altäre des 18. J., 
ausser den voraufgeführten. Adelby. Altenkrempe 1741. Bannesdorf 1777. Bau 1771. Bergenhusen um 1712. Brecklum 1741. Brokdorf 1763—64. Brodersby 1742. Büsum 1712. Dagebüll Anf. 18. J. Flensburg Hl. Geist 1719. „ St. Joh. 1734. „ St. Nie. 1749. Frörup 1752. Grömitz 1734. Grundhof um 1760. Hademarschen 1724. Hennstedt um 1730. Herzhorn 1781. Horsbüll um 1770. Husby 1786. Jörl 1773. Ketting 1788. Klippleff um 1775- 
Krusendorf 1735. Landkirchen 1715. Loit i. L. Ende 18. J. Munkbrarup um 1780. Neuenkirchen i. D. 1730. Nordstrand Kapelle i, 483 um 1740. 
Oldenburg 1778. Preetz Kl.-K. 1743. Pronstorf um 1750. Rabenkirchen Ende 18. J. Satrap i. A. 1743. Schlichting um 1730. Schleswig Friedrichsberger K. 1718. „ St. Michaelis 1786. 
Schönberg um 1780. Schönwalde 1762. Gross-Solt um 1780. Uberg 1747. Uetersen um 1750. Wallsbüll 1730. Wesselburen 1738. if) Neue Altarbauten z. B. 
Barlt 1841. Havetoft 1862. Lunden 1834.
		

/Sponsorzy_051_07_0166.djvu

			Sachübers. B. Kirchenausst. II, 4f. Altaraufsätze, g. Schranken etc. 5. Kanzeln. Marne 1837. Rüilschau 1882. Wedel 1839. g) Altarschranken und Kniebänke. Bannesdorf Rocc. Barmstedt 1718. Elmshorn um 1660. s. Flensburg St. Mar. um 1590 — eher Chor¬ 
schranken. Gikau 1633. Hohenfelde 1655. Kating 1712. Kellinghusen 1686. Kollmar 1635. Neuenkirchen CrM. Oldensworth um 1650. Preetz 1716 Eisengitter. Probsteierhagen um 1722 Eisengitter. 
Rendsburg St. Mar. um 1690. Selent um 1681. Tetenbüll 1654. Uelvesbüll 1707. 5. Kanzeln. a) Gotisch, z. T. mit Ren.-Anklängen. Gröde um 1550. Joldelund. * Leezen. Loit i. A. Schwesing um 1560. Tating um 1550/60. Tieslund um 1550. Toftlund. Viöl. b) Got.-Ren.; Ren. mit got. Anklängen; 
Frührenaissance. St. Annen 1571. Apenrade 1565. *Bannesdorf. Halk 1559. Hemme 1567. Hemmingstedt um 1570. Hohenaspe um 1560. Hörup 1578. Husum Gasthaus 15 71 ^ Ketting 1571. Loit i. L. 1557. Mildstedt 1568. Neustadt 1573. Notmark vor 1563. Oldensworth um 1580. Oesby 1559. Osterlügum 1567. Rom 1584. Stellau. Stepping 1558. Wanderup. c) Renaiss. I. Tonderscher Typus (i, 254. 2, 558) 
und Verwandtes. «) i 6. J. Blekendorf verwandt. Bülderup 1585. Enge 1598 einfacher. Flensburg St. Mar. 1579. „ St. Nie. 1570. Halk 1559 verwandt. Karlum 1578 einfacher. Keitum 1578 verwandt. Ladelund 1583. Lügumkloster um 1580 einfacher. Medelby 1581. Osterlügum verwandt. Rodenäs um 1570. Tondern 1586. Ulderup 1578. ß) 1 7- J- Arild (Malerei 1621). Ballum 1600. Bedstedt. vgl. Branderup 1725. Brede 1612. Buhrkall. Döstrup 1601. Emmerleff um 1600, Reste. Hellewadt 1659? Hoist 1603. Hoyer Reste. Medolden 1609 einfacher. Nordlügum 1648. Randrup 1611 einfacher. Rapstedt 1603. Roager 1607. Scherrebeck 1606. Toftlund. 2. Eiderstedter Art 1, 199. 
Garding 1563. Heide um 1570. Kating 1580. Koldenbüttel 1583. Kotzenbüll um 1580. Odenbüll 1605. * Osterhever. vgl. Pellworm N. K. 1587. St. Peter um 1570. Poppenbüll 1579. Tetenbüll 1575. Vollerwieck 1587. Welt um 1580. Westerhever nach 1594. Witzworth 1583. 3. Wagrische Art 2, 3. Barkau 1606. Gikau 1591. I Lütjenburg 1608.
		

/Sponsorzy_051_07_0167.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 5. Kanzeln: Ren. 95 Schönkirchen 1591? (Halbsäulen). Selent 1595. 4. Stapelholmer Art 2, 224. Erfde 1635. Kathrinenheerd 1612. Marne 1603. vgl. Rendsburg St. Mar. 1621. Schwabstedt 1606. Süderstapel 1616. 5. Rendsburger Art 2, 189. 
Albersdorf 1622. Burg i. D. 1621. Delve 1618. Hademarschen 1618. Rendsburg St. Mar. 1621. 
vgl. Neukirchen LO. 1617. 6. Angler Art 2, 243. Böel. Fahrenstedt 1604. 
s. Jordkirch. Oewersee uni 1620. Quars. Satrup i. A. 1607. 
vgl. Sterup (barocker). Struxdorf 1617. Thumby 1620. Tolk. Uelsby um 1620, einfacher. 7. Flensburger Art. n) westflensb.; friesische 1, 254. 433. 
Bau. Flensburg Hl. Geist 1602. Föhr St. Joh. 1618. „ St. Nie. verwandt. Friedrichstadt luth. K. Hooge. Klippleff 1610. Klixbüll 1618. Süderlügum. Neukirchen i. A. Rinkenis Reste. Sonderburg Schlosscapelle. Tingleff. ß) ostflensburger, Sundewitter j, 254. 2, 392. Broacker 1592. Düppel 1605. Eggebeck um 1600. Eken. Flensburg St. Joh. 1587. Munkbrarup. Nübel i. S. um 1605. Sonderburg Kirche. 8. Sonstige Kanzeln. A. 16. Jahrh. «) Mit Doppelsäulen. Hohn 1593? Kosel um 1580. Schleswig Dom 1560. Vgl. dazu eine zum Teil im Kieler Mus. er¬ 
haltene, letzterer nahe verwandte. ß~) Mit Einzelsäulen. Arnis 1573. Blekendorf 1578. Gottorf gegen 1600. Havetoft 1580. Hemme 1567. Neustadt 1573. Pellworm N. K. 1587. Petersdorf 1387? 1607? y) Mit Hermen, über Eck. Gettorf 1598. Jerpstedt um 1580. Keitum 1580. Schwansen 1592. Sieseby 1586? Westensee um 1570. 
vgl. *Bovenau. 	
			

/Sponsorzy_051_07_0168.djvu

			9 6 Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 5. Kanzeln: Ren. Barock. Fjelstrup. Fohl 1627. *Frörup 1618. Gram. Hollingstedt 1618. Hiigum. Moltrup. Nustrup 1635. Ockholm 1620. Ording um 1650. Osterlinnet 1631. Reisby 1612. Starup 1612. Wodder um 1610. Wonsbeck. y) Mit Hermen. *Barlt 1620. Bramstedt um 1625. Eckernförde 1605. Emmelsbüll 1625. Enstedt? Rest. Föhr St. Nie. 1630/40. Grundhof um 1610. Hagenberg um 1620. Holebüll 1641. Jordkirch um 1630. Leck. Neukirchen LO. 1617. Niebüll um 1630. Oland 1620. Quern um 1600. Ries 1607. Risum. Rüllschau 1642. Schenefeld. Siewerstedt um 1610. Gross-Solt 1614. Sterup 1626. Tellingstedt 1604. Uk 1633. Wallsbüll. Warnitz 1606. Wewelsfleth 1610. d) Mit Randstreifen. Amrum 1623. Föhr St. Laur. (?). Kekenis 1615?. Treya 1603. Waabs 1600. Windbergen. Zarpen. Anm. Ren.-Kanzeldeckel auch 
Apenrade 1626. Ostenfeld um 1610. d) Barockkanzeln. 1. Mit Säulen, gewöhnlich korinthischen, die meist einzeln vor 
den Ecken stehen. Die unter (a) bilden eine Gruppe. 
Bergenhusen 1637 (a). Bergstedt um 1660. Burg a. F. 1667. Elmshorn um 1661. Gelting (a). Glückstadt um 1650. Hadersleben 1636. Haselau 1641. Haseldorf 1643 
Hennstedt 1651. Horsbüll 1655- 
Itzehoe Laur.-K. 1661. Kahlebye 1637 (a). Kollmar 1632. Neuendorf 1636. Olderup 1682. *01desloe. Rabenkirchen 1637 (a). Schleswig Friedrichsberger K. (a). 
Spandet 1640. Stedesand 1647. Uelvesbüll 1672 in Ren.-Art. 
Weddingstedt. 2. Mit Randstreifen. 
Neustadt Spital, einfach, Seiten bemalt. 3. Mit Hermen. Adelby 1681. Bjolderup um 1635. Borsfleth 1638. Fahretoft 1647. Heiligenstedten. Jörl 1634. Nordhastedt 1648. Norburg um 1635. Oxbüll. Rieseby 1649. Schönwalde 1647. Seester 1631. Sörup 1663. Steinberg 1640. Gr.-Wiehe 1630. 4. Eckstatuen. Bredstedt 1647. Brecklum 1646. Hattstedt 1640. Satrup i. S. 1642. 5. Sonstige Barockkanzeln. Albersdorf Deckel 1645 ? Aller. St. Annen Deckel. Braderup Deckel um 1670. Flensburg Kloster 1638. Itzehoe St. Jürgen 1672. Lintholm 1682. Neukirchen WH. um 1682. Preetz Kl.-K. um 1659 (aus Hagen). 
Sarau 1631.
		

/Sponsorzy_051_07_0169.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 5* Kanzeln. 6. Orgeln. 97 e) Spät- und Spätestbarock, meist mit Distel- und Blumenwerk (Louis XIV. 
und Reg.). Ahrensburg 1716. Altenkrempe Ende 17. J. Altona kath. K. um 1720. Atzbüll um 1700. Barmstedt 1718. Beydenfleth 1704. Borby um 1686. Brodersby 1726 N. Bünstorf 1692. Büsum 1729. Brunsbüttel 1725. Dagebüll 1731. Deezbüll 1730. Eichede 1704. Esgrus um 1681. Grossenbrode 1713. Hamberge 1722. Hammeleff 1730. Hansühn 1685. Heiligenhafen 1705. Hjerting um 1713. Hohenstein 1685. Hoptrup 1662 (?). Hörup 1696. Husby 1691. Jevenstedt 1725. Kellinghusen 1686. Kiel St. Nie. 1705. Kletkamp um 1730. Kropp um 1700. Langenhorn 1684. Landkirchen 1727. Lebrade 1701. Lensahn um 1730. St. Michaelsdonn 1702. Mögeltondern 1694. Morsum 1698. Neuenkirchen i. D. 1730. Niebüll Deckel 1731. Norderbrarup 1705. Nordhackstedt 1713. Oldesloe. Preetz Kl.-K. 1674. Probsteierhagen um 1716. Alt-Rahlstedt um 1700. Rendsburg Christk. 1696. Rödding um 1700. Schleswig St. Joh. 1717. Schlichting um 1700. Schobüll 1735. Schrau. Schrustrup 1683. Kl.-Solt um 1720. Schwenstrup 1688. Tönningen 1703. Wesselburen 1738. Wilstrup. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. f) Rocc. und jünger. 
Agerschau 1800. Altona Hauptkirche. Aventoft. Eddelack 1740. Grömitz 1766. Grube um 1740. Grawenstein um 1760. Hohenfelde. Horst 1767. Lintrup. Lysabbel 1799. Loit i. A. z. T. 1785. Moldenit 1788. Nübel i. A. 1786. Oldenburg 1778. Ostenfeld 1775. Oxenwatt. Pronstorf 1761. Taarstedt Ende des 18. J. Uberg 1783. Witting. 6. Orgeln. * Erwähnungen untergegangener: Bordesholm 1462, 1521 i, 521. Burg a. F. 1514. Gettorf 1515. Heiligenhafen 1517. | Kiel St. Nie. 1508 1, 550. ; Landkirchen 1470fr. J Pellworm 1525. 
j Rendsburg St. Mar. 1420 f. a) Gotisch. Garding 1512. b) Ren. und beginnendes Barock. 
*Bredstedt 1617. *Brecklum vor 1600. Eichede 16. J. ? Reste. Flensburg St. Nie. 1604—9. Gottorf 1567. Hemme 1398 Rest. Hennstedt um 1640. *Husum 1573. Kletkamp Rest Ren.? *Kosel. Marne 1603. *Meldorf. Neustadt 1615? Oldensworth 1592. *Rapstedt 1634. Reinfeld um 1640. *Rendsburg 1619. *Schleswig St. Mich. 1643. Schwabstedt 1615. Sonderburg Schloss um 1625. Tating um 1570. Tellingstedt 1642. Wöhrden 1594fr. 7
		

/Sponsorzy_051_07_0170.djvu

			98 Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 6. Orgeln. 7. Gestühl. c) Späteres- 17. J. *Bannesdorf um 1650. Bargteheide. *Glückstadt 1662/64. Grömitz. Hadersleben 1652. Haseldorf 1685. *Heide um 1650. Hostrup. Kellinghusen. MUdstedt 1648 Rest. Mögeltondern 1679. Preetz Kl.-K. „ Pfarrk. Ries gegen 1700. Satrup i. S. Reste 1696. Schleswig Präs.-Kl. gegen 1700. „ Friedrichsberg. Schönkirchen Reste. Tondern 1635 und später. Tönningen 1783. Waabs 1673. Wesselburen. Westensee 1666. d) 18. Jahrh. Ahrensburg. Barmstedt 1718. Flensburg St. Nie. Teile l7o8f. Föhr St. Nie. 1735. Hollingstedt 1711. Itzehoe 1720. Kiel St. Nie. 1705. Langenhorn 1761. Neuenkirchen i. D. 1738. Moldenit 1788. Ottensen um 1750. Rendsburg Christk. 1716. Schönwalde 1776. Ulsnis 1748. Anm. Stellung auf der Nordseite 
1, 196; vgl. Heiligenhafen. 
Emmerleff. Handewitt. Moldenit. Neuendorf. Rapstedt. Tating. Tellingstedt. Westensee. Witzworth. 7. Gestühl, Lettner u. Schranken. A. Gestühl. 
a) Büssersitz. Kahleby. b) Dreisitz. Lügumkloster 13. J. Schleswig Dom 13. J. ci) Gotische Sitzreihen u. dergl. 
Arild. Beftoft. Blekendorf. Bordesholm 1509. Brügge. Dahier. Esgrus. Föhr St. Joh. Sitzkasten. Grömitz. Grube. Heide. Heiligenhafen 1515. Hemme. Humptrup. Htirup. Kating. Kiel St. Nie. „ Kl.-K. Kollmar Bühnenstütze. Kotzenbüll. Landkirchen. Lügumkloster. Meldorf. Preetz Kl.-K. Vgl. Rabenkirchen. Schleswig Dom 1512 u. a. m. „ St. Joh. 13. J. Schwabstedt. Segeberg. Tating. Westensee. 
s. Witzworth. c2) Täfelungen gotisch. Preetz Kl.-K. 2, 169. Reinfeld. Reisby. c3) g°L Baldachine, Verdachungen. 
Landkirchen. Marne Fiale. Neukirchen LO. d) Gestühle, Täfelungen, Emporen 
Ren. und jünger. Gestühl dreiteilig 1, 196. 
Abel 1618. Altenkrempe Empore spbar. Ahrensburg 1596. St. Annen Täfelung. Arild Fr.-Ren. Bannesdorf Sp.-Ren. Bargteheide. Barkau 1586. Barmstedt 1718. Beftoft 1579. Beydenfleth Ren. Borsfleth um 1638. Braderup 1616 ff. Bramdorp 16. J. Bredstedt 1603. Brede 16./18. J. Brunsbüttel spbar. Buhrkall Sp.-Ren.
		

/Sponsorzy_051_07_0171.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 7. Gestühl. 99 Bülderup fr.-Ren. u. A. Burg a. F. St. Nie. 1585 z. T. » n n St- Jürgen Empore 17. J. 
Büsum Fr.-Ren. u. A. Cismar Sp.-Ren. Dahier 16./18. J. Delve 1620. Dreisdorf Täfelung. Eckernförde 1578. 1618. Emmelsbüll 17./18. J. Erfde. Esgrus 1607. Fahrenstedt 1625? Feldstedt 1624. *Fjelstrup 1553. Flensburg St. Mar. Föhr St. Nie. Ren. Frörup Fr.-Ren. um 1550. Garding 16./17. J. Glückstadt 17. J. Gottorf 16. J. Gröde Sp.-Ren. Grossenbrode spbar. Grossenwiehe 17. J. Grube 1598. 17. J. Hademarschen 17. J. Hamberge. Hansühn Ren. Hattstedt 1644. um 1700. Heide got.-Ren. und Ren. 
*Heiligenhafen 1580. Hemme 1550 bis 17. J. Hemmingstedt Ren. Hennstedt barock und jünger. 
Herzhorn 1637. Hohenaspe Ren. Hohenstein um 1560? und später. 
Hohn 1585. 1693? Hollingstedt 1659. Hooge Ren. Horsbüll Ren. Humptrup Ren. Husby 1667? *Husum 1617. Jerpstedt Fr.-Ren. Jevenstedt 1683. Jörl. Itzehoe um 1660. Kathrinenheerd um 1620. Kating um 1624. Kiel St. Nie. 1543 ff. Klippleff 1612. Klixbüll Ren. Kotzenbüll um 1670. Kropp. Landkirchen Fr.-Ren. u. barock. 
Langenhorn allerlei. Leck 17./18. J. Lütjenburg 1603. Meldorf 1567 fr. Moldenit Ren. Munkbrarup Empore. Neuenbrook. Neuendorf. Neuenkirchen CrM. 1601. Neukirchen WH. Nordhastedt 1649. Nüchel um 1680. Ockholm 1593. Oldensworth 1589. 17. J. Oldesloe Bühnen. Ostenfeld. Oewersee 17. J. St. Peter Ren. Poppenbüll 1598. 1609. Preetz Kl.-K. 1580 fr. und um 1660. 
Rabenkirchen got.-Ren., Fr.-Ren., bar. 
Randerup Fr.-Ren. Rapstedt Täfelung. Reinbeck Herzogsgestühl. Reisby. ^Rendsburg 2, 205. 217. Ries 1607. 1634. Rinkenis. Rüllschau 1643. Sarau frbar. 1637. Satrup i. A. Satrap i. S. Ende 17. J. Schads 1612. Schenefeld. Schleswig Dom 1557. Schobüll 1586 fr. Schönwalde 1667. Schwabstedt 1551fr. Schwesing Gestühl und Täfelungen. 
Selent 1581. 1584. Gross-Solt 1635. Sonderburg Empore 2, 421. 430. 
j Sörup 1616. I Sterup 1627. | Süderlügum. Sülfeld 16./17. J. Tating Emporen. *Tellingstedt 1566. 1604. Tetenbüll 1612 und später. Tieslund Fr.-Ren. Tondern 1592 fr. Tönningen 1633. 1703. Treya um 1650. Tyrstrup Reste. Uk 1651. Vollerwieck. Waabs 1608. Warnitz 1621. Weddingstedt 1616. Wesselburen 1738. Wiesby 1593. Witzworth. Wöhrden Fr.-Ren. e) Schemel. Landkirchen. 7
		

/Sponsorzy_051_07_0172.djvu

			100 Sachübersichten. B. Kirchenausst. II, 7. Gestühle, Chorabschluss. 8. Taufsteine. f) Bühnenstützen verziert u. dergl. 
Vgl. unter »Schmiedearbeit«. 
Eckernförde Kirche. Kollmar. Satrup 1696. Schleswig Graues Kl. N. Süderstapel um 1600. *Uelsby. B. Lettner (darunter ein Gitterverschluss). 
*Cismar. Eckernförde 1, 165 Ren. Rest. *Flensburg St. Nie. * Glückstadt. *Heiligenhafen. Itzehoe spbar. *Kiel. * Lunden 1, 93. *Lütjenburg. *Rendsburg 2, 205. Schleswig Dom spätgot. * „ Friedrichsb. bar. Tating Ren. Tondern Ren. 1625. Tönningen bar. C. Chorgitter und C hör - S ehr anken, 
Chorbalken. *Brecklum um 1660. *Burg a. F. Flensburg St. Mar. Reste Ren. *Garding. Glückstadt 1706. Hadersleben um 1630 Reste. Hooge 1635. Itzehoe 2, 481. Kating spätgotischer Chorbalken. Kiel St. Nie. Reste spg. u. spbar. Kotzenbüll got. -rMeldorf 1603. Mögeltondern. Oldensworth um 1580 Rest. Poppenbüll 1605 Reste. Preetz 1738. Rendsburg Teile. Schleswig Dom spätestgot. *Segeberg. Tating spätestgot. -<* Tönningen. Vollerwieck. Warnitz got. Welt. Taufen. Taufwasser s. Mögeltondern. Oxenwadt. a) Taufstein. Im Texte beigefügte Masse in Klammern sind 
die des Höhlungsdurchmessers. 
Schicksale vgl. Koldenbüttel. *Wilstrup. 1624. 
f Witzworth 162 ItV^ 1) Romanisch, z. T. auch wol 13. j. 
Granit, wo nicht im Text anders angegeben. Ganz roh: Gelting (Weihbecken?). Preetz Kl.-K. F erner: Abel. Agerschau. Aller. Althadersleben. Amrum. Angeln s. 2, 243. Aventoft. Atzerballig. Ballum. Bargum (Weihbecken?). Bau. Bedstedt. Beftoft. Bering. Borby. Boren (echt ?). Borsfleth. Bramdorp (Weihb. ?). Süder-Brarup. Brede. Broacker. Brodersby. Bröns. Dahier. Deezbüll. Döstrup. Dreisdorf. Düppel. Ekwadt. Enstedt. Emmerleff. Erfde. Feldstedt. Fjelstrup. Fohl. Föhr St. Joh. ,, ,, Laur. Frörup. Gram. Grarup. Grömitz (Fuss) oder jünger? Grossenwiehe (Weihb, ?). Grundhof. Hagenberg. Hammeleff. Handewitt. Hattstedt (Fuss) oder jünger? Havetoft 13. J. Hellewadt. Hjerndrup. Hjerting. Hohenstein (Fuss). Höirup. Hoist.
		

/Sponsorzy_051_07_0173.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 8 Taufsteine: rom., Ü. u. frg. IOI Hörup. Hoptrup. Horsbüll. Hostrup. Hoyer. Humptrup. Hürup. Husby. Jägerup. Jels (neu?). Jerpstedt. Joldelund. Jordkirch. Itzehoe 2, 487. 
Kahleby. Karlum. Kekenis. Keitum. Klanxbüll. Klixbüll. Kosel. Kropp frg.? Ladelund. Leck. Leezen Fuss. Lintrup. Loit i. A. Loit i. L. (18. J.?). 
Lütjenburg. Mauxtrup. Medelby. Medolden. Mildstedt (Weihb.?). Mögeltondern. Moldenit? Moltrup ? Munkbrarup. 
Neukirchen W.H. „ i. A. alt? 
*Neumünster 1, c^8. 
Niebüll. 
Nordhackstedt. 
Nordlügum. Notmark. Nübel. Nustrup. Oland. Olderup. Oesby. Ostenfeld. Osterlinnet. Osterlügum. Oxenwatt. Preetz Pfarrk. 
Pronstorf. *Quars. Randrup. Rapstedt. Reisby. Ries. Rieseby. Roager. 2 Rodenäs. Rödding. Röm. Rüllschau. Satrup i. A. ? Satrup i. S. Schads. Schlamersdorf. Schottburg. Schrau. Schrustrup. Schwansen. Sch wenstrup. Schwesing. Sieseby. Siewerstedt, nebst Stiel. Gr.-Solt. Sommerstedt. Sonderburg 2, 424. Sörup. Spandet. Starup. Steinberg. Stepping. Sterup Weihb.? Süderlügum. Taarstedt. Testorf. Tieslund. Tingleff. Toftlund. 2 Tolk. Treya. Tyrstrup. Uberg. Uk. Viöl. Waabs Fuss. Wallsbüll. Wanderup. Warnitz Weihb. ? Wesselburen oder Ueberg. ? Westerland. Wilstrup. Witting. Wittstedt. Wodder. Wonsbeck. 2) Uebergangsstil und Frühgotisch; 
z. T. rom.? «) Kelch förmig, glatt, z. T. rom.? 
Amrum. Broacker. Hansühn. Neukirchen LO. Kl.-Solt. Tandslet. ß) Rundbogen an der Kuppe. 
Bannesdorf. Böel.
		

/Sponsorzy_051_07_0174.djvu

			102 Sachtibersichten. B. Kirchenausst. II, 8. Taufsteine. Ü. u. jünger. Erztaufen. Braderup Vierpassform. Eggebeck. Eken. Emmelsbüll Vierpassform. Htigum. Jörl. Lensahn. Morsum. Norburg Vierpassform. Nordmarsch ? Nordstrand i, 483. Scherrebeck. (Sonderburg Schloss, Stiel Vierpassform 2, 424.) 
Stedesand Vierpassform. y) Desgleichen, mit Kreisknäufen. 
Flemhude. Haddeby Vierpassform. Lysabbel. cF) Spitzbogig, mit Kreisknäufen. 
Adelby. *Burg a. F.? Heiligenhafen. Lintholm. Ottensen. Petersdorf. f) Desgl., mit Ornament in den 
Zwi ekeln. Föhr, St. Nie. Hohn. £) Spitzbogen mit Nasen, oder über¬ 
haupt reicher. Barkau. Blekendorf. Brecklum. Erfde. Hamberge. Nordmarsch ? Pronstorf achtseitig. Schlamersdorf achtseitig. Schönkirchen. Wesenberg. 3) Spätgotisch. St. Annen. Haselau. Süder-Hastedt. Heide. Kotzenbüll. *Mildstedt? Ockholm. Oldensworth. Ording. Pellworm N. K. 1587. Stellau (Weihb.). Süderstapel. Tondern. Uelvesbüll. Welt 1521. Windbergen. Witzworth. Anm. Friesisch 1, 433. 2, 224. 
Bergenhusen. Bordelum. Flensburg, St. Job. 1592. Friedrichstadt. Hollingstedt. Kathrinenheerd. Nordstrand. Schobüll. Tating. Vollerwieck. 4) Ren. und Barock. Garding 1654. Hemme um 1640. Langeness 1663? Ottensen Fuss um 1605. Schleswig (Friedrichsb. 1651). Sonderburg Schloss Ren. Stellau 1593. Tetenbüll 17. J. Tondern Fuss (Ren.). Tönningen 1641. Warnitz Deckel. 5) Neuer. Bargteheide Ende 17. J. Brunsbüttel um 1690. Föhr St. Laur. 1752. Grawenstein um 1709* Krusendorf um 1757. Landkirchen 1735. Wandsbeck 1800? b) Erztaufen. 1) Bitsumer Gruppe. Bramstedt. Büsum. Kellinghusen. Marne. Rendsburg. 2) Sonst romanisch oder frg. 
*Burg i. D. Altenkrempe mit Steinfuss, von Johannes. * Brokdorf. Delve, mit Bodenring. Eddelack. * Hemmingstedt. Meldorf. vgl. Mildstedt 1, 476. Nienstedten. Tellingstedt. 3) 14. Jahrh. Albersdorf. Beydenfleth 1345; Bodenring. Bovenau 1375? Burg a. F. 1391. Kiel 1344 von Apengeter. Sieck von Gherardus. 4) i 5. Jahrh. und spätgot., sowie aus 
unbekannter Zeit. 
^Dänischenhagen.
		

/Sponsorzy_051_07_0175.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 8. Taufen aus Metall und Holz. 103 *Elmshorn 1414. Flensburg Nie. 1497 Hansen. Flintbeck 1515 Wulf. Gettorf 1424. * Hademarschen. Hadersleben 1485 Hansen. Pr.-Hagen 1457. Halk 1491 Hansen. Haseldorf 1445. *Heiligenhafen. *Neustadt. Norderbrarup i486 Hansen? 
*Nordstrandisch Moor i, 485. Pellworm A. K. 1475 Klinghe. Schleswig Dom 1480 mit Steinfuss. 
Segeberg 1447 Klinghe. 5) Ren. und barock. 
Bünstorf 1665 Clausen. Eckernförde 1588 Dibler. Esgrus 1619. Flensburg St. Mar. 1591 Dibler. Hattstedt 1647 Karsten. Heiligenstedten 1638 Benningk. Hohenaspe 1630. Husum 1643 Karsten. Hütten 1670. Lebrade 1699 Lomeier. Nortorf 1589 Lucas. Ploen 1690? (Bronze, nicht Kupfer). 
Poppenbüll 1590 Lucas. Sonderbürg 1600 Lucas. 6) Taufen getrieben aus Messing 
(oder Kupfer). Bordesholm 1737 Kupfer. Handewitt um 1800. Krempe 1814? Leezen 1664. Süderau 1637. c) Holztaufen. 1) Gotisch oder gotisierende. 
(Nur Deckel): Arild. Humptrup. Poppenbüll um 1590. 2) Ren. Bredstedt 1599 Deckel. Buhrkall um 1620. Bülderup. Eggebeck um 1600 Deckel. Esgrus Deckel. Fahrenstedt 1615. Flensburg St. Marien. Deckel. Gröde 1580. Hooge 1624. Husby Deckel. Kating 1626. Klippleff 1612. Medolden 1626 Deckel. Neuenkirchen Anf. 17. J. Rendsburg 1624 Deckel. Schwabstedt um 1606. Simonsberg 1601. Tondern Ende des 16. J.: Deckel und Um¬ 
gebung. Wiesby um 1593. 3) Barock bis gegen 1670. 
Albersdorf um 1650 Deckel. Barlt 1663. Bjolderup 1640. Bröns um 1670 Deckel. Eichede 1643. Elmshorn um 1660. Gelting 1653. Glücksburg um 1640/50. Glückstadt 1641. Haselau 1647 Deckel. S.-Hastedt um 1650 Deckel. Heide 1641, vgl. N. Hoyer Deckel. Itzehoe um 1660 I, 479. Kiel Nie. um 1670. Morsum 1656 Deckel. Neuenbrook 1634. Neuendorf 1632. Nordhastedt um 1640/50. Oxbüll. Quern um 1650. Reisby 1671 Deckel. Schönkirchen 1635 Deckel. Sterup 1648 Deckel. Weddingstedt 1655. Welt um 1640. * Wöhrden um 1660 Deckel. 4) Spätbarock und jünger. 
Barmstedt 1718. Bau 1715. Blekendorf 1709. Enge. Fahretoft 1703. Flensburg Nie. 1722 Deckel. Garding um 1700 Deckel. Grömitz 1702. Hademarschen 1818. Hansühn um 1685. *Heiligenhafen um 1705. Hennstedt 1687. Hohenstein um 1685. *Holebüll 1701. Kathrinenheerd 1727 Deckel. Kollmar um 1800. Krummendieck um 1699. Langenhorn 1688. Lebrade 1699. Lügumkloster 1704* St. Michaelisdonn um 1670. Mögeltondern um 1660. Meldorf Deckel 1688. Neuenkirchen i. D. 1710. Neukirchen W. H. 1686 Deckel.
		

/Sponsorzy_051_07_0176.djvu

			104 Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 8. Taufen versch. Art. Taufschüsseln. Neukirchen i. A. um 1670 Deckel. 
Nüchel um 1690. Oewersee 18. J. St. Peter um 1700. Rabenkirchen 18. J. Rendsburg Christk. 1700 N. Sarau um 1700. Schlichting 1727. Steinbeck um 1704. Sülfeld 1685. Tating Deckel um 1719. Uelsby 17./18. J. Warder 1682. Wesselburen 1738. Gr.-Wiehe 1694. 5) Taufgitter. Haseldorf um 1660. Hennstedt um 1650. Kiel Nie. 1670. Landkirchen 1735. *Schleswig Dom 1666. Tondern Ren. Wesselburen 1738. Witzworth Reste 1572. 6) Taufengel. Agerschau. Ahrensburg 1716? Barkau 1736. Bergstedt. Bornhöved. Breitenberg. Grossenbrode. Grube Ende 17. J. Hamberge. Hohenfelde 1767. Jevenstedt um 1725. Jörl 1773? Kiel Nie. 1, 559. * „ K1.-K. Kropp 19. J. Leezen. Lütjenburg Ende 17. J. 
Neuendorf. 18. J. Niendorf 1770. Oldenburg um 1780. Oldesloe. Osterhever 1822? Preetz Pfarrk. um 1700. 
Pronstorf 18. J. Reinfeld 18. J. Sarau. Schenefeld um 1640. Schleswig Mich. Schönwalde 1780. Schwansen 18. J. Sophienhof 19. J. Stein. Starup 1742. Töstrup 1792? Trittau. Ulsnis um 1800. Westerhever 1805. Wöhrden 1788. 7) Taufschüsseln öfters nicht von Anfang zu Taufschüsseln be¬ 
stimmt. Vgl. Preetz Kl.-K. 2, 171. Barkau 
Priv.-Haus. Fast stets Messing. «) Silberne, unter anderen: Kiel, Nie. 1702. St. Peter um 1700. Tönningen 1679, geziert mit Jesu Taufe. ß) Einfachere Verzierung. 
Althadersleben. Atzerballig. Blekendorf. Bramstedt 1663. Föhr St. Joh. Gelting mit got. Stab. Glückstadt 1641? Grömitz vor 1702. Hirschfries. 
Heiligenstedten. Hemme 1662. Hohenfelde 1637. Kating N. Morsum 1682. Neuenkirchen Kupfer. Osterlinnet. Probsteierhagen. Quern. Roager. Röm mit Vase und Inschr. het slodt . . , 
Süderlügum. Taarstedt 1680. Wallsbüll Min-Inschr. und ich bart Geluk . . . 
Warder. Der Hirschfries ist die Darstellung der 
springenden Hirschkuh mit Kalb und Hund, 
welche sich fortwährend wiederholend einen 
Ornamentstreifen bildet. — Die »Minuskel-In¬ 
schrift» (Nüchel, Flemhude u. a. O.) ist nie ge¬ 
deutet und undeutbar; doch ist sie in manchen 
Fällen wol aus dem Ave hervorgegangen, und 
das benedic ist meist zu lesen. Im Folgenden nur der Gegenstand des Mittel¬ 
feldes angegeben: y) Mit Verkündigung. Arild. Barmstedt spätgot, ? Norderbrarup. Düppel. Eckernförde. Emmerleff. Fahrenstedt. Flemhude. Föhr St. Nie. Fohl. Gettorf »1742«. Handewitt. Hollingstedt. Hürup. Hütten.
		

/Sponsorzy_051_07_0177.djvu

			Sachübers. B. Kirchenausst. II, 8—n. Taufschüsseln, Kannen, Deckel. Weihb. 105 Ketting 1669 geschenkt. Kiel Nie. Krusendorf. Leezen auch Taufe Jesu. Lintrup. Medolden. Nüchel. Nustrup. Ostenfeld. Oewersee. Rendsburg. Rödding. Schleswig St. Joh. Schönkirchen. Sieck. wSimonsberg. Sonderburg. Tetenbüll. Thumby. Witzworth. d) Grosse Traube. Hammeleff. Haselau. Jerpstedt. Itzehoe. Schrau. e) Sündenfall. 
Bramstedt 1646. Feldstedt. Hjerting. Moltrup. Poppenbüll. Schrustrup. Toftlund. Uelsby. Wesenberg. Q Taufe Jesu. Boren. Leezen. Neuendorf. Neukirchen LO. Satrup i. A. Steinbeck 1704. Tating 1676. s. Tönningen 1679 (silb.). rj) Kreuzigung. Segeberg. ft) Maria mit Kind. 
Friedrichstadt spg. ? t) Reichsadler. Bargum. Gram. Kosel. Tandslet. x) Ferneres: 
Ekwadt 2 Fische. Elmshorn St. Georg. Flensburg St. Joh. Ritter. » »fl Wappen. Hörup Ritter. Kellinghusen Bileam. Lebrade Fasane und Figuren. Leezen Verkünd, u. Taufe u. A. Lysabbel 2 Tauben. Nübel i. S. Hirsch. Rüllschau Löwe. Tundtoft (Norburg) 1663 Nymphen. Waabs Weib mit Vogel. 8) Schüssel Holz, mit Johanniskopf. 
^Flensburg St. Joh. Schleswig St. Joh. 2, 327. 9) Taufk an ne. Föhr St. Joh. „ „ Nie. Sylt Westerland. 10) Taufdeckel aus Messing, klein:. 
Bülderup 1710. Krummendieck. Sülfeld. 9. Weihbecken, vgl. 1, 297. Bannesdorf. Boren. *Burg a. F. Dreisdorf, 
s. Emmerleff. *2 Flensburg St. Joh. Gram. Grömitz. Hürup. *Hütten. Keitum. Krokau. Kropp. Landkirchen. Medelby. Morsum. Munkbrarup. Preetz Kl.-K. ? Quem. Schwabstedt ? *Gross-Solt. Sörup ungewöhnlich reich. Süderbrarup. Tolk? 10. Piscinen, Ausgusssteine. Braderup. Burg a. F. 2, 75. Garding. Landkirchen 2, 84. Neuenkirchen i. D. Nordhastedt. Oldenburg. Poppenbüll. ? Schwabstedt. Witting. ii. Tabernakel, alle Holz? *Bordesholm I, 526. *Burg a. F.
		

/Sponsorzy_051_07_0178.djvu

			I06 Sachübers. B. Kirchenausst. II, II—16: Tabernakel, Betsl., Reliquien, Kasten. *Hörup. *Husum I, 456. Marne Rest? *Munkbrarup. *Neuenbrook. Nordhastedt Rest. N. Petersdorf. Schleswig St. Joh. 12. Betsäulen? Burg a. F. St. Jürgen, 
vgl. Bröns. 13. Ewiglicht. *Bordesholm I, 527. 14. Wandschränke, fast alle in der Brotseite ; auf der Rückseite der 
Türe ist Christus im Elend gemalt. 
Adelby. Bargum. Bau 18. J. *ßrecklum. Eken. Ekwadt. Esgrus. Föhr St. Joh. 1487. *Gettorf. Grube. Haddeby. Havetoft. Jörl. Kahleby. Kropp. Landkirchen. Liigumkloster. Quern. Rendsburg i. d. Sacristei. Satrup. Gross-Solt. Klein-Solt. Sonderburg 2, 422. Stedesand im Altäre. Steinberg. Sterup. Struxdorf. Taarstedt. 2 Tetenbüll. Thumby. 2 Tönningen 1, 23g. Uelsby. Wanderup. Welt 17. J. 15. Reliquien, siehe: Bordesholm 1,520 h 526. Burg i. D. 1, 114. Cismar. Heiligenstedten. Preetz Kl.-K. 2, 173. Liigumkloster. a) R e 1 i q u i e n a r m e. 2 *Cismar. *Landkirchen etliche. b) Reliquienschreine. * Amrum. *Höirup. Liigumkloster. 
s. Nortorf 1190. *Notmark. Rendsburg Rathaus: Schwurlade. Sterup. *Wesselburen. 16a. Kisten und Kasten. Amrum mit Mal., got. 
s. Bordesholm 1, 526. *Büsum »Ablasskasten«. Eckernförde Rathaus. Kating Schrank 1723. Kiel Nie. Kiste. Landkirchen Landesblock. Ording Schrank. Pellworm N. K. 1624. Preetz Privilegienlade I5°4 2, 174. ! Rapstedt. | *Reinbeck. ! Schwesing 1739 Gerätkästchen. | Sylt Keitum Schrank. Wesselburen Schrank. Wöhrden Truhe 1614. 1 bi) Almosenkasten, Armenblöcke u 
dergl. fast überall. Auch: Barkau N. Beydenfleth 1709. Elmshorn 1661. Garding. Hattstedt. Münsterdorf. Neuenkirchen CrM. Niebüll. Nustrup 1574. Oldesloe. Rendsburg. Seester 1631? Sörup. Sterup. Süderau 1697. Tondern Ren. Tönningen. Uetersen. Vollerwieck 1597. Witzworth. b2) Almosenständer 
s. unten unter Schmiedearbeit. b3) Sammelbrett. Oldesloe. b4) Statue zum Empfangen. 
*Bordesholm 1, 525.
		

/Sponsorzy_051_07_0179.djvu

			Sachübers. B. Kirchenausst. II, 17—21: Beichtbr., Handtuchh., Uhren, Weihgesch. \oj 17. Beichtbrett, ein Zählbrett mit einer Anzahl von fortlaufend 
bezifferten Löchern in Reihen, in deren jedes 
der Stöpsel passt. Beftoft. Schrustrup. Wiesby. 18. Handtuchhalter. Gram 18. J. Halk 18. J. Lysabbel 18. J. Neuenkirchen CrM. 1715» Notmark. Olderup Ren. Schobüll um 1670. Schwenstrup Ende 17. J. Sonderburg 1719. Uelvesbüll 1710. 19. Uhren. Garding Rest Ren. Husum Gasthaus um 1770. Kathrinenheerd Ren. Kiel KI. gegen 1700. * „ St. Nie. 1571. » „ „ 1729. Klippleff Rest. Neustadt Turmuhr 1555. *01densworth. Schleswig Dom Reste; Ren. * Westensee. 20. Sanduhren, bisweilen nur die Halter, oder die Gehäuse 
erhalten. Ahrensburg. Amrum. St. Annen 1724. Barkau ausgez. Ren. Beidenfleth. Blekendorf. Böel. Borsfleth. Brodersby. Dreisdorf. Düppel 1611. Emmelsbüll. Erfde. Esgrus. Fahrenstedt N. Flensburg St. Nie. N. Föhr St. Nie. Garding. Gelting. Gettorf. Glücksburg. Hadersleben. Hagenberg. Heiligenstedten. Herzhorn. Hohenaspe. Hohenfelde. Hoist. Hörup. Hütten. Jägerup. Jevenstedt. Kating. Kekenis. Klanxbüll. Kosel. Krummendieck. Landkirchen, 
s. Langenhorn. 2 Morsum. Munkbrarup 1742. Neuenkirchen i. D. Neukirchen WH. Niendorf. Nüchel. Oldenburg. Ottensen. Oewersee. Pellworm N. K. Poppenbüll. Rapstedt. Rendsburg. Rinkenis. Satrap i. S. Schenefeld N. Schleswig Präs. Kl. Schönkirchen. Seester. Sonderburg. Stedesand. Steinberg. Taarstedt. Tating. Töstrup 1725. Trittau. Viöl 1671. W esterland. 21. Weihgeschenke. Fahnen , Waffen, s. d., Anker zu Glückstadt. S chi ff e: Adelby N. Apenrade. Arnis. Atzerballig 1781. Ballum. Burg a. F. Büsum. 2 Delve. Eckernförde. 2 Elmschenhagen. Erfde. 2 Flensburg Dän. K. Friedrichstadt. Gröde. Hamdorf. Heiligenhafen. Hooge.
		

/Sponsorzy_051_07_0180.djvu

			108 Sachübersichten. B. Kirchenausst. II, 21—25: Weihgeschenke. Metallgeräte. Hörup. Karlum. Kekenis. Ketting. Kropp. Landkirchen. Loit i. L. Oland. Osterlügum. Rüm. Schönkirchen. Gr.-Solt. Sonderburg. Steinberg. Warnitz. 22. Was s er ge fass e. *Bordesholm I, 526. 23. Kohlenbecken. Kamine im Haderslebischen in den meisten 
Sacristeien 1, 339; sonst sehr oft im Vorhaus, 
wol bes. auch für die häufig notwendigen Her 
Stellungen an den Bleidächern, 
s. Bordesholm 1, 527. Landkirchen 1491. Petersdorf 1493. 24a. Rauchfässer; sämmtlich ehern. Atzerballig. Aventoft. Bedstedt. Beftoft. Boren. *Süderbrarup. Broacker. Düppel. *Ekwadt. Fahrenstedt. Feldstedt. Glücksburg. *Hoist. Moldenit. Oesby. Quern. *Roager. Sommerstedt. *Steinberg. Sterup. Tating. *Töstrup. Uelsby. Warnitz. Wonsbeck. b) Rauchpfannen aus Eisen 1, 558. 
Adelby. Braderup. Bülderup. Hoist. Rapstedt. 25. Leuchter, a) Kerzenställe. Dagebüll. *Kahleby. s. Einl. zu Friesland I, 433 und 2, 358. b) Marienleuchter, Liebfrauenkrone. 
Gettorf. Heide Rest. Heiligenhafen Rest. Landkirchen. *Kiel 1495 L S5°- c) Jungfernleuchter. *Lehe bunter Pesel (s. Meldorf). d) Geweihleuchter 1, 433; 
Hirschkopf mit Geweih aber auch *Lehe 1, 140 
und ganzer Hirsch Gottorf, Hirschsaal. St. Annen. Rodenäs? 
vgl, Rom. e) Kronleuchter i. Eiserne. Heiligenhafen Ren. Rüllschau. *2 Taarstedt got. * Thumby got. Uetersen 17. J. 2. Metallene in Rot- oder häufiger Gelbguss, alle Ren. und 
bar., 16.—18. J. Altona 1671. 2 Amrum 1671. 2 St. Annen 1698. 4 Apenrade. Arild 1747. Arnis. 2 Barmstedt 1732. Beftoft. Bergstedt. Bordelum 1780. Bramstedt 1700. 1732. Branderup. Brecldum 1694. 1695. 3 Bredstedt. Breitenberg 1695. Broacker 1779. Bröns 1736. Biisum 1641. 1658. *Delve 1661. 3 Dreisdorf 1685. 87. 1702. 3 Eckernförde, darunter 1619. Elmshorn K. 1725. Flemhude 17. J. Flensburg Kl.-K. „ Dän. K. 3 „ St. Joh. 3 „ St. Mar.
		

/Sponsorzy_051_07_0181.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 25. Leuchters Kronl., Standl. IO9 3 Flensburg St. Nie. 3 Föhr St. Laur. 1677. 1702. Friedrichstadt 1698? Galmsbüll. Gelting 1724. 4 Glückstadt 1652—55. 3 Grawenstein. Grömitz. Grossenaspe um 1771. N. Grundhof 1742. 2 Hadersleben Spit.-Kap. 3 „ Kirche 1605 (neuer N.). 1655. 
Haseldorf. Hattstedt 1644. 1656. Havetoft 1722. Heide 1667. 1672. 3 Heiligenhafen. Hemme 1668. 1739. Hennstedt 1705. Hohenaspe. Hörup 1767. Hostrup Ende 16. J. Hürup. *Husum 1630. 43. 55. Itzehoe 1716 2, 490. Kaltenkirchen 1704. Karlum. Kellinghusen 1702. Kiel Nie. 1638. 1661. Kosel um 1600. Kotzenbüll 1752. Landkirchen 1706. 1732. Leck 1678. Liigumkloster. Lunden Rest. Lütjenburg 1645. 74. 1739. Meldorf 1600. 1655. 1694. Michaelisdonn 1681. Neustadt 1649. 1662. Niebüll 1760. Norderbrarup. Nordhastedt 1694. 1725. Nordlügum 1749. Oldensworth 1685. Olderup 1748. Oldesloe 1634. 17. J. ? Ottensen 1738. Oxbüll 1697. Pellworm N. K. 1704. St. Peter um 1680. Petersdorf 1772. 4 Preetz K1.-K., so 1738. „ Pfarrk. 1641. 1649. 96. Randrup. 4 Rendsburg, so 1647. 87. 3 Rom, so 1784. Rüllschau. Scherrebeck. 3 Schleswig Dom. „ St. Michaelisk. 17. J. „ Friedrichsb. 1656. „ Präs.-Kl. Schlichting 1662. Schobüll 1701. Schönberg 1782. Schönwalde. Schwabstedt 1649. Segeberg 1754. 83. Sehestedt 1755. Selen t. 3 Sonderburg, davon einer aus Nürnberg 1653. 
3 Steinbeck, so 1679. 1719. Steinberg 1753. Stellau 1700. Sterup 1760. Sülfeld 1684. Sylt Keitum 1683. 98. um 1700. „ Morsum 1783. „ 2 Westerland, so 1682. Tieslund 1780. 6 Tondern 1594. 1622. 51. 54. 2 Tundtoft (Norburg). Uetersen 17. 18. J. Warnitz. Weddingstedt 1747. 2 Welt. Wesselburen. Westensee 1715. Wiesby. 3 Wüster. Witzworth. Wöhrden 1654. 3. Gläserne. Bau. Delve 1796. *Döstrup. 3 Garding 1756. *Handewitt. Havetoft. Hennstedt. 2 Kappeln. *Ploen 2, 160. Schwabstedt Reste. Stedesand. Wesselburen. 4. Hölzerne. 3 Oldenburg 18. J. Rüllschau. f) Standleuchter, gewöhnlich je ein Paar Rot- oder Gelbguss. 1. Romanisch. *Kahleby im Mus. *Schleswig Dom im Mus. 2. Gotisch. Adelby 1638. Agerschau gotisierend. Altenkrempe. Apenrade. 4 Atzbüll. Atzerballig. Ballum. Bannesdorf. Barkau.
		

/Sponsorzy_051_07_0182.djvu

			I IO Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 25. Gotische Standleuchter. Bedstedt N. Beidenfleth. Bjolderup. Boren vor 1559. 
Bornhöved. Borsfleth. S.-Brarup. Brede. Bredstedt. 6 Broacker. Brockdorf. Brodersby. Bröns. Brügge. Burg a. F. Dagebüll. Dahier. Dänischenhagen N. 
Döstrup. Dreisdorf. 4 Düppel. Eddelack. Eggebeck. 3 Eichede. Eken. 4 Emmerleff. Enge. Feldstedt Zinn; echt? 
Flensburg St. Joh. » Kl. Fohl. 4 Föhr St. Joh. „ St. Laur. „ St. Nie. 3 Gettorf. Gikau. Grossenwiehe. 3 Grube, so 1493. 
Haddeby 1774 gotisierend. 
Hademarschen. Hagenberg. Hamberge 1418. 
Hammeleff. Handewitt. Hansühn. Haselau. 4 Havetoft. 4 Heiligenhafen. Hellewadt. Herzhorn. Hohenaspe. Hohn 1469. Hohenfelde. Höirup. Hoist. Holebüll. Hoptrup. Hörup. Horsbüll. Horst. Hoyer. Hügum. Tlumptrup. Iiusby. Jordkirch. Jörl. 4 Kahleby, so »1701«. 
Kathrinenheerd. Kating. Keitum. Kekenis. Kellinghusen. 4 Ketting, 2 gotisierend. 
Kiel Nie. 16. J. , Kl. Klanxbüll. 4 Klippleff. Klixbüll. Kollmar. Krempe, Krummendieck. Landkirchen. Leck. Leezen. 3 Lensahn 1491. »1670.« 
Lügumkloster. Lysabbel. Mildstedt. 4 Mögeltondern. 4 Morsum. Munkbrarup. 
Neuenkirchen CrM. 4 Neukirchen LO. 
Niebüll. Norburg. 4 Nordlügum. 4 Nordstrand. Nortorf. 5 Notmark. Nübel i. S. 4 Nustrap. Ockholm. Oland. Oldensworth. Oesby. Osterhever. 3 Oewersee. Oxbüll gotisierend. 
Pellworm A. K. St. Peter. Petersdorf. Poppenbüll. 3 Probsteierhagen. 4 Reisby. *Rinkenis. Rüllschau. Satrup i. S. Scherrebeck. Schleswig Dom. Schobüll. Schottburg. 4 Schwabstedt. 
Schwenstrup. Schwesing.
		

/Sponsorzy_051_07_0183.djvu

			Sachiibersichten. B. Kirchenausstattung. II, 25. Standleuchter: got., Ren. Ill Selent. Gross-Sol t. Klein-Solt. 4 Sonderburg. Sörup. Steinberg. Sterup. Struxdorf gotisierend. 
Süderlügum. Süderstapel. Tandslet. Tellingstedt 1587. Tetenbüll N. Tolk. Töstrup. Uberg. Ulkebtill. Uelvesbüll. Uetersen. Waabs. Wallsbüll. 4 Warnitz, so «1692«. Welt. Westensee. Westerhever. Westerland. Wiesby. 4 Wodder. Zarpen. 3. Renaissance. 
4 Abel, so 1688. Adelby 1673. Agerschau. Aller. Altenkrempe. Althadersleben. 6 Amrum 1654—57. Apenrade. Arild. Arnis 1734. 4 Aventoft (2 Zinn). Ballum 1648. Bargteheide 1735. Bargum 1660. 1787. 4 Bau, so 1715 (*1647). Bedstedt N. Beftoft. Beidenfleth 17. J. Bergenhusen 1599. Bergstedt 1721. Bering, so 1649. 1652. Bjolderup. Blekendorf 1684. 6#Böel, so 1626. 1673. 1751. 
Bordelum 18. J. 4 Braderup. Bramsted t 1681 (91). Branderup, so 1681. 6 N.-Brarup 1733. S.-Brarup 1653. Brecklum 1753. Bredstedt 1650. Breitenberg 16. J. Bröns. Brunsbüttel. 4 Buhrkall. Bülderup. Bünstorf. Büsum. Dagebüll 1755. Dahier. 6 Deezbüll. Eckernförde. Eggebeck. Eken. Ekwadt N. Emmelsbüll. 4 Enge. Enstedt. Erfde. 6 Esgrus 1651. 1685. 4 Fahrenstedt 1642. 1644 k 
Fahretoft 1676. Feldstedt 1680. 1693. Fjelstrup. Flemhude 18. J. Flensburg St. Mar. 1582? 1588. „ Hl. Geist 1719. 
Flintbeck. Föhr St. Laur. 1680. 
Friedrichstadt kath. K. 4 Frörup. ! Garding. | 3 Gelting. Glücksburg. Glückstadt 1623. I Gram, 
j Grawenstein. Gröde 1648. Grömitz 1594. 3 Grundhof 1655. 57. 4 Hadersleben, und ein 2armiger. 
4 Halk 1675. 18. J. Hamberge 17. J. i Hammeleff. 
i I landewitt. Haseldorf 17. J. Hatlstedt 1669. Hennstedt. Hjerting 1677. Höirup 1798. Holebüll. Hooge. Hoptrup. Horsbüll 18. J. Hügum. Humptrup. 3 Hürup. Husby. Husum St. Jürgen 1684. Jägerup. 4 Jerpstedt. Jevenstedt. Joldelund 1617.
		

/Sponsorzy_051_07_0184.djvu

			112 Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 25. Standleuchter; Ren. und jünger. 4 Karlum. Kekenis. Koldenbüttel 1757. Kropp 1705. 4 Ladelund 16. J. 1705. Langeness 1667. 4 Langenhorn. Lebrade 1700. 4 Leck 1056. 82. 4 Lintholm. Lintrup 1652. Loit i. L. Loit i. A. Lütjenburg 17. J. Mauxtrup. 4 Medelby 1630. 1740. Medolden. Mögeltondern. Moldenit mit Armleuchter 17. J. Moltrup. Morsum. Neukirchen i. A. » WH. Neumünster. 6 Niebüll 1645. 92. 95. 3 Nordhackstedt. 6 Nordlügum. 4 Nordstrand kath. K. 8 „ Ther.-K. Nübel i. S. Nüchel 1704. 
i Ockholm. Ording 1761. 4 Oesby. 4 Ostenfeld. Osterlügum. Oxenwatt. Pellworm A. K. 3 „ N. K. dabei 1 Arml. St. Peter. Ploen Schlosskap. 1634? N. 3 Preetz K. 4 Pronstorf. 6 Quars, so 1761. Rabenkirchen 1689. Randerup. 4 Rapstedt. Reinbeck 17. J. Reinfeld 1674. Rellingen 1732. Rieseby. Risum 1617. 4 Roager, so 1639. Rödding. 4 Rodenäs 1651. 1653. 4 Röm, Hausleuchter, so auch auf Sylt. 
Rüllschau 1679. 3 Sarau, so 1643. 5 Satrup i. A. Satrup i. S. Schads. Scherrebeck N. Schleswig Friedrichsberg N. 1656. 
Schlichting. Segeberg. Sieck 1702. Siewerstedt. 4 Simonsberg. Sommerstedt. Sonderburg. 4 Sörup. Spandet. Stedesand 1682. Steinberg 1653. Stellau 1700. 4 Stepping 1655. 1733- N- 
3 Sterup, so 1714. Süderau. Süderlügum. 3 Taarstedt 1650. Tating. 4 Thumby, so 1610. Tieslund 1622. 72. Tingleff. Toftlund. Tondern. 4 Tönningen 1640. 52. (2 silb.). Töstrup. Treya. Tyrstrup 1752. Uberg. Uk. Ulderup. Ulkebüll. Uelsby, so 1739. Uelvesbüll. 3 Viöl. Vollerwieck. 3 Wanderup 1616. 47. 3 Warder 1605. 35. 6 Westerland, einer 2armig. 4 Wewelsfleth, so 1645. Wiesby. 4 Wilstrup 1725. 4 Witting. 4 Wittstedt N. Witzworth 1640. 3 Zarpen 1656. 4. Jüngere Form, 3seitig beginnend. 
Bovenau bar. Brügge. Elmshorn 1696. Hemme. Hoyer. Rendsburg bar. 1648. Tondern bar. Töstrup 1698. Wiesby. 5. Neuartigjifters, so z. B.: 
Bordesholm 1737. Delve 18. J. ? Neuenbrook Emp. Ries 1799.
		

/Sponsorzy_051_07_0185.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 25. Leuchter. 26. Heil. Gefässe. g) Leuchter aus verschie de nen Stoffe 1. Silberne. Augustenburg. Flensburg St. Mar. 1746. Itzehoe 1715? 2, 482. Kiel St. Nie. 1703. Nprburg 1705. Preetz Kl. 1717. Süderstapel 1694. Tönningen 1652. Welt Rocc. 2. Zinnene Leuchter, unter Anderen: 
Barlt. Breitenberg 1756. Feldstedt. Itzehoe St. Jürgen 1672. Kaltenkirchen 1660. 3. Holzleuchter. Burg a. F. St. Jürgen got. Elmshorn um 1660 gross. Loit i. L. Ren. Mauxtrup. Schottburg got. Süderstapel. Tellingstedt Ren. h) Wandleuchter, 
meist Metallguss, fast alle Ren. Barkau mit Sanduhr. 2 Eckernförde, so 1616. Flensburg St. Toh. „ „ Mar. ,» i7 Nie. 2 Friedrichstadt. 7 Glückstadt. Hagenberg got. eisern, Rest. 13 Heiligenhafen 16./17. J. Kiel St. Nie. Landkirchen, so 1597. Lütjenburg 16./17. J., einer Eisen. 14 Neustadt, auch mehrarmig. 6 Petersdorf, auch mehrarmig, einer Eisen. 3 Preetz Pfarrk., eisern. Rendsburg viele. Schleswig Dom. Sonderburg um 1600, einer 2armig. Tondern, mehrarmig. 19 Wüster. i) Leuchter aus Messingblech ge¬ 
trieben, meist Wandarme, E. 17. J. 
Brodersby. Burg a. F. 1690. 
vgl. Cismar Vasen. Eichede 1739. Hadersleben Spital. Hamberge. Hohenstein. Itzehoe um 1660 2, 482. Landkirchen 1649. Meldorf 1696. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. ”3 Oldesloe 1661. 4 Preetz Pfarrk. Rendsburg 4 Wand-, 3 Standleuchter. Schads. Schleswig St. Joh. „ Präs.-Kl. 3 Schönwalde. Klein-Solt got. Form. Sylt Keitum. Tellingstedt 1720, 3seitig beginnend. 3 Westerland 1673. 26. Heilige Gefässe u. dergl. A. Allgemeines. a) Kästchen zum Aufbewahren. Bar kau. Garding. b) Schicksale s.: Bordesholm 1, 526. Friesland 1, 436. 498. Itzehoe Kl. Kiel Kl.-K. 1, 564. Schönberg 2, 183. Schönkirchen 1, 545. c) Aufzählung s.: Flensburg St. Mar. 1, 266. Itzehoe 2, 487. Münsterdorf. Uetersen 2, 114. B. Kelche. Zwei Durchmesserzahlen im Texte geben den 
oberen und den unteren Durchmesser. a) ihr Stoff. 1) Mit Edelsteinen. Barkau. Eddelack. Hostrup. Kellinghusen. Uetersen. 2) Goldene Kelche. *Meldorf 1, 138. *Nordstrandisch Moor. *Süderlügum. Uetersen. 3) Glas, Krystall. 
s. Bordesholm 1, 529. 4) Silbern, vergoldet alle folgenden; 
nur an den nachgotischen fehlt bisweilen die 
Vergoldung ganz oder teilweise. Schlechte 
zinnene finden sich selten, in armen Kirchen 
oder nebenbei (vgl. Quern). Viele Knäufe, wie 
auch die Patene in Föhr St. Nie., haben Schmelz. b) ihr Stil. 1) Romanisch und frühgotisch, rund. 
Bannesdorf frg. Barkau 14. J. Brodersby z. T. 8
		

/Sponsorzy_051_07_0186.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 26. Kelche. II4 Delve 13. J. Grube 14. J. Kating 14. J. Neuenkirchen i. D. 14. J. Oxbiill 13. J. Preetz Kl.-K. Ü. „ Pfarrk. 14. J. Rest. Rellingen 13./14. J. Wewelsfleth frg. 2) Spätgotisch, a) Ausgezeichnet; Fuss gew. Sechspass 
oder reicher. Apenrade 1466. Boren. Dänischenhagen. Flintbeck. Hattstedt. Heiligenstedten 1562. Krummendieck 1515. Lunden 1501. Oldenburg 1521. Pellworm A. K. 1466. Rinkenis. Roager. Schönberg 1463. Ssgeberg. Tellingstedt 16. J. Uetersen rund. Warnitz. Wesselburen 1491. b) Rund: am Knaufe meist statt Röteln Blümchen (Bl.). 
Ahrensburg. Beidenfleth runde Röteln. 2 Borsfleth. Brokdorf Bl. Burg i. D. 1431 Rest. Burg a. F. Rillenknauf. „ Röteln u. Bl. Eichede Bl. * Grundhof Bl. 1471. Hemmingstedt Bl. Itzehoe Kl. Bl. Kellinghusen. Nüchel. Oland. Oldesloe. Petersdorf Bl. Quickborn Bl. 1519. Schwabstedt. Uelvesbüll. Wesselburen Bl. c) Aus dem Viel-, fast immer Sechseck, 
Fuss am häufigsten Sechspass (P.), seltener 
Sechseck (E.). Adelby. Amrum. St. Annen P. Aventoft unvollst. Bannesdorf P. Barkau P. 1483. Barlt um 1500? S.-Brarup Bl. P. Brodersby z. T. frg. ? E. Bülderup. Bünstorf Rest. Cismar 8 runde Röteln E. Dagebüll Rest. Dahier. Dänischenhagen. Deetzbüll E. Eckernförde. Emmelsbüll E. Fahretoft Rest. Flemhude 1573 (?). Flensburg Hl. Geist. „ . St. Joh. Teile E. Föhr St. Joh. 1466. „ „ Nie. aus dem Achteck. Garding 1402 und 1575. Glückstadt Bl. Gröde z. T. früher got. Grossenbrode Röteln Bl. P. Grube 1506 E.? *Grundhof E. I Alt-Hadersleben Rest. Hamberge E. Bl. Hemme 1520 Bl. Stiel rund. 
Humptrup E. | Jerpstedt E (got. u. Ren.). Jordkirch um 1522. Itzehoe. Kahleby sechs Spitzen. Kathrinenheerd 1465. Koldenbüttel Rest. Kotzenbüll 1496. Krempe. Langenhorn ? E. Lügumkloster? Lysabbel. Moldenit Bl. E. 1517. Morsum got. u. Ren., aus d. Achteck. 
Neuenkirchen CrM. Anf. 16. J. (N.) 
Niebüll. Nienstetten 1420: Zehneckfuss. 
Nordlügum 16. J. ? Oldenburg P. Pellworm E. Petersdorf E. Bl. Preetz Pfarrk. 1493? P- 
„ Kl.-K. E. Bl. Quern P. Quickborn P. Rendsburg E. Rinkenis. 2 Rodenäs. Rüllschau. Schads Rest. Schleswig Dom Bl. Schleswig St. Joh. E. Bl. Schönberg Bl, 
j Segeberg E.
		

/Sponsorzy_051_07_0187.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 26. Kelche. HS Simonsberg. Sonderburg. Sörup E. Stepping. Sülfeld 1521. E. Bl. Tating 1470. 2 Ulderup E. Wallsbull. Grossen-Wiehe. Wiesby E. Wöhrden 1512 E. d) Ren. Altenkrempe. Amrum. Barmstedt 1587. Bedstedt 1592. Blekendorf 1601. Brede. Bröns. Fahretoft um 1600. Flensburg St. Mar. 1607. 2 Glückstadt. Hellewadt um 1590. Holebüll. Hostrup 1592. Hoist 1631. Karlum. Klanxbüll. Kollmar 1584. Lintholm 1630. Meldorf. Mögeltondern. Neukirchen WH. Nordhackstedt N. Nordhastedt. Ockholm 1665? Oetversee z. T. got.? St. Peter. Schlamersdorf. Schlichting 1599. Siewerstedt. Gr.-Solt 17. J. Steinberg 1569. Sülfeld. Tating 1549. Tellingstedt 1622. Tetenbüll. Tönningen 1594. Wiesby. Wilstrup 1605. 3) Gotisierende, 
meist 17. J., I, 340. 392. 2, 244. 
Altenkrempe 1573. Altona Trin. 1650. Barkau 1661. Bjolderup. Bovenau 1630. Braderup. Buhrkall 1646. Enstedt 1661. Fjelstrup 1665. Frörup. Grarup. Haddeby. Hammeleff 1665. Haseldorf Achtpassfuss. Havetoft 1646. Heiligenhafen 1627. ' Hjerndrup 1647. Hohenstein. Hollingstedt 1747. Husum 1657. Jägerup 1653. Kappeln 1729. Kellinghusen 1677. Krempe 1636. Ladelund 1667. Loit i. A. 1703. Lunden 1631. Lütjenburg um 1608. 1631. Lysabbel 17. J. Marne 1612? Mauxtrup 1648. Medolden 1663. Meldorf 16. J. Münsterdorf 1632. Neuenkirchen CrM., oder gotisch (16. T.). 
[ Nienstedten. Nordstrand. 2 Notmark. Oldesloe. I Quern 1652. Reisby. Ries 1647. Satrup. i. A. 1667. 69. Schwabstedt 1656. Schwansen 1662. 75. 2 Sonderburg 1657. 59. Steinberg. Tingleff 1670. Tolk 1646. J Tönningen. j Tundtoft (Norburg) 1664. Tyrstrup 17. J. ? Uk. Ulkebüll 1663. Wanderup 17. J. ? ! Wedel. Wodder. | Zarpen 1651. 4) Jünger, bar. und Roccoco. 
j Barmstedt 1718. 
j Bordelum 1683. 
j 2 Bovenau 1732 und Rocc. Bünstorf 1692. | Eddelack 1640. 
j Erfde 1711. Fahrenstedt 1773. 3 Friedrichstadt 1703. 1735. Garding 1758. Gelting 1643. Glückstadt um 1650. 8*
		

/Sponsorzy_051_07_0188.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 26. Abendmahlsgerät. 116 Hemme 1702. Hennstedt 1634. Husum. Kiel St. Nie. 1, 558. Koldenbüttel 1731. Loit i. L. 1701. Neuendorf 1701. Niebüll 1729? Pellworm N. K. 1696. Schönberg 1686. Schönkirchen. 2 Selent 1697. Sörup 1693. Tönningen. Uberg 1710 N. Uk 1797. Witzworth. C. Altarkannen. Altenkrempe 1677. Bannesdorf um 1650. Barkau 1621. Barlt 1661 N. Büsum 177°. Dänischenhagen 1668. Flensburg St. Mar. 1643. » » Nie. 1606/7. Friedrichstadt 1692. Geltingen 1655. Glückstadt 1665. Hadersleben 1671. 81. Heide 1723. Hemmingstedt 1662. Hohenstein 1697. Husum 1624 i, 457. Kellinghusen 1742. Krempe 1666 (und 1707, nicht im Text). 
Lunden 1619. 18. J. Lütjenburg 1631. 2 Marne 1648. 1649. Neuenkirchen i. D. Ren. Nordhastedt 1660. Nortorf 1696. Oldesloe 1575. 2 Petersdorf 17. J. und 1668. Preetz Kl.-K. 17. J. Schleswig Dom 1605. „ St. Joh. 18. J. Schlichting 1688. Steinberg 1753/54- 
Tating 1795. Tellingstedt 1669. Tönningen 1635. Tundtoft (Norburg) 1708. Uetersen 1679. Welt 1756. 2 Wesselburen 1594. Witzworth 1668 N. Kannen aus anderem Stoffe als Silber: 
Zinn, unter Anderen: Sarau 1638. Schleswig Gr. Kl, Schönkirchen. Glas: Esgrus. Tundtoft. Steingut: Delve 18. J. 2 Haseldorf 1758? D. Monstranzen. *Bramstedt. *Esgrus. *Kiel St. Nie. 1514 1, 550. 
^Schleswig Dom, Altar. * „ St. Mich. E. Dosen. 2 Altona Trin. St. Annen 1710. Barkau 1664. Borby um 1700. 2 Borsfleth so 1789. Brokdorf 1703. Brunsbüttel 1661. Delve. 2 Eckernförde, eine mit Filigran. 
Eichede E. 17. J. Flensburg St. Mar. 17. J. Föhr St. Nie. um 1700. 2 Friedrichstadt. Garding 1617. Gelting 1698. Glückstadt 1665. Grossenaspe 1735. Haseldorf 18. J. ? Hennstedt 1699. Horst E. 17. J. Kaltenkirchen 1724. 
Kathrinenheerd 1747. 
Koldenbüttel 1700. Kollmar 18. J. Krempe 1660. Lunden 1629. Lütjenburg 1630. Mögeltondern, Filigran. 
Neuenbrook 1715. Neuenkirchen CrM. 1705 N. „ i. Dit. gegen 1600. Nienstetten 17. J. Oldensworth 1707. Oewersee um 1700. Preetz Pfarrk. 1642. Schönkirchen 17. J. Schwabstedt. Schwenstrup 1676. *Steinbeck. Tetenbüll um 1700. Tönningen. Uberg 1707 N. Uelvesbüll um 1708. 2 Uetersen 1679. Um 1700. 
Wedel 17. J. Westensee. Wilstrup 17. J. Zarpen.
		

/Sponsorzy_051_07_0189.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 26—28. Metallarbeiten. II7 F. Weitere heilige Geräte. 
*Agnus dei: Schönberg. Becher: Itzehoe Kl. 15. J. *Mit Deckel, als Globus 1657: Oldensworth. 
Bischofsring: Itzehoe Kl. Brustschild: Itzehoe Kl. *GoIdner Fisch: Hörup. Krummstab spg.: Itzehoe Kl. *Ewige Lampe: Bordesholm. Lö f fei: *Bramstedt. Itzehoe im Kalandssilber. Ganz einfache, für den Kelchgebrauch: 
Schleswig Dom 1668 und an vielen Orten. 
Oelgefäss?: *Steinberg. Pacem (?): Itzehoe Kl. *»Puh sch e«: Bramsted t. Vasen: Preetz Kl.-K. 1705. 27. Allerhand andere edle 
Metallarbeiten. A. Kirchlich: 
Abendmahlsgerät S. 113fr. 
Altarumrahmung, -Reliefs u. dergl.: 
Husum Altar um 1600. *Schleswig Dom, Kielm.-Altar. Schleswig, Gottorf 1, 466, Altar Anf. 18. J. 
Wandsbeck Altar 1625. Buchbeschläge (weitere, aus unedlem Metall, 
an mehreren der S. 183 aufgeführten Bücher): 
Friedrichstadt 2, 232. Itzehoe um 1700 2, 482. Preetz Kl.-K. C r u cifix e: Ahrensburg 1602? Itzehoe 18. J. 2, 487. Preetz Kl.-K. 18. J. Schleswig St. Joh. 18. J. Ganze Klingelbeutel: Bannesdorf. Grömitz. 2 Neustadt. Rabenkirchen. Töstrup, und bei vielen sind wenigstens die 
Beschläge aus Silber. Leuchter siehe S. 113. Reliefs an Altardecken: Barkau 1708. Dagebüll 1744. Tellingstedt 1703. *Silberplatte, von einem Marienbilde gehalten, 
Beftoft. B. Weltlich. Münzen- und Silberfunde s. I, 139. 2, 55. 657. 
Gerät im Flensburger Rathaus 1, '282. 
*Goldne Hörner s. Mögeltondern. 
Jungfernbecher: Burg a. F. 2, 81. Vogelgildengerät: Burg a. F. Ploen N. Windbergen 1667. Trinkhorn Glas s. Breitenburg 2, 452. 
Zunftbecher, unter anderen: Ploen 2, 158. 28. Andere Metallarbeit. A. Antipendien s. Altarbekleidung S. 89. 
Klingelzug: Krempe Rathaus. Kronleuchter von bes. Kunst: Glückstadt mit Diana. Flensburg St. Joh. mit Fortuna. Tondern mit Schiff. Särge s. S. 127. Siegelstempel: Rendsburg Rathaus got. Stempelhämmer: Krempe Rathaus. und Treibarbeiten an Leuchtern, Taufschüsseln, 
metallenen Taufdeckeln. B. Schmiede- und Schlosserarbeit 
an Stützen, Sanduhren, Uhren, besonders an 
der in Langenhorn. 
Almosenständer: Oldesloe. Anker sehr oft, so: Ahrensburg. Brunsbüttel. Itzehoe. Kiel 1, 575. Seedorf. Brunnen: Breitenburg 16. J. Tönningen 17. J. I, 241. Dachzinken 1, 520. 2, 5. 67. Gitter, vgl. Chor-, Altargitter S. 94. too. 
Düppel 1751 ? Glückstadt Rathaus 17. J. Hadersleben K. um 1750 I, 357. *HaseIau. Itzehoe 2, 479 am kleinen Altar um 1670. 
Kiel St. Nie. Kanzel 1706. Krusendorf 1737. Lütjenburg Ren. 2, 141. 143. Ploen Driller I, 151. Schleswig Dom sehr viele, got. und barock. 
Tondern als Gestühlzier.
		

/Sponsorzy_051_07_0190.djvu

			1X3 Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 28. Schmiede- und Gussarbeiten. Kreuz aus Eisen: Hansühn auf dem K.-Giebel. *Högerstorf. *Münsterdorf Giebel. Reinbeck Giebel. Schiffsanker: Glückstadt 2, 462. Stützen und Träger: Beidenfleth 1707. Grundhof Leuchterkette. Quern. Sörup. Türbeschläge: Brunsbüttel 1724? * Grube N. Hollingstedt. *Hürup. Husum 1692 I, 463. Hütten. Munkbrarup. Nübel i. A. Preetz Kl. Kanzel 2, 170. Quern. Rendsburg 2, 207. Schleswig Präs. Kl. „ *Domtür 2, 296. „ Grüfte im Dom. Sterup. Westensee. Schlösser und Schlüssel. Bau. Beftoft. Husby. Kiel St. Nie. Truhe. Landkirchen. Nordhackstedt. *Nordlügum 1547. Rabenkirchen 1691. Rapstedt 1729. Reinbeck Ren. Schobüll. Gross-Solt. Sterup. Tieslund 18. J. Tönningen 1, 240. Wandarme und Hutaufhänger 1, 433: 
Altenkrempe. Barmstedt 1718? Feuerkorb? Braderup. Buhrkall. Bttsum. Deezbüll. Föhr St. Nie. 1678. Hürup. Jörl. Klixbüll. Leck. Meldorf Fahnenhalter 1, 134. Niebüll. Nordstrand. Pellworm N. K. Rapstedt. Sörup. Süderlügum um 1680. Windfahnen, (vgl. Dachzinken S. x 17): 
Horsbüll Pferd. Itzehoe Jürgen: St. Georg. St. Margarethen Margaretha. Schönberg Fisch. Wirtshausschilder öfters, so: Glückstadt 2, 465. Uetersen. C. Gussarbeiten. 
Münzstätten s.: Flensburg 1, 278. Glückstadt 2, 465. Statue: *Glückstadt. *Büsten der Gottorfer aus Blei: Schleswig, 
Gottorf 2, 347. Crucifixe aus Blei s. S. 146. Denkmäler s. S. 128. Geschütze s. Waffen, S. 136. 
Kohlenbecken s. S. 108. Leuchter s. S. io8ff. Ofen und Mörser S. 135. Rauchfässer s. S. 108. Taufkessel s. S. 102. Wassergefässe s. S. 108. Glocken. Im 9. J.: 2, 284; vgl. Hadeby 2, 233. Im 
12. J.: 1, 540. Schicksale 1, 436. 
Flaggen statt Glocken Gröde. Langeness. 
Im Folgenden sind die von bekannten Giessern 
ausgelassen; diese suche man im Meisterverz. 
S. 30 ff. 49. Drei Zahlen im Text geben 
den Durchmesser, die Innen- und die schräge 
Aussenhöhe. Gussstahlglocken sind schon im 
Text gewöhnlich übergangen; sie sind am 
häufigsten in Angeln und Südtondern. a) Ohne Inschrift, oder noch unbe¬ 
kannt, aber alt: Ahrensburg. Apenrade. Atzbüll Ren. Böel. Boren. Bramdorp. Broacker. Dahier. Eichede. Elmschenhagen. Erfde. Flensburg St. Joh. „ „ Mar. Fohl. Föhr St. Joh. Garding. Gelting. Hammeleff. *Handewitt. Hattstedt.
		

/Sponsorzy_051_07_0191.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 28. Glocken. 119 Hjerndrup. Hoyer. Itzehoe St. Jürgen. Karlum. Kating. Ketting. Klanxbüll. Loit i. A. Marne. Munkbrarup. Neuenbrook. Neuenkirchen CrM. Neustadt. Oldenburg. Preetz. 2 Alt-Rahlstedt. Rendsburg. Rinkenis. Sarau. Schads. Schleswig Dom. 3 n St- Joh- 3 „ Rathaus 2, 283. Schrustrup. Segeberg. Sieseby. 2 Steinberg. Taarstedt. Tating. Tetenbüll. Tieslund. Tyrstrup. Uberg. Windbergen. b) Glocken mit Majuskeln, Adelby ctiste rex . . *Cismar 0 rex . . Grömitz o rex . . Hagenberg ave . . Kahleby ave . . Kiel St. Nie. sit tempestatum . . n » excit°- 
St. Margareten. Mögeltondern 1333. Neustadt in honore marie. *Nüchel 0 rex . . Preetz Kl.-K. 0 rex . . Rellingen ave . . Schleswig Dom 1396. 1397. Sommerstedt rex glorie. Warder peccatorum passus sum vulnera. 
Weddingstedt dum reddo von Albertus gegossen. c) Minuskelglocken 14. J. 
Nordlügum. vgl. Eichede. d) 15. J., oder mit Min.-Inschr. 
ohne Zeitangabe. Norderbrarup 1484. Burg i. D. „ a. F. 1462. Dänischenhagen 1435. 2 Delve. Flensburg Hl. Geist. Hemme. Hoptrup 1476. Jerpstedt 1475. *Joldelund 1500. Landkirchen 1494. Lintrup. Notmark 1442. St. Peter 1465. Quars 1472. Reinfeld 1477. Schrau 1437. Struxdorf 1412. Tellingstedt 1472. *Töstrup 1499. Ulkebüll. Wilster. Wöhrden 1490. Zarpen 1464. e) 16. Jahrh. Atzbüll 1503. Blekendorf 1583. Bramstedt 1560. Burg a. F. St. Jürgen 1518. 154°. Heide 1511 ? Hörup 1571. Kiel St. Nie. 1558. Krempe 1506? Marne 1518. *Nüchel 1507. Rendsburg 1507 ? Rosenkranz 1533. Uelvesbüll 1568. Vollerwieck 1505 f 
Warder 1587. f) 17. Jahrh. Adelby 1636. Apenrade 1673. 83. Borsfleth 1617. *Brodersby 1601. Enstedt 1654. Flensburg St. Mar. Hjerting f 
Klippleff 1638. Krusendorf »FV« 1633. Lensahn 1677 oder 22. Oxenwatt 1647. Preetz Kl.-K. 1641. Reinfeld »IVM«. Rendsburg 1669. »IAE«. Ries 1631. Schleswig Friedrichsb. 1621, aus Stockholm. » >. l662- 
Sieseby 1680. *2 Steinbeck 1646. Süderstapel 1679? g) 18. Jahrh. Bergstedt 1795. Hademarschen: Lübeck 1775.
		

/Sponsorzy_051_07_0192.djvu

			120 Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 28. Glocken. Haselau 1760 »MB«. Hellewadt 1738. Hemmingstedt. Kletkamp 1745 ? St. Michaelisdonn 1741? Oldesloe 1800. Petersdorf. Rodenäs. Tandslet 1740. h) 19. Jahrh. 2 Arnis 1828. Bannesdorf 1818. Brecklum 1833. Gelting 1877. Hademarschen 1859. Hooge nach 1841. Jägerup 1838. Lütjenburg 1836. Neuhaus 1858. Schwesing 1805. Sörup 1872. 2 Trittau 1833. i) Messglocken. 2 Agerschau. Atzbüll. 2 Ballum. Bjolderup. Blekendorf. *Bordesholm 1, 526. Boren. Buhrkall. *Delve. Eggebeck. Nordhackstedt. Hürup. Husby. Leck. Nübel i. A. Rinkenis. Roager N. Schads. Gr.-Solt. Kl.-Solt. Spandet. Sterup. 2 Süderbrarup. *Tolk. Wodder. k) Freitags(Scheid-)glocke. 
Landkirchen 1511. 1) Glockennamen. Anna: Pellworm N. K. Stedesand 1412. Struxdorf 1462. Antonius: *Krempe 1506. Dorothea: Neuendorf. Gangolt: Ottensen. Johannes: *Flensburg St. Mar. Katharina: *Gröde. Grossenbrode (Grundhof) 1471. Herzhorn (Barkau) 1471. Lambertus: Mildstedt. Magdalena: *St. Annen 1512. Burg a. F. 1462. Kating 1487. *Uelvesbüll 1587. Margareta: Neuendorf. Maria: Barkau 1482? Bedstedt 1490. *Flensburg St. Mar. 1510. * Grundhof. *Hemmingstedt 1453. Herzhorn 1471. ? Hjerting 1453? Hoptrup 1476. Jerpstedt 1475. Kotzenbüll 1467. *Krempe 1506. Marne 1565. *Munkbrarup. *Neuendorf 1578. Oldensworth 1465. *Oxbüll. St. Peter 1465. Schleswig Dom 1396. *Stintebüll (Lintholm) 1475. *Töstrup 1499. Wöhrden 1453. Peter: Ostenfeld 1507. Salvator: *Tetenbüll 1534. Susanna: *Flensburg St. Mar. 1566. Mildstedt 1569. Vincenz : *Odenbüll. Ferner: Klingewol: Sehestedt 1600. Nachtigall: Tating 16S1. *Welt 1570. Osanna: Dänischenhagen 1435. *Flensburg St. Nie. 1436. Jörl. Uberg. Münzen (auch Naturblätter) an vielen Glocken 
des 17. u. 18. J., besonders bei Armowitz, 
Bieber, Korkow, Strahlborn, so auch Flensb. 
Hl. Geist und Taufe zu Bovenau.
		

/Sponsorzy_051_07_0193.djvu

			Sachübers. B. Kirchenausst. II, 29. Arbeiten a. Stein, Holz, Elfenbein, Thon. 121 29. Steine und Steinarbeiten. 1. Feldkreuz. *Burg i. D. 1, 114. *Kreuz bei Adelby. * Windbergen. 2. Steinsetzungen. Breitenburg 2, 445 »Vehmgericht«. 3. Malsteine, vgl. Neumünster 1, 539. Sehestedt Denkmal. 
Bruderfurt. Segeberg Obelisk 1588 und Pyra¬ 
mide 1590. Nordoe 1578. 
Gladebrügge 1575. Gowens 1594. Schalkholz. *Wahlstedt. Winseldorf. 4. »Torstein«. Tellingstedt, von der Tielenburg. 5. Steinarbeiten, vgl. oben S. 90 und unten: Epitaphe. Meist 
Sandstein. Breitenburg 2, 452 um 1650. 2, 451: 
Alabasterfigur, 2 aus Sandstein. Daselbst j Beschreib, von *Mosaik- u. a. Arbeiten. I 
Bramstedt Roland. Kl.-Danewerk rom., got., Ren.; Archit. u. 
Statuenreste. Glückstadt Ren. u. bar. 2, 465 
Grömitz Figuren 17. J. Krempe I, 496. Ploen Schlossgrt., Marmorbüsten u. A. 2, 160. 
Ranzau Büsten u. A. Marmor; Ren. Reinbeck Consolen. Schleswig Dom, Herzogsgruft Büsten 2, 294. 
306. Schleswig Neuwerk, Statuen. Wandsbeck Statuen, Marmor u. Sdst. Wedel Roland. 6. Steinarbeiten mit Holzteilen. Kiel St. Nie. Epitaph Ahlefeld nach 1583. 
Reinbeck Altar Anf. 17. J. Schleswig Denkmal des Herz. Friedr. 16. J. 2, 308. 7. Steinreliefs, meist Sandstein. 
Herzhorn, got. Folgende Ren. Eckernförde Alabaster. I, 165. Glückstadt 1, 465. Kletkamp Alab. Krempe 2, 501. Lütjenburg Rev.-Kapelle. Reisby Alab. Rendsburg im Altar, Stuck od. Alab. Wöhrden Alab. 30. Holzarbeit. Zu Schnitzwerken wird Weichholz hier erst seit 
Ende des 17. J. verwandt; sonst stets nur aus- 
nahms- und etwa aushilfsweise; so: Leck Altar. Schads Apostel. Spandet Figuren. Sylt Morsum Teile einer Statue. Tannenholz (s. Breitenburg 1, 447) ist das 
Gestühl an der Westküste bisweilen schon in 
der Ren.-Zeit, so auch Vorsetztafeln der 
Altäre; vgl. Döstrup, Medolden, Schobüll 
und Tieslund. Vielerlei * Tis chle r arb e iten s. die Be¬ 
schreibung zu Breitenburg. Einlagearbeit, —wofür auch Intars.-Malerei 
2, 244 an Kanzeln zu Schleswig und in 
Angeln —: Barkau Gestühl 1586. *Breitenburg. Gottorf Kapelle Betstuhl. *Husum Kanzel 1, 456. Meldorf Gestühl I, 133. Neukirchen i. A. Kanzel. n LO. „ Neustadt Kanzel 1571. Anglische, Tondersche und Eiderstedtische 
Kanzeln. Diese Arbeit blühte offenbar besonders in 
den Gottorfischen Landesteilen, zu denen ja 
auch Neustadt und Tondern gehören. Ausser Altären u. A., was man oben, und Sta¬ 
tuen, Reliefs u. dergl., die man unter C 
(S. 138 ff.) nach den Gegenständen aufge¬ 
führt findet, ist zu beachten der Chor¬ 
bogenwandschmuck: im Friesischen in roman, und frühgot. Zeit gerne eine 
Apostelreihe mit Salvator (s. S. 150), sonst 
auch Passionsdarstellungen, so zu 
Hürup 13. J. Nordhackstedt 13. J. Von sonstigen Reliefs zu erwähnen: St. Annen Geisselung bar. Kollmar Auferst. Spätren. Krummendieck Crucifix mit Umgebung 1691. 
Oldesloe Ren. u. bar. etliche. Tating Kreuzigung 1640. 31. Elfenbeinschnitz werk. Bombüllhof 17. J. 2, 637. Flensburg St. Nie. Crucifix 18. J. Nüchel Maria 14. J. 32. Töpferei. Fayenceherstellung s. Eckernförde 1, 170. Kellinghusen 2, 492. Kiel (nicht im Text). Rendsburg 2, 217. Schleswig N. Einzel ne Stücke: Delve Altarkanne. Haseldorf Altarkanne.
		

/Sponsorzy_051_07_0194.djvu

			122 Sachübers. B. Kirchenausst. II, 32—34. Töpferei, Malerei u. Stickerei. Bücher. Itzehoe Krug 1809 2, 482. 
vgl. Norburg Glasflasche. Plättchen werden allenthalben in den 
Marschen und auch weiterhin zum Wand¬ 
belag verwandt 1, 436. 2, 492. 
Fussbodenplatten s. Grube Altar. Schleswig Dom, Schwahl. 
Terracottplatten: Barkau 2, 124. Kiel 1, 573. 33. Weberei und Stickerei. 
Vgl. Preetz 2, 167. Mantel der Maria got.: 
Nüchel. a) Altardecken und Reste davon. 
Oefters sind Messgewänder dazu gebraucht. s. Arnis. Barmstedt 1791. Garding 1765. Grube 1704. Hadersleben 1, 356. Heiligenstedten 1725? Herzhorn 1683. Itzehoe St. Jürgen. „ St. Laur. K. Anf. 18. J. 2, 482. 
Kotzenbüll 1750. Nordstrand I, 483. Nüchel 17. J. Oxbüll. Preetz got. 2, 167. 172. Rendsburg Christk. 1710. Schleswig St. Mich. 1745. Schobüll got. Schönberg (Messgewand). Tondern 1690. Wesenberg 1696. Wesselburen 1650. Westensee. Wiesby. b) Altartuch (corporale). Barkau 1640. Neuenkirchen i. D. 1649. Sonderburg 16. J. 2, 423. c) Beutel. Neuenkirchen i. D. 1690. Nüchel spg. Nordstrand Tber.-Kap. d) Gobelin-, Teppich-u. Bildweberei. Ahrensburg K.-Gestühl. Hadersleben I, 356. * „ »Schloss. »Kiel r, 573. Ranzau 18. J. 2. 182. Seedorf j8. J. Sierhagen. Uetersen. Wensien. e) Handtuch. Itzehoe I, 487. Neuenkirchen CrM. f) Klingelbeutel — silberne s. S. II7. 
Atzerballig 18. J. Barmstedt 1718. Böel. Dahier. Friedrichstadt 1686. Heide 1727. Hemme 1702. Herzhorn. Hohenaspe 18. J. Hohenfelde. Kating 1697. 1744. Kiel Kl.-K. I, 564. St. Margareten 1729 und 1786 (nicht im Text). 
Neuendorf 1781. Schleswig Gr. Kloster. St. Mich. 1780. Sieseby 17. J. Tönningen 1696. 1732. Vollerwieck 1751. Wewelsfleth. g) »Mantel mit Geschmeide (gold. Rosetten). s. Schleswig St. Mich. h) Messgewänder s. 1, 392. 2, 112. 558, auch z. B. Gram. Ketting 2, 407. 
Altona kath. K. 18. J. »Borby. »Büsum. Döstrup. »Düppel 1606. Flensburg St. Nie. * » » J°h- Nordstrand Ther.-Kap. got., mit Figürlichem. 
Nüchel got. Schobüll got. (Altardecke). Schönberg got. (Altardecke). »Süderstapel 1586. Wiesby. i) Spitzen. Herstellung zu Ploen (N) und Tondern (s. d.). 
Brügge. Ntibel i. S. Rendsburg Christk. k) Vorhang, den Chor abtrennend. 
»Bordesholm 1, 524. 34. Bücher. 1. Büchereien, 
s. Bordesholm 1, 521. Breitenburg 2, 448. 452. Flensburg St. Nie. »Gottorf. Hattstedt 1, 452. Landkirchen N. Süderau.
		

/Sponsorzy_051_07_0195.djvu

			Sachübers. B. Kirchenausstattung. II, 34. Bücher. 35. Färbung und Bemalung. 123 2. Handschriften. St. Annen. Flensburg t, 267. Gettorf: Jüt. Recht N. Kiel Rathaus: Lüb. Recht. 3. Sonstige Bücher. Amrum 15. J. Bedstedt 1589. *Bordesholm. 
s. Brecklum. Flensburg St. Joh. Friedrichstadt 2, 232. Gettorf. Krempe Rathaus. Mögeltondern. Neuenkirchen i. D. Preetz 2. 172. 173. Quickborn 1510. Rellingen 1700. Rinkenis. Wewelsfleth 16. J. Wöhrden 16. J. 35. Färbung und Bemalung. A. An Wand und Decke. a) Mittelalterlich. Vgl. Preetz 2, 166. Sylt 2, 606. 
*Handewitt. »Hansühn. »Hollingstedt? Loit i. A. Anf. 16. J. ? Loit i. L. 1520. Meldorf 13. J. und spg. Neukirchen LO. K. Spuren. „ „ Cap., da auch die Weihekreuze. Neustadt K. Spuren. „ Spital Spuren. Nordlügum Spuren. Osterlügum Spuren. Oewersee Spuren. Preetz 16. J.? 2, 171. Schleswig Dom Inneres. „ „ Sch wähl. „ Gr. Kl. 2, 330. Schönkirchen N. *Wesenberg. b) Ren. Agerschau. Buhrkall. *Burg a. F. 2, 75. »Eckernförde 1578. „ Grabgewölbe. Eggebeck. *Flensburg St. Nie. 1596. Gottorf. »Handewitt. Humptrup Reste. »Kating 1626. »Klippleff 1610. *Koldenbüttei 1629 
»Mauxtrup 1610? Mögeltondern Reste. Notmark 1564. *Osterhever 1556. Oewersee 1620. Quern um 1600. * Sonderburg alte Schlosscap. 2, 429. 
»Ulsnis, auch jünger. »Wesselburen. c) Barock und jünger. 
»Albersdorf. Arild 1700. vgl. Ballum um 1700. »Bargteheide. Bargum 1702. Barmstedt Decke 1718. Bergenhusen 1712. »Bjolderup 1697. Böel Ende 17. J. Borby 17. J. Spuren. Bordelum 1763. Brunsbüttel 1724. Busenwurth 1748. Dagebüll 1750. Deezbüll 1875. Enge 1779. »Föhr St. Nie. 1707. Glückstadt Haus um 1700 2, 464. Haselau um 1685. Hohenaspe bar. Horst Decke 1771. Humptrup um 1700. »Hütten. Itzehoe K. » St. Jürgen. Kellinghusen Reste 1729. *Kosel. Krummendieck 1699? Langeness 1731. »Lebrade 1700. Ording nach 1724. »Osterhever 1683. Petersdorf Rocc. Spuren. Ploen Lusthaus 2, 160. Rellingen um 1757. »Schleswig Dom, bei der Taufe, 1666. 
»Sieseby 1, 190. »Sörup. Struxdorf 1656? 
j Tating 18. J. 
j Tetenbüll. J Tönningen Anf. 18. J. J Trittau Reste 1669. Uberg um 1747. »Ulderup 18. J. Uetersen 1748. B. Im Wandgetäfel 
und sonst mit den Wänden in Beziehung. 
Gaarz 1745. »Gottorf 2, 355. 358.
		

/Sponsorzy_051_07_0196.djvu

			124 Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. 35. Färbung und Bemalung. Grawenstein Kapelle Anf. 18. J. Kellinghusen Haus 18. J. Ludwigsburg 18. J. Moorhufen um 1760. Neuhaus 1780. *Ploen Lusthaus 2, 160. Rendsburg Rathaus um 1700. Wüster Rathaus Ende 18. J. C. Bilder auf Türen, 
meist der Kirchenheilige. 
Bergenhusen 1734. Itzehoe St. Jürgen um 1670. Schenefeld um 1700. *Süderau. *Ulsnis. D. Bilder auf Brüstungen, 
Füllungen von Gestühl und Emporen. Vgl. 
Lehe, Pesel 1, 143. Adelby. Amrum. St. Annen 1651. 68. Arild 1747. Barmstedt 1718. Bau. Beidenfleth 1707. Bergenhusen. Bjolderup 1697? Bordelum 1684. Braderup. Bramdorp. *Bramstedt. *ßurg a. F. St. Jürgen. Deezbüll. Döstrup. Elmshorn. Emmelsbüll 1768. Erfde 1791. Gettorf 17. J. Glückstadt um 1650. 1700. Gottorf Ren. Grossenwiehe. Grundhof 1762. Hadersleben I, 356. Haseldorf. Heide. *Heiligenhafen. Hemme. Hjerndrup. Hügum 1715. Husum Schloss Ren. I, 464. Jerpstedt 1709. Jörl. Itzehoe. Kathrinenheerd Ende 17. J. Kellinghusen. Langenhorn 1696? Lindholm. Loit i. L. 1728. 1760. 1785. Medelby 18. J. Mögeltondern 1693. 18. J. Morsum Sylt Kanzel 17. J. Neuendorf. Neukirchen WH. Kanzel 1682. Niebüll. Nordstrand 1715 (um 1630). Oldensworth. Osterlinnet. Preetz grossartig; got. u. spätbar. Quern 1689. *Alt-Rahlstedt. Reisby 1772. Rendsburg 2, 206. Risum 1662. Rüllschau. Schenefeld. Schleswig St. Mich. Schobüll 1703. Gr.-Solt 18. J. Sörup 18. J. Steinberg »HN« 1740. Sterup 1743. Struxdorf. Sülfeld 17./18. J. Tating. Tetenbüll Ren. Toftlund 1731. Tondern Lettner 1625. Uberg. Viöl Ende 17. J. Vollerwieck 1615. Waabs 1673? Warnitz 1790? Weddingstedt 1664. E. Grosse Bilderfolgen. 
s. *Breitenburg 2, 447. Grawenstein Kapelle. Preetz Kl.-K. *Ranzau. F. Bemalung des Holzwerks 
an vielen Epitaphen, so besonders (vgl. Eckern¬ 
förde) zu Meldorf, Rendsburg, Tondern, auch 
Schleswig; an manchen Altären. Die Kanzeln 
des Anglischen und des Ostflensb. Typus sind 
auf sparsame Bemalung berechnet; die des 
Westflensb. Typus und des Tonderschen wol 
auch von Anfang (vgl. Klippleff, Ballum); sie 
sind jedoch oft, wie überhaupt an der West¬ 
seite, besonders in Friesischen, beliebt, in 
kräftiger Weise bemalt. So Niebüll, Arild. Zu beachten: Arild Gestühl 1716. Barlt Taufe. Brunsbüttel Gestühl 1724. Eggebeck Kanzel Ren. *Eichede Taufe frühbar. Flensburg St. Joh. Kanzel Ren. Gottorf Kapelle 2, 351. Hohenaspe Kanzel Ren. Kellinghusen Kniebänke 1686. . Klippleff Ausstattung Ren.
		

/Sponsorzy_051_07_0197.djvu

			Sachübers. B. Kirchenausstattung. II, 35. Färbung u. Bemalung. Einzelne Bilder. 125 Marne Orgel Spätren. Schlichting Gestühl spätbar. Stedesand Kanzel bar. Tating Orgel Ren. G. Einzelne Bilder nach Art und 
Gegenstand. 1. Mittelalterlich. Vgl. Wandschrank; Altäre mit Malerei. Amrum Schrank, Christus im Elend; got. 
Flensburg St. Nie. i, 275: Beschneidung. 
Geltingen Schloss, Dreieinigkeit spg. 
Glückstadt 2, 463, Leichenpflege. 
Lügumkloster Schrank: Heilige. „ * Antipendium. Meldorf Heilige u. dergl., am Gewölbe. 13. J. 
Nordlügum Antipendium: Gericht. Preetz Kl.-K.: Vom wahren Kreuze 2, 171. — 
Dreifaltigkeit. — Heilige und bibl. Scenen 
im Gestühl 2, 170. Rieseby Antipendium: Christus und Apostel, frg. 2. Manieristen und Verwandtes. 
Aller. Brede Altar, mit Malerbild. Bredstedt vom Altar. Breitenburg etliche. Bülderup Ep. 1618. Ditmarschen i, 54. Eckernförde viele. Eiderstedt 1, 196. Fjelstrup. Flensburg St. Mar. viele. n n Nie. » Garding Altar. — Epit. Hattstedt Altar. — Epit. 1607. Heide von e. Altar. — Epit. 1621. 
Heiligenstedten Altar (ältere Art). Husum 1628 1, 467. Kathrinenheerd Altar. Kiel St. Nie. Etliches. „ Hl. Geistk. Koldenbüttel Epit. Kosel Epit. 1610. Kotzenbüll Epit. Kropp Gericht, um 1600? Meldorf viele 1, 134. 137. „ vom Altäre, älter. Munkbrarup. Nordstrand Bühnen. Oldensworth Altar. Nübel 1618. Petersdorf 1570. 1580. Poppenbüll 1601. Rendsburg viele Epit. Schwabstedt Orgel 1615. „ Bilder 1, 508. 511. Schwenstrup vom Altäre. Selent 1566. Sonderburg Altar und Epit. Tating Kanzel. Bühne. Altar. Tetenbüll Bühne 1612. Tondern Lettner 1625 und viele Epit. 
Vollerwieck 1625 u. Bühne. Weddingstedt Auferstehung 1613. Welt Altar. Witzworth Epit. 1591. 3. Sonsti ge Bilder. Viele: Grawenstein. 3 Ahrensburg 18. J. Aller ecce homo. Grabl. Altona St. Trin.: Darstell. 1654. Jesus u. Samar. 18. J. Familie 1654. Kreuzigung 1687. *St. Annen Joh. d. T. Arnis Gericht, vor 1742. Barkau 4 Evangel., um 1650. Beidenfleth Gericht 1742. Borby Gericht 17. J. Borsfleth Altar: ecce homo 1638. Bülderup *»Hölle« 1701. Breitenburg viele. Burg i. D. Gericht 1707. Büsum Gericht 1774. Eckernförde Sintfljut 1632/1718 1, 166. 
Flensburg St. Mar. viele. „ „ Nie. viele. „ Kloster etliche. Friedrichstadt etliche 17./18. J. Hadersleben Pharis. u. Zölln. 18. J. ecce homo 17. J. Heide ecce homo. Heiligenhafen Auferst. Hohn Cana. *Jüngster Tag 1708. Hollingstedt ecce homo 17. J. Horsbüll Gericht. Husum Predigt des Ev. 1, 460. Kappeln Reformatoren Ende 16. J. 4 Karlum 1670: bibl. Bilder. Keitum auf Sylt Kreuzigung 17. J. Kekenis Kreuzigung. 3 Könige. Ketting Himmelsleiter. Kiel Rathaus: Gericht 1730. Kosel Crucif. u. Stifter 1623. Kropp Verspottung, Ende 17. J. Krusendorf Maria schaut auf das Kind. 
Langeness Johannes’ d. T. Tod 1706? Loit i. A. Altarbild, Ende 18. J. Loit i. L. Petri Reue 18. J. Munkbrarup Herodias. Neuenkirchen CrM. Grabl. 1654. Notmark Epit. Totental 1697. Olderup Altar Abendmahl. Pellworm A. K. Gericht 1735. „ N. K. Gericht 1773. Rieseby Altar Kreuzabnahme um 1669. 
*Rüllschau etliche. Schleswig St. Mich.: Altarbild. Schwansen Hirtenanbetung.
		

/Sponsorzy_051_07_0198.djvu

			I2Ö Sachübers. B. Kirchenausst. II, 35. Bilder, Glasmal. 36. Denktafeln. 37. Begräbnis. Stedesand Abendmahl. Tondern Epit. Simeon im Tempel 1686. H. Glasbilder u. dergl.; 
vgl. i, 52of. 524. 2, 166. Husum N. Gottorf 
N. Grube Altarbilder. 1. Mittelalterlich 12./13. T. 
Grömitz. Roager. 2. Jünger: Bramstedt 1567. 1620. Breitenburg 2, 450. Burg i. D. 1701. *Burg a. F. 2, 75. *s. Büsum 1, 68. *Delve, Haus. *Flensburg St. Mar. 1582. » St. Nie. 1, 273. Grossenbrode 1623. 1642. Hadersleben Spital 1569. Hagen N. Hohn Wirtshaus 17. J. Husum 1, 463 f. 471. Itzehoe St. Jürgen 2, 490. 1670. „ St. Laur. 2, 479 um 1660. 
Krummendieck 1699. Lehe (Meldorf) 1, 144. *Lith 1, 479. *Neuenorf 1630. Neustadt Spital 17. J. Alt-Rahlstedt 17. J. Rendsburg Rathaus 1686. Schads 17./18. J. *Segeberg 2, 371. Selent N. *Westensee. * Wüster. 36. Inschriftsteine, Denk- u. Begräbnistafeln. (Hölzerne Denktafeln s. unter den Wandepi¬ 
taphen ; so Kollmar, Münsterdorf, Schenefeld, 
Sieseby, Tondern). Ahrensburg 1594 Kirchenbau. 
Breitenberg 17. J. Marmor. Brunsbüttel 1684. Eckernförde Spital 1578 1, 169. 
Garding K. 1588. Haselau spg. Namen der 3 Könige. 
Haseldorf Chorbau 1599. Heide K. spg. I, 78. Hütten K. 1520. Itzehoe Grabkapelle 1598 2, 484. Kiel St. Nie. Joh. Ranzau 1580 1, 559. » !> J? n h 564- Lunden Häuser. Melbeck. Meldorf 1597 Epit. Neustadt 1344 Turmbau 2, 44. Nütschau Grundlegung 1578. St. Peter Kirchenbau. *Ploen 1690, Kirchenbau 2, 155. „ Waisenhaus 1746 2, 158. Ranzau 16. J. etliche. Segeberg *Pyram. u. Obelisk. Siggen Hausbau 1590. Tetenbüll Strebepfeiler 16. J. ? Tönningen Chor 1633. Weddingstedt 16. J. ? 37. Zum Begräbnis Gehöriges i. Grabscheit. Schwenstrup 18. J. 2. Bahre. Aventoft Anf. 18. J. Dahier. Gröde 1648. Hoyer Ende 17. J. Medelby got. Reste (Prozessionsbahre). St. Michaelisdonn 1649. 3. Grüfte, fast alle mit Särgen. 
Ahrensburg. Bordesholm I, 523. Bovenau 16. J. Eckernförde 1, 166. Eken 1628. Haseldorf 1599. Hohenaspe 1779. *Itzehoe viele 2, 482. Lensahn. *Lügumkloster Grab mit Urnen. Lütjenburg Ren. Mögeltondern spätbar. Neumünster 1, 539. Norburg. Nüchel 1709. Ploen Schlosskapelle. „ Kirche. Preetz Pfarrk. Pronstorf. Schleswig Dom 2, 306 sehr viele. Sonderburg Schloss Anf. 17. J. Sülfeld 1619. 4. Särge. a) Holzwerk, bes. Stämme, 
s. Wüster, 
s. Wöhrden. b) Steinerne (rheinische Sandstein¬ 
särge). s. Friesland 1, 436. Hooge. *Pellworm 1, 491. c) ’Gemauerte. Glücksburg. Schleswig Hl. Kreuz 2, 320. „ St. Jacobi 2, 320.
		

/Sponsorzy_051_07_0199.djvu

			Sachübersichten. B. Kirchenausstatlung. II, 37. Särge. 38. Grabsteine. 12/ d) Steinsärge, neuere, 
unter Anderen (ygl. Grüfte): Düppel 1751. Itzehoe. Krusendorf 18. J. Schleswig Dom. e) Metallsärge an vielen Orten. So: 
Breitenburg 2, 451. Eckernförde. Flemhude. Glücksburg. Haseldorf 1599. Hohenstein. Itzehoe. Klippleff. *Lensahn: ihre Schicksale. Lütjenburg. Neustadt 17. J. Ploen Schlosskapelle. Rieseby. Schleswig Dom viele, besonders Reventlöw 
1678. Schönkirchen. 38. Grabdenkmäler. 1) Grabsteine. «) Romanisch, Granit. Ballum. *Bjolderup. Bröns. Dagebüll. Döstrup. Emmerleff Sargdeckel. *Grundhof mit Figur. Höirup. Oesby. Oxbüll. Sörup mit Figur. Tyrstrup. 2 Wittstedt. ß) Gotisch viele, so auch: 
Bargteheide. Bordesholm 15,/x6. J. Brokdorf 1494. 4 Cismar 1332. 39. 1401. Flensburg St. Nie. 1497 I, 275. Grossenbrode 1493. Hansühn 1497. 3 Heiligenhafen. Itzehoe Patt und K. 2, 485. Kathrinenheerd. Kiel St. Nie. 1504. 151t. „ Kl.-K. 1, 564. 4 Landkirchen 1479. 1494. 1510? Lebrade 1432. Lintholm 1385. Meldorf 1, 134. Neustadt K. 14./15. J. „ Spital. Pellworm I, 498. Ploen 2, 154. Preetz Kl.-K. 1485. 1500. Reinfeld etliche. Schleswig St. Joh. frühgot. Selent 1484. *Tondern Gr. Kloster. Uetersen 1487. Wesenberg 1392. W'ilster. Zarpen 1302? 1389. y) Ren. und etliche jüngere. 
Aller 1634. 2 Altenkrempe so 1587. Boren 1551. Borsfleth 17. J. *Bovenau 1500. 1561. Norder-Brarup 16. J. Bredstedt. Breitenberg 1565. Brokdorf 1663. Bülderup 1550/60. Bünstorf 1559. Büsum 1, 71. Döstrup 1586. Düppel 1595. Eggebeck 1558. Emmerleff. Flensburg St. Mar. 17. J. „ Hl. Geist 1553. „ St. Nicol. 16./17. J. Flintbeck. Frörup 1582. Gelting Got.-Ren. 1531. 1579. Gettorf. 2 Gikau 1576. 4 Haselau r6. J. 1577? 1609? Hellewadt 1618. Hennstedt um 1600. Itzehoe 2, 485 f. Klippleff viele. Koldenbüttel 2, 198 u. A. 3 Kosel, so 1552. Langenhorn 1759. Lunden viele. Neustadt 1557. Olderup. Osterhever um 1560. Ploen Kirchhof 2, 154. *Quern 1578. Rieseby. Sarau. Schleswig Dom 1481. 1541. Sonderburg 1538. 1570 2, 424. Stedesand um 1740. Steinberg 1571. Süderau. Toftlund. Trittau um 1650. Uelvesbüll 1, 244. Weddingstedt. Westensee 16. J. Wilster.
		

/Sponsorzy_051_07_0200.djvu

			128 Sachübersichten. B. Kirchenausstattung. II, 38. Grabdenkmäler. 2. Erzplatten. 
a) Schrift-Tafeln, 
s. Schleswig Königsdenkmal 1549. 
Segeberg Platte Guss, 1543. ß) Mit Bildlichem. 
Lebrade 1569. *Schönkirchen Ren. Segeberg 1562. Sieseby 1608. Sonderburg Schloss 1622 mit Alab. 
Tellingstedt Rest. Westensee Ren. Wüster Rathaus Reste. Anm. Steine mit Erzeinlagen u. dergl. 
Bordesholm 1, 526. Flensburg St. Mar. etliche. Kiel 1511 1, 559. *Schleswig Dom: bischöfliche. 3. Eigentliche Denkmäler. A. Fr ei gr äb er. «. Stein. * Ahrensburg Anf. 17. J. * Apenrade 1609. Lütjenburg 1608. Schleswig Königsdenkmal 1549. *Westensee nach 1569. ß. Metall. Bordesholm Herzogin Anna 1514. * „ Pogwischdenkmal, zum Teile. Vgl. Schleswig Dom, Reventlow-Gruft 2, 306. B. Wandepitaphien. ci. Stein, gewöhnlich Sandstein; 
die jüngeren sehr oft mit Büsten aus Marmor, 
ältere mit Alabasterarbeiten. *Ballum 1653. Bramstedt 1586. Breitenburg Alab.-Statue Ren. Eckernförde viele, Ren. u. bar., mit Alab. 
Eddelack 1609 mit Alab. Eggebeck Ren. Hadersleben viele, barock. Heide 1571 ? Heiligenhafen 1698 mit Marmor. Itzehoe viele, Ren. 2, 480 ff. Kappeln 1678 mit Gips. Kiel St. Nie. etliche, auch mit Marmor, Ren. u. barock. Lensahn 1580/86, Lunden Ren. Lütjenburg 1618 Kalkstein. Meldorf Ren. u. bar., mit Marmor u. Alab. 
*Neustadt Reste mit Alab. Ren. Notmark 1569. Nüchel 1709 mit Marmor. Oesby 1729 Stuck. Preetz Pfarrk. Anf. 18. J. Marmor. » Kl.-K. 1597. Rendsburg Christk. 1720. „ St. Mar. etliche Ren. u. später. 
Schleswig Dom viele 16.—17. J. Ren. u. bar., 
mit Marmor und Alabaster; auch als Gruft¬ 
eingänge. ß. Aus Holz, 
a) Ren. Beydenfleth. Bülderup 1618. 1619. Burg a. F. etliche. Eckernförde viele. Erfde 1597. 1605. Föhr St. Joh. 1613. Flensburg St. Mar. viele. 
Garding etliche. Grube 1617. 2 Haseldorf um 1630, Reste, 
Hattstedt 1607. 1601. Havetoft um 1610. Heide 1578. 1621. 
Heiligenhafen 1580. Reste. 
Hohenstein um 1620, Rest. 
Hoptrup 1623. Husby 1617. Husum St. Jürgen 1572. * „ K. viele. Kating 1624. Kiel St. Nie. etliche. Klippleff 1, 38 1613. 3 Koldenbüttel. 2 Kotzenbüll. Landkirchen 1607. Meldorf viele. Mögeltondern um 1630. 
Münsterdorf 1596 Denktafel. 
*Neuenbrook um 1580 u. A. 
Neuenkirchen CrM. 1602. 
Nordstrand 1618 Reste. 
Oldensworth 1591. 1610. 4 Ording 17. J. Pellworm A. K. um 1600. „ N. K. um 1570. St. Peter gegen 1600. 
Petersdorf 1620. Poppenbüll 1617. Preetz Pfarrk. 1580. „ Kl. 16. J. 1619. 1626. 
Rendsburg St. Mar. viele. 
Schleswig Dom viele. 
Schwansen 1632. Segeberg 1617. 1625. Sieck. Sonderburg viele. Starup 1591. Tellingstedt 1613. Tondern viele. Uelsby um 1610. Uelvesbüll 1591. 5 Vollerwieck 18. J.
		

/Sponsorzy_051_07_0201.djvu

			129 Sachübersichten. B. II, 38 Grabmäler. III. Weltliches: Befestigungen. Westensee 1594. Witzworth 1591. b) Barock bis um 1700. 
Ahrensburg 1643. Aller 1654. St. Annen um 1644. Aventoft 1662. Bannesdorf 1649. 1716. Bau 1655. Bordelum 1686. Borsfleth 1690. Bramdorp 1667. 3 Brecklum um 1700. 2 Brede, so 1678. Breitenburg 1651 (?). 2 Bröns 1668. Burg a. F. viele. Btisum 1621. Dreisdorf 1656. Enge 1698. Erfde um 1640. Flensburg St. Mar. etliche. „ St. Nie. etliche. 
Friedrichstadt 1693. Garding Ende 17. J. Glückstadt etliche. Grossenbrode 1716. Grube 1660. Hattstedt 1653. Heide um 1670. Hemme 1635. 2 Hemmingstedt. Hohenstein 1685. 98. Jerpstedt 1683. Itzehoe um 1662. 84 2, 485. 490. 
Karlum 1666. Kiel St. Nie. etliche. Kollmar 1629. Landkirchen 1640. 50. 74. 80. 96. 
Leck. Lintrup um 1650. Loit i. A. 1649. 2 Marne Reste. Meldorf etliche. Mildstedt 1657. Mögeltondern um 1660, um 1700. 
Munkbrarup 1689. Neuenkirchen CrM. 1654. 
Neustadt 1646. 98. Notmark 1697. Oldensworth 1636. Ostenfeld 1680. I Pellworm 1692. Petersdorf 1637. 40. 78. 91. 1710. 
Preetz Pfarrk. um 1650. 
Rendsburg St. Mar. viele. Sarau nach 1644. Schenefeld um 1642. Schleswig Dom viele. „ Mich. 1648. „ Friedrichsb. 1668. 74. Seester 1655. 2 Segeberg. Sonderburg viele. j Stedesand 1667. I Süderhastedt 1704. Tating 1664. 75. Tetenbüll 1654. Tondern viele. 3 Tönningen um 1700. c) Noch jünger. Aller um 1750. Flensburg St. Nie. etliche. Kropp 1749? Oesby 1755. Starup 1750. 4. Grabkreuze. *Boren 1576. *Bredstedt spg. Leck spg. III. WELTLICHES. i. Befestigungen. a) Landwehren. Danewerk 2, 224 fr. Ditmarsche Landwehr 1, 54 ff. 
Osterwall 1, 155. Sachsenwall 2, 1. b) Hegewälder, Gebücke. Ditmarschen 1, 55. 56. 60. 113/14. 
Dän. Wohld 1, 155. c) Festungen. *Breitenburg. ^Brunsbüttel. Friedrichsort. *Friedrichstadt 1850. 63. *Glückstadt. *Gottorf. *Krempe. vgl. Lunden 1, 92. 
s. *Neustadt. 
s. Oldesloe. ^Rendsburg. *Sonderburg. *Tönningen. d) Feste Herrenhäuser u. dergl. 
vgl. u. A.: Cismar Kloster. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. 9
		

/Sponsorzy_051_07_0202.djvu

			130 Sachübersichten. B. III. Weltliches: Befestigungen. Städte. Geltingen. Haseldorf. Kletkamp. Mögeltondern. Neuhaus. Ranzau Kr. Pi. Rundhof. e) Schanzenreste. Brunsbüttel. Ditmarschen i, 54 ff. Düppel 2, 418. Feldhusen. Flensburg 1, 280. Hetlingen. Hohn. Neustadt. Oewersee. Stapelholm 2, 223. Steinburg. Struckkamp. Trittau. f) Blockhaus, Castell. 
Glückstadt 2, 457. Tönningen 1, 238. 2. Städte. Gründung vgl. Friedrichstadt. GKickstadt. Kal. 
Nieby. Die Erteilung des Lübschen Rechts 
(«L. R.») fand vielfach erst statt wenn ein Ort 
schon lange im Übrigen st ädtisches Recht hatte. 
Altona 1664 1, i. Apenrade Anf. 13. J. I, 10. s. Dorf Bornhöved 13.—15. J. 2, 359. Burg a. F. um 1230 2, 70. Eckernförde 13. J. 1, 162. Elmshorn (Flecken) 2, 101. Flensburg 12./13. J. I, 257. Friedrichstadt 1621 2, 229. Garding 1590 1, 197. •Grevenkroch 1354—98? 2, 468. Dorf Grömitz 14./15. J. 2, 20. Dorf Grube 14./15. J. 2, 23. Hadersleben 13. J. 1, 352. Heide (Flecken) 1, 75. Heiligenhafen Mitte 13. J. 2,- 29. Husum 1465. 1603 1, 453/54- 
Dorf Joldelund (?) 1, 472. Itzehoe L. R. 1238. 1303 2, 477. 
Kellinghusen (Flecken) 2, 491. Kiel 1233/42 1, 547. Krempe L. R. 1260 2, 494. Dorf Leck (?) 2, 670. Dorf Lemkenhafen 15. J. 2, 65. Dorf Lunden 1529—59 1, 92. Lütjenburg altwendisch. L. R. 1275 2, 135. 
Meldorf 1259—1559, Flecken I, 121. 
Neumünster (Flecken) 1, 536. Neustadt bei Krempe 1244/1260 2, 43. „ „ Itzehoe 1238 2, 477. „ „ Ploen 1685 2, 191. Dorf Nieby 1618 1, 319. 
Nygenstadt-Grevenkroch, s. Grevenkroch. Oldenburg altwendisch. L. R. 1235. 2, 53. 
vgl. Oldensworth 1, 213. Oldesloe L. R. 1238 2, 536. Pinneberg (Flecken) 2, 108. Ploen altwendisch. L. R. 1236 2, 150. Preetz (Flecken) 2, 162. Rendsburg, Stadtrecht 13. J. 2, 198. Schleswig altanglisch 2, 371. Segeberg gegründet 1134. L. R. 1244 2,371. 
Sonderburg vor 1253 2, 418. Tondern L. R. 1243 2, 613. Tönningen 1590 1, 237. Uetersen (Flecken) 2, 113. Wedel (Flecken) 2, 115. Wüster Stadtrecht 1240? 2, 519. Dorf Zarpen 13.—15. J. 2, 553. a) Planmässige Anlage in Städten und Wohnorten. Brunsbüttel. Büsum. Christiansfeld. Fehmarsche Dörfer 2, 66. Friedrichstadt 1621. Garding. Glückstadt. Grossenbrode. Heide. Heiligenhafen. Kiel. Rendsburg Neuwerk. Wesselburen. Wöhrden. b) *Mittelalterl. Stadtbefestigungen. Hiervon sind zu erwähnen : Flensburg 1, 258. Kiel 1, 547- 
Krempe 2, 494. Neustadt 2, 42. Schleswig 2, 282. c) Stadttore. * Altona. Flensburg 16. J. Neustadt 13. J.? •Schleswig 2, 283; vgl. Eckernförde. Tondern. 
Flensburg. Hadersleben. Kiel. Lütjenburg. 
Ploen u. A. d) Dorftore, Dorfbefestigungen. 
Bramstedt. Bunsoh 1, 58. Büsum. Fehmarsche Dörfer 2, 66. Grossenbrode. Hemmerwurth I, 55. Kühren 2, 132. e) *Zeughäuser. Breitenburg. Gottorf 2, 355. Hadersleben 1, 359. Krempe.
		

/Sponsorzy_051_07_0203.djvu

			Sachübersichten. B. III. Weltliches: Städte. Burgen. I3I Rendsburg 2, 216. Tönningen i, 241. f) Rathäuser, vgl. Neustadt 2, 44. 
Altona 1716. Burg a. F. Fachwerk, 17. J. 2, 70. Eckernförde 1, 169. *Flensburg 1284 u. Ren. I, 281. 
*Friedrichstadt 2, 232. Glückstadt 1642 2, 463. Hadersleben 1, 358. *Heiligenhafen Fachwerk 2, 33. Husum 1601 1, 467. Itzehoe 1693 2, 490. Kiel 1, 568. „ Tanzhaus r, 570. Krempe 1570 Fachwerk 2, 498. *Lütjenburg Fachwerk 2, 143. *Ploen 2, 156. Rendsburg got. u. Ren. 2, 215. Schleswig 1794 2, 328. *Segeberg 2, 371. *Tönningen 1616. Wüster 1585 Fachwerk 2, 523. g) Stadtwache. Altona nach 1716. h) Stadtbrunnen. Altona. Flensburg 1, 284. Glückstadt Leitung 2, 457. *Kiel 1444, Stadtleitung. Eine Leitung führte 
auch ins Graue Kloster. Kiel Schloss. Lütjenburg Leitung 2, 135. Tönningen. i) Rolande. Bramstedt. Wedel. k) K a a k , z. T. auch viell. Roland, Statue auf einer Säule. 
*Altona 1743. *Eckernförde N. Flensburg 1, 282 * Kiel 1, 570. * Nüchel. *Ploen N. *Schleswig N. *Segeberg 2, 371. Tondern Rathaus. *Tönningen 2, 371. 1) Halseisen. Flensburg am Südermarkt 1, 284. Geltingen Herrenhaus. *Kiel 1, 570. *Kollmar 1595. Krempe im Rathaus. *Lütjenburg N. *Tondern am Kirchturm. Warnitz Kirchhof. m) Richtgerät, Ketten u. dergl. 
Glückstadt Rathaus. Itzehoe Rathaus. Krempe Rathaus. *Lütjenburg Rathaus N. Rendsburg 2, 215. n) Stempelhämmer, Brenneisen. 
Krempe Rathaus. *Lütjenburg N. o) Richtmasse, Gewichte. Föhr St. Joh. Elle. Horsbüll Elle. *Krempe Rute. *Meldorf Elle 1, 134. Neuenbrook Sielmass. Neuenkirchen CrM. Rute. Rendsburg Gewichte 2, 215. * Westensee Elle. p) Gilden, Kalande u. dergl. allent¬ 
halben. Vgl.: Eckernförde Allerheil.-Kal. Flensburg Trin.-Kal. 1, 276. Grömitz Gilde. Krummendieck Kaland. Münsterdorf Kaland. Neukirchen LO. Antonius-Kal. Petersdorf (s. die Kanzel). Ploen 2, 156. Weddingstedt 4 Gilden. Windbergen Gilde. q) Gildestäbe vielfach, so: Krempe Rathaus. Ploen, im Besitz des Photogr. Henning (nicht 
im Text). r) Zunftbecher vielfach, 
s. Burg a. F. Krempe Rathaus. Ploen 2, 158. 3. Schlösser, Burgen, Herren¬ 
häuser, 
a) .Ruinen. Duborg. Glambeck. Troiburg. b) Burg- und Schlossplätze. Vgl. Schanzen S. 130; auch die hier folgen¬ 
den Abschnitte. Alverstorp. Arnesvelde. Borby. Bramhorst. Bramstedt. Burg i. D. 1, 60. 114. Burg a. F. 2, 66. 70. Depenau. Ditmarschen 1, 54.fr. Doberstorf. Eckernförde. 9
		

/Sponsorzy_051_07_0204.djvu

			132 Sachübersichten. B. III. Weltliches: Burgen und Schlösser. Föhr: Burg. Alt-Gottorf. Grödersby. Grömitz. Grube. Haselau. Hatzburg. Keller 2, 194. Königsburg 1, 158. Leckhuus. Neuhaus. Niehuus. Pahlen. Schleimünde. Steinburg. Stellerburg I, 61. Tielenburg 1, 59. Tönningen. Trittau. Westerhever. c) Schlösser, 
kgl. * Apenrade 1, 10. 
hz. Augustenburg 18. J. 
kgl. Brunlund Ren. I, 16. 
s. Cismar. kgl. *Duborg (Ren.?) 1, 279. kgl. *Friedrichsruhe 18. J. hz. Glücksburg 1582. kgl. *Glückstadt 17. J. hz. Gottorf Ren. hz. Grawenstein spbar. hz. *Hadersleben Ren. 1, 358. *Hatzburg got. ? *Heiligenhafen. 
hz. Husum Ren. I, 463. 
kais. *Itzehoe 2, 477. 
hz. Kiel Ren. 1, 566. *Lin 1, 91. 
hz. Lügumkloster Ren. 
wendisch *Lütjenburg? 
hz. Norburg bar. Reste, 
wendisch Oldenburg. *01desloe. 
gräfl. *Pinneberg. hz. Ploen 1634, vordem wendisch, dann gräflich. gräfl. *Rantzau Pi. hz. Reinbeck Ren. hz. *Reinfeld. gräfl. u. kgl. *Rendsburg. hz. *Rethwisch. bisch. *Schwabstedt. gräfl. u. kgl. *Segeberg got. hz. Sonderburg Ren. hz. *Tondern. hz. *Tönningen. hz. Travental 18. J. d) Herrenhäuser und Burgen. Vgl. 2, 3. Die, welche ältere Teile haben, 
sind im Folgenden Cursiv gesetzt. Nur wenige 
sind ganz erhalten. Ahrensburg Ren. 1596. LJß- ®^sch< ewatt. 
scheberg. Blomenburg 1842. Börstel 1751. Bothkamp. Breitenburg Ren. u. später. 
Brodau Ren. Bukhagen. Bülck. Bürau. *Cleveetz vor 1777. Damp. Depenau Torhaus. *Drage 18. J. Eckernf örde etliche adel. Häuser. 
Emkendorf. *Erfrade Ren. Eschelsmark. Farve. Gaarz. Gelting. Gram. Güldenstein. Hagen 1649. Hanerau. Hasselburg. Heiligenstedten. Hohenfelde. Höltenklinken. Hornstorf Ren. Hoyersworth Ren. Jersbeck bar. *in Itzehoe 2, 490. 
*Kekenisgaard. *in Kiel 1, 566. 573. Kletkamp Ren. Knoop. Krummendieck. Kuhof. Kühren. Lehmkuhlen. Ludwigsburg Torhaus. 
Lundsgaard. *Mauxtrup. Melbeck. Mögeltondern. Mühlendorf. Münchneverstorf. Ren. Nehmten. Neudorf. Neuhaus. *in Neustadt 2, 44. Nienhof. Gross-Nordsee. Klein-Nordsee. Nütschau. Oppendorf. *Osterholm. Osterrade. *Oevelgönne. Panker. *Pehmen.
		

/Sponsorzy_051_07_0205.djvu

			Sachübersichten. B. III. Weltliches: Schlösser. Schlosskapellen. Häuser. 133 PerdÖl. Pronstorf 1728. Putlos. Quarnbeck Torbau. Ranzau Ren. Rastorf. *Rixdorf. Röest bar. u. Ren. Rohlstorf. Rosenkranz. Rundhof. Salzau. Saxtorf. vgl. *Schadshof 1606. *Schafhaus. Schierensee 18. J. Schmoel. Schönweide. Seedorf Ren. Seegaard. Seegarden I, 498. Seekamp. *in Segeberg 2, 371. Sierhagen. Siggen. Sollwig. Sophienhof. Stendorf. Tangstedt. Testorf. Tralau. Tramm. Troiburg, Ruine. Wähletorf 1613. * Wandsbeck. W aterneverstorff. Wensien spätren. Wittenberg. Wittmoldt. e) Schloss- und Hauskapellen. vp. Sophienhof, Kletkamp, Tralau, und S. $3 
A, i, 4. Diese Kapellen, auch die einge- 
zogenen, haben ursprünglich in der Regel 
ebenso wenig als sonst unter Patronat stehende 
Kirchen, Kapellen und Altäre privaten Cha¬ 
rakter; aber es findet kaum irgendwo mehr 
gesonderte Verwaltung ihres Vermögens statt, 
und sie gelten gewöhnlich für freies Eigen¬ 
tum der Patrone. 4. Häuser. Bauordnung 1713 s. Altona. Ploen N. a) Allgemeiner Charakter ländlicher 
Bau ten. Nordschleswigisch-Dänisch 1, 9. 2, 224. 558. 
im Apenradischen i, 10. 
im Haderslebischen 1, 340. 
im Sonderburgischen 2, 392. Anglisch 1, 297 vgl. 2, 392. Friesisch I, 436. 637. im Eiderstedtischen 1, 196. Sächsisch 1,9. 520. 2, 4. 2, 118/19. 189. Wendisch 2, 4ff. b) Einzelnes. Fehmarn 2, 66 f. Marsch 2, 115.438. Ditmarschen 1, 54. Vgl., neben Obigem, einzelne Häuser zu St. Annen. Barkau. Brügge. I Lehe 1, 140. I Moorhufen. Neumünster. Notmark Pfarrhaus. Ostenfeld 1. 490. *Schadshof 1606. Schönkirchen. *Todesfelde. Augustenburg 18. J. 
Breitenburg 16. J. 
*Drage 18. J. *Duborg im Mittelalter. 
Glücksburg Ren. 16. J. 
Gottorf 16. J. 
*Hadersleben 16. J. 
*Hatzburg im M.-A. 
*Husum 16. J. *Kiel 16. J. Neuhaus, aus dem M.-A. 
*Norburg 17. J. Panker 19. J. *Pinneberg M.-A. Ploen M.-A. und 17. J. 
Putlos M.-A. *Ranzau 16. J. Reinbeck 16. J. 
Sonderburg 16. J. 
*Troyburg 16. J. c) Scheunen. 
Ascheberg 1776. Cismar 1721. Gaarz. Hagen. Neudorf. Panker. Preetz. Pronstorf. Rohlstorf 1662. Siggen. Wahlstorf. Wonsbeck. d) Hausmarken 1, 436. 2, 118 
und auch an Geräten, so 
Bannesdorf Kelch. Eckernförde Gestühl 1, 166. Eddelack Taufe (?).
		

/Sponsorzy_051_07_0206.djvu

			134 Sachübersichten. B. III. Weltliches: Häuser. Grossenbrode. Hemme Gestühl. Herzhorn Grabstein. Hörup Gestühl. Itzehoe St. Jürgen Fenster. Landkirchen Gestühl. Loit i. L. im Gewölbe, in einem Schlussstein. 
Nüchel Kelch. Ording Siegel. Rendsburg 2, 215. Ries Gestühl. Sonderburg Grabstein 1570 2, 424. 
Tellingstedt Gestühl. Weddingstedt Gestühl. e) Städtische Bauart 
in Städten und anderen Orten. Vgl. Büsum 16 J. Altona 18. J. Arnis. Ballum 2, 558. Borsfleth N. Bramstedt. Busenwurth 1741. Büsum 1, 67. 72. Eckernförde I, 169. Flensburg 1, 279. 282 ff. Friedrichstadt 2, 232. Garding 1, 202. Glückstadt 2, 459. 463 ff. Hadersleben i, 358. Heide. Husum I, 468 ff. Itzehoe 2, 490. Kellinghusen 2, 492. Kiel 1, 570 ff. Koldenbüttel Ren. Krempe. Lehe 1, 139. Lunden I, 95. Lütjenburg 2, 143. Marne 1, 121. Meldorf I, 138. Mögeltondern 2, 529. Nessendorf. Oldensworth 1, 220. Oldesloe. Ostenfeld. Ottensen 1, 5. Ploen 2, 156. Preetz 2, 164. Rendsburg 2, 216. Schleswig. Segeberg 2, 371. Sonderburg 2, 431. Tondern. Tönningen. Uetersen 2, 115. Warnitz. Wesselburen. Wewelsfleth. Wöhrden. f) Spitäler. Stets mit Kapelle. Vgl. St. Jürgen und Hl. 
Geist oben S. 83. 88. Ahrensburg 1596. Als Kapelle dient die Kirche. 
Altona 1720? *Bordeshclm 1327. Eckernförde. Elmshorn 1740. Flensburg Kloster. Hadersleben. Kiel 1, 565. Krempe 2, 495. *Ploen 1677 2, 161. Schleswig Präs.-Kl. 1656. * „ Dreifalt.-Spital. * „ Leprosenhaus bei St. Laur. ., Pesthof bei St. Gertrud. Tondern. g) Einzelheiten den Hausbau be¬ 
treffend. Arkaden, Lauben. *Breitenburg Ren. Brunlund t8. J.f I, 17. Kiel Schloss Ren. *Ranzau Wandelhalle Ren. Steinbeck Ren. Auslucht s. Altona i, I. Itzehoe 1, 490. Kellinghusen. Preetz. Beischlag, 
s. Altona 1, I. Husum Ren. Bar. Tondern spg. Erker s. 1, 1. * Altona 1723 (N.). Arnis. *Brunlund 1, 16. Gottorf. Husum. Kappeln 2, 244. Kiel I, 573 und N. Marne zu Ende Dachnase. Tondern. Uetersen 2, 115• Wewelsfleth Dachnase. Gewölbebauten. Stets nur teilweis. In 
den Schlössern und Herrenhäusern (so zu 
Kletkamp) ist der Unterstock gewöhnlich 
gewölbt. Vgl. die Schlossgrundrisse Brun¬ 
lund, Gottorf, Husum, Sonderburg u. a. 
Gotisch nur Gottorf z. T., und Haus zu 
Hadersleben. Flensburg Privathaus N. Glücksburg Schloss. Hadersleben Pfarrhaus I, 358. Husum I, 469 Häuser. Kiel Schloss. Münchneverstorff. Neuhaus. Ranzau.
		

/Sponsorzy_051_07_0207.djvu

			Sachübersichten. B. III. Weltliches: Häuser. Gärten. Wasserbau. 135 *Schadshof. Paralleldächer. Ahrensburg 1596. *Breitenburg 16. J. Glücksburg. *Gottorf Westfiügel 16. J. Jersbeck 16./17. J. Kiel, Schmoeler Hof 17. J. 1, 573. 
Röest 17. J. Wahlstorf 17. J. Wensien 17. J. Portale siehe S. 74. Torhäuser. Bothkamp. Bramstedt. Brodau. Depenau. Hasselburg. Kletkamp. * Seedorf. T estorf. Tondern. Troiburg. Wasserspeier. Jersbeck um 1650 Stein. Tondern Drache 2, 628. A ufs teigste i n e. Glückstadt 1, 465 bar. Obelisken und Pyramiden, jene gewöhn¬ 
lich als Sonnenuhr; s. oben Malsteine 
S. 121 und; *3 Breitenburg. *Melbeck. 5. Haus- und Schlossausstattung. *Ahrensburg Schloss Ren. Barkau Haus. Bredstedt Haus I, 440. *Breitenburg Ren. Brunlund und Eckernförde; Mörser. Geltingen 18. J. Gottorf. Hasselburg 18. J. Hohenfelde Kr. Ste. Haus. Ludwigsburg. Ploen Schloss 2, 139. ., Lusthaus 2, 161. Ranzau Schloss. Rendsburg Rathaus. Röest Schloss. Schierensee Schloss 18. J. *Tönningen Rathaus. *Troiburg Schloss. Wüster Neues Rathaus, 18. J. a) Kamine. Eckernförde Goschhof 16. J. ? Gelting. Gottorf 16./17. J. im Haderslebischen in den Sacristeien 1, 339. 
Hornstorf. Husum 1, 466 ff. Ren. Kiel Tanzsaal. Rathaus. „ Blomesches Haus 1, 573. Lehe 1, 142. Ludwigsburg. Kl.-Nordsee. Oppendorf Ren. Oesby. Osterlügum Sacr. Ploen um 1747 2, 160. Ranzau 2, 180 Rest? Röest. Schleswig Gr. Kloster. Tieslund. b) Ofen. Im 15. J.: s. Preetz 2, 163. St. Annen Haus. Barmstedt 18. J. Elmshorn Spital 1758. Gottorf Ren. 2, 353. Hasselburg Rocc. Heiligenhafen Rocc. 2, 29. Hohenfelde Ste. Kletkamp 1560. Ludwigsburg Rocc. Lütjenburg 1687 2, 143. Reinfeld Haus, s. 2, 353. Rellingen 1750. Seegaard eine Kachel. c) Feuer gab el. Rendsburg Rathaus. 6. Gartenanlagen 2, 3. Vgl; Ascheberg. *Breitenburg 16. J. 2, 448. Gottorf. Grawenstein. Jersbeck 17./18. J. Panker. Pinneberg neu. *Ploen Rocc. 2, 159 ff. *Ranzau 16. J. *Rethwisch. *Schierensee. *Sonderburg. Stendorf Rocc. Travental. *Winseldorf Forstanlage 16. J. 7. Wasserbau. Wasserkünste: *Gärten zu Ploen und Gottorf. ' Leitungen s. oben S. 131. Brücken: *Feldhusen. Zugbrücken; Brodau. Geltingen. Rundhof. 8. Dingplätze, fast immer auf dem Kirchhofe, so Husby, 
Nübel i. S.
		

/Sponsorzy_051_07_0208.djvu

			Sachübersichten. B. III. Weltliches: Dingplätze. Waffen. Wappen. 136 Bordesholm Linde N. 
Breitenburg »Vehmgericht«. 
Flensburg 1, 282. 9. Waffen. Ansammlungen davon s. Zeughäuser S. 130. 
Ferner Flensburg I, 282. a) Geschütze. *Breitenburg 2, 447. 452 viele Namen. 
*Ditmarschen 1, 58. Geltingen. Neuhaus. *01densworth, der Kirche gehörig. Ranzau. * Wandsbeck. *Wesselburen der Kirche und Häusern gehörig. b) Rüstungen u. dgl. Breitenburg 2, 452. Eckernförde 1, 166L 
Halk. Haselau. *Kiel Nie. Kletkamp. Kotzenbüll. Krempe Rathaus. Lütjenburg 2, 143. *Meldorf I, 134. Neuenkirchen CrM. 1674. Notmark. Oldensworth. Pronstorf Gruft. Rieseby. Steinberg. *Taarstedt. Ulderup. Wilstrup. *Wittstedt. c) Fahnen. soeben mit aufgeführt; ferner s. Wöhrden X, 149. 
Kiel St. Nie. 1, 558. Eckernförde I, 167. Friedrichstadt. Glückstadt K. u. Rathaus. *Hadersleben. Haselau Hofhaus. Itzehoe Rathaus. *Kiel St. Nie. *Klixbüll. *St. Margareten. Meldorf. Neuenkirchen CrM. Schenefeld 1698. *Schleswig Dom. *T aarstedt. 10. Wappen. Sehr oft an Denkmälern und Särgen; hier folge 
nur eine Anzahl. Wahrzeichen s. Friedrich¬ 
stadt 2, 232. Wappen Christi s. S. 138. Apenrade Kanzel 1565. Barkau Gestühl Ren. Kelch frg. Bordesholm Gestühl spg. Bülderup Kanzel 16. J. Büsum Humpen. *Cismar Glocke. Dänischenhagen 1453 Glocke. Delve Taufe frg. Depenau Portal. Eckernförde Gestühl Ren. Goschhof Ren. 
Flensburg Bibliothek Ren. I, 275. „ Haus 1, 279. Glücksburg 1, 275. Gottorf 2, 343. Grube 1598. Hadersleben Spital 16. J. Haseldorf Ostseite 16. J. Heide Gestühl 16. J. Heiligenhafen Gestühl spg. „ Landeswappen. Heiligenstedten Gestühl 1567. Hemme Gestühl Ren. Hohenaspe Gestühl Ren. „ Gruft 1779. Itzehoe Altar 1661. „ Becher 2, 486. Karlum Kanzel 1578. Kellinghuser (Büsumer) Taufen s. diese S. 102. 
Keytum Kanzel 1580. Kiel Nie. Taufe 14. J. Krempe Rathaus 1570. Langenhorn Bühne 18. J. Loit i. L. Deckenmal. spg. Ludwigsburg Torhaus Ren. Lügumkloster Gestühl spg. Lütjenburg Gestühl 1603. Meldorf Lettner Ren. Mögeltondern Glocke 14. J. Neuenkirchen i. D. Kelch und Kirchenbuch. 
Neustadt Spital, Fenster 17. J. Petersdorf 1580. Probsteierhagen. Reinfeld K. 1737. Rendsburg Stadt 2, 217. Schenefeld. Schleswig Dom sehr viele, so auch *1533 
die der dänischen Provinzen. Schwabstedt Ren. Seegaard 16. J. Segeberg Taufe 1447. Sieck Taufe 14. J. Tondern Gestühl Ren. „ Kronleuchter. Waabs 1608 Gestühl. Weddingstedt Gestühl Ren. Wesenberg Grabstein 1392. Wesselburen Kelch 1491.
		

/Sponsorzy_051_07_0209.djvu

			Sachübersichten. B. Anhang: Gegenstände in Kunstsammlungen. 137 A N H Kunstsam Als in solche übergegangen sind im Text eine 
Anzahl Gegenstände erwähnt, welche hier ge¬ 
ordnet aufgeführt werden sollen. Dass die 
Aufführung höchst unvollständig sein und 
bleiben muss, wird klar sein. Altona. Gewerbemuseum: Schleswig Dom, Gestühl. 
Berlin. Gewerbemuseum: Wewelsflether Giess- gefäss. Schleswig Dom, Gestühl. 
*Breitenburg, vgl. dazu 1, 538. 2, 57. Emkendorf s. das. Flensburg. Das *S c h 1 e s w i g i s c h e Museumist nach der 
Trennung der Herzogtümer begründet ge¬ 
wesen, nachher aber nach Kopenhagen ge¬ 
führt. Nach dem Frieden von 1864 musste 
es ausgeliefert werden. Die Gegenstände 
scheinen aber noch so gut als ausnahmslos 
in Kopenhagen zu sein. Gewerbemuseum: Flensburg St. Mar. Taufdeckel u. A. ,, St. Nie. Messgewänder, Bibliothek¬ 
wappen u. A. Schleswig Dom, Gestühl. Lehe Schrank. Kiel. Mus. vaterl. Altertümer, im Text ge¬ 
wöhnlich einfach als »Kieler Museum« an¬ 
geführt. Kanzel im Mus. s. oben S. 95. Bjolderup Grabstein. Böel Ursula. Esgrus Monstranz. Flensburg Trinkhörner. Kr. Hadersleben Altar. Husum 1. 456 spg. Figuren. Kahleby Leuchter rom. Kiel St. Nie. Rüstung. — Kl.-K. Waffen.— 
Häuser Reste I, 573. Neustadt Altar. Nübel i. A. got. Figuren. Schleswig Dom Emailleuchter. Sieseby Altarkapsel. Steinberg Rauchfass. Wonsbeck Andreas. Altargruppe. 
Thaulow-Museum: Arnis Altar. Bannesdorf Kanzel. Barlt Kanzel. Bordesholm Schnitzwerk I, 526. Boren Kreuz. Eckernförde Ausstattung der Goschhofkapelle. 
Flensburg Nie. u. Mar. eine Menge Sachen. 
Gettorf Wandtabernakel. Haselau Altar. Gitter. A N G. m lungert. Heide, Apostel. Hjerting Altar. Krusendorf Altardecke. Barockfigg. Leezen Altar. Munkbrarup Tabernakel. Neukirchen LO. Altar. Neumünster Altarreste. Rendsburg vom Altar. Steinbeck Dose. Süderau Kanzel. Sylt: Schnitzwerk. Thumby Altäre. Kopenhagen. Meist wol im Nordischen Museum. 
Ditmarschen 1, 54 Kanne, Patene, Kelch. 
Flensburg I, 282 Schwert, Trinkhorn. 
Glückstadt Erzgruppe zu Rosenburg. Gottorf alle Sammlungen. Hadersleben Ausstattung der Hansburg. 
Husum Schlossausstattung. St. Georg. Taber¬ 
nakel. Kanzel. Hütten Altar. Lügumkloster Frontale. Neumünster Altäre u. A. ? Preetz Kl. u. K. Altäre u. A. Rendsburg Zeughausinhalt. Steinberg Siegel. Gefäss. Tönningen Zeughausinhalt. Tyrstrup Kanzel. M e 1 d 0 r f. Mus. ditmars. Altertümer. Barlt Altar. Büsum Messgewand. Gerätkasten. Delve Altar u. A. Lehe Pesel. Marne Siegel. Meldorf aus der Kirche Vieles. Wöhrden Ren. und Bar.-Gegenstände, Taufe, 
Gestühl. Niebüll. Nordfries. Mus. s. daselbst. Nürnberg: German. Museum. Querner Altarblatt. 
Schleswig. *Gottorfische Kunstsammlungen 2, 355. 
Städtisches Museum. Handewitt Glocke. „ T aufbecken. ’MagnussensSammlung, kürzlichgrossen- 
teils ins Hamburgische Gewerbemuseum 
übergegangen, welches daneben auch noch 
weitere Gegenstände aus dem Gebiete be¬ 
wahrt. s. Brecklum K. Föhr St. Joh. Altar. Leck Altar. Rendsburg 2, 217.
		

/Sponsorzy_051_07_0210.djvu

			C. BILDLICHES. Dramatische Aufführungen s. i, 262. 525. 2, 296. Nachfolgend Aufgezähltes ist, wo nicht 
anders bemerkt oder selbstverständlich, Schnitzarbeit, gewöhnlich aus Eichenholz. Wo 
die Stilbezeichnung fehlt, ist es gotisch, fast regelmässig spätgotisch; Bildwerke der 
Ren. und jüngerer Zeit, insbesondere an Kanzeln und Altären, sowie die Gegenstände gemalter 
Bilder (s. S. 125), sind hier nur ausnahmsweise angezogen, desgleichen die schon in die Museen übergegangenen. I. GOTT U i. GottVater. Ludwigsburg 16. J., über dem Tore. 
Lütjenburg Altar. 2. Dreieinigkeit i, 433. Bannesdorf Dreikopf 1649. Hürup Altar 3 gleiche Figuren. Petersdorf Dreikopf 1636 2, 95. Risum Altar 3 gleiche Figuren. Gott, der Gekreuzigte und die Taube, letztere 
fehlt bisweilen: Aastrup. Abel Altar. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. Gelting Schloss Altärchen Mal. Halk Tfe. 1491. Keitum Altar. Morsum Altar. Neukirchen WH. Altar. Norderbrarup Altar. ND ENGEL Kl.-Nordsee Decke, Stuck 1701. Preetz Kl.-K. Gestühl Mal. Rapstedt Altar. Rödding Altar. Schrustrup Altar. Tieslund Altar. 3. Engel; regelmässig in den Kreuzigungsdarstellungen, 
das Blut fangend, so auch bisweilen bei Cru- 
cifixen, so Beidenfleth, Neukirchen LO., auch 
rauchfassschwingend im Altäre, so zu Haddeby. 
Arild Nebenaltar Michael? Mal. Grossenbrode auf d. Boden. Haddeby im roman. Crucifix. Humptrup (Kanzel)? Itzehoe Altar 1661. Krummendieck Altar Mal. 1699. Roager Sacristei. Satrup i. A. auf Vortragstangen. Stilfeld um 1760, Marmor. Witting Altar Engelslegenden. II. CHRISTUS. 1. Wappen Christi, t^S- Bordesholm Gestühl 1509. Kiel St. Nie. Gestühl i, 554. Schleswig Dom Gestühl 1512. 2. Verkündigung s. S. 148. 3. Scenen aus Jesu Leben, besonders der Kindheit: 
*Lügumkloster Altarvorsatzsttick. 4. Geburt, öfters mit Hirtenanbetung (H-A.). 
Aventoft Marienaltar. Cismar A. frg. Eckernförde Rel. spg. Gettorf A. Grube A. H-A. Hattstedt A. Heiligenstedten A. Mal. 1580. 
Hohenaspe A. Kappeln A. 1641. Kiel St. Nie. A. 1460. „ „ Tfe. 1344. Lütjenburg A. H-A. Mildstedt A. H-A. 
Mögeltondern Rel. Ostenfeld A. Pellworm A. K. A. Mal. St. Peter A. Preetz Kl.-K. Gruppe 2, 173.
		

/Sponsorzy_051_07_0211.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. II. Christus. 139 Preetz Kl.-K. Altar 1656 2, 172. Schwabstedt alter A. um 1600, H-A. Alabaster. 
Schwesing A. Selent 1566 Bild, H-A. Süderhastedt A. Wewelsfleth Kelch. 5.Christkind (vgl. ChristophS. 154). Petersdorf unter BaldachiD. Preetz vom Altar. Schleswig Dom Altar. 6. Drei Könige, vgl. S. 156. Aventoft Mar.-A. Borby Taufstein rom. Cismar A. frg. Gettorf A. Hattstedt A. Heiligenstedten A. Mal. 1580. Hohenaspe A. Hoyer 2 kleine Statuen. Kiel St. Nie. A. 1460. „ . ,, Tfe. 1344. Lütjenburg A. Mildstedt A. *Nordlügum. Ostenfeld A. Pellworm Alte K. A. Mal. St. Peter A. *Saxtorf Bild von Rubens. Schleswig Ciborienaltar, frg. Schwesing A. Sörup Tfst. rom. Sterup „ „ Süderhastedt A. Ulkebüll A. 7. Beschneidung. Breitenburg Bild Ren. 2, 451. Neukirchen WH. A. 8. Darstellung. Aventoft Mar.-A. Cismar A. frg. Gettorf A. Hattstedt A. Kiel St. Nie. A. 1460. „ » Tfe. 1344. Lütjenburg A. Mildstedt A. *Nordlügum. Ostenfeld A. Pellworm Alte K. A. Mal. St. Peter A. Süderhastedt A. 9. Flucht nach Egypten. Cismar A. frg. Gettorf Tfe. 1424. Kiel Nie. Tfe. 1344. *Viöl i, 517. 10. Kindermord. Itzehoe A. 1661. Kiel St. Nie. Tfe. 1344. Sörup Tfst. rom. ii. Maria führt das Kind. Kiel St. Nie. Tfe. 1344. 12. Jesus i2j'ährig im Tempel. Kiel St. Nie. Tfe. 1344. Pellworm Alte K. A. Mal. 13. Jesu Taufe. Albersdorf Tfe. 14. J. Bau Rel. frg. Burg a. F. Tfe. 1391. Cismar A. frg. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. Gettorf Tfe. Hadersleben Tfe. 1483. Halk Tfe. 1491. Heiligenhafen Mal. Hollingstedt Rel. Kiel St. Nie. Tfe. 1344. „ „ Neben-A. 1, 555. Meldorf A. Mal. Ren. Pellworm A. K. Tfe. 14. Versuchung. Kiel St. Nie. Tfe. 1344. Meldorf Epitaph 1593 1, 134. 15. Guter Hirte. Meldorf Boye’s Stuhl, um 1570. 16. Zachäus. Meldorf Neben-A. Mal. 1, 129. 17. Lazarus’ Erweckung. Meldorf ebenda. Mal. 18. Verklärung. Preetz Kl.-K. A. 1743. Mal. 19. Jesus trennt sich von Maria. Pellworm A. K. A. Mai. 20. Palmeneinzug. Kollmar A. 21. Abendmahl. Auf der Staffel der meisten Altäre, auf den 
gotischen gewöhnlich von späterer Hand. Oft 
auch auf Kanzeln, so zu Hemme. Burg a. F. A. frg. Hemme A. 1622. Kappeln A. 1641. Kating A. Staffel 1712. Kiel St. Nie. A. Kollmar A.
		

/Sponsorzy_051_07_0212.djvu

			I 140 Sachübersichten. C. Bildliches. II. Christus. Landkirchen A. frg. Loit i. L. A. 1520 Mal. Meldorf A. Ren. Mal. Oldesloe Rel. Ren. Preetz Kl.-K. Altar 1656. Schleswig Graues Kl. frg. Wand-Mal. „ Dom Altar 1521. Tellingstedt A. um 1690 Mal. Weddingstedt um 1602 Mal. 22. Fusswaschung. Kiel St. Nie. Tfe. 1344. Schleswig Dom A. 1521. 23. Pas sions dar Stellungen. 
(Dramatische Vorstellungen I, 262. *Stationen 
s. Heide 1, 78). Hürup Chorbogenreihe, rom. Mögeltondern A. 8 Scenen Mal. Neustadt alter A. Mal. Nordhackstedt Chorbogenreihe, rom. 
Tellingstedt Kelch 6 Scenen. Christus in der Kelter. 
Flensburg St. Nie. Kanzel um 1600. Christi Kampf mit der Schlange. 
Apenrade Kanzel 1565. 24. Gethsemane. Allers’ Altäre (oben Künstlerverz. S. 9). 
Bramstedt A. Mal. got. ? 1625 f. Burg a. F. A. frg. Eckernförde Tfe. 1588. Heide im Auferst.-Rel. Kiel St. Nie. A. 1460. Koldenbüttel A. Mal. Kollmar A. Landkirchen A. frg. Loit i. L. A. 1520 Mal. Meldorf A. Mal. Ren. Osterlügum A. Pellworm A. K. A. Schwabstedt A. Selent A. 25. Gefangennahme. Bramstedt A. 1625 hergestellt. Mal. Burg a. F. A. frg. Eckernförde Tfe. 1588. Hürup rom. Kiel St. Nie. A. 1460. Koldenbüttel A. Mal. Kollmar A. Landkirchen A. frg. Loit i. L. A. Mal. 1520. Loit i. A. Wandmal., Anf. 16. J. ? Nordhackstedt rom. Pellworm A. K. A. „ N. K. A. Schleswig Dom A. 1521. Segeberg A. Selent A. Sörup Tfst. rom. 26. Vor dem Hohenpriester. Eckernförde Tfe. 1588. Loit i. L. A. Mal. 1520. Meldorf A. Mal. Ren. Schleswig Dom A. 1521. Segeberg A. 27. Vor Pilatus. Aventoft A. Mal. Spuren. Bramstedt A. 1625 hergestellt. Mal. Burg a. F. A. frg. Hohenaspe A. Kiel St. Nie. A. 1460. „ „ Tfe. 1344; daselbst die Hände¬ waschung Pil. in bes. Darst. Koldenbüttel A. Mal. Kotzenbüll A. 1506. Landkirchen A. frg. Loit i. A. Wandmal. Loit i. L. A, Mal. 1520. Meldorf A. Nordhackstedt Chorbogenschmuck, 13. J. 
Pellworm A. K. A. „ N. K. A. Schleswig Dom A. 1521. Segeberg A. Selent A. Tetenbüll A. 1522. Witzworth A. 28. Vor Herodes, ausser vielleicht einigen der soeben als „vor 
Pilatus“ angeführten Darstellungen noch: 
Cismar A. frg. Koldenbüttel A. Mal. 29. Ecce homo auch: Allers’ Altäre 17. J. (Künstlerverz.). St. Annen, Staffel vom alten Altäre: Veronica- 
tuch. Borsfleth A. 1646 Mal. Bramstedt A. 1625 hergestellt. Mal. 
Eckernförde Tfe. 1588. Esgrus A. Staffel Mal.: Veronicatuch. Heide Mal. 17. J. ? 1, 82. Hemme Kelch 1520. Schleswig Dom A. 1521. Segeberg A. 30. Geisselung. Bramstedt A. 1625 hergestellt. Mal. Burg a. F. A. frg. Cismar A. frg. Eckernförde Tfe. 1588. Hohenaspe A. Hürup Passionsreihe 13. J. Kiel St. Nie. Tfe. 1344.
		

/Sponsorzy_051_07_0213.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. II. Christus. I4I Landkirchen A. 14. J. Loit i. L. A. 1520. Mal. Meldorf A. Mal. Ren. Nordhackstedt Passionsreihe 13. J. Osterhever A. Osterlügum A. Pellworm A. K. A. „ N. K. A. Petersdorf barock? Rest. Preetz Kl.-K. Laienaltar Mal. Schleswig Dom A. 1521. „ von einem Oelberg. Segeberg A. Selent A. Tellingstedt Kelch spg. Tetenbüll A. Witzworth A. 31. Verspottung. Koldenbiittel A. Mal. Kotzenbüll A. 1506. Loit i. L. A. 1520 Mal. Osterhever A. Osterlügum A. Pellworm N. K. A. Schleswig Dom A. 1521. Selent A. Tellingstedt Kelch spg. Tetenbüll A. 1522. 32. Uebergabe an die Juden. Osterhever A. 33. Kreuztragung. Aventoft A. Bordesholm zu Kiel, Th.-Mus. Bramstedt A. 1625 hergestellt. Mal. Burg a. F. A. frg. Cismar A. frg. *Flensburg St. Mar. 1, 266. Gelting A. Hansühn Rel. Hohenaspe A. Kekenis A. Kiel Nie. A. 1460. Kotzenbüll A. 1506. Landkirchen A. frg. Loit i. L. A. 1520. Meldorf A. *Neumünster 1, 538. Osterhever A. Pellworm A. K. A. Mal. „ N. K. A. Schleswig Dom A. 1521. „ „ von einem Oelberg. Schwabstedt A. Segeberg A. Selent A. Tellingstedt Kelch spg. Tetenbüll A. 1522. Witzworth A. 34a. Vorbereitung zur Annagelung. Osterhever A. Pellworm A. K. A. Mal. 34b. Annagelung. Aventoft A. Kollmar A. Kotzenbüll A. 1506. Loit i. L. A. 1520. Osterhever A. Pellworm A. K. A. Mal. „ N. K. A. Tellingstedt Kelch spg. Witzworth A. 35. Christus im Elend. Amrum Schranktür Mal. Bargum desgl. Bergenhusen. Böe). Düppel. Föhr St. Joh. A. Staffel. vgl. Föhr St. Nie. Patene, in Schmelz. Grossen wiehe. Gross-Solt Türmalerei. Hattstedt. Jörl Tttrmalerei. *Itzehoe s. Fig. 1409. Kathrinenheerd. *Leck. *Lügumkloster Altarvorsatz Mal. „ Schranktürmalerei. „ Schnitzwerk. Norderbrarup. Osterhever. ! Quern. ! Satrup i. A. Schranktürmalerei. Schleswig St. Joh. „ Dom. Sonderburg Schranktürmalerei. Stedesand Schranktürmalerei. Sterup Schranktürmalerei. Süderbrarup 17. J. Tating. 36 a. Kreuzigung. Auf den meisten Kanzeln und Altären, welche 
Reliefs haben. Bei Angabe der Figurenzahl 
im Texte sind die 3 Crucifixi nicht mitgezählt, 
auch nicht die Engel. Die Crucifixe haben, 
wenn mittelalterlich, stets 3 Nägel und den 
rechten Fuss oben, es müsste denn etwa be¬ 
sonders anders angegeben sein. «) Schnitzwerk. Aggerschau A.-Reste. St. Annen A. 1644. I Arild A. Aventoft A. Bedstedt A. Beidenfleth A. 1636. „ Tfe. 1345.
		

/Sponsorzy_051_07_0214.djvu

			142 Sachübersichten. C. Bildliches. II. Christus: Kreuzigung. Kreuzgruppen. Burg a. F. A. frg. Cismar A. frg. Deezbüll A. Reste (?). Eckernförde Tfe. 1588. Ekwadt A. * Elmschenhagen A. Enge A. Esgrus A. Fahretoft A. Frörup A. Rest. Gelting A. Gikau A. Grube A. Halk A. Hammeleff A. Hattstedt A. Heiligenstedten A. 1580. Hellewadt A. Hemme A. 1622. Hjerndrup A. Hohenaspe A. Hoist A. Jürl A. „ Reste. Kappeln A. 1641. Kating A. Kiel St. Nie. A. 1460. „ Kl.-K. A. 1506. Koldenbüttel A. Kollmar A. Kotzenbüll A. Leck A. Lensahn A. Loit i. L. A. 1520 (Würfler noch besonders). 
Lütjenburg A. Medelby A. Meldorf A. Mildstedt A. Mögeltondern A. Nordlügum A. Nordstrand A. Nustrup A. Ording A. Ostenfeld A. Osterhever A. Osterlügum A. Pellworm A. K. A. „ N. K. A., nebst Rauferei ums Ge¬ 
wand. St. Peter A. Rendsburg Epitaphe II, 21 if. Ries A. Schleswig Dom A. 1521. Schwabstedt A. Schwesing A. Segeberg A. Selent A. Steinberg A. Sterup A. Süderhastedt A. Tating A. Tating Barockrelief. Tetenbüll A. 1522. Töstrup A. Uelvesbüll A. Vollerwieck A. Warder A. Warnitz A. Westensee A. Wüster Rathaus Ren. Alab. Witzworth A. Wodder A. ß) Malerei. Borsfleth Epit. 1690. Bramstedt A. 1625 hergestellt. Brügge A. 1672. 2 Glückstadt 17. J. 2, 463. Koldenbüttel A. Marne Ende 17. J. Ording 1635 Epit. Pellworm A. K. A. Preetz Kl.-K. Laienaltar. Schönberg A. 18. J. Schönwalde A. Ren. ? Tönningen A. 1634. 36b. Kreuzgruppen. «) Ganz oder vorzugsweise romanisch 
oder frühgot. Abel. Altenkrempe Tfe. 13. I. Beftoft. Bering. Burg a. F. A. Dahier. Delve Tfe. Fjelstrup, Tympanon. Haddeby. Hörup. Jägerup. *Jörl. Kosel. Nordlügum. Nübel i. S. Rieseby. 2 Schobüll. Sörup » Tfst- 
Süderbrarup 
Ulkebüll. Wewelsfleth ß) Aastrup sptstg. Abel. Bedstedt. Beidenfleth. » Tfe. 1345- Böel. Boren. Bramstedt. Bröns. Buhrkall. Burg a. F. z. T. Kelch. Gotisch, meist spg.
		

/Sponsorzy_051_07_0215.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. II. Christus: Kreuzgruppen. Crucifixe. 143 Büsum. Dahier. Delve. Ekwadt. Erfde. Esgrus. Feldsted t. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. 
Flintbeck A. Frörup. Garding. *Gettorf. Grossenwiehe. Hadersleben Tfe. 1485. Hansühn sptstg. Haseldorf Tfe. 1445. Heiligenstedten 1598? Hemme Kelch. Hennstedt sptstg. Herzhorn Stein, Rel. Hoist. Horsbüll. Hürup um 1400. Humptrup sptstg. St. Joh. a. Föhr um 1400. Kating. Kekenis (N.-Fig. gegen 1700). 
Ketting. Kiel St. Nie. mit *Nic. u. *Andreas, 
■> „ Tfe. 1344. Klippleff. Klixbüll. Koldenbtittel. Kotzenbüll. Landkirchen. Leezen. *Loit i. A. A. Lütjenburg. „ A. Medelby. Meldorf. Mildsted t. Neuenkirchen CrM. Neukirchen LO. *Neumünster. Neustadt 2, 52 Spital, Altärchen, got. Malerei. r Glocke 14. J. Nienstedten Kelch 1420. Norderbrarup. Nübel i. S. Rel. Oldensworth 1491 ? Ording. Ostenfeld. Osterhever. Osterlügum. Pellworm Tfe. 1475. St. Peter. Pelersdorf. Probsteierhagen Tfe. 1457. Quars. Rendsburg. Satrup i. A. Schleswig St. Joh. Schleswig Dom. „ Graues Kl. „ Präs.-Kl. Schrustrup. Segeberg Tfe. 1447. Selent sptstg. Steinberg. Stell au A. Süderbrarup z. T. Süderlügum. Tandslet. Tating. Tetenbüll. Tolk. Uelsby A. Uelvesbüll. Waabs. Wanderup A. Wesselburen. Westensee. y) Jüngere, z. B.: Büsum A. 1712. Heiligenstedten 1598? Hemme 1697. Hennstedt um 1730. Herzhorn 18. J. Hohenfelde um 1650. * Horst 1650. Kathrinenheerd 1615. Klanxbüll spbar. Krusendorf A. 1735 Marmor. Lensahn Ende 17. J. Neuenkirchen i. D. A. 1730. „ i. A. 1684. Poppenbüll 1605. Schrau Ende 17. J. Tellingstedt Kelch 1622. Vollerwieck um 1720. Weddingstedt A. 1602. Welt um 1720. 36c. Crucifixe. a) Ehern: Beydenfieth um 1700. *Burg i. D. rom. 1, 114. Burg a. F. Spital um 1700. Windbergen rom. ß) »Byzantinisch« (S. Hulpe). 
*s. Klippleff. Nustrup Text und N. y) Romanisch. Brecklum. Broacker. Döstrup. Düppel. Eggebeck. Fjelstrup. Haddeby. Havetoft ?
		

/Sponsorzy_051_07_0216.djvu

			144 Sachübersichten. C. Bildliches. II. Christus: Crucifixe. Hoyer. Hürup. Husby. „ Tfst. Jerpstedt ? Karl um. Ketting. Lintrup. Neukirchen LO. 
Nordhackstedt. 
Nordlügum. 
Nordstrand. Oland. Oxbüll. Oxen watt. Quars. Rodenäs. Schwesing. Sieseby. Sörup. Ulsnis. Warnitz. Windbergen Bronze. 
Witzworth. 	
			

/Sponsorzy_051_07_0217.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. II. Christus: Crucifixe. 145 *Eckernförde Goschhof 1, 169. Eddelack. Eken. Enge. Enstedt. Flensburg St. Mar. 2 ,, St. Nie. 2 Flintbeck A. Fohl. F riedrichstadt. Gelting. Gröde. Hademarschen. Hadersleben. Halk. Hansühn. 2 Hattstedt. 2 Heiligenhafen. Heiligenstedten. Herzhorn. Hjerting. Hohn. Höirup. Hooge. Hostrup. Humptrup. Husum Gasthaus. Jels. Joldelund. Kahleby. Kiel St. Nie. A. *Kiel St. Nie. silb. 1508 1, 549. „ „ Chorbogen 1490 (s. Kreuzgruppe). „ Kl.-K. Kollmar. Kropp. Lensahn. Lunden. Lysabbel. Marne. Meldorf. Niebiill. Norburg. Norderbrarup. ,, Tfe. i486. Nordhackstedt. Nordhastedt. Nordstrand. Notmark. Oldensworlh. Osterl innet. Oewersee. Pellworm. Preetz. Quern. Rabenkirchen. Rapstedt. Reisby. Rendsburg (Epitaph 2, 210). Rinkenis. Scherrebeck. Schlichting. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl .-Holstein. j Schrustrup. I Schwabstedt. Segeberg 2, 380. 2 Kl.-Solt. Sonderburg. Spandet. Sterup. Struxdorf. Süderhastedt. Süderlügum. Taarstedt. Tellingstedt. Tieslund. Tingleff. Tondern. Tönningen. Ulderup. Ulsnis. Viöl. Westerland a. Sylt. Wiesby. Wüster. Wilstrup. Wodder. Wonsbeck. v) Jüngere (vgl. silberne Crucifixe S. 117 
und bleierne unten S. 146). 
Altenkrempe gegen 1700. Arnis um 1670. Atzbiill um 1700. Bargteheide Ende 17. J. Barkau 1690. Bering i8. J. Beydenfleth gegen 1700, Messing. Bjolderup Ende 17. J. Bülderup, schlechtes Bild um 1700. Burg a. F. St. Jürgen Altarcrucifix um 1700, 
Erz. Flensburg St. Nie. Elfenbein 18. J. „ Dän. K. Ende 17. J- 
„ St. Joh. Ende 17. J. „ Kloster Ende 17. J. Glückstadt 2, 462 um 1650, mit Nebenfiguren. 
Grawenstein um 1700. Hadersleben 1642. Handewitt 1687. 2 Hemmingstedt 17. J. ? Hohenstein 1688 A. Hohenwestedt. 2 Itzehoe um 1660. Kekenis Ende 17. J. Klanxbüll 1642. 2 Langeness 17./18. J. Marne Ren. um 1580? Meldorf Lettner 1603. Moltrup 18. J. Neuenbrook Ende 17. J. Neuendorf 1643. Ockholm Ende 17. J.? Oldesloe 17. J. Pellworm A. K. Ren. III 10 i
		

/Sponsorzy_051_07_0218.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. II. Christus. 146 *Ploen Altstädter Kirche, vgl. 2, 3. „ 2, 161 Neustädter K. Ende 17. J. Reinfeld um 1680. Roager 19. J. Sarau barock. Satrup Marmor 1696. Schleswig St. Joh. um 1650. „ » ,1 silbern 18. J. ? * „ Dom 1661. „ Mich. 1643? „ Friedrichsb. 1656? Schwesing. Gr.-Solt Ren. ? Stedesand 18. J.f 
Stepping 18. J.? Süderbrarup Ende 17. J. Trittau. Ulsnis 17. J. Wacken Ende 17. J. Wesenberg um 1680. Wesselburen 18. J. Westerland 19. J. Zarpen um 1680. Bleicrucifixe, Ende 17. J. häufig, so: 
Breitenburg. Klixbüll. Krempe. Niebüll. Rendsburg 2, 207. Schenefeld. Westerhever A. 37. Kreuzabnahme. Hiirup Passionsfolge 13. J. Kiel St. Nie. A. 1460. Marne Bild 1640. Nordhackstedt Passionsfolge 13. J. Pellworm A. K. A. n » r » Mal- Preetz Kl.-K. Eaien-A. Mal. Schleswig Dom A. 1521. Schleswig Schwahl Mal. Segeberg A. Selent A. 38. Leichenpflege. Pietas S. 148. Burg a. F. A. frg. Friedrichstadt 2, 231 Bild 1675. Gliickstadt Bild Anf. 16. J. Heide vom A. Kotzenbüll A. 1506. Landkirchen A. frg. Osterhever vom A. Pellworm A. K. A. Mal. Schleswig Dom A. 1521. Witzworth A. 39. Grablegung. Aventoft A. Bramstedt A. 1625 hergestellt Mal. Hürup von der Passionsreihe 13. J. Kiel St. Nie. A. 1460. Koldenbüttel A. Mal. Kollmar A. Kotzenbüll A. 1506. Loit i. L. A. 1520. Meldorf A. Nordhackstedt von der Passionsreihe. Osterhever A. Osterlügum A. Pellworm A. K. A. Schleswig Dom A. 1521. „ „ Schwahl Mal. Schwabstedt A. Selent A. Wandsbeck silb. Rel. 1625. 40. Höllenfahrt. Borby Tfst. rom. Burg a. F. A. frg. Hürup Passionsfolge 13. J. Landkirchen A. frg. Nordhackstedt Passionsfolge 13. J. Schleswig Dom A. 1521. Selent A. 
j Witzworth A. 41. Auferstehung. Sehr oft auf Kanzeln und Altären. Burg a. F. A. frg. Cismar A. frg. Heide Rel. „ „ über der Türe, Stein. Heiligenstedten A. 1580 Mal. Hemme A. Hürup Passionsreihe 13. J. Kappeln A. 1641. Kiel St. Nie. A. 1460. Koldenbüttel A. Mal. Kollmar A. um 1630. Kotzenbüll A. 1506. Landkirchen A. frg. Loit i. L. A. Mal. 1520. Meldorf A. Neuenkirchen. CrM. Epit. 1602 Mal. 
Nordhackstedt Passionsreihe 13. J. Schleswig Dom A. 1521. Schwabstedt A. Segeberg A. Selent A. Weddingstedt Steinrelief über der .Türe, 16. J.? 
Witzworth A. 42. Grabbesuch, und: Christus erscheint den 3 Frauen. 
Burg a. F. frg. Chr. und Magdalena. Heide im Rel. der Auferstehung. Hürup Chorbogenreihe 13. J. Landkirchen wie Burg a. F. Meldorf A. Ren. Mal. Nordhackstedt Chorbogenreihe 13. J. Preetz Kl.-K. Gestühlbild got. Witzworth A.
		

/Sponsorzy_051_07_0219.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. II. Christus. 147 43. Gang nach Emmaus. Selent A. 44. Christus erscheint den 
Jüngern mit Thomas. Burg a. F. A. frg. Landkirchen A. frg. Meldorf A. Ren. Mal. Schleswig Dom A. 1521. Segeberg A. 45. Himmelfahrt. Bordesholm dramat. Aufführung 1, 524. 
Heiligenstedten A. Mal. 1580. Hemme A. 1622. Kappeln A. 1641. Kiel St. Nie. A. 1460. Meldorf A. 16. J. Ren. Mal. Nenenkirchen CrM. Epit. 1602 Mal. Schleswig Dom A. 1521 Aufführung 2, 296. „ „ A. 1521. „ Sl. Mich. *A. Mal. 1793. Segeberg A. Selent A. 46. Geistausgiessung. Meldorf A. Ren. Mal. Schleswig Dom A. 1521. Segeberg A. 47. Christus vollendet. 
Christuskopf. Neuenkirchen i. D. Kelch frg. Freetz Kelch frg. 2, 163. Schleswig Friedrichsb. K. 18. J. Schrau steinerner Kopf. Schwansen Mal. 17. J. 48. Der Auferstandene zeigt 
seine Wunden vgl. Chr. im Elend 
S. 141. P’lensburg St. Mar. 1, 266 Anf. 16. J. Föhr St. Nie. Patene, in Schmelz. 49. Salvator, vgl. auch S. 150. Lehrend auf den Taufen der 
Kellinghuser (Büsumer) Art. Bordesholm Schlussstein : auf dem Regenbogen. 
Burg a. F. St. Jürgen Glocke. Delve Tfe. frg. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. Föhr St. Joh. Tympanon mit 2 Heil. „ St. Nie. Orgel. Gettorf Tfe. 1424. Hadersleben Tfe. 1485. Halk frg. „ Tfe. spg. Hellewadt Antip. rom. Kahleby Glocke 14. J. Meldorf Altärchen 17. J. Mal. Norderbrarup Tfe. i486. „ Tympanon rom. Ostenfeld 14. J. Pellworm A. K. Siegel. * „ N. K. A. Petersdorf Tabernakel. Quars. Klein-Solt: ein Lamm-auf dem Teller haltend. 50. Salvator angebetet von 
Johannes d. T. und Maria. Beftoft A. 14. J.? Burg a. F. frg. Höirup frg. v Oxbüll frg. Schleswig Dom A. 1521. Wewelsfleth Kelch frg. 51. Christus mit der Welt¬ kugel, nackt. Hemmingstedt A. Krempe Rathaus. Meldorf i, 133 Boyens Stuhl, Ren. Vgl. auch das roman. Kreuz zu Haddeby. 52. Erlöser zwischen Heiligen auf romanischen Türbogenfeldern: Föhr St. Joh. Munkbrarup I, 316. 
vgl. Nordlügum Tfst. Schleswig Dom 2, 287. Sörup. Ulsnis. 53. Zwischen allen Heiligen. Witting A. 54. Erscheinung Christi. Preetz 2, 171 A. Gregors Messe u. drgl. Mal. 
Ulkebüll A. Franciscus’ Erscheinung, Mal. 55. Gericht. Bering rom. Rel. Heiligenstedten A. Mal. 1580. Humptrup Wandmal.? Lütjenburg Rev.-Kapelle, Stein-Rel. 1609. 
Meldorf Boje’s Epit., Rel. 1641. 1, 136. 
Nordlügum Altar-Vorsetztafel Mal. Segeberg A. Wöhrden Rel. Alab. Ren. 10’
		

/Sponsorzy_051_07_0220.djvu

			148 Sachübersichten. C. Bildliches. III. Maria. III. MARIA. 1. Wappen (arma). Bordesholm Gestühl 1509. Schleswig Dom Gestühl 1512. 2. Stammbaum u. Familie. Flintbeck A. Rest? Klanxbüll 17 Figg. Lütjenburg A. Joachims Opfer; Geburt von M. 
Neukirchen WH. Staffel. *Neumünster? 1, 53^. Nordstrand A. Preetz K1.-K. Nebenaltar. Schleswig Präs.-Kl. A. Vgl. St. Anna unter »Heilige«. 3. Leben Mariä. Cismar A. frg. Kiel St. Nie. A. 1460. Lütjenburg A. Ulkebüll A. spätestgot. 4. Verkündigung (vgl. Taufschüsseln S. 104). Aventoft Mar.-A. Bordesholm Epit. 1514. Cismar A. frg. Gettorf A. Grube A. Mal. Haddeby A. Hattstedt A. Heiligenstedten A. 1380 Mal. Hohenaspe A. Kiel St. Nie. A. 1460. „ „ Tfe. 1344. Lütjenburg A. Mildstedt A. Neuenkirchen CrM. Epit. 1602. *Neumünster A. Nordlügum Bruchstück. Ostenfeld A. Pellworm A. K,< A. Mal. St. Peter A. Petersdorf 1580 Bild. *Preetz Kl.-K. A. „ „ Decke Stickerei (nicht im Text). Ries Gestühl 1607. Schwabstedt alter A., Alab. Schwesing A. Süderhastedt A. Ulkebüll A. Mal. Wewelsfleth Kelch frg. 5. Heimsuchung. Kiel St. Nie. A. 1460. „ „ Tfe. 1344. Meldorf A. Ren. Mal. Pellworm A. K. A. Mal. 6. Pietas. St. Annen 1501? Beydenfleth. Boren. Burg a. F. A. frg. Heiligenhafen strenggot. Hörup gegen 1400. Lügumkloster. Meldorf. Neustadt Spital. Ostenfeld. Petersdorf. Quars. Reinfeld um 1400. *Schleswig St. Joh. A. Siewerstedt Rel. Tellingstedt Kelch. Waabs. 7. Mariä Himmelfahrt. *Horsbüll alter Altar (?). Pellworm A. K. A. Mal. 8. Mariä Tod. Beydenfleth Tfe. 1345. Cismar A. frg. Kiel St, Nie. A. 1460. 9. Marienbilder. In besonderen Altären sehr oft in den 
Kreisen Ap., Had., To., so z. B. Arild. Bedstedt. Dahier. Humptrup. a) Sitzend. Atzbüll A. 13. J. Bering spg. Bröns. *Edomsharde, Nordstrand, im Siegel, zwischen 
2 Leuchtern. Esgrus. *Evensbüll Nordstrand Siegel. Grarup. Hagenberg? Glocke 14. J. Halk 13. J. Hansühn 13. J. Haseldorf Tfe. 1445. 2 Heiligenstedten. Hohn Siegel 1593? Höirup. Humptrup 13. J. Hürup frg. Husby Mar.-A. Jägerup frg. Jörl. Kiel St. Nie. Tfe. 1344. Loit i. A. Anf. 14. J.
		

/Sponsorzy_051_07_0221.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. III. Maria. 149 Lügumkloster 14. J.? Medolden. Norderbrarup frg. „ 2. Altar, spg. Nordlügum frg. Nübel i. S. frg. Nüchel Elfenbein 14. J. Preetz KI.-IC Mal. 2, 170; 1704. Schrustrup. Süderbrarup frg. Ulkebüll A. Mal. Viöl. Wallsbüll A. b) Stehend, s. auch »Marienleuchter«, S. 108, ferner in 
jeder Kreuzgruppe. Abel. Agerschau. Albersdorf Tfe. Arild Mar.-A. Atzbüll 14. J. Aventoft besonderer Altar, mit Reh 
Barlt im Siegel. Bedstedt Mar.-A. Beftoft. Bering 13. J. Bramstedt 1594 Glocke. Burg a. F. 1391 Tfe. „ „ Mar.-A. » „ Statue.- , Cismar A. Oberteil, frg. Dahier Mar.-A. *Delve (jetzt Meldorf). Eken Staffel Mal. 1515. Esgrus Siegel. Feldstedt A. Gettorf A. Grundhof A. Halk. Haseldorf Tfe.. 1445. Heiligenhafen Gestühl 1515. Hemmingstedt im Siegel. Hoist. Hörup. Horsbüll A. Husby. Jels. Ketting Mar.-Altar. Lügumkloster Gestühl Anf. 16. J. Marne Glocke 1518. Mögeltondern. Neuhaus. Nordlügum. Norderbrarup A. Oesby. Osterhever. Oewersee. Petersdorf. „ Tabernakel. Preetz Kl.-K. Laienaltar. * „ „ Statue vom Altar, m. Kupferhand. Rapstedt A. Rinkenis A. Rödding. Rodenäs A. Schads. Schleswig St. Joh. „ Dom A. 1521. Schrustrup. Süderlügum vom Mar.-A. Sylt Keitum A. Tieslund 14. J. „ A. Toftlund. Viöl. c) Weitere Marienbilder. Adelby. Atzbüll. Bedstedt Glocke. Bergenhusen. Bordesholm Schlussstein. * „ über den Toren gemalt 1, 521. 
Boren. Bovenau Tfe. 1375. *Burg a. F. silb. 2, 70. „ „ Glocke 1462 2, 79. Dänischenhagen Glocke 1453. Delve Tfe. frg. * „ Siegel Maria zu Pferde. Dreisdorf. Düppel 14. J. Eggebeck. Flensburg St. Mar. Siegel. Flintbeck Kelch. Gettorf Taufe. Hammeleff dreimal. Havetoft Tfst. frg. Heiligenstedten im Sgl. Hemme im Siegel. 2 Hjerting spg. *Hostrup A. * Husby A. *Husum Tabernakel. *Hütten A. St. Joh. auf Föhr, auf der Orgel. Kahleby Kelch. Kating Glocke 1487. *Kiel St. Nie. Silber 1502 1, 549. „ „ „ Glocke 14. J. Klippleff Glocke 1638. Kotzenbüll A. Leck. „ Taufdeckel. Lügumkloster Dose. Meldorf auf Kelch 1, 134. „ Epit. Steinhaus 1601 I, 134. 
Moldenit Kelch 1517. Neuenkirchen CrM. frg. Neukirchen WH. A. Mal. „ » A. *Neumünster. *Neustadt A. Mal.
		

/Sponsorzy_051_07_0222.djvu

			150 Sachübersichten. C. Bildliches. III. Maria. IV. Apostel und Evangelisten. Nordhackstedt A. Nustrup frg. Osterlügum Mar.-A. 2 Pellworm A. K. Tfe. „ „ „ Siegel. „ N. K. Staffel. Petersdorf alter A. 14. J. Preetz Pfarrk. Kelch 14. J. 
Probsteierhagen Tfe. 1457. 
*Rapstedt Mar.-A. Reisby. „ Epitaph Ren. ? Ries Glocke 1631. Schleswig Gr. Kl. Alab. „ Friedrichsberg barock. 
Schrau Ostseite. Schönberg Kelch 1463. Sörup Siegel. Süderlügum. Thumby. Waabs. Witzworth. *Cismar A. frg. Mal. Deetzbüll A. Emmerleff A. Feldstedt A. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. 
Gettorf Tfe. 1424. Gröde. Haddeby A. Hadersleben Spital Alab. A. „ St. Mar. Tfe. 1485. 
*Hammeleff. Haseldorf 3 Figg. *Horsbüll A. Hoyer A. Humptrup A. Jevenstedt. St. Joh. auf Föhr. Itzehoe A. Relief 1661 2, 475. 
Karlum. Ketting A. Kl.-Solt A. Kotzenbüll. St. Laur. auf Föhr A. 
Lügumkloster Rest. Neukirchen WH. Notmark A. 3 Figg. Ostenfeld. Pellworm A. K. A. Mal. 
Randrup alter A. Schwesing A. *Sieseby alter A. Spandet. Ulkebüll A. 3 Figg. Waabs. Westerland-Sylt A. 10. Krönung oder Verherrlichung 
Mariä. Gewöhnlich nur Christus und Maria. Aller A. St. Annen A. Beidenfleth A. *Bordesholm 3 Figg. (Gott, Maria, Christus). 
Bramdorp A. 3 Figg. Bramstedt A. *Brecklum alter A. Büsum. IV. APOSTEL UND EVANGELISTEN. i. Salvator und die Apostel. Friesische Apostelreihe 1, 433, vgl. auf S. 121 
dieser Uebersichten. »Die Apostel in der K.« Bordesholm 1, 521. Kiel 1, 549. 
Amrum rom. Dreisdorf. *Ekwadt Antipendium rom. Hattstedt Rom. *Hellewadt Antipend. rom. Husby rom. n A. Klixbüll. Lügumkloster. Mildstedt rom. Neukirchen WH. rom. Nordstrand i, 483 rom. Oland. Osterlügum A. Staffel. *Quern Antip. Mal. Rieseby. Tandslet. 2. Apostel. An sehr vielen Ren. - Kanzeln, bes. des an¬ 
fangenden 17. J. Unter den Zwölfen fehlt 
Matthias nicht häutiger als Paulus oder sonst 
ein Apostel. Abel A. Albersdorf Tfe. acht. Aller A. Altenkrempe Tfe. St. Annen A. Arild A. | Aventoft A. Bedstedt A. Beftoft A. Bordesholm Epitaph 1514. Bramdorp A. Bramstedt A. Bröns (*A.?). *Cismar A. Mal. Dahier A. Deezbüll A.
		

/Sponsorzy_051_07_0223.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. IV. Apostel und Evangelisten. 15 I Ekwadt A. Eken A. 1515. *Elmschenhagen A. Emmerleff. Enge A. Esgrus A. Fahretoft A. Feldstedt A. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. * „ Ostseite. „ Haus beim Kloster i, 279. Föhr St. Joh. A. „ St. Nie. Orgel zwei. Gelting A. Gikau A. Grube A. Haddeby A. Hadersleben Spital A. „ St. Mar. Tfe. Hammeleff A. *Hansühn Mal.? Hellewadt A. Hjerndrup A. Hohenaspe A. Höirup A. Hoist A. Holebüll A. Hörup A. Horsbüll *A. *Hostrup A. „ Kelch fünf; 1592. Hoyer A. Humptrup *A. Hürup zwei (*A). Jägerup *A. Jevenstedt *A. Jörl A. Karluni 1592 Kelch; fünf. Kating A. Ketting A. *Kiel St. Nie. Gestühl. „ Klosterk. A. Klanxbüll A. Koldenbüttel A. Leck A. Medelby A. Meldorf Chorgitter 1603. „ *A., jetzt im Mus. (einige s. auf dem Bojeschen Epitaphbilde). Mögeltondern A. Morsum A. Norderbrarup A. Nordlügum A. Nordstrand A. Notmark A. Nustrup A. Ording A. Ostenfeld vom A. Osterlügum A. Oxbiill vom A. Pellworm A. K. Tfe. „ N. K. A. Petersdorf A. 14. J. Preetz Kl.-K. Laienaltar. Probsteierhagen Kanzel; von einem A. (?). 
Rapstedt A. Ries A. Rinkenis A. Risum A. Roager vom A. Rödding A. Rodenäs A. Schatz. Schobüll vom A. Schrustrup A. Schwabstedt A. Segeberg an d. Pfeilerchen im A. » Tfe. 1447. Spandet A. Steinberg A. Sterup A. Sylt Keitum A. „ Westerland A. Tandslet vom A. Tating A. Tieslund A. Tönningen Kelch 17. J. Töstrup A. Uelsby A. Uelvesbüll A. Viöl A. Vollerwieck A. Waabs vom A. Wanderup A. Warder A. Warnitz A. Witzworth A. Staffel. Wodder A. 3. Vier Evangelisten. Sehr oft, und zwar gewöhnlich samt dem Sal¬ 
vator , auf Kanzeln, auch an Taufen, so zu 
Hemme, Alabasterrel. a) Die Evangelisten-Zeichen 
sind sehr häufig auf den Crucifixen und Grab¬ 
steinen. Auch auf den Taufen der Kellingh. (Büsumer) Gruppe. Ferner z. B. Cismar A. frg. Delve Tfe. frg. Gettorf Altar. Hostrup Patene 1592, desgl. auf denen zu 
Hellewadt, Klanxbüll, Wiesby. Lunden Patene 1501. Ploen Schloss Glocke 14* J- 
Schleswig Dom Tympanon rom. „ „ Gestühl 1512. „ „ Uhrblatt Ren. b) Evangelistengestalten. Oft als Stützfiguren an Taufbecken, so zu Flensb. 
got. u. Ren. Husum bar. Heiligenstedten Ren 
Barkau Bild Mitte 17. J. Bordesholm Gestühl 1509.
		

/Sponsorzy_051_07_0224.djvu

			152 Sachübersichten. C. Bildliches. IV. Apostel und Evangelisten. Breitenburg Bild 2, 451. Buhrkall A. 1622. „ Deckenmalerei bar. „ Tfe. um 1620. Burg a. F. Tfe. 1391. Kiel St. Nie. zweiter A. Bilder Anf. 17. J. 
*Kiel. StvNic. aus Thon. Koldenbüttel 1, 209. Lütjenburg Rev.-Grab 1608 2, 142. 
Tellingstedt Kelch 1622. 4. E in zelne Apostel und Evan¬ 
gelisten, 
a) Petrus. Bering rom. Bordesholm Schlussstein. Döstrup A. *Edomsharde 1, 478, mit Laurent, unter einer 
Laube. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. Föhr St. Laur. A. Hammeleff A. seine Legende, Mal. Havetoft Tfst. frg. Heiligenhafen Gestühl 1515. Hohenwestedt Siegel. Horsbüll A. Hoyer A., sein Tod. „ „ Legende, Mal. Kahleby Glocke 14. J. *Krempe Glocke 1506. Lensahn A. ? Lügumkloster Schrank, frg. Mal. Lütjenburg Glocke 1679. Neustadt Spital A. Mal. Norderbrarup Tympanon und Sockel. Rom. 
Oldesloe Sammelbrett, mit Paulus. Ostenfeld. St. Peter Siegel. Preetz Kelch frg. 2, 163. Quars ? Alt-Rahlstedt vom A. Randrup? A. Schleswig Dom Tympanon rom. 1, 287. » ,, A- !52I- 
„ „ Gestühl 1512. ., „ Uhr Ren. » St. Joh. Schwenstrup. Siewerstedt Siegel. Gr.-Solt Tfst. frg. Warnitz Siegel. b) P a u 1 u s. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. Föhr St. Laur. A. got. Hammeleff A. Legende Mal. Heiligenhafen Gestühl 1515. Hohenwestedt Siegel. Kahleby Glocke 14. J. Lensahn A. Lügumkloster Rel.-Schrank Mal. frg. Neustadt Spital A. Mal. Oldesloe Sammelbrett. Ostenfeld. Preetz Kelch frg. 2, 163. Roager zweimal. Schleswig Dom A. 1521. „ „ Gestühl 1512. Gross-Solt Tfst. frg. c) Andreas. Döstrup A. Heide in einer Gruppe: alter A. 
Heiligenhafen Chorstuhl 1515. „ aus einem A. *Kiel St. Nie. 1490 bei der Kreuzgruppe. „ •„ zweiter A. Mal. Pellworm A. K. A. Preetz KI.-K. Laien-A. Roager zweimal. Schleswig Präs.-Kl. *Wonsbeck. d) Bartholomäus. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. Preetz Kl.-K., kleiner A. Mal. Schleswig Präs.-Kl. A. Wüster Siegel. * „ Legende : Glasbilder. e) Jacobus (d. Ä.). Brunsbüttel Stein 17. J. „ Siegel. Döstrup A. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. Halk A. Tfe. *Hamm 1, 479. Lügumkloster, Rel.-Altar frg. Mal. Moldenit Kelch 1517. Neuenkirchen i. D. Siegel. *Neustadt Statue 1478. Osterlügum Nebenaltar. Preetz Kl.-K. Laien-A. Alt-Rahlstedt vom A. Uelsby A. Viöl vom A. f) Jacobus d. J. Hostrup A. Preetz Kl.-K. Laien-A. g) Johannes. In den Kreuzgruppen als Nebenfigur. Mar 
tyrium vgl. St. Vitus. Burg a. F. „ n n St. Jürgen Glocke. Cismar A. „ v Legende. Eichede Orgel Ren. Halk Mart. Horsbüll A. *Kiel St. Nie. silb. i, 549. Loit i. L. A. Mal. 1520: Mart. Lügumkloster Rel.-Altar frg. Neukirchen WH. „ „ A. Mal.
		

/Sponsorzy_051_07_0225.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. IV. Apostel und Evangelisten. V. Heilige. 153 Preetz Kl.-K. Laien-A. Roager. *Schleswig St. Joh. A. 
*Thumby. . h) Lucas. 
Bordesholm A. Mal. i) Markus. 
Bordesholm A. Mal. k) Matthäus. 
Burg a. F. Blasius A. Schleswig St. Mich. Bild 17. J. l) Matthias. 
Eichede Orgel Ren. m) Philippus. 
Preetz Kl.-K. Laien-A. n) Simon. 
Hostrup Kelch 1592. o) Thomas. 
Flensburg Nie. Tfe. 1497. Preetz Kl.-K. Laien-A. [fudas Ischariot (!)]: 
s. Enge A. Föhr St. Joh. A. *Horsbüll A. Leck A. Neukirchen WH. Apostelreihe. 
Witzworth A. V. Agatha: Esgrus Nebenaltar Mal. Loit i. L. A. Staffel Mal. 1520. Agnes: AtzbUll alter A. Cismar A. frg. Petersdorf alter A. (nicht im Text). Preetz Kl.-K. Laien-A. Spandet. Ambrosius (vgl. Kirchenlehrer): Loit i. L. A. 1520. Lügumkloster Reliq.-A. Andreas s. Apostel. Anna. Gewöhnlich selbdritt, mit Kind und 
Maria. Adelby. St. Annen Einzelf. A. 1644. *Apenräde. Wundertätig 1, 10. Aventoft A. Bargum A. Bedstedt A. Esgrus A. Feldstedt Nebenaltar. Flintbeck A. Halk A. Hattstedt Kelch. Heide Mar.-Leuchte, Einzelf. *Kiel Annenkloster i, 566. „ St. Nie. Nebenaltar Mal. *Loit i. A. „ „ 2 Darstellungen. Loit i. L. 1520 A. Lügumkloster. Neuenbrook. Neustadt. Nordhackstedt. Pellworm A. K. „ N. K. zweimal. Preetz Kl.-K. Laien-A. „ „ Nebenaltar. Reisby. Schleswig Präs.-Kl. A. HEILIGE. *Schleswig Friedrichsberg. Schrau. Sterup Nebenaltar. Taarstedt A. Viöl. Waabs. Wallsbüll (Kanzel). Witting Nebenaltar. Ansgar: Flintbeck A. Haddeby A. (?) Itzehoe Brustschild 2, 487. 
Nordstrand A. ? Schleswig Dom Lettner (neu). 
Stellau A. Antonius: Atzbüll alter A. Bedstedt A. 2 Burg a. F. Eken. Halk A. Heiligenhafen Gestühl 1515. * ,1 146S. *Kiel St. Nie. Silber 1492 I, 549. 
Loit i. L. A. 1520 Mal. 
Neuenbrook. s. Neukirchen LO. Siegel. 
Nordhackstedt. Nordstrand A. Pellworm N. K. A. Preetz Kl.-K. Laien A. „ „ Nebenaltar Mal. Rinkenis A. Antonius von Padua: Kiel Nie. Aussenseite 1460 Mal.? 
Apollonia: Hattstedt A. Mal. Athanasius: Preetz Kl.-K. Gestühl 2, 169 Mal. 
Augustin (vgl. Kirchenlehrer): 
Bordesholm Bilder-A. Flintbeck A.
		

/Sponsorzy_051_07_0226.djvu

			154 Sachübersichten. C. Bildliches. V. Heilige. Loit i. L. A. 1520. Lügumkloster Rel.-Altar frg. Mal. 
Barbara (s. auch Nothelfer): Atzbüll alter A. Enge A. Esgrus Marg.-A., Mal. Feldstedt Mar.-A. Flintbeck A. Föhr St. Joh. Orgel. Haddeby A. Haik i, 363. Heiligenhafen Gestühl 1515. *Horsbiill alter A. Hoyer A. Klanxbüll vom A. Loit i. A. A. Loit i. L. A. Mal. 1520. Meldorf Kelch. Neustadt Spital A. Mal. Norderbrarup auf einem A. Osterlügum Nebenaltar. Pellworm N. K. A. Petersdorf alter A. Schleswig Dom spg. Segeberg A. Uelvesbüll A. Witzworth A. Benedictus: Cismar frg. A., mit Legende. Loit i. L. A. 1520 Mal. Lügumkloster Gestühl 16. J. „ Reliq.-A. frg. Mal. „ Statue. Preetz Kl.-K. Laien-A. *Schleswig St. Joh. A. B B B Bernhard: Lügumkloster Gestühl. „ frg. Rel.-Altar (?). Blasius (s. auch Nothelfer): Burg a. F. Nebenaltar Rel., mit Legende 
Mal. Flintbeck A. (?) N. Bruno: •Horsbüll alter A. Christoph (s. auch Nothelfer) : Deetzbüll. *Enge. Haddeby. Haik A. Hattstedt Kelch. Heiligenhafen. *Humptrup Mal. Kiel St. Nie. Nebenaltar Mal. *Kiel St. Nie. Statue 1, 558. Lügumkloster Gestühl. Meldorf Deckenmal. frg. I, 128. Neukirchen WH. A. Osterlügum Nebenaltar. *Petersdorf Wandmal. Preetz Kl.-K. Nebenaltar Mal. Schleswig Dom. Viöl. b Siegel. Wallsbüll Kanzeldeckel. Chry sogonus: Moltrup. Clemens: Büsum Siegel. * N. Lügumkloster Reliq.-Schrank frg. Mal. 
Preetz Kl.-K. Laien-A. Röm A. Tieslund 2mal. Cosmas: Landkirchen Nebenaltar, Legende Mal. 
Daniel: Preetz Kl-K. Laien-A. Dionys (s. auch Nothelfer): Dagebüll im Siegel. Eggebeck. Esgrus A. Fahretoft A. Feldstedt Siegel. Föhr St. Laur. A. Joldelund Siegel. Lügumkloster Reliq.-A. frg. Mal. 
Nordhackstedt. Rodenäs A. *Süderau Kirchentür Mal. Taarstedt A. Westerland A. Dorothea (vgl. aber auch Elisabeth): Enge A. Haddeby A. Hoyer A. Petersdorf Tabernakel. Warder A. Elisabeth (z. T. Dorothea?): Föhr St. Joh. auf der Orgel. Hattstedt A. Mal. Kiel St. Nie. A. 1460; Mal. Klanxbüll A. Lütjenburg A. Pellworm N. K. A. Preetz Kl.-K. Laien-A. Waabs. En ualdus: Preetz Kl.-K. Laien-A. Ephrem Syrus: *Neuenbrook Tabernakel (?). Erasmus (s. auch Nothelfer): Loit i. L. A. 1520 nebst Martyrium. Preetz Kl.-K. Laien-A. F abian: Hoyer A. Franciscus: Flintbeck Kelch. *Husum Kloster Siegel. Kiel St. Nie. A. 1460 Mal.; daselbst eine 
Anzahl hl. Franciskaner. Ulkebüll A., Legende Mal. Wewelsfleth Kelch frg.
		

/Sponsorzy_051_07_0227.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. V. Heilige. 155 Gallus: *Galmsbüll Siegel. Georg (s. auch Nothelfer): Albersdorf Taufe. * Amrum. *Aventoft. *Brecklum. Broacker. Burg a. F. St. Jürgen. Cismar A. Elmshorn Taufschüssel. *Enge. Flintbeck A. „ Siegel N. Garding A. 2 *Gettorf Holz. Silber I, 170. 172. „ Siegel. Gikau A. Grube Siegel. „ A., mit Legende, diese Malerei. Halk Nothelfer A. Hammeleff A. Heide A. und Siegel. *Holebüll. Hörup. *Hoyer zweimal. n A. *Humptrup. *Husum 2 Beispiele 1, 460. Itzehoe St. Jürgen, Türmal. und Windfahne, 
um 1670. Karlum. Kathrinenheerd. *Kiel St. Nie. Gestühl 1, 554. „ „ Leuchter 1655. * „ Jürgen A. und Statue. Kletkamp Alab.-Rel. Ren. Lintholm. Loit i. L. Lügumkloster Reliq.-A. frg. Mal. Meldorf Deckenmalerei I, 128. 
Nordhackstedt. *Nordhastedt A. 2 *Nübel i. A. *01densworth 1495. Oewersee. Preetz Kl.-K. Nebenaltar Mal. ., „ »Offenb. St. Georgs« Mal. 2, 166. Rendsburg Tfe. Schönberg Kelch 1463. *Schwesing. *Süderbrarup. *Tingleff. Ulsnis. * „ vom Altäre. *Viöl. Gereon: Cismar A. frg. (?). Gertrud: Atzbüll alter A. Döstrup Laur.-A. Feldstedt Mar.-A. Flintbeck A. Föhr St. Laur. A. Grube A. mit Legende, Mal. Hattstedt A. Mal. Höirup. *Kiel, St. Gertrudkap. 1, 565. Stein. 
Meldorf. *Neustadt (nun in Kopenhagen). 
Osterlügum. „ Nebenaltar. 2 Pellworm N. K. A. und Statue. 
Petersdorf alter A. (nicht im Text). 
Segeberg A. Gregor (s. auch Kirchenlehrer): *Büsum 1520 seine Messe, Mal. Loit i. L. A. Mal. 1520. Pellworm A. K. seine Messe, Mal. Preetz Laien-A. seine Messe. Vgl. Bramdorp A. Mal. Hieronymus (s. auch Kirchenlehrer): 
Flintbeck A. Gikau A. Loit i. L. A. 1520 Mal. Hilarius: Preetz KI.-K. Gestühl Mal. S. H u 1 p e: 
s. Humptrup. *Klippleff. Nustrup. Jacobus s. Apostel. Johannes s. Apostel. Johannes d. T.: Aller A. Atzbüll. Bedstedt. Ekwadt A. Eken A. 1515. „ i5- J- Flensburg St. Job. » » » Siegel. * „ n n Taufschüssel. Föhr St. Joh. Statue und A. „ „ „ A. Bilder Mal. „ St. Laur. A. Osterharde Siegel. „ Westerharde Siegel. Haddeby A. Heide A. Rel. Hellewadt A. Holebüll A. Jörl. Klein-Solt. Loit i. L. A. 1520. „ „ „ A. Mal., Bild. Lütjenburg A. Meldorf A. 16. J., Ren. sein Leben in Mal. 
„ Statue. Neukirchen WH. A. mehrfach, Schnitz- und 
Malwerk. Nordstrand A. Notmark A.
		

/Sponsorzy_051_07_0228.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. V. Heilige. 156 Nustrup A. Ostenfeld vom A. Preetz Laien-A. Probsteierhagen Tfe. 1457. Schleswig St. Joh. sein Haupt. Schobüll vom A. *Thumby A. Ulkebüll A. Mal. Wodder A. Judas s. Apostel. Jungfrauen, 11,000: *Hütten A. Katharina: Albersdorf Tfe. Atzbüll alter A. Büsum. Döstrup A. Enge A., mit Legende. Esgrus besonderer A. Fahretoft A. Gikau A. Grube A., mit Legende in Mal. Haddeby A. Hammeleff A. Hansühn. Hemme Kelch. Höirup A. *Horsbüll alter A. Hoyer A. Kathrinenheerd Siegel. Klanxbtill alter A. Kollmar. Loit i. L. A. 1520, Mal. Lügumkloster Reliq.*A. frg. Mal. 
Neuenbrook Siegel. Neustadt Klingelbeutel, Silberrel. barock. 
Norderbrarup zweiter A. Nordhastedt Siegel. Osterlügum A. und erster Nebenaltar. 
Pellworm N. K. A. Petersdorf Tabernakel. Preetz Kl.-K. Laien-A. Probsteierhagen Tfe. 1457. Segeberg A. Ulkebüll A. Mal. Waabs. Ward er A. Witzworth A. 4 Kirchenlehrer: Bordesholm A. Mal. Loit i. L. A. Mal. 1520. Preetz Kl.-K. Gestühl Mal. Segeberg A. Selent A. 3 Könige vgl. Haselau, Steininschrift, und 
unter Christus S. 139: 3 Könige. Hoyer Reliefs got. Nordhackstedt 1, 291. Schönberg Kelch 1463. Hl. Kreuz: Auffindung, Erscheinung, Wunder: 
Kiel Kl.-K. A. Mal. Landkirchen Nebenaltar Mal. Preetz um 1490 Wandmal., 2, 171. 166. 
Lamber tu s: Mildstedt im Siegel. Laurentius: Arild Nebenaltar Mal. Cismar A. frg. Döstrup A. Ekwadt A. „ 2 Statuen. *Edomsharde 1, 478, Siegel mit St. Peter. 
Föhr St. Laur. A. „ Osterharde Siegel mit Anderem. 
Hagenberg Gl. 14. J. Hellewadt A. Höirup A. Itzehoe Laur.-K. um 1660 gemalte Scheibe. „ im Siegel. Karlum A. Kating Siegel. Kosel am A. „ Siegel. Langenhorn Siegel. Loit i. L. A. Mal. 1520. Lunden Kelch 1501. „ Siegel. Munkbrarup nur Rost, im Siegel. 
Neukirchen WH. A. Nordlügum. Nustrup A. und Statue. Pellworm A. K. Tfe. „ N. K. A. Randerup A. Rapstedt A. Ries A. 
s. Ries Siegel. Rinkenis A. *Schleswig Graues Kl. Scbönberg Kelch 1463. Sterup, und im Siegel. Tönningen Siegel und auf dem Ostgiebel. * Wessel buren N. Wodder Nebenaltar. „ A. Leonhard s. Nothelfer. Lucia: Esgrus A. Mal. Lukas s. Apostel und Ev. S. 152 f. 
Magdalena: Aller A. Arild Nebenaltar Mal. Atzbüll alter A. Bedstedt A. Bramstedt Statue und A. Burg a. F. Döstrup A. Feldstedt Mar.-A. Flintbeck A. Holebüll A. Hoyer A. Loit i. L. A. Mal. 1520. Marne im Siegel mit einer anderen Heil. 
Meldorf Kelch.
		

/Sponsorzy_051_07_0229.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. V. Heilige. 157 Pellworm N. K. A. Petersdorf alter A. (nicht im Text). Preetz Kl.-K. Laien-A. Schleswig Dom. Schobüll vom A. Schrustrup A. *Thumby A. Witting Nebenaltar und Mal. Witzworth. Marcus s. Ap. und Ev. S. 152 f. 
Margaretha (s. auch Nothelfer): Aventoft besonderer A., mit der Legende. 
*Delve — jetzt Meid. Mus. Esgrus Nebenaltar Mal. Fahretoft A. Haddeby A. *Horsbüll alter A. Hoyer A. Klanxbüll alter A. Loit i. L. 1520 A. Mal. Lügumkloster Reliq.-A. frg. Mal. St. Margareten Siegel. „ Windfahne. Petersdorf Tabernakel und A. Segeberg A. Martha: Atzbüll alter A. Esgrus Nebenaltar Mal. Petersdorf im alten A. M a r t i n u s: Beftoft A. Eken A. 1515. „ Standbild. Morsum A. „ Statue. Nortorf Siegel 1631. Preetz Kl.-K. Laien-A. Rendsburg Tfe. Steinberg Siegel. Tellingstedt Siegel. * „ Standbild N. 4 Märtyrinnen: Cismar A. frg. Matthäus s. Apostel. Matthias s. Apostel. Michael (s. auch Nothelfer): Arild Nebenaltar Mal. Bargum A. Burg a. F. Blasius-A. Döstrup A. Föhr St. Johann an der Kanzel. Haseldorf Tfe. 1445. Hitrup alter A. Husby. Kekenis A. Mal. *Kiel I, 566. Norderbrarup A. und Statue. Osterlügum Nebenaltar. Rüllschau. Moritz: Burg a. F. Glocke. Flintbeck A. Gikau A. Grube A. Lügumkloster Reliq.-A. frg. Mal. Petersdorf Tabernakel (?). Nikolaus: Abel A. Apenrade Siegel. „ Kelch. Bedstedt Glocke 1490. Bredstedt Siegel und ein Bild 17. J. ? Burg a. F. Glocke 1462 2, 79. *Burg a. F. Statue. Dänischenhagen Glocke 1435. Fahretoft A. Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. Föhr Osterharde Siegel mit Anderen. „ Westerharde Siegel mit Anderen. „ St. Laur A. „ St. Nie. Siegel und Statue. Grarup. Haddeby A. Heiligenhafen Chorstuhl 1515. * „ über der Türe. *Hohenfelde am Kirchhofe. *Hoist A. Hoptrup Glocke 1476. Kahleby Glocke 14. J. Karlum A. Kekenis A. Mal. *Kiel St. Nie. Silber 1490 1, 549. * „ .. bei der Kreuzgruppe i, 550. „ „ Tfe. 1344. * „ „ Türschlagleiste spg. „ „ Glocke 1722. „ „ Zweiter A. Mal. * » » Statue L 558. Mögeltondern. *Neuenkirchen CrM. Osterlügum Nebenaltar. *Petersdorf »Nicolai Enthauptung« Bild 1578. 
Preetz Kl.-K. Laien-A. Quern Siegel. Rodenäs A. Taarstedt A. Ulkebüll A. Mal. Uelvesbüll A. Westerland A. Wöhrden altes Siegel. * „ Standbild N. Nothelfer; alle 14, z. T. auch weniger: Halk Nothelfer-A. Hansühn Teile. Hellewadt A. Roager jetzt Taufdeckel. Schwabstedt alter A. Witting A. Olaus: Brecklum. Warder A. Pancratius: *Wiedrichsharde Siegel 1, 478. Pantaleon s. Nothelfer.
		

/Sponsorzy_051_07_0230.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. V. Heilige. 158 Patrik: Borby Portal rom. N. Paulus s. Apostel. Petrus s. Apostel. Philippus s. Apostel. Remigius: Albersdorf Tfe. Siegel. Hemmingstedt Siegel (!). Ritter 10,000: Pellworm A. K. A. ihr Martyrium Mal. 
Sebastian: *Horsbüll A. Hoyer A. Ranzau Ren.-Statue, Marmor. Secundus: Hennstedt Siegel frg. Severinus: Keitum A. Morsum A. Westerland A. ? Severus: *Neuenbrook, und das. am Tabernakel. 
Simon s. Apostel. Sixtu s: Itzehoe Brustschild Silber. Stephan: Cismar A. frg. Schrustrup A. Wodder A. Sylvester: Föhr St. Joh. A. Thomas (s. auch Apostel): *Hansühn, Wandmal. Thomas, Bischof (?). 
Ursula: *Böel. Loit i. L. A. 1520 Mal. *Rörbeck Siegel. V alentin: Heide A. Scene. Preetz Kl.-K. Laien-A. Veronica — Veronicatuch siehe unter Passion. *Schleswig Dom A. Viceli nu s: *Bordesholm 14. J. simulacrum. FJintbeck A. ? *Neumtinster Mal. Stellau A. V incenz: Deezbüll A. Föhr St. Laur. A. Husby, und Siegel. Nordstrand A. Nustrup A. Vitus (s. auch Nothelfer — sein Martyrium 
vgl. St. Joh. Evang.) : Halk. Loit i. L. A. 1520 Mal. »Wiggo «: Warnitz am Chore, Kopf. Wilholdinus: Rodenäs A. W il lehad: Roager Glasmalerei. (Rodenäs A.) Ulsnis Siegel. Anhang. Unbestimmte Heilige. a) Männer. Arild Nebenaltar Mal.: Abt. Atzbüll 1, 13. J., 2 Joh. d. T. ähnlich. Boren Bischof. Delve Tfe. etliche. 2 Eken. Enge mit Klöppel. Grossenwiehe Bischof. Hjerting Bischof. Höirup Ritter. *Hoist Cardinal. *Horsbüll alter A. Humptrup Kanzel: 2 Diakonen. Htirup alter A. Bischof. Keitum A. 2 Bischöfe Mal. Kiel St. Nie. A. 1460 Aussenfigg. z. T. „ „ Nebenaltar eine Fig. Klanxbüll 2 Bischöfe. Loit i. L. Staffel 2 Bischöfe. Lügumkloster Reliq.-A. Prälat. Marne Glocke 1518 Bischof. Medolden Ritter. Nordhackstedt 2 Bischöfe. Nordstrand A. und 2 Bischöfe. Notmark A. Bischof. Nübel i. S. Bischof. Ording A. Bischof und Abt. Osten feld Papst. Pellworm A. K. A. Mal. u. 2 Bischöfe u. a. m. 
Petersdorf Tabernakel ein gekrönter Ritter, u. 
Bischof. Preetz Kl.-K. Laienaltar auf den Bildern. „ „ Kelch 2, 163 ein Bischof und ein Hl. Rödding. Rom. Bischof. Schrustrup Ritter. Schwenstrup. Selent A. 3. Süderlügum Papst. Tetenbüll Siegel. Uelsby A. Bischof u. a. m. Warder A. b) Frauen. Albersdorf Tfe. Beftoft A. Bergenhusen. Delve Tfe. Esgrus Nebenaltar. Föhr St. Joh. — von e. Annengruppe? Frörup frg. Grube A. Halk mit Kelch. Humptrup segnend. Kollmar A.
		

/Sponsorzy_051_07_0231.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. V. Heilige. VI. Hl. Geschichte. VII. Gleichnisartiges, jjg Kosel A. Lügumkloster Reliq.-Altar: eine mit Schwert 
und Palme, eine mit Kelch (jetzt, nach der 
Rest, des Altarwerks, nicht mehr zu finden). 
Pellworm N. K. Petersdorf alter A. mehrere. Ries A. Selent A. Spandet. Ulkebüll A. Witting Nebenaltar Mal. 
Witzworth A. VI. DARSTELLUNGEN AUS DER HL. GESCHICHTE, BES. ALTEN TESTAMENTS. i. Grössere Folgen, unter anderen: Glückstadt ioo Bilder 17./18. J. Grawenstein Anf. 18. J. Hemme Gestühl. Hohn 1585. Itzehoe 1661 A. „ St. Jürgen Deckenbilder. Kiel Nie. A. 1460, 16 Bilder. Meldorf frg. an der Decke. Preetz Gestühl 118 Bilder. Tondern, Privatbau (Stein) 2, 629. 2. Einzelnes, auf Taufschüsseln s. S. 105. a) Adam und Eva, oft an Kanzeln. St. Annen Epit. barock. Apenrade 1565. Biilderup Gestühl Ren. Garding Kanzel 1563. Heiligenhafen spg.? Hemme vom Altar 1622. Kappeln A. 1643. Karlum Kanzel 1578. Kiel St. Nie. 1543? Ranzaugestühl. Lehe Türe 1, 141. Meldorf Lettner 1603. Oesby Kanzel 1559. Rendsburg Tfe. 13. J. Schleswig Dom A. 1521. Vgl. Rieseby, Crucifix rom. b) Kain und Abel. Cismar A. frg. Schleswig Dom A. c) Isaaks Opferung: 
Cismar A. frg. d) Passah. Schleswig Dom A. 1521. e) Kupferne Schlange. 
Cismar A. frg. Friedrichstadt Bild um 1650. f) Bileams Geschichte. 
Kellinghusen Taufschüssel. g) Simson und Löwe. 
Munkbrarup Schlussstein rom. Ries Gestühl 1607. Sörup Sockel rom. 1, 329. h) Tobit begräbt den Toten. 
Petersdorf Bild 1570. i) Propheten. Apostel cum pröphetis I, 521. St. Annen Gestühl 17. J. Mal. 2 Esgrus Staffel, mit Sprüchen. Gikau A. Kiel St. Nie. A. *Leezen A. mit David. Lütjenburg A. Preetz am Gestühle 1, 169: Rieseby: im rom. Crucifix. Schleswig Dom A. VII. ALLEGORISCHES 1. Tugenden, auf einer Menge von Ren.-Kanzeln und Altären 
u. dergl. So: Ahrensburg Gruft 1602. Buhrkall 1622 A. und an anderen Teilen der 
Ausstattung. Lütjenburg Kanne 1631. „ Reventlow-Grabmal 1608. Meldorf Chorgitter 1603. Oldensworth Gestühl 1589 (dabei auch Laster). 
Ostenfeld Statuen. Schleswig Königsdenkmal 1549* UND SYMBOLISCHES. 2. Septem dona spiritus. 
Albersdorf Kanzel 1622. 3. Allerhand: * Amrum Rel.-Schrein: Christentum-Judentum. 
Bramdorp A. und Empore. *Bramstedt Brüstungsbilder 18. J. Brunsbüttel A. 17. J. Heide 2 got. Heilige auf Juden- u. Heidentum. 
Heiligenhafen got. Jägerup Engel auf dem Heidentum. 
Kathrinenheerd Bühnenmal. bar.
		

/Sponsorzy_051_07_0232.djvu

			16o Sachübersichten. C. Bildliches. VII. Gleichnisartiges. Kating spg., am Chorbalken. *Lunden Stufenjahre. Schleswig Dom Kielmannseckischer A. j, „ Gruft 17. J.: geistl. und weltl. Trauer. Tondern 1654 Epit.: Stufenjahre. 4. Tiere und Symbol. Tierge¬ 
stalten. Evangelistenzeichen S. 153. Folgendes roma¬ 
nisch, wo nicht anders bemerkt, oder aus der 
Zeitangabe ersichtlich. a) Zu den Stufenjahren. Tondern Epit. 1654. b) Tierfabeln. Kating Chorbalken spg. Sörup Tfst. Sockel. vgl. Meldorf Fig. 205 (1539), dazu Heiligen¬ 
hafen Chorstuhl 1515. c) Tiere. Adler: Cismar frg. Drache: Althadersleben Tfst. Ballum Tfst. Fahrenstedt Bogenfeld 
Föhr St. Joh. Tfst. Husby Tfst. Marne Glocke spg. Munkbrarup Tfst. Nordlügum Tfst. Reisby Tfst. *Schleswig St. Mar. Turm 2, 319. 
Gross-Solt. Ulsnis. Einhorn: Cismar A. frg. Hörup Taufschüssel. Kellinghusen Taufschüssel. Elen: Althadersleben Tfst. Greif: Marne Glocke 1518. Reisby Tfst. Gr.-Solt Tfst. Hase: Feldstedt Tfst. Hirsch (oft auf Taufschüsseln): Oxblili Kelch frg. Hunde, oft auf Taufschüsseln. Düppel Tfst. Feldstedt Tfst. Hagenberg Glocke 14. J. Quickborn Kelch 1519. Westerland Tfst. Kreuzlamm: Aller Bogenfeld. Cismar Altar frg. Garding Stadtwappen. Gröde Siegel. Itzehoe Krummstab spg. 2, 487. Löwe, sehr oft als Leuchterfüsse. 
Althadersleben Tfst. Ballum Tfst. Bröns Tfst. Burg a. F. Taufstützen 1391. Cismar A. frg. Düppel Tfst. Eckernförde Tfe. Ren. 1588. Föhr St. Joh. Tfst. Hörup Tympanon. Hostrup Tfst. Husby Tfst. Jels Kirchenäusseres. Keitum Tfst. Munkbrarup Tfst. Reisby Tfst. Schleswig Dom 2, 288. „ St. Mich. 2, 312. „ Archiv 2, 288. Schrustrup Tfst. Toftlund Knauf (Portal). Ulsnis etliche (Portal). Westerland Tfst. Pelikan: Abel Tfst. Cismar A. frg. Pferd: Feldstedt Tfst. Hjerndrup Sockel. Schwein: Althadersleben Tfst. Düppel Tfst. Untier: Ballum Tfst. Fjelstrup Bogenfeld. Husby Tfst. Ulsnis Portalbogenfeld: »Teufel«. Vögel: Aller Bogenfeld: Falke. Beftoft Tfst. Pfau. Bjerning Tfst. Pfau. Bröns Tfst. Fahrenstedt Bogenfeld. Grarup Tfst. Pfau. Nustrup Tfst. Pfau 
Oxbüll Kelch frg. Pfau. Sörup Tfst. Wolf: Aller Portal. Menschenkopf im Tierrachen: 
Hügum Portal. Munkbrarup Portal. Schleswig Portallöwen (s. o.). Ulsnis Portallöwen. d) Menschen und Tiere in Scenen. 
Feldstedt Tfst. Jagd. Sänfte? Föhr St. Joh. Tfst. Kampf. Munkbrarup Tfst. Kampf. Reiter. Satrup i. A. Sockel.
		

/Sponsorzy_051_07_0233.djvu

			Sachübers. C. Bildl. VII. Gleichnisartig. VIII. Heidnisch. IX. Personenbildnisse. i6l Andere Scenen und Figg. am Tfst. 
Borby biblisch. Gram. Havetoft. Husby. Leck. Medolden Bischöfe? Nordlügum. 
vgl. Schottburg. Gross-Solt. Sörup biblisch. Sterup bibl. Wesselburen. Fratzen. Chorstühle so Heiligenhafen, *Kiel Nie. spg. Hoyer Tfst. Loit i. L. Deckenmal. spg. 5. Allerhand Sonstiges. Windmühle (d. i. Donnerbesen) gewöhnlich im Ziegelver- 
bande: Keilinghusen. Preetz. Schönberg. Schönkirchen. Gross-Solt Granit. Vgl. Windfahne S. 11S. Ferner: Jels Hand. Fusstapfe. Wilstrup Boot. VIII. HEIDNISCHES, ANTIKES. Manches unter den Tierfiguren. Viele Darstellungen auf den Husumer Kaminen; so Fig. 685: 
Parisurteil. Viele Kronleuchter haben oben den auf dem Adler reitenden Jupiter, einer zu Glück¬ 
stadt die Diana. Kanne zu Bannesdorf: Parisurteil. 
Dose zu Horst: Venus und Anchises. 
Dose zu Neuenkirchen CrM. 1705 N. 
Dose zu Nienstedten Schäferscene. Musen: Flensburg St. Nie. Orgel um 1610. Haseldorf Orgel 1685. 
Schwabstedt Orgel Ren. Nymphen: Tundtoft (Norburg) Taufschüssel. IX. PERSONEN. 1. Mittelalterlich; gewöhnlich Stifterfiguren; Schnitzarbeit. 
*Cismar A. frg. Delve A. jetzt im Meldorfer Mus. Statuen. 
Flensburg St. Nie. Tfe. 1497. Gelting Schloss, got. Altärchen; Mal. *Geltorf A. Heide spg. Rel. der Auferstehung. Kiel Nie. A. 1460. „ Kl. K. A. Mal. Neustadt Spital A. Schleswig Dom, beim A. 1521 »Königspaar« 
Statuen. Schleswig Dom Tympanon. „ „ A. 1521, Porträte im Altarwerk (S. 297 mitten); vgl. Neuendorf A. 1656. 
Sörup Tfst. rom. Uberg 2 Statuen. 2. Stifterfiguren, jüngere oft, so: Apenrade A. 1642 Mal. . Barkau Gestühl Ren. Eckernförde Gestühl Ren. Handewitt A. 1699 Mal. Neustadt A. 1643. Waabs Gestühl Ren. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. 3. Künstlerbildnisse. Brede A. um 1630 Mal. Gottorf Orgel 1567. Neustadt A. 1643. Sonderburg Epit. Ren. Mal. Tondern Epit. Bild Ren. 1608. 1619. Mal. 
Warder Glocke 13. oder 14. J. ? 4. Andere Persönlichkeiten; in der Regel Malerei; fast Alles von hier an 
17. oder 18. J. Altona Rev.-Stift N.: Graf Reventlow. „ St. Trin. Luther 1843. „ „ Anschar 1826. St. Annen Gestühl 17. J. Reformatoren. 
Apenrade Rathaus, Dänische Könige. Bovenau Luther, Melanch., Kurfürsten. 
Bredstedt, Grundtsche Stiftung etliche. 
Breitenburg Joh. Ranzau um 1550 auf Kupfer. „ Heinr. Ranzau auf Kupfer. * „ viele, von Helden und Herrschern. Büsum Gestühl (Schnitzw.) Luther 1564. 
Flensburg Rathaus Dänische Könige. Grömitz Gustav Adolf. 11
		

/Sponsorzy_051_07_0234.djvu

			IÖ2 Sachübersichten. C. Bildliches. IX. Personenbildnisse. Hadersleben Spital 1602. Hohenaspe Markgraf von Brandenburg 18. J. 
Husum Gasthaus: Herzog Adolf. Itzehoe Luther vor 1697. Kiel Univ.: von Kielmannsecke 17. J. *Kiel Schloss I, 567. „ Hl. Geist Luther, Melancbthon 16. J. 
Lunden Luther und Melanchthon 16. J. Marne Luther und Melanchthon. Meldorf, Mus.: Marcus Svyn 16. J. „ Kirche Luther 1657 i, 137. 
Mögeltondern 1582. Münsterdorf Tafel 1596: H. Ranzau. Neustadt Kath. Ranzau 18. J. (f). Notmark 2 Gruppen 17. J. *01denburg Bischof Marco. Adeldag 2, 57 f. 
Oldensworth Luther und Melanchthon. „ andere Portr., seit 16. J. Quern Luther 18. J. Segeberg Pyramide 2, 383. „ H. Ranzau auf Kupfer 1588. Sörup Reformationsbild 1817. *Ulsnis K. Dänische Könige. Vollerwieck Luther und Melanchthon. 5. Epitaphbilder u. dergl., gewöhnlich Malarbeit, im 16. J. gewöhnlich Fami¬ 
lien, am Kreuze knieend, später Einzelbildnisse. Altona 1634 Farn. 1, 3. Ballum auf Kupfer 17. J. Farn. Bau 1655 Fam. Beidenfleth Ende 16. J. Fam. Bülderup 1618 Fam. Burg i. D. Kanzel 1621? „ a. F. Epit. Rauert 1713. Dahier Kanzel 1606 Schnitzw. Eckernförde viele; Fam. und Einz., Mal- und 
Bildhauerarbeit 16./17. J. Erfde 1597 Fam. 1605. Flensburg St. Mar. 3 um 1600 Fam. und viele 
weitere (1648. 56. 80. 83). Flensburg St. Nie. 1656. 82. 94. Föhr St. Joh. 1613 Fam. Glückstadt 1625? 1, 462. „ Fuchs’ Epit. Bild auf Kupfer. Anf. 
18. J. Gramm gegen 1600 Fam. Grömitz 1617. Grossen wiehe 1654. Hadersleben viele Bilder. Süderhastedt 1704. Havetoft um 1610. Heide Stein 1571. Holzepit. 1621. 
Heiligenhafen 1580 Fam. Hemme 1635. Karlum Ep. 1666. Kathrinenheerd 1658. Kating Fam. 1624. 1664. Kiel St. Nie. 1608 Fam. und Einzelne, auch 
Büsten, Mal- und Bildhauerarbeit 16./18. J. 
Kiel Kloster 1612. 1677. Kosel 1623. *Lunden 1637. 1638. Meldorf viele. St. Michaelisdonn 1679. Neuenkirchen CrM. 1654 Fam. „ „ Ep. 1602. Oldensworth 1591 Schnitzwerk. Pellworm A. K. um 1600 Fam. 1628. „ N. K. um 1570 Fam. Preetz 1626. Rendsburg 1663 : 2, 210. Rüllschau Fam. Schenefeld 1642. Schleswig Friedrichsb. 1668. „ Dom. viele, Fam. und Einzelne. 
Sonderburg K. viele Epit. 16./17. J. „ Schloss um 1600. Süderlügum 7 Bilder Claudius 17. J. 
Tellingstedt 1613. 1708. Töndern viele 1609. 1619. 28. 54. 
Tönningen 1691 1, 241. Uberg Gestühl 1694. Uelvesbüll 1591 Fam. Weddingstedt Grbst. 1586—1664. 
Witzworth 159t. 6. Pastorenbilder. 17. und 18. J., selten 19. J. Ahrensburg. Altenkrempe. 8 Altona Trin. 2 Bannesdorf. 2 Bergstedt. 2 Bordelum. Borsfleth. 2 Bramstedt. Brecklum. 2 Brede. Brokdorf. 2 Eckernförde. 2 Eggebeck N. 2 Enge. 2 Erfde. Flensburg St. Joh. viele. 4 Föhr St. Nie. Friedrichstadt. 3 Gelting. Grossenaspe. Grube. Haddeby. Heiligenhafen. Hemme. 2 Hohenaspe. 2 Horst. 2 Hörup. 7 Husum St. Jürgen. Itzehoe etliche. Kiel St. Jürgen Kanzel. „ St. Nie. etliche. „ K1.-K. etliche. 8 Kosel: Pastorentafel.
		

/Sponsorzy_051_07_0235.djvu

			Sachübersichten. C. Bildliches. IX. Personenbildnisse. Pastorenbilder. 163 Landkirchen etliche. 
St. Margareten. 3 Meldorf. Neukirchen i. A. 5 Neustadt. 2 „ Spital. 
Niebüll. 3 Pellworm A. K. „ N. K. 
Petersdorf etliche. 5 Preetz Pfarrk. „ ki,k. Schleswig Dom viele. „ St. Mich. 
Schönwalde. Seester. Segeberg. Sieseby. 9 Sonderburg. 
Stedesand. 2 Süderau. 10 Tondern. 3 Tönningen. 
Uetersen. 3 Ulkebül). 
Uelvesbüll. 2 Viöl. Wandsbeck. Warder. Weddingstedt. Wesselburen. Wewelsfleth. 4 Witzworth. II
		

/Sponsorzy_051_07_0237.djvu

			WÖRTERBUCH.
		

/Sponsorzy_051_07_0238.djvu

			Dass hiermit gebotene Wörterbuch verdankt seine Anlage und sein Dasein 
dem Fleisse des Herrn Georg Göring, d. Z. wissenschaftlichen Hilfslehrers am 
kgl. Gymnasium zu Ploen. Von diesem ist die zu Grunde liegende Zusammen¬ 
stellung der in unserem Buche gebrauchten Ausdrücke und die in ihr enthaltene 
Ergänzung des Sachregisters mit echt philologischer Gewissenhaftigkeit und ganz 
ungewöhnlicher Gründlichkeit bewirkt worden. Er ward dabei von Herrn Franz 
Jänicke aus Frankfurt a. d. O., damals zu Rathenow card. prob., mit Auf¬ 
opferung unterstützt. Für diese mühevolle Mitarbeit wird hiedurch gebührender 
Dank abgestattet. Die im Folgenden gegebenen Abschnitte über Inschriften 
sind von G. Göring ausgearbeitet; die in ihnen enthaltenen Uebersetzungen sollen 
dienen, diess Wörterbuch von vielen rein sprachlichen Erklärungen zu entlasten. Die auf den Text bezüglichen Zahlen beziehen sich, wo keine Bandnummer 
mit angegeben ist, auf die Seite (und gewöhnlich auch die Zeile) des i. Bandes. Das Wörterbuch soll vor Allem die Benutzung der Sachregister er¬ 
leichtern. Auf diese weisen die einfach durch ein vorgesetztes S bezeichneten 
Seitenzahlen hin. Als überflüssig unterlassen ist nur die Einreihung der Namen 
der Kirchenpatrone und der bildlichen Heiligendarstellungen, die im Sachregister 
S. 82 ff. und 153 ff. bereits geordnet aufgeführt sind. Zweitens soll es die mehrfach gewünschte Erklärung von Ausdrücken und 
Bezeichnungen geben, die entweder sprachlich ungewöhnlicher sind oder 
sachlich einer Erläuterung bedürfen. Für die Auswahl aus der unendlich reich¬ 
haltigen Sammlung der Wörter erklärt sich der Unterzeichnete verantwortlich. 
Im Ganzen soll, während die Sachregister auf den Kreis der mit dem Fache 
Vertrauten berechnet sind, die Worterklärung hauptsächlich den Anderen dienen, 
aus deren Mitte sie denn auch gefordert ist. Nach Vollständigkeit durfte man 
freilich nicht streben; verzeihe man nur den Ueberfluss an Solchem, was dem 
Kundigen entbehrlich ist! Es war auch gewünscht worden, dass man liier einige zusammenhängende 
Entwickelung über Stilrichtungen u. dergl. finde. In der That mag dieser Ort 
als der geeignetste erscheinen; es gibt ja längst die regelmässigen Veröffent¬ 
lichungen des Altertumsvereins nicht mehr, in denen derartiges gesucht werden 
könnte. Und da der Verfasser im Begriffe ist, von der Beschäftigung mit diesen 
Dingen wieder ganz zu seinem eigentlichen Berufe zurückzukehren, so ist es 
auch wol gut, wenn manches von dem, was er dort zu beobachten Gelegenheit 
hatte, hier niedergelegt wird. Er bedauert nur, dass es als eine Nebenarbeit 
und in fliegender Eile geschehen muss, da alles zum Abschlüsse drängt. Ein nach Vollständigkeit strebendes archäologisches Wörterbuch 
hat man hier keineswegs geben wollen, um nicht gethane Arbeit zu thun. Wer 
das sucht, möge sich der Kunstarchäologie Ott es, oder dessen Wörterbuches, 
oder des Bergauischen Anhanges zum Brandenburgischen Inventare bedienen, 
oder des Müller-Mothesschen Wörterbuches (Leipzig bei Spamer), von denen 
man hier ganz besonders das letztere vortreffliche Werk mit Dank und Nutzen 
und ohne Bedenken oft wörtlich gebraucht finden wird. Ploen, am 9. Jenner 1889. R. Haupt.
		

/Sponsorzy_051_07_0239.djvu

			Abdeckung 134, 22 Ueberdeckung, Verdachung. 
Abgedeckt (117, 15) mit Verdachung, 
Ueberdeckung, Gesims versehn. Abeckung 2, 525, 24 Abschrägung einer Ecke. 
Davon abgeeckt 2, 143, 15. Abendmahl S 125. 126. 139. — -gerate, 
-gefässe S113—117, Kelche, Patene, 
Kannen, Dosen. S. auch Krankengerät. — 
-inschrift 542,21, die Einsetzungsworte, 
die in evangelischen Kirchen oft den Raum 
der Altarstaffel einnehmen. —- -tischlein 
2, 508 kleiner Tisch zum Gebrauche beim 
Abendmahle. abgefast — abgeschrägt. abgerundete Kante Abb. 889.— 174,7 ’die 
Tür ist 4tnal abgerundet«: statt der 4 Kanten ihres Gewändes erscheinen 4 Viertel¬ 
stäbe (vgl. Abb. 139). abgeschrägt, abgefast, ist eine Kante, die 
schräg weggeschnitten ist, sodass statt ihrer 
eine schräge Ebene erscheint, ein G e w ä n d e, 
wenn seine Kante so behandelt ist (2, 323, 
>3)- abgesetzt. Strebepfeiler: sich plötzlich verjüngend wie Abb. 676. 793- 1585* — 
Mauer, so 336, 1: plötzlich zurückspringend, 
sodass eine Stufe entsteht, über welcher die 
Mauer schwächer fortgeführt ist. — Dach¬ 
reiter s. Abb. no. — Gewände eines 
Fensters 2, 23, 37. 323, 22 ausgekantet. abgestuft, abgetreppt 493, 6: nicht hori¬ 
zontal schliessend, sondern in der Art eines 
Treppengiebels. Abb. 1493. — Sohlbank 
eines Fensters S 75. abgewalmt: Giebel, schräg weggeschnitten 
Abb. 977; halb —, wenn nur ein Teil des 
Giebels abgeschnitten ist. Ablassbrief 267,12. 478,45 in weiterem Sinne: 
Urkunde eines Bischofs oder Papstes, welche 
einen Ablass für bestimmte Leistungen oder 
geistliche Uebungen bezeugt. — -kästen 
S 106. Ablatorium 2,112 wol fälschlich für oblatorium 
(Oblatengefäss). Ablauf s. gekehlt. Absatz 299, 37 des Daches eines Schiffes am 
Choranfang, oder eines Chores beim Ueber- 
gang zur Apsis ist erforderlich , wenn diese Teile schmäler und ihre Mauern nicht über¬ 
höht sind; s. Abb. 1498. — an einer Wand 
u. dergl. s. abgesetzt. Abschluss des Chorgitters 132, 1 sein Oberteil, 
seine Krönung. Schwächlicher — eines Turmes (310,27) vgl. Abb. 1580. drei- eck eines Giebels: das ihn krönende Dreieck, 
Abb. 1461. — -joch, das östlichste Joch. Abschrägung 562,4 s. Abb. 804 vgl. abge¬ 
schrägt. Absciss 2, 663, 40 falsch für Apsis. Abseite, niedrigerer Nebenraum, Nebenschiff. Sich absetzen s. Absatz. Abgesetzt. Abt, Vorsteher eines Benedictiner- oder Cister- 
zienserklosters. Abtreppung, abgetreppt, s. abgestuft. Abwalmung s. abgewalmt. Achatbecken 182, 32, Becken aus dem Halb¬ 
edelstein Achat. Achse: Mittellinie. — Eine in sich gleichartige 
Gebäudeschauseite hat so viele Achsen, als 
sie Fensterstellungen neben einander hat (2, 345, 3°)- Achteck, achteckig. Bau S 59. Achteck¬ 
seiten eines Chores S 61. Turm, Helm 
S 62. Säule S 80. Pfeiler S 79. Tauf¬ 
stein S 102. Kelch S 114. — -ort, acht¬ 
eckiger Oberbau eines Turmes über vier¬ 
eckigem Unterbau 447, 2. 2, 641, 39. — 
— -pass s. Pass. — -fuss Sli5- Um¬ 
gekehrter Achtpass, Achtspitz s. Abb. 717, 
vgl. N. 8. Adam und Eva S 159. Adept, Goldmacher. Adler S 160, vgl. Evangelistenzeichen. Reichs¬ 
adler S 105. Vgl. Naturadler. —■ -jupiter 
S 161 die auf dem Oberteil von Kron¬ 
leuchtern der Barockzeit häufige Darstellung, 
wo Jupiter, den Blitz in der Hand, auf dem Adler reitet. sockel, Sockel, die wie aus 4 sich zusammendrängenden Adlern ge¬ 
bildet sind 2,308, 36, so auf Abb. 305. Advocatie 2, 360, 20 Vogtei, Gerichtsherrschaft. aedifieator 2, 165, der Erbauer, Bauherr. affgebraken 2, 424 abgebrochen. Afside 2, 165 Abseite. agnus dei Vgl. Kreuzlamm, Gotteslamm S 117. 
160.
		

/Sponsorzy_051_07_0240.djvu

			Wörterbuch. Ahnenwappen—Altsächsischer. 168 Ahnenwappen, die Wappen der Voreltern. ährenförmiger Verband Abb. 223. 732. 1417a, 
eine Art Zierverband. Akanthus, Akanth. Die Blätter und Ranken 
dieser distelartigen Pflanze dienen, nachdem 
sie der korinthische Stil zur Bildung seines 
Knaufes verwandte, zur Verzierung architek¬ 
tonischer Glieder, besonders der Säulenknäufe 
und des Unterteiles der Säulenschäfte in der 
Frührenaissance; sie sind auch überhaupt 
Grundlage des Pflanzenornamentes der Ren. 
Abb. 71. 980 f. Alabaster S67. 90. 121. 128 kristallinischer 
Gips (schwefelsaurer Kalk). Hierlands gewöhn¬ 
lich als »Marmor« bezeichnet und in der Ren. 
oft verwandt; in gotischen Arbeiten findet 
sich der Stoff nur in den Altären zu Haders¬ 
leben Spital und Schwabstedt. Alba (Mz. Alben) langes weisses Messhemd, 
L'ntergewand des Geistlichen, mit Besatz von 
der Farbe des Messgewandes versehen. Allegorie, anschauliche Darstellung eines ab- 
stracten Gedankens durch sinnliche Bilder 
S 159—61. Allerheiligenkaland, ein Kaland (s. d.), dessen 
Absicht oder Entstehung an das Allerheiligen¬ 
fest (1. Nov.) oder die Verehrung aller Hei¬ 
ligen anknüpft. all Italiano 2, 158, nach dem Italienischen, im 
italienischen Stil (d. h. Ren.). Almosen S 106. 117. — -beck enständer 
2> 537» I2- —- -block, -kästen, Armen¬ 
block S 106. schaufei 2, 537, schaufel¬ artiges Brettchen zur Entgegennahme von 
Almosen. Alpha und Omega, das A und O, Anfang und 
Ende. Alsiracksteine N. 14, auch Alstersteine: Fliesen, 
Platten zum Fussbodenbelag. Altan, An- oder Aufbau eines Gebäudes, mit 
zum Betreten geeignetem Boden versehen und 
einen freien Herabblick gewährend. Altar S 89—94. Jeglicher Altar ist, ausser 
dem Schutzheiligen, zunächst Gott und Maria 
geweiht. — Haupt-, Hoch-, altare sum- 
mum, der dem Kirchenheiligen geweihte 
Altar im hohen Chore. Entgegengesetzt sind 
Nebenaltäre. — -Aufsatz, -Aufbau 
S90, oft auch einfach »Altar«, der die 
Rückwand über der mensa bildende oder auf 
eine besondere niedere Rückwand aufgesetzte 
Aufbau, gewöhnlich ein Altarschrein. — 
-bau, -werk, ein grösserer Altaraufsatz.— 
-behäng (— decke S 122), -bekleidung 
S 89 f. (vgl. -vorsatz), der Schmuck der 
mensa aus Stoff oder auch Holz oder Metall. 
— -bibel 2, 396. — -bild S 125 die 
nicht selten, besonders seit dem 17. Jahrh., 
an Stelle oder als Hauptteil des Altarauf¬ 
satzes angebrachte Malerei. blatt s. v. a.-tafel. deckenrelief, silberne Ver¬ zierung, auf die Decke aufgenäht S 117. — -flügel s. Altarschrein. — -gerate 2, 21, 
27 s. v. a. Abendmahlsgeräte. — -gitter 
S 117 (vgl. Altarschranken). — -haus N. 16 
Anm. = Chor. inschrift, die gewöhn¬ lich an der Staffel befindliche Inschrift des 
Altares. — -kanne S 116. 121: in evan¬ 
gelischen Kirchen, besonders seit dem 17. J., 
fast allgemein eingefiihrtes Gefäss für den hl. 
Wein. Nicht selten dienen dazu Krüge ur¬ 
sprünglich weltlicher Bestimmung (2, 122). Abb. 140. 153. 913. 982. laken S 122 = Corporale, Tuch, auf das beim Abend¬ 
mahle die Gefässe gestellt werden können; 
Abb. 140. 983. — -lehnen, die Nebenseiten der-schranken, mit Kniebänken. leuchter S 109—12. — -mensa S 89 der steinerne, 
selten hölzerne eigentliche Altar (s. -tisch). nische, Nische (s. d.), in der der Altar steht 2, 551, 1. platte, die Deckplatte der mensa S 89. pult, -buchpult, ein auf dem Altare stehendes Pult, bisweilen 
aus Metall, dienlich zur Auflegung der Altar¬ 
bibel. — -relief, -gruppe, Relief, Gruppe 
in einem Altaraufsatze. — -schranken S 
94 umgeben meist den Raum vor dem Altare 
(s. Abb. zu 2, 128), sind sie geschmiedet, als -gitter S 117. Schrein ist ein -auf- satz, wenn er als Kasten erscheint und 
mittels der Flügel geschlossen werden kann. 
Einflügelig, s. Diptychon; mit zwei Flügeln: 
Triptychon, mit 4: Pentaptychon; s. Doppel¬ 
flügel. Ausserdem zeigt Abb. 65 noch eine 
feste Rückwand. — -Staffel (Predella) der 
untere Teil eines Altaraufsatzes; auf ihm 
ruht oder über ihm beginnt erst die Haupt¬ 
darstellung. S. Staffel. -— bild, das Bild, das 
die Staffel ziert.— -stück 2, 259, 6 Kunst¬ 
werk, das den Altar ziert. — -tafel, Altar¬ 
aufsatz , besonders wenn dieser nicht ge¬ 
schnitzte , sondern gemalte Darstellungen 
zeigt. — -tisch wird eine mensa besonders 
dann genannt, wenn sie von Holz ist, wie 
Abb. 1606. — -tuch s. -laken. — -Vor¬ 
satz S 89f., antipendium, frontale, anti- 
mensium: Altarbekleidung, bestehend aus 
einer vor die Stirn der mensa gesetzten festen 
Tafel. Romanisch Abb. 38, frg. Abb. 281, 
spg. zu 502, Ren. Abb. 1524. — -zeug 2, 
493) 21 W°1 s. v. a. -gerät und -bedeckung. Altarist s. Vicarie. Altermann 3, 11. 42 Vorsteher einer Zunft. Altgotisch. Manche Schnitzwerke des 13. und 
selbst des 14. Jahrh., die, ohne ganz ausge¬ 
sprochene Merkmale des frühgotischen Stils 
zu tragen, doch eher den Anfängen oder 
unentwickelten Zuständen dieses Stils als der 
Zeit des romanischen zuzurechnen sein möch¬ 
ten, sind als »altgotisch« bezeichnet. Altsächsischer Hausbau S 133. 2, 189, 4 die 
in älterer Zeit gebräuchliche Grundform des 
sächsischen Hausbaues.
		

/Sponsorzy_051_07_0241.djvu

			Wörterbuch. Amazonenharnisch—Armenblock. 169 Amazonenharnisch 2,216,10 Harnisch, der 
für eine Frau bestimmt ist. Ampulla, das heilige Oelfläschchen, Apolle 266, 
34- Amt, die amtlich anerkannte Zunft 2,462,9. Anfänger 2, 266, 6, der unterste, eben auf dem 
Kämpfer ruhende Bogenstein. Angeblendete Rippen (vgl. Scheinrippen) S 78. Angekehlter Sockel S 70 f.: Sockel, dessen oberstes Glied eine Viertel-Hohlkehle bildet 
Abb. 536 a. Die angekehlte Platte zeigt das 
umgekehrte Profil; angekehlter Kämpfer 
S 76. angelegt 314, 3, nur angedeutet, in den Grund¬ 
zügen gegeben. Angelsächsische Münzen (?) 2, 154, 7. angeputzt, durch Putz (Stuck, Mörtel) herge¬ 
stelltes Glied, z. B. eine Rippe. angerundeter Sockel S 70. 71 Abb. 833, s. 
Rundstab. angeschmiegt d. i. angeschrägt, z. B. Sockel 
S 70. 71, wie Abb. 536b; — Platte S 76, 
so die Apsiskämpfer in Abb. zu 492. angestorbenes Lehen 2, 424, 33 durch den 
Tod des Inhabers dem Verleiher heimge- 
falleD. Angli, die Angeln, Angelländer 2,319 vgl. 
Engländer. Anglische ländliche Bauart S 133. Kanzeln 
s 95- Anhänge am Schlusssteine eines Gewölbes 292, 
15, vgl. Lampetten S 79. Anker, -balken, Schlauder: ein Balken, der, 
durch zwei gegenüber liegende Wände 
reichend, und an den Enden mit Schliessen, 
Ankerarmen (Abb. 637. 8i8ff. S117) ver¬ 
sehen, die Mauern zusammenhält. Abb. zu 
2, 84. 1278. 1416. — Schiffsanker 2, 462. Anlage s. Vorlage. — von Städten S 130, 
von Kirchen S 53. Anlauf s. gekehlt. Annagelung Christi S 141. Annengruppe, Anna selbdritt S 153. Abb. 708. 
677; zu 2,330 und 640. — -kloster 566. Anschrägung s. angeschrägt. Schräge. Antentempel 2, 358, 28, Tempel mit nach vorn 
verlängerten Seitenwänden, also nur nach 
vorne offener Säulenvorhalle. Antikisierende Architekt, nähert sich in einzelnen 
Zügen oder in der Gesamthaltung der Antike. 
Antikes in Bildwerken S 161. Antipendium (Mz. —en), S 89, s. Altarvorsatz. Antiquainschrift 87, 5, Inschrift in den grossen 
Buchstaben des römischen ABC. Antitypen (Gegenbilder) s. Typen. 
Antoniterkloster S 81. Apengeter 555, 24, Affengiesser, Verfertiger 
von Figuren und anderen Arbeiten in Erz¬ 
guss. Vgl. Rotguss. Apostelfiguren S 150—3. 125. —-hermen, 
Hermen, deren figürlicher Oberteil die Gestalt 
eines Apostels zeigt. Oft an Kanzeln, be¬ sonders der friesischen Art. reiheSl2l. 150 s. Chorbogenreihe. Apsis (Mz. Apsiden) S 55.61. 64, der im Grund¬ 
riss selten vieleckige, gewöhnlich halbkreis¬ 
förmige, oder auch, in einigen Fällen, etwas 
tiefere (160, 35) östliche niedrigere Anbau 
des Chores im romanischen und Uebergangs- 
stil. — Apsidisch 103, 7 nach Art einer 
Apsis. Abb. 150. — Nebenapsiden, bis¬ 
weilen an den Kreuzarmen , S 64. Abb. 7. — rundbogige Apsis (21, 15) zeigt nur 
runde Bogen. Spitzbogige sind übrigens sehr 
selten. — -anfang, der Bogen, in welchem sich die A. gegen Westen öffnet. bogen, der bisweilen vor der Apsisöffnung befind¬ 
liche, etwas weitere, den Chorostgiebel ganz 
oder teilweis tragende Bogen (Abb. zu 492). — -fenster, gewöhnlich drei S 64. — -halbsäulen 415,4 s. Abb. 629. öff- nung = -anfang. — - soc kel s t e in e 
kommen an Apsiden zur Anwendung; sie 
finden sich auch sonst hier und da an anderer 
Stelle und bezeugen dann durch ihre Form 
die Herkunft von einer Apsis Abb. 446. archa 2, 170 die Bundeslade. archaistisch, archaisierend: altertümelnd, 
gesucht und absichtlich altertümlich er¬ 
scheinend. architektonische Hintergründe in Bildern 
und Reliefs, wie z. B. Abb. 1406. 51, 41: 
Architekturdarstellungen. — Glieder, die 
in der Baukunst angewandten Glieder. 
—-r Aufbau, z. B. eines Epitaphs, Altars, 
Kanzeldeckels: deren nach den Regeln und 
mit Anwendung der Mittel der Baukunst 
bewirkte Gestaltung. — Ohne Architek¬ 
tonisches ist ein Rahmen, der keine 
Säulen, Gesimse u. dergl. Glieder enthält. Architekturstiick, künstlerische Darstellung von 
architektonischen Gegenständen 2, 394, 17. Architrav, Hauptbalken, Oberschwelle, unterster 
Teil des Säulengebälkes. Archivolte, ein Bogen in der Vorderansicht 
mit seiner Gliederung, eigentlich ein bogen¬ 
förmig umgebildeter Architrav. Archivsaal einer mittelalterlichen Kirche 551, 21. Arkaden S 134, Lauben: Bogenstellungen über 
Säulen oder Pfeilern (Abb. 1476). Vgl. 
Lauben. Hoflaube, offene Bogenstellung, 
welche ein Geschoss des Hauses, gewöhnlich 
das unterste, gegen den Hof hin offen lässt. 
— in der Kirche, die Reihe der Scheid¬ 
bogen, die die Seitenschiffe gegen das Haupt¬ 
schiff öffnen. Abb. 870. 898. arma auch s. v. a. Wappen. Armenblock S106, ausgehöhlter Block, der 
verschliessbar und zur Verwahrung der Al¬ 
mosen geeignet ist; allgemeiner »Armen¬ 
stock«:. Oft dienen dazu auch starke hölzerne 
Schreine (Armenladen), bisweilen eiserne; 
stets sind sie schwer beschlagen (Abb. 1361) 
und sonst gesichert. Aeltere Armenblöcke
		

/Sponsorzy_051_07_0242.djvu

			170 Wörterbuch. Armenblock—ausgeschweift. sind öfters früher Behälter für die Kirchen¬ 
kasse oder andere Wertgegenstände gewesen. — -Stift 2, 330,21 vgl. Spital. Armschiene, der Teil der Plattenrüstung, der die Arme deckt. Asarotmosaik 2,447,41, eine Art Mosaik, 
deren Zeichnung den Fussboden als unge- 
fegt, mit Resten allerhand Art bedeckt er¬ 
scheinen lässt. assumptionis mariae (Mariä Himmelfahrt) 
15. Aug. Astanfänge an einem Kreuze: oft ist das Kreuz 
als Stamm ausgebildet und an ihm schein¬ 
bare Anfänge von abgebrochenen oder ab¬ 
geschnittenen Aesten dargestellt 18. 252. 558. — -werk. Eine in der spätesten Gotik 
eindringende, als gotischer Zopf zu be¬ 
zeichnende Liebhaberei verwendete an Stelle 
der architektonischen Masswerke und Profile 
solche, welche wie aus abgestorbenen Aesten 
gebildet erscheinen 43, 3. 200, 36. Abb. 324. 
Zu 2, 640. Asyl 63,44 deutsch Freiberg: Zufluchtsort für Verfolgte; recht, das Recht der Kirchen und Klöster, Verfolgte aufzunehmen und zu 
schützen. Atlas (Mz. Atlanten), kraftvolle männliche 
Figur, die statt einer Säule als Stütze ver¬ 
wandt wird 2,29,4. Der Hermenatlas 
2,351,10 ist im Unterteile ein viereckiger 
Hermpfeiler. atria 566 Anm. vgl. 2, 446, 18 »Hof«, adeliges 
städtisches Wohnhaus. Attisch S71, ist ein Sockelprofil, in dem auf 
einen Wulst eine Kehle, darüber wieder ein 
Wulst, mit den nötigen Plättchen dazwischen, 
folgt Abb. 477 a. Auch an Kämpfern findet 
sich diess Profil Abb. 474. 636. Attribute der Heiligen, die von ihnen geführten 
Kennzeichen, gewöhnlich auf die Art ihrer 
Marter deutend.— derTugenden s. Abb.i209ff. Auferstehung S 146. Aufführungen, dramatische S 138. Aufgelöst 542, 17 sind architektonische Formen, 
wenn die Glieder nicht in der ihnen zu¬ 
kommenden Bedeutung und im Zusammen¬ 
hänge mit einander, sondern willkürlich um¬ 
gebildet und vereinzelt angewandt sind. Auflagearbeit Abb. 1520 ist eine Verzierungs¬ 
art, die sich von einfacher Einlagearbeit da¬ 
durch unterscheidet, dass hier das Ornament 
nicht in den Grund eingelegt, sondern als 
dünne Platte aufgeleimt wird. Auflösung vgl. aufgelöst: der Uebergang einer 
Gliederung in eine sich aus ihr ergebende 
feinere 2,205,19. 525,24. Aufreiter 2, 499, 4 s. v. a. Dachreiter. Aufsatz s. v. a. Altaraufsatz. So wird auch 
der einigermassen selbständige Oberteil eines 
architektonischen Werkes, Kanzeldeckels, 
Kronleuchters genannt, ausser welchem, wenn 
er in der Mitte steht (Mittelaufsatz), auch | Nebenaufsätze vorhanden sein können. 
Abb. 319. Aufsteigsteine für Reiter S 135. Aufzugerker, -nase, Abb. 1452. Augustinerorden S81 1) ein Bettelorden für 
Männer um 1150 gestiftet, für Frauen II77,' 
2) regulierte Chorherren des Augustiner-Ordens 
s. Chorherren. auratus eques 526 ist vom Kaiser zum Ritter 
geschlagen. Aureole, ein Heiligenschein, Strahlenkranz um 
Haupt oder Körper. Besonders auch die 
mandelförmige, auch als Mandorla oder 
Osterei bezeichnete Umfassung, wie in 
Abb. 281. 1522. ausciseliert 301, 39 ist ein Gusswerk, wenn es 
nach dem Guss noch mit Werkzeugen, besonders 
dem Meissei, verfeinernd überarbeitet ist. ausgebuchtet, mit Ausbuchtungen versehen, 
wie z. B. Abb. 1288 a. Kelche der Barock¬ 
zeit haben oft in Vielpassart ausgebuchtete 
Füsse, doch von nicht gleich kräftiger und 
strenger Bildung. ausgegründet (davon: Ausgründung) sind 
Ornamente, Figuren 2, 252, 20. 353, 36. 672, 
I, wenn sie durch Vertiefung des Grundes aus 
dem vollen Holze gewonnen, in dasselbe 
hineingetieft sind. ausgekantet ist eine Kante (ein Bogen, Bogen¬ 
fries 102, 36), wenn statt der Kante ein, in 
der Regel rechteckiger, Einsprung erscheint. 
Sind der Einsprünge mehrere, so erscheint 
die Kante (das Gewände, der Pfeiler) als 
ausgetreppt, eingetreppt, mehrfach 
abgesetzt; solche Austreppung kann also 
drei- und mehrkantig sein. ausgekeilt sind Gewölbe 549,4, deren Risse 
unter Anwendung von Keilen gebessert und 
gefüllt werden. ausgekragt, auskragen, Auskragung. 
Stützende Steine, die aus der Wandfläche 
hervorstehen, einzeln als Kragsteine, Abb. 
74. 1125,. oder eine vorkragende, ausgekragte 
Schicht bildend, sind erforderlich, wenn ein 
Mauerkörper über die Flucht eines anderen 
herüber ausladen soll. Auch steinerne Erker 
und Erkertürmchen pflegen (Abb. 772. 793) 
mit mehreren Uber einander immer weiter 
ausladenden Schichten auszukragen oder 
(Abb. 2) auf einzelnen Kragsteinen zu ruhen. 
Einzelne Bauglieder, Kopfbänder, Rippen, 
Bogenansätze kragen aus, wenn sie nicht 
unmittelbar aus ihrer Unterlage entstehen 
Abb. 1544 c. ausgeleert (Altarschrein): Der Schnitzerei be¬ 
raubt, dass der leere Kasten übrig ist 326, 17. ausgelöst s. ausgewechselt. ausgeschabt in Mustern 2,435,35 auch »da- 
masciert«. ausgeschweift, vgl. geschweift: nicht gradlinig, 
sondern in unregelmässiger, mehr oder weniger 
willkürlicher Weise behandelt.
		

/Sponsorzy_051_07_0243.djvu

			Wörterbuch, ausgespart—Barock. I7I ausgespart: im Mauerwerk leer gelassen, 
ausgetreppt s. ausgekantet, 
ausgetrieben: in Treibarbeit hergestellt, 
ausgewechselt 2,651,26, ausgelöst 2,39, 
3 sind die Rippen durch eine Kreisrippe in 
Abb. 1625. Ausgründung, Bearbeitung des Holzes in der 
Weise (vgl. dagegen Auflagearbeit), dass die 
flachen Gründe durch Wegnehmen am Holze 
gewonnen werden, während alles darüber 
Erhöhte stehen bleibt. Hier wird also weder 
aufgeleimt noch aufgenagelt. Ausgusssteine, Piscinen S 105. Auskantung s. ausgekantet, 
ausknicken (sich ausknicken 277, 15), vor¬ 
knicken 551,8: statt in regelmässiger Linie 
an der Wand auszuschiessen oder auf Stützen 
zu entstehen, kommen Rippen auch wol in 
stumpfem Winkel hervor und wenden sich 
dann mit einem Knick nach oben; vgl. Abb. 
902. auskragen s. ausgekragt. Auskröpfung eines Sockels 129, 39 s. Kropf 
Abb. 728. 731. sich auskröpfen = verkröpft sein, 
ausiaden. Ein Gefäss lädt oben aus, erweitert 
sich durch Ueberkragen oberer über die 
unteren Teile z. B. Abb. 1399. Aus¬ 
ladung eines Gesimses ist das Mass seines 
Ueberstandes über die überdeckte Wandfläche. 
Unter den »Ausladungen« eines Kunstwerkes 
(1x7,12. 404, 18) ist besonders die Weite des 
Üebergreifens der Gesimse zu verstehen, 
auslösen s. ausgewechselt. Auslucht i, 16. s. 2, 490, 35. S 134, erker¬ 
artiger Vorsprung am Hause mit kleinen 
Seitenfenstern. Ausschwingen (Flattern, vgl. d.) des Lenden¬ 
tuches Christi, in der spätesten Gotik sehr 
beliebt 334, 8. Abb. zu 2, 272. 
aussetzen 2, 39, 2 (Grate) 2, 90, 2 (Kaffsims) : 
aufhören, nicht weiterhin vorhanden sein, 
ausstaffieren N. 14 s. staffieren. Ausstattung von Kirchen S 89. Profane A. s 135- Austiefung s. Ausgründung. Austreppung s. ausgekantet. Austritt an einer Kanzel Abb. 892, eine ausser 
dem Kanzelpolygon und dem Auftritt vor 
der Treppe bei den Kanzeln des reichen 
Grundrisses vorhandene, gewöhnlich recht¬ 
eckige Erweiterung. Austritterker 2,341,3 vorgekragter Abtritt. 
Auswachsen von Rippen oder Bogen findet da 
statt, wo diese ohne Kragstein oder sonstige 
Unterscheidung aus einer Wand hervor- 
schiessen. Aussen-deich, das vom Seedeich nicht mit 
eingeschlossene Marschland. — -bilder des 
Altarschreines, die Bilder auf den Aussen- 
seiten der Flügel, der Gemeinde sichtbar, 
wenn jener geschlossen ist. — -blenden in den 3 Fehmarschen Hauptkirchen s. Abb. 
921. 932. 942. — -flügel hat ein Altar¬ 
schrein, wenn er ausser dem inneren Flügel¬ 
paare noch ein weiteres besitzt; s. Doppel- 
flügel. ave maria, der englische Gruss, auf Glocken 
und als Taufinschrift häufig. Bacchanal 467, 10, heiteres, den Freuden des 
Bacchus geweihtes Gelage. Backstein S69. bau S66. — -giebel auf Holzschwellen 2, 525, 18. Baldachin, Pracht-, Prunkhimmel; das Dach 
oder die Verdachung über einer Statue (Abb. 
1645), dann s. v. a. Tabernakel (2, 13, 23); 
über einem Grabmale (dann in älterer Sprache 
»Himmel«) 2, 222, 30. 308, 3; über einem 
Altarwerke (2, 303, 7) oder auch im Inneren 
eines Altares die Ueberdeckung einzelner Ge¬ 
stalten und Gruppen (Abb. 722) s. Ueber- 
hänge. Weniger gut heisst so (auch Hohl¬ 
baldachin 2, 210, 38) auch wol die sich von 
der Rückwand der Gestühlreihe oder des 
Altarwerkes (Abb. 882. Zu 524) Vortragende 
Ueberdeckung S98. Auch die Taufdeckel 
bilden im Oberteile bisweilen Baldachine 
Abb. 1590. Ballhaus 2, 337, 4 = Ballspielhaus 2, 447, 3. Ballistenwurfweite 61,32, die Weite, in der 
das bekannte Belagerungsgeschütz der Alten 
und des Mittelalters die Geschosse schleudern 
konnte. Baluster 566, 34 d. i. Docke, vgl. Candelaber.— Balustrade, Reihe von solchen Docken 2, 344, 
4«- Band. Bandförmige Kämpfer, Band¬ 
kämpfer haben die Form einer hohen, 
schwach vortretenden Platte (Abb. 898. 1271. 
daher Bandkapitelle). —Deutsches Band 
S 71 , eine Lage von über Eck gelegten 
Ziegeln, auch »Stromschicht« Abb. 834f. 
1501. — -Ornament 15,24 = Bandrolle, 
fliegendes Band; das in der Spätgotik nicht 
seltene Ornament in der Form fliegender, 
sich verschlingender Bänder. — Bänder im 
Geschmack des Empire: naturalistische Band¬ 
schleife mit wehenden Enden 2, 588, 28. barbarisiert: barbarisch behandelt durch Ver¬ 
derben der Kunstformen. Barock. Der Barockstil ist für uns wesentlich 
ein verzierender Stil. Er entspringt der Spät¬ 
renaissance und zeigt sich zuerst im An¬ 
schwellen und Fett- oder Knorpeligwerden 
mancher Ornamente, besonders der Voluten 
an Knäufen, und im selbständiger werdenden 
und sich vom Architektonischen loszulösen 
strebenden Leben der Ornamente, der Glieder 
und des Figürlichen , welches zugleich sehr 
schlank zu werden beginnt. Er beginnt so 
zum Teile schon (beginnender Barock) um 
1610, behält dabei jedoch den Aufbau der 
Ren. bei (früher Barock), wird dann ent¬ 
wickelt, charakteristisch, indem das Ornament
		

/Sponsorzy_051_07_0244.djvu

			172 Wörterbuch. Barock—Biedermannsstil. sich von der Strenge und der Eckigkeit der I 
Ren. ganz losgemacht hat, nicht ohne oft 
besondere Schönheiten im Figürlichen und 
Schwung im Ornamentalen (2, 95, 8) zu 
zeigen, so besonders um 1630—50, Abb. 
891. 1106. Dann wird er immer üppiger, 
bombastisch, schwülstig, wild(Abb. 
zu 542), um 1640—60, wobei sich jedoch noch 
viele Schönheiten im Einzelnen zeigen (Abb. 
zu 2, 620). Er verliert die Rücksicht auf 
gesetzmässigen Aufbau oft ganz aus den 
Augen, und es tritt das Architektonische 
ganz zurück. Das Ornament kann nun als 
Bretzel-, Knorpel-, Kaldaunenwerk 
bezeichnet werden. Diese Richtung verläuft 
sich in den sechziger bis achtziger Jahren 
ganz, und der Stil wird übersländig (s. d.), 
teilweis dürr, trocken (Abb. zu 2,84), 
indem man auf Ornament zu verzichten be¬ 
ginnt und das Architektonische betont. Teil¬ 
weis nimmt das späteste Barock als neues 
Element, um 1675, die Nachahmung der 
Natur auf und bildet Blumen, die oft unver¬ 
nünftig gross gebildet und z. T. ganz selb¬ 
ständig , z. T. zur Verzierung des Aufbaues 
gebraucht werden (Blumen werk); oder 
es bedient sich auch einer Art von Akanthus- 
blatt, dem spätgotischen Distelblatte nicht 
unähnlich, in der gleichen Weise (Distel- 
werk, Abb. zu 550 u. 2, 594). Im Ganzen ist 
die Anwendung des letzteren häufiger und 
hat länger gedauert. Die spätesten Spielarten 
kann man auch den Stil Louis XIV. nennen. 
Nicht selten treten die Unterschiede nicht 
deutlich auf. Das Distelwerk lebt weiter im 
Stil der Rögence und verschwindet erst im 
Roccoco in einer Neubildung. Base, Basis einer Säule, eines Dienstes: Sockel. Basilika S60, Kirche mit einem Mittelschiffe, 
dessen Seitenwände über den Arkaden so 
hoch hinauf geführt sind, dass sie für Ober¬ 
lichtfenster Platz haben. — basilica Säulen¬ 
halle? s. palatium. Bastei, Bollwerk, Ausbiegung des Walles, die 
zur Grabenbestreichung dienlich ist. Das 
Bollwerk ist aus den Türmen entstanden, 
und hat (Abb. 1359. 1434) im 16. Jahrh. 
meist die Gestalt eines niederen Rundturmes. 
Gewöhnlich befinden sich die Bollwerke an 
den Ecken (Eckbollwerke). In späterer Zeit 
werden sie eckig gebildet (Abb. 244. 1380) 
und gewöhnlich Bastion (Bastei) genannt. Bauart, städtische S 134, ländliche S 133.— 
-hof eines Herrenhauses: der dazugehörige 
Wirtschaftshof. — -mei ster 64, 29 s. Kirch- geschworne. Ordnung S 133. preise S 54. — -steine, -Stoffe S 65. 67. bauchig sind öfters Kanzeln, Consolen und 
andere Stücke des Roccocostils gebildet, vgl. 
Commodenstil. Bauernhäuser S 133. baven N. 15, oberhalb. Becher S 117. Beckeramt 404, 35, die Bäckerzunft. bede 2,43, Gebiet, eigentl. Abgabenpflichtigkeit. Befestigungen S 129 f. befriedigt 63, 44, eingefriedet, eingezäunt. Begräbnis S 126. Behauen der Ziegel S 69. Beichtbrett, -tafel S 107. loch S 77. -— - Stuhl 480, 4 heisst hier sehr oft das durch 
eine Brüstung umgebene und abgeschlossene 
Gestühl des Geistlichen in der Nähe des 
Altars N. 6. Beinhaus S 64, Karnhaus (s. d.): Anbau der 
Kirche oder selbständiger Bau, in den die 
auf dem Kirchhofe zum Vorschein kommenden 
Gebeine gebracht wurden 371, 13. Beischlag S134, ein Austrittplatz vor einem 
Hause nach der Strasse hin, der mindestens 
Raum und Sitzgelegenheit für die Hausbe¬ 
wohner bietet. Die Wangen der Bänke (Bei¬ 
schlagpfosten Abb. 1600) an der Strassen- 
seite konnten aus Stein und gut verziert sein. Bekleidung eines Altares s. Altarvorsatz. Bekrönung eines Epitaphs 2, 34, 2 d. i. Krönung. Bemalung von Holzwerk S 124 f., von Wänden 
und Decken S 123, von Schnitzwerken, vgl. 
2, 300, 16 und »geschält«. Benedictinerklöster S81, Klöster des ältesten 
und bis ins 12. Jahrh. in Deutschland allein 
bestehenden hochangesehenen und reichen 
Ordens, gestiftet 529 vom hl. Benedict von 
Nursia. Anfangs enthielten die hiesigen 
Klöster auch Frauen (2,582,5). beosten $&, 14 östlich. Beschläge von Türen S118, Abb. 265. 1127; 
Büchern Abb. 373; Klingelbeuteln S 117; 
eines Armenblockes Abb. 1361. Beschneidung Christi S125. 139. besparrt 198, 6 mit neuem Dachwerk (Sparren) 
versehen. Betglocke, die Glocke, welche täglich zum 
Gebete geschlagen wird. — -pult 2,537. 
— -säule S 106, ein Pfeiler, gewöhnlich 
unter freiem Himmel stehend, mit Tabernakel, 
worin ein Gegenstand, z. B. ein Heiligenbild, 
Platz hat, Abb. 928. Bettelklöster S81, Bettelmönche: Fran¬ 
ziskaner , Dominikaner, Augustiner (sowie 
Carmeliter). beturbant, mit Turban versehen, ist die Gestalt 
des Heidentums, auf der die hl. Katharina 
steht, 2, 27, 44. Beutel S 122. buch s. Buchbeutel. bewehrt, wehrhaft, zur Verteidigung geeignet 
oder hergerichtet 55, 11. 56, 16. 103, 24. Biberschwänze S68, Zungen, zungenartig ge¬ 
staltete Dachziegel. Bibliotheken S 122. Biedermanns (Biedermeier-)Stil, die nüchterne 
Stilart oder vielmehr Stillosigkeit und Kunst¬ 
abwesenheit vorzugsweise der sogen. Bieder¬ 
mannszeit, von den Befreiungskriegen bis
		

/Sponsorzy_051_07_0245.djvu

			Wörterbuch. Biedermannsstil—bombastisch. 173 in und über die Mitte des 19. Jahrh. Die 
Richtung geht vom Empire aus. Die Wieder¬ 
aufnahme des Kölner Dombaues war der An- 
stoss zum Abschluss dieses dürftigsten und 
unvermögendsten Zeitraumes, nachdem ihm 
die Einverleibung griechischer (s. d.) Ele¬ 
mente nichts hatte helfen können. Bildenschneider N. 14.15, Bildschnitzer. Bilder S91. 125. Auf Holzwerk S 124. — 
Bildepitaph, ein Epitaph, dessen Haupt¬ 
schmuck in Malerei besteht 213. — -altar S91, Altaraufsatz mit Bildern. folgen S 124, — -Schrein: Bilderaltar. — -Staf¬ 
fel: Altarstaffel, mit Malerei geziert. — 
-s türmereien S 89. — Bild weberei 
S 122. Bildnisse von Personen Siölff. Bileam S 159. Binder, ein Stein, der mit seiner Länge in die 
Wand hineingeht, also mit dem Kopfe sicht¬ 
bar bleibt. Ohne Binder würde sich eine 
Mauer in Schichten hinter einander spalten, 
oder wenigstens, beim Füllwerk, die Ver¬ 
kleidungsschicht loslösen (280,37). kranz 531, 30 ein eine Oeffnung oder einen anderen 
Bogen umgebender Bogen, wenn er aus lauter 
Bindern besteht. Binnenkirche 2,173,4, der innere, etwa von 
einer besonderen Mauer (wie zu Preetz) um¬ 
gebene Kirchenraum. bimförmig S 78 f. ist das Rippenprofil in den 
besseren gotischen Bauten besonders des 14. 
und 15. Jahrh., im Querschnitte einer Birne 
nicht unähnlich; der Birnstab kann sein 
flach oder breit, und, nach der Form des 
vorn liegenden Plättchens, scharf oder stumpf. 
Vgl. Abb. 806. 919h. Bischofsgut 2,1,6 die Besitzungen eines Bischofs; 
sie unterscheiden sich von denen des Dom¬ 
stifts (Stiftsgut). — -hof, Behausung des 
Bischofs. — -hut, -mütze, Mitra, s. d. 
■— -ring S ii 7, der dem Bischof bei seiner 
Einsetzung übergebene grosse Fingerring. 
— -Stab s. Krummstab. Blätter (s. Laubwerk) sind ein häufiger Schmuck 
gotischer Arbeiten. Vgl. Abb. zu 2, 256. 
Abb. 320. Gereiht bilden sie gewöhnlich 
als Blumen-, Blätterkamm den oberen 
Abschluss auf Altarschreinen. S. Abb. zu 450. 
492 ; vgl. Abb. 158. Blätterstab Abb. 762: 
ein durch Blattwerk durchgezogener Stab. Bleidach S67. — -crucifix S i45f. Blende S 73: blinde, d. h. durch eine Rück¬ 
wand geschlossene Wandöffnung, öfters 
fensterartig (Fensterblende) Abb. 921. 1622. 
Blendengliederungen dienen zur Ver¬ 
zierung, besonders der Giebel Abb. 178. 394. 
887; einzeln oder in Reihen zur Erleichterung 
von Wänden (346, 22), Aufstellung oder An¬ 
bringung von Bildern (2, 586, 42. Abb. 388), 
auch als Schränke (Sehr ankb 1 end.e) 198, 
44. Abb. 933. Das Profil der Blende, d. h. ihrer Gewände, kann verschiedener Art sein 
(rechteckig, ausgekantet u. s. w.); ihre Ueber- 
deckung ist spitz-, rundbogig, flach, auch 
zweiteilig (Doppel bl ende, s. d.). — Feh¬ 
marsche Aussenblende s. d. blind (s. Blende) können nicht nur Fenster u. 
dergl. sein; auch z. B. eine Empore, Docken¬ 
reihe, welche einen geschlossenen Hintergrund 
hat 460, 17, eine Orgelansicht ohne Orgel. Blockhaus S 130. 58,9. 453, 35: kleiner Festungsbau älterer Zeit (aus jüngerer 238, 
7). — -schloss, Türschloss, dessen Kasten 
in einem starken ausgehöhlten Holzblocke 
besteht. verband S 70 s. Verband. Blumen s. Blätter. -— Blümchen an Kelch¬ 
knäufen statt Röteln S 114. Abb. 953, daher 
Blümchenknäufe. — -kämm s. Blätter. 
 korbkapitäl 2, 220, 33, eine im Car¬ 
tuschestil der Ren. bisweilen vorkommende 
Kapitälform. — -stocke, -vasen finden 
sich öfters, in einfacher Weise im Profil 
flach aus dem Metall ausgearbeitet, als 
Schmuckteil der Kronleuchter angewandt; sie 
umgeben in der Regel, von den Oberteilen 
der Arme oder besonderen Zierarmen ge¬ 
tragen, den Mittelteil des Oberbaues. Vgl. 
Vase. — -werk S97 s. Barock. Blütlein Jesu-Kapelle: Kap. zum hl. Blute 2, 
667, 2. Bodenring einer Taufe s. Abb. 102. — -ent- 
wässerung S 54. Bogen. Uebergreifender B. Abb. 632. Bogen 
aus einem Stücke S 75. — Apsis- s. Apsis. 
— Fenster-, der Teil der Umfassung eines 
nicht von gradlinigem Sturze gedeckten Fen¬ 
sters, der über den Gewänden liegt. — Chor-, 
Triumph- (einfach »Bogen« 406,34): der 
Bogen, der den Ostgiebel des Schiffes trägt 
und im Inneren den Chor mit dem Schiffe 
verbindet. — Turm-, der entsprechende 
Bogen, der die Ostwand des Turmes trägt, 
wenn dessen Untergeschoss mit der Kirche in Verbindung ist. anfang, der Punkt, über dem die Gewände in den Bogen über¬ 
gehen. — -feld, der Raum unter dem 
Bogen über einer die Bogenanfänge ver¬ 
bindenden Linie oder dem auch etwa anders 
gestalteten Abschlüsse der darunter befind¬ 
lichen Oeffnung, in romanischen Portalen als 
»Tympanon« halbkreisförmig und oft mit 
bildlichen Darstellungen geziert Abb. 230. 
505. — -fries s. Fries. — -kranz 185, I, 
die den Bogen bildenden Steine (Bogensteine 436, 30). leibung, die innere gekrümmte Fläche eines Bogens. Bohlbrücke 60, 18. 61, 13, hölzerne Geh- oder 
Fahrbahn, zur Ermöglichung des Uebergangs 
auf morastigen Untergrund gelegt. Böller, kleine Kanone zum Freudenschiessen. Bollwerk s. Bastei. bombardista 3, 33 Stückgiesser. bombastisch 2, 304, 4 s. barock.
		

/Sponsorzy_051_07_0246.djvu

			174 Wörterbuch, bowmester—Deckel. bowmester 64, einer der Kirchgeschwornen. 
Bracteat, Blech-, Schüsselmünze, mittelalter¬ 
liche Münze aus dünnem Blech, gewöhnlich 
Silber, daher nur einseitig geprägt. Sie sind 
von den Giessern nicht selten verzierungs¬ 
weise angegossen, so besonders als Brust¬ 
warzen (2, 207, 2) bei den die Taufen 
stützenden Figuren; auch an Glocken. 
Brandgilde 3, 28, eine Brüderschaft zur ge¬ 
meinsamen Tragung von Brandschäden. 
bref 2, 93, Urkunde. Brenneisen S 131, Stempel zur Kennzeichnung 
der schweren Verbrecher. Brettertonne 2, 645, 16, aus Brettern herge¬ 
stelltes scheinbares Tonnengewölbe. 
Bretzelstil s. Barockstil. Breve 2, 551, 13, päpstliche Urkunde. Brokat, seidener Stoff mit gesticktem oder ge¬ 
webtem Muster. Brökeregister 3,35, Brüchebuch, Verzeichnung 
der auferlegten Geldstrafen. Bronze S118—20. 143, deutsch Erz. — Als 
-periode 60,12 bezeichnet man die Zeit, 
in der Waffen und Gerätschaften, wie man 
sie in Stein- und Hügelgräbern findet, vor¬ 
zugsweis aus Erz gefertigt wurden. — - taufe 
S 102 f. Brotseite, die nördliche Seite des Chores; die 
südliche heisst Kelchseite. Brüche Geldstrafe; daher Brtichprotokoll, 
-register 3, 6. 8. 11. 33. Brücken S 135. Brüderschaft S 82, Gilde, Congregation, Ka- 
land (s. d.): Vereinigungen von vorzugs- oder teilweise religiösem Charakter zu ge¬ 
selligen und geistlichen Zwecken. 
Brüggemannsche Schule: als ihr angehörig 
.kann man Werke bezeichnen wie den Mel- 
dorfer, Delver, Schwabstedter, Lecker, Gel- 
tinger Altar und andere Hauptwerke spä¬ 
tester Gotik. Brunnen S 117. 131. Brustschild S 117, die Spange, die den bischöf¬ 
lichen Mantel, das pluviale, vorne zusammen¬ 
hält. Bücher, Büchereien S 122 f. Buchbe¬ 
schläge S 117. Buchbeutei, Beutelbuch, Buch in beutelförmigem 
Einband, der dienet, um es zu schützen und 
bequem tragen zu können. Abb. 1514. 
Bückeberger Stein S 67. Buckel, rundliche, gewöhnlich ausgetriebene 
^Erhöhung auf Metallarbeiten, vgl. gebuckelt. 
Bühnen S 98 f. vgl. Emporen; bemalt S 124. — 
-stützen S98. 100. Bulle, eigentlich Siegelkapsel, dann die mit 
solcher versehene Urkunde, besonders eine 
päpstliche. Burg S 131—3. fried statt Bergfried: zum Bewohnen geeigneter Hauptturm; doch be¬ 
zeichnet es 2, 59, 31 offenbar fälschlich den 
grössten Treppenturm. busig (hoch-, schwach-), auch wol gebust 
sind die Gewölbfächer, die nicht in straffer 
Richtung die Räume zwischen den Rippen 
schliessen, sondern für sich mehr oder weniger 
rundlich, selbst kuppelartig, gestaltet sind. 
Sehr hochbusige Gewölbe (2, 71, 14) hat 
öfters die späteste Gotik; die Kappen er¬ 
scheinen dann wie von Backofen oder Zucker¬ 
hüten überstülpt. BÜSSersitz S 98, Sitz für die mit Kirchenstrafen 
Belegten. Büsten S 118.121. 128. Büsumer Gruppe von Erztaufen S 102. C: die mit diesem Buchstaben beginnenden 
Wörter sind sämtlich bei K eingereiht. Dach S 63, gebrochenes 183,4, auch franzö¬ 
sisches 261,35 Abb. 374. — Vgl. Pultdach, 
Querdach. — -deckung (Stoff) S67f. — 
-durchgang in einer Kirche im Dachge¬ 
schoss, besonders über dem Chorbogen, 531, 
26. (2, 7, 19.) — -erker S 134, -giebel 
Abb. 1455. — -nase, -kaupe, Kaupe 
S 134, Abb. 816. 1243. — -fries, -ge- 
sims: Fries, Gesims unter der Dach- (Trauf-) linie. geschoss, das Geschoss über den Dachbalken. — -reiter, -türm, Auf¬ 
reiter, gestaltet als Oberteil eines Turmes, 
den nicht ein vom Boden aufsteigender Turm¬ 
unterbau , sondern das Gebäude selbst, aus 
dessen Dache er entsteigt, trägt. Abb. 895. 
930. Er wird zum Giebelreiter, wenn 
er am Ende des Gebäudes an oder auf einem 
Giebel sitzt. — - zinke S 117, geschmiedete 
Zier eines Daches, gewöhnlich als Wind¬ 
fahnenträger S118. damasciert sind Goldgründe und Gewänder 
durch Aufträgen oder Eintiefen farbiger 
Musterung. Vgl. ausgeschabt. Dambret spielen 441, 30. Danebrog, die dänische Nationalfahne 149,24. 
558. Vgl. Labarum. Dänische ländliche Bauart S 133. — Turm 
S62. Darstellung Christi S 125.139. 
Daumenschrauben N. 11. S131. David-Joriten (Davidisten) 195, eine wieder- 
täuferische Sekte, Anhänger des David Joris- 
zoon aus Delft, geb. 1501, f 1556 zu Basel. Decan 356, 17. 2, 156, 7 Dechant: Diakon des 
Bischofs an der Stiftskirche. Beim Kaland 
der Vorsteher 455, 4; Dechanei dessen 
Wohnung 458, 45. Decke eines Altares S 122. Deckel über Taufsteinen, Kanzeln: Tauf¬ deckel sind bisweilen verschliessbar, und 
meist sind an den Taufsteinen noch die Ver¬ 
schlussvorrichtungen kenntlich. Nicht selten 
sind die Taufdeckel sehr hoch aufgebaut 
(Abb. 1513), ebenso die Kanzeldeckel (Abb. 
979). — -führung bei Rauchfässern wird
		

/Sponsorzy_051_07_0247.djvu

			Wörterbuch. Deckel — Drei Könige. 175 dadurch bewirkt, dass der Deckel an den 
Tragstangen auf- und niederläuft. Deckenbilder, -bemalung, -malerei be¬ 
findet sich an der Decke eines Raumes S 123. 
 geiänder 2, 176, 3 Druckf. für Docken¬ 
geländer. — Deckgesims, ein über die 
Wand vorspringendes, sie abdeckendes Ge¬ 
sims Abb. 1364. — -platte einer Säule, 
das oberste Glied des Knaufes, das unmittel¬ 
bar unter dem aufliegenden Balken (Archi- 
trav) liegt. Deckung der Dächer S 67 f. decorierte Säulen haben einen mit Ornament 
verzierten Schaft; Abb. 357. deeek 2, 487 Decke. deelen 2, 43 (Dielen) Hausplätze. Dekan s. v. a. Dechant. Delphin - Köpfe sind häufig in der Frühre¬ 
naissance zwischen Pflanzenornament ge¬ 
braucht 118, II; an Kronleuchtern ist öfters 
der untere Henkel aus 2 Delphingestalten 
gebildet (Delphinhenkel 133,44); auch sonst 
kommen Delphine an Kronleuchtern, selb¬ 
ständig in Reihen angebracht, oder als Teile 
von Lichtarmen (252, 13), vor. Früh-Ren.- 
Wandleuchter gehen oft in Delphinköpfe 
aus 166,9. — Spätgot.: Abb. 1204. Denkelbuch, ausführl. Rechnungsbuch 548, 33. Denkfahne 2,213. -mäler S 128. -steine, 
tafel S 126. Deutsches Band S 71 s. Band. Diagonairippen, die Kreuzrippen in einem sechs- 
oder achtteiligen Gewölbe. — -streben s. 
Strebepfeiler. Diele: Hausöhrn, Hausflur. Dienst, dünner, senkrecht aufsteigender Stab; 
er dient zur Gliederung der Pfeiler Abb. 890 
und Stützung einzelner Gewölbglieder, z. B. 
der Rippen, Schildbogen. Die stärkeren 
heissen alte, die schwächeren junge Dienste. Dingplatz S 135 f., -Stätte, Platz zur Ab¬ 
haltung der (Dorf-, Cent-, Gau-) Gerichte und Versammlungen. Vgl. Thing. stein 2, 66, 35, ein den Platz bezeichnender Stein, 
so auch Diriglinde. Diptych 565, 22, Altaraufsatz oder ähnliches 
Werk mit nur einem Flügel, also zweiteilig. Distel art iges , disteliges Ornament, -werk 
s. Barock. Spätgotisches Distel werk Abb. 
762. Zu 2, 646. Ditmarsischer Ritter 2, 463, 39, der nach Be¬ 
siegung Ditmarschens von den Landesherren 
ins Wappen aufgenommene Ritter vgl. Abb. 
1185. Dockes. Candelaber. n r e i h e, oft, besonders in der Barockzeit, zur Herstellung von durch¬ 
brochenen Friesen u. dgl. verwandt; auch 
-galerie, -geiänder, -Stellung. — In 
der Goldschmiedekunst 10I, 15- Dohm (dän. dom) richterl. Erkenntnis. Dom, Domkirche: bischöfliche Hauptkirche, ge- 
wissermassen Pfarrkirche des ganzen Sprengels. — -curie, Behausung eines Domherren (canonicus) 2, 332, 6. kapitels. Kapitel. — -kloster, mit dem Dome verbundenes 
Kloster S 81. 2, 330. Dominikanerorden, Predigerorden, fratres prae- 
dicatores, schwarze Brüder, ein Bettelorden, 
1215 gestiftet. dona Spiritus 110, 43: Weisheit, Verstand, Rat, 
Stärke, Wissenschaft, Gottseligkeit, Furcht 
Gottes. Donnerbesen S 70. 161. Abb. 792, ein der heid¬ 
nischen Zeit entstammendes Zeichen, in 
neuerer Zeit sehr oft in die Form der Wind¬ 
mühle umgebildet Abb. 1417. Sein Platz 
beiderseits neben dem grossen Haustore. dope (lat. fons), Taufe, bedeutet im Nieder¬ 
deutschen sowol Taufstein, als Metall- und 
Holztaufe. Doppeladler, Reichsadler, häufig Krönung von 
Kronleuchtern, oft auf Lübecker Herkunft 
weisend. — -blende 139,3, Blendenpaar, 
dessen Bogen mitten auf einem Kragstein 
aufsitzen Abb. 1109. — -bogenfries S 72 
s. Fries. — -flügel: Altarschreine haben 
oft noch 2 Aussenflügel (also 4), die jedoch 
nur Bilder tragen (oder trugen, denn meist 
sind sie verloren). — -dach, Paralleldächer 
Abb. 1074. — -joch s. gebundener Grdr. — -haus 2,232,21 hat einheitliche Stirn¬ 
seite, zerfällt aber in 2 ganz selbständige 
Wohnungen nebeneinander. — -kloster 
enthält Mönche und Nonnen, vgl. Bene- 
dictiner. — - orgel, - werk besteht aus dem 
vorn stehenden Rückpositiv Abb. 141. 
742 und dem höheren Hauptpositiv oder 
Hauptwerk; der Orgeler sitzt zwischen beiden, 
dem Hauptwerke zugewandt. — -wulst s. 
Abb. 466. Dorfbefestigungen S 130. Dorisch s. Capital. Dose S116, auch wol Ciborium genannt: 
Oblatengefäss Abb. 789. Drache S 160 vgl. Lindwurm. Dramatische Aufführungen S 138. Drehflügel des Altares: bewegliche Flügel, mit 
denen der Schrein geschlossen werden kann 
473, 11. — -kreuz, Driller Abb. 1027. Dreiecksabdeckung, -entlastung (s. d.), 
-bogen S74. Abb. 865. 1495. — -äuge 
2, 176, 18, nach dürftiger protestantischer 
Symbolik Bild der Vorsehung. Dreieinigkeit S 125. 138. Dreierfenster S 7s, Dreieinigkeits(-faltigkeits-) 
fenster, Gruppe von 3 Fenstern, deren 
mittelstes höher ist. Abb. 860. — -mu¬ 
scheln, gedreite Muscheln 71,18, eine 
Vereinigung von 3 Muscheln, welche oft 
bei reicheren Leuchtern statt der einfachen 
Schalen, Rosetten oder Muscheln dient. Drei Könige S 139. — Dreikopf S 138 s. 2, 
95. — Dreilichtiges Fenster, durch Pfosten 
in 3 Lichter (s. d.) geteilt Abb. 521. 848.
		

/Sponsorzy_051_07_0248.djvu

			Wörterbuch. Drei Könige — Einsprung. 176 — -pass s. Pass. — -schiffige Kirchen 
S 60. — -seitig schliessend: der Grundriss 
ist östlich nicht rechteckig, sondern in 3 
Seiten des Acht - seltener Sechseckes oder 
eines unregelmässigen Vieleckes geschlossen. sitz S 98, drei Sitze an der Epistelseite in der Nähe des Altares, bestimmt für den 
Priester (Bischof, Abt) und seine beiden 
Diakonen. Dreiviertel-kugeln, Säulen, Rundstäbe treten 
nur mit 3/4 des Umfanges frei vor. Driller S 117. Abb. 1027. St. D rotten, Dreifaltigkeit. durchbrochene Arbeit 243, 1 : hier sind die Dar¬ 
stellungen so hindurchgearbeitet, dass statt 
der Gründe Oeffnungen erscheinen. durchlaufendes Dach Abb. 553. 1042. Ourchsteckarbeit Abb. 1027 , Schmiedearbeit, 
gewöhnlich in Rundeisen, wobei bei den 
Durchschneidungen sich stets der eine Stab 
durch ein Loch des anderen hindurchzieht. Durchzug s. Unterzug. Dvle 2,313, 17, Leichentuch. Ebbingmannen, eine Kluft (vgl. Wittingmannen) 
der Ditmarschen. eeee homo S 125. 140. eeelesia deserta 472, wüste, verlassene Kirche, 
Kirche ohne Gemeinde; Platz einer früheren 
Kirche. Eck. Eine regelmässige Figur liegt über einer 
anderen über Eck (vgl. d.), wenn ihre 
Ecken über die Mitten der Seiten der unteren 
kommen. Vgl. Abb. 106. — Eckblatt, 
-base, -fussu. dergl. Die spätromanischen 
Säulenfüsse pflegen über den Ecken der Fuss- 
platte Blätter, Knollen, Köpfe und ähnliche 
Gebilde zur Vermittelung des Ueberganges 
zu haben Abb. 630. 849. Auch Taufstein¬ 
sockel haben oft Eckköpfe (Abb. 631) ; so 
auch bisweilen die Sockel der Gebäude selber S 71. Abb. 642. bastei, bollwerks. Bastei. — -candelaber, an den Ecken 
angebrachter Candelaber 43, 18. — -ein- 
sprünge, besonders im Chore, die gewöhn¬ 
lich rechteckigen Einsprünge in den Ecken, 
welche die Schildbogen, oft auch die Rippen, 
zu tragen haben, Abb. 75* — -glieder 
sind sowol die Eckeinsprünge als auch jede 
andere in den Ecken befindliche oder das 
Gewölbe zu tragen bestimmte Gliederung. herme s. Abb. 1450. knaggen s. Abb. 813. — -knollen, -köpfe s. Eck¬ 
blätter. — -ko p f base , Sockel mit Eckkopf 
328,32. — -kröpfe, die Verkröpfungen an 
den Ecken, z. B. der Kanzeln, vgl. Abb. 
1661. 1679. — -lisene s. Lisene. Obe¬ lisken stehen in Abb. 979 über den Ecken 
des Kanzeldeckels. — -säulen s. Abb. 555. 
1098. — -säulchen (Gewändsäulchen) in 
romanischen Fenstern ins Gewände eingefügt 
400,3. — -schrank, -Schrein, Hörn- 
schapp, Hörnschrank, hat seinen Platz in der Ecke, oder ist dafür eingerichtet 18, 24. 143. 
 Statuen an Kanzeln S 96. Abb. 1619. — - stück eines Gesimses, der Uber der Ecke 
liegende Teil, der nach 2 Seiten hin die 
Gliederung zeigen und im Ziegelbau als be¬ 
sonderer Formstein hergerichtet werden muss 
187, 38. Edelsteine S 113. efterfölgere 3, 34, Nachfolger (dänisch), 
ehern S 118—20. 143: aus Erz, s. Bronze. 
Ehewappen (Allianzwappen): vereinigte Wappen 
des Mannes und der Frau. Eichenholz S 138. Eiderstedter Kanzeln S94. Eierstab, ein Viertelstab oder ähnliches Glied, 
das wie mit halben Eiern oder »Beulen« be¬ 
setzt erscheint. Die Räume dazwischen sind 
mannigfach mit Eierschalen, Blättern u. dergl. 
verziert. Am häufigsten kommt der Eier¬ 
stab vor unter dem Gesims (Abb. 305), doch 
auch sonst (an einem Kelche 334, 26, als 
Hauptglied eines Rahmens 200, 13). 
eiförmig vergl. straff. Einbaum 2, 87, 19: ein Kasten aus einem Baum 
gehöhlt. einfachster Grundriss S 54. 59 s. Grundriss, 
eingebauter Turm s. friesischer Turm. Einge¬ 
baut sind auch viele andere Türme, so in 
Abb. 832. eingeblendet 110,4 ist eine Zeichnung (Kreuz, 
Fenster, Bogen u. s. v%), wenn sie blind ist 
(vergl. auch Blende) Abb. 909. 
eingedrillt 266, 7, eingebohrt (mit dem Drill¬ 
bohrer) . eingegründet 14, 34 = ausgegründet, 
eingelegte Arbeit = Einlagearbeit, 
eingetreppt s. v. a. ausgetreppt, s. ausgekantet. — Portal: ein Portal, dessen Gewände aus¬ 
getreppt sind 522, 16. — Giebel 2t8, 6: Giebel, der nicht breit genug ausgreift, das 
Gesims ganz zu überdecken, vergl. Abb. 1401. Einguss einer Altarplatte s. Piscin. Einhorn S160, fabelhaftes Tier; Sinnbild der 
Keuschheit und Jungfräulichkeit. 
Einlagearbeit, Intarsiaarbeit Abb. 121. 1254 
vergl. Auflagearbeit. — Das Eingelegte: 
die Einlage 200, 6. Einritzarbeit 2,402, 17 giebt eine Zeichnung 
nur in eingeritzten Linien, 
einschiffig ist ein länglicher gewölbter Raum, 
wenn seine Decke nicht durch freie Stützen 
getragen wird. Abb. 847. Einsprung s. Eckeinsprung. — in der Fase 
198, 41: ein Rücksprung (Falz) in der Schrägen, welche statt einer Kante erscheint; 
254, 40 s. v. als Wandvorsprung, Wandver¬ 
stärkung, Wandvorlage. — des Schild-(Gurt-) 
bogens: der Einsprung, auf welchem der 
betr. Bogen ruht. — halbkreuzförmiger 
E. an den Wänden 324, 32 = Vorlage, 
Wandpfeiler von halber Kreuzform im Grund¬ 
riss.— Rechteckig ein springen d e s
		

/Sponsorzy_051_07_0249.djvu

			Wörterbuch. Einsprung — Falkonetten 177 Portal 312, 39: Portal, dessen Gewände einen 
rechteckigen Rücksprung haben oder hinter 
einem solchen liegen. Einstöckig; nur in einem Geschosse aufgebaut. Eintreppung 355, 20 s. v. a. Abtreppung, Aus- 
treppung; s. ausgekantet. Einviertel s. Viertel. Eisenarbeiten Sii7f. — Leuchter S 108. 113. Elemente, allegorisch dargestellt 2, 160, 2. Elen, Elch S 160, Elend, Christus im — (Schmerzensmann) S 141. 
Abb. 1546. 1614. Elendengilde (2, 20, 16) : viele Gilden hatten 
nebenbei oder hauptsächlich den Zweck, ein 
Armenhaus zu errichten oder zu unterstützen 
oder ähnliche gute Thaten zu üben. Daher 
wird der Name kommen. Elfenbeinschnitzwerk S 121. Elle s. Fuss. Email S117 s. Schmelzarbeit. Emmaus, Gang dahin S 147. Empirestil: der Stil, der zu Napoleons I. Zeit 
und noch etwas länger herrschte und sich 
durch unverständige und trockene Nach¬ 
ahmung antiker Formen und durch gesuchte 
Einfachheit und Dürftigkeit, als Rückschlag 
nach den Ausschweifungen der Zopfzeit, kenn¬ 
zeichnet. Der Stil der Biedermeier ist 
auf diesen gefolgt. Vgl. Band z. E. Empore S79. gBf.: Bühne von Säulen oder Pfeilern 
getragen oder zwischen solchen angebracht. 
Gewöhnlich ist die Decke unter ihnen flach, 
bisweilen aber auch gewölbt. — Nonnen¬ 
empore S 79. —abseite ist eine Abseite, welche Emporen enthält, von diesen einge¬ 
nommen ist 2, 503, 17. Emporenbilder S 124. Emporstuhl 107,6, ein über Stützen erhöht 
angebrachtes Gestühl. Endpass eines Kreuzes s. Pass. Abb. zu 2, 444. 
— -zarge, die am Ende des Gestühls 
stehende Zarge, Wange 2,31,32. engbrüstig: in seinem Hauptteile schmal im 
Verhältnis zur Höhe 2, 18. Engel S 138. Engländer S 54 vergl. Angli. Englischer Gruss S 148. Entlasten: die Decke einer Oeffhung durch eine 
besondere Ueberdeckung vor zu schwerem 
Drucke schützen 153, 15. Abb. 1598. Wenn, 
wie gewöhnlich, die eigentlichen Öffnungs¬ 
gewände schmaler sind, so erscheint diese 
Entlastung als Blendbogen, Abb. 865, vergl. 
Dreiecksentlastung. Epistelseite, Kelchseite : Südseite des Chores. Epitaph (Mz. —e oder —ien) S 127—29, eigent¬ 
lich »das auf dem Grabe«, also Grabmal. 
Man versteht hier darunter fast stets Wand¬ 
denkmäler S 128 (Wandepitaph, Wand¬ 
grab) zu Ehren einer oder mehrerer Personen 
nach dem Tode, oft auch schon zu Lebzeiten 
aller oder einzelner, wo dann manches an der 
Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III Inschrift nachgetragen werden muss, errichtet 
oder angehängt. Doch heisst hier öfters Epi¬ 
taph selbst eine einfache Gedenktafel 
(als 2, 494) zur Erinnerung an ein Ereignis, 
oder auch ein Denkgedicht. Abb. 140S. 2, 
307, 4. Vergl. Bildepitaph. Epitaphbilder S 162. Erdheuer, 3,48 Grundheuer, Grundmiete. ergastulum 187, 18, Arbeitshaus, Sträflingshaus. Erker S134, eigentlich überbauter, abge¬ 
schlossener , über die Aussemvand des Ge¬ 
bäudes ausgekragter, seltener von unten auf¬ 
steigender, nach vorn und den Seiten Ausblick 
gewährender Ausbau. Abb. 2. 1240. 1595 ff. Eroten, Liebesgötter 90,26. 2, 124,4. Ersatz für Stein S 68. erwachsen (Rippen) 13,40 vergl. auskragen. Erz (Bronze) : Kupfer mit Zinnbeimischung. — 
-arbeiten s. Gussarbeiten S118. — -cru- 
cifix S 143. — -einlage in Stein S 128. 
— - taufe S 102f.: eherne (bronzene) Taufe, 
Taufgrapen, Taufkessel, Tauffass, hie und 
da auch Taufglocke genannt. — -Stift, erz- 
bischöfliches Stift. Eschung 3, 14, Heischung, Vorladung. Eselsrücken: geschweifter Spitzbogen der Spät¬ 
gotik. Abb. 70. 596. 1563. — -Überhänge 
48, 9, Ueberhänge , die mit E. besetzt oder 
verziert sind, oder bei denen E. den Haupt¬ 
teil ausmachen. — -form der Kelchfuss- 
seiten 2, 672, 42. Abb. 381. Eulenloch 2, 119,4. 224,6. Evangeüenbücher S123. Evangelisten Sl50ff.; — -Zeichen S151: 
Engel, Löwe, Stier, Adler. Ewige Lampe S 117. —■ Ewiglicht S 106. Eydervere 58, 39, Eiderfähre. fabrica: der Bau 2, 582. Facetten, kleine schräge Flächen, wie sie zu¬ 
nächst die geschliffenen Edelsteine zeigen, 
vergl. Abb. 1384 a. Fach 2,3,7: im Fachwerkbau die zwischen dem 
Holzwerk liegenden, zu vermauernden oder 
sonst zu füllenden Flächen. — 480, 18: ein 
Fachwerkhaus hat ein Fach mehr, als es 
zwischen den Enden Ständer, bezw. im Dache 
Sparren hat. — im Rippengewölbe: die 
Räume zwischen den Rippen. Fachwerkbau, -häuser S 66. 131fr. Unter 
Holzkirchen (Holzbauten) sind meist ein¬ 
fach Fachwerkbauten zu verstehen 2, 501, 14. Fächerornament dient in der Spät-Ren. als be¬ 
liebte Bogenfeldfüllung (Abb. zu 254) und 
als Verzierung der Fachwerkhäuser. Abb. 
811. 814. 1427a. Faden 2,419, 15 sechs Fuss hamburgisch. Fahne S 136, vgl. Denkfahne, Prozessionsfahne, 
Leichenfahne, Totenfahne. Falke S 160. Falkonetten, Falkaunen (falcones 2, 447) eine 
Art von kleineren Feuergeschützen 58, 35, 
von Feldschlangen nicht wol zu unterscheiden. 12
		

/Sponsorzy_051_07_0250.djvu

			178 Wörterbuch. Fältelgewand — Flachtonnendecke. Fältelgewand 2, 639, 5, gefälteltes Gewand. Faltenkapitäl s 80. Falz, eine gewöhnlich rechtwinklige (spitzwinklig 
Abb. 58) Rinne, welche an Stelle einer Kante 
tritt (Auskantung), doch auch als Einsprung 
in schrägen Flächen (Fasen) vorkommt. Ein 
»ausgekanteter«, ein »mit Falz versehener« 
Bogen kann auch vielfach als ein »mit einem 
Blendbogen umgebener« Bogen bezeichnet 
werden. So besonders in der Umrahmung 
der Dreierfenster. Familie, hl., S 125. — Familienbilder S 162. Fangelturm, Treppenturm zu Petersdorf 2, 91, 
24; nach Otte heissen an der Ostseeküste die 
Warttürme so. fanum, Heiligtum, Tempel 223,15. Färbung und Bemalung S 123—6. Faschine, Reisiggeflecht, Hürde 2, 226, 12. Fase = Abschrägung einer Kante; gefasti = 
abgeschrägt. Gefast ist ein Balken, Türe, 
Fenster, wenn die Kanten weggeschrägt sind. Fassade, Schauseite eines Gebäudes, auch z. B. 
einer Orgel 229, 16. Fayence S68. 116. 121, Steingut, Thongeschirr 
mit weisser Glasur überzogen. — -ofen, 
Ofen aus solchem Stoffe hergestellt, so 183, 
23- Feld 2, 5, n = Fach eines Fachwerkhauses. — 
Portalfeld = Bogenfeld. — Felder der 
Kanzel, die Flächen der Seiten zwischen der 
Gliederung der Kanten, des Sockels und des 
Frieses. decke, in Felder geteilte Decke 2, 17,40. 632, 14, vgl. Kassettendecke. — 
-kreuz S 121. — -schlänge s. Falkaune. stein, auch »Fels« (Felsenmauer 2, 226, 6), wird in Schlesw.-Holst. der als Findling 
fast allenthalben ausser in der Marsch vor¬ 
kommende nordische Granit (gewöhnlich 
Syenit) genannt. — -steinbau S 54' 65. 
Vgl. »Verband«. Fenster S75f. 273, 14 s. v. a. Fensterscheibe. 
Die Knäufe gotischer Kelche sind gewöhn¬ 
lich mit blinden oder offenen Fenstern ver¬ 
ziert. — -blende, eine Blende von Form 
und Aussehen eines Fensters 96, 39. — 
-bogen, der Bogen, welcher das Fenster 
deckt 44, 18. — -entlastungsbogen s. 
entlasten. — -ge wände s. Bogen. — 
-leibung s. Leibung. — -lucht 264, 7, 
die Verglasung eines Fensters. — -paare 
(rom. u. Uebergangsstil) S 75. — -profil, 
die Gliederung der Fensterumgebung, insbe¬ 
sondere der Gewände. — -sohle = Sohl¬ 
bank s. d. — -Stäbe, die die Lichter des 
F. von einander scheidenden Pfosten. — 
-stürz s. Sturz. feria, Wochentag. ferreae quinquipedae, eine Art Geschütze, 5 
Fuss lang, aus Eisen. Festungen, feste Plätze S 129h Feuerkorb S118. gabel S135. —--luke 3, 21. Fiale, Ziertürmchen (Abb. 332. 596. 599. 1535) 
in durchgebildeten hochgotischen Bauten den 
Abschluss der Strebepfeiler bildend. In der 
schlesw.-holst. Baukunst haben sie keinen 
Platz (s. Gotik), finden sich aber am Gestühl 
und an Altären oft gebraucht; auch gebogen 
20°, 35 1 und ihre Gestalt lebt in den An¬ 
fängen der Ren. noch fort; bes. in Gestühlen 
381, 3. Abb. 1163. Fibel, fibula, Spange zum Heften der Gewänder 
139,9- Fides, Glaube, s. Haupttugenden. Figurenornament 140,45, figürliche Stuccatur, 
figürliche Bemalung, Ornament und andere 
Darstellungen, in denen Figürliches vor¬ 
kommt. Filiale (= Tochterkirche) 220, 36. 420, 10 
Kirche mit eigenem Kirchspiel, aber ohne 
eigenen Geistlichen und unter dem einer 
anderen Kirche (der Mutterkirche) stehend. Filigranarbeit S 116: Edelmetallarbeit, bei welcher feiner Draht den Stoff der Ver¬ 
zierungen bildet. Finstern Stern, Kapelle zum 183. 158,2; 
Name entstanden aus finis terrae ? First des Daches, die Linie, in der sich die 
Dachflächen eines Satteldaches schneiden. Firstwalmdach, ein Satteldach, dessen beide 
Enden abgewalmt sind (Abb. 535)- Gie 
Richtung der First folgt gewöhnlich der Achse 
des Gebäudes (O.-W.); bisweilen weicht sie 
ab (N.-S.). Fisch, goldener S 117. Fischblase, eine im Masswerk der Spätgotik 
vorherrschende Figur, in Abb. 1204. 1524. 
1535; zu 2, 138. In Schlesw.-Holst. ist sie 
im Ganzen weit seltener und bescheidener 
aufgetreten als anderswo; in der Baukunst 
fehlte es dem Backsteinbau an Gelegenheit 
zur Anwendung, und die Holzschneidekunst 
griff lieber zu dem leichten und schwung¬ 
haften Laubwerk. Am häufigsten finden sich 
F. gebraucht in Masswerkfriesen, die an 
Altaraufsätzen Quergliederungen bilden. Fischgrätenverband s. ährenförmig. Fischmann (Wassermann), männliche Figur, 
deren Unterteil in einen Fisch ausläuft 260, 
42. — -engel, ein so gebildeter Engel. fl. rh. = Gulden rheinisch 1, 714 Mark. flachbogig: in flacher gedrückter Linie ge¬ 
sprengter Bogen 68, 24. 443, 9; flachspitz 
310, 37: ein sehr gedrückter Spitzbogen. Flachornament der Ren. Abb. 190 t. 1384. 
1461. 1609. Gegensatz: Reliefornament. Flachrelief 419,14, flaches Relief 316, 7 (Gegen¬ 
satz: hohes Relief, runde oder fast runde Ar¬ 
beit) : erhabene Arbeit von geringer Erhebung 
des Einzelnen über den Grund. flachrundbogig s. flachbogig. Flachtonnendecke: Decke mit einem flachrund- 
bogigen Tonnengewölbe 1,2,15.
		

/Sponsorzy_051_07_0251.djvu

			Wörterbuch, flachwulstig— Fronleichnamsbrüderschaft. 179 flachwuistiger Kämpfer, Kämpfer von der Ge¬ 
stalt eines breiten gedrückten Wulstes. — 
-würfelig, von der Gestalt eines breitge- 
drückten Würfels 382, 38. Flaggen statt Glocken S 118. Flamänder, Vlämen 532,14. 548, 25. Flanken einer Bastei: ihre beiden mit den 
nächsten Curtinen einspringende Winkel bil¬ 
denden Seiten. flankieren 61: von der Seite nehmen oder be¬ 
streichen. Flattertuch 2, 81, 2. 228, 42 s. ausschwingen. Flecken S 130. Fleet: künstlicher Wasserlauf. Fleischschrange s. Schrange. Flensburger Art von Kanzeln S 95. Flesche 2, 458, 8 , fleche , ein Aussenwerk in 
Form eines hinten offenen Winkels. Fliesen S68. 122, Plättchen zum Boden- oder 
Wandbelag. Abb. 1216. floyers, Flügeltüren 273, 36 vgl. 509, 25. Flucht, gerade fortlaufende Fläche oder Linie. Flügel, abgesonderter, doch einen Teil des Grund¬ 
risses ausmachender Teil eines Gebäudes, 
Schlosses (31, 9), Hauses (161, 17) ; Wohn- 
flügel: der zum Wohnen bestimmte F. (169,28); Flügel einer Kirche (418,27): 
jeder Kreuzarm. — Altarflügel, Flügel¬ 
schrein, -werk, -altar s. Altarschrein. 
In nachgotischen Altären sind die Flügel 
meist unbeweglich, bisweilen gross und kühn 
ausgebildet; auch wol durchbrochen (181,2). 
In gotischen Altären haben auch die Staffeln 
bisweilen Flügel. Flügelaufsätze, die Aufsätze über den Flügeln. 
Abb. 1511. — -türe, eine durch 2 mitten 
zusammentreffende Flügel verschliessbare 
Türe. Flurnamen 60, 20, Namen der einzelnen Feld¬ 
lagen innerhalb einer Gemarkung. Folgen von Darstellungen aus der heil. Ge¬ 
schichte S 159. Folterwerkzeug S 131. fons, Quell, Brunnen, Taufbrunnen, Taufe 
356. 2, 77. Formsteine S 69, gebrannte Steine, welche ihre 
von der gewöhnlichen abweichende Gestalt 
vor dem Brande erhalten haben. Ihre Her¬ 
stellung ward nicht überall betrieben. 390, 45. 
Abb. 854. Kunstvolle Stücke nennt man auch 
Terracotten (s. d.). Franciskaner S81, ordo fratrum minorum de 
observantia 458, Minoriten 564, Graue Brüder 
vom heil. Franciscus 1208 gestiftet, der ver¬ 
breitetste Bettelorden. Mit ihm kam die 
Gotik ins Land. Graf Adolf IV. unterstützte 
ihn in aller Weise (2, 2, 33). Französisches Dach s. Dach, gebrochenes. fratres minores: Franziskaner, Minderbrüder. Fratzen sind beliebt als Verzierung in der Spät¬ 
gotik und besonders im Barock. Frauenchor 2, 479, 1 s. v. a. Nonnenchor. Frauenstuhl, das für die Frauen der Gemeinde 
bestimmte Gestühl 38. 265, 43. Die jetzt 
fast überall eingerissene käufliche Verteilung 
der Kirchenstände unter die Familien ent¬ 
stammt erst neuerer Zeit. Fraumettenhof 438, 19, wol ein Hof, der einer 
Stiftung für Messen zu Ehren U. L. Fr. ge¬ 
hörte . frbar. frühbarock. — frg. frühgotisch. frei sind Säulen, Ornamente, Figuren, Laub¬ 
werk u. s. w., wenn sie sich von benachbarten 
Gegenständen oder vom Hintergründe ganz 
lösen. „freie Behandlung“, ungebundene, von Vor¬ 
gängern oder Vorurteilen unabhängige Be¬ 
handlung. Freigrab S 128. Freihof s. Asyl; gefriedet. Bei jedem Kloster 
befindet sich ein Freihof als Zufluchtsort. In 
Schleswig - Holstein ist der Name nur zu 
Schleswig nachzuweisen 2,305,41. Freimaler 3, 18 brauchen keiner Zunft anzu¬ 
gehören. Freitagsglocke S120. Freitreppe 2,21,6. 357,24 eine Treppe, die 
im Freien an, nicht in dem Gebäude liegt, 
zu dem der Aufgang führt. Fresken, eigentlich: in den frischen Kalk¬ 
bewurf (al fresco) gemalte Bilder; gewöhnlich 
versteht man alle Malereien auf dem rohen 
Kalkgrunde darunter. Fries S 72 jedes streifenartige Feld, nebst dessen 
Verzierung; vorzugsweise der über dem Archi- 
trav und unter dem Gesimse herlaufende 
Streif im Gebälke der Ren.-Werke, s. 
Abb. 555. Leerer glatter Fries 439, 38. 
Spätere Ren.- und Barock-Werke haben oft 
einen gerundeten Fries am Sockel („rundes 
Sockelglied“) Abb. 416. 426. —durchbrochen 
86,5. ■— Kinder- mit Kinder - Darstel¬ 
lungen geschmückter 142, 43. — Jagd- 
Abb. 213. — Hirsch- an vielen Tauf¬ 
schüsseln S 104. — Consolen- s. d. — 
Rundbogen- Abb. 834. — Doppel¬ 
bogen- (aus sich schneidenden Rundbogen) 
Abb. 366. — Rauten -s. d. — Spitzbogen- 
Abb. 1501. — Trepp en- s. d. —- Fries aus 
Vierpässen 347, 1, aus Dreiecken oder 
Dreipässen Abb. 521, aus Fischblasen- 
masswerk s. d. — Winkel- s. d. Friesische ländliche Bauart S 133. — Apostel¬ 
reihe S 150. — Kanzel S 95. — Turm S 63. 
Särge S 126. — Taufstein S 102. Friesland: hier Nord- oder Klein-Friesland. Fronerei 1, 18 s. v. a. Fronfeste (552, 18), 
öffentliches Gefängnis. Fronleichnamsbrüderschaft. Für die Verehrung 
der heil. Hostie (corpus Christi) ist das Fron¬ 
leichnamsfest 13 n allgemein angeordnet; die 12
		

/Sponsorzy_051_07_0252.djvu

			i8o W örterbuch. F ronleichnamsbrüderschaft — gegurtet. meisten Fr.-Kapellen (262, 16) stammen da¬ 
her aus dem 14. Jahrh. Frontale S 69 s. Altarvorsatz. Fruchtgehänge, Ornament, schnüre, — -werk, beliebte Verzierung der Spät- 
Ren. und des Barock. Frühmesse 170, 37 eine in der Frühe abzu¬ 
haltende Messe. — -lehn 2, 424, 33 eine 
zur Abhaltung von Frühmetten gestiftete 
Vicarie. Fuge s. Stossfuge, Lagerfuge. fuir morseil N. 17 Feuermörser. Füllholz, Füllbrett, Füllbalken deckt oder 
füllt die Zwischenräume zwischen den Balken¬ 
köpfen über dem Rahmholz des unteren, und 
unter der Schwelle des oberen Geschosses. Füllung eine rings von einem Rahmen einge¬ 
fasste Fläche. Die Ren.-Kanzeln haben in 
der Regel drei Füllungen über einander, 
deren eine (Unterf.) dem Sockelteil, die 
zweite grössere (Hauptf.) dem Mittelteil, die 
dritte (Oberf.), bisweilen nur als ein glatter 
Fries behandelt, dem Oberteile angehört. 
Abb. 287. 494. Z11254. sbilder S123L Füllwerk, GusswerkS 65. 125,20. 174,3. 280, 
27- 339- 6. 390, 37. 391 Anm. vgl. 493, 
25: Mauerwerk im Inneren aus Füllmund: 
Guss, Mörtel, schlechten Steinen, was alles 
zwischen die Häupter, die gemauerte Aussen- 
und Innenschicht gegossen, und gestopft wird. 
Vgl. Verband. In der Kirche zu Burg a. F. 
sind sogar die Pfeilerkerne im Ostteile aus 
Füllwerk. furnierte Holzarbeit ist mit dünnen Holzplätt¬ 
chen belegt oder überlegt. fusor ollarum 3, 38, Aulengiesser, Grapengeter. FUSS s. Hamburger. — Fussbodenbelag S 68. 122, vgl. Fliesen. crucifix, Fuss- kreuz, das auf dem Fusse des Kelches, ge¬ 
wöhnlich unter der Stelle, wo der Priester 
den Mund anzusetzen hat, angebrachte kleine 
Crucifix. Abb. 16. 953. Statt der F. dienen 
auch oft die (auf den Patenen fast allgemein angebrachten) Signakel. gesimsN.15: Fusssockel, oder auch nur Scheuerleiste. — 
-platte eines Taufsteines: eine unter dem 
Fusse liegende (Abb. 773) oder wie bei Kel¬ 
chen (Abb. zu 2, 112) das unterste Glied des 
Fusses bildende Platte, s. auf Abb. 16. Ähn¬ 
lich an Leuchtern. — -Schemel s. Schemel. 
— -Schilde: die Schilde (s. d.) am Fusse 
des Taufsteines, wenn dieser die Form eines 
Würfel-Kapitals oder eine ähnliche hat. — 
-signakel: Signakel statt Fusscrucifixes auf 
dem Fusse des Kelches angebracht. — 
-Waschung S 140. Galerie (eigentlich deutsches Wort: Wallerei) 
4, 5 ist eine Empore, die einen Umgang 
bildet. gamaghen 20. Vielleicht etwa hd. »Gemagen«, 
von mögen, d. i. können, also die Ange¬ 
sehenen, Hochmögenden. Gant 2, 179, 8 gerichtlicher Verkauf. Gartenanlagen S 135. Garwekammer S64, Gerwekammer (= Gewand¬ 
kammer), so heisst hier die Sacristei. Gasthaus = Hospital, Spital, Armenhaus. Gebälk: die über den Säulen- oder Pilaster- 
kapitälen befindlichen Teile, deren Hauptteil 
der Architrav (s. d.) ist. Der daran befind¬ 
liche Fries: Gebälkfries. gebaucht vgl. bauchig. Gebläse einer Orgel, Gebläsekasten, Gebläse¬ 
verschlag : die Vorrichtung zur Schaffung des 
Windes. gebrochenes Dach s. Dach. — Giebel ein 
Giebel, dessen Flügel in der Mitte aussetzen 
(ähnl. Abb. 1102). GebÜCk S 129. Ein G. ist ein aus gebogenen 
oder geknickten jSträuchern und jungen 
Bäumen gebildetes Dickicht, das in langem 
Zuge angelegt als Annäherungshindernis 
dient. gebuckelt s. Buckel. — Kelchfuss Abb. zu 
2, 114. gebundener Grundriss: der durch die rund- 
bogige Einwölbungsart des romanischen Stils 
bedingte Grundriss, nach dem die Joche 
quadratisch sind, und auf ein Joch des Haupt¬ 
schiffes zwei des Nebenschiffes (Doppeljoch) 
kommen. Vgl. Abb. 179. — Stil 451, 3 in 
der späten Gotik: der Stil der Spätgotik, wo 
sich noch nicht die Einwirkung des Realismus 
im Streben nach lebenswahrer Darstellung 
kennzeichnet. Geburt Jesu S 138. Gedenktafel s. Epitaph S 126.— - fahne S 136. gedreit: zu dreien vereinigt (Muscheln, Fenster, 
vgl. Dreierfenster). Geest. Nach dem Begriffe der Marschbewohner 
ist alles Geest, was nicht Marsch, d. h. zu¬ 
sammenhängender ebener, den Einflüssen des 
Meeres oder Stromes unterworfener, stein- und 
kiesloser Dammboden ist. In Ditmarschen 
und im Hamburgischen wird auch wirklich 
alles Land in die zwei Teile geteilt, und es 
ist Geest alles nicht Angeschwemmte. Gefälle 123, 22 Einkünfte, regelmässige Ab¬ 
gaben. gefältelt (Gewand) in viele, etwas kleinliche, 
gleichlaufende Falten gelegt. Gefangennahme Jesu S 140. Gefässe, hl. S 113/7. gefast s. Fase. gefriedet 55 Anm. unter öffentlichen Schutz 
gestellt und vor Feindseligkeiten gesichert. Gegenbild 2, 14, 27 Antitypus; vgl. Typus. gegliedert: mit der Bestimmung des Gegen¬ 
standes entsprechenden und sie hervor¬ 
hebenden Gliedern (s. d.) versehen. So 
Pfeiler 13,20; Fensterwandungen 106,21; 
Giebel 108, 21; Leuchter 372, 10. gegurtet 2, 144, 41 mit Gurtbogen versehen.
		

/Sponsorzy_051_07_0253.djvu

			Wörterbuch. gegürtet — Geschoss. 181 gegürtet sind Säulen oder Rundstäbe, die an I 
bedeutungsvoller Stelle von einem Rundstabe 
oder einem ähnlichen Gliede (Wirtel, s. d.) 
umfasst sind. gehäuftes Gesimse verwendet die Glieder in 
übertriebener Zahl und Weise 315, 17. Abb. 
1313. Besonders gehäuft ist öfters die Bil¬ 
dung von Hermen s. Abb. 1098. Gehäuse eines Altars: die etwaige feste Um¬ 
fassung des Aufsatzes 417, 2; vgl. Altar¬ 
schrein. gehelmter Turm 2,115, 40 Turm mit Helm (s. d.). 
Geisselung Jesu S 140. Geistausgiessung S 147. gekehlt durch eine Kehle gegliedert. Ein 
Gegenstand mit gekehlter Kante hat an der 
Stelle der Kante eine Kehle, so ein Sockel 
S 71, ein Kämpfer S76, eine Rippe S 79. 
Geht ein angekehlter Sockel ohne weiteren 
Absatz nach oben in den Körper des Gegen¬ 
standes über, so ist die Kehle auch als An¬ 
lauf zu bezeichnen; die entgegengesetzte 
Bildung, in der sich oben die Einziehung 
wieder ausschwingt, heisst Ablauf, 
gekerbt mit Kerben versehen; Wulst 80, 38; 
Ranken, im Ornament der Früh-Ren. häufig, 
s. Abb. 68; Knauf an den Kelchen , be¬ 
sonders der älteren romanischen und früh¬ 
gotischen Form Abb. 310 und zu 2, 442. 
geknittert 414, 35, knitterig erscheint oft die 
Gewandbehandlung in der Spätgotik, ent¬ 
gegen der Fältelung der älteren Art und der 
neben ihr vorkommenden breiten und weichen 
Behandlung. geköpft 104, 30 des Oberteils, Kopfes beraubt, 
gekörnt 2, 305, 15 mit Körnchen besetzt, 
gekuppelt, zu Zweien vereinigt, paarweis an¬ 
gewandt. Gelbgiesser, Gelgiesser 406, 26 Giesser in 
Messing und Erz. Geldblock, Armenblock. gelocht mit Löchern versehen, wie es bei den 
Schalen gotischer Leuchter nicht selten ist; 
sie sind dann meist auch oben mit Zinn ver¬ 
sehen (gezinnt) Abb. 1642. Gemach eines Turmes (Turmgemach), der Raum 
in seinem Untergeschosse, der gewöhnlich 
als Teil des Kircheninneren dient, 
gemarmelt 2, 169, 9 marmorartig bemalt. 
gemma 564 Edelstein. Mit Gemmen, edel¬ 
steinartigen, meist rundlich behandelten Ge¬ 
bilden erscheint bei reicherer Ausbildung das 
Flachornament und Cartuschwerk der Ren. 
oft besetzt. genabelt 2, 266, 6 mit nabelartiger Erhöhung 
in der Mitte versehen. Genialität 168, 27 lebendige und selbständig 
schöpferische Geisteskraft. Genius (Mz. Genien) eine jugendliche Gottheit, 
den Tod, Schlaf, Liebe u. dergl. darstellend 
(Abb. 1024. 1056). gepaart = gekuppelt. — Fenster S 75. 
gepickt 251, 6 mit dem Steinpickel (der Spitz¬ 
haue) behauen. geplättet: mit Platten belegt, 
gepunzte Metallarbeit ist aus dünnem Metall 
mit stählernen Stiften oder Spitzmeissein 
(Punzen) auf der Vorderseite bearbeitet, 
geputzt mit Putz d. i. mit Bewurf aus Kalk, 
Gips, Lehm bekleidet. gequadert, mit Quadern verziert oder in Art 
von Quadern ausgebildet, besonders solcher, 
deren Stirnfläche erhaben vortritt; gequa- 
derter Bogen: Abb. 328. Geräte, hl. S 117. Geräthaus 414, 16 Raum für Gerät, Gerümpel; also Rumpelkammer, Kalkhans. 
gereiht ist ein Ornament, wenn es aus einzelnen 
gleichen, ohne Verbindung neben einander 
gesetzten Teilen, als Blättern, Rosetten u. s. w. 
besteht. gereinigt s. geschält. Gericht, jüngstes S 125. 147. Gerichtslaube 2,174 Halle zur Abhaltung des 
Gerichtes. geriffelt 554, IO von gleichlaufenden Rinnen 
und Erhöhungen bedeckt, 
gerillt, mit Rillen, Rinnen von rundlichem 
Querschnitt versehen, an Säulen s. v. a. ka- 
nelliert; bei Kelchen vgl. gekerbt, 
gerundetes Sockelprofil S 71. 
geschält, der Oberfläche, Haut beraubt; so bei 
gotischen Schnitzarbeiten, wenn man sie 
»gereinigt« d. h. mit der Bemalung auch den 
Ueberzug, der den Grund für die Bemalung 
abgibt, abgekratzt, abgekocht oder sonst 
entfernt hat (51, 35). Füllungen (bes-Kanzel- 
felder) und andere Gründe sind »geschält«, 
wenn man das sie sonst zierende Relief oder 
Ornament entfernt hat 225, II. 
geschärfter Stab, Wulst: mit einer Kante ver¬ 
sehen, so dass er statt des Rund- Spitzbogen¬ 
profil hat (Abb. 182). — Kante, Grat 
von zweiseitigem (Winkel-) Querschnitt, wird 
oft in vorgotischen Gewölben angewandt, um, 
wo Rippen fehlen, die Scheidungslinien des 
Kreuzgewölbes zu bezeichnen (2, 7, 24j- 
Geschichtliches S 53 f. geschildert, geschildet: mit Schildereien (Male¬ 
reien) versehen; Fahnen 271, 12; Fenster 
264, 17. Geschmeide, geschmiedete edle Metallarbeit, 
geschmiegt s. v. a. geschrägt, 
geschnirkelte Arbeit 273, 23, verschnörkelte, 
geschweifte; es ist ohne Zweifel Cartusche¬ 
ornament der Ren. gemeint. Geschorener 432, 1 ein Geistlicher, besonders 
ein Mönch. Geschoss. Als mehrgeschossig sind Kronleuchter, 
Denkmäler, Kanzeldeckel, Taufdeckel, über¬ 
haupt alle Aufbauten anzusehen, in denen 
sich zwischen Unterhang (Untersatz, Sockel) 
und Krönung (Dach) das Werk in mehreren
		

/Sponsorzy_051_07_0254.djvu

			Wörterbuch. Geschoss — Giebel. 182 Abteilungen über einander gliedert. Bau¬ 
werke von mehr als zwei Geschossen (Haupt- 
und Obergeschoss) sind in diesen Landen 
sehr selten. geschrägt. Oben geschrägte Platte 140, 21 : 
Platte mit schräger Oberfläche. — Profil eines 
Sockels S 71. Abb. 11. Kuppe eines 
Taufsteins, unten geschrägt (106,42). 
Abb. 1365. geschuppt, mit Ornamenten in Form von 
Schuppen oder Dachziegeln gedeckt 309, 23. 
Geschütze S136. geschweift s. ausgeschweift: Giebel Abb. 1233. 1272. e Kuppe eines Kelches: eine solche, die sich unter dem Rande nach aussen 
ausbiegt 340, 10; wie Abb. 380. geschwellt 88, 2 Lichthalter s. v. a. gebaucht, 
vgl. Abb. zu 466. Säulen Abb. 71. 118. 
645. Ren.-Säulen sind an der Schwellung, 
Wi nn sie unten ist, gewöhnlich mit Akanth 
verziert. geschwungen und infolge einer zur Ueberliefe- 
rung und Gewohnheit gewordenen Kunst¬ 
richtung »manieriert geschwungen« sind 
Figuren, deren Linien mehr oder weniger 
auffällig den Zug der Schönheitslinie dar¬ 
stellen 39, 2. 42, 8. Abb. 737. Sonst auch 
s. v. a. geschweift, nicht gradlinig, z. B. 
Stützen Abb. 1400. Giebel Abb. 1387. Hohl 
geschwungener Giebel ein G., dessen Seiten 
konkav sind. Gesims S 71—73 : die Gliederung, welche einen 
oberen horizontalen, Abschluss bildet. Neben 
dem Hauptgesims, Dachgesims (oft auch ein¬ 
fach: Gesims) unterscheidet man Sockel- 
gesims über dem Sockel, Gurtgesims 
zur Umgürtung eines Bauwerkes, Trennung 
der Geschosse, äusserlicher Gliederung (Sohl¬ 
bankgesims), in gotischen Gebäuden 
K a f f s i m s zu nennen, wenn in ihm die 
Sohlbänke der Fenster liegen, auch Tür-, 
Fenstergesims und überhaupt Deck¬ 
gesims. Von dem Hauptgliede erhält es 
anderweit Namen als Rundbogen-, Kon¬ 
solen-, Triglyphengesims u. s. w., 
wenn eine Rundbogen- oder Konsolenreihe 
u. dergl. den Charakter des Ganzen bestimmt. ■-— gehäuftes Gesims s. gehäuft. Gestäbe von Fenstern S 76. gestabt ist eine Balkenkante, wenn sie als 
Rundstab ausgebildet ist, eine Kehle, wenn 
in ihr ein Rundstab liegt 2, 216, 33. gestelzt 502, 18 ist ein Bogen, dessen Schenkel, 
ehe sie sich zu krümmen beginnen, erst senk¬ 
recht aufsteigen. Kurze Vorlagen unter den 
Bogenanfängen, die denselben Zweck haben, 
wie die Stelzung der Bogen, nämlich diese 
zu überhöhen, heissen Stelzen 273,2. 
gestempelte Ziegel S69. Gestühl S 98 f. Vgl. Stuhlkopf. Wange. Brü¬ 
stung. Chorgestühl, Beichtstuhl, Frauenstuhl, 
Küsterstuhl. Romanisierend Abb. 1230. Go¬ tisch Abb. 1045. 1203. Ren. Abb. 316 f. köpf spg. 396. 435. sptstgot. S99. fr. Ren. Abb. 94. 121 ff. sp. Ren. 422. — 
-bilder, Täfelungsbilder, 
gestumpft, gestutzt, des Oberteiles beraubt 
(vgl. geköpft), Turm 17, 16; Gestühl 86,9. 
Getäfel die eine Brüstung bildenden oder eine 
Fläche bekleidenden Füllungen mit 
den sie umgebenden Friesen. Getäfelte Decke 
S89. Gethsemane S 140. 
getreppt s. ausgekantet, 
getrieben s. Treibarbeit; hoch — flach — 
sagt man nach der Höhe und Kraft des er¬ 
zielten Reliefs (s. d.). — getr. Taufen S 103: 
Leuchter S 113. getüncht, mit einer weissen oder weisslichen 
Erdfarbe angestrichen 449, 20. 
getuscht, mit Tusche gezeichnet. Gewände, die Seitenteile einer Tür- oder 
Fenstereinfassung unter dem Beginne der 
Abdeckung. Ihre Gliederung besteht meist 
in Profilierungen; in der Ren. ist ihre Innen¬ 
seite (Leibung) bisweilen mit Ornament be¬ 
deckt (2, 524, 4), die Vorderseite aber manig- 
faltig umrahmt. Gewänder, Gewandung s. geknittert, 
gewendet z.B. schräg-: mit Gewänden versehen, 
z. B. schrägen. Gewändstein, ein von einem Gewände stam¬ 
mender oder dazu gehöriger Stein 436, 30. 
Geweih S 108.— -leuchter, Hängeleuchter, 
dessen wesentlichster Bestandteil ein Gerveih 
ist S 108. Gewichte S 131. 
gewirtelte Säule s. gegürtet. GewÖlbeS 77—79- Vgl. Kreuzgewölbe, Kloster¬ 
gewölbe, Tonnengewölbe, Spiegelgewölbe, 
achtrippig, achtteilig. Rippe. Fach. Kappe. 
Joch. — -bauten, profane S 134. — -be- 
m alung S 123. — - Schluss hangend S 79. ■ Stützungen S79. gezackter Bogen, Zackenbogen in der Früh¬ 
renaissance häufig an Gestühl und Kanzeln. 
Abb. 980. 1478. 1607. Gotisch: 1205. 1547. 
gezinnt, vgl. gelocht. Giebel, die lotrechte Abschlusswand eines 
Sattel- oder Pultdaches; — gebrochener, ge¬ 
schwungener (s. d.). — Den Uebergang zum 
Giebel von einem unteren breiteren Geschoss 
vermitteln in Frührenaissance- Weise nebenge¬ 
setzte Voluten oder Anläufe 316, 34. Gotische 
Giebel haben gewöhnlich Staffeln (Staffel¬ 
giebel) oder sind nur durch Blenden S 73 gegliedert. figuren, die auf dem Giebel stehenden oder im Giebel angebrachten 
Figuren. — -förmig, in Form eines nach 
oben geschlossenen Winkels 427, 6. — -häuser: Häuser, die den Giebel der Strasse 
zuwenden.—■ -nase Abb. 1452.— -reifer 
s. Dachreiter 221, 8. 363, 38. Abb. 772. 
916. 941. — -relief, ein Reh, welches
		

/Sponsorzy_051_07_0255.djvu

			Wörterbuch. Giebel—Glockeninschriften 183 ein Giebelfeld ziert 317, 4. s e i t e, die Seite eines Gebäudes, auf welcher es seine Giebel 
zeigt 540, 23. türm s. v. a.-reiter. Giessgefäs82,5l9: Metallgefäss zum Aufgiessen 
des Waschwassers, bes. für den kirchlichen 
Gebrauch. Giesszeichen das auf den Giesser hinweisende 
Zeichen, das viele alte Giesswerke tragen. 
Abb. 27 f. 1031. 1604. Gilde S 131 s. auch Brandgilde. Gildehaus das einer Gilde gehörige oder die 
Räumlichkeiten der Gilde enthaltende Haus 
546,9. — -gerät S 117. stab S131. Gipsdecke: verschalte und mit Gips verputzte Balkendecke 567,28. g u s s 566,30 s. v. a. Gipsabguss. — -grund 2, 185, 33 s. v. a. 
Kreidegrund. — -stuck S 68: Stuck, Putz, Stückarbeiten aus Gips. Dieser wird 
seit den ältesten Zeiten zu Segeberg ge¬ 
wonnen und dient seitdem auch als Mörtel 
oder als Zusatz dazu. Gitter S 1 r 7 s. Chor-, Kanzel-, Oberlichtgitter. gestühl, Gestühl mit Oeffnungen in der Umfassung, welche durch Gitter verschlossen 
werden können oder welche den Durchblick 
gestattende Gitter statt Füllungen haben 
292, 24. — -schrank, -Schrein 428, 14 
Schrank mit Gittertüren. Glacis der Festung: der sich nach aussen schwach abschrägende breite glatte Streif vor 
dem Hauptgraben. Glasbilder S 126. kanne S 116. kelch S 113. kronleuchterS 109. m al e - rei S 126. Glasurstein, -ziegel ein glasierter Stein, 
Ziegel S 69. gleichbreit ist ein Chor oder ein Turm, wenn 
er gleiche Breite mit dem Schiffe hat. 
Gleichnisartiges S 159—61. Glied, Gliederung. Glieder heissen eigentlich die 
Teile, welche zur Bildung des antiken Ge¬ 
simses gehören und einzeln oder zu mehreren 
gebraucht werden, um ein Gebäude oder 
einen andern nach den Regeln der Baukunst 
geschaffenen Gegenstand zu gliedern (s. ge¬ 
gliedert) d. i. zu teilen und abzuschliessen. 
An Backsteinbauten sind sie bisweilen glasiert, 
bestehen bisweilen auch aus Haustein. In 
weiterem Sinne kann man von der Gliede¬ 
rung eines jeden nicht einförmigen oder 
formlosen Gegenstandes reden. Glocke S118—120. S. Betglocke, Klingelglocke, 
Messglöckchen, Schlagglocke, Stundenglocke, 
Sturmglocke, Viertelglocke, Vollschlagglocke, 
Wachtglocke, Zeichenglocke. — Die auf 
einander von unten folgenden Teile der 
Glocke sind: Schlagring, Schweifung, langes 
Feld, Kranz, Henkel. — Angegebene Glocken¬ 
masse beziehen sich auf den Durchmesser, 
die innen gemessene senkrechte und die äussere 
schräge Höhe. — -ngerüste als besonderes Bauwerk neben der Kirche S 64. haus S 62 f., Holz- oder Fachwerkgebäude, in 
welchem die Glocken aufgehängt sind. Bis¬ 
weilen sind die Gl. turmartig. Das Gl. zu 
Schleswig (Abb. 1188) ist aus Stein; es steht, 
wie die Gl. oft, abgesondert von der Kirche. in Schriften S 119. nlin ienprofil wird (12, 29) das Profil Abb. 11.43, entstanden 
aus Kehle u. Stab, genannt S 70. — -nn am e n 
S 120. — -nzeichen s. Giesszeichen. Glockeninschriften (G. G.). Als für die Kunstarchäologie nicht von Wich¬ 
tigkeit sind im Werke die Inschriften der 
seit der Reformation gegossenen Glocken nur 
nebensächlich behandelt, bisweilen sind sie 
teilweise in der ursprünglichen Sprache abge¬ 
druckt, oder es ist sogleich und in der Regel 
das auf den Ursprungsort und Giesser Bezüg¬ 
liche in neuhochdeutscher Sprache mitgeteilt. 
In ihrem genauen Wortlaute sind dagegen die 
vorreformatorischen Inschriften wiedergegeben; 
höchstens sind mitunter die Namen der Kirch- 
geschworenen fortgelassen, weil ihre Angabe 
keine allgemeine Bedeutung hatte und sie nur 
für die Ortsgeschichte Wert haben. Vgl. unten 
F. Die Inschriften sind entweder in la¬ 
teinischer oder mittelniederdeutscher Sprache 
oder aus beiden gemischt abgefasst. Manche 
stehen auf der Glocke verkehrt und können 
nur mit Hülfe eines Spiegels gelesen werden 
(vgl. Spiegelschrift). Die meisten dieser In¬ 
schriften geben Auskunft über das Jahr, den 
Giesser und den Glockennamen, viele Gl. sind 
ausserdem geziert mit Sprüchen, welche sich 
auf die Bestimmung der Glocken beziehen, 
mehrfach in Versen, mit Bibelstellen oder all¬ 
gemeineren Sprüchen, besonders zur Verherr¬ 
lichung Gottes, Christi, Marias, ferner mit 
heiligen Namen, hauptsächlich Christi, mit 
Gebetsweisen und Anrufungen Gottes, Christi, 
Marias, der Heiligen, endlich mit Spruchartigem 
(Weiheangaben, Giessaufträgen, Giesserbe¬ 
merkungen und -wünschen) und Angaben der 
Kirchherren, Kirchgeschworenen u. Aehnlichem. 
Alles diess kommt entweder nur teilweise oder 
bei einigen vereint in mannigfachster Verbindung 
vor. Im Folgenden ist das Bedeutungsvolle 
davon übersichtlich zusammengestellt. A. Sprüche über die Bestimmung der Glocken. 1. Während ich einen Ton gebe (d. h. läute), 
möge alles Böse fern weichen (105). 2. Wenn ich, die Glocke, geschlagen werde 
(ertöne), so verkündige ich niemals Eitles 
(Nichtiges), sondern ich zeige heilige Dinge 
aller Art (d. i. Gottesdienst und dazu Ge¬ 
höriges) an und Gebet, den Feind, Leichen¬ 
begängnis, Feuer (182). 3. Den Lebendigen rufe ich, den Toten klage 
ich nach (235).
		

/Sponsorzy_051_07_0256.djvu

			Wörterbuch. Glockeninschriften. 184 4. Die Verstorbenen beklage ich, die Lebenden 
rufe ich, die Blitze breche ich. (152. 213. 
217. Allemal mit 7 zusammen.) 5. Das Zeichen gebe ich für den Chor (Ge- 
sang), beklage die Leichen, verrherrliche 
die Feste (2, 305, b, 1). 6. Durch dich, Anna, mögen die Gläubigen 
überall gerufen und die Wut des Teufels 
fern von der Kirche vertrieben werden 
(458, 2). 7. Predigtglocke : Meine Stimme, die Stimme 
des Lebens. Ich rufe euch zu den heiligen 
Handlungen, kommt! (152. 213. 217. Alle¬ 
mal mit 4 zusammen.) 8. Scheidglocke: Des Freitags soll man mich 
läuten, das soll uns die Passion bedeuten. 
(2, 70, vgl. die auch im Jahre 1511 von dem¬ 
selben Meister Peter Wulf gegossene Glocke 
zu Breitenfelde in Lauenburg.) 9. Sturmglocke: Stürme aller Art mögen durch 
mich verscheucht sein (559, 2). to. Wachtglocke: Ich ermuntere (rufe) die 
Trägen, Wachsamen und die zu den hei¬ 
ligen Handlungen wollen (559, 3). B. Bibelstellen und allgemeine Sprüche, des. zur Verherrlichung Gottes, Christi und Marias. 1. Luc. 2, 14: Ehre sei Gott in der Höhe (8a); 2. Jesaias 40, 8: Das Wort des Herrn (Gottes) 
bleibt in Ewigkeit (255. 382. 406. 458, 6. 
2, 406/7). 3. Joh. 3, 16: Also hat Gott die Welt ge¬ 
liebt u. s. w. (477, 1). 4. Röm. 8,31: Wenn Gott für uns (ist), wer 
(kann) wider uns (sein). 2, 159, 2. 389, 2. 5. Gott von allen (sei) Lob! (2,208, 7.) 6. A und O (d. i. Anfang und Ende). Gott 
und Mensch (2, 269). 7. Der Segen des Herrn macht reich ohne 
Mühe (369. 458, 3. 2, 23. 416, 1). 8. Die Wunden der Sünder (vielmehr Sünden 
Hpt.) habe ich auf mich genommen (2, 
389, 1). Vgl. Jes. 53, 4. 9. Der Engelsgruss bei Luc. I, 28: ‘Gegriisset 
seist du, Maria, voller Anmut; der Herr 
ist mit dir.’ Diese Inschrift bezeichnete 
meist Abendbetglocken. a) Vollständig: 115. 2,111.257,2. b) Unvollständig: 420. 2, 272(1). 400. 543 10. Lob Marias: Die Zungen (Sprachen) wären 
keineswegs imstande (‘potentes’ wol für 
‘possent’ zu denken), es ganz auszusprechen, 
wie beschaffen und wie gross die Herrschaft 
der Jungfrau Maria ist. Wie (gross) deine 
Frömmigkeit ist, kann weder die Schrift 
noch die Zeit klar machen (121). 11. Macht Marias: Ich bin die Jungfrau Maria, 
Königin des donnernden Himmels und be¬ 
rühmte Mutter, die ich für ewige Zeit den 
Namen trage, zertretend und zerstörend 
die List des hochmütigen Teufels und aus- löschend die rasenden Flammen der Hölle (458, O- 12. Macht Marias: Ich bin Maria, die jung¬ 
fräuliche Königin des tönenden Himmels, 
die hochmächtige Mutter Gottes, die ich 
als heiligste (makellose) Mutter einen für 
ewige Zeiten bleibenden Namen führe; die An¬ 
schläge des Feindes und die List des über¬ 
mütigen Teufels zertrete und das raffende 
höllische Feuer vernichte ich (2, 497, 1). 13. Wehe den Landen, wo der Herr ein Kind 
ist! Das haben die Lande übel zu erfahren. 
Fländer der Löwe, d. i. der vlämische, 
Flandrische Löwe. (121. Pred. 10, 16. 
Steht mit 10 auf derselben Glocke.) Anm. Besonderer Spruch auf einer Glocke von 
1714: 539, 2. C. Christi Namen utid Heiligennamen. Man hielt ihre Anbringung für zauberkräftig 
gegen böse Geister und gegen Gewitter. 1. Jesus von Nazareth, König der Juden. 
(Sehr beliebt als Bannformel: 208. 366. 
2, 269. 273. 543. 580.) 2. Christus, Erlöser der Welt, König und 
Versöhner (193, 2). 3. Jesus, Maria (472. 2,227). — Jesus, Maria, 
Anna (526). — Jesus Christus, Hl. Mau¬ 
ritius , HI. Georg (161). — Christus und 
alle Heiligen (515). 4. Hl. Antonius (152). — Hl. Nicolaus (213). 
— III. Nicolaus und 12 weibliche Heilige 
(310, 4). — Johannes und alle Gottes¬ 
heiligen (2, 70). — Hl. Andreas und alle 
Gottesheiligen (2, 269). — 9 weibliche und 
7 männliche Heilige (2, 79). — Hl. Lorenz, 
Maria Magdalena und alle Gottesheiligen 
(208). D. Gebetsweisen, Anrufungen Gottes, Christi, 
Marias, der Heiligen. 1. Hilf, Gott (472). 2. Nun hilf uns, Gott, aus aller Not (243). 3. Aus tiefer Not u. s. w. (477, 2). 4. Gieb Frieden uns, o Herr u. s. w. (559, 5). 5. Erbarme dich, Gott, der du als Dreieiniger 
verehrt wirst. Von mir wird des Johannes 
Preis jetzt lieblich verkündet werden 
(2, 81, 1). 6. O König des Ruhms, Jesus Christus, komm 
mit Frieden. Amen. — Diese Gebetsformel 
ist auch hierlands wegen ihrer Zauberkraft 
sehr beliebt gewesen (18. 213. 217. 299. 
375- 559,4- 2, 17. 21, 1. 147, 1. 173). 7- O Jesu, du König der Ehre, deine Augen 
du nach mir kehre (2, 87). 8. Erlöser der Welt, erlöse uns (2,81, i). 9. Komm, o Herr, zum Gerichte (2, 534). 10. Verleih Gnade, o Christus, das Volk (die Gemeinde) betet, nicht jener Klang (der 
Glocke). (75.)
		

/Sponsorzy_051_07_0257.djvu

			Wörterbuch. Glockeninschriften—Gotischer Stil. 11. Hilf, Jesu und Maria und Jungfrau Ka¬ 
tharina (2, 436, 3). 12. Hilf, Maria (208). — Sei gegrüsst Maria, 
Himmelskönigin (2, 537). 13. Hilf, Mutter heilige Anna selbdritt (2, 269). 14. Hilf, Johannes (2, 252). 15. O heiliger Dominicus, bitte für uns (526. 
559. 4 Olaus). E. Spruchartiges. I. Weiheangaben. Die Glocken sind meistens dem oder der Schutz¬ 
heiligen der Kirche geweiht. Oft ist besonders 
angegeben, wem die Glocke geweiht ward, 
und zwar gewöhnlich mit der Formel ‘in de 
ere’ = zu Ehren. 161 unten (Unserer Lieben Frauen und des 
heil. Nicolaus). 193, i (Gottes und Unserer 
Lieben Frauen). 208 (Gott zu Lobe und 
Ehren). 278 (der heil. Katharina zu Flens¬ 
burg). 310, 4 (der hl. Katharina). 366/7 
(des hl. Nicolaus). 409 (Glocke der heiligen 
Maria Magdalena zu Lintorp). 559, 6 (Gott 
zu Lobe). 2, 51 (der heil. Jungfrau Maria). 70 (des heil. 
Johannes und aller Gottesheiligen). 81, 2 
(des hl. Georg). 148, 2 (Marias). 269 (Gott 
zu Lobe und allen Goltesheiligen und dem 
heil. Andreas). 273 (hl. Johannes, Schutzhl. 
zu Töstrup). II. Giessauftrag. Diese Formel enthält das Jahr, den Namen der 
Glocke und die Angabe derjenigen, welche sie 
giessen Hessen, z. B. 152: Im Jahre des Herrn 
1453. Maria bin ich geheissen, das Kirchspiel 
zu Oldensworden Hess mich (oder: hat mich 
lassen) giessen. 20 (1490. Die Vermögenden in Garyp). 117 
(die alte Inschrift wol mit dieser Formel). 
118 (1453. Hemmingstedt). 161 (Lass mich 
des geniessen, das K. zu Bonstorf —). 208 
(1487. Maria Magdalena. K. zu Kathen). 213 
(1467. Kotzenbüll). 217 (1465. Aldensword). 
246 (1569. Hausleute und Kirchengeschworene 
zu Welt). 310,4 (1471. Katharina. K. von 
dem Grossenbrode). 366/7 (1476. Hoptrup). 
449 (vermutlich). 477, 1 (1569. Susanna. 
Middelstedt). 477, 2 (1563. Lambertus. Mid- 
delstedt). 483(1507. Vinzenz. Die von Oden- 
büll). 489 (1507. Petrus. Die von Ostenfeld). 
500 (Anna. Die von Pellworm. 1783, wol 
nach einer älteren Glocke). 2, 79 (1462. Magdalena ich heisse. K. zur 
Burg). 123 (1482. Barkau). 269 (1412. Anna. 
Strukdrup). 273 (1499. Hl. Johannes,Schutzhl. 
zu Töstrup). 469, i (1471. Katharina. Bar¬ 
kau). 470,2 (1471- Die von Herzhorn). 
529, 4 (1591. Stündenglocke. Peter Ranzau). 
580 (1475. Herpstedt). 673 (1475. Die von 
Stuntebüll). 684 (1462. Anna. Stedesand). III. Glockenname, 
in einem Verse angegeben. Hl. Gangolf ist mein Name, mein Geläut sei 
Gott angenehm. 5 (1518). 2,497,2 (1506. HI. Antonius). Beidemal von den Giessern 
Wou und Schonenberg. IV. Giessername, formelhaft angegeben, a) Mittelalterlich: (Osana) heiss ich, Kort der goss mich. 161 
unten. 275. — Jasper 288. 2, 632. — Meister 
Siegfried 310, 3. 317. b) Nachmittelalterlich: 1. Aus dem Feuer bin ich geflossen, Melchior 
Lucas Brant hat mich gegossen in Gottes 
Namen. Amen. 458, 5. 477, 1 u. 2 (Her¬ 
mann Grapengiesser). 2, 208, 5 (Heinrich 
Bonstede). 2. Im 1566. Jahre goss mich Michel Dibler, 
das ist wahr. 25. 369 (1590). 458,3. 2. 
416, 1. 579. — Jones Kramp 35 (1595). V. Giesserwunsch, 
gewöhnlich am Schlüsse der Inschriften. a) (Giessername) hat mich gegossen (goss mich, 
der mich gegossen hat); Gott trage für 
seine Seele Sorge. 193, I und 208 (Marquart Krul). 213 und 
217 (Hermann Klinge). 310, 4 (Gerd 
Klinge). 2, 123, i (Peter Hu?). 469, 1 (Marquart Krul). 470, 2 (Hermann Klinge). 673 
(Heinrich Klinge. Gott sei ihm gnädig). b) Gott trage für seine Seele Sorge; Hermann 
Klinge, der mich gegossen hat. 152. 366/7. 
— 2, 580 (ohne Giesser). F. Angabe von Namcti derjenigen, welche zur Zeit des Glockengusses ein Gemei7ideamt inner 
hatten. Diese findet sich in den reicheren Inschriften seit dem 15. und 16. Jahrh., ist im Werke aber nicht überall milgeteilt, in nachreformatorischen 
Inschriften regelmässig weggelassen. a) Kirchherren : 208. 366/7. 2,469, 1. 673p). b) Vikare: 2, 123, 1. 469, 1. c) K irchenvögte: 20. d) Kirchgeschworene: 161. 223. 366/7. 559, 7. 
2, 123, 1. 469, 1. 470, 2 (aus der daselbst 
mitgeteilten Inschrift der Glocke ist »Det- 
lefsen« zu streichen!). 555» *• 673(?). Glorie, Heiligenschein; auch s. v. a. Strahlen¬ 
kranz. Gobelin S 122 Teppich aus Wolle oder Seide 
mit eingewirkten bildlichen Darstellungen. GÖding 536, 30. 2, 360, 16 Gauding s. Ding. Goldarbeiten S 117. — -glede 3, 15 Gold¬ 
glätte, eine Art Bleiglätte. Gotischer Stil. Kirchen desselben S 57 f. Für 
die Plastik vgl. »altgotisch«. — Die Zeit der 
Gotik folgt auf die des Uebergangsstils (s. d.).
		

/Sponsorzy_051_07_0258.djvu

			Wörterbuch. Gotischer Stil — Griechischer Stil. 186 Das Wesen des gotischen Stils, sein eigen¬ 
tümliches Gewölbesystem, welches den Schub 
auf die Jochecken überträgt und ihn da auf¬ 
nimmt , konnte hier nirgends zum vollen 
Ausdruck kommen, weil jene Verständigkeit, 
die das Wesen des Landes kennzeichnet, es 
nicht zuliess, dass die Rücksichten auf die 
Witterungs- und Stoffverhältnisse in zweite 
Linie gedrängt wurden. Die Mauern sind 
stets dick gemacht worden, Strebebogen hat 
man bloss in Hadersleben angelegt, Strebe¬ 
pfeiler fast nur an manchen der grösseren 
Backsteinbauten. Man zog die Widerlagen 
am liebsten herein und schützte den Bau vor 
Regen und Wind, denen man die Angriffs¬ 
punkte entzog. Die paar Kaffsimse, die man, 
in Folgewidrigkeit, anbrachte, sind denn 
auch fast spurlos verschwunden. Vgl. Fiale, 
Fischblase, Strebebogen, Portale. Der früh¬ 
gotische Stil im 13. Jahrh., welchem eine 
Menge von Klosterkirchen gehörten, ausser¬ 
dem als Frühestes die Anlagen der Kirchen 
zu Neustadt, Cismar und des Chores zu Lüt- 
jenburg, sowie des Schiffes zu Burg a. F., 
was alles man auch als dem Uebergangsstil 
nahestehend diesem zurechnen könnte, hat 
zugleich die Klosterkirche zu Kiel, dieser 
ganz nahestehend die zu Preetz, den Chor 
zu Schleswig, die Kirchen St. Marien zu 
Rendsburg und Flensburg und die zu Peters¬ 
dorf als streng gotische Werke erzeugt. Damit 
war das Bedürfnis erfüllt und man liess sich 
genügen; am Ausgang trieb die frühere Gotik 
in ihrer Vollendung zur Hochgotik als köst¬ 
liche Blüte den Ausbau von St. Franziskus 
zu Neustadt. Diese Kirche mag z. T. dem 
14. Jahrh. zufallen, welches neben der schönen 
Leistung zu Bordesholm sonst schon eine 
bedenkliche Nüchternheit und ein Zurück- j 
fallen ins Rohe zeigt, aber auch gar zu wenig I 
Gelegenheit hat, sich an besseren Aufgaben 
zu bethätigen (Eckernförde, drei Kirchen zu 
Flensburg). Das Bedürfnis der Spätgotik 
nach Luft und Licht, freiem Raum, leichter 
Bewegung dringt zuerst durch in den Um¬ 
bauten von Kiel St. Nicolai und Landkirchen. 
Als spätgotisch bezeichnet man die Zeit 
des 15. Jahrh. bis zu Ende. Es sind aber 
davon keine Bauwerke von Belang übrig, 
vielleicht haben solche nie bestanden. Die 
Zahl der Ausbauten des Vorhandenen ist um 
so bedeutender. Den Schluss bezeichnet man 
als spätestgotisch. Ueber den Ausgang 
der Plastik dieser Zeit vgl. 427. Die Archi¬ 
tekturglieder wurden zuletzt formlos (zopfig), 
naturalistisch, an das Erstorbenste, blattlose 
Aeste, sich anschliessend als spätest goti- 
schesAstwerk(s. d.). Doch lebten gotische 
oder vielmehr gotisierende Architekturformen 
(»nachgotisch«) im 16. und 17. Jahrh. hie 
und da, später finden sie sich wol nur als 
absichtlich festgehaltene Richtung; in der Tischlerarbeit wirkten sie, vermischt mit den 
Elementen der Ren. (S 58. 94), bis gegen 
das letzte Viertel des 16. Jahrh., wo die 
Renaissance von den Frühformen gänzlich 
zur Hochrenaissance übergegangen war. Die 
Metallarbeit, besonders die grobe und edle 
Schmiedekunst, hielt mit besonderer Zähig¬ 
keit bis tief ins 17. Jahrh. am Alten fest. 
Was im 19. Jahrh. noch geschaffen ist, ver¬ 
dient bis auf manche Arbeiten der neuesten 
Zeit, welche den Geist der alten Gotik atmen, 
nur die Bezeichnung als gotisierend, d. h. 
dem Gotischen nachahmend oder sich in 
einzelnen Zügen desselben erinnernd. — Vgl. 
Landgotik. Steckengotik. Gotländer Kalk, — Stein, — Marmor S 68. Gott S 138. Gottesurteil 2, 17, 12. Grabarbeit, Gravierarbeit, die Behandlung von 
Flächen, besonders der Metalle, in der Weise, 
dass eine Zeichnung in Linien eingegraben 
wird. — -besuch S 146. — -gewölbe, -kammern S 126. fahne 385, Fahne, welche bei Gelegenheit eines Begräbnisses 
hergestellt und zum Gedächtnis am Grab¬ 
mal aufgehängt wird. — -kapelle s. v. 
a. Gruft. Die jetzigen Grüfte sind sehr oft 
früher Kapellen gewesen, vgl. 2,293,21. — 
-kreuze S 129. — -legung S 146. — 
-mal s. EpitaphSl27—9. —-platte S127 f. 
— -scheit S126. — -stein S 127. gradläufig S 64 ist eine Treppe, wenn sie die 
Richtung nicht ändert. Abb. 1001. Gradschenkelbogen, -liger Bogen Abb. 865. — 
-fries s. v. a. Winkelfries S 72. Granatapfel 372, 3 als Ornamentmotiv besonders 
in der Weberei und der Metallarbeit 246, 31 
(Abb. 763) beliebt. Der G. soll Sinnbild sein 
von Christi bittrer Todesnot und der Gnaden¬ 
früchte, die seinen Wunden entquellen. Granit s. Feldstein. — -gewölbe S 77. — 
-kirchen S57. 65 h 59. 70. — -Tauf¬ 
stein S 100f. Grabsteine S 127. Grapen, Metallgefäss, gewöhnlich aus Grapengut 
oder Grapenspeise (Bronze, Erz) gefertigt. 
Taufgr. s. v. a. Taufkessel. — -geter, fusor 
ollarum: Grapengiesser. Vgl. Rotgiesser. 
j Grat, Gratgewölbe s. geschärft. Graues Kloster, gr. Mönche, Brüder s. Franzis¬ 
kaner S 81. Gravierarbeit s. Grabarbeit. Gregors Messe S 147. 155. Greif S 160. Griechisches Kreuz : Kreuz mit vier gleichlangen 
Armen 402, 36. Griechischer Stil 382, 37. 385, 19. 2,107, 31. 
314, 6. Die Wiederbelebung des Gr. Stils, 
richtiger die versuchte Wiederaufkitzelung 
des entschlafenen und Ausstopfung seiner 
entseelten Hülle, von der sich die Bieder¬ 
meierei seit dem zweiten Viertel des 19. Jahrh.
		

/Sponsorzy_051_07_0259.djvu

			.Wörterbuch. Griechischer Stil — Harde. 187 das Heil für die Baukunst versprach, hat in 
Schl.-H. ausser bei Anstreichern, Töpfern 
und Tischlern nicht viel Anhang gefunden. 
Doch verdanken wir ihr ausser der »edelein¬ 
fachen« Ausräumung und »geschmackvollen« 
perlgrauen oder weissen Anstreichung vieler 
Kirchen 190, 23 und deren öden Gestühlen 
auch die baulichen und Ausstattungs- 
»leistungen« Hansens. Grisailmalerei 2,21,9 die Glasmalerei in ihren 
Anfängen, mit Schwarzlot (s. d.) auf weissem 
oder graulichem Glase. grisei ordinis 2, 538 vom Grauen (Franziskaner) 
Orden. Gros-Tournois 2,191, 17 eine französische Münze. Gruft S 126. Grund eines Reliefs, Bildes: dessen Hintergrund, 
landschaftlich, figürlich, architektonisch, nach 
den Gegenständen. Er kann in Gold ange¬ 
legt sein (Goldgrund). Malerei über Holz kann 
Leinen, Kreide u. dergl. zur Unterlage haben. 
Grundierung: Anlegung des Grundes, auf 
den die Farben aufgetragen werden, auf die 
Metalltafel oder das zu bemalende Schnitz¬ 
werk. Vgl. geschält. Inschriftengrund: 
die mit Inschr. besetzte Fläche. Pilaster¬ 
grund: der vertiefte Teil eines Rahm¬ pilasters. Grund derKuppe eines Kelches 
(351, 39), der unterste, sjch einziehende Teil 
der Kuppe, von innen oder von aussen ge¬ 
sehen. Vgl. Schale. Grundriss. Eine Kirche bedarf eines Schiffes 
und eines Chores (doch vgl. Chor). Der 
einfachste Gr. einer Kirche S 54. 59 ist also 
der, welcher diese beiden Teile aufweist 
Abb. 42 (»frühgotischer Gr.« genannt 117, 28); 
reicher ist er, wenn er mehrere hat oder sie 
freier ausbildet; unvollständig, wenn der 
Chor fehlt. Als romanischer Gr. ist der 
zu bezeichnen, der am Chor noch eine Apsis 
hat S 55. 65. Unregelmässigkeiten des Gr. 
S 59. Gebundener Grundriss (s. d.). — einer 
Kanzel vgl. Austritt. — sächsischer, dänischer 
von Häusern u. s. w., der in den betreffenden 
Gegenden für den Hausbau S 133 eingehaltene 
Grundriss. — Grundstein S 54. 80. Gründung von Städten S 130; von Kirchen S 53. Gurt, — bogen (vgl. Bogen) im Gewölbebau 
die Bogen, welche gleichartige und zusammen¬ 
gehörige Joche von einander trennen. Sc hi ff- 
gurt, Chorgurt: Gurt im Schiffe oder im 
(dann mehrjochigen) Chore. Wandgurte 
nennt man auch wol die in ähnlicher Weise 
die Wandpfeiler verbindenden und so auf der 
Seite das Joch begrenzenden Scheidbogen und 
Längsgurte, bisweilen die Schildbogen, 
wenn diese sich als Gurtrippen in der 
Gestalt nicht von den eigentlichen Gurten 
unterscheiden. Abb. 795. 1200. 1211. — 
-gesims s. Gesims. Guss s. Röhrenguss. — -arbeiten S118. — 
-stahlg locken S 118. — -werk s. Ftill- 
werk. — -Zeichen s. Giesszeichen. Guter Hirte S 139. Halbfigur eine menschliche Gestalt ohne den Unterkörper. säulen als Gewölbestützen S 79. An Kanzeln S 95. Halle, grosser Raum, so besonders der den 
grössten Teil des Erdgeschosses eines Hauses 
der alten Bauart einnehmende, gewöhnlich 
mit von Stützen getragener Decke 2, 499, 8. 
Ferner ein gewölbter Raum mit gleichhohen 
Schiffen 2, 345, 29, zweischiffig S 60. Eine 
Kirche, deren Schiffe gleichhoch sind, also 
eine Halle bilden, 456, 2. 522,3. 551,2, 
heisst daher Hallenkirche 198,30. S 60. Hallig, Warder in der Westsee, von den 
»Inseln« dadurch unterschieden, dass weder 
ein Deich, noch natürliche Erhöhung vor der 
Überflutung hoher Wasserstände schützt. — 
-kirchen S 60. Anm. Hals einer Halbinsel 547, 14, die sie mit dem 
Lande verbindende Enge. — -eisen S 131 
ein eiserner, an einer Kette befestigter Ring, 
mittels dessen ein Übelthäter gefesselt und 
öffentlich ausgestellt wird. j Haltekreuz (2,475,30) einer Sanduhr: ihr kreuz¬ 
förmig geschmiedeter Halter. | Hamburger Tonne 526, 10 ein Mass, das zwei 
Centner Getreide fasst. — Fuss = 0,2865 m 
allgemeines Mass der Herzogtümer; daneben 
galt im Schleswigschen, und zuletzt gesetzlich 
ausschliesslich, der rheinische 0,31385 
(dänische), davon zwei eine dän. Elle sind. Hamme 54 ff. in Ditmarschen eine auf Ver¬ 
teidigung berechnete Einrichtung: Sperre. ; Handschelle 2, 215, 42; vgl. Richtgerät. — 
-Schriften S 123. — -tuch S 122. — 
-tuchhalter S 107. Hang. Crucifix mit tiefem Abb. 112, flachem, 
breitem Abb. 1330 Hang, nach der Haltung 
der Arme. Tiefer Hang findet sich in der 
späten Barockzeit charakteristisch für den 
Realismus derselben. Hängekammer s. v. a. Gerwekammer; Kammer 
zum Auf hängen der Gewänder? 94, 7. — 
-leuchter = Kronleuchter. — -zapfen, 
herabhangender Zapfen, besonders der in 
späterer Zeit öfters vorkommende am Schluss¬ 
stein eines Gewölbes 13, 3. 2, 7, 27. Vgl. 
Lampette. : Harde. Die dänischen Landesteile sind seit 
ältester Zeit in Harden eingeteilt, wie die 
deutschen in Gerichte. — -skirche 312,23 
(tilge Z. 22 das Komma und setze nach 
Hardeskirche ein »und«!): die Kirche einer 
Harde, wie man annehmen kann, dass in 
Deutschland ursprünglich in der Regel jedes 
Gericht zunächst ein Kirchspiel bildete 
8,11. — -svogt der königliche (herzog¬ 
liche) Vorsteher, Amtmann einer Harde.
		

/Sponsorzy_051_07_0260.djvu

			Wörterbuch. Harpye — heraldische Lilie. 188 Harpye 2, 362, 33, ein Wesen mit weiblichem 
Oberkörper, Vogelleib und Klauen. 
Hartbrand 2, 226 Anm., verbrannte, verglaste 
Backsteine. Hase S 160. Haube, eigentlich nur geschweiftes, nicht spitzes 
Dach eines runden Turmes 540, 24. — 568,2 
nur soviel als allgemein: geschweiftes Dach, 
nach Abb. 270. Hauberg 196, 39. Abb. 294 eig. Heuberge, Stätte 
zum Bergen des Heues. Hauptaltar s. Altar. — -chor 2, 283, 32 s. v. a. 
Oberchor. — -flügel eines Schlosses mit 
2 Nebenflügeln: der Hinterbau (corps de 
logis). — -positiv s. Doppel werk. — 
-schiff 37,33 das Schiff, in dessen Ver¬ 
längerung der Chor liegt; in mehrschiffigen 
symmetrischen Kirchen das mittlere, in den 
Abmessungen gewöhnlich bedeutendere. — 
-rippen 531,34 in mehr als vierteiligem 
Gewölbe die Diagonalrippen; die andern 
sind als Quer - oder Längsrippen zu be¬ 
zeichnen. — -sockel 12, 28 der Sockel, 
der dem ganzen Gebäude gemein ist, während 
einzelne Teile noch besondere haben. 
Haupttugenden die Kardinaltugenden: Klugheit, 
Gerechtigkeit, Massigkeit, Stärke; dazu kom¬ 
men die drei göttlichen Tugenden Glaube, 
Hoffnung, Liebe (s. Charitas). Ausserdem 
unterscheidet man Geduld, Sanftmut, Demut, 
Beharrlichkeit, Frieden. Ihnen stehen gegen¬ 
über die Laster. Hauptlaster sind als 
Gegenbilder: Unglaube, Verzweiflung, Neid, 
Torheit, Ungerechtigkeit, Unmässigkeit, 
Furcht, Jähzorn, Frechheit, Übermut, Un¬ 
beständigkeit, Zwietracht. Abb. 1209 ff. 
Hausaltar 3, 5 für eine Hauskapelle bestimmter kleiner Altaraufsatz. ausstattungSl35. bau S 133/5. diele, Hausflur. ■— -kapelle (s. Kapelle) S133. leuchter, kleiner Leuchter für den häuslichen Gebrauch 
bestimmt. — -leute 2,542,37 die beim 
Kloster angesiedelten selbständigen Anwohner, 
aus denen z. B. der Flecken Reinfeld er¬ 
wachsen ist. Vgl. hullüde. — -marke das 
an Bauernhäusern in früherer Zeit öfters, jetzt 
nur noch selten zu findende Zeichen des Be¬ 
sitzers, Abb. 322, womit dieser auch, wie mit 
einem Namenszug oder Wappen, von ihm aus¬ 
gehende (vgl. Giesszeichen) oder ihm gehörige 
Gegenstände, Hausrat, auch Kirchenstühle u. 
dergl. versah oder versehen liess S 133. Hausinschriften (G. G.). Diese sind meist aus der Renaissancezeit, 
gewöhnlich in niederdeutscher, zuweilen in 
lateinischer Sprache, und zeigen in Sprüchen 
den frommen Sinn und mitunter derben Humor 
unserer Altvordern. Im Folgenden sind die 
im Werke wiedergegebenen übersichtlich zu¬ 
sammengestellt und, soweit es nicht dort schon 
geschehen ist, übersetzt. 4. —241 Gott vertrauen, auf ihn fest bauen 
wird Niemand gereuen. — 358. — 2, 217, 6 Die mir versprechen und nicht geben, 
die schlage der Teufel, dieweil sie leben. 217, 13 Aeffe (d. h. benimm dich nur wie ein 
Affe) und gaffe (vielmehr: du Affe und Gaffe, 
d. i. Gaffer Hpt.), je länger du hier stehst, 
je später du nach Hause gehst. 219 Nicht für mich, sondern für die Nach¬ 
kommen. 387 Wir bauen uns hier so fest (an). 465 Gleichwie die nicht Besitzenden (Anklang 
an 2. Cor. 6, 10). 505 Bleib draussen, oder ich werfe dich auf 
die Schnauze. 523/4 Schaffet Recht dem Armen und dem 
Elternlosen und helft dem Unglücklichen 
und Notdürftigen zum 'Rechte. Rettet den 
Geringen und Verlorenen aus der Gottlosen 
Gewalt. Ps. 82, 3. 4. Haustein, hier s. v. a. behauener Granit; nur 
selten konnten andere Stoffe (S67) z. B. Trass 
(Tuff), Sandstein, Kalkstein angewandt werden. Ziegel als H. S 69. ki r che, eine Kirche, welche im Aeusseren behauenen Granit in 
Quaderform zeigt S 54 f. S 57. S 65. —. 
-sockel, ein aus wol behauenem Granit 
gefertigter Sockel. Heckschauer, Vorschopf: bei Häusern, wie Abb. 
977, in denen das Tor senkrecht unter dem 
Firstende liegt, der vor dem Tore befind¬ 
liche, vom Walmdache mit gedeckte, nach 
vorne offene, doch meist da durch Schranken 
(Heck) absperrbare Raum. Hegewälder S 129. Heidentum — Judentum S 159. Heidnisches in Bildwerken S 161. —heidnische 
Heiligtümer S 53. Heilige Quellen S 53. — Geräte, Ge fasse 
S 113ff. — Heilige als Kirchenpatrone 
S 82 — 89; in Bildern S 153/59; auf Glocken 
S 120. Hellebarte 446, 10 eine Lanze mit langer 
Spitze bewehrt und mit breitschneidiger Axt, 
deren Rücken mit einer weiteren Spitze ver¬ 
sehen ist. Helligdal, -vand 20,13. 33.2°: hl. Thal, 
Wasser. Helm eines Turmes S 62: dessen spitzes Zelt¬ 
oder Kegeldach. Übergreifender H. Abb. 1498. Helmdecken, -zier Abb. 980f. 1113. 1293. St. Helper, Httlper (Salvator) eigentümliche 
Darstellung des Erlösers, als Sunte Hulpe, 
hl. Kümmernis, verehrt. Henkel an der Glocke dienen zum Aufhängen 
derselben, solche an Erztaufen zum Ver- 
schliessen, Abb. 236. 776. 963. 1483; öfters 
sind sie als Masken behandelt, Abb. 1285; 
zu 274. heraldische Lilie hat die Form wie im bour- 
bonischen Wappen; vgl. Abb. 1120.
		

/Sponsorzy_051_07_0261.djvu

			Wörterbuch. Herme — individualisieren. 189 Herme: pfeiler- oder pilasterartige Bildung, 
deren Unterteil vom Sockel sich verbreiternd 
aufsteigt; der Oberteil, unter dem Knaufe, 
ist figürlich als menschliche Gestalt oder, 
seltener, unfigürlich gebildet (Hermpilaster). 
Beides in Abb. 101. Meist ist hierlandes 
die Bildung der Hermen überladen (Abb. 
1084) und kleinlich; auch bei sonst ordent¬ 
lich gestalteten ist meist der Körper von zu 
kleinen Massen, sodass die Gestalt vervoll¬ 
ständigt mit den Füssen den Sockel nicht 
erreichen würde. Hermen an Kanzeln S 95 f. 
Vgl. Atlas. Herodes, Christus vor ihm S 140. Herodias S 125 und „Joh. d. T.“. heroische Landschaft, von einem Stil, der den 
darin auftretenden Personen aus classischer 
Zeit entsprechend ist. Herrenhaus (herrschaftliches Wohnhaus in einem 
adlichen Gute) S 129. 132. — -saal 278, 25 Festsaal. — -chor 2, 584, 8 der 
für die Herren (Brüder) des Cisterzienser- 
klosters bestimmte Raum, von der Laien¬ 
kirche streng geschieden. Hertha 425, 2 Nerthus, Göttin der Erde. hervorknicken s. v. a. ausknicken. Hilfsrippe s. Rippe. Himmelfahrt S 147. Hintergrund s. Grund. — -Seite eines Bau¬ 
steines seine Hinterfläche, der Stirnseite 
parallel 2, 2, 41. Hirschfries S 104. Hirte: guter Hirte S 139. Hirtenanbetung S 125. 138. Historie (von Zaleukus 241, 22) geschichtlicher 
Stoff, Vorwurf zu künstlerischer Darstellung. Hochaltar; -busig (-gebust 180, 35); -re- 
lief; -getrieben: s. Altar, busig u. s. w. 
Hochschiff: s. Hauptschiff einer Basilika. Hofdischer N. 13 Hoftischler. — -laube (S 80) 
568, 3 s. Arkaden. Hoherpriester, Christus vor ihm S 140. Hohlkehle jede in einer gekrümmten Linie, be¬ 
sonders einem Teile des Kreises, profilierte 
Rinne. Daher Hohlkehlensockel, hoh¬ 
ler, angekehlter (s. d.) Sockel: der, welcher 
mit einer Hohlkehle schliesst. Hohl pro¬ 
filiert sind spätgotische Rippen, die auf 
beiden Seiten gekehlt sind. leiste über¬ hangende Viertelkehle mit schwachem Plätt¬ 
chen; so gestalteter Kämpfer 319, 41; Ge¬ 
sims 126, 17. — Hohle Schwingung 
eines Giebels s. Giebel. Höhlung eines Taufsteines die zur Aufnahme 
des Wassers bestimmte Vertiefung. Ihr 
Durchmesser ist im Texte durch in Klammern 
gesetzte Zahlen angegeben. Hohlziegel S 68. Holländisch S 54. — Architektur 305, 15. 
— Ausschmückung, Täfelungsbilder 
183, 20. —es (höllisches) Re ch t 2,360, 18. 
437, 12. 519, 34- Vgl. Hullüde. Hölle (Bild) S 125. Höllenfahrt Christi S 146. Holm, kleine Insel. Holz, vom hl. Kreuze (S 156) 309, 10. Holzarbeiten S 121. — -architektur, -bau 
S 66. — -kirchen S 66. — -mosaik 
2, 353, 6 Arbeiten aus eingelegtem Holze in 
verschiedenen, auch künstlichen, Farben. — 
-taufe S 103h: Taufe aus Holz gearbeitet. 
— -teile an Steindenkmälern S 121. — 
-tonnendecke 4,42: hölzerne Decke in 
Form eines Tonnengewölbes. — -türme 
S 63. — -werk bemalt S 124. hölzerne Kronleuchter S 109. — Leuchter S113. Horn s. Trinkhorn. — Hörn d. i. Ecke; daher 
Hörnschrank, -schapp: Eckschrank, s. d. — Hornwerk, Aussenwerk einer 
Festung, bestehend aus einer Curtine mit 2 
unvollständigen Basteien (Abb. 341 unten). Hosenbandorden 2, 355, 9 der 1344 oder 1349 
gestiftete höchste englische Orden. Hostienschachtel s. Dose. Ciborium. hovetstol 2, 93 Hauptstuhl, Hauptgeld (Capital). Hufe. Die Grösse der Hufe, Hube, dessen, 
was der Märker aus dem Gemeinbesitz „er- 
hub“, ist sehr verschieden, von 60—-200 
Tonnen (30 —100 Hektar). Ursprünglich 
möchte sie, wie im inneren Deutschland, wo 
sie etwa 30 Morgen beträgt, ein ähnliches 
bestimmtes Mass gehabt haben; nachdem 
man allen Gemeinbesitz aufgegeben hat, ist 
sie bloss abhängig geworden vom Verhältnis 
der Zahl der Berechtigten zur Grösse der 
ganzen Gemarkung. Hufeisen, Stein mit einem solchen S 80. Hiiftentuch, Lendentuch des Crucifixus. Seine 
Behandlung ist in den verschiedenen Zeiten 
sehr verschieden. Vgl. »Ausschwingen«. hullüde 2, 43 die Holländer ? (oder für huslüde, 
vgl. Hausleute). Hulpe St., s. Helper. Humpen. Unter solchen sind hier die Krüge 
mit walzigem Körper wie Abb. 982. 1005 
verstanden. Richtiger wäre wol nur der 
henkellose Trinkkrug als Humpen zu be¬ 
zeichnen. Hunde S 160. Hünengrab, Hügelgrab aus altdeutscher Vorzeit. Hutaufhänger, geschmiedet S 118. idyllische Züge in einem Bilde 43, 26. 248, 44. 
302,43: solche, die innerhalb der ernsten 
Hauptdarstellung mehr oder weniger abge¬ 
schlossene Bildchen oder Gruppen von fried¬ 
lich-harmlosem Eindruck erscheinen lassen. Incunabeldruck, Wiegendruck: Druck aus den 
ersten Zeiten der Buchdruckerkunst. individualisieren, individuell auffassen und dar¬ 
stellen 143, 13. 333, 25. 394, 22: so be¬ 
handeln, dass die Gestalt, besonders das
		

/Sponsorzy_051_07_0262.djvu

			Wörterbuch. Individualisieren —Inschriften. 190 Antlitz, das eigene eigentümliche geistige 
Wesen und Leben bezeugt. Initial Anfangsbuchstabe in auszeichnender, 
farbiger (570, 10) Ausführung 2, 263, 41. 
639. 43- Innenflucht s. Flucht. — -flügel s. Flügel. 
Inschriftcartusche, -fries, -tafel: Cartusche 
u. s. w., deren Grund (Inschriftgrund) In¬ 
schriften zeigt. Inschriften. Auf Backstein S69, Stein S 126; Inschriften (G. G.). Ueber die Inschriften an Glocken, Häusern, 
Kelchen, Taufen und Taufschüsseln sieh die 
entsprechenden Stichwörter. Die übrigen, an 
Altären , Kanzeln , Gestühlen, auf Grabsteinen 
und andern Gegenständen, werden, soweit sie 
nicht im Werke selbst schon übersetzt sind, 
im Folgenden der Seitenfolge nach verdeutscht, 
d. h. sofern es der Inhalt erforderte oder 
die gotische Schrift wünschenswert erscheinen 
liess. I, 12 Altar: Joachim Danckwerth besorgte die 
Herstellung (den Bau) dieses Heiligtums 
jüngst durch Rat und That. 34 Am Turmbogen: Was immer die Könige 
in Raserei thun, die Achiver (Griechen) müssen 
es büssen. Hör. Epist. 1, 2, 14. (Frei über¬ 
setzt von dem Dichter Seume: Wenn die 
Könige sich raufen, müssen die Völker Haare 
lassen.) 35 Altaraufsatz: sieh N. 3. 40 Schriftband: Herr Gottschalk von Ahlefeldt, 
Bischof zu Schleswig. 41 Altar: Im Jahre 1520. In dem Jahre ist 
Kirchherr Herr Johann Tamm. Da ward diese 
Tafel gemacht in [? Das letzte Wort, wel¬ 
ches hier das Zeichen 60 wiedergibt, ist 
noch nicht erklärt]. 64 Ueber der Südtüre der Kirche: In Gottes 
Namen heben wir an zu bauen die Kirche 
zur heiligen Anna. Heimen Klawes Johans 
Baumeister (s. d.) zu St. Annen. Im Jahre 
des Herrn 1501 da ist diess gebaut. 70 Triumphkreuz: In den Jahren unsers Herrn 
1495 da ward diess Kreuz hier gesetzt. Da¬ 
mals waren Schliesser Kersten Vrinis und 
Dukes Reiner. 1582 ist diess wieder erneuert. 
Christus aber ist unser alleiniger Heiland. 87 Am Orgelchore: I. J. d. H. 1367 sind diese 
nachfolgenden Personen die Vorsteher zu der 
Kirche Hemme. 99 Seigerinschrift: I. J. 1604 ist gebaut zu 
Gottes Ehr die Stundenglocke und das 
Zifferblatt, der Predigtstuhl und die Kirchen¬ 
spitze. 104 Chorgestühl: Karsten Dressen, der Meister 
dieser Arbeit, (hat sie) gemacht. (? Der 
Raum war für den Schnitzer zu kurz, um 
alles, was er beabsichtigte, hinzusetzen.) 
177/8 Stein im Chore: Nach der Geburt Christi, 
unsers Herrn, 1520 Jahre offenbar legte Herzog Friederich, Herr zu Holsten und Schleswig, 
den 1. Stein am 15. Dezember zur Hütten in 
das Chor zu Ehren Gottes u. Marien und 
der Heiligen Andreas u. Nikolaus, der grossen 
Herren. 179 Staffel: sieh N. 5. 186 Frontale: Heilig ist der Herr (Jes. 6, 3). 
Thomas hat: Mein Herr u. Gott (Joh. 20, 28); 
Paulus: O Tiefe des Reichtums (Röm. 11, 
33); Jakobus , Alphaei Sohn: Ich des Kreuzes Christi Verfolger. 191 Altar: Den ewigen Schöpfer musst du mit 
aufrichtigem Gebete anflehen. Um ihn je¬ 
doch zu versöhnen (als Sünder), musst du 
zum Altar gehen. Kein Altar ist Gott an¬ 
genehm ausser seinem Sohne Christus, der 
durch seinen Dienst (d. h. Tod) unsere 
Sünden abwäscht. Auf ihn lege die Hände, 
ihm ergebt euch von ganzem Herzen. Zum 
Vater wird er unsere Gebete bringen. 205 Stein: I. J. d. H. 1500 da verstarb Herr 
Dirik Bro ... 223 An der Kirche: I. J. d. H. 1563 zu Zeiten 
Herrn Hernedes van Horsten durch Herrn 
Severin Jakobs (wahrscheinlich Kirchbau- 
meister, d. h. Kirchgeschworener) gebaut. 235 Wandschrank: Hierin (ist) der Leichnam 
unsers Herrn. 247 Im Chore: I. J. 1466 ist das Chor gebaut. 256 Grabstein: I J. 1537 starb Thomas Kalunt. 
I. J. 1558 starb Mette (Mathilde) Kalundts 
(F rau). 262 Marianerkapelle : In der neuen Kapelle an 
der Nordseite nahe bei dem Turme. 267 Epitaph 4: Gib das Deine, wenn es (noch) 
dein ist; nach dem Tode, dann ist es das 
Deine nicht (mehr). 275 Sandsteinplatte mit dem Terminus (rö¬ 
mischem Grenzgotte): Ich weiche Niemandem. 276 Altar: I. J. d. H. 1386 des ersten Montags 
in der Fasten(zeit) begann Stinke Kfllle diese 
Kirche zu bauen. 286 Kanzel: Dein Wert, o Gott, gewährt die 
Wahrheit und das Gute und die Fülle. Herr, 
dein Wort ist mein Trost in meinem Elende. 292 Kirchendecke: Der König der Könige möge 
uns führen. O Christus, meine Schritte lenke 
du überall gütig. — Durch die hervor¬ 
gehobenen Buchstaben kennzeichnet sich die 
Inschrift als Chronostichon oder Chrono- 
gramm; die Buchstaben ergeben nach ihrem 
lateinischen Zahlenwerte der Reihe nach zu¬ 
sammengezählt zweimal die Jahreszahl 1620. 301 Schriftbänder: Erheb, o Herr, deine Macht 
u. komm. Der Herr wird von seiner Wohnung 
ausgehen. 304 Grabstein: I. J. d. H. 1531 auf Aller¬ 
heiligen (1. Nov.) verstarb der tüchtige Klaus 
von Ahlefeld. I. J. d. H. 1554 am Oster¬ 
morgen da starb die ehrbare Frau Drude 
von Ahlefeld. — Gott genade (d. h. sei 
gnädig) Klaus. — Frau Drude von Ahlefeld.
		

/Sponsorzy_051_07_0263.djvu

			Wörterbuch. Inschriften. I9I 308 Anm.: Als man schrieb einen Strich u. 
drei Nullen, ist die Gruntoffter Kirche an¬ 
gefangen zu bauen. 321 Gewölbekappe: I. J. 1521 ist diess Ge¬ 
wölbe gebaut durch Peter Lerick. 356 Uhr: Alles bringt die Zeit mit sich und 
rafft alles mit sich fort; alles hat (seine) 
Zeit, und die Zeit hat alles. 393 Crucifix: In deine Hände, o Herr, befehle 
ich meinen Geist (Luc. 23, 46). 416 Glasbildeinfassung: Heil. (SCS = sanctus) 
Willehad. 428 Altarflügel: Die Heiligen soll man ver¬ 
ehren, nicht anbeten. 440/1 Crucifix: Bittet Gott für Rolf Fresens 
Seele und für alle Christenseelen. Vater 
unser. Gegrüsset seist du, Maria. 446 Siegel: Gotte, nicht der Geistlichkeit. 448 Epitaph: Durch Sorglosigkeit des Dieners 
unter Wasser geraten (u. ertrunken). 449 Leuchter: Auf Botwel für die Kirche der 
heil. Margareta. 449 Siegel: Das den Hattstedtern beliebende 
Siegel. 455 Gewölbe: I. J. d. H. 1500 ist diess Ge¬ 
wölbe der geheiligten Kirche vollendet 
worden durch die Hände Walthers von 
Kämpen unter göttlichem Schutze. I. J. d. 
H. 1470 ist diese Kirche Gottes mit einem 
Gewölbe geziert. Hilf, Jesus und Maria. — 
In der Sacristei: Nach Christi Geburt 1510 
zum Lobe Gottes und der reinen Jungfrau 
Maria ist das Chor und die Sacristei gebaut. 
Gott wolle sie alle von Sünden befreien und 
möge allen ihren Lohn geben, die das begonnen 
haben und dazu Hülfe thun (leisten s. N.). 456 Epitaph : Johannes Ocksen, Bildhauer und 
Architekt (?) der edelsten Kunst zu Liebe. 
Gemacht (in) diesem Lande. Zum Andenken 
des Ocke Lorenzen. Zweifelhaft. 458 Siegel: Conventssiegel des Husumer Klo¬ 
sters der Minderbrüder von der Observanz. 473 Siegel der Parochie (Gemeinde zu) Langen¬ 
horn. 492 Siegel i -. Siegel der Eingepfarrten in Pil- 
worm. — 2: Siegel der Pellwormer. 1484. 
Herr Hinrich Drape, Pfarrherr, hat mich ge¬ 
geben i486. 496 Altarhinterwand: Gerhard Kampens hat 
das Pfarramt 27’/* Jahr innegehabt. 513/4 Urkunde: I. J. d. H. 1451 am Sonn¬ 
tage vor der Himmelfahrt des Herrn ist 
dieser Altar geweiht durch den ehrwürdigen 
Vater, Herrn Nikolaus, Bischof zu Schleswig, 
zur Ehre der Märtyrer Fabian und Sebastian, 
nachdem die Verschliessung der Reliquien 
vollzogen war. 526 Bild Vizelins: Die Gebeine des heiligen 
Vaters Vizelin sind hier beigesetzt. 526/7 Grabinschriften: 1) I. J. 1554 am Tage 
des Matthias (24. Febr.) starb Herr Wolf¬ 
gang Pogwisch, der güldene Ritter, auf Buckenhagen, hier zusammen mit Weib und 
Kindern begraben. •— 2) I. J. d. H. 1461 
am Zwölfbotentage (15. Juli) starb der 
tapfere Mann Hans Pogwisch; betet. Im J. 
d. H. 1464 am Tage Georgs (23. April) 
starb Frau Margareta, sein Weib; betet. — 
3) I. J. d. H. 1494 am Tage nach Palmarum 
starb der tapfere Mann Hans Reventlow; 
15.. starb Anna, sein Weib; betet für (sie). 
— 4) I. J. d. H. 1470 Wulf von der Wisch, 
im J. d. H. 1460 grade am Tage des heil. 
Georg (23. April) starb Frau Beke, sein 
Weib; betet für beide. 548 Kirche: 1241- Bei der Osttür der Kirche 
beim Eingang zur Rechten auswendig an der 
Chormauer ist noch in Stein eingehauen zu 
sehen 1231, und (es) ist glaublich, dass Graf 
Adolf diese Kirche gleich dem Kloster ge¬ 
baut hat. 554 Chorgitter: Alles zur höheren Ehre Gottes. 559 Epitaphe: 1) I.J. d. H. 1504 am 17. Tage 
des Augusts starb Herr u. Magister Enuald 
Sovenbroder, der Kirche zu Schleswig Propst 
und dieser Kapelle ewiger Vikar. 2) I.J. d. H. 1511 am Abende der heiligen 
Dreifaltigkeit ist gestorben Herr Otto Rantzau, 
Ritter Hinrichs Sohn, dem Gott gnädig sei. 563 Kreuzaltar: Bittet Gott für alle diejenigen, 
welche dieser Tafel zu Hülfe gekommen sind, 
sie seien lebendig oder tot, in dem Jahre, da 
man schrieb 1506. HSV(?) 564 Grabplatten: 1) I. J. d. H. 1228 trat Herr 
Adolf in den Orden der Brüder ein ; Gott, 
den Orden und der Welt teuer, starb er in 
Christus 1261. — Einst unserer Herren Vater 
und Spiegel-, Lob der Holsten, Graf Adolf, 
der Sitten Richtschnur, liegt hier, die Blume 
der Blumen und Ehre und Edelstein der Guten, 
dem der Orden der Minoriten den Kranz der 
Gaben übertrug. Dass nicht der Betrug der 
bösen Geister uns vom Gebete abwende, ge¬ 
leite er uns durch der Heiligen Fürbitte zur 
Höhe des Himmels. 2) I. J. d. H. 1415 am Tage der heiligen 
. . . Perpetua und Felicitas (7. März) starb 
die ehrwürdige Frau Anna, einst berühmte 
Gräfin Holsteins; (sie ist) hier begraben; 
ihre Seele ruhe in Frieden, Amen. 3) 1347 am Tage des Vitus (15. Juni) starb 
Margareta . . .; i. J. d. H. 1365 am Tage 
. . . starb . . . des Doktors ... für ihre 
Seele. 2, 17 Am Altar, Adler mit einer Rolle: Im 
Anfang (war das Wort u. s. w.). 18 Grabstein: I. J. d. H. 1401 am Tage St. Lucas (18. Oct.) starb Nicolaus Stake, ein 
kräftiger Dienstmann, der begraben ist mit 
seinem Weibe Jutta und seinen Söhnen. 23 Grabstein: I. J. d. H. 1493 am Tage der 
heil. Margareta (22. Febr.), da starb Gorms 
Pragge, dem Gott gnädig sei. 25 Leuchter: I. J. d. H. [14)93. Dieser
		

/Sponsorzy_051_07_0264.djvu

			192 Wörterbuch. Inschriften. Leuchter gehört zu unser lieben Frauen Zeiten 
(den Marientagen). Bittet Gott für Benedikt 
Pogwisches Seele. (Vgl. 2, 36.) 2, 28 Grabstein.: I. J. d. H. 1497 Herr ... für 
sein Begräbn's. 31 Orgel: Nach der Geburt Christi 1517 da 
ward diess Werk gebaut. 32 Grabplatten : 1) Michel Smid, Bürgermeister, 
und Katharina, seine Hausfrau. 2) Martin 
Damlos, Bürgermeister. 3) Nikolaus Stolte, 
zweiter Bürgermeister (proconsul). 36 Leuchter : Bittet Gott für Benedikt Pogwisches 
Seele. I. J. 1491. Diese Leuchter gehören 
zu unser lieben Frauen (Maria). Vgl. 2, 25. 43 Chronik: Die neue Krempe ward gebaut nach der Geburt unsers lieben Herrn 1244. 
Damals war Graf Gert Herr zu Holstenland, 
zu Stormarn und zu Schauenburg. Der ehr¬ 
bare Fürst mit seinem (Hofstaate liess selbst 
anlegen Strassen, Dielen (Hausplätze), Kirch¬ 
hof und Markt dieser Stadt und den Ring 
ganz herum und gebot den Holleuten [d. h. 
welche nach dem höllischen Rechte lebten, 
also eingewanderte Holländer, doch vgl. 
»hullüde«] in dieser Gegend und in seinem 
Gebiete, dass sie den Wallgraben mit graben 
hülfen. 44 Am Kirchturme: I. J. d. H. 1244 ist diese 
Stadt erbaut worden. I. J. d. H. 1334 am 
Tage des heil. Stuhls Petri (22. Febr.) ist 
dieser Turm begonnen worden. Bauherr Jo¬ 
hannes Butenschone. 50 Altar: Herr, erhöre mein Gebet, und mein 
Geschrei möge zu dir dringen, und du mögest 
dich nicht abwenden. 52 Grabsteine: 1) I. J. d. H. 1375 am Tage 
der heiligen . . starb Herr Marquard Dens- 
bulten, Pleban dieser Kirche. — 2) I.J. 14- • 
am 2. Wochentage des Maies starb Herr Hin- 
rich Bulle, . . und Vikar dieser Kirche. Betet 
für ihn. — 3) I.J. d. H. (13)30 starb Herr 
Johannes Kend, Vikar in Neustadt am Altar 
des heil. Lorenz. Betet für ihn. — 4) I. J. 
d. H. 1493 am Tage • • starb Herr Hin- 
rich . ., genannt (alias) Uterkamp, 12. Pleban 
der Kirche zu Neustadt. Betet für ihn. — 
5) I. J. d. H. 1472 am 6. Wochentage nach 
Pfingsten starb Herr Johannes . . — 6) I.J. 
d. H. i . . . sein Weib ... — 7) I. J. 1557 
starb der Vater, i. J. 1564 starb die Mutter. 
Diess Begräbnis gehört Otto Ranzau und seinen 
Erben. I. J. 15— starb die ehrbare Frau 
Magdalena Ranzau. I. J. 15 . . 52 Hospital: I.J. Christi 1636 ist diess Hospital 
erbaut und vollendet worden. 75 Gerwekammer: I.J. d. H. 1420 da verstörte 
[vgl. Goethes »Neuen Amadis« 3, 2] König 
Erich Fehmarn, und darnach 85 (Jahre) ward 
das Chor gebaut mit 3 Kreuzgewölben, und 
i Jahr darnach ward das Leichhaus und die Garwekammer und das Orgelwerk und das 
ganze Gestühl bereitet. Hans Wolden und 
Hans Godemann waren damals Vorsteher. 
Bittet Gott für sie und für alle Wolthäter. 87 Kohlenbecken: I. J. d. H. 1491. Herr Jonas 
Kule, Probst auf Fehmarn, gab das Schaff... 93 Kohlenbecken: I. J. d. H. (14)93 da gab 
Hermann Kronert diess Schaff in die Kirche 
zu Petersdorf (auf) Fehmarn. — Hierzu hat 
Hermann Kronert auch gegeben eine Ver¬ 
schreibung für 50 Marken Hauptgeldes und 
3 Marken ewiger jährlicher Rente (Zinsen) bei 
den Schliessern desselben Gotteshauses, die 
Kohlen dafür anzuschaffen. 102 Stein an der Kirche: Hilf Gott, Jaspar(K—), 
Melchior, Balthasar. 122 Altarkanne: F(rau) Hedwig Margarete Eli¬ 
sabeth geborene und vermählte Ranzau hat 
diese Kanne und (diess) Altarlaken in dies 
Kirche gegeben, dass es dauernd bei dem 
Hause Botkamp verbleiben soll. I. J. 1640 
den 23. Mai. 129 Denkstein: Heinrich Ranzau, Statthalter 
von Cimbrien (Schleswig-Holstein) hat (diesen 
Stein) machen lassen. I. J. d. H. 1594. In 
seinem 69. Lebensjahre. 133 Grabstein : . . Domherr zu Lübeck. 1432. 143 Balken: Der Segen des Herrn erfüllt das 
Haus mit Gütern. I. J. d. H. 1572. Bete 
und arbeite! — 170 Getäfel: Moses zerstört hier das geheiligte 
(Götzen)bild des Kalbes. Die Bundeslade 
wird dem Dagon die Ursache plötzlichen 
Sturzes. — In das Vaterland kehrte David 
nach Sauls Tode zurück. — Man geht ins 
süsse Vaterland. — Heil. Dreieinigkeit, er¬ 
barme dich unser. 173 Grabplatte: 2) I. J. d. H. 1485 am 3. 
Wochentage nach Michaelis starb Hans 
Ranzau. 178 Ueber einem Tore: Heinrich Ranzau, des 
erhabenen Dänenkönigs Statthalter von Schles¬ 
wig-Holstein, kaufte diese Burg Ranzau von 
seinen Geschlechtsgenossen für 59000 Thaler 
und erbaute sie von Neuem i. J. d. H. 1592, 
als er 67 Jahre alt war. 185 Standleuchter: Hinrich Neuhaus gab (ihn). 196 Leuchter: I. J. d. H. 1469, da waren 
Kirchengeschworene Peter Subber, Henke 
Kolre, Hinrich Tede. 199 Tor: Die Eider die Grenze des römischen 
Reichs. 208 Epitaphe: 1) Dieser Helm und Schild. 5) Ihr eilt ins Vaterland, wir irren auf der 
traurigen Erde, Euch umfängt der glänzende 
Himmel, uns der thränenreiche Tag. 210 Epitaph 12) Jedes Land ist für den Tapfe¬ 
ren das Vaterland. 230 Kirche: Diess Haus ist durch frommesGebet 
und Predigt vorbereitet. (Die erhöhten Buch¬ 
staben sind ein Chronogramm und ergeben 
die Jahreszahl 1624. Vgl. 292.)
		

/Sponsorzy_051_07_0265.djvu

			Wörterbuch. Inschriften. 193 232 Ehewappen: Jeder Boden ist für den tapferen 
Mann Vaterland. 263 Klosterbau: I.J. 1500 und (=superaddito)6, 
damals war eben Klüver Vorsteher des Hauses. 287 Schriftband Christi im Bogenfelde: Tu michi . . Vo . . . . untide pellet. (Unerklärt.) 297 Altar: Diess ausgezeichnete Werk ist voll¬ 
endet im J. der Fleischwerdung des Herrn 
1521 zu Ehren Gottes. 301 auf Wappen: Jesus, Maria. 353 Deckenmalerei: Mit Beharrlichkeit und Arbeit. 365 Deckenstütze: Im Jahre unsers Herrn 1488 
da baute ich, Hans Dreser, . . . 384 Abb. 1290 auf dem Obelisken: Den wir 
mit reinem Herzen als den Dreieinigen be¬ 
kennen , zu Gottes Lobe ist diess begonnen 
und vollendet. 387 Stein: Heinrich Ranzau, königlicher Statt¬ 
halter, hat (diess) machen lassen (fieri fecit) 
im Alter von 50 Jahren. Gott geweiht. Im 
J. d. H. 1575. 388 Pergamentzettel: Dieser Altar dieser Kirche 
ist geweiht zur Ehre der allerseligsten Jung¬ 
frau Maria und der heiligen Anna, ihrer 
Mutter, und der heiligen Apostel Petrus, 
Paulus und Bartholomäus im J. d. H. 1330 
am ersten Sonntage nach dem Feste des 
heil. Michael. 399 Altarstaffel: O Maria, Mutter Gottes, bitte 
für uns. 402 Sakramentshaus: Heil. Maria, bitte für uns. 424 Denkstein: I. J. 1570 den 3. April starb 
Marrin Matthes Tochter, der Gott gnade 
(gnädig sei). 424 Epitaph 2: W. P. fertigte es. Das Antlitz 
des Mannes und den Namen des Malers 
siehst du beides u. s. w. 451/2 Bild: Spielet sorglos, während wir mit 
feindlichen Waffen das ungrische und sarma- 
tische Land rauben. Ists möglich, wenn ihr 
erschaut, was die Zeitumstände fordern ? Diess 
Spiel wird euch verderblich sein. 453 Grabstein: I. J. d. H. 1494 starb Gerd 
Mitte (Nutte), dem Gott gnädig sei mit Ikeben, 
seiner Hausfrau, . . und allen Christenseelen. 470 Grabsteine: 1) I. J. Jesu Christi, unsers Seligmachers, 1567 . . Hermann Reinart 
Schulte. Sieh, (ich bin) das Lamm Gottes. — 
Heute mir, morgen dir. 486 Grabplatte: I. J. d. H. 1567 den 14. De¬ 
zember ist die ehrbare und vieltugendsame 
Jungfrau Katharina von Anevel (Ahlefeld), 
Hinrichs Tochter, selig entschlafen. 486 Becher: Bittet Gott für Herrn Johann 
Schoneveld. — Brustspange: Kl. = [Eigentum] 
der Kalandsbrüder. 487 Bischofsring: Detlef Pogwisch, Bischof (epus = episcopus) von Schleswig. 487 Handtuch: Gegrüsset seist du (eya für 
ave), voller Anmut. (? Das Folgende ist ver¬ 
dorben.) Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. 509 Missale: I. J. d. H. 1504 ward diese Kirche 
erbaut. 517 Kirchtüre, Heiligenbild: Dionysius der Areopagit, erster Bischof der Athener. 531 Tabula des Triumphkreuzes: Jesus von 
Nazareth, König der Juden. 534 Leuchter: Im Jahr 1418 gab Hans Rike 
und Anneke, seine Hausfrau, diese Lucht, 
dass ihnen Gott gnädig sei. 536 Herrenhaus, Schrifttafeln: I. J. d. H. 1577 
Heinrich Ranzau, im 53. Jahre seines Lebens. 
E. B. —r I. J. d. H. 1577 Christina von 
Halle, in ihrem 45. Lebensjahre. B. 553 Grabstein: I. J. d. H. 1392 am Freitage 
nach — starb Volrad von Wezenberg und — 
555 Grabsteine: 1) I. J. d. H. 1302 am Tage 
vor Lichtmess (2. Febr.) starb Hinrich . . — 2) I. J. d. H. 1379 am Tage des heil. 
Martin starb MarquardEmekini, Bürgermeister und Schöffe (zu) Zarpen. •— I. J. d. H. 13 . . starb Elisabeth, Emekinis Frau. 
Betet für beide. 561 Ueber der Kirchentür: Hier liegt Olaus Staverskow, betet für ihn. 567 Grabstein: I. J. 1552 . . 578 Altar: 8 Heiligennamen; Komm, komm, 
komm, meine Freundin, lass dich krönen; 
4 Apostel; Hl. Petrus, Fürst der Apostel; 
8 Namen männl. und weibl. Heiligen. 595 Bleikistchen: Des heil. Nikolaus, der heil. 
Jungfrau. 597 Vorsetztafel: Kommt zum Gerichte. 602 Altar: Die hochherrliche Jungfrau Maria. — Bitte für uns durch deinen Tod. (Die 
Forts, hat keinen Sinn mehr.) 603 Kanzel: Der Wortlaut ist entstellt aus Je- 
saias 58,1 »clama, ne cesses, exalta vocem 
tuam sicut tuba, d. h. Rufe, schone nicht, 
erheb deine Stimme wie eine Posaune. 624 Tor: I. J. d. H. 1519 Friedrich von (Holsten), Herzog zu Schleswig. 629 Beischlagpfosten: ich mag sterben — ewig 
zu lang (?). 640 Altar: Prophet Moses; Erlöser der Welt; Hl. Johannes der Täufer; König David. 653 AltarflUgelbilder: Johannes ist sein Name. — Gelobt (sei) der Herr, Gott Israels. 
654Grabstein: Peter Ecken,Pleban dieserKirche; seine Seele ruhe in Frieden. I. J. 150°. 657 Münzen: Waldemar, König von Dänemark 
und Norwegen. 672 Grabkreuz: Bittet Gott für Margareten Seele, dass ihr Gott gnädig sei. 672 Ziegel: In Gottes . . 673 Grabstein: I. J. d. H. 1370 am 15. Tage 
des Monats Januar starb Frau Christina. . . 
Tychsen (im Texte also 1370 zu lesen). 673 Kanzel: Unter dem Propste Petraeus und 
dem Pastor Calixtus lass diese Kanzel dich, 
o frommer Christus, lange verkündigen. (Die 
erhöhten Buchstaben sind ein Chronogramm 
und ergeben die Zahl: 1581. Vgl. 292.) 13
		

/Sponsorzy_051_07_0266.djvu

			W örterbuch. Intarsia — canelliert. 194 Intarsia Einlage, Einlagearbeit S 121 (vgl. 
Auflagearbeit). Interimskirche (Zwischenkirche) ein Raum, der 
während der Unbrauchbarkeit der eigent¬ 
lichen Kirche für diese als Ersatz dient. Isaaks Opferung S 159. Italisch, italienisch, vgl. all Italiano, ferner 
182, 38. 530, 3 u. 9. Italisierende Manier der 
Malerei 54, 2 die der sog. Manieristen. Jagd S 160. fries 170,5. Abb. 213. Jansenisten 483,28 Anhänger des Corn. Jansen, 
Bischofs von Ypern 1584—1638. Janusbild 179, 3 mit Doppelkopf, nach vorne 
und hinten. Jesu Leben S 138 fr. Joch im Gewölbebau jede der aus einem für 
sich gebildeten Gewölbe bestehenden Ab¬ 
teilungen , in die der Raum, nach seiner 
Längenrichtung, zerfällt. Scheidungsgrenze 
der Joche ist die Mittellinie der Pfeiler, 
Wandpfeiler, Gurtbogen. Dreieckige Joche 
in Abb. 387; aus fünf Seiten des Achtecks 
gebildetes Joch in Abb. 795. Judentum S 159. jünger gotisch 2,531,28 aus jüngerer gotischer 
Zeit. Jungfern-adler 161,41. 189, 1. Abb. 1483; 
Adler mit Jungfrauenhals und Kopf. — 
-becher S117, Becher in Gestalt einer 
Jungfrau. Der Rock dient als Kuppe. — 
-chor ist in Abb. 1226 der für die Stifts¬ 
frauen bestimmte Teil des Kircheninneren 
genannt. — -leuchter S108, Hänge¬ 
leuchter , der als Hauptteil den Oberkörper 
einer Jungfrau enthält 140, 35. Jürgengruppe: Gruppe, die den Kampf St. 
Georgs mit dem Drachen darstellt. Justitia, Justiz 241,21 u. 29 die (auch auf der Abb. 
zu 2, 620) als Person dargestellte Tugend 
der Gerechtigkeit (s. Plaupttugenden). Sonst 
ist Justiz auch der Platz, wo Galgen, Rad, 
Pranger sind N. 13. Jütsches Low (Recht) N. 5. 3, 6. S 123. Kaak S 131 hochdeutsch Pranger: der Platz, 
wo die mit der Strafe des Halseisens Be¬ 
legten ausgestellt wurden. Oft erhub sich da 
eine Säule, mit der Gestalt eines Bewaffneten 
geziert, die auch Kaak genannt wird. caelator 454 Arbeiter mit Meissei und Stichel, 
Hersteller erhabener Arbeit. Kaffsims S 73 s. Gesims. Kain und Abel S 159. Kaland S 131 eine Bruderschaft, an der Geist¬ 
liche und Weltliche, auch wol Frauen, teil¬ 
nehmen konnten. Die Brüder hiessen auch 
Kalenderherren und versammelten sich unter 
geistlicher Leitung regelmässig den I. jedes 
Monats. Ihr Zweck war die Abhaltung von 
Seelenmessen und gemeinsamen Andachten, 
gegenseitige Unterstützung, feierliche Be¬ 
erdigung der Mitglieder. Der Vorsteher hiess 
Dechant, der Versammlungsort Kalandshaus 
358, 11. 2, 506, 33. Der Kaland erhielt nach Altären oder Heiligen (vgl. Allerheil.-Kaland 
162, 24) auch weitere Namen. — -silber 
das dem K. gehörige Silberzeug 2, 482. ealeulus 2, 508, 16 soll offenbar »Zahl« be¬ 
deuten. Kalfaster (calefactor? ?) S 64. Kalkhaus s. v. a. Geräthaus, Vorratskammer für 
Kalk, Bretter, .Steine zum Bedarf des Kirchen¬ 
gebäudes 149,37. stuck Stuck aus Kalk¬ mörtel S 70 oder aus solchem vorzugsweise 
187, 38. — -tuff 377, i ein aus kalkhal¬ 
tigem Wasser gebildeter (und sich noch stets 
ebenso bildender) löcheriger Kalkstein. — 
- stein S 67. Calvaria, Schädelstätte, Calvarienberg, auch 
Oelberg: ein Hügel als Nachbildung Gol- 
gathas mit dem Gekreuzigten, gewöhnlich 
mit .Stationen verbunden, und als deren Ab¬ 
schluss dienend. Vicaria, Cap. Calvariae 
S 82: dem Leiden Christi geweihte Vic. oder 
Kapelle. Kamin S 135. S. auch Sakristei. Kamm s. Blumenkamm; so Abb. 744. Zu 552. Kammersiegel N. 17. Kämpfer, Widerlager eines Bogens, besonders 
derjenige, meist seine Bestimmung durch 
künstlerische Ausbildung bezeichnende Stein, 
der das Widerlager bildet. — -gesims 
(S 77), verzierter K. (S80), auch einfach K. 
ist daher das auf einer Wandstrecke, einem 
Pfeiler, einer Säule ruhende Glied, das einen 
Bogen trägt, und in dessen Widerstands- 
(Kämpfer-)linie liegt. — -höhe die 
Ebene, in der die Kämpferlinie eines Bogens 
liegt; der Punkt, in dem die Bogenlinie die 
Kämpferlinie schneidet., heisst Kämpfer¬ 
punkt, allgemeiner Kämpferstelle 355, 
36. 366, 28. Die Kämpfergliederung ist bandförmig (s. d.), platten- (Abb. 363. 459), 
wulst- oder stab- (Abb. 276), viertelstabförmig 
(Abb. 183a), angekehlt, gefast, hohlleisten¬ 
artig (Abb. 13), auch reicher Abb. 35. 45. 
183. 479. 525. 617. Umgekröpfter (ver- 
kröpfter) Kämpfer in Abb. 118.230. Oefters 
findet sich an Stelle des K. ein Ueber¬ 
greifen des Bogens S 76 s. Abb. 632. Candelaber, Lichtträger, künstlerisch ausge¬ 
bildeter Leuchter. — so, oder Docken (s. d.), 
werden Säulen, Halbsäulen und ähnliche 
Gebilde genannt, welche die freie Gestaltung 
von Candelabern, gewöhnlich in Drechsler¬ 
arbeit, nachahmen 360,40. Abb. 209. 1517. 
Im Barock haben die C. häufig viereckigen 
Querschnitt. canelliert, gerillt: mit senkrechten Rillen von 
etwa halbkreisförmigem Querschnitt versehen. 
Abb. 555. 623. Zu 254 u. 2, 300. Umge¬ 
kehrte Canellierung, in Abb. 401. 750: statt 
mit Rillen mit nach aussen gekehrten rund¬ 
lichen Streifen; in der spätesten Ren. ist es 
nicht selten, dass der Unterteil der Rillen mit 
einem vollen Rundstabe besetzt oder davon 
gefüllt ist, oder dass überhaupt statt der Ca-
		

/Sponsorzy_051_07_0267.djvu

			Wörterbuch, canelüert—Karyatide. 195 nellierung die Besetzung mit solchen Pfeifen 
(halben Rundstäben) stattfindet. Kanne. Tauf- S 105 ; Altar- S116. Kanone S 136. Canonicus, Chorherr , Domherr, Angehöriger 
eines Collegiatstiftes. Reguliert sind die 
Canoniker, wenn sie klösterlich beisammen 
wohnen; im andern Falle saeculares. kantig gewundene Leuchterständer s. Säule. Kantlisene 12, 26 Lisene an den Kanten 
(Rändern) eines Gebäudes. cantoniert ist ein viereckiger Pfeiler, wenn in 
seine Kanten je ein mehr oder weniger voll¬ 
ständiger Rundstab eingeschnitten ist. Kanzel S 94—97. Typen: Anglisch Abb. 409. 
Eiderstedtisch Abb. 113. Friesisch zu 254. 
Rendsburger Abb. 157. Sundewitter zu 254. Tonderisch zu 2, 560. bühne die Bühne, an der die Kanzel angebracht ist, oder 
mit der sie in Verbindung steht 216, 17. 
230, 8. 2, 479, 10. — -gitter S 117. — 
-knauf der an scheinbar freihangenden 
Kanzeln den unteren Abschluss bildende 
Knauf; er fasst gewöhnlich Ranken, die von 
den Ecken ausgehen, zusammen. Abb. 728. 
1313. 1679. — -tür Abb. 452. Capelle ist ein gottesdienstliches Gebäude, ohne 
Rücksicht auf seine Grösse, wenn es nicht 
als Kirche (Pfarr-, Dom-, Klosterkirche vgl. 
Chor) bezeichnet werden kann , weil es an 
den Rechten der Pfarrkirche, besonders Tauf¬ 
und Bestattungsrecht, fehlt. Der Vorsteher 
der Capelle heisst als solcher Caplan (s. d.); 
der Pfarrherr, Rector der Pfarrkirche, ist ihm 
übergeordnet. Nach schleswigschem Sprach- 
gebrauche werden öfters wirkliche Kirchen 
auch Capellen genannt, entweder weil sie 
von geringerer Bedeutung oder Grösse sind 
oder weil sie zu einer anderen Kirche in wirk¬ 
lichem oder eingebildetem Abhängigkeitsver¬ 
hältnis stehen oder gestanden haben. Man 
hat auch, als Teile anderer Gebäude, Haus-, 
Schloss- (S 133), Spitalcapellen. Eine Ka¬ 
pelle braucht weder Chor (S 56) noch Turm; 
doch fehlen diese nicht immer. Vgl. Chor. 
In und an den Kirchen nennt man (vgl. 
»Vicarie«) Capellen die mit besonderem 
Altäre versehenen, ganz oder teilweis abge¬ 
trennten oder auch angebauten Räume; bilden 
sie, wie in Abb. 1187, eine fortlaufende Reihe, 
so ist das ein C ape 11 enschiff. — Unter¬ 
gegangene Capellen S 53. Capitäl (Mz. Capitelle), Knauf, das Glied, wel¬ 
ches den Oberteil einer Säule oder Halbsäule 
bildet; auch an Pfeilern,’ Hermen, Pilastern 
wird der Abschluss so genannt. Dorisches 
31,37. 150,35; jonisches Abb. zu 466; 
korinthisches Abb. 555; toskanisches s. d.; 
antikisierende schliessen sich den alten an Abb. 1228. Würfel Abb. 230; Trapez- — Abb. 837; Ziegelwürfel Abb. 839 ff.; Klauen Abb. 276; Kelch s. kelch¬ förmig. Knospen- — s. d. Verzierte — S 80. 
Die platten Seiten des Würfelknaufes sind 
seine Schilde. Kapitel, die körperschaftliche Versammlung der 
stimmberechtigten Mitglieder einer geistlichen 
Gesamtheit, insbesondere der Dom- oder 
Stiftsherren an einer Dom- oder Stiftskirche. 
Hamburger Kapitel 123, 26. Schleswiger 
180, 23. 327, 3. Hadersleber 352, 27. — 
-haus, -saal, der Raum, in dem die K. 
abgehalten werden. Kaplan s. Capelle. Seine Wohnung Kaplanei. 
Aus Kaplänen sind oft später zweite Geist¬ 
liche geworden; ihre Stelle heisst oft noch 
Kaplanei, so 214, 7. Kappe eines einfachen Kreuzgewölbes: die 4 es 
bildenden durch die 2 Diagonalen ge¬ 
schiedenen dreiseitigen Gewölbfächer. Hat 
das Gewölbe echte Rippen, so sind, die Kap¬ 
pen zwischen diese gespannt, und heissen 
auch Gewölbschalen oder Calotten, besonders 
wenn sie sehr dünn und leicht gebildet sind. 
Vgl. busig. Kappen für Sänger 521, 11, Kopfbedeckung, so 
hiess insbesondere im 15. und 16. J. die Mütze 
der Geistlichkeit und die Sturmhaube der 
Krieger. Kapstuhl 165. 2, 206, eine Lettnerbühne (Sing¬ 
gestühl, Aufenthalt für Sänger? [vgl. Kappe]) 
s. auch Schülerchor. Cardinaltugenden s. Haupttugenden. earitas s. charitas. Karnhaus S64S. v. a. Karner, Beinhaus? 262, 17. Karnies S 72 als Gesimsform Abb. 285. Kartäuserkloster 2, 156, 10. Es gab im Lande 
nur eines, zu Ahrensböck im jetzigen Fürsten¬ 
tum Lübeck, zwischen Ploen und Lübeck, 
das 1397 gegründet war. Cartusche, Zierschild; ein Schild (das Wappen, 
Inschriften u. dergl. enthalten kann), dessen 
Rahmen mannigfach und kunstvoll ausgebildet 
ist, Abb. 292. 1006. 1025. 1057. 1675. In 
der Spät-Ren. ist die C. besonders beliebt, 
und man kann von einem Cartuschestil 
sprechen, in dem das Cartuschenwerk, die 
eigentümliche Gestaltung solcher Rahmen, 
besonders stark hervortritt, Abb. 357 vgl. 
377. Dieser Stil ahmt zunächst, indem das 
einfache Flachornament der Ren. gebogen, 
verbogen, durcheinandergesteckt, geknüpft, 
vernietet, mit Nägeln, Knöpfen, Nagelköpfen, 
Spangen besetzt, fesselnd und bindend, auch 
umschliessend, mit Figürlichem in Vereinigung 
gebracht wird, zerschnittenem Leder oder 
Metall (Leder-, Metallstil) nach. Das so ent¬ 
standene Ornament wird wieder nachgeahmt 
von der Malerei 134, 31 , auch der Gold¬ 
schmiedekunst in Grab- und Treibarbeit 322, 
26. Bisweilen sind Cartuschen als selbständige 
Gliederungen statt. vor einem Grunde ganz 
frei angebracht 401, 7. Karyatide 271,4 weibliche bekleidete Statue,
		

/Sponsorzy_051_07_0268.djvu

			196 Wörterbuch. Cassettendecke — Kelchinschriften. anstatt einer Säule Trägerin von Gebälk, 
Abb. 1210. Kasel, Messgewand (s. d.) der Geistlichkeit, 
anfangs ein ermelloser Mantel, glockenförmig 
nur mit einem Loch für den Kopf, später 
mit Seitenausschnitten für die Arme, daher 
in getrenntes Vorder- und Rückenstück zer¬ 
fallend. Abb. 1023. 1610. Cassettendecke. Wo die Deckbalken nicht von 
unten verschalt werden, die Zwischenräume 
aber durch Querteilung in quadratische, gleich¬ 
grosse vertiefte Räume (Cassetten, Käst¬ 
chen) zerlegt sind, die durch Profilierung 
künstlerische Gestaltung erhalten, entsteht eine 
Cassettendecke. Kastell S 130. 2,463. Kasten und Kisten S 106. Kästchen für die 
hl. Gefässe S 113. Kasten eines Altares 
s. v. a. Schrein 413, 11. bank = Sitz¬ kasten s. d. Kate (Abb. 977) ländliches Haus, zu dem keine 
Hufe gehört. „katholisch“ nennt man hier Gegenstände, die 
aus vorreformatorischer Zeit stammen und den 
religiösen Gebräuchen der katholischen Kirche 
zu dienen bestimmt sind oder waren. So 
Altar 383,4: gotischer Schnitzaltar. Kaupe (oberdeutsch) 2, 107, 5, Dachnase, Dach¬ 
erker. Cavalierbau 308,1, -haus 463,24 Gebäude beim 
Schlosse, das zur Beherbergung des Gefolges 
vornehmer Gäste dient. Kegeldach, Kegelhelm, kegelförmiges spitzes 
Turmdach. Kehle S 70 s. Hohlkehle. — Kehle am Dache 
292,8, Dachkehle, der von 2 aneinander- 
stossenden Dächern gebildete Winkel. 
Keilstein 428, 36, Stein, dessen Form die Zu¬ 
gehörigkeit zu einem Bogen bezeugt. Kelch S113—6. Frühgotisch Abb. 106. Halb- 
kuglige Kuppe Abb. 140, stramme 310, go¬ 
tisch 16. 154, Ren. 381, barock 789. — 
-förmige Knäufe S 80 sind aus der Hohl¬ 
kehle gebildet, Abb. 849. 1346. seite s. Brotseite. Kelchinschriften (G. G.). Von nachreformatorischen Kelchinschriften sind 
imWerke einige gegeben (292. 384. 484 Kranken¬ 
kelch 2,494). Die älteren, in got. Minuskeln, 
seltener in Majuskeln, selten mittelniederdeutsch, 
meist lateinisch, enthalten bisweilen Verse (so 115). A. Auf den Röteln der Knaufe,- fast stets. 
Da sind es immer nur die Buchstaben des 
Namens ‘Jesus’, einmal ‘Jesus Christus’ (474). B. Am Stiele häufig, und zwar I. Heilige Namen: a) Jesus 2,444, 1. 648,1. b) Jesus von Nazareth, 
König der Juden 2, 486. c) Jesus Christus 112. 
d) Christus 2, 422, 1. e) Jesus Christus, 
Marien Sohn 118. f) Jesus Maria 500, 1. 2, 
24, 2. 109, I. 109, 2. 263. 327, 2. g) Christus Maria 452. 2, 502. h) Maria 94 (mehrmals). 
O Mutter Maria 213. II. Anrufungen Gottes, Christi, 
Marias: a) O hilf, Gott 205. 2, 444, 1. Hilf, Gott, Jesus 
Christus 2, 23. — Hilf, Gott und Maria 486. 
510. —Hilf, Gott, hilf, Maria2,Jl4,2. b)Herr, 
erhöre mein Gebet 88. — O Herr, erhöre 
meine Stimme 115. 2,453. c) Gott, durch 
deinen Namen mache mich selig 108. d) Jesus, 
hilf uns 498. Jesus, erheb dich 2, 183, 2. 
e) Hilf, Maria und Johannes 2, 482. f) Ge- 
grüsset seist du, Maria, voller Anmut. 1) Voll¬ 
ständig: 2,59,1. 537,1. 682,2. 2) Unvoll¬ 
ständig: 322. 2, 422, i. g) Sei gegrüsst, 
wahres Blut (oder: wahrer Leib) 2,648, t. C. Auf dem Rande des Busses ringsum 
laufend. Diese Inschriften enthalten das Jahr, heilige 
Namen, auf die zum Schmucke dienenden Gra¬ 
vierungen bezüglich, Anrufungen, Angaben über 
die Bestimmung und Zugehörigkeit der Kelche, 
Weiheformeln, Stifter- oder Besorgernamen. I. H eilige Namen : 88 Ecce homo. Hl. Katharina. 2, 108, 1 Jesus 
Christus. Maria. II. Anrufungen: a) Das [hiermit] gestiftete Gefäss lass, o Jesu, 
dir angenehm sein. Zum Ruhme des 
Kreuzes gieb dem Stifter die Freuden des 
ewigen Lichtes. 115. b) O heil. Laurentius, bitt für uns. 94. III. Bestimmung und Zugehörigkeit. 
Formel: Dieser Kelch gehört (ist besorgt für) ; 
es folgt zuweilen bloss Angabe der Kirche, 
häufig genauer des Altars. 1, 15 (Hochaltar der Kirche des hl. Nicolaus 
zu Apenrade). 107,1 (Altar des hl. Apostels 
Jacobus und der Jungfrau Dorothea in der 
Kirche zu Weklingboren). 107,2 (der Bruder¬ 
schaft des hl. Leichnams zu Wislingeburen). 
112 (Altar des hl. Michael und der hl. 
Katharina in der Kirche des Herrn zu Barlt). 
213 (der Jungfrau Maria). 498 (in die 
Kirche auf Pilworm). 2, 109, i und 2 (Marien zu Quickborn). 252 
(für die ewige Messe). 263 (Marien zu Kale- 
bui). 453 (der Kirche zu Brockdorf). 502 
(Altar der Kalandsvicare). 598 (für das , Kloster zu Lügum). IV. Weiheformeln: a) der Jungfrau Maria 213. b) zur Ehre des Johannes, zum Lobe Gottes 
2, 94, 2, des Leichnams Christi 2, 183,1 der 
heil. Anna 2, 654. V. Stifter- oder Besorgernamen. 
Gewöhnlich: procuravit (besorgte), dedit (gab), 
dicavit (stiftete). 101 (Herr Heinrich Graen, Domherr des hl.
		

/Sponsorzy_051_07_0269.djvu

			Wörterbuch. Kelchinschriften—Chorherren. 197 Gereon zu Köln). 112 (Johannes Fabri, der 
Stifter, d. h. der Vicarie oder der Messe). 
ii5(?). 205.213. 231 (Stephanus Knuti, Rector 
in Tatingen). 277. 310, I (Frau Eibe Se- 
steden). 382. 498. 2, 24, i (Anders, der hat diesen Kelch gegeben 
zum Andenken , ‘in minne’ ? ?). 59, 2. 79 (Diesen Kelch lieferte hierher Herr Dietrich, 
der einst Propst dieser Kirche gewesen war). 
94, 2. 109, 1. 114, 1. 121, i (Herr Detmer 
van Parchew und Frau [ver für vor, oder 
für her = Herr?] Windelborg, die geben 
diesen Kelch, dass man ihrer gedenke). 
121, 2. 183, i (Diesen Kelch samt dem Altar 
besorgten Herr Hinrich Blomenberg, Rector, 
Marquard Stoltenberg, Henneker Junge, 
Kirchen geschworene, aus den Almosen [ele- 
mosinis] zur Ehre des Leichnams Christi). 
252. 327, 2. 386, 2. 453 (Herr Jakob, Vikar 
in der grösseren Kirche und der des hl. 
Jakobus zu Hamburg, stiftete in seinem 81. 
Lebensjahre diesen Kelch der Kirche in 
Brockdorf, welchem Orte er entstammt). 
462, i (?). 502 (gefertigt von den Beiträgen 
der Kalandsvicare). 598. 605. 654. 665 (Iwer 
Dieterichsen). VI. Stifterwunsch. Meist: Betet für ihn (sie). 115. 277. 382. 2, 24, 2 (Bittet Gott für die, welche dazu gegeben 
haben im Jahre 1506). 109, I (Bittet Gott für Hinrich Harvest und seiner verstorbenen 
Leute Seelen, und . . . die Handreichung 
haben zu diesem Kelche [gethan] ?). 114, 1. 121, 2. 453. 598 (für dieses Liebeswerk möge 
seine Seele zur ewigen Ehre bewahrt werden). D. Unter dem Fasse mitunter die Angabe des 
Gewichtes, öfters von späterer Hand. 88 (34 Lot). 452 (54 Lot). 500, i (47 Lot). 2, 109, i (31 Lot I Quint). 263 (33 Lot 
i Quint). cella 2, 506, Klause (s. d.), kleines Kloster. Kellersteig i, Kellereingang von der Strasse. Kelter, Christus in der K., symbolisches Relief, 
273.31- Kenotaph, leeres Grab, Grabmal für einen 
anderswo Begrabenen. Centralbauten S 59. Kerbschnittornament stellt regelmässige, daher 
oft gotisierende, geometrische Figuren und 
Linien dar, die in eine Fläche eingeschnitten 
— eingekerbt — werden und wird besonders 
auf den friesischen Inseln noch geübt. 417, 
38. N. 8. Kerbvt 366 s. v. a. Kerspel, Kirchspiel (eig. 
Kirchgespräch), nemlich Bereich der Kirche, 
Kirchaufgebot. — Kerksvaren, Kerkschwaren, 
die (gewöhnlich 4) Kirchgeschworenen, aus 
der Gemeinde gewählt; diejenigen, denen die 
Unterhaltung des Gebäudes und die damit zu¬ sammenhängenden Geschäfte obliegen, heissen 
bowmcster, Baumeister. — Kerkvogheden 20 
wol s. v. a. -svaren. Der Kirchendiener, 
der die Reinigung und andre niedere Dienste 
in der Kirche hat, heisst heute vieler Orte 
Kirchenvogt. Kerzenstall, Aufstellungsplatz für Kerzen S 108. 
433, 44- Kessel 2, 327, 30, als Teil der Ausstattung einer 
Kirche (?) oder des Klosters erwähnt. Charitas, die Liebe (s. Haupttugenden). Ab¬ 
gebildet als weibliche Gestalt mit Kindern, 
Abb. zu 2, 308. In der Darstellung der 
Haupttugenden fehlt sie in manchen Gegenden 
sehr oft ganz, man sieht dann nur Glauben 
und Hoffnung; hierin spricht sich der Gegen¬ 
satz des herrschenden lutherischen Orthodoxis¬ 
mus gegen andere Richtungen, besonders den 
Pietismus, aus vgl. 120, 3 ff. Cherub 2594, 44, Engel mit 4 Flügeln. Chor (der oder das) S61. 59: der Teil der 
Kirche, der für die geistlichen Handlungen 
bestimmt ist und den Hauptaltar enthält. Er 
liegt in der Regel höher als das Schiff (daher 
der Name hoher Chor). In Capellen kann 
er fehlen, in Kirchen soll ihn schon der 
Grundriss aussprechen; doch finden wir 
Kirchen ohne Chor im Anfänge des 13. Jahrh. 
(S 59) und häufig nach der Reformation. Im 
Volksmunde bedeutet hier Chor s. v. a. 
Bühne, Emporkirche (s. Professorenchor 
550, 14). In romanischen Kirchen nennt man 
Chor den Teil zwischen Apsis und Schiff 
(Chorviereck, Chorquadrat); im weiteren 
Sinne umfasst er die Apsis mit. Im Dome 
zu Schleswig ist vor dem hohen Chor der 
Pfarrchor. Klosterkirchen ohne Gemeinde 
heissen öfters selbst »Chor« 2,372,6; in 
Stiftskirchen ist Chor der von Schranken um¬ 
schlossene erhöhte, bisweilen weit in die 
Kirche hereinreichende Raum (so 2,375,5). 
Chor ist auch s. v. a. Kapelle 2, 284, 14. Chorbalken S 100 s. Abb. 70. 308. 350; auf ihm 
steht die Triumphkreuzgruppe. — -bogen 
S 76 s. Bogen. — --kämpferS 76. — - - ni- schen S 76. schmuck, der Schmuck der Chorbogenwand S 121; Abb. 404, s. v. a. --reihe 483, 2. S 150. brüstung 38, 33, niedere Scheide zwischen Chor und Kirche. 
— - gestühl, das mittelalterliche Gestühl im 
Chore, für die Geistlichkeit bestimmt und 
reicher ausgestattet; auch in neuerer Zeit 
noch öfters von bevorzugter Herstellung. Abb. zu 524u. 2,296. Abb. 316 f. gitter, den Chor abtrennend S 100. 117. — -gurt 
s. Gurt. — -haupt, Chorschluss, Chorende. hemde 521,11, das beim Chordienste wie von der Stifts- und Pfarrgeistlichkeit so 
auch von den Chorknaben getragene weisse faltige Ueberkleid. herren, -Stift S81, canonici (s. d.) reguläres S. Augustini: Geist¬ 
liche Herren, die sich zum gemeinsamen Leben
		

/Sponsorzy_051_07_0270.djvu

			198 Wörterbuch. Chorherren—Knollen. nach St. Augustins Regel verbunden haben 
(nur uneigentlich, und in späterer Zeit, Mönche 
genannt). Der Vorsteher eines solchen Col- 
legiatstiftes heisst Probst (zuletzt hatte Bordes¬ 
holm bloss einen Prior). kirche heisst 93, 3 der Ostteil der Kirche zu Lunden, 
weil er sehr lang war, oder weil er sehr 
viele Bühnen (»Chöre«) enthielt; 2, 169 zu 
Preetz der zum Chore gezogene, jetzt allein 
dem Gottesdienst dienende Teil der Kirche. — -Schluss einseitig (grade, platt) oder 
mehrseitig (aus dem Sechs-, Acht- u. Zehn- 
Eck). Selten trifft die Mittellinie auf eine 
Ecke, Abb. 132. 209,9. — -schranken 
S 94. 100 (Chorverschränkung 196, 36); vgl. gitter. Stuhl s. Chorgestühl — Die -winkel sind aussen am Zusammenstosse der 
Chorwände und der Ostmauer des Schiffes, 
wenn letzteres breiter ist als der Chor. Christus in Bildwerken S 138—47. 150. Ciborium 1) 526, 3 Gefäss für die geweihten Ho¬ 
stien , auch in der evangel. Kirche im Ge¬ 
brauch als »Dose«. Abb. 1005. 2) Baldachin¬ 
artiger Aufsatz über dem Altartische, von 
dessen Decke das Speisegefäss selbst herab- 
hieng. Die Gestalt eines solchen C i b o ri e n - 
altars zeigt in Annäherung der zu Schles¬ 
wig (Abb. zu 2, 256). Kilde, Quelle (dänisch) 50,13. cimbalum, cymbalum, Glocke des Refectoriums, 
Speiseglocke; 278 einfach Glocke? Cimber 2, 482, 32 Bewohner der Cimbrischen 
Halbinsel, oder daher stammend. Kinderfries s. Fries. — -Stuhl, Gestühl für 
Kinder s. Gestühl. — -haus 2,511,38 s. 
v. a. Vorhaus, Frauenhaus. Kirche vgl. Kapelle. — Kirchburgturm, ein 
Kirchturm, der zugleich als Burgturm dient, 
vgl. Wehrkirche. —• -geschworene s. Kerk- svaren. hofpforten S54, messe, ein Markt, der bei der Kirche, gewöhnlich 
am Jahrestage der Kirchweihe, dem Tage 
des Schutzpatrons, gehalten wird, 285,32. 
2, 109, 32. 150, 3. — -sp ielskirche 2, 541, 
Gegensatz zu Klosterkirche. — -werf, die 
für eine Kirche aufgeworfene Werft 452, 43. Kirchenausstattung S 89; -—-buch S 136 (vgl. 
auch Missale), — -heilige S 82 ff. — 
-hauptmann 3,43, wol einer der Kirch- 
geschworenen. lade 3, 14 dient zur Auf¬ bewahrung der Urkunden und Wertsachen der Kirche. modeli, Nachbildung einer K., ist häufiges Beiwerk und Kennzeichen 
von Heiligen, besonders der hl. Gertrud 
(Abb. 196). ■— -lehrer. Die 4 grossen 
lateinischen sind Hieronymus, Gregor d. Gr., 
Ambrosius, Augustinus. patrone S82ff. — -Vorsteher s. provisor, sluter. cireumstantiis (cum-martyrii) 2,521,7, Apostel mit den Umständen (Kennzeichen) ihres 
Martertums. ciselieren s. ausciseliert. Kisten und Kasten S 106. Cisterzienserorden, 1098 gestiftet, geregelt 1113 
durch den hl. Bernhard, daher auch Bern¬ 
hardinerorden genannt S 81. civitas 2, 44. 494, Stadt. Klafter 2, 225, 21, sechs Fuss. Klappöffnung in einer Türe S 75. — -sitze s. 
Misericordien. Klauencapitäl s. Kapital. Klause S 81. 288,16. 2,156,9: einem Kloster 
gehörende Wohnung, welche Gelegenheit 
gibt, zeitweilig einzelne Mönche in die Ein¬ 
samkeit zu senden. Kleeblattdienst hat die Form dreier zusammen¬ 
gebündelter Wulste, das Kleeblattprofil (den 
- querschnitt) S 78. — -enden am Kreuze sind kleeblattförmig ausgebildet. bogen, auch Kleebogen, Abb. 439. 1645; ge¬ 
spitzter Abb. 665. Kleinodien eines Gotteshauses 2, 506, 19, gottes¬ 
dienstliche Geräte aus edlem Metall. Kleriker 2, 156, 6, Geistliche. Klima, Einflüsse desselben s. Nordseite. Klingelbeutel S 117. 122. — -glocke 75, 21. 
82,27. Klingglocke 2, 319, 1, eine kleine 
Glocke. — Klingelzug S117. Klinker sehr hartgebrannte kleine Backsteine, 
in der Marsch und in den Niederlanden viel 
im Gebrauche. Klöppeln S 122. Kloster (S81) vgl. Kartäuser, Oratorienbrüder. 
•— -gewölbe 106,11. 302,25, ein über 
quadratischem Raume aus zwei sich gleich- 
massig entgegenkommenden Tonnengewölben 
gebildetes Gewölbe; die Wangen neigen sich, 
von den 4 Seiten aufsteigend, einander ent¬ 
gegen. Kluft: in Ditmarschen Zweig eines Geschlechts. Knagge 1) ein Stück Holz, da untergesetzt, 
wo eine Stütze u. dergl. am Abgleiten ver¬ 
hindert werden soll, 2) eine Cohsole, Abb. 
207. 809 ff. Knauf,vgl.Capitäl. Kanzelknauf. Kn.amKelche, 
Leuchter: die Verstärkung in der Mitte des 
Ständers; Rotelknauf, wenn er mit Röteln, 
Blümchenknauf, wenn er mit Blümchen ge¬ 
ziert ist. An einer Kanne der Knopf über 
dem Deckel oder über dem Scharnier (Schar¬ 
nierknauf 107, 27). Knick: durch Knicken gedichtete Hecke (Ge- 
bück), Scheide der Koppeln. — -gewan- 
diirg, geknitterte Gewandung. — Knik- 
kung 355,37 s. Ausknickung. Kniebänke, -schemel S 94. galgen, ein Galgen der gewöhnlichen Form; die meisten 
bestanden aus einem bis drei Querbalken über Stützen. stück 2, 268, 40, bildliche Darstellung eines Menschen vom Knie auf. knitterig s. geknittert. Knollen an einem Kreuze 350, 2, wie Abb. 
I33°-
		

/Sponsorzy_051_07_0271.djvu

			W örterbuch. Knöpfe — Kreuz. >99 Knöpfe aus Metall oder Holz sind gewöhnlich 
Verzierung der Stangenkette (s. d.). Knorpelwerk, knorpeliges Ornament s. Barock. Knospen am Kreuz, knospenartige Gebilde wie 
Abb. 1330. — -Capital, kelchförmiger 
Knauf, mit solchen besetzt, Abb. 1206. Kohlenbecken zur Erwärmung S 108. Collegiatstift 352, 12 gottesdienstliche Stiftung, 
die nicht einem Geistlichen, sondern einer 
Anzahl unter dem Propste nebengeordneter 
canonici (s. d.) untersteht. Die Kirche heisst 
Stiftskirche. Collegium, eine Vereinigung von 
Geistlichen, die an einer Kirche stehen 455,4. Colonnaden 2, 170, 31 Säulenstellungen. eolubrinae 2,447 Feldschlangen, Schlangen, 
eine Art Geschütze. cometissa, Gräfin 564. Commende S 82. 559,30 eine der Kirche, ge¬ 
wöhnlich einem Altar derselben, anvertraute 
Stiftung, deren Erträgnisse zunächst einem 
Laien zugehen. Nach dem Absterben der 
Inhaber ist die Commende gewöhnlich be¬ 
stimmt, der Kirche zuzufallen. Commodenstil, vgl. bauchig, heisst die Richtung 
des Roccoco, die selbst Bauwerke ähnlich 
behandelt, wie die allgemein bekannten 
Möbel 2, 8, 9. Compagniehaus 284 Gildehaus einer Kauf¬ 
mannsgesellschaft. Conche 368, 3, Nische. 3 Könige S 139. 156. Königsgut 2,66,3, 266, 2. 561,30 dem (dä¬ 
nischen) Könige vorbehaltene Landschaften 
und Güter. Consolen, Kragsteine, Knaggen, vgl. ausgekragt. 
—- -fries, Fries mit einer Reihe von C. be¬ 
setzt, Abb. 835. 234. 332. 1363^ köpfe, C. in der Form von Köpfen 248, 5. 469, 35. 
— -kranz 2,607,26, ein um einen Fenster¬ 
bogen sich herumziehender Consolenfries. — 
-schnitt 2, 465, 2, ein Zahnschnitt, bei dem 
die Zähne als Consolen ausgebildet sind. COTltenta globi 218, 2, wol Darstellung der Erd¬ 
oberfläche in Kugelform. Conterfei, Conterfeit 3, 48, Bildnis. Contrafeier 
271,13; Conterfeier54,5; ContrafeiterN.12.16, 
Bildnismaler; vgl. Schilder. Convent 2,546,21.538:die Insassen eines Klosters 
als Körperschaft betrachtet. —skirche 2, 
400, 10, Hauptkirche einer Harde. Koog durch ringsumgehende Deiche (vgl. See¬ 
deich) geschützte Strecke Landes. Kopf band Abb. 1178. Koppel 56, 35 zusammengehöriges eingehegtes, 
der Bewirtschaftung unterworfenes Stück 
Acker-, Brach-, auch Buschland, vgl. Marsch¬ 
fenne. Kopperenhus (kupfergedecktes Haus) s. 2, 333. Korbschnittarbeit 420, 27 Druckf. für Kerb-. Corinthische Säulen s. Capital. Corinthisierend 
392, 4i- Kornstab ein wie aus Körnern zusammenge¬ 
setzter Stab 208, 19. Corporale S 122 s. Altarlaken. corporis Christi: Fronleichnams. Corpus 107,37 der Körper des Gekreuzigten, 
im Gegensatz zum Ganzen der Kreuzigungs¬ 
darstellung. Costümbild (vgl. 99, 43. 260, 15) 2, 529, 44, Bild, 
auf dem der Trachtendarstellung besondere 
Beachtung gewidmet ist. Krabben, Kriechblumen (in Abb. 323. 926. 1205. 
1231), gotische Blätter, mit denen die 
Schrägen besetzt sind. Kragsteine s. ausgekragt. Krankengerät das für die Hauscommunion er¬ 
forderliche Abendmahlsgerät; darunter der 
-kelch. Krebs, an Schienenrüstungen die Teile, die 
krebsschwanzartig gebildet die Oberschenkel 
schützen und am Vorderschurze befestigt sind, 
Abb. 999. Kredenz 2, 463, 36, Anrichtetisch. Kreisfenster S 76, -blende: kreisförmiges F., 
Bl. 255,44. 233, 14. — -rippe s. Rippe. — -knauf, capitäl in Abb. 949. 987. 
1126. Kreuz, griechisches s. d. — aus Eisen auf dem 
Kirchendache S 118. — -altar, der in den 
grösseren Kirchen vor dem Lettner unter 
dem grossen Triumphkreuz stehende Altar, 
dem hl. Kreuze geweiht; weil er, wo der 
Chor der Geistlichkeit Vorbehalten ist, in der 
Laienkirche steht, heisst er auch Laienaltar. abnahme S 146. arme, -flügel geben einer ganz oder halb kreuzförmigen Kirche ihre Gestalt. bau5i5,i3, Bau in Kreuzform. — -blende S 73. blume, kreuzförmig sich öffnender Blätterabschluss 
auf der Spitze von gotischen Giebeln, Wim¬ 
pergen u. dergl. — -enden, die Enden 
des Kreuzes, die bei den Crucifixen oft sehr 
reich ausgebildet sind, Abb. 320. Sie zeigen 
meist, in Erweiterung, die Evangelistenzeichen. findung S 156. gang S81, der den viereckigen -garten in 4, häufiger 
nur 3 Armen umgebende, nach dem Garten 
offene Gang (Abb. 1211), der als Verbindung 
zwischen der Kirche (die an einer Seite an- 
stösst) und den Klostergebäuden dient, und 
in dem bei Prozessionen die Umzüge statt¬ 
finden können. Der Kreuzgang liegt hier- 
lands, soweit noch zu ermitteln, mindestens 
ebenso oft nördlich als südlich der Kirche. — -gewölbe S 78, das über quadratischem 
oder rechteckigem Grundrisse aus zwei sich 
durchschneidendenTonnengewölben gebildete, 
sich auf die Ecken stützende und von diesen 
aufsteigende Gewölbe. Fast immer sind die 
Krg. mit Rippen versehen, und die Kappen 
(s. d.) oder Fächer sind oft erst nachher 
zwischen diese gefügt; die Erscheinung des 
Krg. wird daher wesentlich durch die sich
		

/Sponsorzy_051_07_0272.djvu

			200 Wörterbuch. Kreuzgewölbe — Küsterstuhl. kreuzenden Rippen bedingt, Abb. 945. 
Öfters werden diese noch weiter gekreuzt 
durch quer- oder auch längsgehende Rippen ; 
man redet deshalb auch von sechs-, acht¬ 
teiligen Kreuzgewölben. Letztere waren in 
spätgotischer Zeit im Schleswigischen sehr 
beliebt. — Das »Einfachste Krg.« zeigt 4 
Fächer mit rundlichen, hier meist auch von 
der Wand ansteigenden, dieselbe also nicht 
in scharfem Winkel treffenden, schild- 
bogenlosen (vgl. d.) Kappen und 4 Rippen 
ohne Profilierung, die ohne Stützung aus den Ecken kommen 347,9. gitter, Gitter aus sich kreuzenden Eisenstäben 71, 8. — 
-gruppe, igungsgruppe S 142, Cru¬ cifix mit den Nebenfiguren Johannes und 
Maria. —• -igung S 141fr. — -kirche, Kirche von -förmigem Grundriss. lamm S 160. — -lehn, Lehn, das einem - altar gehört. linien der Gewölbe, die Linien, in denen sich in einem rippenlosen -gewölbe 
die Kappen begrenzen. — -nebenfigure n 
s. -gruppe. -— -nimbus, Heiligenschein 
mit eingezeichneter Kreuzform. (217, 18. 252. 
316), nur den 3 Personen der Gottheit zu¬ 
kommend vgl. 419, 25. —-panier, Standarte 
mit dem Kreuze; oft hält eine solche der 
Auferstandene in jüngeren Bildern und Reliefs. rippen, die Diagonalrippen in einem, besonders mehr als vierteiligen, Kreuzgewölbe. 
-— -stab 396, 17, Stab in Kreuzform, Er¬ 
kennungszeichen mancher Heiliger. In Fen¬ 
stern s.v.a.Kreuzstock 2,540,1. streben s. Streben. .— -tragung S 141. Ver¬ bands. Verband. — -vicarie, Vicarie an 
einem -altar. Kriechblumen s. v. a. Krabben. Kring (Kreis) 78, 4 des Kirchspiels: der Platz, 
wo das Kirchspiel zu Beschlüssen im Kreise Zusammentritt. berg. 506,14, wol ein von einem Ringwall eingeschlossener Berg. Krone S 108 ff. 117, Lichtkrone, Kronleuchter. . — get er 3,40. N. 5. 17, Messing-, Gelb- 
giesser. Krönung der den oberen Abschluss bildende 
Teil eines Epitaphs, Altares, Gitters u. dgl. 
— Mariä S 150. Kropf, Kröpfung, sich umkröpfen, Aus¬ 
kröpfung, Verkröpfung. Kröpfen 
heisst: ein Gesims um eine Ecke herum¬ 
führen; Kropf ist sowol die Stelle, wo es 
sich bricht, als auch das Gesims selbst, wo 
es sich um eine vortretende Stelle vor-, daran 
her- und zurückzieht. Krucifix S 143 ff. Vgl. Altar-, Fuss-, Triumph- 
(s. auch Chorbalken), Vortragkreuz. Mit 
vier Nägeln Abb. 438. 441. 443. Schlank 
romanisch und frgot. Abb. 220. 252. 510. 
519; verkrümmt, roman, und frgot. 515; 
gotisch , steif 105 ; spgot. 320; spätestgot. 
717; mild 22. 193; Ren. 95; spbarock 91. 
35°. Crucifixus der Gekreuzigte, vom Kreuz abgesehen; crucifixi die 3 Gekreuzigten 
(in figurenreicher Darstellung der Kreuzigung). Krug S 122. Krummstab S 117 Hirtenstab, Bischofsstab. Auch 
Aebte tragen ihn. krumpelig 2, 644, 39 unordentlich geknittert. Crypta 2, 383, 14. Krypta 357, 34 unter¬ 
irdischer, zum Gottesdienst geeigneter Raum 
unter dem Chor einer Kirche; Gruftkapelle. Kugelknospen in Abb. 605. 849. 928. — - stab 
228, 41 Stab wie aus Kugeln gebildet (vgl. 
Perl-, Kornstab). Culissenbild s. Riffelbild. Kumme (cucuma, Kessel) der obere Teil (Becken) 
des Taufsteines. Kunstkammer 2, 345, 43. Sieh 2, 355, 26. — 
-meister N 12 Anm. — -Sammlungen 
S 137. schrank 2,29,7 kunstvoll ge¬ arbeiteter kleiner Schrank mit vielen Fächern 
und Schubladen. Künstlerbildnisse S 161. Kupferdach S 67. — -schlänge S 159 die 
kupferne (Luther »eherne«) Schlange des 
Moses, Vorbild von Christi Kreuzestode. Kuppe: am Taufsteine und Kelche der Oberteil 
(lat. cuppa, Kufe, Tonne, Becher). Walzig 
Abb. 1299; stramm 310. 953 f.; eiförmig zu 
2, 112; flach halbkuglig 140 und zu 2, 442. Kuppel. Hier hat nur die Kirche zu Warder 
(2, 387, vgl. 110, 9) in dem aus dem 10. oder 
II. Jahrh. stammenden Westteile eine wirk¬ 
liche Kuppel über rundem Grundriss, oder 
alle Apsiden haben Halbkugeln. Alle anderen 
Kuppeln sind Platzl- (böhmische) Gewölbe 
über viereckigem Grundriss; auch in den 
aussen runden Türmen der Vizelinskirchen. 
So 126, 8. Hölzernes scheinbares vieleckiges 
-gewölbe 536,5. — -Säulen 116, 19 s. ge¬ 
kuppelt. Curia Rathaus (scherzhafte Ableitung von cura 
282). Curien heissen die Einzel-Behausungen 
der Stiftsherren, besonders wenn mit dem 
Amte Gerichtshaltung verbunden war. Curie 
des Preetzer Klosterpropsten 2, 174, 1. currules (wol von currus) eine Art fahrbarer? 
Geschütze 2, 447. Curtinen die zwischen zwei Basteien zurück¬ 
liegenden gradlinigen Teile des Hauptwalles 
einer Festung. Kusstafel, Pacem, edelverziertes Täfelchen, hinten 
mit einer Handhabe, das vor der Communion 
seit dem Abkommen des Friedenskusses den 
Geistlichen, und später überhaupt den Gläu¬ 
bigen zum Kusse dargereicht ward. Kiisterstuhl 311 das für den Küster (der gewöhn¬ 
lich auch erster Lehrer ist und dessen Stellung 
besonders im Schleswigschen sehr angesehen 
ist) bestimmte Gestühl, in Kirchen, wo Orgeln 
fehlen, zur Leitung des Gesanges gewöhnlich 
in der Nähe des Altars.
		

/Sponsorzy_051_07_0273.djvu

			Wörterbuch. Labarum—Lichtmuscheln. 201 Labarum 2,171, 18 die kreuzgeschmückte Fahne, 
die dem Kaiser Constantin d. Gr. 304 am 
Himmel erschien. Ähnlich erschien der 
Danebrog dem König Waldemar II. 1219 auf 
seiner Kriegsfahrt in Island. Labbadisten 3, 25, Anhänger des Jean de La- 
badie, geb. 1610 zu Bourg in Guinne, gest. 
1674 zu Altona. Lade 251 Kiste, Truhe. Lage der Portale S 73, vgl. Portale. Lagerfläche eines Steines: die Fläche, auf der 
er auf liegt; die wagerechten Fugen heissen 
daher Lagerfugen. Laienaltar == Kreuzaltar. — -bruder, con- 
versus N. 17 ein Bruder, der sich, ohne 
Mönchsgelübde abzulegen, dem Kloster ange¬ 
schlossen hat. Besonders häufig besorgten die 
Conversen das Bauwesen; conversus heisst 
oft geradezu Baumeister, Bauarbeiter. — - k i r c h e der Raum einer Stifts- oder Kloster¬ 
kirche, der den Laien offen steht. Zu ihm führt 
das Laienportal 2,584,42. Lampe, ewige S 117. Lampette (von Lampe, vgl. Candelaber?, daher 
wol besser als Lamprette) S 79- Abhäng¬ 
ling, kurzer vasenförmiger Ren.-Candelaber, 
an einem Gewölbschlusssteine angehängt. 
Vgl. Hängezapfen. Landesprotokoll 102,11 die Urkunden über die 
gefassten Beschlüsse der Landesvertretung. — 
-block, Kiste zur Verwahrung derselben 
2, 66. 87. Landgotik 323, 6, vgl. steckengotisch, der bieder- 
männische »gotische« Stil, in dem gelegent¬ 
lich ländliche Handwerker arbeiten. ländliche Bauten S 133. 66. Landwehr 60, 18. S 129. — -graben 56,4. Langbau ist eine Kirche ohne Querhaus; oder 
im Gegensatz zum Querhause das Lang¬ 
haus. Längsgurt s. Gurt. Lanzknecht 427, 27. Laster S 159 s. Haupttugenden. Laterne, Dachaufsatz, durchbrochener Aufsatz 
auf einer Kuppel, der in der Regel dient, 
um Oberlicht einzulassen Abb. 967. — 
-träger Abb. 1367. Laubcapitäl Abb. 850. Laube S 134 s. Arkaden. Abb. 384. stab, -werkstab Abb. 762. — -Überhang aus Laubwerk gebildeter Überhang eines gotischen Schnitzwerkes Abb. 1320. werk Ornament aus gotischen Blättern (s. d.) und 
Blumen gebildet; dahin gehört auch das 
gotische Distel werk (s. d.). Läufer ein Stein, der der Länge nach, also im 
rechten Winkel zum Binder, vermauert ist. — -kranz ein Ring um einen Bogen aus 
lauter Läufern, den zwei möglichen Gestal¬ 
tungen des Backsteinmauerwerks in Feldstein¬ 
mauerwerk nachgeahmt in Abb. 769* Laufgraben 60, 24 s. v. a. Landgraben. Lazarus’ Erweckung S 139. Lebensalter s. Stufenjahre. Leden 2, 361, 4 niederdeutsch die Grundlagen 
(Fundament). Lehmstaken 54, 12 kommen in Fachwerkhäusern 
zur Anwendung, indem die Fächer durch 
zwischen die Riegel geklemmte senkrechte 
Prügel (Staken) ausgesteckt sind, die mit 
Strohlehm durchflochten werden, worauf das 
Ganze mit Lehm überschlagen wird. Lehn der Kirche S 82 ein Grundbesitz oder 
Gefälle, meist gestiftet zur Unterhaltung eines 
Altares oder zur Abhaltung von Messen an 
dem Altäre eines Heiligen, auch zu Gunsten 
der Kirche oder einzelner Personen an ihr. 
Lehensbuch 150, 1 ein Buch, in dem über 
die Lehen einer Kirche, ihre Erträgnisse und 
deren Verwendung Bericht geführt wird. — 
-wäre einer Vicarie 460, I der Besitz einer 
V. an Lehen. Leibung des Bogens seine innere Fläche; — 
seiner Öffnung: die der Öffnung zugewandten 
Seiten der Gewände. Leichbestätigung N. 16 Bestattung. fahne 271,5 s. das. ii, s. v. a. Totenfahne. Leichenpflege Christi S 146. Leidensstationen S 140. — -Zeichen Christi 
= Marterzeichen. Leimen; niederd. Lehm 204, 26; Hiob 10, 9. Leinengründung, — -unterläge s. Kreidegrund. Leiste kleines, schmales Gesimsglied. — - ein¬ 
teil ung die einer Fläche durch L. gegebene 
Teilung in Friese und Felder 394, 16. Lendentuch Christi s. Hüftentuch. leprosarium 2,495, 20 s-v-a- Leprosenhaus 
S 134, Haus für die Aussätzigen, vor der 
Stadt. Lesepult 213. 230. 2,93. 611. Lettner S 100 Bühne, die den Chor vom Schiffe 
scheidet, dienlich zum Verlesen der Evange¬ 
lien; dafür war ein Lesepult darauf angebracht. 
Die hierlandes vorhandenen sind jedoch 
alle nachmittelalterlich und als »Schüler-«, 
»Singchöre«, »Kapstühle«errichtet. Uneigent¬ 
lich ist 129 das Chorgitter Lettner genannt, 
vgl. 265, 36. Leuchter S 108—13; s. Armleuchter, Stand¬ 
leuchter, Nebenlichthalter. liberei N. 14 Bücherei. Lichter eines Fensters, die Lichtöffnungen 
zwischen den Pfosten (vgl. dreiteilig). Lichtes, Liehtenöffnung, lichte Masse, 
die innere, freie Weite einer Oeffnung. Lichtarme des Leuchters: die Arme, welche die 
Lichter tragen. — -brett 2, 257 s. v. a. 
Kerzenstall. — -halter 88, 2 Abb. 893 
rechts: bei Leuchtern ohne Lichtdorn der 
Stulp, in den die Lichter gesetzt werden. — 
-kröne, Kronleuchter. — -muscheln, 
-rosetten dienen oft statt der -schalen,
		

/Sponsorzy_051_07_0274.djvu

			202 Wörterbuch. Lichtteller— Marienleuchte. -1 e 11 e r (Abb. 893 oben) als Lichtträger, die 
ersten meist in der Form der Jaltobsmuschel. 
Vgl. Dreiermuscheln. Liebe s. charitas. — -smahl Abb. 1201. Liebfrauenstücke 102,3 ohne Zweifel Lände¬ 
reien, die einem Marienaltar gehörten. Lindwurm, Drache, Wurm (s. d.) S 160. Kommt 
auch auf den Bildern von St. Georg und 
Margareta vor. Liniert 526, 40 vgl. 44 wie Abb. 999. 1496. Lisene vorstehender aufsteigender Streif einer 
Wand, eine Verstärkung bildend, so Abb. 651. 
879. 1190; vgl. Winkellisene. Die Sockel¬ 
gliederung wird durch den Fuss der L. unter¬ 
brochen. loff 2, 167 Laub, aus Metall oder Goldfäden. Löffel S 117. Loge stubenartig abgeschlossener Teil einer 
Bühne. lombardisch nannte man früher die gotische 
Majuskelschrift 538, 9. Lombardschreiber 3, 21 Führer des städtischen 
Leihamtes. Lot V32 Pfd. d. i. 15V3.Gr. hat 4 Quint. Louis XIV. Stil nennt man auch wol den Stil 
des späteren Barock, in der Gestalt, die er 
hier seit etwa 1670 bis 1715 hatte. Louis XV. Regierungszeit bis 1774 zeitigte den 
Stil des Roccoco, der um 1750 blühte, und 
dessen Eigentümlichkeit die Abneigung gegen 
alle Symmetrie des Ornamentes, ja gegen 
jede gerade Linie ist, und Vorliebe für 
muschelartige Gestaltung desselben. Treff¬ 
liches Beispiel zu Ploen 2, 159,40. Vgl. 
Sopharoccoco. Löwe S 160. — -klaue s. Klauencapiläl. — 
-kopfhenkel: oft sind die Kronleuchter 
so gebildet, dass das Unterste ein Ring oder 
Griff ist, den ein Löwenkopf im Rachen hat. köpfe am Kelchknaufe Abb. 16.  -kopfschlussstein 244, 42 mit einem LK. 
verzierter Schlussstein. St. Loye S 85. lübsches Recht S 130 das Recht der Stadt 
Soest, das der Stadt Lübeck nach ihrer 
Gründung im 12. Jahrh. verliehen ward, und 
in der zu Lübeck erhaltenen Gestaltung und 
Ausbildung von Adolf IV. den vielen von 
ihm gegründeten Städten erteilt ist. — Mark 
1,20 Reichsmark. — Art des Hausbaues 
468, 3: als Lübecker Stil bezeichnet man in 
den nordischen Landen die Hausbauart mit 
den hohen gegliederten Backsteingiebeln, wie 
sie zu Lübeck und in den anderen Städten 
des deutschen Nordens allenthalben zu finden 
sind. Lucht (von Leuchten) 273, 13 s. Fensterlucht. 
lucht 2, 534: Leuchter. Lunarium an einer Uhr 55^)20, Darstellung 
des Mondlaufes. Lünette (halber Mond), Aussenwerk mit offener Kehle an einer Festung, s. auf Abb. 1379 
nach Nordosten hin. Lustgärten S 135. magister 2, 545 Meister ? Majuskelschrift (an Glocken S 119) : die Schrift 
mit lauter grossen Buchstaben. Die römische 
herrschte bis ins 11. Jahrh., dann trat ein 
Uebergang zur gotischen ein, Abb. 966, die 
sich am Ende des 12. Jahrh. ganz entwickelt 
hatte, Abb. 151. 172. 894. 1050. 1358; in 
der 2. Hälfte des 14. Jahrh. begann die 
Schrift mit Minuskeln an die Stelle zu 
treten; sie war im 15. Jahrh. herrschend, 
Abb. 1503. Gegen Ende desselben und 
durch das 1. Viertel des 16. Jahrh. finden wir 
daneben die spätestgotische Majuskelschrift 
Abb. 675, ähnlich 238) sehr beliebt. Im 
Anfang des 16. Jahrh. zeigen sich in den 
Minuskelinschriften auch bisweilen einzelne 
Majuskeln als Anfangsbuchstaben schön aus¬ 
gebildet. In der 2. Hälfte des Jahrh. dringt 
die antike Majuskelschrift wieder durch; 
noch heute findet sich sehr selten, so in den 
Radlerschen Glocken, eine andere dafür. 
Die Züge der »Majuskelinschrift« auf Tauf¬ 
schüsseln erinnern am meisten an die spätest¬ 
gotische Art. — -Siegel, ein Siegel mit 
Majuskelinschrift. Mäkler 2, 252, 23, die Helmstange, der Ständer, 
der im Turmhelm oder im Turmgerüste die 
Mittellinie einhält. Malsteine S80. 121. 135. Mandorla s. Aureole. Manier: künstlerische Richtung als zur Gewohn¬ 
heit gewordene Eigenart eines Einzelnen oder 
einer Gruppe. Unter Manier is ten (S 125) 
verstehen wir die Maler, welche der in der 
Zeit der Ren. (ihre Bilder heissen daher 
Manieristen- oder Ren.-Bilder) hier fast all¬ 
gemeinen Richtung folgend in der Nach¬ 
ahmung der italienischen Maler aufgiengen. 
— Das Manierierte der spätesten Gotik zeigt 
sich hauptsächlich bei Gestalten in der ge¬ 
schwungenen Haltung; die Manier der Bild¬ 
hauer des Frühbarocks stellt die Figuren 
übertrieben schlank dar s. Abb. 117. Manntränke 448, 10. 477, 30, verderbliche Ueber- 
flutung Nordfrieslands. Mansardendach, gebrochenes Dach, dessen oberer 
Teil flacher ist als der untere, Abb. 967. mansi 2, 26, Hufen (von manere, bleiben, 
weilen). Mantel einer Glocke: das »lange Feld«. Maria S 148—50. 138fr. 105. 125. Marianer S 87, die Mitglieder einer Brüderschaft 
zu Ehren U. L. Fr. Mariengruppe 212, 29, in der Kreuzigungsdar¬ 
stellung die Gruppe der Maria und der um 
sie Bemühten. — -leuchte S 108, auch 
-kröne, Lieb fr aue nkron e, Hänge¬ 
leuchter mit geschnitzter Darstellung der
		

/Sponsorzy_051_07_0275.djvu

			Wörterbuch. Marienleuchte — Mörtel. 203 Mutter Gottes, s. Abb. 254 f. — -stock heisst 
in Abb. 1226 das Tabernakel. Marke, Meisterzeichen, vgl. Giesszeichen. — 
-tafel 94, 31 vgl. N. 4: die Absicht, eine 
solche dem Werke beizugeben, ist nachher 
gefallen. Marmorarbeiten S 67. 128. Marsch s. Geest. — -insei 67, 14, niedere 
Insel mit Marschboden. — -fenne 62,45, 
eine Fenne (in Holstein sonst Koppel) ist in 
der Marsch und deren Nachbarschaft ein 
Stück aus dem Gemeinbesitz ausgesondertes, 
in Eigentum gegebenes Land. Marterzeichen, Marterzeug Christi: Kreuz, 
Schwamm, Lanze u. s. w.; — eines Hei¬ 
ligen: dessen auf die Art seiner Marter 
deutendes Abzeichen. 4 Märtyrinnen S 157: Lucia, Agnes, Agatha, 
Cäcilia. Martyrium eines Heiligen, Darstellung seiner 
Marter. Maske, Gesicht ohne Hinterkopf, Abb. zu 2, 230 
vgl. Henkel. Masswerk, das der Gotik eigentümliche, aus 
geometrischen Figuren bestehende Ornament. 
In Fenstern S76 findet sich hier Masswerk 
selten (Abb. 247), an Geräten, besonders an 
Altarwerken, sehr oft. Mauergliederung S 70—73. — -verband s. 
Verband. Medaille, Schaumünze. Medaillon, Rundstück, runde Relief- oder Bild¬ 
darstellung. meditatio mortis 2, 507, Todesgedanken. Meermänner, Wassermänner, Tritonen. — 
-weiber, Wasserweiber, Sirenen, Abb. 1552- mehrschiffig S 60; mehrjochiger Chor S 61. Meierhof. Wenn ein Gut der Grösse wegen 
unter mehrere Höfe geteilt ist, so heisst der 
wichtigste Haupt-, jeder andere Meierhof. memorandorum Über, Buch der Denkwürdig¬ 
keiten 3, 38. Memorie 114,5, Seelenmesse. mensa S 89, Altartisch. bekleidung S 89f. s. Altarvorsatz. Messe, 1) das Messopfer, 2) der Markt, der bei 
den Kirchen gehalten zu werden pflegte 
(Kirchmesse). Vgl. Vicarie, Altar. Mess¬ 
altar, ein Nebenaltar, an dem Seelenmessen 
gelesen werden, und der dazu bestimmt ist; 
so genannt zum Unterschiede vom Haupt- 
altare; im Allgemeinen überhaupt soviel als 
Nebenaltar. 148, 6 bedeutet aber Messaltar 
einfach einen Altar, an dem überhaupt Messe 
gelesen werden kann , da es auch Kapellen 
ohne Altäre gibt. Messbuch, eig. Buch zum Gebrauch bei der 
Messe. 223, 14 ist es aber wol s. v. a. mis- 
sale nach gewöhnlichem hiesigem Sprachge- 
brauche: altes Kirchenbuch. Solche ent¬ 
halten öfters auch Geschichtliches (vgl. 2, 519, 5)- Messgeräte (katholische) 2, 497. — -ge- 
wänder S122, eigentlich alle bei der M. 
gebräuchlichen (liturgischen) Gewänder; ins¬ 
besondere ist Messgewand, -kleid 235,3, 
-kleidung die Kasel (s. d.). — -glöck- 
c h e n , kleine Glocke zum Gebrauche beim 
Messopfer, ihr Platz nahe dem Altar an der 
Epistelwand, so noch heute 326, 8. 43. Einige 
der erhaltenen als Messglocken (S 120) 
bezeichneten kleinen Glocken könnten auch 
Chor-(Sanktus-) glocken sein, deren Platz im Chordachreiter ist. hemd: Alba. rute (14’ hamb.) S 131. Messerrad 2, 24, 16, mit Messern besetztes Rad. Messingdocken (s. Candelaber), Docken aus 
Messing 239, 38. — -blechleuchter S 113. 
— -vasen 2, 17, 36. Metallsarg S 127. — -guss S 113. ar¬ beiten S 108—20. Mezzanin, Zwischengeschoss, in Abb. 1242. Miniaturen, Kleingemälde in Büchern. Oft 
werden auch farbige Anfangsbuchstaben (Ini¬ 
tialen) unrichtig dahin gerechnet (526, 15?). Minoriten S 81 s. Franziskaner. Minuskeln s. Majuskeln. Auf Glocken S119. 
Die »Minuskelinschrift« ist die sich auf so 
vielen Taufschüsseln findende, Abb. 1021. Mischmauerwerk aus Granit und Ziegeln S 66. Misericordien 2, 588, 33, die auf der Unterseite 
der gotischen Klappsitze angebrachten, wenn 
letztere aufgeklappt sind, ein Aufsitzen er¬ 
möglichenden Consolen. misorientiert (falsch gerichtet) 3, 36 s. orientiert. missale, Messbuch, so 138, 12. 2, 109, 19. 639, 
43- Mitra, Bischofsmütze. Kegelförmige Gestalt ist 
ein Zeichen hohes Alters. Mittelständer 38,33 s. Abb. 1513. Modellierung 205,40 (modelliert 406, 16), For- 
mengebung, Ausbildung in der Form. monasterium, monosterium (2, 598), Kloster. Mönch (Hohlziegel) S 68. —sband, Schweins¬ 
lederband mit durchweg in schwachem Relief 
gepresstem holzgefüttertem Deckel. Monstranz S116. So hiessen vor Einführung 
des Fronleichnamfestes die tragbaren Re- 
liquienbeh älter, in denen dem Volke Re¬ 
liquien gezeigt wurden. Nachher brauchte 
man Gefässe derselben Art und desselben 
Namens auch zur Aufnahme des hl. Leibes 
bei dessen öffentlicher Vorzeigung und Ver¬ 
ehrung, und nun bezeichnet das Wort in der 
Regel solche Monstranzen; die der ersteren 
Bestimmung nennt man Reliquienmon¬ 
stranzen. Gleiche Form haben auch Ci- 
borien (s. d.), nur dass sie keinen Einblick 
gestatten. Zur Aufstellung von Monstranzen 
haben Altäre öfters Behältnisse S91. — 
-haus, Sakramentshaus 401, 37. Vgl. 
Tabernakel S 105 f. Mörser S 135 f. und N. 17. I Mörtel S70.
		

/Sponsorzy_051_07_0276.djvu

			204 Wörterbuch. Mosaik — Nothelfer. Mosaikarbeiten S 121. Münzen vgl. Bracteaten. — an Glocken S 120. 
—- -funde S 117. Münzstätten S 118. Muschel s. Lichtmuschel. — -becken 2, 125, 
41, Taufbecken von Muschelform, in der 
Barockzeit nicht selten. — -nimbus 2,414, 
41, muschelförmig ausgebildeter Heiligen¬ 
schein. —• -werkroccoco 2, 110, 18, das 
Roccoco verwendet zu seinem Ornament 
gerne dem Wasser entnommene Motive, als 
Muscheln, Tuffstein, Schilf. -— Muscheln die¬ 
nen, s. Abb. 130, als Ornament ebenso 
wie Fächer, besonders zur Ausfüllung von 
Bogen (Muschelbogen mit Vorliebe über 
Nischen (Abb. 240. 422), bei flacher Rück¬ 
wand wird der Fächer bevorzugt. — - ro¬ 
se tten sind als Lichtträger viel häufiger 
denn einfache Muscheln, von denen sie sich 
durch allseits gleichmässige Ausbildung unter¬ 
scheiden, Abb. zu 2, 230. Museen S 137. Musen S 161. Mutterkirche, vgl. Kapelle, Filiale. mystische Darstellungen S 159. Mythologisches S53. 161. nachgotisch i) überhaupt: nachmittelalterlich, 
jünger als die gotische Zeit 2, 219, 27, 2) zwar 
gotischer Art, aber aus jüngerer Zeit, daher 
nicht eigentlich echt gotisch 2, 460, 7. Nasen, die den got. Bogen, besonders im got. 
Masswerk, Charakter gebenden und die 
Stelle von Bogenkämpfern vertretenden Vor¬ 
sprünge ins Lichte der Öffnungen. Man 
kann darnach unterscheiden Nasenbogen 
Abb. 665 (987) und genaste Bogen Abb. 
247. 253. — Nase in der Spätren. und im 
Griechischen s. v. a. Ohr, Eckkropf, über¬ 
stehende Ecke der Umrahmung einer Tür, 
eines Fensters u. s. w., daher Nasenfüllung 
397,44: von Friesen mit Eckkröpfen um¬ 
gebene Füllung. Naturadier, Adler in natürlicher Erscheinung, 
Gegensatz gegen den an Kronleuchtern häu¬ 
figeren Doppeladler. Naturalienkammer 2, 355. Naturalismus. Naturalistisch heisst: in den einzelnen Zügen auf eine gegenüber der Zeit 
und den Umständen auffallende Weise dem 
genähert, was die Natur unstilisiert dar¬ 
bietet. Naturblatt: natürliche Blätter sind als billiges 
Ornament sehr oft, doch erst seit dem 16. J., 
in die Gussform einer Glocke eingedrückt 
worden und zeichnen sich dann auf dem 
Aeusseren ab. Nebenaltar s. v. a. Messaltar. — -blende, 
-Nische S 76 die sich besonders in Nord¬ 
schleswig sehr oft findenden beidseits oder 
nur nördlich neben dem Chorbogen aus¬ 
gesparten Blenden oder Nischen für den 
Marienaltar. — -apsiden S64. — -fi- 
guren s. Kreuzgruppe. — -hänge eines Ren.-Aufbaues, die seitlich hangend ange¬ 
brachten Teile, auch Seitenhänge genannt, 
s. Abb. zu 2, 228. 1102. 1105. Sind Neben¬ 
teile aufgesetzt, z. B. neben den oberen Auf¬ 
satz , sich an ihn lehnend, so wird man sie Nebensätze nennen, in Abb.297. halter oft an Leuchtern, Abb. 622. 1143, für 
-lichte bestimmt. — -kreuze 287,30 
von den 3 Crucifixen einer vollständigen 
Kreuzigungsdarstellung die mit den Schächern. 
— -satz s. -hang. Nesselblatt das schaumburgische (holsteinische) 
Wappenbild, Abb. 1286. Netzgewölbe 566, 24 ein Rippengewölbe, dessen 
Rippen sich nicht nur im Scheitel jedes 
Joches schneiden. Das gewöhnlichste ist das 
einfache Rautengewölbe. In unserem Ge¬ 
biete sind die Netzgewölbe sehr selten. „Neue Kirche“ S59f. Neuer (Kreuz- und Block-) Verband S 70. neugotisch, der gotische Stil, wie er, den 
Neigungen und dem Können unserer Zeit 
angepasst, um- und fortgebildet, geübt wird. 
Bleibt er dem gotischen Stil ferner, heisst er 
gotisierend 2,264, l9» niederländisch s. holländisch. Nimbus, Heiligenschein. Vgl. Kreuz-, Schrift¬ 
nimbus, Aureole. Nische S 76 f. (vgl. Blende!) Wandöffnung mit 
rundem, mehr oder weniger kreisförmigem 
Hinterabschluss (Conche). Niss (dän.) Halbinsel. Nonnenchor, -empöre 2,114,12. 164,44. 
168, 27. 324, 2 der in Nonnen-Klosterkirchen 
für die Nonnen bestimmte abgeschlossene 
Raum, gewöhnlich eine den Westteil der 
Kirche einnehmende Empore, die vom Kloster 
aus zugänglich ist. Noor (dän.) Haff, Küstensee. Nordelbingen (das Land der nordelbischen Sassen, 
Sachsen), das deutsche Land nördlich der 
unteren Elbe. Der Name wird meist ver- 
lateinert zu „Nordalbingien“ (vgl. dagegen 
Dahlmann im Neocorus). Nordischer Stil S 58 vgl. Abb. 1230. — Löwe 
2, 232,30: es ist wol das norwegische Wappen¬ 
tier mit der Hellebarte gemeint. Nordmannen 59,6 die Bewohner der Nordhamme (56, Anm.). Seite: in unserem Werke sind öfters Angaben über Bauart, Fensterzahl 
u. dergl. an unbedeutenderen Kirchen nur 
auf die Beobachtungen an der Nord- und 
Ostseite gegründet, da das handfeste Klima 
des Landes die Süd- und Westseite am 
meisten angreift und selten lange ungeändert 
bleiben lässt. Vgl. „Portal“. Normalmasse, Richtmasse S 131. Norwegischer Hausbau 2, 363, 3 (vgl. 2, 179, 3.) 14 Nothelfer: Achatius, Aegidius, Barbara, 
Blasius, Christophorus, Cyriakus, Dionysius, 
Erasmus, Eustachius, Georg, Katharina, 
Margareta, Pantaleon, Vitus.
		

/Sponsorzy_051_07_0277.djvu

			Wörterbuch. Nymphen—Passah. 205 Nymphen S 161. Vgl. 2,512,42. Obelisk S 121. 135. Abb. 1290. 1367 Spitz¬ 
säule. Oefters auf Kanzeldeckeln Abb. 979; 
freistehend als Sonnenuhr Abb. 1443. Obercartusche 247, 6 grosse Cartusche (im 
„Oberfelde“ 225, 5 vgl. Abb. 326) über dem 
Hauptfelde des Eiderstedter Kanzeltypus s. 
Abb. 357. — -fries, -füllung der ent¬ 
sprechende Teil in oder unter dem Gebälke 
von Kanzeln, im Gegensatz zu den ent¬ 
sprechenden im Hauptteil und im Sockel. — 
-chor des Domes zu Schleswig 2, 296, 34 
der Hochchor im Gegensatz zu dem Pfarr- 
chor. — -flügel bei Altären, die in meh¬ 
reren Geschossen verschliessbar sind, die 
oberen Flügel s. Abb. zu 492. — -gadem 
in Basiliken der durch die über den Arkaden 
noch weiter aufsteigenden Wände des Mittel¬ 
schiffes eingeschlossene Raum mit Fenstern 
(Oberlicht, Oberlichtfenster, Ober¬ 
fenster S 60), dann auch Lichtgadem 
genannt, oder ohne Fenster. Das Oberlicht 
wird abgesperrt, wenn über Haupt- und 
Nebenschiffe dasselbe Satteldach gedeckt 
wird, es sei denn, dass man den Ober¬ 
fenstern durch Lichtschachte und ähn¬ 
liche Hilfsmittel Licht besonders zuführt 
(2, 107, 13). Oberlicht heisst auch eine 
Lichtöffnung über der Haustüre; das sie etwa 
schmückend verschliessende Gitter Ober¬ 
lichtgitter. — -satz: der etwa oben auf 
einen Aufbau gesetzte kleinere Aufsatz, im 
Gegensatz zu Nebensätzen, Nebenhängen. — 
-schiff 2, 585,22 Hochschiff. — -stock 
eines Gebäudes, oberes Geschoss. — - streif 
einer Kanzel: Oberfries. — -stück 476, 7 
s. v. a. Krönung der Kanzel oder eines Teils 
derselben. Oblatendose, -büchse s. Dose. Ochsenauge 2,213,9 ovales, quer gestelltes 
F enster. Octroi, Freiheitsbrief des Landesherrn für Neu¬ 
eindeichungen ; er verleiht gewöhnlich Jagd, 
Patronatrecht, eigene Verwaltung und Gericht 
2, 229, 36. Ofen S 135. Oeffnungen S 73-—7. — -sbogen der Bogen, 
mit dem sich ein Raum (Apsis, Capelle, 
Turmgemach) gegen das Kircheninnere öffnet. Ohr an der Taufe 2, 442, 1 abstehender Griff; an einer Füllung s. Abb. 881. muschel- stil s. barock. Oelberg S 140 t. plastische Darstellung von Christi 
Leiden im Garten. Weiter wird der Name 
überhaupt auf die ganze Folge der Passions¬ 
darstellungen (Stationen) angewandt (vgl. Cal- 
varia). Oelgefäss S117 Gefäss, das, im übrigen wie 
ein Kelch gestaltet, an Stelle der Kuppe 
drei cylindrische Räume hat, die zur Auf¬ 
nahme der 3 heiligen Oele dienen 334. Vgl. 
Ampulla. Opferbecken, -kanne 299. 544 Schale, Kanne 
(Abb. 791) zur Aufnahme von Almosen. Oratorium 288 Kapelle, Bethaus. 2, 506, 3 
Klosterkirche; besonders heissen so die der 
Cisterzienser. Oratorienbrüder 484,9 geistlicher Orden, ge¬ 
stiftet 1574 zu Florenz. organisch vgl. unorganisch. Orgel S 97 f. Doppelwerk s. d. Richtige Stel¬ 
lung der Orgel s. Portal. — -chor 87, 20 
Orgelbühne. — -flügel, beweglich, dienten, 
das Orgelwerk zu schliessen (Abb. 1346) 
und sind in der Ren. beliebt. — -fries, 
Fries an der Schauseite der Orgel. — 
-maske blinde Orgelschauseite ohne Werk. orientiert (vgl. misorientiert) mit dem Chore 
nach Osten gerichtet, wie es sich gehört. 
Ausnahmen S 59. Ornamentfries, -streif: Fries, Streif, der mit 
Ornament bedeckt ist. Ortsteine, die an den Kanten eines Gebäudes 
angewandten und dafür gearbeiteten Steine 3I9, 37- Ostereiform s. Aureole. österste 2, 333 der östlichste. ostium Slesvieense 187 die Schleimündung. pacem, Kusstäfelchen (s. d.), pacificale 2, 506,42, 
doch ist der daselbst gemeinte Gegenstand 
wol die noch erhaltene Mantelspange. Packhaus 2, 320, 30 vgl. Stapelhaus. Pagimente 2, 355,31 Pigment, wie man es für 
Nielloarbeiten braucht ? palatium 566 Anm., als atrium (s. d.), basilica 
erklärt. Palisaden, Reihen von gespitzten Pfählen, bei 
Befestigungen anstatt lebender Hecken an¬ 
gewandt. Palladiobogen, -abdeckungdie Ueberdeckung 
eines Raumes oder einer Oeffnung mit einem 
Rundbogen zwischen zwei Geraden; ähnlich 
Abb. 1106. Palmeneinzug S 139. Palmettenornament, eine namentlich im griechi¬ 
schen, dann auch im romanischen Stil vor¬ 
kommende palmblattähnlicheVerzierung. 475, 
23. 2, 560, 16. Vgl. Abb. 1229. 1281. Paneel, Panellierung: Täfelung, Tafelwerk. Panmaske, Maske, die das Gesicht eines Pans 
zeigt 97, 7. Paralleldächer S 135 s. Doppeldach. Parentation 3, 28 Leichenrede. Parisurteil S 161. paroehia Pfarrei; parochiani die Eingepfarrten. Partisane, hellebartenähnliche Waffe ohne Axt, 
aber mit Flügelspitzen. Pass, eine innerhalb eines Kreises durch mehrere 
(Drei-, Vier- . . pass) kleinere Kreisteile, die 
sich in Nasen treffen, beschriebene regel¬ 
mässige Figur. Vierpass in Abb. 1532. 
Achtpass Abb. 1288. Passah S 159.
		

/Sponsorzy_051_07_0278.djvu

			20 6 Wörterbuch. Passion — Pokal.< Passion vgl. Oelberg S 140 ff. Dürers kleine 
Passion in 38 Holzschnitten ist um 1507 er¬ 
schienen ; zwischen ihren Darstellungen und 
hiesigen Schnitzwerken gibt es viele Be¬ 
rührungspunkte. Passweg 60, 6. 61, 10 durch die Bodenbe¬ 
schaffenheit eingeengter, der Verteidigung 
günstiger Verkehrsweg. Pasteten N. 16. Pastorale 525i 1 Krummstab. PastorengestUhl s. Gestühl. Vielfach auch 
»Beichtstuhl« genannt. — -bilder S 162. 
— -tafel Tafel mit der Reihe der Geist¬ 
lichen der Kirche, in den Landstrichen des 
Westens und Nordens fast in allen Kirchen 
angebracht. pastös gemalt: mit dickem Farbenauftrage. Patene, Teller für den hl. Leib. Zu jedem 
Kelche gehört eine als Deckel auf ihn pas¬ 
sende P. Patron, Beschützer, Vertreter. Daher sowol der 
Schutzheilige der Kirche S 82 ff. als der Welt¬ 
liche (S 133), dem der Schutz, insbesondere 
die Besetzung der Stellen obliegt; davon »Pa¬ 
tronat« , »Patronatsrecht«. — Die Stelle des 
Heiligen im Altäre (Patronstelle) ist nach 
der Regel bei Altären wie Abb. 1563 links 
(südlich) der Mittelfigur. Patt 2, 486 Abkürzung für porticus (Kreuzgang), 
auch P artich. Pelikan S 160 besonders häufig am Oberteil 
von Kronleuchtern, Sinnbild der Selbstauf¬ 
opferung Christi. Pentaptych, Altaraufsatz mit Doppelflügeln (s.d.). Perlmutterbeschlag 176, 14. 2, 114, 29. Perlstab 371,40 vgl. Kugelstab. Personenbildnisse S 161—3. Pesel, Prunkstube eines Bauernhauses 75, 35. 
HO, 13. 490, 6. 2, 492, 30. Pestkirchhof 565, 35, Pesthof 2, 320, 39, Kirch¬ 
hof für die in einer Pest Gestorbenen. Petzierring (Siegelring) 526, 8, Petschaft 
2, 215, 44. 657, 6. petulans ignis 2, 217 »mutwilliges Feuer«. Pfanne, Dachpfanne: Breitziegel, breiter Hohl¬ 
ziegel. Pfarrrechte die Rechte der Pfarrkirche 2, 514, 19. 
 kapelle 2, 256, 29 Kirche mit beschränk¬ 
tem Pfarrrecht. Pfau S 160. Pfeife s. canelliert. Pfeilchen 43, 5 Druckf. für Pfeilerchen. Pfeiler (aus lat. pila) die freistehenden Stützen 
der Decken. Die an die Wand angelehnten 
heissen Wandpfeiler. Hauptpfeiler heissen 
bei Doppeljochen die, welche die Gewölbe 
der Mittelschiffjoche tragen, Zwischenpfeiler 
die schwächeren für die Arkaden. Pferd S 160. Pferdeköpfe an den Giebel¬ 
ecken Verzierung des sächsischen, aber nicht 
des wendischen Bauernhauses Abb. 771. Die 
Köpfe stehen im Holsteinischen überall nach aussen (im Lauenburgischen, dagegen nach 
innen). Pflanzenornament Ornament, zu dessen Bildung 
pflanzliche Vorbilder verwandt sind, in der 
Ren. besonders der Akanthus. Vgl. Blätter, 
Laub, naturalistisch. Pfosten die die Fenster senkrecht in die Lichter 
teilenden Stäbe. Phönix 2, 105, 26. Pietas S 148 Vesperbild, Abb. 950, 1315. 
.1479- Pilaster: als rechteckiger Vorsprung aus der 
Wand vortretender, übrigens nach Art einer 
Säule (wenn nur als Streif erscheinend: 
Pilasterstreifen 2, 396, 10) gegliederter Wand¬ 
pfeiler, der als Bogen- oder Gebälkstütze 
dient. Nach der Bildung zu bezeichen als 
dorisch 31, 37, toskanisch, jonisch u. s. w. 
Sehr oft sind die Pilaster canelliert oder 
sonst profiliert, wobei der Pilastergrund 
glatt bleiben kann oder auch verziert wird 
und von profilierter Umrahmung umgeben 
ist (Rahmpilaster). Bisweilen sind die 
P. als Hermen gebildet (-hermen 293,15), 
öfters auch sind wirkliche figürliche Hermen 
als Pilaster, mit geringer Ausladung, ange¬ 
wandt (Hermenpilaster). Eine -archi- 
tektur ist eine A., in der die P. mit ihrem 
Gebälk das wichtigste, bestimmende Element bilden. rahmen eines Bildes ein Rahmen, bei dem Pilaster und nicht, wie gewöhnlicher, 
Säulen verwandt sind 113,34. — Trenn- 
pilaster 192, 11 teilen ein Täfelung in 
einzelne Abteilungen. Pinienzapfen abwärts hangend, häufiger Ab¬ 
schluss von Kronleuchtern und Kanzelunter¬ 
hängen. Pilati Handwaschung S 140. Piscin S 67 Vertiefung in der Wand, in der 
Sacristei oder im Chore, mit Ausguss nach 
aussen, eingerichtet zum,Ausgiessen des beim 
Gottesdienst benötigten Wasch- und Spül¬ 
wassers. Aehnlich gestalteter Einguss an einer 
Mensa S 89. Pitschierstecher 3,48 Petschaftstecher. Plafond flache, ungewölbte Decke. planmässige Stadtanlage S 130. Platte ist ein gerades, gewöhnlich rechtwink¬ 
liges Glied eines Gesimses. Ein platten¬ 
förmiges Capital erscheint als Band, be¬ 
sonders wenn es wenig vortritt. Dünne 
Platte: Plättchen. Plättchen (Fliesen) als 
Wandbelag S 122. Altarplatten S 89. Plattenrüstung die aus Platten und nicht wie in 
früherer Zeit aus Schuppen oder Ringen ge¬ 
bildete Rüstung. Plattierer 3, 38 Vergolder. Plätze, heidnische S 53. Pleban (Volks-, Weltgeistlicher) der Rektor, 
Pfarrherr einer Pfarrkirche. Pokal 298, 43 kelchförmiger Taufstein, Abb. 418.
		

/Sponsorzy_051_07_0279.djvu

			Wörterbuch. Polster—Querfüllung. 20 7 Polster 397, 13 nach seiner Form so benanntes 
Glied, an Sockeln (Pfühl) und Knäufen 
(Echinus) Abb. 598. 1139. 1140. Polygon, Vieleck. Das P. einer Kanzel: ihr 
vieleckig gebildeter Teil (vgl. reicher Grund¬ 
riss). chor S61 (vgl. Chorschluss) ein Chor, dessen Abschluss im Grundriss aus 
dem Vieleck gebildet ist. Seine Ecken P.- 
Ecken 355,34; die Fenster in den P.-Seiten 
P.-Fenster 93, 22. Porphyr S 67. Portal S 73—75. Romanisch Abb. 230, in Vor¬ 
lage 476. 1191. Uebergangsstil, in Vorlagen 
733; Uebergangsstil und frühgotisch 873. 922. 
986. 1493; gotisch 782; spätbarock 1599.— 
-löwen Abb. 1181. — -vorbau 68, 20 
Vorbau an einem Portale. — Mit sehr sel¬ 
tenen Ausnahmen liegen die Portale der 
mittelalterlichen Kirchen (wenn diese nicht 
mehr als ein Schiff haben) auf der Nord- 
und Südseite in der Nähe des Westendes. 
Diese sehr vernünftige Rücksicht auf das Klima 
ist nur ein paarmal in der Uebergangszeit ver¬ 
letzt worden (so Abb. 861), doch vielleicht 
stets nur, wenn westlich ein Turm war. Nach 
dem Mittelalter finden sich häufigere Ab¬ 
weichungen, und der Witz des 19. Jahrh. hat 
die Weisheit der alten Zeit über Bord ge¬ 
worfen. Ebenso war es, ausser wo westlich 
ein Turm vorgebaut ist, wol allgemeine 
Sitte, die Orgel nicht an der Westseite, 
sondern wo möglich an der am meisten ge¬ 
sicherten nördlichen anzubringen. Heute wird 
die Anbringung der Orgel an der Westseite 
wie eine allgemeine Regel ängstlich verlangt 
und oft nicht bloss zum Schaden des Werkes 
selbst, sondern sogar unter Verunstaltung der 
Gebäude durchgeführt. Porticus, Säulenhalle, Kreuzgang vgl. Patt. Porträte S 161 ff. Posaunenengel: Engel mit dicken Backen, damit 
sie desto besser in ihre Posaunen blasen können 
5311 44- Positiv 3,21: Orgel, vgl. Doppelorgel. Postament, Fussgestell, Untersatz einer Säule, 
Figur u. dgl. Prädicant 97,33. 115,26.473,6: Predigerd.h. 
Geistlicher, der den Gottesdienst zu halten, 
aber nicht die Sacramente zu verwalten das 
Recht hat. Anfangs hiessen vielfach die 
luth. Geistlichen überhaupt so, im Gegensätze 
gegen die katholischen Priester. Prälat (Vorgesetzter), hoher Geistlicher. Pranger s. Kaak. Predella s. Altarstaffel; Staffel. Predigerorden = Dominikanerorden. Predigertafel: Pastorentafel. — -gestühl: Pastorengestühl. Predigtstuhl im Niederdeutschen und besonders 
Dänischen s. v. a. Kanzel. Priechen 555, 12: Emporbühnen. Priore sind Vorsteher der Klöster, welche 
keinen Abt haben. Privilegienlade 2, 174. Probst, Propst: praepositus, Name des Vor¬ 
stehers eines Stiftes. produx Cimbrieus Statthalter in Holstein 2, 129. Profanes S 117 f. 129 ff.— Profanbauten 
s. auch S 77. Profil die Linie, welche ein Durchschnitt, be¬ 
sonders ein Querschnitt, senkrecht auf die 
Achse des Gegenstandes, ergibt. hohl profiliert: mit einer oder mehreren Kehlen 
(s. Hohlkehle) gegliedert; unprofiliert sind 
diejenigen Gegenstände, an welchen die 
Kanten ungebrochen erscheinen; — fein- 
profiliert (527,29) z. B. eine Platte, deren 
Kanten sämtlich oder zum Teile durch eine 
feine Gliederung ersetzt sind; ähnlich: reich 
profiliert; weich u. s. w. — Profilleiste, 
-rahmen, -streif: eine Leiste, ein Rahmen, Streif mit der Länge nach durch¬ 
laufender charakteristischer Gliederung. Profilsteine die an einem Profil zur Verwendung 
kommenden, seine Gliederung zum Ausdruck 
bringenden Steine. Propheten S 159- propugnaculum 547, 22 Bollwerk, Turm. Prove 2, 62, 2 wendische Gottheit. provete 2, 640 Prophet. provisor 555. 2, 44 Schaffner, Kirchenvor¬ 
steher; vgl. sluter. Prozessionsfahne bei P. gebrauchte Fahne 
524, 6. — -gerate 176, 3. — -bahre 
S 126. Puckel N. 15 Buckel. Puhsehe 2, 362 für busse, Büchse, Dose. Pulsglocke Läute- (Tret-)glocke 3, 40. Pultdach, pultartiges, also einseitig geneigtes 
Dach 233, 7. pussieren in Wachs N. 16 für bosseln, formen, 
aus weichem Stoffe gestalten. Putten 205, 10 Kindergestalten, als Zier ver¬ 
wandt. Putz vgl. angeputzt, s. geputzt, vgl. Stuck S 68. Pyramide S 121 dach = Zeltdach. Quader ein Stein, der so bearbeitet ist, dass 
seine Stirnfläche als Rechteck erscheint, dass 
also ordentliche Stoss- und Lagerflächen an 
ihm vorhanden sind. Quadratenden am Kreuze Abb. 1340. Quast der grosse Pinsel der Tüncher. Quellen hl. S 53. quer in den Winkel 174,19: diagonal einen Teil des Winkels überspannend, daher quer 
zur Richtung der in den Winkel strebenden 
Rippe. Querbänder 72, 5 quer durchlaufende band¬ 
förmige Gesimse. dach 37, 35 ein Dach, dessen Richtung senkrecht auf die Achse des 
Hauptbaues geht. — -füllung 514, 32 
rechteckige Füllung, die nicht hoch steht,
		

/Sponsorzy_051_07_0280.djvu

			20S Wörterbuch. Querfüllung -— Renaissance. sondern in die Quere gelegt ist. — -gurt, 
-rippe: Gurt, Rippe, deren Richtung senk¬ 
recht auf die Achse des Schiffes geht, in dem 
er (sie) sich befindet. — -haus, -schiff 
S 60 in einer Kreuzkirche die Vierung mit 
beiden Flügeln. — -satteidach s. Quer¬ 
dach. — -sims s. Querband. Radfenster 2, 145,38 s. v. a. Kreisfenster. — 
-schloss (2, 182, 2) 1515 erfundene Zünd¬ 
vorrichtung für Musketen. Rahmfüllungen 87,9 mit Rahmen (»Rahm¬ 
stücken« 2,362,34) umgebene Füllungen. 
— -pilaster Abb. 817 s. Pilaster. — 
-streifen mit Rahmen umgebene Streifen. 
89, 6. — -enwerk des Flachornaments; 
s. v. a. Riemen werk 2, 140, 30 ist für den 
Cartuschestil ein unentbehrlicher Bestandteil. 
2, 348, 4 ist eine Rahmeneinteilung der Fläche 
darunter verstanden. Randblumen, Rand zier 24,29 Blumen, Krab¬ 
ben, Blätter, mit denen der Rand gotischer, 
besonders spätgotischer Kreuze oft besetzt 
ist. — -streifen an Kanzeln S 95 Streifen, 
welche an den Rändern herablaufen und sich 
von Randpilastern (s. d.) dadurch unter¬ 
scheiden , dass sie keine besonderen Sockel 
und Kapitelle haben. Meist sind sie durch 
Profilierung gegliedert, bisweilen auch sonst 
verziert. Abb. zu 254. Abb. 1607. Ranken in Verbindung mit Blättern sind häufig 
im Romanischen und irn Ren.-Ornamente. Rathäuser S 131. ratione loci 2, 154 nach Massgabe der Oert- 
hchkeit. Ratsstuhl das für den Rat der Stadt bestimmte 
Gestühl. Ratsverwandter 241,22 Mitglied des Rates in 
den Städten des ltib. Rechtes. Räucherschale, -pfännchen 299,9; wol das¬ 
selbe wie Rauchpfännchen. Rauchfass S 108. — -haus 2, 119, 3 ein Wohn¬ 
haus ohne Schornstein. — -pfanne S108 
-pfännchen. Abb. 1531. 1565. Rautenfries S 72. In Abb. 603. 1506. glas, -verglasung: in Rauten eingeteilte Ver¬ 
glasung. Ravelin, Aussenwerk im Hauptgraben vor der 
Curtine, in Form einer abgesonderten Bastei. Realismus: die Richtung der Kunst, welche 
sich bemüht, das Darzustellende in lebens¬ 
wahrer Weise zu gestalten und die Erschei¬ 
nungen des Lebens gegenüber den Einseitig¬ 
keiten überlieferter, gebundener (s. d.) Dar¬ 
stellungsweise und ihren Abweichungen von 
der Naturwahrheit in ihr Recht zu setzen. rechteckig profiliert ist oft s. v. a. unprofiliert. Rector einer Kirche: der Pfarrherr (plebanus) 
besonders in Rücksicht auf die Kapläne und 
die anderen ihm unterstehenden Personen 
205, 18. 294, 8. 441, 42. Redute geschlossene Schanze. Refectorium klösterlicher Speisesaal. Reformatorenbilder S 125. 161. R6gencestil (eigentl. 1715—1723). Diese Stil¬ 
richtung ist bei uns ausschliesslich für die 
kleinere Kunst zu beachten. Sie hat hier 
wie eine Mode massenhaften Eingang ge¬ 
funden, indem sie, besonders an Holzschnitz¬ 
werken , neben dem fortlebenden Distel- u. 
Blumen werke od. statt seiner der Verzierung 
ihren eigenen etwas dürftigen Stempel auf¬ 
prägt. Sie kennzeichnet sich durch die geist¬ 
lose Liebhaberei an einem Ornament aus 
gleichbreiten, sich durchkeuzenden Riemen 
und häufige Anwendung maiglöckchenartiger 
Blüten. Die Plastik erlebte gleichzeitig, und 
zwar schon seit den letzten Jahrzehnten des 
Barocks, den tiefsten Niedergang. Diese Mode 
herrscht hier insbesondere in der Zeit um 
1720—1730. Registrant 526, 8 Urkundenverzeichnis, Urkun- 
dennachweisung. Regulierte Domherren leben nach einer Kloster¬ 
regel, gewöhnlich des hl. Augustinus. Vgl. 
2, 330, 17. Reichsadler vgl. Adler 2, 140, 5. 386, 12. 
S 105. Reisigenstall 539, 20 ein Stall für die Pferde 
der Reisigen, welche Gäste des Klosters waren. 
Das »Einlager,« das Recht der Landesherren, 
mit Gefolge im Kloster Aufnahme zu finden, 
war eine drückende Auflage der Klöster, 
welche manche völlig erschöpfte. Reiter 297, 30 ein Paar am Oberende verbun¬ 
dene, einen Winkel bildende Balken. Relief erhabene Arbeit. S. Flachrelief. Relief¬ 
ornament ist erhaben ausgearbeitetes Orna¬ 
ment, dessen Wesen nicht, wie beim Flach- 
ornament, ausschliesslich in Umrissen liegt. In Metall S 117. Holz vgl. S 121. Statue ein nur in Relief statt in runder Arbeit aus¬ 
geführtes Abbild einer stehenden Menschen¬ 
gestalt. Reliquien S 106 s. sepulchrum S 89. — -arm: 
hölzerner Arm, zur Aufnahme eines heil. Armknochens. schrein, auch Schrank. altar, auch Schrank, Schrein S91. monstranz 521, 11 s. Monstranz. Remter = Refectorium. Renaissance. In der Baukunst (kirchliche S 58) 
kommt die Renaissance hier wenig in Betracht. 
Die Anfänge zeigt sie in einigen Bildern, 
dann in Schnitzwerken, noch vermischt mit 
der Gotik (Got.-Ren. S 58); aus- und durch¬ 
gebildet und fertig erscheint sie erst (ausser 
dem Ranzau-Stuhl in Kiel) seit den 60er Jahren. 
Daher kann zwar von frühen Renaissance¬ 
beispielen in Menge die Rede sein, eine 
eigentliche Frührenaissanceperiode ist 
aber hier nicht als besondere Stilart zu be¬ 
obachten. Der Stil bleibt im Wesentlichen 
bis um 1590 auf demselben Standpunkte der 
Höhe, und geht dann, dem feinen Pflanzen¬ 
ornament entfremdet, voll Lust an reicher
		

/Sponsorzy_051_07_0281.djvu

			Wörterbuch. Renaissance—Romanischer Stil. 209 Gestaltung und Ausschmückung durch das 
Cartuschewerk und was damit zusammenhängt, 
in die Spätrenaissance über. Von dieser 
ist der Schritt zum Barock, dessen Ein¬ 
wirkungen ja schon in allerhand Freiheiten des 
Aufbaues der Spätrenaissance hervortreten, 
leicht und anfangs unmerklich. Am Ausgange 
der Periode finden wir neben ganz besonderer 
Lust am Ornament und dessen unbändigem 
Leben, das denn auch, um 1610—20, in 
manchen Beispielen auf das Pflanzenornament 
zurückfällt, einige Zurückhaltung und Ein¬ 
schränkung im Architektonischen, und es steht 
dann, da man durch keine gleichzeitige Uebung 
der Baukunst an die Einhaltung strenger 
Regeln erinnert wird, der vollständigen Auf¬ 
lösung des Aufbaues, willkürlicher Behand¬ 
lung und Vereinzelung der Glieder, nichts im 
Wege. Vgl. weiter Barock. — Ren.-Malerei 
s. Manieristen. Rendsburger Kanzelart S 95. Reparaturzahlen Jahreszahlen, welche auf eine 
Herstellung deuten. Resignation 530, 32 Verzichtleistung auf ein 
Amt. Richtgerät, -schwert S 131. — -(Normal-) 
mass S 131. Riemenwerk 292,9. Bänder in mannigfacher 
Verschlingung sind dem Cartuschestil der Ren. 
eigen, der bisweilen das Ornament wie aus 
zerschnittenem Leder gefertigt erscheinen lässt; 
in geistloserer, aber für den Stil scharf be¬ 
zeichnender Weise finden sich einfach ver¬ 
schlungene und gekreuzte Riemchen im Stil 
der Regence 503, 42. Riffelbild, Culissenbild: Malerei auf einem un¬ 
ebenen Hintergründe, der gewöhnlich aus 
senkrechten Stäben gebildet ist, die sämtlich 
3 seitige Prismen sind; dann sieht man von 
der einen Seite nur die rechten, von der 
anderen die linken Flächen, die dann ver¬ 
schiedene Bilder enthalten, meist Kreuzigung 
und Auferstehung. Man kann auch auf flachem 
bemaltem Hintergrund in rechtem Winkel 
ganz dünne beiderseits bemalte Leisten vor¬ 
treten lassen; dann wird das Bild drei Ge¬ 
mälde zeigen. Es gibt im Schleswigschen 
ziemlich viele solcher Bilder, meist aus dem 
18. Jahrh., von denen im Texte nur wenige 
erwähnt sind, z. B. 241, 11. 338,34. 357,43. Ring unter einem Säulenknaufe: Wulst, der den 
Säulenschaft abschliesst. Ringelhaus 2, 358. Ringgraben 2, 230, 2 der statt einer Ringmauer 
die Stadt umringende Graben. Rippe S 78, ein Bogen im Gewölbe, der den 
Feldern oder Kappen des Gewölbes, die 
zwischen die R. gespannt werden, zum Halt 
dient. Die R. tritt nach unten in der An¬ 
sicht des Gewölbes fast immer in einem Pro¬ 
file vor (rechteckig, wulstig, birnstab-, klee¬ 
blattförmig u. dgl.), bisweilen ist sie nur von 
Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. oben bemerkbar (182, 11. 2, 91, 10). Nach 
der Richtung unterscheidet man Diagonal- 
(Haupt-) und Quer-, sowie Längsrip¬ 
pe n (Hilfsrippen), Kreisrippen 126,15.— 
Sind die Rippen nur zum Scheine vorhanden, 
indem dem Gewölbe nur die Profile angefügt 
sind, so nennt man das Schein-, Zier¬ 
rippen, Abb. 182. Rechteckiges R.-profil 
ist im Süden, wo es selten vorkommt, Kenn¬ 
zeichen des Uebergangsstils, im Norden aber 
ist es in der Spätgotik fast allgemein. 
Uebrigens herrschen im Romanischen und 
im Uebergang rippenlose Gewölbe mit Zu¬ 
schärfungen (Graten) statt Rippen, dann 
Rippen in Wulst-, Kleeblatt- und Spitzbogen¬ 
profil ; in der Gotik herrscht das Birnstab- 
profil, meist zwischen Wülsten, Platten, 
Kehlen, zuletzt folgt, hierlandes nur ganz 
vereinzelt, ein einfach neben zugeschrägtes 
(trapezförmiges) oder angekehltes. Später 
finden sich R. nur noch ausnahmsweise, in 
verschiedener Gestalt (vgl. Abb. 1252). — 
R. eines Kreuzes 536, 16 Erhöhung, die 
auf demselben längs läuft. Roccoco s. Louis XV. Rohrdach S 68. Roland. Abb. 973. 1256. So heissen die in 
vielen Städten, soweit Sachsen gekommen 
sind, aufgerichteten Steinbilder eines Ritters 
mit gezogenem Schwerte. Sie sind ursprüng¬ 
lich Bild des Kaisers, auf dem Markte zum 
Wahrzeichen davon aufgerichtet, dass er der 
Stadt wichtige Rechte, besonders Markt und 
Gericht betreffend, verliehen hat. Auch wo 
keine Verleihung vom Kaiser unmittelbar 
nachzuweisen jst, sind sie wenigstens Sinn¬ 
bilder dafür, dass alles solche Recht von ihm 
ausgeht und unter seinem Schutze steht. Die 
gerüsteten Kaakstatuen (s. d.) sind als 
eine Verdunkelung des ursprünglichen Ge¬ 
dankens anzusehen. Rolle 2, 17,23 s. v. a. Schriftrolle. Rollfüllungen ein Ornament der spätesten Gotik 
43, 19 nnd des Ueberganges zur Ren., ver¬ 
wandt zum Schmuck von Füllungen. Am 
häufigsten im nördlichsten Schleswig. Abb. 
209. 622. 1154. 1264. — 87, 1. 212, 45. 
213, 2. 229, 10. 360,44. 396, 27. Romanischer Stil. Die grosse Masse unserer 
Landkirchen ist aus der Zeit des romanischen 
Stils S 54 — 6 ; sie bezeugt aber diese Her¬ 
kunft nur durch die ausschliessliche Herr¬ 
schaft des Rundbogens. Der Grundriss ist 
entweder der »einfachste« von quadratischem 
oder rechteckigem Chore an rechteckigen» 
Schiffe, oder der »eigentlich romanische«, 
der noch eine Apsis hinzugibt. Die folge¬ 
richtigst ausgebildete Form, die einen West¬ 
turm hinzufügt, sind die Vizelinskirchen 
(s. d.). Die Granitkirchen sind entweder aus 
unbehauenem oder aus behauenem Stoffe. 
Jener bietet wol die ältesten Beispiele; doch
		

/Sponsorzy_051_07_0282.djvu

			210 Wörterbuch. Romanischer Stil — Runenschrift. geht auch da wahrscheinlich nichts (ausser 
dem Westteile zu Warder) vor das n. Jahrh. 
zurück. Die Blüte fällt offenbar in das 12. 
Jahrh., in dessen 2. Viertel der Ziegelbau 
die ersten, zunächst mehrschiffigen Kirchen, 
besonders im Süden, hervorbringt, während 
etwa gleichzeitig im Nordwesten der Tuff bau 
(s. d.) eine reichere Gliederung ermöglicht, 
der nur vereinzelt der Quaderbau nachstrebt. 
Der Gewölbebau begnügt sich mit Wölbung 
der Apsis, aber in der 1134—38 gebauten 
Kirche zu Segeberg (gleichzeitig und vom 
selben Urheber, wie die Kirche zu Königs¬ 
lutter) tritt ein reiner Gewölbebau in Guss¬ 
werk auf; im Anschluss an diess Vorbild 
wölben die granitenen Vizelinskirchen sämt¬ 
lich auch das Chorquadrat. Andere Werke 
sind untergegangen (Schlamersdorf, St. 
Michaelis vor Schleswig). Hierher, eher als 
zur nächsten Zeit, könnte noch St. Peter und 
Tönningen gehören. Die Wände sind in 
diesem Stil stark, die Gewölbe massig. Wie 
lang er dauert, dafür fehlt es vielfach an 
der Möglichkeit der Zeitbestimmung, weil 
einfache Bauten des Uebergangsstils von 
den einfachen des romanischen nicht sicher 
zu unterscheiden sind. Zu Lütjenburg, Eutin 
und Altenkrempe stehen jedoch Kirchen, von 
denen die erste bestimmt zwischen 1156 und 
63, die letzte wenigstens noch vor 1190 ge¬ 
baut ist; dazwischen die mittlere; diese drei 
Kirchen sind dem Uebergangsstile zuzuzählen, 
der hier fast zugleich mit der Einführung des 
Ziegelbaues sich zu entwickeln begann. Rondel 2, 624, 19, rundes Bollwerk. Rose, goldene 2, 355, 6, ein vom Papste zu ver¬ 
leihendes Ehrengeschenk. Rosenkranz dient sehr häufig als Umrah¬ 
mung der Mutter Gottes mit dem Kinde, 
die gewöhnlich im Strahlenkränze (wie in 
der Abb. 1320) steht. So Abb. 249. 
341, 20. 386, 19. Vgl. 427, 12. Der kleine R. 
mit 5 Kreuzen und 33 Blumen deutet auf 
die Zahl von Christi Lebensjahren hin. Rosenkranzaltäre S 88. Rosette, allseits ausgebildeter Fächer oder Mu¬ 
schel (s. d.). Abb. 122 f. 126. 127. 533. 
Oft an Leuchtern als -schale, - licht¬ 
halter. Rost 47, 32, Abzeichen des hl. Laurentius 
Abb. 1563. Röteln (rotulus, Rädchen), die am Knaufe der 
meisten gotischen Kelche vorstehenden, in 
früherer Zeit runden (Abb. 140), später meist 
rautenförmigen Flächen. Abb. 913. 954- 
In Abb. 1532 quadratisch. Sie zeigen bis¬ 
weilen Edelsteine, gewöhnlich jedoch Buch¬ 
staben (-buchstaben) in Schmelz, meist 
ihesvs. Plie und da sind die Buchstaben 
der -Inschriften (wie an Glocken und 
Taufschüsseln) unverständlich oder fehlerhaft, 
oft nur fehlerhaft umgestellt. S. Kelchinschr. Rotgiesser, ein Giesser in -guss (Zinn oder 
Zink mit viel Kupfer). Daraus bestehen die 
meisten älteren Leuchter. Die Grapengeter 
durften angeblich den Rotguss nicht anwen¬ 
den; daher ist apengeter (s. d.) öfters gleich 
Rotgiesser. Rotstift 2,631,27 Zeichenstift aus einer rot¬ 
braunen natürlichen Masse (Rötel). Rotunde 279, 16, Rundbau. Rthlr. (Thlr. Cour.) = 3 Mark lübsch = 
3 Mark 60 Pf. Rücklage, Hinterlage, fester Plintergrund 
2, 350,37- Rückpositiv s. Doppelorgel. Rücksprung s. ausgekantet. Gewände mit Rück¬ 
sprüngen Abb. 149. Rücktäfelung eines Gestühles 2, 125, 28 die 
'Täfelung seiner Hinterwand. Ruinen S 131. Rumpelkammer vgl. Gerätkammer. Rundbild = Medaillon (s. d.) Abb. 94. — - bo¬ 
gen f e 1 d , der sich oben ergebende Halb¬ 
kreis in einer rundbogig geschlossenen Oeflf- 
nung. — -bogenfries: s. Fries. S 72. — 
— -bogengotik 2,232,1, eine moderne 
Richtung, welche Rund- statt der Spitzbogen 
anwendet, im übrigen gotisierend ist. Rb. ge¬ 
kreuzt als Fries S72. — -bogenstellung, 
Bogenstellung (Laube, Arkade) aus Rund¬ 
bogen 4,8. Abb. 570. 26,2; Reihe von Bogen wie Abb. 401. 542. — Runde Fi¬ 
guren, solche, die nicht als Relief erscheinen, 
sondern allseits bearbeitet sind. — -eisen: 
Eisenstäbe, die nicht als Vierkant, sondern in 
runden Stäben verwandt werden. — -gesims s. Gesims. kirchenS 59. r e 1 i e f 166,19 s.Medaillon. stab. Derselbe kommt, ausser als Säulenschaft, selten frei vor als ganzer 
Stab; in eine Ecke gelehnt, ist er gewöhn¬ 
lich Dreiviertelstab, und als solcher, im 
Rücksprunge umlaufend, charakteristisches 
Glied des Uebergangsstils. S 76. Abb. 275. 
Oft erscheint er als halber, Abb. 367. 
sehr oft als Viertelstab, so besonders als 
Kämpf er profi 1 S 76 (s. angerundet), als 
Sockelschluss u. a. m. Ist er aus 2 Kreis¬ 
teilen mit Kante gebildet, so ist er ein zu ge¬ 
schärft er(s. d.)Stab; in bimförmigem, oft in 
der Spätzeit nur durch aufgelegte schwache 
Platte angedeutetem Profil erscheint er als 
Bimst ab (s. d.). Bei der Verkalkung der 
meisten Kirchen sind Birnstäbe von Rund¬ 
stäben oft kaum zu unterscheiden. — -stab- 
gesims, aus einem (halben) R. gebildetes 
Gesims 316, 19; vgl. Doppelwulst, Taustab, 
Zopfwulst. — Runde Säule alsGewölb- 
stütze S 79. — -stück = Medaillon, 
runde bildliche Darstellung in Malerei oder 
erhabener Arbeit. — -türme S63. Runenschrift, die Schrift der alten Deutschen 
und der Skandinavier; bei letzteren in Blüte 
im 11. Jahrh. 446,40. Abb. 31.
		

/Sponsorzy_051_07_0283.djvu

			Wörterbuch. Rüstkammer—scharrieren. 21 I Rüstkammer S130; der Teil des Zeughauses 
oder sonst ein Raum, in dem die Rüstungen auf bewahrt sind. loch, die Löcher, in welchen die Enden der Streckhölzer der Ge¬ 
rüste beim Bau lagen. Diese Löcher liess 
man auch hernach offen. 40, 9 sind R. die 
Löcher im Gewölbe, welche bei inneren Her¬ 
stellungen für die Rüstbäume Platz bieten. Rüstungen S 136. Rute S 131 (Messrute), 14' hamb. saeellum, Heiligenhaus, Kapelle zum Gottes¬ 
dienste oder auch nur für Aufstellung eines 
hl. Bildes Raum gewährend. Sächsische ländliche Bauart S 133. saera monumenta 480,4 ziemlich unverständ¬ 
lich; es sind vielleicht Schnitzwerke gemeint 
(vgl. 453), etwa auch die Kanzel. Sacramentshaus S 105 (vgl. Monstranzhaus). — 
-schrank S 106, gänzlich abgesondertes, 
oder mit der Wand in Verbindung stehendes 
Gehäuse zur Bewahrung der Hostie. sacrarium 524, 6, so viel als Chor. Noch heute 
nennen manche Halbgelehrte im Lande gern 
den Chor das Heilige, die Apsis das Aller¬ 
heiligste, nach Vorbild des jüdischen Tempels. Sakristei S 64 (455,29 gewöhnlich Gerwe- 
kammer genannt, auch Hängekammer, 
auf Sylt Kalfaster. Oft mit Kaminen S 108. Salvator der Erlöser, in spätromanischer und 
frühgotischer Zeit oft zwischen den stehen¬ 
den Aposteln sitzend dargestellt, oder auch 
in der Mandorla. Abb. 55. 92. S. 138 ff., 
bes. 147. 150. Sammelbrett S 106. Sandstein S 67. 121. 128. Sanduhr, Stundengläser S 107. Fast alle 
hier noch erhaltenen, deren Zahl sich leider 
täglich mindert, stammen aus dem 17. und 
18. Jahrh., schlechte auch aus dem 19. Sie 
sind an den Kanzeln angebracht und be¬ 
stehen in 4 Gläsern für ‘/4, ■/», 3/t, I 
Stunde. Das stürzbare Gehäuse, meist 
aus Messingblech, ist oft hübsch, aber stets 
ziemlich einfach behandelt. Nirgends ist ein 
Anzeichen, dass eine Sanduhr noch mittel¬ 
alterlich sei. Vielleicht ist die zu Barkau 
(um 1600) die älteste, s. auf Abb. 979. 
Bisweilen sind die Arme (Halter), an denen 
die S. befestigt ist, reich u. schön; so bei 
Abb. 979; öfters sind sie aus Schmiedeeisen, 
S 117. Sarg (vgl. Trog = Sarg), S 126 f. Sargwände, die Wände des Obergadems. Sarkophag: Prunksarg, gewöhnlich aus Stein. Satteldach: zweihängiges Dach, Abb. 1660. 
Sattelgedeckter Turm Abb. 1537. Säule S 80. Sie besteht aus Sockel, Schaft 
und Knauf. Vgl. Schaftzier, Schwellung. 
Genannt wird sie gewöhnlich nach der Art des 
Capitäls (s. d.). Walzige Säulenschäfte sind 
in der Form nicht von Rundstäben (s. d.) verschieden; wie bei diesen unterscheidet 
man auch Halb-, Viertelsäulen neben den 
vollen (freistehenden) Säulen. Spätroma¬ 
nische Zeit verwendet neben den runden 
auch gern achteckige Säulen. Die Säulchen 
der spätesten Gotik sind oft gewunden, 
und aus dem Vier- oder Sechseck gebildet, 
bisweilen mit etwas concaven Seiten. Abb. 
1576. Zu 2, 128. Zu 232. Zu 2, 170. 646. 
Mannigfach gewunden Abb. zu 2, 378. Diese 
Neigung verschwindet mit dem Durchbrechen 
der Ren., s. zuletzt Abb. 332. Der Barock¬ 
stil, besonders der spätere, liebt gewundene 
Säulen von welliger Profilierung, also ohne 
Kanten, und begleitet (vgl. Abb. zu 2, 172) 
die Windungen gern mit Laubwerk Abb. 
1599. — Gewirtelte Säulen vgl. Wirtel. Schablonenmalerei 166, 45 (40, 9 „schablo- niert“), Malerei, welche mit Hilfe von Scha¬ 
blonen gefertigt ist. Schächer zu den Seiten Christi nach dem apo- 
kryphischen Evangelium des Nicodemus: 
Dismas, der gute, Gestas oderGismas, 
der böse. 333 Dismas und Jismas. Schäferscene S 161. Schaft: 1) der gewöhnlich walzige, sich meist 
nach oben verjüngende Teil einer Säule, 
eines Leuchters u. dergl. 2) 167,7. 354, 34. 
522, 12: Pfeiler in einer Kirche. — -zier: 
Säulen der Ren., besonders oft der jüngern, 
bei denen die im Anfänge der Ren. beliebte 
starke Schwellung des Unterteils nicht mehr 
angewandt wird, werden oft so verziert, dass 
ein Ring den kürzeren cylindrischen Unter¬ 
teil abteilt, und dieser mit Ornament besetzt 
wird. Abb. 351. 74 Schale, Becken, flaches Gefäss. — - eines 
Taufsteins 24, 22: seine Höhlung zur Aufnahme des Wassers. An Leuchtern die 
Lichtteller 474, 41; auch der Unterteil kann 
ähnliche breite Form haben 488, 27. Die 
Kuppen von Kelchen werden öfters am un¬ 
teren Teile, in der Barockzeit bis fast ganz 
hinauf, von einer Schale umgeben. Abb. 381. 
— 526, 18. 559, 17: Glocke ohne Klöppel. Schalldeckel = Kanzeldeckel. Schalung, Verschalung: Bekleidung einer Fläche 
mit Brettern. Schandpfahl, der Pfahl, an den gebunden 
Christus gemartert wird. Schanze S 130. Schappe 69, 17, schape 2,93, scape 2,87 Ge¬ 
fäss, Kasten, Kiste. Davon Hörnschapp. scharfgratige Gewölbe 2,429,23, Gewölbe, 
die statt der Rippen Zuschärfungen (Grate) 
haben. Scharnier: Gelenkband, mit durch beide Band¬ 
lappen geschobenem Dorne. —■ -knauf 
der über dem Sch. befindliche Knauf. scharrieren, mit dem Scharriereisen, einem sehr 
breitschneidigen Meissei, bearbeiten, wodurch 
14*
		

/Sponsorzy_051_07_0284.djvu

			212 Wörterbuch, scharrieren — Schote. die Fläche lauter gleichlaufende flache Rin¬ 
nen erhält 251, 7. Scharte 291,35, schmale, zur Verteidigung 
durch Hinausschiessen, Werfen, Giessen dien¬ 
liche Oeffnung. Schauer, Schuer 261, Anm. 272 = Regendach. Schauessen 3,16.17, Schaugericht, Tafelaufsatz. Scheidbogen, Scheidebogen = Arkadenbogen; 
ihre Reihe trennt das Nebenschiff vom Haupt¬ 
schiffe. Schein == Heiligenschein, so 301, 13. Scheingewölbe, Decke in Gewölbeform, aber 
nicht gewölbt, sondern aus Holz hergestellt. 
— -rippen s. Rippen. — -schildbogen 
287, 22. Die Erklärung s. 339, 25. Diese 
Schildbogen (s. d.) dienen nur, um der 
Wand, welche sonst unmerklich zur 
Krümmung der Kappe übergehen würde, 
eine Art Abschluss zu geben, haben aber 
keinen Einfluss auf die Gewölbe und sind 
kein Teil derselben. Vgl. Kreuzgewölbe. Scheitel, höchster Punkt eines Bogens oder 
Gewölbes. Schemel des Altars s. Kniebank S 94. In 
vielen Kirchen finden sich auch Fuss- 
Schemel, doch nur zu Landkirchen deren 
beachtenswerte, 2, 85, 2. Schichtenwechsel S 69. Abwechslung wird im 
Ziegelbau am gewöhnlichsten erzielt, indem 
man Steine von zwei Farben verwendet, 
welche Schicht für Schicht abwechseln 21, 8; 
die Schichten können aus einer oder meh¬ 
reren Lagen bestehen. Schiffe als Weihgeschenke S 107. Schiff einer Kirche: der für die Gemeinde be¬ 
stimmte Teil westlich des Chorbogens. Ist 
er durch Stützen geteilt, so ist die Kirche 
mehrschiffig. Der Querbau einer Kreuz¬ 
kirche heisst Quer-, Kreuzschiff; die Abseiten 
des Haupt-(Mittel-, in Basiliken Hoch-) schiffes 
heissen Neben-, Seitenschiffe. — -joch, die 
Joche (s. d.) des gewölbten Schiffes. Schild auf den Seiten eines Taufsteinfusses oder 
Capitäls, s. Capital. — An Gewölb-Schluss- 
steine sind öfters Sch. angehängt S 79. Plat¬ 
ten mit Malerei oder Skulptur 523, 4. 2, 374, 
24; ähnlich an Leuchtern (s. d.) Abb. 893. 
264, ir ist Schild s. v. a. Wappen. Schildbogen, der an einer Wand, wol auch 
z. T. auf ihr liegende Bogen der Kreuz- und 
Tonnengewölbe. In unserem Gebiete fehlen 
sie sehr häufig, wo, wie so oft, das Kreuz¬ 
gewölbe, indem die Kappen von den Wän¬ 
den ansteigen, dem Klostergewölbe ähnlich 
wird. Vgl. Scheinschildbogen. Schilder 276,27, Schilderer (271, 12): Kunst- 
Maler. Vgl. geschildet. — Schilderei 
3,29: Bild. — Schildern: bemalen 3,21. Schildrippe 2,47,4, der Schildbogen: weDn er 
ebenso profiliert ist wie die Rippen. — 
Schildwand die Wand unter dem Schild¬ 
bogen. Schindeln aus Holz sind, wo man nicht Metall 
nahm, auf Türmen das natürlichste Deckungs¬ 
mittel und haben sich vielfach so erhalten, 
werden auch noch so, obwohl nur ausnahms¬ 
weise, angewandt. Schinderkelch 322,27, zinnerner Abendmahls¬ 
kelch für den Schinder, mit dem man auch 
hierin keine Gemeinschaft haben wollte. In 
der Kirche zu Lütjenburg war neben dem 
Turmbogen eine Nische, in welcher der 
Schinder seinen abgesonderten Platz hatte. Schirrkammer 2,132,3, Aufbewahrungsort der 
Pferdegeschirre. Schlagglocke, Stundenglocke. Schlagleiste, die die Türfuge deckende Leiste 
an der Kante eines Türflügels 554,31. Schlagring s. Glocke. Schlange, kupferne S 159. Schlangenschuhe 428,43, Schuhe mit Spitzen 
von besonderer Länge und Biegsamkeit. Schliessen 2, 482, 11, die ein Buch am Schnitt 
fest zu schliessen bestimmten Klammern. Schlösser S 131—3. Schlossausstattung S 135. kapelle S 133. •— -laube 567, Säulenstellung im Schloss¬ 
hofe. platz S131. Schlosserarbeiten S117L Schlot 473, 5, Wasserlauf, in dem bei gewöhn¬ 
licher Flut das Wasser eine Hallig durch¬ 
schneidet. Schlussstein (»Schluss« herabhangend Abb. 1246), 
der oberste Stein eines Bogens oder Ge¬ 
wölbes. Schmelzarbeit S113, s. Emailarbeit; ein far¬ 
biger Glasfluss ist in Metall ein- oder auf¬ 
geschmolzen. Schmiedearbeit S 117 f. Schmiege = Schräge. profil, ein Profil, dessen Charakter auf der Abschrägung der 
Kanten beruht. Schmiegenkämpfer, -gesims: Kämpfer, Ge¬ 
sims vom Profil einer geschrägten Platte S 76. 
— -sockel, angeschrägter (angeschmiegter) 
Sockel S 70. Schmuckarme eines Kronleuchters 98, 11, Arme, 
die keine Lichte tragen; Zierarme. schneiden, 2,578,1, s. v. a. überschneiden, 
durchschneiden, sich mit der Richtung eines 
andern Gegenstandes kreuzen. Schneidepunkt des Kreuzgewölbes 2, 7, 27, sein 
Scheitel. Schneideramt 2,207,42, Schneiderzunft. Schnitker, Snitker, Sniker, Schnitger: Schnitzer, 
Arbeiter mit dem Stichel und Messer. Oft 
s. v. a. Tischler. Schnitzaltar, gotischer Altaraufsatz mit Schnitze¬ 
reien geziert S 90 f. Schnitzfeld, -tafel: Relieftafel. — -bild 2, 623, 31, geschnitztes Bild. Schonwaldung 55, 34 s. gefriedet. Schöte 3, 10. 11. 12 Schoss, Steuer (die Schote 
strafen: für unrichtig erklären, anfechten).
		

/Sponsorzy_051_07_0285.djvu

			Wörterbuch. Schräge—Silberfunde. 213 Schräge einer Taufsteinkuppe 331 , 18 der 
schräge Teil unter dem walzigen, als Ueber- 
gang zum Stiele, wie in Abb. 1365. — 
Schräge eines angeschrägten (s. d.) Sockels 
561,42. Schräggewandete, schrägwandige Fenster: Fen¬ 
ster mit schrägen Wandungen, wie übrigens 
fast überall in romanischen Kirchen. Schrangen 268 (Abb. 384). 284, 9. 570, 5, 
Scharren (hd. Schirn), ein, mit Schranken, 
Gittern eingefasster gedeckter Raum, beson¬ 
ders eine Halle für den Fleischverkauf. Schranken des Altars S94; der Kirche S 100. Schrankblende s. Blende. Solche Schrank¬ 
türen, S 106, haben oft Malerei S 141. Schreibergruppe in einer Kreuzigung: der Schreiber des titulus mit den ihn Umgebenden. Schrein eines gotischen Altaraufsatzes: der 
mittlere, kastenartige Teil. Hier im Lande 
ist er mit wenigen Ausnahmen rechteckig. — 
Schrein des hl. Martinus 2,197,28: 
Rel i quienschrein. Schriftband ein mit Schrift bedecktes Band, 
Spruchband, Bandrolle. Abb. noi. 1192. — -nimbus, Heiligenschein (s. Nimbus), der in Damascierung den Heiligennamen, 
öfters mit ora, oder ora pro nobis verbun¬ 
den hat. Abb. 1047. tafel S 128, -car¬ tusche, -füllung, -schild u. dgl. eine 
mit Sehr, bedeckte Tafel, Füllung u. dgl. — - g r u n d, der Hintergrund der Schrift. Schülerchor 273. 276,17, eine Bühne, auf welcher die singenden Schüler ihren Platz 
haben (s. Kapstuhl; Lettner). Schuppenornament, Abb. 1675; daher Schuppen¬ 
pilaster 496, 16 u. dgl. Schurz des Crucifixes, s. Lendentuch. Schüssel, s. v. a. Taufschüssel S 104 f. Schutzheilige S 82—89. schwachbusig 2,420,4 s. busig. Schwademfang, Dunstfang über dem Küchen¬ 
herde oder einem Kessel 169, 33. Schwahl 2, 310 heissen die Kreuzgänge in der 
Stadt Schleswig; im Dänischen s v a 1 e, 
kühler, luftiger Gang. Schwarzes Kloster (2, 615), Dominikanerkloster. Schwarzlot, 416,18, die dunkele Farbe, welche 
bei der Glasmalerei zur Zeichnung von 
Schatten und Umrissen aufgetragen und ein¬ 
gebrannt wird. Schweifgiebel 116,19. 573,18 = geschweifter 
Giebel. Schwein S160. Schwelle 570,39, wagerechtes, einer Fachwerk¬ 
wand als Unterlage dienendes Holz. Ge¬ 
schnitzt Abb. 205. Auch -balken, -holz. Schwellung einer Säule, in der Frührenaissance 
oft mit Laubwerk geziert: ihre über dem 
Sockel beginnende Verdickung , welche weiter 
nach oben hin in die Verjüngung übergeht. Schwibbogen, eigentlich jeder offene Bogen, 
besonders aber hier der Chorbogen; ferner hiessen so auch kräftige Gurt- und Arkaden¬ 
bogen. 455, 23 wol Turmbogen; 549, 5 un¬ 
verständlich, wohl verschrieben. Schwingung eines Giebels, hohle 316,35 s. 
Abb. 1461. 531,40 hohle Sch. eines Frieses, 
haldachinartig, s. Abb. 882. Schwulstbarock 120,12: schwülstiges Barock 
(s. d.). Schwung 46, 14 s. geschwungen. Schwurfinger, ausgestreckter Zeige- und Mittel¬ 
finger 316, 9. 2, 41,42. Schwurlade S 106, eine Lade, auf welcher der 
Eid abgeleistet ward. Sie enthielt ein Evan¬ 
gelienbuch. scloppeti mamales, Handkanonen, -geschütze. 
Vgl. Demmin, Kriegswaffen S. 80. Sculptur, Schnitz- und Meisseiarbeit, erhaben 
ausgearbeitete Darstellung. Sechseck ohne Beifügung: regelmässiges Sechseck. Sechseckfuss, -stiel eines Kelches s. Abb. 
953. 114. Sechspass, vgl. Pass. Umgekehrter Sechs¬ 
pass: Sechseck oder Sechsort mit hohlen Seiten (sechsspitzig) Abb. 320. — -passfuss eines Kelches S 114. sechsteiliges Gewölbe S 78. Seeabgaben 491, 20 Abgaben zur Unterhal¬ 
tung von Seezeichen u. dergl. Seedeich, der Deich an der Seeseite. Rück¬ 
wärts gelegene heissen Binnendeiche; andere 
Flussdeiche u. s. w. Seier, Seyer, Seiger 68,1. 99,8, Uhr. — 
-maker: Uhrmacher 475, 12. Seigesitz 
99, ii Zifferblatt, -glocke 3, 39, Uhrglocke. — -haus, Uhrhaus. Seitenhang 84, 8 s. v. a. Nebenhang. schiff s. Schiff. Selbdritt (Anna) S153: Anna mit Maria und 
dem Kinde; vgl. sulfdrüdde. Seminar 2, 279, 25. 506, 3: Missionsanstalt. sepulehrum S 89, eine Vertiefung in der Mitte 
der Altarplatte oder gewöhnlicher unter der 
Platte in der Vorderseite der mensa. In ihr 
sind die Reliquien, welche der Altar be¬ 
sitzen muss, enthalten, daher der Name se- 
pulchrum oder Reliquiengruft. Seraphini 527,25 die Orgel? Siegel einer Kirche Abb. 1087. — -erde 
S.67. — -Stempel, Siegelstock, Petschaft, 
doch auch z. B. 83, 28: der statt eines Siegels gebrauchte farbige Stempel. Siel, unterirdischer Wasserdurchlass. — -mass 
S 131, dessen Weite. Signakel, gewöhnlich eine runde Zeichnung mit 
eingezeichnetem Kreuz, auf Kelchfüssen und 
Pateneu angebracht; ähnlich sind die Weihe¬ 
kreuze, welche, fünf an der Zahl, in Altar¬ 
platten eingemeisselt zu sein pflegen (129, 3). 
Zu Lensahn sind die S. im Altar mit Harz 
ausgefüllt. Silberfunde, Silberarbeiten S 117.
		

/Sponsorzy_051_07_0286.djvu

			214 Wörterbuch. Sims — Ständer. Sims = Gesims. Simson S 159. Singchor, s. v. a. Schülerchor 2, 205. Sintflut S 125. Sirene, Wasserweib, Abb. 1552, beliebter 
Schmuck an Kronleuchtern; zwei vereinigte 
bilden an diesen die Sirenenhenkel. Sitzkasten 2, 266, 31, eine zum Sitzen einge¬ 
richtete Lade. Sitzreihen S 98. sluter (Schliesser, Schaffner) = Kirchenvor- 
steher 70. 2, 93. Sockel. Der unterste, etwas vorspringende, 
durch einen Absatz (rechteckig, ungegliedert), 
eine Schräge (angeschrägt), einen Viertelstab 
(angerundet), eine Viertelkehle (angekehlt), 
auch in reicherer Weise, besonders in der 
attischen Bildung, oben abschliessende Teil 
der Mauer S 70L — Sonst einfach der »Fuss«, 
»Untersatz«. Das abschliessende Gesims: -ge- 
sims; in ihm enthaltener Fries: -fries. — 
-erker Abb. 642, (Druckfehler für -ecke; 
s. N.) Für Säulensockel sagt man auch Base. — -glied, rundes: Der an Spätren.- und 
Frühbarockwerken oft vorkommende ge¬ 
wölbte Fries des Unterbaues; vgl. Fries. schild s. Schilde. — -steine, Steine, die zu einem Sockel gehören oder gehörten. Sohlbank, Schwellstück einer Oeffnung, ge¬ 
wöhnlich eines Fensters. — -höhe, die 
Ebene an einem Gebäude oder andern Auf¬ 
bau, in welcher die Sohlen, die untern 
Anfänge der Fenster (oder Blenden) liegen. — -gesims vgl. Gesims. Sommerdeich, ein Deich, der nur gegen die niedrigen Fluten der guten Jahreszeit zu 
schützen bestimmt ist 2, 648, 9. Sonnenscheibe, Sonnenuhr 38. Sopharoccoco 323,6 die Art und Weise, wie das 
Roccoco jetzt noch in der gemeinen Möbel¬ 
tischlerei, in charakterlos zerflossener Form, 
fortlebt, und die sich besonders an Ruhe¬ 
bettlehnen kennzeichnet. Spannung eines Gewölbes: dessen lichte Weite. Sparren, die schrägen Hölzer, welche verbunden 
die geneigte Dachfläche bilden. Sparrig 71, 15: mit dünnen Armen weit aus¬ 
greifend. Sparrwerk 242, 12, das Gespärre, die Sparren, 
doch auch der ganze Dachstuhl. Spätbarock (spb.), spätgotisch (spg.) s. unter 
den betr. Stilarten. Spätestbarock: s. Barock; Ludwig XIV.; Zopf. Sphinx 566, 21, als Brunnenverzierung. Spiegel 32, 5, die Scheitelebene eines -ge- 
wölbes (150, 34). gewölbe ist ein Ge¬ wölbe , das anfängt wie ein Klostergewölbe, 
wobei aber die Kappen bald in eine Ebene 
übergehen. Spiegelschrift s. Abb. 1297. 1358. 1605, im 
Spiegel lesbare Schrift. Spindel, die Säule (Achse) einer Wendeltreppe. Spindelstein 2,55,31, Wirtel, rundlicher, 
durchbohrter natürlicher oder künstlicher 
Stein , wie man sie seit den ältesten Zeiten 
bis ins 18. Jahrh. beim Spinnen und Weben 
und zum Beschweren der Netze gebrauchte. Spital S 134. Hier s. v. a. Armenhaus, Ver¬ 
sorgungshaus Bedürftiger, Hospital (Gast¬ 
haus, s. d.). Spitzbogen s. Gotik. — -fries S 72 s. Fries. — 
-profil der Rippen 2,586, 19: zugeschärft 
wulstiges. Spitzenklöppeln S 122. Spitzkropf, ein Kropf, dernichtgradlinig zwischen 
rechteckigen Winkeln, sondern spitzig vor¬ 
tretend gestaltet ist, Abb. 1661; vgl. Abb. 68. Spitzsäule 2, 455, 22, Obelisk. Spitzwinkeliger Fensterfalz S 75. Sprengel (eig. Weihbüschel des Pfarrers, zum 
Sprengen mit Weihwasser), Amtsbezirk eines 
Pfarrers, Bischofs 59,31. 2, 1,6. Sprossen 2, 520, 45, wie bei einer Leiter. Spruchband = Schriftband. Abb. 1669. St: Stempel des Meisters. Stab 1) s. Rundstab, 2) Bischofsstab 42, 3, — 
Deutscher Stab: Viertelstab zwischen 2 
Plättchen. Abb. 225b. Stabwerk 205, 37 , in gotischen Altären : die 
häufig vorkommende Ausfüllung der Ueber- 
hänge durch aufsteigende, durch Bogen 
verbundene Pfosten wie Abb. 740. Städte S 130 f. Stadtgefälle 3, 36, die städtischen Abgaben. — 
-recht S130, s. Lüb. Recht. •— -wage 
1,21. Staffel eines Altars, Altarstaffel. Bei älteren 
Altären fehlt sie öfters ganz; nachher ist sie 
meist ein rechteckiger Kasten; später schwingt 
sie sich nach beiden Seiten, zur Stützung 
der Flügel, wenn sie offen sind, aus. Vorn 
zieren sie öfters Gemälde, das Innere ist 
dann von neben zugänglich; nicht selten ist 
auch in der Mitte ein Schrein, bisweilen ist 
das Ganze vorn offen. — -bild, -stück, 
das die Altarstaffel zierende Kunstwerk. — 
-giebel, abgestufter Giebel. Abb. 394, Staffieren, Staffierung: bemalen,' mit der 
farbigen Zier versehen, z. B. 89, 21. — 
Staffierer 3, 17. Staller, in Eiderstedt der königliche Statthalter 
der Landschaft. Stammbaum der Maria S 148. Stammparzelle 2,415, 19, in einem zerstückten 
Gute der Teil, welcher den Sitz des früheren 
Eigentümers in sich begriff. Standarte 564, 14, Fahne (eigentlich an einem 
schwebenden Querholz befestigte Fahne, so 
2, 406, 13). Standbilder aus Stein S 121, aus Guss S 118. Ständer eines Kronleuchters, Mittelsäule, an 
welcher die Arme befestigt sind; einer 
Kanzel, Empore: die Stütze (Abb. zu 2, 444); 
einer Türe: die Pfosten 360,45; im Zimmer-
		

/Sponsorzy_051_07_0287.djvu

			Wörterbuch. Ständer—stramm. 215 werk: die Stiele oder Pfosten; auch frei¬ 
stehende (Abb. 1418). Standleuchter (S 109 ff.), stehender, zum Auf¬ 
setzen auf den Altar geeigneter Leuchter. Stangenkette, Kette, deren Glieder Stangen 
sind (s. Abb. zu 502); an den Knieen sitzen 
gewöhnlich Kugeln. Stapelhaus, Kaufhaus, Speicher 2, 319, 12. Stapelholmer Kanzeln S95. Stapfsteine 61, 31, Steine, welche einzeln gelegt 
in Sumpf oder Wasser ein erträgliches Hin¬ 
überschreiten ermöglichen. Stationen s. Oelberg. Passion S 140. Stationskirche s. 2,154,33. Statue s. Standbild. Staven 2, 166, 37, unbekannter Bedeutung. Stechen. Ein Bogen sticht, wenn er im Scheitel 
gespitzt ist (Spitzbogen). stechhelm, ein Helm, wie er beim Turnier ge¬ 
tragen wird 2, 367, 2. Steigender Rundbogenfries in Abb. 860. Steigtonne, steigende Tonne, deckt sehr oft 
die Treppen. Die Abdeckung mit einzelnen, 
sich also selbst treppenartig über einander 
setzenden Bogen ist im Ganzen die jüngere 
Art. Steine, merkwürdige S 80. Steinarbeiten S67, mit Holz S121, mit Erz 
S I2g. — -arten S 67. — -bauten S 
65 f. — -epitaphe S 126/8. — -gut, 
-zeug, s. Fayence. — -periode 60,12, 
der älteste Zeitraum der sog. vorgeschicht¬ 
lichen Zeit, in dem man sich, vor den me¬ 
tallenen, der steinernen Werkzeuge bediente. -platten als Dachdeckung, s. d. — -särge S126L Setzung S 121. Stelzen s. gestelzt. Stempelhammer S131, ein zum Zeichnen des 
gefällten Holzes dienender Hammer. Sterne am Gewölbe S 79. Sterngewölbe S 78 nennen wir nur ein solches 
Gewölbe, welches in seinen Rippen Stern- 
form bildet (Abb. 795. 1069. 1584). Stichbogen, wie in Abb. 740. Im Ganzen hier 
unbeliebt, doch zur Ueberdeckung von Blen¬ 
den , bes. im Innern unter den Chorfenstern 
und als Entlastungsbogen über Türen (s. 
Abb. 1494b), sehr häufig. — -fries, ein 
Fries aus Stichbogen (s. Fries). Stichkappe: Gewölbekappe, welche in ein Tonnengewölbe hineinschneidet; ein Gewölbe 
mit solchen Kappen: Stichkappengewölbe 3°7> 3.1- Stickerei S 122. Stiegenturm: Turm, der eine Wendeltreppe 
enthält. Stiel eines Taufsteins, Kelches, Leuchters, der 
aufsteigende Teil zwischen Fuss und Ober¬ 
teil, auch Ständer genannt. Stifte, geistl., zerfallen in Erzstifte, Dom¬ 
stifte, d. i. erzbischöfliches, bischöfliches 
Kapitel an der Domkirche und eigentliche Stifte, Collegiatstifte (s. d.), deren Kirche 
Stiftskirche heisst; es sind hier Haders¬ 
leben und Eutin, Bordesholm und Segeberg. 
Stiftschor 354,4° ist der dem Kapitel 
vorbehaltene Teil der Kirche, vgl. Chor. 
Die Klöster zu Preetz, Itzehoe, Uetersen und 
Schleswig sind nach der Reformation zu 
weltlichen, fast ausschliesslich adiichen Stif- 
ten geworden. Stifterfiguren S 161. Stiftsamt Ripen, das aus den Gütern des Ripi- 
schen Domkapitels gebildete Amt. Stigmatisierung 2, 435, 43. die körperliche Kenn¬ 
zeichnung, z.B. des hl. Franziskus, mit den 
Wundenmalen Christi. Stil- und Kunstzeiten und Richtungen. Wir 
unterscheiden: a) vorhistorisch: i)Stein-, 
Erz-, Eisenzeit, oder Steingräber-, Hügel¬ 
gräber- , Umengräber-, Reihengräber - Zeit. 
2) wendische Zeit, b) Mittelalter: roma¬ 
nischen Stil bis in die 2.Hälfte des 12. Jahrh., 
Uebergangsstil um 1220, gotischen Stil nach 
1227 bis ins 2. Viertel des 16. Jahrh. 
c) Stile derNeuzeit: Renaissance bis um 
1625, Barock bis um 1675, Spätbarock 
(Distelwerk, Blumenwerk, Louis XIV.) bis 
um 1715, Rdgence um 1725 > Roccoco um 
1750, Classicismus seit dem letzten Drittel 
des 18. Jahrh. bis tief ins 19. Jahrh.; Em¬ 
pire um 1810, Biedermaierzeit im 19. Jahrh. 
Als Abart mehrerer Stile: Zopf. Auffüh¬ 
rung der Kirchen nach ihren Stilen S 54—58. 
Stilwandlungen = -Übergänge S 58. Stilleben, malerische Darstellung von zusammen¬ 
gestellten leblosen Gegenständen aus dem 
Gebiete des gemeinen Lebens 2, 492,40. 525> 5- . , . Stirn, die Vorderseite, so eines Steines, bei 
vermauerten Quadern die sichtbar bleibende 
Seite, auch bei einem Gebäude die Vorder¬ 
seite (Stirnseite, daher Vorderbau: -hau 
2, 337, 28) im Gegensatz zu Hinter- und 
Nebenseiten. Bei einem Baldachin 555, 4, 
wie auf Abb. zu 524 das etwa von der Vor¬ 
biegung (vgl. hohle Schwingung) getragene, 
aufrecht stehende Brett oder die sonstige 
Verzierung, welche den Abschluss nicht ein¬ 
fach als Kante erscheinen lässt. Stirnen eines Sarkophags 527. 10 (1‘'e kurzen 
Seiten. — eines Kirchen - Schiffes, die das¬ 
selbe abschliessende senkrechte Wand; des 
Querschiffes 354,28: die Nord- und die 
Südseite desselben. Stoffare 521, IO, staffieren s. d. Stoffe für Bauten und Ausstattung S 65 ff. 
Stossflächen, die Nebenseiten einer Quader, mit 
welchen diese, vermauert, an die Nachbar¬ 
steine derselben Schicht stossend, die Stoss- 
fugen bildet. Strahlenkranz, auch »Glorie«. Abb. 1320. 1522. 
stramm eiförmig ist eine Kelchkuppe (wie in 
Abb. 953, verglichen mit Abb. zu 2, 112), wenn
		

/Sponsorzy_051_07_0288.djvu

			216 W örterbuch, stramm — Taufgrapen. sie aus der gerundeten in die gerade Profil¬ 
linie strebt. Strebe, Strebepfeiler, vorspringende Mauer¬ 
verstärkung an einer, starkem Seitendruck 
ausgesetzten Stelle. Zwei an den Ecken 
eines Gebäudes zusammentreffende ergeben 
halb kreuzförmigen Grundriss (Kreuz - 
streben Abb. 1255); an Winkeln über 
Eck stehende sind Diagonalstreben , wie 
Abb. 917. Springen sie ins Innere ,des Ge¬ 
bäudes ein (wie es auf Fig. 795 der Fall 
ist), so sind sie »hereingezogen«; in 
Abb. 1187 sind zwischen ihnen Kapellen.-— 
Auch an Werken der Innenarchitektur finden 
sich, als Dekoration, gebraucht, Streben, so 
überall an Altären, und auch an Kelchstielen 
io7> 38-— -bogen, frei schwebender Bo¬ 
gen , der an gotischen Kirchen von dem 
oberen Teile der Mittelschiffmauer den Seiten¬ 
druck aufnimmt 124,43. 355,5. Für den Backsteinbau (355> 5) sind sie unzweckmässig 
vgl. 2, 46, 23 und »Gotik«. Siromschicht: deutsches Band S71. 
Strueturarius, 356 == Baumeister, s. Kirchge- 
schworne. Stuck (S68f.), Stuccatur, Stuckzier. Die 
Anwendung von Stuck, d. h. eines zum For¬ 
men geeigneten Stoffes, als Ersatz für natür¬ 
lichen Stein, oft von reinem Gips, aber auch 
in anderer Zusammensetzung oder Mischung 
(s. Kalkstuck) ist häufig. Höchst merk¬ 
würdig ist die ausgedehnte Verwendung des 
St. aus reinem Segeberger Gips in den Vi¬ 
zelinskirchen (s. d.) , über die man das Ge¬ 
nauere in unserm so betitelten Buche findet, 
auf das hier verwiesen werden muss. Nach¬ 
her findet er sich hie und da noch als Putz, 
Stuckbelag; zur Herstellung von Sockeln 
und Kapitellen dient er in Nordelbingen fast 
ausschliesslich, und zwar gewöhnlich so, dass 
er in Blöcken gegossen und als Haustein 
behandelt ward. Stücke 2,355,35, Geschütze. Stutenjahre des menschlichen Lebens (S 160) 
werden von 10 zu 10, oder von 7 zu 7 ge¬ 
rechnet, s. Abb. zu 2, 620. Stuhl, oft s. v. a. Gestühl. Stuhlkopf, der Oberteil einer -wange, des 
stehenden Seitenbrettes, in welches das Sitz¬ 
brett eingelassen ist. Abb. 435. 596. 1461. Stuhlpult 396,24, der an einem Gestühle, be¬ 
sonders dem des Küsters, befindliche, mit 
der Brüstung in Verbindung stehende Pult, 
im Inneren gewöhnlich ein Kasten. Stuhlzier 433,40, Verzierung eines Gestühles, 
gewöhnlich bestehend in Schmiedeisenarbeit 
der Art wie Abb. 1588. Stumpf endende Nebenschiffe: rechteckig en¬ 
dend, wie in Abb. 522. — stumpf ge¬ 
deckter Turm Abb. 451. Stundengläser: Sanduhr. Stundenglocke == Schlagglocke, so 235, 8. Sturmglocke (Wetterglocke), Glocke bei Un¬ 
wetter oder zum Sturmläuten zu brauchen 
559,4. Das Glockenseil ist so angebracht, 
dass es jederzeit zugänglich ist. Sturz, die obere, gewöhnlich gradlinige, Be¬ 
deckung einer Oeffnung in Einem Stücke. Stützen (S 100) und Träger aus Eisen S 118,  St. der Gewölbe S 79. Stützenwechsel in romanischen Kirchen, beson¬ 
ders des gebundenen romanischen Grund¬ 
risses, die Abwechselung von Pfeilern und 
Säulen 2, 373, 7. sulfdridde 2, 250. 269, selbdritt. Sülze 2, 336, 18, Salzwerk. Sündenfall S 105. 159. Symbole (Sinnbilder) der Evangelisten S151, s. 
Evangelistenzeichen. Symbolisches = Sinnbildliches S 159—161. symbolisierend: symbolische Anspielungen ent¬ 
haltend. Symmetrisch, gleichmässig, von einem Mittel¬ 
punkt oder einer Linie aus; Symmetrie: 
derartige Gleichmässigkeit. Synagoge 3, 48: 1) Judenschule. 2) s. v. a. 
Judentum, als Person dargestellt. Synode 446, 41, Versammlung zur Beratung 
kirchlicher und geistlicher Angelegenheiten 
und Fragen. Syssel, im Dänischen ein Gau, mehrere Har¬ 
den umfassend. Tabernakel S 105 f., von Stützen getragener 
Ueberbau, wie in Abb. zu 2, 12 und 2, 256. 
Dann auch Monstranzhaus. Tabula am Crucifix, das Täfelchen mit den 
Buchstaben J. N. R. J. — Tabula auch s. 
v. a. Altartafel, so 2, 166 f. Tafel = Tafelbild 265,40. Tafelgüter eines Bischofs 2,624,9, die ihm zur 
Bestreitung seines Hauswesens verliehenen 
Güter. Täfelung, Panneei s. Füllung S 98 f. sbil- d e r S 123 f. taffelin 2,88, Täfelchen, kleines Bild auf 
Holz; vergl. tabula. Tannenholz S 121. — -koppel mit Tannen 
bepflanzte Koppel 2, 525, 39. Tapete, Tapezereien N. 17, vgl. Gobelin. Taufe Jesu S 139. Taufe S 102 f. Plattdeutsch döp s. d. Taufe 
(Erztaufe, Bronzetaufe) nennen wir zunächst 
die metallenen taufsteinähnlichen Werke und 
unterscheiden davon die hölzernen als Holz¬ 
taufen (S 103 f.), die steinernen als Taufsteine (S 100/2). de ekel s. Deckel. — -engel S 104. Abb.222.575.1403. — - fass = Taufe. 
Abb. 194. — -fuss (steinerner), der Fuss 
(einer Taufe Abb. 843) oder eines Tauf¬ 
steines (192» 18), auch das Gestell, welches 
das Becken , die Kuppe, die Schüssel trägt 
(Taufständer). — -ge fass 179 = Taufe. -gitterS 104, das Gitter, das eine Taufe, 
einen Taufstein umgibt. grapen, -kes-
		

/Sponsorzy_051_07_0289.djvu

			Wörterbuch. Taufgrapen—Taufinschriften. 217 sei = Erztaufe S 102. — -kanne S 105. — 
-kirche, eine Kirche, welche das Tauf¬ 
recht hat, also Kirchspielskirche 59,35- 432, 10. pokal 287: pokalförmige Taufe. — -schüssel S 104 f. Abb. 237, so auch 
Taufschale 2, 133, 36. Die Umschriften der 
T. sind nur bisweilen zu lesen. Gewöhnlich 
bestehen sie in einer sich etwa 5 Mal wieder¬ 
holenden Folge von Buchstaben, die einem 
Spruche entnommen scheinen. Taufinschriften (G. G.). Diese finden sich sehr selten an Taufsteinen, 
und dann nur eine Angabe des Jahres, z. B. 
246 (1521). Sehr häufig sind sie an Erz¬ 
taufen. Als für die Kunstarchäologie nicht 
von Belang sind im Werke die nachreforma- 
torischen nicht wiedergegeben oder nur unvoll¬ 
ständig, z. B. 265 (1591 goss mich Michel 
Dibler). 451 (inv. = invenit). 2, 198 (Meister 
Melchior Lukas, Glocken- und Grapengiesser 
zu Husum 1589). Die vorreformatorischen In¬ 
schriften sind entweder in lateinischer oder 
mittelniederdeutscher Sprache abgefasst, in jenem 
Falle die Sprüche häufig in Versen. Die Schrift 
besteht entweder in gotischen (meist spätg.) 
Majuskeln (frühgotisch 2, 491) oder Minus¬ 
keln. Zuweilen findet sich Spiegelschrift, z. B. 
2, 108. 439; einmal sind die Majuskeln kopf¬ 
über gestellt 2, 207. Die Inschriften stehen 
meist am Oberrande des Beckens (der Kumme), 
mitunter in der Mitte (2, 105) oder am Unter¬ 
rande (274), zuweilen um die Reliefs oder 
Rundstücke (Namen), an Spruchbändern der 
Stützgestalten (274) und endlich auch gelegent¬ 
lich am Bodenringe (175). Ihr Inhalt besteht aus 
Jahreszahlen , Sprüchen, welche sich meist auf 
die Taufe und den Glauben beziehen, aus heiligen 
Namen, die gewöhnlich zu den entsprechenden 
bildlichen Darstellungen (Reliefs, Gestalten) 
gehören, ferner aus Anrufungen Christi, Marias, 
der Heiligen, aus Spruchartigem (Weiheangaben, 
Giesserwünschen und -Bemerkungen) , seltener 
aus Angaben der Stifter, Kirchgeschworenen 
und Aehnlichem. Einige Inschriften haben diess 
fast alles vereint. Vielfach zeigt sich eine ge¬ 
wisse Uebereinstimmung mit den Glockenin¬ 
schriften ; man vergleiche diese. A. Sprüche mit Beziehung auf die Taufe 
und den Glauben. 1. In mir soll man Kinder zu Christen machen 
(kersten, d. i. taufen). 2, 302/3. 2. Diese eherne Taufe die haben wir zum 
ewigen Andenken machen lassen, darin 
sollen unsere Kinder zu Christen gemacht 
werden. 69. 3. Wenn das Kind hierher gerufen wird, dann 
(tum zu lesen) wird es schnell gewaschen 
(getauft); wenn es hier getauft worden ist, 
ist es ganz von Sünde rein. 2, 105. 4. Wer getauft wird, wird mit diesem hei¬ 
ligen Wasser gewaschen. 120. 5. Wer getauft wird, wird mit diesem hei¬ 
ligen Wasser gewaschen. Die Welt möge 
dahinsinken und (!) wird als katholisch 
angesehen. 69. Einen rechten Sinn gibt 
das nicht. F. X. Kraus will laudatur statt 
lavatur. Verständlicher wäre was Niemand 
vorschlägt hist. Zeitschr. 1888: Hoc sacro 
fonte lavatur mundus labe, et catholicus 
reputatur, qui baptizatur, d. h.: In diesem 
heiligen Wasser wird die Welt vom 
Schmutze (von der Sünde) gereinigt, und 
als katholisch wird angesehen der, welcher 
getauft wird. Allein gegen diese Aenderung 
wiegt schwer das Bedenken, dass der offen¬ 
bar vorhandene leoninische Hexameter zer¬ 
stört wird. Vgl. 4. 6. Wer in mir gewesen ist, der halte die 
Weise (Vorschriften) unsers Herrn, so ver¬ 
mag er sich vor der Hölle zu retten. 
2, 379/80. 7. Es sei der lebendige Quell wiedergebärendes 
Wasser, reinigender Strahl. 2, 108. 8. Ich glaube an Gott den allmächtigen 
Schöpfer des Himmels. 2, 207. 9. Selig wer (= ‘wol’ niederdeutsch) glaubt 
und getötet wird der Welt (= der Welt 
abstirbt). 274. 10. An mir soll man die Seligkeit setzen. 496. B. Heilige Namen, meist Umschriften zu den entsprechenden bild¬ 
lichen Darstellungen (Gestalten, Reliefs, 
Rundstücke). 1. Jesus von Nazareth, König der Juden. 274. 
361/2.496. 2. 361/2 (Christoph). 496 (hl. Anna, dann 
10 weibl., ii männl. Heilige, Kreuz¬ 
gruppennamen, Taufdarstellung Christi, 
Engel). 2, 250 (4 männl. Heilige). 379 80 
(4 weibl. Heilige). Vgl. auch 2, 105. 
207. 379. C. Anrufungen Christi, Marias, der Heiligen. 1. Hilf, Jesu von Nazareth, König der Juden. 
2, 250. 2. Hilf, Maria. 361/2. 2, 250. 3. Gegrüsset seist du, Maria, voller Anmut, 
der Herr ist mit dir, gebenedeit ist die 
Frucht deines Leibes. a) Unvollständig: 496 (zweimal). 2,361/2. b) Vollständig: 2,491. 4. Hilf, heilige Frau, heilige Anna selbdritt. 
2, 230. D. Spruchartiges. I. Weiheangaben, mit der Formel: ‘an 
ere’ oder ‘in de ere’, d. i. zu Ehren. 274 (der heiligen Dreifaltigkeit und des heil. Nicolaus, des Patrons dieser Kirche).
		

/Sponsorzy_051_07_0290.djvu

			218 Wörterbuch. Taufinschriften — Tenne. 2, 176 (der heil. Katharina). 250 (der heil. 
Dreifaltigkeit und des heil. Johannes des 
Täufers, des heil. Taufvaters Christi). 302/3 
(Gottes und seiner würdigen Mutter Marien 
und des heil. Petrus und des heil. Laurentius). 
379/80 (Unserer Frauen). II. Giesserwunsch: Gott trage Sorge für 
die (seine) Seele, — der mich goss. (Amen.) a) Meister Peter Hansen. 274. 356. 361/2. b) Heinrich Klinge. 496. c) Meister Peter Kis (?) 2, 250. III. Giesserbemerkungen. 534 (Meister Reimer, so ist er genannt, das 
ist euch wol bekannt). 555 (1344 am Feste 
des heil. Johannes des Täufers ist diess Werk 
vollendet durch die Hände des Meisters Jo¬ 
hannes genannt Apengeter). 2, 8 (Der Apostel Johannes hat mich gegossen). 
379/80 (Gert Klinge der mich gegossen 
hat). 545 (Meister Gerhard goss mich; seine 
[cuius] und des Hinrich W . . . Seelen mögen 
in Frieden ruhen). E, Angaben der Stifter, Kirchgeschworenen 
und Aehnliches. 175 (:424 >st diess Werk vollendet. Wulf de 
Aleveld van Anefeld [Stifter]). — Am Boden¬ 
ringe: Geschworene). — 274 (Stifter: Herr 
Peter Partsowe, Kirchherr). 356 (1485 ist 
diese Taufe hergestellt vom Gute des ehr¬ 
würdigen Mannes Herrn Detlef Wulf, einst 
Domherrn und Baumeisters dieser Kirche, 
und Gregor Smits, Dekans). 361 /2 (Ge¬ schworene). 534 (Besorger oder Ge¬ 
schworene?). 555 (provisores = Kirchen¬ 
geschworene). 2, 77 (Stifter). 176 (Kirchherr). 191 (bloss 
Zeitangabe?). 250 (Kirchspielsauftrag. Ge¬ 
schworene). 302/3 (Stifter). 379/80 (Da¬ 
mals war Herzog Alef (— Adolf) des Landes 
zu Holsten ein Herr. 1447. Dann folgen 
am Ende: Stifter oder Geschworene). 442 
(bloss Zeitangabe: 1345 am Tage des Evan¬ 
gelisten Marcus). Taufschüsselinschriften (G. G.). S 104. Diese sind zum grössten Teile unerklär¬ 
bar und scheinen absichtlich dunkel gehalten 
zu sein. Mau unterscheidet 2 Arten: die Ma¬ 
juskel- und die Minuskelinschrift. Abb. 774 
enthält beide, und zwar im äusseren Kreise die 
Maj., im inneren die Min.; Abb. 787. 1021 
bringen die Min. I. Die gewöhnliche Minuskelinschrift ist nur 
ornamental und ohne Sinn. In den im 
Werke gewöhnlich vorkommenden glaubt 
man die Buchstaben benedi zu entdecken 
(Abb. 774 innen), sodass sie aus Worten 
des Ave Maria entstanden zu sein scheint. 
Vgl. 287. 533. 544. 2, 147. Doch findet sich z. B. 438 deutlich in denselben 
Minuskeln: Gott sei mit uns. II. Aehnlich verhalten sich die Inschriften 
in Majuskeln. Abb. 774 aussen. Es 
finden sich folgende unerklärliche: 1,27 
rajewishnbi. 322. 2,231. 250. 275 rahn- 
bizwishnbiramewishnbi. . 414 (?). — Eine 
sich meist fünfmal wiederholende Inschr., 
worin Rekor oder Reror vorkommt: 179. 
287. 533. 2, 102. Ferner: 165 allzeit geluekart und geluek- 
bart. — 227 Eh bart alzeit gelueck. — 
293 Ich bart geluk alzeit. — 369 Eh 
bart alzeit geluek. — 2, 685 Ich bart ge¬ 
luk alzeit. — Diess bedeutet vielleicht: 
Ehe bringt allzeit Glück. Sodann 2, 580 der in frid gehwart (?). Schliesslich verständlich 2, 603 Nyt sonder 
godt ys van allen schrifthuren het slodt, 
d. i. Nichts ausser Gott ist von allen 
Scripturen (Schriftwerken) der Schluss 
(das Ende). Taufständer, ein Gestell zur Aufnahme der 
Taufschüssel. Taufstein (S 100—102). An ihm unterscheiden 
wir Fuss, Stiel (Ständer), Kuppe (Kumme). 
Nach der Gestalt zerfallen die T. in ver¬ 
schiedene Arten (Typen). Die T. sind für 
die Baugeschichte der Kirchen höchst wichtig; 
in den meisten Fällen sind sie gleichzeitig 
mit diesen, sodass das Eine das Andere 
mit bestimmt. Von Taufsteintypen vgl. Haders¬ 
leber Art Abb. 56; Apenrader Art 59. 78; 
Nordangler Art 436; spg. friesische Art 
333- Taufstützen S 151. Taufwasser S 100. Taustab, Tauwulst, tauartig gewundener Stab. 
Solche sind in der Baukunst der spätesten 
Gotik seit etwa 1500 beliebt, besonders zu 
Husum. Abb. 870. Im romanischen Stile kommt an vielen 
Taufsteinen, auch an Portalen, Säulen, ein 
ähnliches Glied vor, Abb. 432. 436. 441. 
496. 619. 640. 470 so wie die ganz ver¬ 
wandte Bildung desZopfwulstes Abb. 484L Teilung der Rundstäbe 184, 5 unverständlich, 
wol »Verteilung«. teken 463 Zeichen. Teller, an Leuchtern: flache Schale, die den 
Dorn oder Lichthalter trägt und den Wachs¬ 
abfluss aufnimmt. Tempel, heidnische S 53. Temperamalerei: die im Mittelalter allgemein 
übliche Kunst der Tafelmalerei, in der Weise, 
dass die Farben mit Leimwasser, Eiweiss, 
Honig und anderen Bindemitteln gemischt 
wurden. Sie ward seit dem Anfang des 15. 
Jahrh. allmählich durch die Oelmalerei ver¬ 
drängt. Tenne, durchgehende 2,505,3 reicht durch 
die ganze Tiefe des Hauses.
		

/Sponsorzy_051_07_0291.djvu

			Wörterbuch. Teppichgrund — T ulpen. 219 Teppichgrund 554, 14 Hintergrund mit Teppich¬ 
muster. Weberei S 122. Terracotta (eigentlich: gebrannte Erde), pla¬ 
stische Arbeit aus Thon. Besonders heissen 
so auch grössere, aus Thon geformte und 
gebrannte Architekturstücke, als Ersatz von 
Haustein. Portal aus Terracotta s. Abb. 817. Testament, Darstellungen aus dem alten T. S 159. Teufel S 160. Thing (nordisch) 282, 25: die Versammlung 
des Volkes zu Beratung oder Gericht (Ding). 
S. Dingplatz. Thonarbeiten S 121 f. Tiere, Tierfiguren S 160. Tischlerarbeiten S 121. — -gotik s. stecken¬ 
gotisch. titulus des Krucifixes: die Inschrift der tabula 
(s. d.). Tobits Geschichte S 159. Tochterkirche 2, 538, 28 (s. Filiale) die von 
einer Pfarrkirche abgelegte neue Kirche. togata effigies 2, 384, 2 Bildnis eines im Mantel 
Dargestellten. (Gegensatz zur eff. armata 
Abb. 1368.) tondersche Kanzeln S 94. Tollkiste 3, 24 Tollhaus, Irrenhaus. Tonnengewölbe, eigentlich Gewölbe von der 
Form eines liegenden halben Cylinders, doch 
kann das Profil auch statt des Halbkreises 
eine andere Curve oder ein Spitzbogen sein, 
»ln der Tonne gewölbt» 523,22. — 
-decke 115,30. 221,3 eine Holzdecke in 
Form eines Tonnengewölbes. Töpferei S 121 f. Tore S 130. Torhäuser S 135. Törninglehner Turm S 62. toskanische, tuskische Säule, eine glatte Säule, 
der dorischen ähnlich, aber mit Sockel und 
mit Ring unter dem Kapital. Abb. 808 steht 
dieser Ordnung am nächsten. 31,36. 216, 32. 
566,25. toter Winkel 415, 12 ein unbrauchbarer Winkel, 
der so gut ist, als wenn er nicht da wäre, 
und auch fehlen sollte. sich totlaufen sagt man von einem Gesimse, 
das an eine Wand, einen Körper, oder einen 
Vorsprung u. dergl. stösst und stumpf auf¬ 
hört, statt sich herumzukröpfen, oder sonst 
in eine Gliederung überzugehen. Totenbahren S 126. — -fahne, Grabfahne, 
Leichfahne, Trauerfahne. Tragaltar 2,485,41 ein tragbarer Altar. Trankkuhle 1, 17, Wasserloch zur Tränke für 
Menschen und Vieh. Trapezkapitäl s. Kapital Abb. 837. 1639. Trass S 66 der im Brohlthale gewonnene Tuff 
(Duckstein), ein gelblich grauer, weicher 
poröser vulkanischer Stein. Er dient nicht 
nur zur Herstellung von Mörtel, sondern 
auch, als Haustein behandelt, als Baustein, und ward so aus den Niederlanden zu Schiffe 
hergeführt. Trauben S 105 dienen oft (friesartig 2, 125, 42) 
als Zier an Taufschüsseln, besonders auch 
im Grunde der Schüssel die Darstellung der 
grossen Traube. Altäre des 18. und 19. 
Jahrh. zeigen hie und da Wein- und Ge¬ 
treide-Darstellungen. Am Schnitzwerk eines 
gotischen Altares 43, 4. Trauer, allegorische Darstellung derselben 
2, 306, 16. Trauerfahne s. Totenfahne 356, 35. 560, 29. Trauflinie, die Linie der Dachtraufe, des unteren 
Dachrandes. Treibarbeit S 117 die Kunst des Treibens von 
Metallen, s. getrieben. Trennungssäulchen, Trennsäulchen, an Altären 
Säulchen, welche die Schnitzwerke in ein¬ 
zelne Felder teilen. Treppe S64L s. gradläufig. Wendeltreppe. Treppenfries S72. Abb. 1569 in Nordschleswig 
an Backsteinbauten beliebt, den Bogenfries 
vertretend, aber einfacher herzustellen. — um¬ 
gekehrter Treppenfries Abb. 456 am Turme. Treppengiebel s. Staffelgiebel. Tressen (Webarbeit) 245, 34. Tretmühle 204, 26. Triglyphen die aus dem dorischen Stil über¬ 
nommene , ursprünglich Balkenköpfe dar¬ 
stellende Friesverzierung (Triglyphenfries) wie 
in Abb. 198. — -gesims s. Gesims. Trinkhorn S 117. Trinkuhr 2, 81, 9 stellbares Zifferblatt an einem 
Trinkgefäss. Triptych, Altaraufsatz (s. d.), bestehend aus 
Schrein und zwei Flügeln. Tritonen s. Wassermänner. Triumphbalken, -bogen s. v. a. Chorbogen, 
Chorbalken. — -crucifix, -kreuz das 
am Chorbogen befindliche Crucifix s. Abb. 
1559. — -wagen, Prunkwagen N. 17. 3,45. triumphierender Christus: Christus auferstanden 
mit der Fahne. Trivialschule 2, 487, 19 Volksschule. Trockenmauer 2, 59, 39 Mauer ohne Mörtel. Trogsarg 149,40 Sarg in einem Stück, aus 
einem Stamme gefertigt. Trophäen 2,462,43 Kriegs-und Siegeszeichen. Truhe S 106 = Kiste, Lade. Tuch Christi == Lendentuch. Tuchmacheramt: Amt, Zunft der Tuchmacher 
538' 23. Tudorbogen 2, 617, 13 ein sehr gedrückter Spitz¬ 
bogen, mit nach dem Scheitel hin fast grade 
werdenden Schenkeln. Tuff, Tuffbau, Tuffkirchen S 66. Vgl. 
Kalktuff. Trass. Tugenden s. Haupttugenden. Tugendgestalten, -herme, -Statue S 159. Tulpen. An reicheren Kronleuchtern sind tulpen¬ 
kelchähnliche Gebilde eine sehr häufige Ver¬ 
zierung; so auch am Leuchter Abb. 1362.
		

/Sponsorzy_051_07_0292.djvu

			220 Wörterbuch, tumultuario opert— Uebergangsstil. tumultuario opere 2, 198 in eilfertiger Arbeit. 
tunica 2, 167 das Hemde, Leibgewand. 
Türbeschlag S 118. Türfeld Abb. 470 Tympanon; Türbogenfeld; 
— flügel S 74L Türklopfer N. 10. — -leibung s. Leibung. 
Turm S61/4 (vgl. Dachreiter!). Turmbogen, der Bogen, welcher die Westwand 
des Turmes öffnet und so das Turmge¬ 
mach (s. Gemach) mit dem (Mittel-) Schiff 
in Verbindung bringt. — -halle 182,34: 
das Turmgemach, wenn es auch nach den 
Seiten offen ist. — -joch 2, 7, 14 das Joch, 
über welchem sich der Turm erhebt. — 
-kapellen 551, 17 an den Turm angebaute 
Kapellen. Turnierköpfe N. 17 Köpfe, die beim »Turnier« 
(einer Art Ringelreiten ?) benutzt wurden, 
tuskisch s. toskanisch. Tympanon s. Bogenfeld. Typus ist das alttestamentliche Vorbild, der 
Antitypus das neutestamentliche Gegenbild 
eines Vorganges; so z. B. Isaaks Opferung 
gegen Jesu Kreuzigung. Oefters setzte man 
dem Antitypus je 2 Typen entgegen. Sehr 
reiche Reihe zu Preetz 2, 169 f, 
über Eck s. Eck. Ueber Eck achteckiger 
Turmhelm S 62. Abb. 831. Viereck 
über Viereck über Eck Abb. 1231. Säulen 
über Eck vor den Ecken einer Kanzel stehend 
Abb. 1098; 1661, aber Gesimse nicht! Her¬ 
men S 95. Statuen Abb. 1619. Pilaster 
Abb. 1612. Sockelversetzung über Eck 
(Umsetzung) Abb. 757 ; vgl. dagegen Abb. 
I5I9- IÖ43- Aus über Eck liegenden Ziegeln 
bildet sich das deutsche Band (s. Band). 
Ueberfragbuch 2, 499 etwa s. v. a. Lehensbuch. 
Uebergangsstil. Kirchen desselben S$6f. Der 
Backsteinbau in Wagrien förderte den Ge¬ 
brauch des gespitzten Bogens, dessen Kennt¬ 
nis und Anwendung ein äusseres Zeichen des 
Uebergangsstils ist. Er wendet ihn jedoch 
zunächst nur aus Rücksichten auf die Kon¬ 
struktion an, und es erlebt das Wagrische 
weiterhin noch einen Rückfall in den strengen 
Romanismus (s. genaueres Vizelinskirchen. S. 94). Dieser sogenannte romanische Ueber¬ 
gangsstil entwickelte sich früh in Wagrien, 
wo er sich an Bischof Gerolds Namen (seit 
1156) knüpft (s. Lütjenburg) und um 1180 
zu Altenkrempe (ähnlich Eutin) seine schönste 
Blüte treibt. Die Gewölbe sind spitzbogig, 
die Bogen aber rund. Jene erscheinen, 1 Stein 
stark, von oben fast wie Pyramiden, hoch 
ansteigend; Rippen werden nur als Zuschär¬ 
fungen angedeutet, wie schon im Romani¬ 
schen. Doch sind Gewölbe stets noch selten, 
ausser eben in Wagrien. Daher an manchen 
Bauten, wie z. B. zu Eggebeck, Rieseby, die 
ohne Zweifel gleichzeitig sind, gar nichts vor¬ 
kommt, was sie vom eigentlich Romanischen 
unterschiede. Nach dem Anfänge des 13. Jahrh. bringt 
eine kräftige, wie es scheint, von Norden 
kommende Strömung (got. Uebergangsstil) 
den Spitzbogen auch als Schmuckform zur 
entschiedenen Geltung und es kommt Leben, 
Bewegung und Entwicklung in die einzelnen, 
seither nach einfacher Ueberlieferung be¬ 
handelten Bau-Glieder, besonders Fenster, 
Portale. Die Gewölbe werden zwar noch 
gewöhnlich in der seitherigen Art behandelt, 
aber man setzt Rippen, am liebsten sogar 
gleich acht, an sie an, und der Gewölbebau 
nimmt überhand. Apsiden werden gespart, 
dafür tritt eine schöne Gliederung der Ost¬ 
wand , gewöhnlich mit Dreierfenstern, ein. 
Im Reinfeldschen bringt man jedoch statt 
dessen aus dem Vieleck gebildete Apsiden 
an. Diese Bauart treibt Blüten in den Haupt¬ 
kirchen zu Ripen, Schleswig, Hadersleben, 
Apenrade, Meldorf, Lügumkloster, in breiter 
Ausdehnung in Nordfriesland. Kirchenbauten 
wie zu Brügge, Hansühn, sind hinter diesem 
Typus zurückgeblieben, verleugnen jedoch in 
Einzelnem seinen Einfluss nicht. Die dritte Zeit, welche wir in unserem 
Texte, allgemeinerer Auffassung folgend, 
ebenfalls gewöhnlich als Uebergangsstil be¬ 
zeichnet haben, verdient ebensogut den Na¬ 
men der Frühgotik. Es ist aber der Gotik 
hierlands, wie auch anderswo, äusserst schwer 
gewesen durchzudringen, so früh es auch 
versucht ist. Sie kam früh selbst an, hat 
aber noch lange bei der doch verhältnismässig 
geringen Bau- und Kunstthätigkeit im Lande 
mit den vorhandenen Kräften arbeiten und 
dieselben unter Einbringung einiges Neuen 
und Eigentümlichen gewähren lassen müssen. 
Dieses Neue und Eigentümliche ist eigentlich 
nur der ausgebildete Spitzbogen und der 
noch spitzere Lanzettbogen. Auf diesem 
bestand die Frühgotik. Das Grundprinzip 
der Gotik selbst, die gotische Gewölbkon- 
struktion, tritt dem gegenüber in den Hinter¬ 
grund ; die hohen Zeltgewölbe wurden zwar 
verbannt, aber bisweilen ward nur eben der 
Schein gewahrt, und die Einwölbung fand 
wie seither mit angesetzten Rippen, nicht 
zwischen Rippen statt. Die Sache war auch 
für vernünftige Leute nebensächlich, denn 
man konnte nicht daran denken, der Regel 
nach Strebepfeiler anzubringen in diesem 
Klima und mit diesen Stoffen. Doch besserte 
sich der Verband; diese Frühgotik führte 
auch im Granitmauerwerk eine neue Art ein, 
die von uns Uebergangsstils- oder frühgotisches 
Mauerwerk genannt wird und die weiter ent¬ 
wickelungsfähig war. Wo man dagegen Ziegel hatte, baute 
man, wenns in Einem Gusse gieng (vgl. da¬ 
gegen Kiel Nie.; Lütjenburger Chor), auch 
wol mit Strebepfeilern und von der Ueber¬ 
lieferung unbeengt.
		

/Sponsorzy_051_07_0293.djvu

			Wörterbuch. Uebergangsstil— Verband. 221 Eingeführt ist die Gotik, und mit ihr dieser 
Stil, von Adolf IV., der 1227 das Land 
wieder erlangte und, die Bettelmönche mit¬ 
bringend , sogleich mit Bauten seiner Art 
bedeckte. Forts, s. Gotik. Uebergreifender Helm (2, 67,18 »übergestülpt«), 
s. Helm. — Bogen S 76 s. Bogen, Kämpfer. 
Ueberhänge über dem inneren freien Raum 
eines Schrankes, Altaraufsatzes, oder über 
den Orgelpfeifen bestehen aus Ranken, (Abb. 
zu 2, 676), Masswerk u. dergl. Abb. zu 2, 
568. Abb. 1623. Abb. zu 2, 330. Bis¬ 
weilen treten sie als Baldachine, aus dem 
Achteck oder Dreieck gebildet vor: Abb. zu 
2, 36. Abb. 926. Abb. zu 2, 92. Ueberhöht sind Wände (2,642,3), wenn sie 
höher hinauf geführt sind, als ihrer Be¬ 
stimmung oder Anlage entspricht. 
Ueberkragen 570,42 s. ausgekragt. —ung in 
Ziegeln S 74. Ueberlieger 540, 31 , Sturz (Architrav); beim 
Kamin der Stein oder Balken, welcher auf 
beiden Wangen quer überliegt, vgl. Abb. 
1261. überschneiden wird von Gesimsen und andern 
Gliederungen gesagt (2, 418, 22), welche un¬ 
beirrt von einer zweiten Gliederung ihren 
Weg wählen und fortsetzen, 
überständiges Barock 22, 3, abgelebt, des Geistes 
beraubt. udi 10, 32 (dänisch), ausserhalb. Uhren (z. B. Turmuhren) S 107. Uhrglocke s. v. a. Stundenglocke. Uhrhaus 37, 41 , Raum für Aufstellung des 
Kirchenuhrwerks. Uhrmännchen 39. 201, eine mit dem Hammer 
die Uhrglocke schlagende Gestalt, Teil einer 
Ren.-Kirchenuhr. U. L. Fr.: Maria. — Krone S 108. Umgang eines Turmes 2,155,4 zum Herum¬ 
wandeln geeigneter Absatz. Auf einer Mauer 
2, 292, 1. umgekehrter Sechspass s. Sechspass, 
umkröpfen 562, 15 s. verkröpfen, Kropf 218,5. 
Umlaufwulst im Fenstergewände S 76. 
ummanteln 2, 388, 3: mit einem (gemauerten) 
Mantel umgeben. umringte Säulen: Säulen mit einem Ringe um 
den Schaft. umsetzen 527, 39 s. v. a. über Eck versetzen. 
Eine Treppe setzt um (2, 26, 40), wenn sie 
eine andere Richtung einschlägt, 
umstilisieren 559, 31 einen Inhalt in einer kraft 
andersartiger künstlerischer Auffassung und 
Stilrichtung umgewandelten Form wieder¬ 
geben. Vgl. Abb. 666 f. 1435 f* 
ungebrochenes Dach (150, 32), Gegensatz zum 
gebrochenen (französischen) Dache, 
ungegliedert s. v. a. nur reckteckig profiliert. 
Rippen S 78. unorganisch 542, 18. 2, 562, 3 ist ein Aufbau, 
wenn sich seine Teile nicht, ein jeder nach 
seinem Zwecke, seiner Bedeutung und Wich¬ 
tigkeit verwandt und in richtigem Verhältnis 
zu den übrigen stehend, zu einem lebens¬ 
fähigen Ganzen gestalten. Ein Gewölbe 
z. B. entwickelt sich aus den Stützen unor¬ 
ganisch , wenn beide nicht in der richtigen 
Beziehung zu einander stehen, nicht eines in 
seinen Formen dem andern entspricht und 
auf dasselbe berechnet erscheint. unprofiliert, ungegliedert. — Rippen S 78. Unregelmässigkeit des Grundrisses S 59. unsymmetrisch, vgl. symmetrisch. Bilder des 
Abendmahls sind unsymmetrisch (73, 23), 
wenn der Tisch nicht wie gewöhnlich der 
Breite nach gesehen wird, sondern von einer 
Ecke her. Unterfries 447, 21 Sockelfries; sonst auch ein¬ 
fach: der unterste von mehreren Friesen; so 
auch -feld (225, 6). Unterhang das was unten hangt, unter Kanzel¬ 
seiten Abb. 404. 494, oder Epitaphen Abb. 
319. — -platte eines Sockels, die Platte, 
mit welcher er etwa beginnt. Abb. 20. 39. 
47. 843. 849. 1448 f. 1577. — -schaft 
einer Säule: der untere, in der Ren. und 
dem früheren Barock meist verzierte Teil der¬ 
selben. — -schnitten ist ein Glied, wel¬ 
ches nicht nur auskragt, sondern unten ge¬ 
höhlt ist und daher überhängt. Abb. 259. 
498a 1432. — -füllung s. Kanzel. — -schaft Unterteil des Säulenschaftes, oft mit 
Verzierung (Unterschaftzier). — -schübe 
(2, 266, 29. 332, 3. 540, 9) Sattelhölzer, welche aus den Wänden hervorragend die 
Spannweite der auf ihnen lagernden Deck¬ 
balken verringern. — -zug, Durchzug der 
Deckbalken s. Abb. 1428. Untier S 160. unverjiingt: oben ebenso dick als unten. unverkröpft s. Kropf. Upstender 2,421,20: Wangen. Urkundenlade 169, 43 Privilegienlade 2, 174. Urnen: runde gegliederte Aufsätze mit Deckeln, 
beliebte Verzierung von Kronleuchtern. — 
2,591,2 wirkliche Graburne. — 2,482,37 
urnenartiger Aufsatz eines Denkmals wie in 
Abb. 1407. Vasen werden wie Urnen an den Kronleuchtern 
verwandt, gewöhnlich flach, mit einigen heraus¬ 
schauenden Blumen. Wirkliche Blumenvasen S117. vegetabilisches Ornament = Pflanzenornament. Vehmgericht 2, 445, 36. Venetianischer Spiegel44i ,32. — Glas 2,452,25. Verband. Bei den ungünstigen Verhältnissen in 
diesen Landen, wo man im Ganzen auf die 
Findlinge und die Ziegel angewiesen war. 
hat sich die Technik nach der Seite des 
Mauerverbandes hin mit einfachen Mitteln 
beholfen. Es fehlt allerdings noch an genauen
		

/Sponsorzy_051_07_0294.djvu

			222 Wörterbuch. Verband — Vicarie. Beobachtungen. Stets hat, im Mittelalter 
wenigstens, das Füllwerk die Hauptrolle ge¬ 
spielt ; auf den Durchverband scheint nirgend 
besonderes Gewicht gelegt zu sein (doch vgl. 
280, 31 ff.), daher umsomehr die gewöhnlich 
nachträgliche Anwendung eiserner Anker not¬ 
wendig ward, die sich oft in übermässig 
reichlicher Benützung finden (Abb. 637). 
Merkwürdiger Beweis der Unsicherheit ist die 
Anwendung von wagrechten Längsbalken im 
Lichtgadem der Segeberger Kirche 2, 373, 32. 
Als äussere Verbandarten unterscheiden sich: 
1) Feldstein- (Findlings-)verband, mit oder 
ohne Auswahl der Steine, daher entweder 
aus grossen und kleinen durch einander 
ohne Schichten — oder ebenso in 
Schichten — oder nur aus grösseren, mit 
wenig oder sehr wenig kleinen als Lücken - 
füllung, einigermassen in Schichten — 
oder vorzugsweise aus grossen, ohne 
Schichtung. Zu den besseren Bauten dieser 
Art gehören die meisten Vizelinskirchen (vgl. 
Abb. 1070); zu den schlechtesten manche Ar¬ 
beiten der Gotik. Diese Feldsteinbauart herrscht 
in der romanischen Zeit in Holstein, in 
Schleswig mit Ausnahmen, starb aber nie ganz 
aus und findet sich als inneres Haupt (Innen¬ 
schicht) bei allen Granitbauten, auch den 
besten, vielfach. 2) Quaderverband von 
mustergiltigem Aussehn, die Schichten etwa 
40 cm hoch, in Angeln und Nordschleswig, 
nur spät romanisch Abb. 1222; 3) Ein roher 
Quaderverband (Abb. 1070) von etwa quadra¬ 
tischen Stirnflächen; im 13. Jahrh.; fast nur in 
Wagrien, Holstein und Stormarn, gar nicht 
in Mittel - und Nordschleswig. 4) Eine 
Art mykenischer Verband aus langen, ge- 
sprengten Steinen meist ohne bearbeitete 
Stossflächen, aber mit ordentlichen Lager¬ 
flächen, spätgotisch hie und da; und auch 
später vielfach an Westseiten, vor welche zum 
Schutz, gegen das Wetter solche Bekleidungen 
oft gesetzt wurden. — Ziegelverband 
S69L Als mittelalterlich (alter Ver¬ 
band) findet sich gewöhnlich a) der sog. 
gotische: in jeder Schicht wechseln Läufer 
und Binder so, dass auf je 2 Läufer 1 Binder 
kommt, der den Innenverband mit dem Kern 
herstellen soll. Besonders in Eiderstedt sparte 
man gerne noch mehr die Binder 198, 26. 
b) Der sog. wendische ist gerade in den 
sächsischen Gegenden, in Ditmarschen, mehr 
zu Hause; bei ihm kommt in jeder Schicht 
nach jedem Läufer ein Binder. c)d) Am Ende 
des Mittelalters findet sich ein neuer Ver¬ 
band, der Block- und Kreuzverband, 
ein; die Schichten haben abwechselnd nur 
Läufer und nur Binder; beim Kreuzverband 
ist Bedacht darauf genommen, dass die Stoss- 
fuge der Läuferschicht erst in jeder 5. Lage 
wieder senkrecht über der unteren liegt; beim 
Blockverband ist darauf keine Rücksicht ge¬ nommen, daher gewöhnlich die Stossfugen 
sämtlicher Läufer (bez. Binderschichten) die¬ 
selben Linien halten. ■— Zier verbände, 
Schmuckverbände S 70, welche nur zur 
Ausfüllung gebraucht werden, sind der Fisch¬ 
gräten- (ährenförmige) Verband (s. d.) und 
andere Formen, s. Abb. 1417, mittels deren 
auch Figuren hervorgebracht werden können, 
s. Donnerbesen. Verblenden = verkleiden, bekleiden. 
Verdachung gotischer Gestühle oder Altäre 
S 98. Verdoppelung 2, 76,20. 196,43 Verstärkung 
einer Lage, indem eine zweite auf sie ge¬ 
legt ist. Verherrlichung Mariä S 150. sich verjüngen: (nach oben) dünner werden. verjüngen verkleinern. „Verkehrte“ Kirchen S 62 s. 339 letzte Zeile. 
Verklärung Jesu S 139. 
verkröpft, -ung s. Kropf. Verkündigung S 148. Abb. 1480. 
vermalen: 1) bemalen in anderer Weise als mit 
der ursprünglichen Absicht verbunden war; 
2) durch Be- oder Uebermalen verderben. 
Veronicatuch S 140. 158 Tuch mit dem Abdruck 
von des Erlösers Kopfe, auch kurz für: Dar¬ 
stellung der Passionsscene, wo des Herrn 
Züge auf dem ihm gereichten Schweisstuche 
der hl. Veronica sichtbar werden, 
verputzt 1) mit Putz überzogen; 2) durch Ueber- 
ziehen mit Putz verdorben oder unkenntlich, 
verschneiden eine Oefifnung s. v. a. über¬ 
schneiden. versetzen 35, 8. 442, 19. 3, 12: das Anbringen 
(Verlegen) der bearbeiteten Werkstücke an 
ihren Platz. Versetzen der Ecken (eines 
Achtecksäulchens 251, 2) geschieht durch 
Uebereckstellung. Verteidigungskirche = Wehrkirche S 54. 
verzopft 66, 22 in der ausschweifenden Weise 
der Zopfzeit umgeändert, 
vexilla 2, 167 Kirchenfahnen. Vicar, Vicarie S82 (vicarius Statthalter 2,387). 
Die Stiftung von Seelenmessen und überhaupt 
die Ausführung der geistlichen Handlungen 
wäre vielfach unmöglich gewesen, wenn man 
nicht die Einrichtung getroffen hätte, dass 
der Geistliche durch Vertreter unterstützt 
werden konnte. Bei der Stiftung von stets 
zu lesenden Seelenmessen (ewige Messe 2, 252) 
ward es in der Folge üblich, dass der Stifter 
zur Unterhaltung eines Vertreters des Pfarr- 
herrn das für seinen Zweck Nötige auswarf; 
der Vertreter heisst vicarius, die Stelle eine 
Vicarie. Im Gegensatz zu zeitweiligen Ver¬ 
tretern heisst ein solcher, als ständiger Geist¬ 
licher, vic, perpetuus; daher auch die vicaria 
»perpetua«. Natürlich war nicht ausge¬ 
schlossen, dass die Einkünfte von mehreren 
Vicarien vereinigt wurden, oder dass mehrere 
Vicarien Einem, oder auch dem Pfarrer, über-
		

/Sponsorzy_051_07_0295.djvu

			223 Wörterbuch. Vicarie—Wandleuchter. tragen wurden. Den Namen hatten die 
Vicarien von dem Altäre, an dem die betr. 
Messe zu lesen war; oft war er erst von dem 
Stifter der Vicarie selbst gestiftet worden. 
Da sich der Altar mit Zubehör oft in beson¬ 
derer Kapelle befand, ist oft Altar, Kapelle, 
Vicarie in ganz gleichem Sinne gebraucht, 
desgleichen Vicar, Kaplan und süddeutsch 
Altarist. S. Messe, Altar, Kapelle, Commende. Vielpass vgl. Pass. vielseitiger Chor S6i. Vierkanteisen Eisenstäbe von quadratischem 
Querschnitte. — -pass s. Pass. Abb. 1672. 
Sehr oft an Kreuzenden, so Abb. zu 2, 444. — -pass, -fries S 72- vierrippiges Gewölbe: Kreuzgewölbe 371, 9. Viertelglocke 82, 28 die Schlagglocke, welche 
die Viertel schlägt. — -kehle s. Hohlkehle. — -kehlenprofil eines Kämpfers, Kehl¬ 
leiste. — -stab 316, 17 s. Stab, Rundstab. Vierung das in einer kreuzförmigen Kirche 
(Abb. 7) dem Hauptschiff und dem Quer¬ 
schiffe zugleich gehörige Joch. sbogen die die Vierung umgebenden Gurtbogen. — 
-sdachreiter, Dachreiter über ihr. — 
-spfeiler: die sie stützenden Pfeiler, s. Abb. 
179. vigilia der Vorabend. villa forensis 10, 22 Dorf mit Marktrecht. Vizelinskirchen nach dem Grundriss und der 
eigentümlichen Stucktechnik (s. d.) höchst 
merkwürdige gleichartige Gruppe von Kirchen, 
von Vizelin (f 1154, Bischof zu Oldenburg 
1149—1154) nach 1126 und zwar meist um 
1150 aufgeführt. Aus Granit (im engeren 
Sinne Vizelinskirchen zu nennen, weil an 
ihnen allein die Beobachtungen in genügendem 
Umfang zu machen sind): Sarau, Bornhöved, 
Bosau (im von Anfang bischöflichen Gebiete), 
Schlamersdorf, Süsel (jetzt Fürstent. Lübeck), 
Warder, Lebrade, Selent, Neukirchen 
(F. Lüb.), Pronstorf, Ratekau (Lübeck), Leezen, 
Preetz. Aus Ziegeln: Neumünster, Segeberg, 
Oldenburg (Ploen, Oldesloe untergegangen). 
Vliess, das goldene 121,5, der !429 gestiftete 
burgundische Orden, 
voller Grundriss S 55. Vollschlagglocke, Stundenglocke 82, 27. Volute jede schneckenähnliche oder schnecken¬ 
ähnlich auslaufende Curve. Häufig als Giebel¬ 
übergang, Abb. 1455. 1461. auch unter Kan¬ 
zeln, im Knauf zusammengefasst, 
vorgekragt = ausgekragt 183, 26. 
vorgekröpft: sich nach vorn auskröpfend 130,13. 
vorgerichtet 127,26 ist ein vor der Versetzung 
an seinen Ort oberflächlich zugerichtetes, aber 
noch nicht im Besitz der feinen Durchbil¬ 
dung befindliches Werkstück, 
vorgetragen 265, 8 vorgeschweift, vgl. Stirn, 
vorgotisch 334, 38 aus der Zeit vor dem Ein¬ 
dringen der Gotik. Vorhalle, Vorhaus einer Kirche : der Vorbau vor einem Portale. In Angeln meist vor der Süd¬ 
seite ; es steht dort gewöhnlich ein Weihbecken 
darin (Abb. 437). Man hat auch den Namen 
Frauenhaus, Leichenhaus, Waffenhaus (s. d.)*, 
auf Sylt Kalfaster. In manchen Gegenden 
Schleswigs ist ein Kamin darin S 108. Vorhang in der Kirche S 122. vorknicken s. ausknicken. vorkragen, Vorkragung s. ausgekragt. Vorlage (Anlage) eine gewöhnlich rechteckig 
vor die Wand oder vor den Körper eines 
Pfeilers vortretende, sich daran lehnende, vom 
Boden aufsteigende Verstärkung. Abb. 945. 
1195. 1277. Die Portale der spätromanischen 
und der Uebergangszeit liegen oft in Vorlagen. 
Abb. 672. 705. 720. 733. 1493- vorluchtet wol = mit einer Lucht (Fensterver¬ 
glasung) versehen. Ob sich 549) 5 au^ s0 
etwas bezieht, also auf Glasmalereien?? Vorsatzstück, Vorsetztafel S 89. 23, 25. 185, 
23. 451,8. 502,39 s. Altarvorsatz. Vorschopf 520, 22 s. Heckschauer. Vorstellungen, dramatische S 140. Vortor, ein Tor vor der eigentlichen, im Mauer¬ 
zug liegenden Stadtpforte. Vortragkreuz 323, 29 Prozessionskreuz, ein bei 
Umzügen auf einer langen Stange (Vortrag¬ 
stange 2, 268, 7) vorzutragendes Crucifix. Votivtafel 191, Gedenktafel, Denktafel. Wachtglocke 559, 7. Waffen S 136. Waffenhaus 392,11, Vorhaus. Angeblich so 
genannt, weil der den Gottesdienst Be¬ 
suchende da die Waffen hätte ablegen 
müssen. Wagenschott N. 15 Wagenstall. wagrische Kanzeln S 94. Wahrzeichen S 136. Waldnymphen, Walküren 2, 512, 42. Wallfahrten S 54. Walmdach s. abwalmen. Wandanlage = Vorlage an der Wand. arm S113. 118, gewöhnlich Träger eines Lichtes. Abb. zu 2,230. Abb. 893. bemalung S123. blende S 73: Blende (s. d.) in der Wand, zur Erleichterung derselben und 
Ersparung von Baustoff. — -belag S 122. bogen = Schildbogen. -epitaph S 128/9 s. Epitaph. felder 345, 34., die Felder zwischen den Lisenen aussen an einer 
Kirche. — -getäfel S 98, mit Bemalung 
S 123. — -gliederung, Einteilung der 
Wand; Gliederung an der Wand, welche 
meist dazu dient, das Gewölbe zu tragen. 
— -grab s. Epitaph. — -gurt, Gurt 
(Schildbogen), welcher an der Wand liegt 292, i. -kante eines Fensters, die Kante, welche durch das Fenstergewände 
da gebildet wird, wo es die (131, 1 innere) 
Wandflucht trifft. — -kapital 2,301,37, 
Kapital einer Halbsäule, eines Wandpfeilers. leuchter S 113 s. Wandarm. Bisweilen sitzen die W. vor einem an der Wand an-
		

/Sponsorzy_051_07_0296.djvu

			224 Wörterbuch. Wandleuchter—-Wulst. gebrachten Schilde (Wandschild) 166, 12. 
An dem Arme ist oft, besonders wenn er 
wieder 2 Arme mit den Lichtern trägt, ein 
S child mit Inschrift angebracht s. Abb. 893. — -malerei S 123. — -schrank S 106, 
ein in der Wand eingetiefter Schrank, Abb. 
1127. Bemalung S 125. — -stütze = 
Wandpfeiler. — - tabernakel, ein Sacra- mentswandschrank. täfelnng, Täfelung an der Wand. — -Vorlage s. Vorlage. Wandelaltar: Altarschrein mit drehbaren Flügeln, 
also in der Erscheinung wandelbar. — -fi- 
guren 564, 10 an einer Uhr: Figuren, welche zu gewissen Zeiten Umzug halten. halle, -laube 2, 177,32. 447,5, Halle, Laube 
zum Spazieren. Wange, Seitenbrett am Gestühl, s. Stuhlkopf. Wappen S 136. a d 1 e r = heraldischer Adler. — -lilien = heraldische Lilien. stein 95, 20, Stein, welcher ein Wappen zeigt. Wardierer 3, 12, Taxator, Einschätzer. Warf, Warft, Werft, der Erdaufwurf, auf 
welchem die Wohnplätze auf den Halligen 
liegen; ebenso liegen aber auch, grossenteils 
von einer Zeit her, wo noch keine Bedeichung 
eingetreten war, die Häuser (die Wurten, 
s. d.) auf den Marschinseln und in der Marsch 
in manchen Gegenden sämtlich, in manchen 
zum Teile auf Werften. Wasser, heiliges S 53. drachen, drachen¬ förmige Wasserspeier, Abb. 1601. — -ge- fässe S to8. künsteSi35. leitu ng S 131. — -männer, Meermänner, Tri- 
tonen, aus Metall flach im Profil ausge¬ 
schnitten , ins Horn stossend, beliebte Ver¬ 
zierung mancher jüngeren Kronleuchter 217, 
26. 2,312, 6. schlag, steilschräge Ab¬ dachung eines Gesimses, geeignet zur Ab¬ 
wässerung 64, 39. 425, 24. sims 2, 207, 32. —- -speier S 135. Weberei und Stickerei S 122. Wechselschichten S69, vgl. Schichtenwechsel 
320, 2. Wehle, ein tiefes Wasserloch, wie solche die 
Flut, wenn sie über einen Deich bricht, an 
der Einbruchstelle zu wühlen pflegt 214,4. 515, »6- Wehrkirche S 54 s. bewehrt. — -türm 54, 8, 
zur Verteidigung dienlicher Turm. Weiblein 2, 582, 5, die Nonnen. Weichholz S 121. — weich profiliert: in der 
Weise, dass die Kanten abgerundet, und die 
Uebergänge verglichen sind. Weihbecken S 105, -Wasserbecken, das Ge- 
fäss zur Aufnahme des geweihten Wassers. 
Es hat hier oft die Gestalt eines kleinen Tauf¬ 
steines , so dass nicht selten Zweifel ist, ob 
ein Gegenstand ein Taufstein oder ein Weih¬ 
becken ist. Abb. 437. 460. 484. 736. Weihekreuz S 123. 2,40, 5, Griechisches Kreuz, 
gewöhnlich in einen Kreis gezeichnet, als 
Zeichen der bischöflichen Weihung in regel¬ mässigen Abständen an die Kirchenwände 
gemalt und daselbst Gegenstand der Vef- 
ehrung. vgl. Signakel. Weihgeschenke S 107. Weihkessel 260, 27, falsch für ein steinernes 
Weihbecken; diese ungenaue Benennung findet 
sich hier öfters. 179, 40: Weihwasser¬ 
kessel. Weltliches S 129—36. Wendeltreppe S64/5 = -stiege. Geheime 2, 
39°. i- Wendischer Verband S 69 s. Verband. — 
Bauart S 133. Werft s. Warf. Werkstück ein sorgsam behauener oder zu 
solcher Behauung bestimmter Stein. Wesersandstein S 67. Weserplatten S 68. Westapsis S 64. —- -flensburger Kanzel 
S 95- Widerlager (der od. das) 95, 39. 238, 33 hier 
s. v. a. Strebepfeiler. — Widerlage, das 
Widerlager 392,21, die Mauer, der Mauer¬ 
teil, der den Seitenschub des Gewölbes auf¬ 
nimmt. Wimperg (= Windberge), ein gotischer Zier¬ 
oder Scheingiebel, so in Abb. 853. Windfahne S118. mühle S 70. 161, Abb. 1049. 1067 s. Donnerbesen. — -scheide 
261 Anm. = Windbrett? (Brett, welches 
den Seitenrand der Dachfläche schützt.) Winkel. Wink elfries S 72: statt Rundbogen¬ 
oder Spitzbogenfries findet sich oft an ein¬ 
fachen Ziegelbauten des Nordens ein bloss 
aus Winkeln bestehenderangewandt. Win¬ 
kel, tote s. tot. — -bänder 393,13, als 
gemalte Verzierung von Gewölbrippen s. Abb. 
65. Winkelkröpfe an tonderschen Kanzeln, 
die rechteckigen Kröpfe, die in den Winkeln 
neben den Spitzkröpfen ausspringen (vgl. 
Abb. 1661). Winkellisene, Lisene, welche an einem Winkel 
steht, z. B. an einem Chore, zum Unter¬ 
schied von den Randlisenen. Winkelstriche 40, 5 = Winkelbänder. Wintergilde N. 19, Gilde, welche ihren Gilden¬ 
tag im Winter hält. Winterstube 2, 447, 2 , Stube, zum Aufenthalt 
im Winter besonders geeignet. Wirtel 127, 42. 320, 3. 2, 585, 11. in Abb. 
1545, die Ringe, welche in der Uebergangs- 
zeit bisweilen, um Säulen oder Rundstäbe 
zu gliedern, um diese gelegt sind (s. ge¬ 
gürtet. Spindelstein). Wirtshausschilder S 118. Wittingmannskluft, eine Kluft (Zweig eines Ge¬ 
schlechtes) in Ditmarschen. Wohld, Wold: Wald (Westerwohld, dänisch. 
Wohld, Osterwohld). Wölbung S 77/9. Wolf S 160. Wulst, Rundstab; halber Rundstab. — -rip¬ 
pen S 78. Abb. 1666.
		

/Sponsorzy_051_07_0297.djvu

			Wörterbuch. W ürfelkapi täl—z wistig. 225 Würfelkapitäl S 80 s. Kapital. Abb. 1148. 1543. Wurm, Lindwurm (s. d.) Abb. 92g. 1305. Wurth, Wurt, Platz eines Hauses mit den dar¬ 
auf stehenden Gebäuden. xenodoehium 2, 52 (Hospital), Armenhaus, Gast¬ 
haus. Zachäus S 139. Zacken an einem Kelchfuss zwischen den Buchten 
des Passes in den Ecken s. Abb. 16. 1431. 
— -bogen s. gezackt. Abb. 131. 980. — 
-kämm, ähnlich dem gotischen Blumen¬ 
kamm, s. d., nur dass die Blumen nicht aus¬ 
gebildet sind; vgl. Abb. zu 554. Abb. 744. kranz, -streifen 205, 8. 243,16, beliebtes spätgotisches Ornament, das oft in der Zeich¬ 
nung eines Blumenkammes, nach unten ge¬ 
richtet, das lange Feld einer Glocke oben ab- 
schliesst. — -krönung s. v. a. -kämm. Zahnschnitt, eine Verzierung, die in reihenweise 
nebeneinander liegenden, meist unter eine 
grössere Platte gestellten Hervorragungen 
(Zähnen) besteht. S. Abb. 422. 623. 1401. Zahnschnittarchivolte, Archivolte, welche mit 
Zahnschnitt geziert ist 181, 15. Zaleukus, Gesetzgeber von Locri in Unteritalien 
241, 22. Zarge 555,1, Wange, Seitenbrett. Zehneckfuss eines Kelches 2, 108, 3. Zeichen öfteres, v.a. Meisterzeichen, Gusszeichen. Zeltdach, pyramidenförmiges Dach, Helm , so 
Abb. 63. 64. 108. 451. 469. Ein halbes 
pflegt sich auf Polygonchören zu befinden, Abb. 1041. gewölbe nennt man auch wol die vielteiligen Gewölbe, wenn sie kuppel¬ 
artig ansteigen. Vgl. 2,391, 18. Zeughaus S 130. Ziegelbau S 56. 59. 66. — -brand 421, 13 
das Ziegelbrennen. — - heim, Turmhelm aus 
Ziegeln 3,42. 101,21.2,239, 36. 2,315,23.-— 
-verband s. Verband. — -Überkragung 
S 74: eine Oeffnung ist durch Ziegelüberkra¬ 
gung abgedeckt, wenn sie durch Ziegellagen 
gedeckt ist, von denen immer eine über die 
andere vorkragt. — -würfelkapitäl s. 
Kapital. Ziehbrunnen Abb. 1369 f. Zierarme s. Schmuckarme; öfters sind sie als 
Ranken gebildet (Zierranken 2, too, 35). — 
-rippen s. Rippen. — -Schild 107,22 s. 
Cartusche — - verband S69 s. Verband. Zingel = Zwinger 123,1. Zinken 2, 115,23 s. v. a. Dachzinken. Zinnleuchter S 113. — -kelche S 113. — 
-kannen Sn6. zopfig nennen wir die von den Stilregeln sich 
befreienden, obwol noch auf ihrem Boden 
stehenden Abartungen mehrerer Stile, in denen 
in der Regel eine phantastische Neigung zu 
Tage tritt. So besonders viele Schöpfungen 
aus der spätesten Barock- oder Roccocozeit und derjenigen des Classicismus, bis zu Ende 
des 18. Jahrh.; ebenso aber auch die Leistungen 
der spätesten Gotik (gotischer Zopf), in denen 
das Astwerk (s. d.) an Stelle der alten Mass- 
werkformen tritt. Vgl. verzopft. Die Zeit des 
Zopfes, die Zopfzeit, der Zopfstil an sich ist 
indes, wo man keine genaueren Stilbezeich¬ 
nungen anwendet oder gebrauchen kann, weil 
es an den die Stile selbst kennzeichnenden 
Schmuckformen zu sehr fehlt, die Zeit und 
der Stil des 18. Jahrh., besonders der 60er und 
70er Jahre. Ebenso »zopfig« ; so 2, 657, 2. 
Frühbarocker Zopf 2, 70, 9. 410, 41. — -fassade 3, 37. — -haube 383, 21. 2, 70, 
30. — -wulst s. Tauwulst, Stab. Zuberform einer Taufe Abb. 776. — -henkel 
2, 491,40. Zugbrücke S 135- zugeschärfter Stab, Wulst Abb. 182; zuge¬ 
schärfter Wulst als Rippenprofil S 78; auch 
als Kämpferprofil 2, 586,3 ; als Wirtelprofil 
320,3. — Zuschärfung an den Kanten 
eines Gewölbes 316, 20 s. Grate. Zunftbecher S 131. — -becher, -schilde S 117- zurückgesetzter Giebel s. Giebel. zweischiffige Hallen (s. Halle) S 60. — Kirchen 
S 60. — -stockig s. Geschoss. Zwergharnisch 2, 216,10 dient zur Rüstung eines 
Zwerges. Zwickel die bei einem in viereckigen Rahmen 
gefassten Bogen leerbleibenden dreieckigen 
Eckstücke mit einer krummen Seite; und so 
auch andere Keilstückchen und Füllungen 
85,9, vgl. Abb. 118. 1328. 94,18 Zwickel 
des Vierpasses: dessen Nasen. Zwickelfiguren 
s. Abb. 999. Zwillingsturm, Zwilling S62. 4,1. Abb. 1301 : Turm mit doppeltem Oberbau oder Helm auf 
gemeinsamem Unterbau. Zwinger 548, 8 ein mauerumschlossener Raum 
vor dem Tore, oder am Fusse der Hauptmauer 
zwischen dieser und dem Graben. Vgl. Zingel. Zwischengesims == Gurtgesims. — -haus 2, 58, 
25 der überbaute Zwischenraum zwischen 
den Türmen einer doppeltürmigen Kirche. — - lisene Lisene (si d.), die weder Rand- noch 
Winkellisene ist 413,36. Abb. 618.— -pfei- 
ler, -stützen in einer Kirche vom gebundenen 
romanischen Grundrisse (mit Doppeljochen): 
die mit den Hauptpfeilern abwechselnden, 
nur die Arkaden und die Nebenschiffgewölbe 
tragenden Pfeiler. — -rippen 214, 37 die 
Längs- oder Querrippen; Abb. 1196 f. Im Grdr. 
Abb. 313 sind die Längsrippen ausgelassen! — -streben: Strebepfeiler, welche zwischen 
den regelmässigen (zwischen je zwei Jochen 
angebrachten), also in den Jochmitten, zur wei¬ 
teren Verstärkung der Wand angesetzt sind. zwistig: zwiegeteilt 536, 17. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. 15
		

/Sponsorzy_051_07_0299.djvu

			ZUM SCHLÜSSE.
		

/Sponsorzy_051_07_0301.djvu

			AN EDUARD PAULUS. ochedler Freund im heitern Land der Schwaben, Drin hohe Münster, heil’ge Klöster stehen, 
Die Thal’ und Höhen Schloss und Burgen haben, Um alte Städte Mauern kränzend gehen, Und abendrotumglänzet steht erhaben 
Der Kaiser Berg, um den die Geister wehen — 
Dort in der Dichtung Glanz, der Wahrheit Lichte, 
Wird Dir die ganze Fülle zum Gedichte. Hier ist es anders. Lang verschollne Zeiten 
Lässt wol der Forscher sich dem Geist erneuen ; 
Doch sehn wir sie nur fern vorübergleiten. 
Vergangen selbst die Fussspur jenes Leuen, Der einst in diesen Landen auszubreiten 
Das deutsche Wesen, dessen wir uns freuen, 
Vermocht; kein Denkmal redet von den Helden, 
Von deren Thaten uns die Bücher melden.
		

/Sponsorzy_051_07_0303.djvu

			Doch hast Du wol den stillen Reiz erfahren 
Des ernsten Lands, aus dem die Cimbern kamen, Die Heiden weit, die Seen im Wald, die klaren, Die grüne Marsch, und rings in blauem Rahmen 
Des Meers Unendlichkeit, des wunderbaren. Hoch ragen Hünengräber ohne Namen; Und wo man dann getauft die blinden Heiden, Die Kirchen stehn noch, fest und doch bescheiden. Und was Dich in Italien hat entzücket, Und was den Fuss durch Deutschland Dir geleitet, 
Der hohe Geist, der uns der Welt entrücket, Im Alltagsleben göttlich uns begleitet, Das Herz des einsam Suchenden beglücket, Dem Grössten selber hohem Glanz bereitet — Er ist auch diesen Landen mild begegnet, Der Geist der Kunst, und hat sie wol gesegnet. Kommt denn diess Buch Dir dort zu Deinen Händen, 
So wird es, mein’ ich, Dir nicht fremd erscheinen. Du hältst die Heimat fest mit Liebesbanden, 
Bereicherst ihren Reichtum aus dem Deinen — Mir ist die neue Heimat hier erstanden, Gar lieb und wert, im Grossen und im Kleinen; Was da nun Lieb’ und Fleiss zusammenbrachten, 
Bring’ ich hier dar, Du wirst es nicht verachten.
		

/Sponsorzy_051_07_0304.djvu

			Pierersche Hofbuchdruckerei. Stephan Geibel & Co. in Altenburg. 2 T D 1 S i i a H h B t D E O O t O 5 t E E ti Bibli^ÄSÄ 300043173625
		

/Sponsorzy_051_07_0305.djvu

			K S I Ę G A R N I A ANTYKWARIAT nnu mi E Ol043974
		

/Sponsorzy_051_07_0308.djvu

			Biblioteka ZBIORY GRAFICZNE h.ii 37 433 Główna Biblioteka ZBIORY GRAFICZNE 
NIE KSEROWAĆ Główna UMK Toruń Biblioteka Główna UMK 300043173625 Biblioteka Uniwersytecka UMK m 37433 ifiiiiiii 300043173625